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| | #1 | ||
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| Modifizierer |
Unser Schiebedachantrieb sagte nur noch "Klack-Klack", also ein arbeitendes Relais, wenn man die Schalter betätigte. Irgendwas musste also kaputt sein. Also hab ich die ganze Einheit ausgebaut . Ob der Aufkleber 12.08 bedeutet, dass es schon der zweite Motor ist, weiß ich nicht. Im Gußkörper des Gehäuses ist eine [95] in einem Zielkreis eingegossen. Das wiederum könnte zum Bj (9/96) passen. Das werden die Teilenummerfüchse unter Euch besser beurteilen können. Also erstmal die Elektronik ausgebaut und den Motor provisorisch an eine Batterie angeklemmt - der lief wunderschon rund. Die Einheit mit der Nockenscheibe hatte ich vorher ausgebaut (geht bei dem Motor als eine Einheit raus). Das erspart das mühsame Wiederherstellen der Nullstellung, auch wenn die auf dem schwarzen Gehäusedeckel und in der rosa Welle durch Markierungen erkennbar ist. Blieb als Ursache die Elektronik. Das Relais ist ein zweipoliges Umschaltrelais mit zwei getrennten Spulen. In der Ruheposition liegt an beiden Motorklemmen Masse an. Allerdings war ein Kontakt nicht ganz sauber, also wurde das Relais ausgelötet (8 Lötpunkte) und geöffnet. Boden und Haube sind verklebt, lassen sich aber mit viel Gefühl und einem Cutter o.ä. gut trennen, ohne Schäden anzurichten, sofern man genau in der Fuge schneidet. Dann die Kontakte reinigen. Der "Drehzahlregler" (PowerMOSFET) für den Motor BUK 445 60A (auf den Bildern schon ausgelötet) war eindeutig durch. Also hab ich den erstmal ersetzt. Allerdings mit einem BUK 455-100A. Der unterscheidet sich neben der höheren Belastbarkeit durch ein nicht isoliertes Gehäuse vom Original. Also Glimmerscheibe und Isolierscheibe nicht vergessen. Es entsteht sonst Kontakt zwischen Ausgang des Transistors und dem Gehäuse - Kurzschlußgefahr!!! Motor wieder mit dem Stecker verbunden und Probelauf. Kurzzeitig drehte das Ritzel, dann wieder nur noch Relais-Klack-Klack und das Innenlicht wurde dunkel bei jedem Tastendruck. Das Gehäuse wieder geöffnet, gemessen, geflucht! Den Transistor hatte es wieder zerschossen. Also den Transistor ausgebaut und seinen Ein- und Ausgang gebrückt (rote Linie auf der Untersicht der Platine). Wieder eingebaut. Diesmal wurde es sofort komplett finster. Sicherung 21 war durch. Also Gehäuse wieder geöffnet und weiter gesucht. Die Schottky-Diode FEP 16 CT hatte Durchgang in alle Richtungen - Umgangssprachlich Kurzschluß. Also diese auch noch ausgelötet, Motor wieder zusammen- und eingebaut und siehe da - er geht. Also eingeschraubt und das Schiebedach geht wieder. Natürlich wird die Drehzahl jetzt zu den den Endstellungen hin nicht mehr herunter geregelt, ebenso dreht der Motor zum Heben mit voller Drehzahl. Wenn alle Teile beschafft sind, werd ich die Elektronik wieder "in Betrieb" nehmen. Es ist allerdings irgendwie eine saublöde Idee, elektronische Leistungsbauteile, die durch Verlustleistung eine nicht unerhebliche Abwärme erzeugen und gekühlt werden müssen (Das Gußgehäuse ist gleichzeitig "Kühlkörper" für den Drehzahlregler), an der Stelle im Auto einzubauen, die mit die höchsten Temperaturen erreicht - dem Dachhohlraum. Soweit für alle, die einen Fehler in der Elektronik Ihres Schiebedachs suchen. Bilder in folgendem Album http://www.golf3.de/album.php?albumid=1107 Geändert von Teezufünf (26.06.2011 um 11:20 Uhr) | ||
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| | #2 | |||
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| R.I.P. |
Hallo! So weit bin ich mit meinem elektrisch defekten Schiebedachmotor vor einigen Jahren auch gekommen. Als defekte Bauteile stellten sich auch der Transistor BUK445-60 und die Doppeldiode FEP16 heraus. Das Relais habe ich ohne Ausbau für "in Ordnung" befunden. Alles Weitere scheiterte daran, dass es mir bis dato nicht gelungen ist, den Transistor BUK445-60 zu beschaffen, der ja eine TO220-Bauform haben sollte. Éine geeignete Doppeldiode habe ich bekommen. Es soll passende Transistoren japanischer Herkunft der Typenreihe 2SK... geben. Ob die aber eine dem BUK445-60 gleiche Anschlussbelegung und Gehäusebauform haben, habe ich bisher noch nicht in Erfahrung gebracht. Freundliche Grüße Teletubby | |||
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| | #3 | ||
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| Modifizierer | Zitat:
Wie geschrieben - ich hab einen BUK 455-100A genommen. Der ist von den Daten her so ähnlich, dass er als Ersatz taugen sollte. Und für den gibts wiederum eine Reihe von Vergleichstypen. Der gewaltige Unterschied ist halt, dass beim 455 und seinen Ersatztypen die Schraubfahne nicht isoliert ist. Es muss also ein entsprechendes Isolierset eingesetzt werden. Die Fahne ist mit Pin 2 (Drain) verbunden. | ||
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| | #4 | |||
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| Helfersyndrom |
Glimmerscheibe und Kunststoffschraube soll das wohl heißen, aber diese Instandsetzung sollten wirklich nur Leute machen, die von Elektronik was verstehen | |||
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| | #5 | ||
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| Modifizierer | Nein, sollte es nicht! Da es keine Gewindebohrung im Gußgehäuse gibt und der Transistor mit einer Federklammer an das Gußgehäuse angedrückt wird, gehört auf beiden Seiten eine Isolierung hin. Rückseitig Glimmerscheibe, vorderseitig diese kleinen Kunststoffscheiben mit dem "Röhrchen" dran, die normalerweise der Isolierung von Metallschrauben dienen. Kunststoffschrauben zur Befestigung von Bauteilen, die nicht unerheblich warm werden können und mit Druck angezogen werden können, hab ich in Elektroniken bisher noch nicht gefunden. Aber ich lerne gerne dazu. ![]() Zitat:
Auslöten von Bauteilen sollte man können - ja Einlöten ohne Bauteilüberhitzung sollte man können - ja. Und sonst??? Ich habe weder Radio-&Fernsehtechniker o.ä. gelernt noch E-Technik studiert noch sonst was. Ich hab mich einfach rangetraut und gemacht. Auch Fehler . Als Schüler mit wenig Geld zu einer Zeit, als im RC-Bereich vieles nicht fertig zu haben war und das, was es gab, sauteuer war.Mein Gott, macht den Leuten nicht immer Angst vor 12 V Elektrik! Aufpassen ja. Die Stromstärken, die in einem Auto möglich sind, können Brände auslösen. Aber Angst??? Warum??? | ||
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