Danke für die Ausführung Manfred. Ich meine aber der Verschleiß ist bei niedrigen Gängen außer dem ersten Gang vor allem deshalb höher, weil sich die Differenz der Übersetzung dort am höchsten ist und die Synchronringe somit einen tendenziell größeren Drehzahlunterschied zwischen Aus- und Eingangswelle durch Reibung ausgleichen müssen. Durch das weit verbreitete Reindrücken der Gänge verschleißen die Synchronringe dort mehr als beispielsweise beim 5. Gang, auch wenn alle Gänge gleichermaßen scheiße geschaltet werden. Dein Argument mit der Anzahl der Schaltvorgänge ist natürlich trotzdem richtig und verstärkt o.g. Effekt.
Gruß,
daniela
Du beeindruckst mich mit Deinem Fachwissen und Deiner Fähigkeit, es in Worte zu fassen. Ersteres speziell als Frau. Ich habe nicht die geringsten Einwände zu dem, was Du schreibst. Den Effekt, den Du beschreibst, kann man dadurch verringern, dass man beim Hochschalten nach Herausnehmen des vorigen Ganges bei getretener Kupplung eine kleine Pause macht, bevor man in den nächsten Gang schaltet. Das sorgt dafür, dass die Getiebeeingangswelle schon durch ihre Reibung langsamer wird, was die anschließende Synchronisation erleichtert und beschleunigt.
Eins kommt in den niedrigen Gängen (speziell erster und zweiter) noch hinzu: Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen. Bei jedem dieser Schaltvorgänge muss die Getriebeeingangswelle samt Kupplungscheibe durch die Synchronisation von einer niedrigen auf eine hohe Drehzahl beschleunigt werden. Während dieser gesamten Synchronisationszeit schleift die Synchronisation und verschleißt.
Ich habe mir derartiges Zurückschalten schon vor Jahrzehnten abgewöhnt. Zum Bremsen ist die Bremse da. Ich wechsele lieber Bremsbeläge als Getriebesynchronisationen oder Kupplungen.
Grüße
Manfred
Edit: Außedem kannst Du einen ganzen Absatz fehlerfrei schreiben! Das ist hier auch nicht die Regel.