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Teletubby 06.08.2017 14:10

Hallo!

Zitat:

Zitat von Naumstar (Beitrag 1827302)
Allerdings sorgen machen muss man sich um diese Stelle: (...) Das kann man auf dem Foto nicht wirklich erkennen, ist das auf dem Foto blos Verfärbung um den Kanal, oder ist dort Auswaschung?

Ich habe mir das inzwischen nochmal ganz genau angesehen und zwei weitere Fotos aus der Nähe gemacht, auf denen man auch die originalen Bearbeitunsspuren des Werkes deutlich sehen kann:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502019379.JPG

http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502019433.JPG

Auf den ersten Blick sehen die Erscheinungen um die Kühlmittelkanäle aus wie Unebenheiten. Sie sind aber praktisch nicht zu fühlen, auch nicht bei sehr aufmerksamem Fühlen mit der Fingerkuppe und dem Fingernagel. Also scheinen sie doch eher Verfärbungen zu sein. Deshalb steht für mich jetzt fest, dass ich das so zusammenbauen werde. Dass da etwas nicht dicht wird, halte ich für sehr unwahrscheinlich.

Danke an alle, die sich dieser Sache angenommen haben!


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827355)
...ZKD ... die neuen Schrauben ... Direkt vor dem einschrauben nochmal zu benetzen, kann in so einem Fall nicht schaden :)

Ich bin sehr vorsichtig geworden mit dem Einölen von Schrauben, weil sich das Festdrehverhalten dadurch sehr ändern kann. Anzugsdrehmomente sind, wenn nicht anders beschrieben, immer für saubere, trockene, öl- und fettfreie Schrauben angegeben. Wenn man so eine Schraube vor dem Eindrehen einölt und sie dann mit dem unveränderten Drehmoment festzieht, ist die Zugspannung auf der Schraube wegen der herabgesetzten Reibung um einiges höher. Dadurch ist es schon öfter als einmal passiert, dass Gewinde ausgerissen sind oder Bauteile verformt wurden.

In den VW Reparaturleitfäden ist es immer ausdrücklich angegeben, wenn Schrauben vor dem Eindrehen eingeölt werden müssen. Bei den Zylinderkopfschrauben steht nichts davon.

Andererseits habe ich in letzter Zeit einige Schriften von Dichtungsherstellern (z.B. Elring) gelesen, in denen es um Einbauhinweise und Schadensbilder und ihre Ursachen geht. Dort ist durchweg von von eingeölten Schrauben die Rede. Und einige spätere Dichtungsschäden werden auf nicht ausreichende Pressung der Dichtungen zurückgeführt. Das alles spricht für das Einölen.


Dann habe ich gestern im Motorraum noch zwei Bereiche saubergemacht: Das Innengelenk der rechten Antriebswelle, um es später ohne schmutzige Hände an den Gelenkflansch des Getriebes anschließen zu können:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502021059.JPG

Und die Rückseite des Zylinderblocks:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502021128.JPG

In der Vergangenheit muss es im Motorraum dieses Autos mal Ölnebel oder ähnliches gegeben haben. Woher, weiß ich nicht. Das hat einen Nachteil und einen Vorteil: Der Nachteil ist stärkere Öl-Dreck-Kruste fast überall. Das ist der Hauptgrund dafür, das ich es sauber mache. Der Vorteil: Das hat sehr korrosionsschützend gewirkt, so dass sich fast alle gereinigten Teile in einem ungewöhnlich guten äußeren Zustand präsentieren.


Inzwischen habe gestern ich nach gefühltem ewigen Demontieren endlich mal sachte mit dem Zusammenbau begonnen. Die neu verzinkten Teile des Motor-Massepunktes, festgezogen mit 25 Nm:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502020369.JPG

Und der ebenfalls neu verzinkte Doppel-Gewindebolzen zur Befestigung zur der Servopumpenhalterung, Anzugsdrehmoment auch 25 Nm:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502020730.JPG

Und noch etwas größeres, die Schaltumlenkung, die ich schon vor einiger Zeit einbaufertig gemacht hatte, konnte jetzt auch rein. Es ist toll, die Schaltumlenkung bei ausgebautem Getriebe einzubauen, weil man phantastisch gut drankommt:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502020854.JPG

Das Hitzeschutzblech über dem Lenkgetriebe ist neu. Das alte ist verbogen worden, weil ich den Auspuff darauf abgelegt hatte. Dummerweise ist das Blech an dieser Stelle doppelwandig, wodurch es sich nicht einfach richten lässt. Deshalb habe ich den Auspuff jetzt im Bereich des Katalysators vom Boden aus abgestützt.

So ist der Zusammenbau jetzt ganz nach meinem Geschmack: Gepflegt, ohne schmutzige Hände und ohne knirschende Schrauben.

Grüße Teletubby

GTFahrer 06.08.2017 15:44

Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch. Das gibt dem trägen Aggregat endlich etwas Dynamik. Jetzt kommst du ja sowieso sehr gut an alles heran. Macht natürlich einen Krümmer mit zweiflutigem Ausgang erforderlich.

Rennrudi 06.08.2017 17:50

Hi Manfred,

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827376)
Ich bin sehr vorsichtig geworden mit dem Einölen von Schrauben, weil sich das Festdrehverhalten dadurch sehr ändern kann. Anzugsdrehmomente sind, wenn nicht anders beschrieben, immer für saubere, trockene, öl- und fettfreie Schrauben angegeben.

Ok, aber vielleicht gehen die dann davon aus, das Zylinderkopfschrauben sowieso eingeölt werden (im Maschinenbau gibt es ja auch einige Schrauben, wo kein Öl drauf darf, aber ich denke die ZK-Schrauben sind da was anderes), und schreiben es deshalb nicht dabei. Ist aber nur eine Vermutung. Muss aber natürlich auch jeder für sich selbst entscheiden dann.
Wenn ich jetzt mal Erbsen zählen darf, besteht ja auch die Möglichkeit, dass beim ausdrehen der alten Schrauben eh etwas Öl in´s Gewinde am Zylinderkopf bzw. Block reinläuft. Selbst, wenn man die neuen Schrauben nicht ölen würde, würden die dann dennoch in Kontakt mit Öl im Gewindegang kommen, dann dürften die Anzugdrehmomente auch nicht ganz passen. Ich weiß ja nicht ...

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827376)
Dadurch ist es schon öfter als einmal passiert, dass Gewinde ausgerissen sind oder Bauteile verformt wurden.

Ja, nur wurden die denn auch wirklich genau nach den Vorgaben angezogen?
Denn ich mache das schon immer so, dass ich die ZK-Schrauben einöle. Bisher ist noch nie was passiert. Wie gesagt, wichtig ist, nicht die alten Schrauben wieder reinzudrehen, da diese eh schon gelängt sind. Dann stimmen die Anzugmomente nicht (wie du ja selber bereits in einem anderen Thread geschrieben hattest).

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827376)
In den VW Reparaturleitfäden ist es immer ausdrücklich angegeben, wenn Schrauben vor dem Eindrehen eingeölt werden müssen. Bei den Zylinderkopfschrauben steht nichts davon.

Jetzt will ich es aber wissen. Ich werde Morgen mal bei VW anrufen, und mal hören, was die dazu so sagen, und wie die das handhaben.
Ich lerne ja immer wieder gerne was neues dazu :)
Sehr interessantes Thema :)

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827376)
Die neu verzinkten Teile des Motor-Massepunktes, festgezogen mit 25 Nm

Die Schrauben für das Masseblech bei 25Nm, mit 8.8er Schrauben? Das ist Qualitatives Schrauben ;) *daumenhoch*

Die Sachen auf den Bilder sehen super aus. Du arbeitest echt sauber.

wolfi71 06.08.2017 18:56

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1827382)
Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch. Das gibt dem trägen Aggregat endlich etwas Dynamik. Jetzt kommst du ja sowieso sehr gut an alles heran. Macht natürlich einen Krümmer mit zweiflutigem Ausgang erforderlich.

Das halte ich für eine sehr sinnvolle Aktion. Ist dnan zwar nicht Original, aber es bringt was. Und wenn er das nicht nutzt, der Wirkungsgrad des Motors wird besser, weil er weniger Widerstand überwinden muss, um das Abgas los zu werden.

LocoFlasher 06.08.2017 18:57

Also hier nochmal Daumen hoch für diese absolut saubere Arbeit :D

Zu den Zylinderkopfschrauben fällt mir nur eins ein. Ich habe sowas zwar noch nie gemacht, aber ich glaube sogar in genau diesem Thread vor gar nicht allzu langer Zeit gelesen zu haben, dass von manchen Herstellern für die Zylinderkopfschrauben auch eine Art Montagepaste beigelegt wird (muss dann wohl ähnlich wie Öl sein).

Das Ganze hat meine ich Jemand geschrieben, als du den Aggregateträger ausgebaut, die Gewinde nachgeschnitten (gesäubert mit Gewindeschneider)hast und darüber nachgedacht/geschrieben, dass du eventuell beim Anziehen dieser Schrauben erst ohne Öl auf das Drehmoment anziehen willst.
Dann wolltest du diese Position markieren, die Schraube rausdrehen und eingeölt wieder bis zu markierten Position anziehen, um Korrosion im Gewinde vorzubeugen aber die Schraube nicht zu fest zu ziehen. Danach erst die 90°Drehwinkel.

Lange Rede kurzer Sinn: Könnte sehr gut sein, dass Zylinderkopfschrauben immer "behandelt sind/werden. Ich würde da um sicher zu gehen nochmal bei Vw nachfragen.

Grüße
LocoFlasher

Rennrudi 06.08.2017 19:08

Hi,

Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827399)
dass von manchen Herstellern für die Zylinderkopfschrauben auch eine Art Montagepaste beigelegt wird (muss dann wohl ähnlich wie Öl sein).

Ja, auf der folgenden Seite ist ein Datenblatt zu einem solchen Produkt, was wir auch manchmal in der Firma benutzt haben. Das ist eine Art Schmierfett (gibt aber auch andere Hersteller).
http://schmid-tb.de/wp-content/uploa...02/TB-1000.pdf
Die wurden unter anderem, bei den Schrauben der Zylinderköpfe in Dieselgeneratoren eingesetzt.


Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827399)
Ich würde da um sicher zu gehen nochmal bei Vw nachfragen.

Eben, ich denke auch, dass das am besten sein wird.
Bin echt schon gespannt, was die sagen werden.

wolfi71 06.08.2017 21:23

Die bei der Werkstatt werden nicht mehr sagen können, wie im Reparaturleitfaden steht und den hat er selbst vorliegen. Ob bei VW noch ein Entwickler greifbar wäre, der da qualifiziert Auskunft geben kann, das bezweifle ich.

Rennrudi 06.08.2017 22:11

Hi Wolfgang,

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1827416)
Die bei der Werkstatt werden nicht mehr sagen können, wie im Reparaturleitfaden steht und den hat er selbst vorliegen

... hast recht. Das hatte Manfred ja auch oben geschrieben. Hatte ich auch nicht mehr dran gedacht.
Aber Ok, ... erstmal bin jetzt zu neugierig geworden, und außerdem wäre das für den Manfred ja dann wahrscheinlich auch leichter eine Entscheidung zu treffen, ob er die Schrauben benetzt oder nicht, wenn jemand mal bei VW nachfragt, auch wenn es im Werkstatthandbuch nicht explizit erwähnt wird.
Ich könnte mir schon durchaus vorstellen, dass einige der neueren Motoren keine Schmierung der ZKD Schrauben benötigen, weil die aus anderen Legierungen hergestellt werden.
Aber bei den Golf 3 Modellen wäre ich schon sehr erstaunt, wenn die Schrauben nicht geölt werden brauchen, da diese ja nur bis 1997 gebaut wurden. Meines Wissens nach, gab es zu der Zeit nur wenige Fahrzeughersteller, die spezielle Legierungen für den Block und Kopf benutzt hatten.

Teletubby 06.08.2017 22:28

Hallo!

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827376)
Dadurch ist es schon öfter als einmal passiert, dass Gewinde ausgerissen sind oder Bauteile verformt wurden.

Ja, nur wurden die denn auch wirklich genau nach den Vorgaben angezogen?

Ha, das ist ganz sicher. Zum Beispiel bei der Restauration eines VW-Porsche 914 ist auf diese Weise ein oberes Federbeinlager unrettbar krumm geworden, weil ich die Gewinde eingefettet und dann die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen habe. Und das war nicht die einzige schlechte Erfahrung mit eingeölten Gewinden. Ist ja auch logisch: Durch die herabgesetzte Reibung lässt sich die geölte Schraube bei gleichem Anzugsmoment weiter drehen als eine ungeölte. Das ist absolut unstrittig. In knapp bemessenen Fällen geht das unschön aus: Verformte Teile oder ausgerissene Gewinde.

In Fällen, die ich für kritisch halte, z.B. Innengewinden in Leichtmetall, reinige ich sowohl das Gewinde der Schraube als auch das Innengewinde vorher sorgfältig mit Nitro-Verdünnung. Mit Nitro-Verdünndung deshalb, weil sie Öl und Fett sehr gut löst und schnell verdunstet.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Wenn ich jetzt mal Erbsen zählen darf, besteht ja auch die Möglichkeit, dass beim ausdrehen der alten Schrauben eh etwas Öl in´s Gewinde am Zylinderkopf bzw. Block reinläuft.

VW weist in Reparaturleitfäden ausdrücklich darauf hin, dass zur Montage eines Zylinderkopfes kein Öl in den Schraubenlöchern sein darf.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Wie gesagt, wichtig ist, nicht die alten Schrauben wieder reinzudrehen, da diese eh schon gelängt sind.

VW weist in den Reparaturleitfäden auch immer ausdrücklich darauf hin, wenn Schrauben zu ersetzen sind. Zum Beispiel bei denen der Kühlmittelpumpe, was hier ja gerade Thema war. Bei den meisten Benzinmotoren gibt es diesen Hinweis bei den Zylinderkopfschrauben nicht; nur beim Sechszylinder und bei den Dieselmotoren ist das anders.

Um in diesem Punkt sicherzugehen, habe ich mich jetzt umentschieden und werde neue verwenden. Weil ich die alten noch habe, werde ich sorgfältig die Längen vergleichen.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Jetzt will ich es aber wissen. Ich werde Morgen mal bei VW anrufen, und mal hören, was die dazu so sagen, und wie die das handhaben. Ich lerne ja immer wieder gerne was neues dazu :)

Da bin ich aber sehr gespannt. Bitte lass uns hier nicht dumm sterben!


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Sehr interessantes Thema :)

Ja, finde ich auch. Und es ist bestimmt auch eine Bereicherung dieses Forums, mit Dir einen erfahrenen und kommunikativen Fachmann bekommen zu haben.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Die Schrauben für das Masseblech bei 25Nm, mit 8.8er Schrauben? Das ist Qualitatives Schrauben ;) *daumenhoch*

Das ist die originale Schraube (M8X10), die auch neu verzinkt ist. Bei der gesamten Technik des Golf 3 ist mir noch keine Schraube mit einer Festigkeitsklasse unter 8.8 begegnet.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827395)
Die Sachen auf den Bilder sehen super aus. Du arbeitest echt sauber.

Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827399)
Also hier nochmal Daumen hoch für diese absolut saubere Arbeit :D

Danke sehr! Nur so macht es mir Spaß. Und wie lange es dauert, ist mir ziemlich egal. Ich habe ja (hoffentlich) noch ein paar Jahre Lebenserwartung.


Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1827382)
Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch. Das gibt dem trägen Aggregat endlich etwas Dynamik. Jetzt kommst du ja sowieso sehr gut an alles heran. Macht natürlich einen Krümmer mit zweiflutigem Ausgang erforderlich.

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1827398)
Das halte ich für eine sehr sinnvolle Aktion. Ist dnan zwar nicht Original, aber es bringt was. Und wenn er das nicht nutzt, der Wirkungsgrad des Motors wird besser, weil er weniger Widerstand überwinden muss, um das Abgas los zu werden.

Diese Idee hatte ich auch schon, habe sie aber wieder verworfen. Die Auspuffanlagen einschließlich Kat der Motoren AAM sind übrigens im Jahr ca. 1995 im Durchmesser größer geworden außer dem Nachschalldämpfer. Also: Der Auspuff bleibt so, wie er ist.


Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827421)
Aber Ok, ... erstmal bin jetzt zu neugierig geworden, und außerdem wäre das für den Manfred ja dann wahrscheinlich auch leichter eine Entscheidung zu treffen, ob er die Schrauben benetzt oder nicht, wenn jemand mal bei VW nachfragt, auch wenn es im Werkstatthandbuch nicht explizit erwähnt wird.

Vielleicht können die ja etwas aus ihrer Erfahrung sagen. Leider ist es aber so, dass VW-Betriebe als nicht übermäßig auskunftsfreudig in solchen Sachen bekannt sind.

Grüße Teletubby

GTFahrer 06.08.2017 22:47

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Diese Idee hatte ich auch schon, habe sie aber wieder verworfen. Die Auspuffanlagen einschließlich Kat der Motoren AAM sind übrigens im Jahr ca. 1995 im Durchmesser größer geworden außer dem Nachschalldämpfer. Also: Der Auspuff bleibt so, wie er ist.

Nützt eigentlich gar nichts, die Hauptdrossel ist dieser mistige Krümmer mitsamt Hosenrohr.
Was sich VW dabei wieder gedacht hat, na gar nichts ;)

wolfi71 06.08.2017 23:02

Oh doch, die hatten sich schon was dabei gedacht. Die wollten auf altbewährte Weise aus einem Motor zwei Leistungen holen. Da kann man für einen kostengleichen Motor mehr Kohle vom Kunden abschöpfen. Gewinnmaximierung nennt man das. Das gab es früher schon, aber da noch unverfrorener. Da konnte man einen Motor durch andere Krümmer, anderes Hosenrohr und einen anderen Vergaser auf die höhere Leistung bringen. Da war nicht mal die Verdichtung erhöht worden. Ich kann das Liedchen singen, YN und YP nannten sich die beiden Varianten. Ich hatte zwei Passt 321 mit YN-Motoren einen Audi 80 dito und dnan einen Audi 80 und einen Passat mit YP. Der 85PS ging besser und brauchte weniger Sprit.

Ov3rdos3d 06.08.2017 23:33

Die verworfene Idee solltest du noch mal wieder auf den Tisch legen ;-) Du denkst beim AAM man hätte die Handbremse gelöst nachdem der mistige Krümmer und Hosenrohr raus ist. Unterschied wie Tag und Nacht. Du bist so viel am Instandsetzen und optimieren, dann würde ich das definitiv nicht auslassen!

Gesendet von meinem A0001 mit Tapatalk

GTFahrer 06.08.2017 23:36

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1827431)
Oh doch, die hatten sich schon was dabei gedacht. Die wollten auf [...].

Hinzu kommt noch "Übersetzungs-Tuning". Das längere Getriebe stets an den schwächeren Motor flanschen, machen viele Hersteller, nicht nur VW.

G3GL90PS 06.08.2017 23:52

Zitat:

Zitat von Ov3rdos3d (Beitrag 1827437)
Du denkst beim AAM man hätte die Handbremse gelöst nachdem der mistige Krümmer und Hosenrohr raus ist. Unterschied wie Tag und Nacht.

Einen Unterschied merkte ich auch schon, wo ich durchgehend ab Kat 50mm hatte.
Die Veränderung mitsamt Hosenrohr, Krümmer, sollte ja nochmal mehr sein.

Rennrudi 07.08.2017 00:03

Hallo Manfred,

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Ha, das ist ganz sicher. Zum Beispiel bei der Restauration eines VW-Porsche 914 ist auf diese Weise ein oberes Federbeinlager unrettbar krumm geworden, weil ich die Gewinde eingefettet und dann die Schrauben mit dem vorgeschriebenen Drehmoment angezogen habe. Und das war nicht die einzige schlechte Erfahrung mit eingeölten Gewinden

Krass, ich habe ähnliches wohl schon mal von anderen gehört, aber ich dachte immer, die Leute hätten dann z.B. noch etwas fester angezogen als nur bis zum definierten Anzugsmoment, oder hätten einfach nur billige, und somit fehlerhafte Drehmomentschlüssel benutzt.
Aber wenn jemand wie du sowas schreibt, dann glaube ich das wohl.

Was den Porsche betrifft. Der 914er ist auch schön. Ich durfte mal an 2, 911ern schrauben. Mein Kumpel hatte 2 Stück. Erst einen roten, mit 2,2l, danach einen grünen 2,4l Targa.
Spitzen Autos. Rumfahren durfte ich dann auch manchmal damit, und ich kann nur sagen, das ist Spass pur. Kennst du bestimmt auch vom 914er. Beim 2.4l wird man beim beschleunigen wirklich in die Sitze gedrückt (...ja Ok, der 2,2 ist auch gut) .
Schade das der aktuell keinen mehr hat. Ich liebe die 911er Motoren. Hammersound, und viel Kraft. Am liebsten würde ich mir so einen Motor ins Wohnzimmer stellen.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Durch die herabgesetzte Reibung lässt sich die geölte Schraube bei gleichem Anzugsmoment weiter drehen als eine ungeölte. Das ist absolut unstrittig.

Ja, das ist auf jeden Fall unstrittig. Klare Sache.
Es gibt ja auch Schrauben, die nicht geölt werden sollten. Ich wundere mich ja eigentlich auch nur, dass die Dehnschrauben im ZK bei den Golf´s nicht geölt werden sollen.
Aber schonmal gut zu wissen :)
Hätte ich bei meinem die Kopfdichtung machen müssen, hätte ich die Schrauben eingeölt.
Dann hätte ich wohl mit etwas Pech die ar....karte gezogen, wenn eine, oder gar mehrere Schrauben gerissen wären.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
VW weist in Reparaturleitfäden ausdrücklich darauf hin, dass zur Montage eines Zylinderkopfes kein Öl in den Schraubenlöchern sein darf.

Gut, dann ist die Sache ja ziemlich klar.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
VW weist in den Reparaturleitfäden auch immer ausdrücklich darauf hin, wenn Schrauben zu ersetzen sind. Zum Beispiel bei denen der Kühlmittelpumpe, was hier ja gerade Thema war. Bei den meisten Benzinmotoren gibt es diesen Hinweis bei den Zylinderkopfschrauben nicht; nur beim Sechszylinder und bei den Dieselmotoren ist das anders.

Es gibt einige Leute, die bauen die selben ZK Schrauben sogar 3 mal wieder ein.
Ich oute mich jetzt mal und gestehe, dass ich auch einmal (aber wirklich nur dieses eine mal), bei einem MB 608, Motorcode OM314 (ich weiß den Motorcode noch so gut, weil der Motor mir sehr gefiel, da der fast unzerstörbar ist. Wenn die Afrikaner die 508, 608, 609, in die Heimat verschiffen, fahren die erstmal. Wenn der Motor dann knapp 1.000.000km drauf hat, machen die erstmal überall neue Lager rein, dann läuft der erstmal wieder die nächsten 1.000.000km. Das hat mir mal ein Afrikanischer Händler so erzählt), dieselben ZK Schrauben wieder eingebaut hatte, die ich auch ausgebaut hatte. Aber ich hatte keine Wahl, denn der, dem der Wagen gehörte , wollte kein Geld für neue Schrauben ausgeben. Das war ein 608, der zu einem Wohnmobil umgebaut war. Der Motor lief dann aber ohne Probleme, bis er den Wagen verkauft hat. Der Besitzer vom WoMo hatte aber vor dem Verkauf mit den alten eingebauten Schrauben, ca. 20.000 km gefahren. War also soweit alles OK.
Nur ist es bei mir so, dass ich solche speziellen Schrauben grundsätzlich erneuere. Ich traue Dehnschrauben nicht mehr über den Weg, wenn die einmal eingebaut waren :)



Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Um in diesem Punkt sicherzugehen, habe ich mich jetzt umentschieden und werde neue verwenden. Weil ich die alten noch habe, werde ich sorgfältig die Längen vergleichen.

Das ist eine gute Idee. Bin auf das Ergebniss gespannt :)


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Da bin ich aber sehr gespannt. Bitte lass uns hier nicht dumm sterben!

Nein, auf keinen Fall. Sobald ich was weiß, melde ich mich hier.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Ja, finde ich auch. Und es ist bestimmt auch eine Bereicherung dieses Forums, mit Dir einen erfahrenen und kommunikativen Fachmann bekommen zu haben.

Oh, vielen herzlichen Dank. Ich fühle mich sehr geehrt.
Fachmann würde ich mich jetzt nicht nennen, ich schraube und bastle einfach nur gerne :)
Aber dennoch, vielen lieben dank.
Dasselbe denke ich über dich. Du bist auf jeden Fall auch vom Fach, die Bilder sagen alles.



Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Das ist die originale Schraube (M8X10), die auch neu verzinkt ist. Bei der gesamten Technik des Golf 3 ist mir noch keine Schraube mit einer Festigkeitsklasse unter 8.8 begegnet.

Ich habe da ehrlich gesagt bisher überhaupt nicht darauf geachtet, als ich z.B. meinen Starter gewechselt hatte. Auch bei den kleineren Schrauben, bei den anderen arbeiten, hatte ich da gar nicht drauf geachtet.
Bei dir war die mir jetzt aufgefallen, weil die so schön am Glänzen ist.
Aber das ist gut zu hören. Das ist Qualität :)


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Und wie lange es dauert, ist mir ziemlich egal. Ich habe ja (hoffentlich) noch ein paar Jahre Lebenserwartung.

Ach, lass dir einfach Zeit soviel du willst. Was lange währt, wird endlich gut.
Ein guter Freund von mir sagt immer: "Wir sind auf der Arbeit, nicht auf der Flucht" ;)
Als ich das von deiner Lungenfunktionsstörung gelesen habe, hat mich das echt traurig gemacht.
Auch wenn wir uns nicht kennen, so erkennt man doch sowohl an deiner Ausdrucksweise, als auch an deiner Hilfsbereitschaft, dass du ein sehr sympathischer Mensch bist.
Es trifft doch immer die falschen ...
Jedenfalls wünsche ich dir ein langes und sorgenfreies Leben. Lass es dir immer gutgehen.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Vielleicht können die ja etwas aus ihrer Erfahrung sagen.

... eben das waren auch meine Gedanken :)
Kann ja nicht schaden, wenn man mehr Meinungen einholt.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827424)
Leider ist es aber so, dass VW-Betriebe als nicht übermäßig auskunftsfreudig in solchen Sachen bekannt sind.

Dazu, morgen mehr ... ;)

Naumstar 07.08.2017 06:07

ZKD Schrauben immer leicht geölt einsetzen, so dass ein leichter Ölfilm darauf ist, sie aber nicht Tropfen.
Ich Öle sie immer mit dem Känchen ein, und Blase sie dann nachher mit Pressluft "trocken".
Schrauben von Reinz oder Elring werden sowieso immer leicht geölt geliefert, die baue ich ein wie sie aus der Schachtel kommen.

Teletubby 07.08.2017 09:42

Hallo!

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1827382)
Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch.

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1827398)
Das halte ich für eine sehr sinnvolle Aktion. Ist dnan zwar nicht Original, aber es bringt was. Und wenn er das nicht nutzt, der Wirkungsgrad des Motors wird besser, weil er weniger Widerstand überwinden muss, um das Abgas los zu werden.

Zitat:

Zitat von Ov3rdos3d (Beitrag 1827437)
Die verworfene Idee solltest du noch mal wieder auf den Tisch legen ;-) Du denkst beim AAM man hätte die Handbremse gelöst nachdem der mistige Krümmer und Hosenrohr raus ist. Unterschied wie Tag und Nacht. Du bist so viel am Instandsetzen und optimieren, dann würde ich das definitiv nicht auslassen!

Ein verzogener Auspuffkrümmer, der dabei einen Stehbolzen fast abgerissen hat, war ja der eigentliche Grund dafür, dass ich den Zylinderkopf abgebaut habe, um den Bolzenrest herauszubekommen. Zu dieser Zeit bin ich auf einen Händler in England gestoßen, der einen neuen Auspuffkrümmer für den Motor AAM (originales VW-Teil, 051 253 031 R) für 55 Euro im Angebot hatte. Den habe ich gekauft. So liegt der sorgfältig gereinigte und mit Auspuffkrümmer und Saugrohr komplettierte Zylinderkopf jetzt schon seit Monaten einbaufertig hier herum:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502091392.JPG

Den werde ich nicht noch einmal auseinanderreißen. Es ist ja nicht so, als ob ich Langeweile hätte.

Außerdem bin ich immer ein Anhänger von Autos im Originalzustand, wobei ich nichts gegen Detailverbesserungen habe. Und: Für das, was ich mit dem Cabrio vorhabe, reichen 75 PS vollkommen aus.

Wenn überhaupt, dann würde ich nur alles zusammen auf 90 PS umbauen. Das würde bedeuten: Auspuffanlage komplett, vier Kolben, die Nockenwelle und das Motorsteuergerät.


Zitat:

Zitat von Naumstar (Beitrag 1827451)
ZKD Schrauben immer leicht geölt einsetzen, so dass ein leichter Ölfilm darauf ist, sie aber nicht Tropfen.
Ich Öle sie immer mit dem Känchen ein, und Blase sie dann nachher mit Pressluft "trocken".
Schrauben von Reinz oder Elring werden sowieso immer leicht geölt geliefert, die baue ich ein wie sie aus der Schachtel kommen.

Danke sehr! Das sorgt auch in diesem Punkt für Klarheit.

Grüße Teletubby

Raven761 07.08.2017 09:58

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1827382)
Schmeiss diesen Strohhalm, äh Hosenrohr aus dem Wagen! Ebenso den Kat. Gleich auf die 1,6l/2,0l Anlage umbauen, dann dreht der Motor einfach freier oder anders gesagt schneller hoch. Das gibt dem trägen Aggregat endlich etwas Dynamik. Jetzt kommst du ja sowieso sehr gut an alles heran. Macht natürlich einen Krümmer mit zweiflutigem Ausgang erforderlich.

Offtopic Frage: bringt das auch was beim ABS Motor? Der ist von Serie schon auf 50mm ab Kat.

GTFahrer 07.08.2017 10:55

Zitat:

Zitat von Raven761 (Beitrag 1827457)
Offtopic Frage: bringt das auch was beim ABS Motor? Der ist von Serie schon auf 50mm ab Kat.

Der hat auch diesen schrottigen 4-1-Krümmer drin - und deswegen bringt das auch dort was. Habs ja selber bei meinem auch gemacht. Und dadurch hab ich 'ne 55mm Anlage mit 400 Zellen Kat (Fliegerbombe).

Rennrudi 07.08.2017 11:50

Hallo zusammen,

ich war eben beim freundlichen vor Ort.
Dort wurde mir gesagt, dass die die ZK Schrauben so verbauen, wie die aus der Verpackung kommen.
Auf die Frage hin, ob Sie darauf achten ob die Schrauben die Sie benutzen, vom Werk bereits vorgeölt sind oder nicht, wurde das verneint.
"Wir bauen die so ein, wie die kommen", ... so ähnlich war mehrmals die Antwort.
Naja, mir persönlich hat das nicht gerade weitergeholfen.
Daraufhin bin ich zu einem bekannten/ guten Kumpel gefahren, der bei uns im Ort einen Zubehör- und Ersatzteilladen hat, da ich noch einen neuen Vorwärmschlauch gebraucht habe. Obwohl wir uns schon relativ lange kennen, hatten wir nie über dieses Thema gesprochen, wie das dann eben mit manchen Sachen so ist. Er hat früher KFZ Schlosser gelernt, und hat auch Ahnung.
Und er hat mir gesagt, dass er die Gewindegänge grundsätzlich säubert, für den Fall das sich feine Späne von der Herstellung festgesetzt haben, würde diese danach aber nicht erneut einölen.

Was mir eben noch einfällt, ist, das man in diesem Zusammenhang vielleicht gar nicht den Terminus einölen benutzen sollte, sondern vielleicht eher benetzt oder ähnliches.
Eingeölt erzeugt evtl. ein Bild von triefendem Öl.

Wie man sieht, gehen die Meinungen an verschiedenen Fronten weit auseinander.
Da muss wohl dann jeder seine eigenen Erfahrungen machen, wie es aussieht.
Ich für meinen teil werde das weiter so handhaben, dass ich die Schrauben benetze, da ich bisher noch keine Beanstandungen deswegen hatte.
Nun seid ihr dran :)


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