Fahrzeugpflege Wie kann ich den Zustand meines Golf 3 erhalten

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Alt 24.06.2011, 13:53 #1
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Frage Überlebt mein Golf noch ein ganzes Jahr Standzeit?

Ein Thema, das mich schon länger beschäftigt: Überlebt mein Golf noch ein ganzes Jahr Standzeit?

Der Hintergrund: Ich werde ein ganzes Jahr im Ausland studieren und mein Golf hat mittlerweile ca. 216.000km.

In den Golf habe ich in den letzten 2 Jahren viel Geld an Reparaturen und Erhaltungsmaßnahmen gesteckt. Dennoch befürchte ich, dass er, nachdem er ein Jahr gestanden ist, nicht mehr der Golf ist, der er mal war.

Er wird in der Zeit in einer relativ trockenen Garage stehen. Leider fahren dort 2-3 Autos regelmäßig aus&ein und hier schneit es im Winter sehr viel und dementsprechend viel Feuchtigkeit und Salz landen in der Garage.

Was für Bauteile überleben so eine Standzeit definitiv nicht? Ich dachte da an Gummis die spröde werden oder ist der Zeitraum zu kurz?
Was kann ich tun, um den Golf richtig einzumotten?

Natürlich schwebt mir auch vor den Golf zu verkaufen, aber leider hat er noch ein Loch im Schweller, was den Preis bestimmt in den Keller treibt und mich nicht wirklich glücklich machen würde. Ein Auto brauche ich aber definitiv wieder nach dem Jahr.

Noch zur Info: Abgemeldet wird er natürlich, aber regelmäßig den Motor laufen lassen ist kein Problem. Wie oft sollte man das machen?

Viele Fragen ich weiß, aber ich hoffe auf ebenso viele qualifizierte Antworten!


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Alt 24.06.2011, 14:30 #2
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Ich vermute mal des es deinem Auto selbst nichts machen wird. Allerdings wirst du dann vermutlich ne Reifen brauchen, Grund werden dann vermutlich Standplatten sein. Oder Räder abmachen und auf Unterstellböcke stellen. Und auf jedenfall Batterie abklemmen.
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Alt 24.06.2011, 16:17 #3
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Die Batterie überlebt nur ca 6 Wochen Standzeit, bei einem normalen Auto. Wenn der mit diversen Sachen aufgerüstet wurde, dann kann das auch weniger sein.

Also Batterie abklemmen und alle 8 Wochen nachladen.

Die Reifen sind unkritisch, wenn reichlich Luft drin ist. Ich würde 3,5-4bar empfehlen. Handbremse nicht anziehen. Fahrzeug ab und zu ein viertelumdrehung vor und zurück schieben.

Fenster einen Spalt offen lassen.
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Alt 24.06.2011, 21:46 #4
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Bin dankbar für alle weiteren Tipps!

Motor regelmäßig starten und laufen lassen?
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Alt 24.06.2011, 21:51 #5
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Vorher:
Waschen, Unterbodenwäsche, wachsen und heiss fahren -> Kein Kondenswasser mehr im Auspuff.
Im E5 / E10 Zeitalter UNBEDINGT Benzinstabilisator einfüllen und vorher fahren, so dass er sich in der Einspritzanlage ordentlich verteilt. Volltanken.

Dann in der Garage:

Aufbocken
Handbremse unbedingt lösen.
Alle Teile die rosten könnten mit Konservierungsspray behandeln.
Bremsflüssigkeit und Motoröl wechseln.
Motor innen konservieren (Öl oder Konservierungsspray in Kerzenlöcher) und per Hand durchdrehen
Öligen Lumpen in Auspuff und Luftfilter (Ansaugkanal)
Batterie ausbauen und an Dauerladegerät hängen
Fenster einen kleinen Spalt auf
Abedckplane drüber und "Gute Nacht!" rufen.


Nach einem Jahr abbocken, Batterie rein, Lumpen raus, und probelmlos starten.

Beim ertsen starten Motor per Hand durchdrehen oder kurz mit Anlasser OHNE Zündung, um erstmal das Öl wieder durchzupumpen. Starten im Leerlauf ohne die Kupplung zu treten.



Und über alle lachen die sich ärgern weil sie nach einem Jahr Standzeit Probleme und teure Schäden haben weil sie sowas für unnötig halten bzw. zu faul waren die 3 Stunden Arbeit zu investieren.

EDIT: Alle Dichtungsgummis mit Silikonspray behandeln

Geändert von DERChristian (24.06.2011 um 22:08 Uhr)
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Alt 24.06.2011, 21:56 #6
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Zitat:
Zitat von FlipsGolf Beitrag anzeigen
Bin dankbar für alle weiteren Tipps!

Motor regelmäßig starten und laufen lassen?
NEIN.
Warum?
1. Unnötiger Kaltstartverschleiss für den Motor
2. Motor wird nicht richtig heiß = Kondenswasser im Zylinder / Motoröl / Auspuff = Korrosion = "Standschäden".

Einmotten / Konservieren wie von mir beschrieben und dann stehen lassen.

Wer sich gut fühlt, kann den Motor ggf. alle parr Monat per Hand etwas durchdrehen, damit nicht immer die selben Ventilfedern gedrückt sind.

That´s all.
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FlipsGolf (24.06.2011)
Alt 24.06.2011, 21:57 #7
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Vielen Dank für die ausführliche Antwort. Sowas habe ich mir gewünscht.

Zwei Sachen sind mir jedoch unklar:

Zitat:
Zitat von DERChristian Beitrag anzeigen
Benzinstabilisator einfüllen
Wo gibt es sowas?

Zitat:
Zitat von DERChristian Beitrag anzeigen
per Hand durchdrehen
Wie mache ich das?
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Alt 24.06.2011, 22:04 #8
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Grundsätzlich können alle Tipps angewendet werden, die in diesem Thread beschrieben sind:

http://www.golf3.de/fahrzeugpflege/6...winterfit.html

Ansonsten kann einem echten Golf ein Jährchen Standzeit nichts anhaben - zwei Jahre auf einem feuchten Parkplatz wäre da schon was anderes...
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Benzinstabilisator gibt´s von Liqui Moly, sollte jeder größere KFZ Händler haben oder bestellen können.

Das kostet nicht viel und ist in E5 / E10 Zeiten wirklich nötig, glaub´s mir.

Per Hand durchdrehen: Mit passendem Schlüssel / Ratsche auf der Riemenscheibe -> Kurbelwelle.

Dazu am besten die Kerzen raus = keine Kompression, geht dann ganz leicht.
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Alt 25.06.2011, 17:12 #11
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Die besten Tipps für sowas gibt in Oldtimerforen,
da werden die Kisten oft mehrere Jahre eingemottet.

Also anstatt die Batterie ein- auszubauen würde ich falls möglich und Strom vor Ort einen Batteriejogger anschließen, falls kein Strom vorhanden ist beim Kumpel in den Keller damit und dort anschliessen.

Die Reifen sind doch ein Thema, also bei meinem 5er BMW gab es trotz 3,8 bar 2 Reifen die nach 5 Monaten ( Winterpause ) einen Standplatten hatten.

Schau wie gesagt einmal in nen Oldtimerforum rein, die haben richtig gute Tipps.


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