Also wer etwas mehr von der Sache versteht, wie die Marketingstrategen, der kippt in einen Alltagsmotor kein Rennöl. Rennen sind eine sehr einfache Sache für das Öl. Und bis vor gar nicht allzu langer zeit wurden in den Rennen nicht mal legierte Öle verwendet. Das Öl muss nur ein paar hundert Kilometer durchhalten, wird nur einmal warm und das war es dann gewesen. Wichtiger als Haltbarkeit und Stabilität unter ungünstigen Punkten ist dort ein geringer Reibungswiderstand für höchste Leistung.
Wer so ein Öl im Straßenverkehr verwendet, zündet sich die Ziggi auch mit dem Geldschein an und bereichert dabei die Marketingstrategen, die sich gratulieren, wieder mal einen richtig Dummen gefunden zu haben, den man nun ausnehmen kann. Für unsere alten Mühlen sind 10W40 oder evtl auch 15W40 (nicht im Winter) völlig ausreichende Öle, die den Motoren ein langes Leben bescheren. Ein 20W50 habe ich früher gerne als Ganzjahresöl eingesetzt bei meinem ersten Golf und den folgenden Passats (ich hatte mal geschworen, nie wieder Golf zu fahren), bis dann das 15W40 preisgünstig verfügbar war.