Hey ho. Kaum ist die Kopfdichtung am GTI gewechselt und definitiv dicht, schon macht er wieder Probleme
Montag morgen bin ich an einer Ampel angefahren, habe in den zweiten Gang geschaltet, als plötzlich bei ca. 2.500 Touren vom Motor her ein sehr lautes, drehzahlabhängiges Klappern oder Klopfen zu hören war. Dauerhaft und absolut rythmisch. Er hörte sich an, als hätte jemand einen Sack stählerne Kastanien 'reingeworfen - und die prallen im Takt eines Zylinders aneinander. Ich bin dann mit getretener Kupplung 500 Meter gerollt, es ging keine Warnleuchte an, Motor lief rund, aber lautstark klappernd weiter.
Habe ihn dann abgestellt und bin anderweitig weitergefahren. Nachmittags habe ich ihn nochmal angelassen - noch immer war das Geräusch da, aber der Motor sprang auch problemlos an. Ich habe nochmal das Ohr drangehalten und die Quelle von dem Geräusch war eindeutig der Motor selbst, ungefähr bei Zylinder 2 und 3.
Gut, dachte ich mir, da hat's mir wohl 'ne Lagerschale zerlegt. Also, Auto heimgeschleppt und aufgemacht. Im Öl waren keine Späne, nur ein paar Plastikteile, die anscheinend irgendwannmal zur Nockenwelle 'reingefallen sind. Ölpumpe ist okay, die Zahnräder und die Welle für den Zündverteiler hat auch nix. Pleuel Lagerschalen sehen zwar nicht mehr toll aus, aber noch lange nicht schlecht. Die Kurbelwelle selbst sitzt bombenfest und lässt sich in keine Richtung auch nur einen halben Millimeter bewegen. Die Pleuel schienen zum Kolben hin bei Bewegung ebenfalls kein Spiel aufzuweisen. Steuerzeiten stimmen noch. Nächster Verdacht: Gebrochene Ventilfeder. Ich habe dann einzeln Zündkerzen 'reingedreht und den Motor per Hand gedreht. Es fällt auf, dass dieses Geräusch beim Bewegen von Hand nicht auftritt, er klappert so nicht. Und auf jedem Zylinder war beim Durchdrehen der Kurbelwelle ungefähr der gleiche Gegendruck beim Komprimieren zu spüren. Also dürfte es wohl nicht eine Ventilfeder sein, es sei denn, die ist echt an einem der Enden gebrochen und es fehlt nicht viel.