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-   -   Tüven oder weg damit? (http://www.golf3.de/showthread.php?t=114899)

fehlzündung 30.05.2013 20:09

Tüven oder weg damit?
 
Hallo,

ich muß mich nach langer Zeit leider mal wieder zu Wort melden.

Wir fahren immer noch einen Golf III Europe, Bj. 1995, 1,8 Liter, 75 PS, Automatik. Kilometerstand 143000.

Im Dezember steht der TÜV an. Neulich war das Auto zum Ölwechsel in der Werkstatt und ich habe drum gebeten, dass man mal nachsieht, was alles fällig wäre, um die Plakette zu kriegen.

Der Meister sagte mir, die Grundsubstanz ist in Ordnung, folgende Sachen wären zu machen:
-Querlenkerlager vorne links
-Stoßdämpfer hinten und Hinterachsbuchsen
-4 neue Reifen

Die Domlager rosten zwar, ist aber noch nicht so schlimm, dass der TÜV es bemängeln würde.

Weiterhin hat meine Frau (die das Auto auch hauptsächlich nutzt) vor ein paar Wochen mal mit ca. 40km/h einen Bordstein überfahren. Seitdem zieht das Auto leicht nach rechts. Auch meint, sie das Auto ist seitdem lauter beim Fahren.
Könnte also sein, dass noch ein Radlager dazu kommt. Auch sollte der Wage dann mal vermessen werden (falls das nicht ohnehin nötig ist wegen Querlenker und Hinterachse).

Wir stehen nun vor der Entscheidung, den Golf nochmal TÜV-fertig machen zu lassen und ihn zwei weitere Jahre zu fahren oder ihn abzugeben (vielleicht kriegt man noch 500 EUR dafür?) und ein gebrauchtes Auto zu kaufen im Preisrahmen um 7000 EUR.

Wie hoch schätzt ihr die Reparaturkosten für alles zusammen ein? Ich habe mal überschlagsmäßig gerechnet und komme in etwa auf 1000 EUR. Realistisch?

Lohnt es sich, 1000 EUR (oder Summe X eben) in ein solches Auto zu investieren? Klar, wenn er dafür 2 Jahre ohne Probleme wieder rollt, ist es gut angelegtes Geld.....bislang sind wir von großen Reparaturen verschont geblieben. Lediglich der Anlasser wurde vor ein paar Monaten für teures Geld gewechselt.

Der Vorteil eines neuren Autos wäre der geringere Verbrauch (der Golf nimmt gern 10 Liter), geringere Steuer. Dagegen hätte man den höheren Wertverlust, höhere Versicherung, wenn man Vollkasko versichert.

Wozu würdet ihr in der Situation raten? Motor und Getriebe laufen bislang übrigens einwandfrei.

skywaker 30.05.2013 20:13

Für mich hört sich das nicht so schlimm an da ich großteils alles selber machen könnte......
weis nicht wie es da bei dir aussieht also für mich wäre es klar nochmal tüv fertig machen und noch 2 Jahre mit dem golf fahren

fehlzündung 30.05.2013 20:22

Ja, hab ich vergessen. Also selber machen ist nicht, wenn dann würden wir es in der Werkstatt machen lassen (müssen).

Dr.Gramot 30.05.2013 20:59

Zitat:

Zitat von fehlzündung (Beitrag 1602845)
Ja, hab ich vergessen. Also selber machen ist nicht, wenn dann würden wir es in der Werkstatt machen lassen (müssen).

Warum? Hinterachse vom Schrott besorgen (oder aus einem Forum), Hinterachslager besorgen, einpressen lassen, Querlenker kosten, wenn ich das noch richtig im Kopf habe, 35€, kannste aber genauso gut gleich beide machen. Ich vermute, dass deine Frau den Spurstangenkopf ggf erwischt haben könnte, ist auch nicht teuer.

Reifen braucht jedes Auto, ggf auch da mal in ebay nach gebrauchten suchen.

Querlenker und Hinterachse tauschen, wenn man eine Ersatzachse hat, ist probemlos mit einem Schlagschrauber, Unterstellböcken (russisch: Steine) und einem Wochenende zu erledigen, Schlüsselkasten reicht im Grunde sogar einer vom Aldi. Stoßdämpfer hinten vom Schrott oder Komplettes Sportfahrwerk oder ein TA-Gewinde in höchster Einstellung mit gekürzten Dämpfern, alles andere sprengt den Preisrahmen.

Das ist wirklich nicht schwer. Im Idealfall nimmst du dir einfach eine Mietwerkstatt zur Hilfe.

baba88 30.05.2013 21:00

Ich würde es auch selber machen bin ja kfztii. Aber für jemanden der es machen lassen muss wird es schon ne teure angelegenheit

Da bist gut mit 1000 Euro dabei kommt drauf an ob de dir die Teile selber besorgst oder die Werkstatt das machen soll und vorallem wo du es machen lässt

Mfg

jettadriver 30.05.2013 21:04

vor allem vollkasko macht bei nem 3er überhaupt keinen sinn mehr. teilkasko mit 150€ SB und gut ist. wenn der wagen nicht rostet, repariere ihn, denn das sind alles nur verschleissteile, die kommen bei nem anderen auto auch.

fehlzündung 30.05.2013 21:09

Ganz ehrlich: Ich habe weder Zeit noch Lust, das selber zu reparieren. Außerdem handelt es sich dabei ja auch um sicherheitsrelevante Bauteile und da lasse ich lieber die Finger von. Man muß sich ja nicht zu Tode sparen....buchstäblich.

Vollkasko bezog sich auf ein ggf. neu zu kaufendes Auto. Der jetzige Golf hat auch nur TK.

Reifen sind das geringste Problem, das sind 185er, die kosten nicht die Welt.

Meine Sorge ist nämlich auch, dass ein neues Auto (in dem Fall dann ja auch gebraucht) nicht unbedingt ohne Reparaturen auskommt. Ggf. muß man dann auch mal schnell einige Hundert EUR investieren und dann kommt es teurer als wenn man den alten behalten hätte.

Rolw 30.05.2013 21:59

Wenn die Substanz wirklich gut ist und die Ausstattung im Golf reicht würd ich den behalten, selbst bei Werkstattkosten.
Neue Autos unter 7000 sind entweder auch schon viel gefahren oder genauso wenig ausgestattet wie dein Golf ;-)
Achslager im VW Sektor halten bei den neuen auch nicht grad ewig, die fallen schon viel früher aus als beim Golf 3.
Stoßdämpfer in unserem 2007er Fabia ölten bei 70.000km.
Außerdem fährt der olle Golf auch nicht schlechter wenn erstmal alle Achslager und Stoßdämpfer neu sind.

Da das meiste reine Schraubarbeit ist hab ich keine so großen Sicherheitsbedenken, schraube aber auch alles selbst.

Nem reinen Laien würd ich ne Mietwerkstatt ans Herz legen, bei ner gutem gibt's auch nettes Personal das mit Rat und Tat zur Seite steht.
Oder hier mal fragen ob´s ne Schraubergemeinschaft in deiner Nähe gibt wo man sich einmieten kann.

Poldi 31.05.2013 08:48

Ich würde den Golf so oder so reparieren lassen...zum einen hast Du ein besseres Gefühl, wenn Du ihn selbst fährst (bzw Deine Frau), zum anderen steigert das natürlich den Wiederverkaufswert enorm. Mit neuem TÜV und behobenen Mängeln (mit Rechnung) bekommst Du den auch besser verkauft - so könnt Ihr Euch bei der Auswahl eines adäquaten Ersatzes Zeit lassen und den richtigen finden, der eben keine Mängel hat ;)

wolfi71 31.05.2013 12:56

Also das mit dem Schiefziehen sollte sofort gemacht werden. Damit kannst du bis Dezember eh nicht mehr fahren. Und mit sofort meine ich, innerhalb von 14 Tagen. Das lautere kommt von den schief laufenden Reifen und evtl überbeanspruchten Gelenkwelle.

Es kann sein, dass da das Thema Buchse vorn sich gleich mit erledigt, wnen man den Querlenker machen muss.

Ansonsten sind das nur Kleinigkeiten udn mit 143.000 ist der Golf noch lange nicht am Ende. Der rennt dir bei halbwegs Pflege noch mindestens 6 Jahre.

Ob ein neueres Auto da billiger läuft, das wage ich zu bezweifeln. Die Autos produzieren die Kilometer zu höheren Kosten wie dein jetziger Golf. Und 10l ist für die Automatik noch halbwegs normal. Evtl mal das Öl in der Automatik wechseln lassen. Damit aber bitte zu einer Werkstatt, die sich damit auskennt. Das muss nicht zwangsläufig eine VW-Werkstatt sein. Getriebespezialisten sind da meist besser.

Mustang80 31.05.2013 13:25

Wichtig wäre noch zu wissen, wie viele km der Golf im Jahr so bewegt wird. Gerade bei dem Verbrauch rechnet sich ein neueres Auto mit günstigerer Steuer und Verbrauch vielleicht doch eher.

Und was meinst du mit "Rost an den Domlagern?" Die sind aus Gummi, was für gewöhnlich nicht rosten kann.

Als Selberschrauber lohnt der Golf da wahrscheinlich eher, aber gerade solche Reparaturen, die richtig ins Geld gehen wie die Hinterachsbuchsen, sind da schon fast ein K.O.

Die allein kosten nämlich beim Golf mal gern 500€ mit Arbeitszeit und an einem 18 Jahre alten Auto geht immer mal was kaputt.

Die Frage ist, ob Automatik sein muss, denn da sind neuere Autos auch nicht günstig und Automatik in der Preiskategorie braucht immer mehr als Schalter, behaupte ich einfach mal.

fehlzündung 31.05.2013 16:38

Danke für Eure Einschätzungen.

ALso das Scheifziehen ist nicht sehr stark ausgeprägt. Eher minimal, teilweise kaum zu merken, je nach Straßenzustand.

Es rosten natürlich nicht die Domlager sondern diese Aussparungen im Motorraum rechts und links, wo das Federbeim drinsteckt. Aber wie gesagt, soll noch nicht so dramatisch sein.

Automatik muß nicht unbedingt sein. Ich mags zwar ganz gerne, aber meine Frau hätte beim neuen Auto gern wieder Handschaltung. Wir haben den damals genommen, weil ein neuer her mußte, der noch gut aussah und der hatte halt Automatik. Getriebeöl wurde schonmal gewechselt. Ansonsten (bis auf den hohen Verbrauch) ist die Automatik auch in Ordnung. Kein Vergleich zu modernen Wandlern, aber immernoch relativ ruhiges Schaltverhalten (außer vom 3. in den 4. , da ruckt es öfter).

Jahresfahrleistung liegt zwischen 15t und 20t km. Wenns also ein neuer wird, wäre ein Diesel überlegenswert.

Wenn die Buchsen schon soviel kosten, liege ich ja insgesamt in einer freien Werkstatt bei ungefähr 1500 EUR. Kann das so hinkommen?

American-Psycho 31.05.2013 16:46

500€ für die Hinterachsbuchsen sind viel zu teuer, Dämpfer würden sich dann direkt mit anbieten, wenn die Achse sowieso schon draussen ist.

Du warst hoffentlich in einer freien Werkstatt?

wolfi71 31.05.2013 17:49

Naja bei der Automatik hat sich nciht so viel getan. Okay die neuen überbrücken auch in den unteren Gängen, aber die Wandler ruckeln eher mehr. Grund: Wirkungsgrad. Ein Quirl ist komfortabler, hat aber schlechten Wirkungsgrad.

Diesel: Wie sieht es bei euch mit Umweltzonen aus? Gerade die älteren Diesel kann man da vergessen mit grüner Plakette.

fehlzündung 31.05.2013 18:13

Die 500 EUR stammen nicht von mir, die hat jemand hier in den Raum geworfen.

Wir bringen unsere Autos immer zu einer freien Meisterwerkstatt. VW ist viel zu teuer.

Da meine Frau im Aussendienst ist, muß sie auch in die Innenstadt von Hannover fahren, also Umweltzone. Daher darf es nur ein Diesel mit grüner Plakette sein.

dave91 01.06.2013 11:55

die 500€ sind gar nicht so falsch als Hausnummer in einer freien Werkstatt. Die Werkstatt meines Vertrauens sagte mir etwas ähnliches, da vor allem das Austreiben der Reste der alten Lager sehr zeitraubend sein kann.
Hindernisse die auftreten und Mehrkosten verursachen können:
- Bremsleitungen lassen sich nicht lösen/oft schlechter Zustand um die Achse rum
- bei älteren Modellen der Bremskraftregler
und und und...

Nach dem Einpressen der neuen Lager und anschrauben der Hinterachse muss die Bremse wieder entlüftet werden (Kosten...), Räder dran und die Lager in belastetem Zustand festgezogen.

Alles in allem schon eine schwierige Sache, an der ein Mechaniker schon einige Stunden arbeiten kann. Die meisten freien Werkstätten verwenden Originalteile, ich denke da wird man bei ~80€ landen für Lager und neue Schrauben.

Hingegen die hinteren Dämpfer habe ich als Laie in unter einer Stunde getauscht auf beiden Seiten. Sprich: Im Zubehör ~ 80€ Material +1 Std Arbeit.

Evenfall 02.06.2013 08:43

Zitat:

die 500€ sind gar nicht so falsch als Hausnummer in einer freien Werkstatt. Die Werkstatt meines Vertrauens sagte mir etwas ähnliches, da vor allem das Austreiben der Reste der alten Lager sehr zeitraubend sein kann.
Also 500€ nur für Hinterachslager ist viel zu teuer..... Achse lösen hinten dauert 10 minuten (2x Bremsleitung lösen + glaube 8 schruabe mit dem Schlagschrauber lösen) und Heber drunter, lager ausbauen 15 minuten , vorarbeit 5 minuten (in der achse bissel anschleifen und einfetten etc. neue lager einpressen 5 minute, achse wiede befästigen 10 minuten?!

weiß nicht was da 500€ kost soll, habe die bei mir selbst gewechselt und selbst beim kompletten Achsumbau auf VR6 achse hab ich keine Stunde gebraucht...... will mal wissen was die fürn Stundelohn haben. Die Achlager kosten im Zubehör über die Werkstatt ca. 30€ Netto das Stück (SKF etc. kein Ebay billig scheiss)

1500€ für neue Achslager + Querlenker + Vermessen wäre sehr teuer nach meiner Erfahrung!

Rotergolf 02.06.2013 11:05

Hab vor ein paar Jahren 140€ bezahlt für Hinterachslager wechseln...

Rolw 03.06.2013 20:19

Also meine Buchsen waren auch dermaßen festgerostet, das hat schon bisserl gedauert, hab die rausgeschnitten und gesägt.
Dämpfer können auch mal festgerostet sein, ok das wär dann Zusatzaufwand.
Gut 500€ ist ne hohe Hausnummer, kenne aber auch paar freie Werkstätten die lieber den schlimmsten Fall sagen und später weniger berechnen.
Andersrum haben die nur Ärger mit Kunden ;-)

Bei 15-20K Km würd ich vielleicht über kurz oder lang was sparsameres suchen.
Automatik ist bei den kleinen Kisten heute aber kein Ding, null Mehrverbrauch da automatisiertes Schaltgetriebe.
Aber auch mit 10L kann man ja mal rechnen, was kostet der "Neue" und was hat er für monatliche Kosten.
Unterhaltskosten Auto: Versicherung, Verbrauch, Kfz-Steuer und Wartung
Da stehen auch mal reelle Verbräuche, wobei man immer drüber nachdenken muss wie man selbst fährt, mir sind die meiste etwas zu hoch, aber immer noch besser als die Laborwerte im Prospekt.

Diesel in Hannover würd ich mir ganz lang überlegen, Partikelfilter sind auch mal zu, Kostet auch paarhundert € den reinigen zu lassen. Haltbarkeit der Diesel oder besser Einspritzdüsen, Hochdruckpumpen... Glückssache.

Nen neues Auto kauf ich eher wenn ich das alte nicht mehr sehen will oder neue Ausstattungen haben will, nicht weil es billiger ist.
Ich kenn aber eher Leute die sich schonmal 1-2 Autos auf Vorrat zur Seite stellen weil die von Schrauberaufwand nicht grad besser werden.

Grizu 10.06.2013 13:27

Rechne dir mal aus, was dich ein Ersatzfahrzeug (gebraucht mit Tüv) kostet und rechne noch mal rd. 1000€ Reparaturkosten/VErschleißteile in den nächsten zwei Jahren drauf (Erfahrungswerte).

Ich stand letzten Winter vor dem gleichen Problem - bei mir war die komplette Bremsanlage inkl. Leitungen hinüber. Bei meiner Rechung kam ich dann auf rd. 3-4 tausend € für einen brauchbaren Ersatz, von dem ich nicht weiß wie gut er tatsächlich in Schuss ist. So ab 7t € fangen dann langsam die Vorführer an... wäre dann wohl die sinnvollere Alternative gewesen, aber dev. mehr Geld wie nur die Reparatur der Bremse mit unter 1000 €....

Ich fahre den Golf weiter mind. zwei Jahre und dann sehen wir weiter!

Dr.Gramot 10.06.2013 14:04

Zitat:

Zitat von Rolw (Beitrag 1604207)
Bei 15-20K Km würd ich vielleicht über kurz oder lang was sparsameres suchen.
Automatik ist bei den kleinen Kisten heute aber kein Ding, null Mehrverbrauch da automatisiertes Schaltgetriebe.
Aber auch mit 10L kann man ja mal rechnen, was kostet der "Neue" und was hat er für monatliche Kosten.

Null mehrverbrauch? Darf ich mal lachen? Ne bekannte von mir hat einen Smart ForTwo. Also son kleines pissliges scheißding. Da ist ein Automatisiertes Schaltgetriebe drin. Die gute Dame (mein Alter) braucht damit aber mehr Benzin, als ich an Gas verbrauchen kann. 10-12l Benzin pfeift sich der SMART (!!!) gern mal rein, soviel zur sparsamkeit... Auto ist von 2009, also noch nicht wirklich alt.


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