![]() |
Ein sehr ausführliche und angenehm zu lesende Dokumentation. Wie immer. 😉 |
Mit dem Kühler hast du einen Glücksgriff getan. Der kostet sonst sicher mehr. Ist der eigentlich von AKG? Den Thermoschalter, was du für Werkzeug hast, habe ich bisher immer mit einem Gabelschlüssel oder bei eingebautem Kühler mit der Wasserpumpenzange eingebaut. Den habe ich bei jedem VW mit Wasserkühlung bisher getauscht. Das waren nicht so wenige vom 76er Golf an. Interessant, dass da ein Widerstand verbaut ist. Ich hätte eigentlich auf eine verschobene Kohle wie beim Scheibenwischer früher getippt. Das bringt besseren Wirkungsgrad. |
Wirklich tolle und saubere Arbeit die du da immer leistet! Und ganz große klasse finde ich auch, dass du dir für die Beiträge so große Mühe mit den vielen Bildern gibst! Mach weiter so! Noch eine Frage...mit welchem Mittel reinigst du eigentlich die ganzen Teile? Die sehen ja oft fast bei aus. Bremsenreiniger? Reinigungsbenzin? |
Sehr saubere und schöne Arbeit. Was hast Du pro Lüfterring bei VW CP gezahlt? |
Wenn der fertig ist, sag Bescheid, dann kommen wir und machen ein Inbetriebnahmefest. Ich denke Jens und Pascal, evtl Ante sind sicher auch willig. |
Zitat:
Zur Zeit sehr schwierig, denn ich bin cca. 1500 km von Ratingen entfernt :( |
Der wird auch nicht so schnell fertig, teletubbys angeschlagener Gesundheit sei dank. Ich bin immer wieder erfreut zu sehen, mit welcher Willensleistung er das schafft. |
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Ich habe den Kühler vor dem Einbau nach Herstellerkennzeichen abgesucht, siehe Fotos. Wofür "GPO" steht, weiß ich nicht. Von AKG ist er sehr wahrscheinlich nicht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1563001073.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1563001108.jpg Zitat:
Zitat:
Zitat:
Grüße Teletubby |
Hallo Teletubby, leider schaue ich heute zum erstenmal in deinen Showroom. Ich muss sagen ich bin beeindruckt, überwältigend wie du alles dokumentierst und zu 100% sauber arbeitest. Viele Grüße David |
Hallo! Damit es nicht nur in meiner Garage weitergeht, sondern hier nach längerer Zeit auch mal wieder, gibt es heute eine überschaubare Episode vom Zusammenbau des Cabrios: Der Einbau der Zentralelektrik Nachdem im Motorraum alles fertig war und auch der Schlossträger mit seinen Anbauteilen an seinem Platz war, ging es weiter mit dem Einbau der Zentralelektrik (ZE). Diesen hatte ich vor mir hergeschoben und mich nicht unbedingt darauf gefreut, weil es fast nicht möglich ist, die Unmenge von Leitungen im Bereich der ZE einigermaßen übersichtlich zu verlegen. Hinzu kommt, dass man alle Arbeiten im Knien neben dem Auto machen muss. So sah es im Fahrerfußraum zu diesem Zeitpunkt noch aus: Jede Menge bunte Drähte und Stecker: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566976987.JPG Im hinteren Teil des Fahrerfußraums lag alles, was dabei mit verbaut musste und nicht vergessen werden durfte: Die ZE mit Sicherungen und Relais und einige Kabelstränge: Der für das Armaturenbrett, der Adapterkabelstrang zum Schalter für die hinteren elektrischen Fenster, der Adapterkabelstrang zum Schalter für das elektrische Dach, der Adapterkabelstrang zum Schalter für die nachgerüstete Sitzheizung, Der Kabelstrang "D" vom Steckplatz D der ZE mit den Versorgungsleitungen für die Potentialverteiler (PV) und zwei weitere Zubehör-Stromversorgungen, der Kabelstrang für das Kombiinstrument, der für den Lichtschalter, der für die Mehrkammerleuchte links neben dem Lichtschalter und der für die Beleuchtung einer Cassettenbox. Ich weiß zwar noch nicht, ob ich eine verbauen werden, aber das Kabel soll jetzt auf jeden Fall verlegt werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566979613.JPG Um das alles übersichtlicher zu gestalten, habe ich als erstes die Leitungen herausgefischt, die nicht auf der Rückseite der ZE eingesteckt gehören, und sie im oberen Bereich zusammegebunden: Erstens die mit den Einzelsteckern für die PV´s. Dabei habe ich mir große Mühe gegeben, keinen zu vergessen, weil man im Gewühl schnell mal eine übersehen kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566977623.JPG Und im nächsten Schritt habe ich im oberen Bereich alle die zusammengebunden, die später oben auf der ZE aufgeclipst werden: Zwei Sicherungshalter mit Leitungen für das ABS, zwei Thermosicherungen mit Leitungen für die elektrischen Fenster und das elektrische Dach, das Relais mit Leitungen für die Saugrohrvorwärmung, zwei einzelne Sicherungshalter mit Leitungen für die Diebstahlwarnanlage bzw. für den nachgerüsteten Subwoofer und die Haupt-Plus- bzw. Masseleitung: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566977919.JPG Es sah jetzt im Fahrerfußraum schon deutlich übersichtlicher aus, weil jetzt hier nur und ausschließlich Kabel mit Steckern übrig blieben, die auf der Rückseite der ZE eingesteckt werden müssen. Die länglichen blauen Teile etwa in Bildmitte sind für eine Sperrdiode, die mit dem elektrischen Dach zu tun hat und die es nur beim Cabrio gibt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566978085.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1566978129.JPG Um mir das Einstecken der vielen bunten Stecker etwas leichter zu machen, hatte ich eine Skizze von der Rückseite der ZE ausgedruckt und mit in die Garage genommen... http://www.golf3.de/direktupload/201...1566987587.JPG ...und mit denjenigen Steckern begonnen, die später am schlechtesten zugänglich sein würden. Bei allen Steckern habe ich sehr darauf geachtet, dass die an jeweils einem Ende vorhandenen Schnapper verlässlich in der ZE einrasteten. Und habe immer wieder den langen Schieber der ZE betätigt, um sicherzustellen, dass die Stecker auch an den gegenüberliegenden Enden ganz eingestekt waren. Ansonsten würde sich die ZE später nicht in den Träger einhängen lassen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566987670.JPG So wurde es langsam voll auf der Rückseite der ZE. In den richtigen Momenten wurden auch die ZE-Stecker der Kabelstränge eingesteckt, die vorher noch zusammengerollt auf dem Boden gelegen haben: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566978804.JPG Als das alles passiert war, war der obere Bereich der ZE immer noch bestens zugänglich. Hier wurden jetzt die Teile eingeclipst und die Kabel angeschlossen, die ich vorher hochgebunden hatte. Diese Vorgehensweise kann ich sehr empfehlen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566979339.JPG Danach konnte die ZE am Armaturenbrettträger eingehangen werden. Dabei sollte man genau darauf achten, dass zwischen ZE und den seitlichen Halteblechen keine Leitungen eingeklemmt werden. Und darauf, dass die ZE richtig im Träger verrastet wird. Von oben sieht es dann etwas chaotisch aus. Aber das ist normal und nicht zu ändern: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566979927.JPG Durch den im Bild mit dem grünen Pfeil gekennzeichneten Kabelhalter müssen alle die Leitungen geführt werden, die von der ZE zum Armaturenbrett, zum Lenkstockschalter, zu den PV´s usw. gehen. Dadurch wird die ganze Sache etwas übersichtlicher: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566980186.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1566980230.JPG Ganz zum Schluss kamen die bunten Einzelstecker in die PV´s. Um sicher keinen zu vergessen, habe ich mich an den Fotos vom Auseinanderbau orientiert und die durch die Nachrüstungen von Klimaanlage, Diebstahlwarnanlage, Sitzheizung und Beleuchtung der Cassettenablage hinzugekommenen Einzelstecker im Geiste addiert. Im schwarzen PV steckt jetzt ein Stecker mehr, dessen Leitung vom DWA-Steuergerät kommt. Im grünen einer mehr von der Sitzheizung, im gelben einer mehr von der Klimaanlage und im grauen zwei mehr von der Sitzheizung und von der Cassettenboxbeleuchtung: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566980487.JPG Dabei stellte sich heraus, dass der graue PV wegen Überfüllung zu platzen drohte. Also musste dort ein zweiter angebaut werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566980576.JPG Der grüne Einzelstecker im grauen PV, ein Fremdling im Kuckucksnest? Ja und Nein. Das begründet sich damit, dass diese die Leitung für die Beleuchtung der Cassettenbox ist. Im Originalzustand ist sie so geschaltet, dass sie immer brennt, wenn die Zündung eingeschaltet ist. Deshalb der grüne Einzelstecker für den grünen PV. Mir reicht es aber, wenn sie brennt, wenn das Licht eingeschaltet ist. Deshalb wird sie bei mir vom grauen PV (= Klemme 58b) versorgt. Natürlich hätte ich dazu den grünen Einzelstecker gegen einen grauen austauschen können. Ich habe das deshalb nicht gemacht, um durch den grünen Stecker auch in Zukunft daran erinnert zu werden, dass die Schaltung so, wie sie ist, nicht original ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566981023.JPG Der Einbau der ZE war damit erledigt. Was folgte, war das, was immer sehr spannend ist, wenn die Elektrik eines Fahrzeugs weit auseinander gebaut war: Das erstmalige Anklemmen der Batterie. Zuerst nur mal ganz kurz und vorsichtig, um zu sehen, ob es an der Batterieklemme stark funkt, was auf einen fehlerhaft hohen Stromfluss hindeuten würde. Und um zu sehen, ob es irgendwo qualmt oder ungewöhnliche Geräusche gibt. Das war aber alles nicht, und so wurde ich mutiger, und nach einiger Zeit war die Batterie fest angeklemmt. In den ersten Tagen aber immer nur dann, wenn ich in der Garage war, sonst nicht. Ein Schraubenschlüssel der Größe 10 zum schnellen Abklemmen der Batterie lag immer griffbereit, und das tut er auch bis zum heutigen Tag. In der nächsten Zeit habe ich immer mal wieder den Ladezustand der Batterie überprüft, um zu sehen, ob es einen unnormal hohen Stromfluss gibt. Das war aber auch nicht, und inzwischen ist die Batterie seit vielen Wochen dauerhaft angeschlossen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566981448.JPG Nachdem jetzt die Bordnetzspannug vorhanden war, konnte ich es nicht mehr erwarten, endlich die Funktion der nachgerüsteten Diebstahlwarnanlage zu testen: Sie funktioniert! Die Türpin-LED blinkte nach dem Abschließen des Autos, und hupen und blinken im Fall eines simulierten Diebstahlversuches tat es ebenfalls: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983783.JPG Jetzt konnten zwei Verkleidungsteile im Fahrerfußraum angebaut werden. Die auf dem Foto rechte Verkleidung ist an der grün markierten Stelle mit einem knopfähnlichen Teil am Armaturenbrettträger befestigt. Wenn man hier nicht höchst vorsichtig ans Werk geht, reißt diese Stelle aus. Ich habe Glück gehabt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566982938.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983090.JPG Und der Fußraumausströmer mit Zubehörteilen konnte verbaut werden, eine etwas fummelige Arbeit... http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983158.JPG ...sowie die untere Verkleidung der Lenksäule. Alle Teile habe ich vorher gereinigt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983251.JPG Danach war auch hier alles fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983364.JPG Blick von oben: Schon fast bereit für den Einbau des Armaturenbrettes: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566983575.JPG Alle Kabelstränge bzw. Leitungen für das Gamma-Radio waren jetzt eingebaut. Um den späteren Ein- und Ausbau des Radios zu erleichtern, habe ich sie zusammengebunden. Im Einzelnen sind das der Kabelstrang für die Stromversorgung mit dem schwarzen Stecker, der für die Lautsprecher mit dem braunen Stecker, der für den CD-Wechsler im Kofferraum mit dem roten Stecker und ein einzelnes Kabel im Isolierschlauch als "Remote"-Leitung für den Subwoofer. Es kam in die Kammer 3 des schwazen Steckers: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566986309.JPG Besonders im Bereich der schwarzen Kunststoff-Kabelführung hinter dem Radio ist sorgfältiges Verlegen der Kabelstränge nötig, weil sich das Radio sonst später nur schwer oder gar nicht komplett in den Schacht einschieben lässt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1566986418.JPG Wird in Kürze mit ein paar Arbeiten an meinem roten Variant fortgesetzt! Grüße Teletubby |
Gute Arbeit! Macht Spaß zu lesen und deine Fotos zu schauen :) |
Na da kann ich mir ja mal ne Scheibe von abschneiden, das ist tatsächlich geordneter als bei mir 😅 |
Moin, es ist einfach immer wieder schön zu sehen, mit welcher Aufmerksamkeit zum Detail du die Arbeiten an deinen Autos durchführst. Das schöne dabei ist, je besser die Vorbereitung umso einfacher lässt sich alles montieren. Viele Grüße Felix |
Toll und Glückwunsch, dass es so gut über die Bühne ging! Ein Hoch auf den CAN-Bus übrigens :) |
Also ob der Can-Bus wirklich so viel bringt? Bei mir laufen auch ziemlich viele Kabel durchs Auto. Die Bremslichter kommen vom vorderen SAM und nicht von hinten und ähnliche Ungereimtheiten. |
Zitat:
|
Wie immer schöne Arbeit Manfred. Das Ordnen und vor allem das arbeiten an der ZE ist nicht die schönste Arbeit |
Zitat:
Aber es gibt den Potentialverteiler auch als 8er. So spart man sich die Brücke und es wäre noch etwas originaler: https://www.ebay.de/itm/283493888714 Habe den 8er bis jetzt in Grau, Grün und Schwarz (so bekommt man ihn auch neu von VW) gesehen. Ich hätte gern noch nen blauen aber naja den scheint VW nie gebaut zu haben :D |
Hallo! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Wenn man diese Teilenummern in die Teileliste eingibt, dann hat es sie alle mal gegeben, sie sind aber wie bei den normalen PV´s alle durch den schwarzen ersetzt worden. Vermutlich ist es so wie bei den Vierer-PV´s: Die farbigen gab es nur für die Produktion der Fahrzeuge, als Ersatzteil gab es immer nur den schwarzen. Also bleibt es bei mir bei 2 Stück graue Vierer PV´s. Grüße Teletubby |
Teletubby´s Doppelgarage - Cabrio: Einbau der Zentralelektrik Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1) Hi so habe jetzt welche und du hattest recht: F = Grün G = Grau Und nen Oranger war auch dabei und hatte den Index H. Anhang 75146 Jetzt möchte ich nen blauen und würde gern wissen welche Farbe Index J ist :) |
Hallo! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Bevor es mit dem nächsten Thema weitergeht, noch ein kurzer Nachtrag zu den letzten Arbeiten am Cabrio: Nachdem die Zentralelektrik eingebaut war, fehlte nichts mehr, was verhindert hätte, endlich den Motor mal probelaufen zu lassen. Darauf war ich natürlich nach alledem, was da auseinander war, total gespannt. Ich hab es aber trotzdem nicht gemacht, und dies aus zwei Gründen: Erstens war das Auto vorn noch aufgebockt, weil die Vorderachse noch nicht fertig war. Und zweitens fehlten die Vordersitze noch, die noch nicht einbaufertig waren. Denn ich wollte, wenn der Motor schonmal läuft, auch mal ein paar Meter hin- und herfahren. Und ich wollte, gemütlich auf dem Fahrersitz sitzend, vor dem ersten Motorstart mit dem Diagnosegerät alle wichtigen Daten aus dem Motorsteuergerät auslesen und auf Plausibilität prüfen. Aus diesen Gründen musste der erste Motorstart noch warten. In der vorletzten Woche war erstmal etwas anderes dran, was ich schon lange vor mir hergeschoben hatte: Ein paar Arbeiten am roten Variant: + 1. Motorölwechsel mit Filterwechsel + 2. Bremsflüssigkeitswechsel + 3. Einbau eines anderen Lenkrades + Ein paar Kleinigkeiten 1. Motorölwechsel Für Motorölwechsel und ähnliche Arbeiten stand mir in den letzen ca. 25 Jahren immer die Garage einer alten Freundin zur Verfügung, die noch aus Zeiten ihres Vaters eine Grube in der Garage hatte. Leider ist sie vor zwei Jahren zu ihrem Lover nach Euskirchen gezogen und hat letzes Jahr ihr Haus verkauft. :-( Also musste ich die anstehenden Arbeiten in meiner Doppelgarage machen. Das war bisher nicht möglich, weil das Cabrio mit den ganzen Aufbockklötzen aufgebockt war. Es steht erst seit ein paar Wochen wieder auf seinen Rädern; die letzten Berichte dazu fehlen noch und werden demnächst nachgeliefert. Jetzt waren die Holzklötze alle wieder frei, und ich habe den Variant auf altbewährte Art so aufgebocht, dass beide Vorderräder abgenommen werden konnten. Es wurde auch Zeit für den Ölwechsel: Das Öl war schon seit zwei Jahren eingefüllt, der Filter schon seit drei Jahren: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567615713.JPG Unter dem Motor stehen zwei Gefäße für das Altöl: Die blaue Schüssel steht unter der Ölablassschraube und das silberfarbene Gefäß unter dem Ölfilter. Diesen löse ich immer erst so weit, dass er zum Ölfilterflansch noch dicht ist. Dann wird er von unten mit einem spitzen Schraubendreher und einem Hämmerchen angepiekst. Das geht nicht übermäßig schwer, weil das Blech des Ölfilters ziemlich dünn ist. Dadurch kann ein großer Teil des Öls aus dem Ölfilter auslaufen, am besten über Nacht. Das hat den großen Vorteil, dass er beim Abschrauben nicht mehr randvoll ist und man sich so eine Ölsauerei ersparen kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568187636.JPG Der Ölfilter ist bei diesem Golf 3 mit Motor AFT und Klimaanlage nur ganz schlecht zu erreichen. Auf dem nächsten Foto ist er ausgebaut, was nur trickreich nach oben geht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567616289.JPG Der neue Ölfilter mit dem Werkzeug, um ihn zu drehen: Ein Spezialwerkzeug vom Typ Hazet 2169, das mal ca. 15 Euro gekostet hat und mit der auf dem Foto nach unten zeigenden Seite genau auf den Ölfilter passt, und ein Maulschlüssel der Größe 27, um das Ganze zu drehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567616459.JPG Hier ist der Ölfilter wieder eingebaut und festgedreht. Ich hasse diese Arbeit. Laut Aufschrift auf dem Ölfilter beträgt das Anzugsdrehmoment 20 Nm. Das kann man aber vergessen, weil man ihn nicht per Drehmomentschlüssel erreichen kann. Deshalb halte ich mich immer an die alternative Regel: Ihn mit eingeöltem Dichtring so weit anschrauben, dass der Dichtring gerade am Ölfilterflansch anliegt. Und ihn dann von dieser Position ausgehend noch eine dreiviertel Umdrehung = 270° weiterdrehen. Um das Weiterdrehen besser abschätzen zu könne, klebe ich vorher ein Stück helles Klebeband so auf die Unterseite des Ölfilters, dass es nach vorn zeigt. Und drehe dann so viel weiter, bis es zur Beifahrerseite zeigt. Fertig. Auf diese Weise hatte ich noch nie Probleme mit undichten Ölfiltern, und lösen ließen sie sich auch wieder alle: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567616841.JPG Die gereinigte Ölablassschraube mit einem neuen Dichtring N 013 849 2: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567617012.JPG Das neue Motoröl. Wir haben hier in der Nähe einen Schmierstoffgroßhandel mit hochwertigen Produkten, der auch kleinere Mengen an Privatleute verkauft. Die normalen Kunden sind Speditionen, die ihren Fahrzeugpark selbst warten, Handwerksbetriebe, Werkstätten, Bauunternehmen für Baufahzeuge und -maschinen. Es ist das erste Mal, dass ich teilsynthetisches Öl 10W-40 eingefüllt habe. Bisher war es immer mineralisches 15W-40: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567617297.JPG Im Bereich der Öleinfüllung und am Deckel gab es keinerlei Kondensat in Form von "Gelbem Schleim". Das liegt höchstwahrscheinlich daran, dass dieses Auto überwiegend auf längeren Strecken eingesetzt wird: http://www.golf3.de/direktupload/201...1567617422.JPG Das Einfüllen des neuen Motoröls ist nach meinem Geschmack die angenehmste Arbeit des Ölwechsels. Ich fülle immer nur so viel ein, dass der Ölstand in etwa in der Mitte des geriffelten Bereiches des Messstabes liegt. Dadurch kann man die Ölmenge reduzieren, die über viele Kilometer über die Kurbelgehäuseentlüftung herausgedrückt wird und die Drosselklappe verschmutzt. 2. Bremsflüssigkeitswechsel Bremsflüssigkeitswechsel gehörten für mich immer zu den meistverhassten Arbeiten an Autos überhaupt, obwohl sie bei mir nur alle drei Jahre gemacht werden. Die Matscherei mit der Bremsflüssigkeit, das Pumpen am Pedal, das Festklemmen des Pedals mit behelfsmäßigen Holzteilen, das ständig nötige Überwachen des Flüssigkeitsstandes im Behälter mit häufigem Nachfüllen, alles das ging mir immer einfach nur auf den Keks. Aus diesen Gründen habe ich in der letzten Zeit intensiv überlegt, wie sich das angenehmer gestalten lässt. Mit Erfolg: Mit der jetzt vorhandenen Ausstattung kann man sich schon fast drauf freuen. Diese Ausstattung stelle ich jetzt hier beim aktuellen Bremsflüssigkeitswechsel vor und erkläre, wie das bei mir vor sich geht. Seit dem letzten Bremsflüssigkeitswechsel waren drei Jahre vergangen. Der erste empfohlene Arbeitsschritt beim Bremsflüssigkeitswechsel ist gewöhnlich, die alte Bremsflüssigkeit so weit wie möglich aus beiden Kammern der Vorratsbehälters abzusaugen. Das ist beim Golf 3, zumindest bei denen mit Mark 20 ABS, so gut wie unmöglich, weil man durch die Einfüllöffnung nur eine Kammer erreichen kann, die andere aber nicht. Wenn man jetzt nur die erreichbare Bremsflüssigkeit absaugt, hat das den Nachteil, dass sehr viel neue Bremsflüssigkeit durch das System gepumpt werden muss, weil sie sich erstmal mit der alten, die bereits Wasser aufgenommen hat, vermischt. Die Menge, die durchgepumpt werden muss, bis das ganze System nur noch mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt ist, ist gewaltig. Das ist nicht zufriedenstellend. Um das drastisch zu verbessern, wird die alte Bremsflüssigkeit bei mir im ersten Schritt durch Pumpen am Pedal durch die beiden vorderen Bremssättel entleert. Praktisch dazu ist es, wenn das Auto vorn beidseitig aufgebockt ist und beide Vorderräder abgebaut sind, wie es bei mir vom Ölwechsel her ja schon war. Dann wird am Entlüftungsventil an einem der vorderen Bremssättel ein Schlauch aufgesteckt, der in einem Auffanggefäß endet, und das Ventil um die berühmte halbe Umdrehung geöffnet. Durch Pumpen am Pedal kann man nun in aller Gemütsruhe die Flüssigkeit dieses Bremskreises herausdrücken. Den erfolgreichen Abschluss kann man gut durch ein anderes Tretgefühl am Pedal merken. Das Entlüftungsventil wird jetzt festgedreht und das Ganze am anderen Vorderrad für den zweiten Bremskreis wiederholt. Insgesamt dauert das bei vorn aufgebocktem Auto nicht mehr als höchstens zehn Minuten. Jetzt sind der Ausgleichbehälter, beide Zylinder des Tandem-Hauptzylinders, die Leitungen vom Hauptzylinder zum Hydraulikblock, ein Teil des Hydraulikblocks, die Leitungen zu den vorderen Bremssätteln und die Sättel selbst bis auf geringe Restmengen leer. Nur ein anderer Teil des Hydraulikblocks, beide Leitungen nach hinten und die hinteren Bremssätte bzw. Radzylinder sind jetzt noch gefüllt. Bei Fahrzeugen mit ABS ohne EDS ist das alles unproblematisch. Wenn zusätzlich zum ABS noch ein EDS (= elektronische Differentilasperre) vorhanden ist, sollte man vorstehend beschriebene Entleerung nur dann machen, wenn man sich die für diesen Fall speziellen Entlüftungsschritte zutraut. Als nächstes geht es darum, den Vorratsbehälter mit neuer Bremsflüssigkeit zu füllen. Damit habe ich jahrelang herumgeeiert, um einen schnellen, einfachen und sicheren Weg zu finden, der darüber hinaus dem Anspruch genügt, nichts (= nicht einen Tropfen) daneben zu schütten. Erst vor kurzer Zeit bin ich auf die ultimative, für meinen Geschmack nicht mehr verbesserbare Art und Weise gekommen. Die sieht so aus: Eine leere 0,5 l Pril Spülmittelflasche, wie es sie bis vor wenigen Jahren in jedem Supermarkt gab: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568132290.JPG Diese Flasche habe ich gründlichst und mit viel Wasser gereinigt, vor allem die Gewinde des Verschlusses und den Auslauf. Dann habe ich sie von innen sorgfältig getrocknet, sie für eine erneute Spülung halb mit neuer Bremsflüssigkeit gefüllt, sie zwei Minuten lang geschüttelt und sie durch den Auslauf in ein Gefäß mit zur Entsorgung vorgesehener Bremsflüssigkeit entleert. Sie war jetzt einsatzbereit. Das blaue Auslaufteil lässt sich übrigens durch Eindrücken dicht verschließen. Es ist nach der Würgerei vieler Jahre in diesem Punkt ein wahres Vergnügen, mit dieser Flasche Bremsflüssigkeit in den Vorratsbehälter zu füllen. Die Flasche hat genau die richtige Größe (der Behälter am Fahrzeug fasst ungefähr 0,3 Liter), die richtige Form und einen Auslauf in die richtige Richtung. Durch die große Öffnung, die nach Abschrauben des Verschlusses zugänglich wird, lässt sich neue Bremsflüssigkeit (hier: ATE SL DOT4) bequem einfüllen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568132904.JPG Der leere, aufgeschraubte, nicht gerade sehr gut zugängliche Vorratsbehälter, der jetzt gefüllt werden möchte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568133097.JPG Die Pril-Flasche bei der Arbeit. Es funktioniert so phantastisch gut. Durch leichtes Zusammendrücken der Flasche kann man das Auslauftempo steigern. Und nicht ein Tropfen geht daneben, außer wenn man sich beim Absetzen der Flasche sehr ungeschickt anstellt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568133314.JPG Für das eigentliche Befüllen und Entlüften habe ich investiert: In ein Füll- und Entlüftungsgerät, Made ich China. Dazu gehört noch, auf dem Foto nicht mit abgebildet, ein Adapter, den man dicht auf den Bremsflüssigkeitsbehälter am Golf schraubt und auf den wiederum der Schlauch gesteckt wird. So sieht es aus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568133752.JPG Das erste Gerät, das ich für ca. EUR 49,00 bei einem deutschen Händler bestellt hatte, konnte ich gleich wieder zurückschicken. Erstens passte das Gewinde des Schraubadapters nicht auf das des Behälters im Fahrzeug, und zweitens ließ sich die zugehörige Auffangflasche nicht mit ihrem Schraubdeckel verschließen, weil sofort das Gewinde übersprang. Auf die Erstattung nach der Rücksendung habe ich gefühlte Ewigkeiten gewartet. Die zweite Bestellung war bei einem chinesischen Händler, nachdem ich ihm Fahrzeugtyp und Baujahr genannt hatte. Als das Gerät kam, habe ich als erstes den Adapter getestet: Er passte tadellos. Aber dafür gab es ein anderes Problem, mit dem dieses Gerät nie eine Endkotrolle hätte bestehen können: Mit der Handpumpe ließ sich kein Druck aufbauen. Nach einigem Hin und Her mit dem Händler habe ich das durch Hinzufügen einer nachgearbeiteten großen Unterlegscheibe an der Handpumpe selbst repariert und dafür 8 Euro gutgeschrieben bekommen, so dass das Gerät jetzt knapp EUR 39,00 gekostet hat. Aber es gab noch ein weiteres Problem: Im Inneren des Gerätes gab es Ölreste von der Herstellung. Weil mir die Beschaffenheit dieser Ölreste nicht bekannt war und weil Öle auf mineralischer Basis an den Gummiteilen der Bremshydraulik schwere Schäden verursachen können, habe ich das ganze Ding, ähnlich wie vorher die Prilflasche, in mühevoller Kleinarbeit gründlich gereinigt. Das ist Made in China! Mein Vertrauen in das gesamte Gerät, insbesondere die Druckfestigkeit der Schlauchverbindung, ist dadruch nicht unbedingt gestiegen. Zu diesem Gerät gehört noch eine 1 Liter Auffangflasche, bei der sich der Deckel im Gegensatz zur ersten richtig verschließen lässt. Ich habe sie erst als weniger wichtiges Zubehörteil angesehen, aber sie hat sich als ausgesprochen praktisch gegenüber den früher von mir verwendeten Gefäßen erwiesen. Ich möchte sie nicht mehr missen. Nur am Ende ihres Schlauches, der auf die Entlüftungsventile gesteckt wird, war ein größeres, schwarzes Gummi-Verbindungsstück, das ich durch ein kurzes Stück Silikonschlauch 6 mm ersetzt habe. So sieht sie aus:http://www.golf3.de/direktupload/201...1568134855.JPG Um einen Anhalt dafür zu haben, wieviel Bremsflüssigkeit aus dem Auto in die Flasche gelaufen ist, habe ich sie noch vor der ersten Benutzung mit einem 0,2 Liter Messgefäß, Wasser und einem dicken, schwarzen Filzstift mit Einteilungen versehen. Dabei stellte sich heraus: Die Flasche fasst in Wirklichkeit keine 1,0 Liter, sondern nur gut 0,9. Nicht mal das bekommen die Chinesen hin: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568135894.JPG Um es kurz zu erklären, das Entlüftungsgerät funktioniert folgendermaßen: Nach Abschrauben des Einfülldeckels 1... http://www.golf3.de/direktupload/201...1568186424.jpg ... kann Bremsflüssigkeit eingefüllt werden. Die Chinesen sagen, dass 3 Liter hinein passen. Der Schlauch 2 geht innendrin bis ganz unten fast auf den Boden. Sein äußeres Ende wird mit Hilfe des auf einem späteren Foto sichtbaren Schaubadapters dicht auf den Bremsflüssigkeitsbehälter im Fahrzeug geschraubt. Durch Auf- und Abbewegen der Handpumpe 3 wird zusätzlich Luft in das Gerät gepumpt, so dass ein Überdruck entsteht. Dieser Überdruck sorgt dafür, dass Bremsflüssigkeit aus dem Gerät in den Vorratsbehälter im Fahrzeug gedrückt wird. Weil bei unbetätigtem Bremspedal eine direkte Verbindung besteht von beiden Kammern des Vorratsbehälters über die Nachlaufbohrungen im Hauptzylinder über die Zylinder selbst über die beiden vom Zylinder abgehenden Leitungen in den Rest der Bremshydraulik, ist dieser Überdruck überall vorhanden. Wenn man jetzt ein beliebiges Entlüftungsventil öffnet, läuft ohne weiteres Zutun munter Bremsflüssigkeit aus. Am Füll- und Entlüftungsgerät gibt es ein Manometer, das den Druck im Inneren anzeigt. Wie man auf dem folgenden Foto sehen kann, beginnt der "Rote Bereich" des Manometers bei knapp 3 bar. Damit wäre ich aber sehr vorsichtig, weil ich dem Verbindungsschlauch zwischen Gerät und Auto 3 bar nicht wirklich zutraue. Man sollte sich darüber im Klaren sein: Wenn der Schlauch platzt oder sich vom Adapter am Vorratsbehälter löst, fließt einem der gesamte Bremsflüssigkeitsinhalt des Gerätes in den Motorraum. Weil ich das unter allen Umständen nicht wollte, habe ich zuerst mit dem leeren Gerät und dem nicht am Vorratsbehälter angeschlossenen abgedichteten Schraubadapter einen Drucktest mit 2,0 bar gemacht und dabei an diversen Stellen des Schauches herumgezogen. Dieser Test wurde bestanden. Später bei der eigentlichen Arbeit habe ich aus Sicherheitsgründen nur noch mit der Hälfte des Testdrucks = 1,0 bar gearbeitet. Das reicht vollkommen aus. Außerdem steht in irgend einem der VW Reparaturleitfäden des Golf 3, dass man bei Benutzung eines derartigen Gerätes den Druck nicht über 1,0 bar erhöhen soll: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568136691.JPG Nun zu der eigentlichen Arbeit mit diesem Gerät. Um es in eine brauchbare Position zum Auto zu bringen, habe ich einen "Werkstattwagen" erfunden, bestehend aus einer aufgeklappten blauen 120 Liter Papiermülltonne und einer zweckentfremdeten Schiebetür eines Kellerschrankes als obere Ablage. Das ist sehr praktisch so, weil die Höhe genau richtig ist und das Ganze sich leicht in jede gewünschte Position verschieben lässt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568137626.JPG Die Verbindung zum Bremsflüssigkeitsbehälter mit dem Schraubadapter: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568137705.JPG Mit der Handpumpe des Gerätes habe ich knappe 1,0 bar eingepumpt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568137834.JPG Und schon kann es losgehen. Angefangen habe ich natürlich vorn, wo ich beide Bremskreise vorher komplett entleert hatte. Die Auffangflasche ist am Entlüftungsventil des vorderen linken Bremssattels angeschlossen, der Schraubenschlüssel ist bereit zum Öffnen des Ventils: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138166.JPG Und schon plätschert die Bremsflüssigkeit nach Öffnen des Ventils... http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138335.JPG ...von selbst vom Bremssystem in die Flasche: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138279.JPG Vorn habe ich es bei einer ausgelaufenen Menge von 0,2 Litern belassen und das Entlüftungsventil geschlossen. Weil dieser Bereich der Bremshydraulik vorher bis auf minimale Reste leer war, kann man davon ausgehen, dass die gesamte Hydraulik dieses Bremskreises bis zum linken Vorderrad jetzt mit neuer Bremsflüssigkeit befüllt ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138558.JPG Danach: Wiederholung des Ganzen am rechten Vorderrad. Nach dem Verschließen des Entlüftungsventils und vor dem Aufdrücken der Staubkappe bekommt jedes Ventil etwas zähflüssiges, nach Trocknung dauerelastisches Wachs, das den Gewindespalt des Ventils verschließt. Das sorgt dafür, dass kein Wasser hinein kommen kann mit der Folge, dass man die Ventile auch nach Jahren noch problemlos öffnen kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138837.JPG Als vorn alles fertig war, ging es hinten weiter. Blöd ist, dass das ohne Abbau des jeweiligen Rades nicht geht. Das Ventil ist schon geöffnet, und die Bremsflüssigkeit plätschert in die Auffangflasche: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568138960.JPG Weil die Bremsleitungen hach hinten länger sind und weil sie nicht wie die vorderen vollständig entleert worden waren, lasse ich hinten gewöhnlich eine größere Menge Bremsflüssigkeit durchlaufen: 0,4 Liter pro Rad. Ich finde es absolut faszinierend, stressfrei zusehen zu können, wie die Flüssigkeit aus der Bremshydraulik des Autos von selbst in die Auffangflasche läuft. Deren Deckel sollte man nicht ganz dicht verschließen, damit Luft ausströmen kann, die durch die einlaufende Flüssigkeit irgendwo hin möchte. Und: Weil durch die ausfließende Bremsflüssigkeit der Druck im Füll- und Entlüftungsgerät allmählich abnimmt,, kann es nötig sein, etwas an der Handpumpe nachzupumpen, wenn die Flüssigkeit nur noch ganz langsam läuft: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568139411.JPG Ganz zum Schluss muss der Schraubadapter des Gerätes wieder vom Vorratsbehälter abgeschraubt werden. Dabei kann das Problem bestehen, dass der Behälter jetzt randvoll ist. So war es jedenfalls bei mir. Um den Adapter ohne Sauerei abzubekommen, bin ich folgendermaßen vorgegangen: Ich habe bei noch angeschlossenem Gerät erstmal durch Öffnen des Einfülldeckels am Gerät den Druck abgelassen und den Rest der darin befindlichen Bremsflüssigkeit ausgeschüttet. Dabei den Schlauch zum Fahrzeug so bewegt, dass er möglichst leer wird. Dann den Deckel wieder aufgeschraubt und per Handpumpe Luft eingepumpt, die jetzt ohne Bremsflüssigeit im Gerät war. Sodann eins der vier Entlüftungsventile geöffnet und Bremsflüssigkeit auslaufen lassen, bis der Flüssigkeitsstand im Behälter in etwa stimmte. Von oben strömt dabei Luft nach. Nach Ablassen des Drucks am Gerät kann der Schraubadapter jetzt gefahrlos und ohne Sauerei vom Vorratsbehälter abgeschraubt werden. Wenn man, wie es bei mir war, zu viel Bremsflüssigkeit hat auslaufen lassen, so dass der Stand im Behälter jetzt etwas zu niedrig war, musste auf normale Weise etwas nachgefüllt werden - natürlich mit der Pril-Flasche. 3. Einbau eines anderen Lenkrades Das andere Lenkrad, das in den roten Variant sollte, hatte ich schon geschlagene acht Jahre auf meinem Dachboden gelagert. Es war halt immer irgend etwas wichtiger. Auch jetzt hatte ich eigentlich keine Zeit dafür. Aber es musste jetzt sein, weil ich das bisherige Lenkrad des Variant für das Cabrio brauchte, dessen Lederlenkrad nicht mehr wirklich schön war. Das bisherige aus dem Variant war auch ein originales VW Lederlenkrad, das ich einst als Neuteil eingebaut hatte. Nach nur ca. 35.000 Kilometern war es noch fast wie neu. Das Lederlenkrad, das dafür jetzt in den Variant sollte, war eins mit flashroten Nähten, das wunderbar zur Außenfarbe des Autos passt. Es ist ein originales VW-Teil mit der Teilenummer 1H0 419 091 AD EBS, das es im Jahr 2011 für sagenhaft günstige EUR 99,00 bei VW Classic Parts gab. Nach der Teilenummer könnte man denken, dass es ein Golf 3 Teil ist. Ist es aber nicht wirklich, weil es in dieser Ausführung nur am Polo 6N Colour Concept verbaut wurde. Denn es hatte neben den roten Nähten auch rote Hupentasten, die nicht unbedingt meinen Geschmack treffen. Das große, runde Hauptteil des Lenkrades mit den roten Nähten ist aber exakt dasselbe wie es ab Werk auch im Golf 3 GTI verbaut wurde. Bei dem damaligen günstigen Preis von nur 99 Euro frage ich mich heute, warum ich damals nur eins und nicht zwei oder drei Stück gekauft habe. Sie würden mir heute aus der Hand gerissen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568179989.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180068.JPG Hier sind die kirmesroten Hupentasten schon vom Lenkrad abgebaut. Und auch die Airbag-Wickeltrommel mit Schleif- und Rückstellring, die dazu gehörte. Alle diese Zubehörteile wollte ich vom bisherigen Variant-Lenkrad übernehmen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180495.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180568.JPG Jetzt schon mit angebauten schwarzen Hupentasten... http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180659.JPG ...und jetzt auch mit angebauter Airbag-Wickeltrommel mit Schleif- und Rückstellring: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180733.JPG Bevor ich das bisherige Lenkrad von der Welle abgezogen habe, habe ich es so gedreht, dass es genau gerade stand, um das neue in genau dieser Position aufstecken zu können. Zwischendurch: Seltsamer Anblick des Golf 3 Cockpits ohne Lenkrad: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568180976.JPG Das neue Lenkrad ist aufgesteckt und die Mutter SW24 mit den vorgeschriebenen 50 Nm festgezogen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568181261.JPG Jetzt auch mit Fahrerairbag = Fertig. Geschlagene acht Jahre musste dieses Lenkrad bei mir liegen, bevor ich den Moment erleben durfte, dass es fertig dort war, wo es hin sollte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568181388.JPG Abrunden ließe sich das jetzt noch wunderbar mit einer Handbremshebelverkleidung, die auch rote Nähte hat. Weil ich in diesem Punkt aber anpruchsvoll bin, müsste es die Ausführung sein, bei der die komplette Verkleidung mit Leder bezogen ist und nicht nur wie bei den meisten das vordere Griffteil. So etwas gab es auch bei VW, ist aber schon seit Ewigkeiten ohne Ersatz entfallen. Die Aussichten, so ein Teil in tadellosem Zustand zu finden, halte ich für minimal bis nicht vorhanden. Da bleibt wohl nur übrig, so etwas irgendwann mal (hoffentlich noch in diesem Leben) in Eigenproduktion in Angriff zu nehmen oder in Auftrag zu geben. Also bleibt es vorerst bei der schwarz bezogenen Verkleidung, die komplett mit Leder bezogen ist, mit schwarzen Nähten: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568181850.JPG Was ich in diesem Zusammenhang bei abgebauten Vorderrädern noch gemacht habe: + Stärke der vorderen Bremsbeläge gesichtet. Noch ca. 5 bis 6 mm nutzbare Stärke vorhanden = kein Handlungsbedarf + Vordere Bremsschläuche sorgfältig untersucht, vor allem die Problemstelle, an der sie infolge häufiger Bewegung schonmal aufquellen: Keine Beschädigung erkennbar. + Den Bremsstaub von den vorderen Rädern abgewaschen, weil das bei abgebauten Rädern so schön geht. Anschließend die Felgen neu konserviert: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568182166.JPG + Und später noch die Batterie nachgeladen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568182646.JPG Auf anschließender Fahrt zum Wegbringen des Altöls habe ich noch zwei Fotos bei Tageslicht gemacht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568182275.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1568182329.JPG Damit war jetzt alles erledigt, was ich mir für dieses Jahr mit diesem Auto vorgenommen hatte. Ein paar andere Sachen, für die das Auto aber nicht aufgebockt werden musste, hatte ich schon vor ein paar Wochen erledigt. So kam der Variant jetzt erstmal wieder auf seinen Tiefgaragenplatz. Vielleicht gibt es an einem sonnigen Herbsttag ja noch eine Gelegenheit, eine schöne Reise mit ihm zu machen. Was sonst noch passiert ist: Während dieser Zeit kam ein großes Paket von VW Classic Parts an: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568182736.JPG Es enthielt unter anderem zwei neue vordere Stoßdämpfer 1H0 413 031 P, das sind die originalen für den Variant. Denn bei den letzen Hauptuntersuchungen hatte sich gezeigt, dass der vordere linke Stoßdämpfer deutlich an Wirkung nachgelassen hat. Auch scheinen mir die Gummilager in den vorderen Federbeindomen nach 21 Jahren erneuerungsbedürftig zu sein. Das ist alles für das nächste Frühjahr vorgesehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1568185279.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1568185307.JPG Ich wusste gar nicht, dass es genau diese Stoßdämpfer bei VW Classic Parts gibt, weil sie in der Teileliste nicht entsprechend gekennzeichnet sind. Aus dem normalen Teileprogramm sind sie schon im Februar 2015 entfallen. Ich habe sie zufällig beim Durchsehen der "Special Deals" = Sonderangebote bei VW Classic Parts, die immer für zwei Wochen gültig sind, entdeckt. Da habe ich gleich zwei Stück bestellt, zusammen mit noch ein paar Kleinteilen von meinem Merkzettel. Für sehr günstige EUR 49,49 pro Stoßdämpfer. Jetzt kosten sie wieder EUR 169,00 pro Stück. Puh, war das ein langer Text! Demnächst geht es hier wieder mit dem Cabrio weiter. Grüße Teletubby |
Wie immer ein sehr toller Bericht, den ich gerne gelesen habe und ich finde die ausführlichen Texte und die vielen Bilder wirklich immer sehr, sehr toll. Vielen Dank für die Mühe und bitte immer so beibehalten :) Und danke für die Erläuterungen zu dem Bremsflüssigkeitswechselgerät (was ein Wort xD ), so eines möchte ich mir auch noch zulegen. Vom Absaugen an den Entlüftungsventilen halte ich eher nichts, da so die Gefahr besteht, dass man sich Luft durch die Gewinde der Entlüftungsschrauben ins System zieht. Deshalb besser diese Variante, mit der man es mit Überdruck durch das System drückt, anstatt dass man es mit Unterdruck an den Entlüftungsschrauben zieht/absaugt. |
Ein sehr schönes Lenkrad hast du da. Ich habe mir bei eben dieser Sonderaktion im Jahr 2011 ein Lenkrad mit grünen Nähten gekauft. Ich ärgere mich bis heute, das ich nicht gleich zwei gekauft habe! Die Stoßdämpfer vom Variant haben ne ziemlich fette Kolbenstange. Hatte diese nach dem Ausbau mal mit Zubehörteilen von Sachs, al-ko und Kayaba verglichen. Der Unterschied hat mich doch überrascht. |
Mir war bis dahin gar nicht bekannt, das der Variant spezielle, eigene Dämpfer auch an der Vorderachse hat. Oder hat Deiner höhere Achslasten? |
Zitat:
Das fand ich sehr interessant, da ich mich grade auch mit dem Thema eeproms anfreunde. Allerdings kenne ich nicht so genau damit aus und bekomme beim auslesen nur 00 angezeigt. habe ich den falschen programmer oder die falsche software? Mit welchen Komponenten wurde denn hier gearbeitet? Vielen Dank und viele Grüße |
Gibt's hier eigentlich nochmal Neuigkeiten? :) |
Mir ist neu dass sich die Wegstreckenzahl überhaupt ändern lässt. Ich dachte diese sei in einem ROM hinterlegt, aber das heisst doch ebenso dass du auch Getriebe mit anderer Wegstreckenzahl einbauen und dennoch eine korrekte Geschwindigkeits- und kilometeranzeige haben könntest. Das ist mal ne praktische Info. Ich musste notgedrungen (Getriebebschaden und bevorstehende Reise) ein Getriebe mit anderer Wegstreckenzahl verbauen, bzw anderem Geber. Es läuft aber wunderbar und ich möchte es, in Hinblick auf Aufwand und Kosten, wieder ersetzen. Mit der Übersetzung bin ich zufrieden. Das wäre eine gute Lösung. |
Hallo! Zitat:
Dazu habe ich noch viele Fotos und einige Textideen im Kopf. Bin aber momentan leider etwas schreibfaul und hoffe auf Besserung nach den Feiertagen. Zitat:
Zitat:
Grüße Teletubby |
Zitat:
ich komme ja eigentlich aus dem Golf4-Lager (ehemals Golf3, deswegen hier noch angemeldet). Beim Golf4 ist es aber so, sobald der Hydraulikblock des ABS leergelaufen ist, MUSS eine komplizierte Entlüftung über ein Diagnoseprogramm erfolgen. Dies ist deswegen nötig, damit sichergestellt werden kann, dass sich im Hydraulikblock auch wirklich keine Luft mehr befindet. Mir ist es einmal so gegangen, dass ich den Block habe leerlaufen lassen, diese Prozedur macht nicht wirklich Spaß. Dabei gehen auch locker 3l Bremsflüssigkeit flöten. Wie gesagt, ich weiß nicht, ob es beim Golf3 ähnlich ist. Sollte es aber, denn die frühen Golf4 hatten ja auch das Mark20 ABS drin. Deswegen bin ich etwas verwundert, dass Du nur einfach so, entlüftest.... gruß ingo |
Die ABS mit EDS haben das Problem wohl auch. |
Hallo Manfred, längere Zeit war ich hier inaktiv, aber für einen deiner Berichte mal wieder reinzuschauen, hat sich einfach gelohnt. Finde ich immer toll zu lesen. Interessiert habe ich deine Berichte über die Bremsenentlüfterei bzw. den Wechsel der Flüssigkeit verfolgt. Ich habe mir vor einiger Zeit ein gutes, günstiges Kit zugelegt, das man direkt an den Kompressor anschließen kann. Der Hersteller verspricht auch, es würde mit dem Druck eines (Ersatz-)Rades funktionieren. Ich hoffe, deine Schreibfaulheit legt sich über die Feiertage und ich kann bald wieder einen deiner Berichte genießen. Denn auch wenn ich selber keinen Golf mehr habe, ist das Interesse für Fahrzeugtechnik ja immer noch voll da. :) |
Wie immer schöne Beiträge Manfred. Ivh habe. Ir das Bremsenentlüftungsgerät damals für um die 70€ bei einem Deutschen Hersteller gekauft und bin sehr zufrieden damit. Ist aber auch immer eine glückssache. Zum Thema ABS Entlüften mit Diagnose Programm, meines Wissens ist das nicht nötig wenn mehr als 1 bar Druck aufgebaut werden, da dadurch die Hydraulikventile des ABS Block automatisch geöffnet werden |
VW schreibt in seinem Reparaturleitfaden immer ein gewisses Prozedere vor, bei ABS / EDS wenn der Block leer gelaufen ist. Meiner erinnerung nach hat das gar nix mit dem Druck zu tun. Ich hab das damals beim VR gemacht, war schon ein bisschen aufwendig, aber auch nicht so sonderlich kompliziert. |
Ich glaube in meinem ABU ist ein von dir gewünschter Handbremshebel drin. Den habe ich vor ingefähr 10 Jahren mal in ebay erschossen. Eingebaut seit ungefähr 10.000km im Golf. Den wollte mir der Dekranensch bei der HU mal abschwatzen. |
Zitat:
mit welchen Fett hast du die Dichtlippen eingeschmiert? Gruß Alex |
Zitat:
Ich glaube aber, dass die Sorte des Fetts an dieser Stelle nicht so grausam wichtig ist. |
Hallo! Ich habe gerade mit Schrecken gesehen, dass es im August der vorigen Jahres war, dass ich hier zuletzt etwas über die Fortschritte am Cabrio geschrieben habe. Ist über ein halbes jahr her! Jetzt soll es hier endlich mal weitergehen, sonst gibt das nie mehr etwas. Endlich geht es hier mal weiter Das letzte, was ich gemacht hatte, war der Einbau der Zentralelektrik: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582453000.JPG Danach wäre es möglich gewesen, endlich mal zu testen, ob der Motor läuft, ob alles dicht ist, ob das Servolenkgetriebe, das ich komplett auseinander hatte, funktiionieren würde und dicht wäre. Und so weiter. Ein paar Arbeiten an der Vorderachse trennten mich noch davon: Es fehlten noch erstens die Federbeine und zweitens die Bremsen. Weil das Auto nur ca. 73.500 Kilometer gelaufen hatte, hätten an den Federbeinen eigentlich überhaupt keine Arbeiten nötig gewesen sein dürfen. Aber: Der Stopdämpfer auf der Fahrerseite war mal erneuert worden. Während auf der Beifahrerseite noch der originale rein hydraulische Dämpfer seinen Dienst tat, hat ihn jemand auf der Fahrerseite mal gegen einen Sachs Gasdruckstoßdämpfer ausgetauscht. Eigentlich eine kraftarzeugtechnische Todsünde! Das konnte so nicht bleiben. Erfreulicherweise gab es die originalen Dämpfer 1H0 413 031 Q mal für EUR 24,95 pro stück bei VW Classic Parts in einer Sonderaktion, lange bevor ich sie brauchte. Trotzdem habe ich damals sofort zwei Stück bestellt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582445401.JPG Hier das ausgebaute originale beifahrerseitige Federbein auf dem "Arbeitsteppich" im Keller: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582445675.JPG Als erstes musste es zerlegt werden, wozu ein Federspanner nötig ist. Erstens hatte ich noch nie mit einem gearbeitet, und zweitens hatte ich keinen. Darüber hatte ich damals am Telefon in einem Nebensatz mit Forumsmitglied Frank22 geredet. Zu meiner großen Überraschung bekam ich ein paar Tage später ein Paket. Es enthielt - Federspanner, die er mir einfach so gescheint und geschickt hat. Herzlichen Dank dafür auch von hier aus nochmal! http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446064.JPG Weil ich, wie gesagt, noch nie mit Federspannern gearbeitet hatte, war ich sehr gespannt darauf, ob einer vielleicht abrutschen und mir deshalb die Feder durch den Keller (oder ins Gesicht) hopsen würde. Ist aber erfreulicherweise nicht passiert; es ging völlig easy. Rost an Fahrwerksfedern führt nicht selten zu Dauerbrüchen. Deshalb bin ich mit der schwarzen Oberflächenbeschichtung der Federn sehr vorsichtig umgegangen und habe die betreffenden Stellen zur Vermeidung von Beschädigungen mehrfach umwickelt, bevor ich die Federspanner angesetzt habe: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446353.JPG Ich habe die Federspanner nur soweit angezogen, dass die oberen Federteller entlastet waren. Und dann mit einer Kombination von Standardwerkzeugen, von denen nur der lange 7 mm Innensechskantschlüssel neu war, die oberen Verschraubungen gelöst... http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446531.JPG ...und die oberen Teile abgenommen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446634.JPG Die gereinigten und einbaufertig gemachten Halter für die Bremsleitungen, die es bei VW nur noch für eine Seite neu gibt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446734.JPG Auf die Kolbenstangen der neuen Stoßdämpfer kamen zuerst zwei ebenfalls neue Anschlagpuffer: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446835.JPG Die beiden Faltenbälge hatte ich zwar als Neuteile hier liegen, habe aber trotzdem die alten nach Reinigung und Untersuchung wegen tadellosen Zustands weiterverwendet. Auf dem nächsten Foto: Halbzeit. Der erste ist fertig, der andere muss noch gereinigt werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582446981.JPG Die Federn habe ich gereinigt und auf Stellen untersucht, an denen die schwarze Oberfläche beschädigt war... http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447084.JPG ...diese Stellen und die Anlageflächen der Federn an den oberen unt unteren Federtellern leicht eingefettet... http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447171.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447281.JPG Das Federbein ist soweit fertig zusammengesetzt und die Feder gespannt, damit die obere Federbeinlagerung eingebaut werden kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447386.JPG Die Faltenbälge hatte ich vor dem Einbau über die ganze Länge mit ca. 5 cm breiten Streifen Alufolie umwickelt, weil die Federbeine vor dem Einbau noch mit Wachs eingesprüht werden sollen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447689.JPG Die oberen Sechskant-Gewindehülsen müssen mit 60 Nm festgezogen werden. Dabei muss an der Kolbenstange per Innensechskantschlüssel gegengehalten werden. Für diesen Arbeitsgang hatte ich mir eine sog. "Fensternuss" SW21 beschafft: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582447895.JPG Weil sie am Sechskantende zu dick war, war Nacharbeit per Winkelschleifer nötig. Darunter auf dem nächsten Foto der lange Innensechskantschlüssel SW7 zum Gegenhalten, auf den ich zur Schonung der Haut an den Händen ein Stück passenden Gummischlauch geschoben hatte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582448080.JPG Mit diesen Werkzeugen ging das Festziehen der Gewindehülse problemlos: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582448262.JPG Übrigens: VW schreibt in seinen Golf 3 Reparaturleitfäden in großer Fettschrift vor, dass diese Gewindehülse jedesmal dann, wenn die obere Federbeinmutter im Motorraum gelöst wurde, nachgezogen werden muss, weil die Gefahr besteht, dass sie sich mit lockert. Die Federbeine beider Seiten sind soweit fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582448484.JPG Eins der vordern Federbeine vor dem Einsprühen mit Wachs: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582448607.JPG Das linke Federbein unmittelbar vor dem Einbau: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582448847.JPG Vor-Anziehen der oberen Federbeinmutter vom Motorraum aus mit einem gekröpften Ringschlüssel. Sie wurde später noch mit dem Drehmomentschlüssel und der Fensternuss ohne weiteres Foto mit 60 Nm festgedreht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582450225.JPG Grob-Einstellen des Radsturzes für die ersten Fahrten mit Hilfe einer Wasserwaage. Genau so hatte ich den Sturz vor Ausbau der alten Federbeine ermittelt und auf Fotos festgehalten. Das Auto ist seitdem nicht bewegt worden. Jetzt geht es darum, die alten Einstellungen so genau wie möglich wiederzutreffen. Wenn man sorgfältig arbeitet, geht das erstaunlich genau. Man muss nur wie auf dem ersten der beiden folgenden Fotos erkennbar darauf achten, dabei die gerade in Arbeit befindliche Radaufhängung mit einem Wagenheber unter dem Achsgelenk so weit anzuheben, bis das obere Gummiteil des Federbeinlagers spielfrei in seiner Aufnahme am Radhaus sitzt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582450578.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1582450615.JPG Festziehen der Schrauben Federbein / Radlagergehäuse mit dem Drehmomentschlüssel mit 95 Nm unter Gegenhalten mit einem Ring-Gabelschlüssel: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582450071.JPG Um die Radlagergehäuse zum Einbau der Federbeine besser bewegen zu können, hatte ich die Spurstangen noch nicht angeschlossen. Das konnte aber jetzt passieren. Die Spurstangenköpfe sind mal ausnahmsweise keine originalen VW-Teile, sondern welche von Lemförder. Zum Schutz vor Korrosion hatte ich die Gewinde leicht eingefettet: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582450851.JPG Die Kontermuttern für die Spurstangeköpfe hatte ich neu verzinken lassen. Natürlich wäre es auch möglich gewesen, neue zu verwenden. Durch Änderung der Norm in den letzten 20 Jahren haben neue aber die Schlüsselgröße 21 statt 22 der alten. Erstens hätte ich mir dafür einen neuen Gabelschlüssel kaufen müssen, weil ich keinen der Größe 21 habe. Weiterhin kommt es so auch meinem Wunsch nach Erhaltung der Originaltät entgegen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582451088.JPG Nach allen Arbeiten an den Spurstangen sollte man immer kontrollieren, ob die Faltenbälge des Lenkgetriebes nicht in sich verdreht sind. Die rechte Seite ist soweit o.k. und fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1582451331.JPG Jetzt fehlten vorn nur noch die Bremsen, dann würde das Auto nach über zweieinhalb Jahren der vordern Aufbockung mals wieder auf seinen Rädern stehen. Dieses Cabrio soll übrigens in diesem Jahr (2020) fertig werden. Erstens ist nicht mehr viel zu tun, zweitens wird meine körperliche Belastbarkeit krankheitbedingt immer schlechter, so dass zu befürchten ist, dass ich es ansonsten in diesem Leben gar nicht mehr fertig bekomme. Zum Schluss noch vier Fotos von meinem "Winterprojekt" = von dem, was ich zurzeit hier in Arbeit habe: Restaurierung eines alten Spulen-Tonbandgerätes vom Typ Uher SG 562. Tonbandgeräte von der ehemaligen Münchner Firma Uher gelten als die besten aus einheimischer Produktion. Sie waren wegen ihrer außergewöhnlichen Qualität weltbekannt. Zwei defekte Geräte des genannten Typs habe ich hier plus zwei ähnliche, ebenfalls defekt. Daraus sollen möglichst viele funktionsfähige werden und ein besonders schönes für mich. Es ist Arbeit ohne Ende, weil die gesamte Mechanik zerlegt werden muss, um 36 Jahre alte, hart gewordene Schmierstoffe zu entfernen und durch neue zu ersetzen. Und diese Mechanik ist sehr umfangreich. Alles, was beweglich ist, muss raus. Die Elektronik muss auf Schwachstellen untersucht werden. Zum Schluss muss das Gerät mechanisch und elektronisch neu eingestellt bzw. abgeglichen und der Frequenzgang ermittelt werden. Laut technischen Daten liegt die obere aufzeichen- und wiedergebbare Frequenz bei der höchsten Bangeschwindigkeit (19 Zentimeter pro Sekunde) bei 24.000 Hertz. Das ist mehr als eine CD kann und ein exzellenter Wert für magnetische Aufzeichnung. Bin sehr gespannt. Grüße Teletubby http://www.golf3.de/direktupload/201...1582452032.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1582452074.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1582452140.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1582452199.JPG |
Ein Wort: Ausgezeichnet (dokumentiert, wie immer). |
Hallo! Zitat:
Machen wir gleich mit dem nächsten Kapitelchen weiter: Der Komplettierung der Vorderachse Hier fehlten nur noch die Bremsen und eine halbwegs genaue Spureinstellung für die ersten Fahrten. Auf die Arbeiten mit den Bremsteilen hatte ich mich nicht unbedingt gefreut, weil es hier viel Dreck, Korrosion, Bremsstaub und dergleichen gab. Aber es musste jetzt sein, weil das Auto vorn endlich mal wieder auf die eigenen Räder sollte. Auf dem ersten Foto schonmal mit zwei neuen Spritzblechen, weil die alten sehr verrostet waren und neue nicht übermäßig teuer sind: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583602083.JPG Der erste der beiden Bremsträger ist in Arbeit. Eine scheußliche Arbeit, bei der ich wegen der Arbeit in einem geschlossenen Raum mehr Staub eingeatmet habe als es meiner ramponierten Lunge gut tat. Es hat viele Stunden gedauert, bis ich danach wieder halbwegs normal atmen kommte. Danach war für mich klar: Derartige Arbeiten ab jetzt nut noch im Freien: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583602401.JPG Einer der beiden fertig gereinigten und vorbereiteten Bremsträger. Als Neuteile gibt es sie leider nicht mehr. Aber die Führungsbolzen gibt es neu von ATE. Sie wurden später verbaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583602580.JPG Zwei neue Bremsscheiben, originale VW-Teile. Ich hatte sie mal sehr preisgünstig bei der Dortmunder Firma Eminia gekauft. Das ist eine Firma, die Ersatzteilbestände aufgelöster VW-Betriebe, vor allem in Osteuropa, aufkauft und hier zu guten Preisen anbietet: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583602800.JPG Hier schon montiert mit einem der Bremsträger: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583602903.JPG Zwei aufarbeitungsbedürftige Bremssättel in einem ekelerregenden äußeren Zustand. Aber es half alles nichts: Sie waren jtzt dran: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603033.JPG Als erste mussten die Kolben raus. Ich hatte so etwas schonmal gemacht, aber auf eine nicht allzu sanfte Tour, die ich hier nicht wiederholen wollte. Also stand hier für mich eine Premiere bevor: Versuch mit Druckluft. Angefangen habe ich mal mit 6 bar, habe aber nicht damit gerechnet, dass das ausreichen würde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603193.JPG Um den Druckschlauch des Kompressors mit dem Bremssattel zu verbinden, habe ich als erstes einen alten Bremsschlauch in einen der Sättel eingeschraubt und ihn dann in etwa in der Mitte durchgeschnitten. An den Schlauch des Kompressors kam die Ausblaspistole mit der Absicht, ihr Mundstück kräftig auf das Schlauchende zu drücken und dann den Abzug zu betätigen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603383.JPG Auch hier hatte ich nicht damit gerechnet, dass das so gehen würde. Das war aber schon meine zweite Fehleinschätzung heute. Denn zwei Sekunden später: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603484.JPG Das ging so schnell, dass ich überhaupt keine Zeit zum Reagieren mehr hatte. Denn im Normalfall legt man zum Schutz des Kolbens ein Stück Holz in den Sattel, damit er beim schnellen Herausdrücken nicht beschädigt wird. Zum Glück ist ihm dabei nichts passiert. Beim zweiten Bremssattel ging das genau so gut, jetzt aber mit Holz. Links das fertig vorbereitete Bremssattelgehäuse und rechts das zweite, bei dem mir diese Tortur noch bevorstand: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603734.JPG Die restlichen Teile der beiden Bremssättel. Sie sind alle gebraucht und einbaufertig gemacht, die beiden Entlüftungsventile hatte ich neu verzinken lassen. Neu sind nur die vier Gummiteile vorn links auf dem Foto: Zwei Dichtringe mit rechteckigen Querschnitt für die Gehäuse und zwei Gummi-Staubabdeckungen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583603948.JPG Zwei fertige Bremssattelgehäuse, die man jetzt ohne Ekel anfassen kann. Und ohne sich die Hände schmutzig zu machen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604103.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604147.JPG Nachdem die Bremssättel komplettiert waren, habe ich sie vor dem Einbau noch mit Wachs eingesprüht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604233.JPG In den Bresmträger eingesetzte Bremsbeläge am rechten Vorderrad. Sie lassen sich dort wegen der Sauberkeit der Teile ganz leicht bewegen. Die Anlageflächen der Beläge der Bremsträger für die Beläge habe ich hauchdünn eingefettet: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583606537.JPG Festdrehen einer der beiden Befestigungsschrauben des Bremssattels mit dem Drehmomentschlüssel unter Gegenhalten mit einem Maulschlüssel. Das vorgeschriebene Anzugsdrehmoment 35 Nm ist für eine M8-Schraube recht hoch. Dafür haben diese Schrauben eine erhöhte Festigkeitsklasse: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604568.JPG Die Beläge, durch das Fenster im Bremssattel von vorn gesehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604706.JPG Zwei neue Bremsschläuche: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604807.JPG Alles verbaut. Auch die Leitung zum ABS Drehzahlfühler ist jetzt richtig verlegt und eingeclipst: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583604912.JPG Bremsanlage mit Bremsflüssigkeit befüllen und entlüften mit dem Entlüftungsgerät, das ich damals ganz neu hatte. Über dieses Gerät hatte ich an anderer Stelle im Zusammenhang mit Arbeiten an meinem roten Variant schonmal etwas geschrieben. Hier war das Befüllen und Entlüften jetzt etwas spannend, weil sich herausstellen würde, ob alles dicht ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605109.JPG Alles fertig an der Vorderachse, kaum zu glauben. Es fehlten nur noch die Vorderräder, um das Auto vorn endlich mal wieder ablassen zu können: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605283.JPG Weil die erste Einstellung der Spur der Vorderräder bevorstand und die endgültige nach Fertigstellung des ganzen Autos, habe ich jetzt schon die Anlageflächen der Räder an den Bremsscheiben glatt gemacht. Denn jede ungleichmäßige Anlage der Räder führt bei der Einstellung zu Fehlern, die man danach Ewigkeiten mit sich herumschleppt. Vor Beginn der Arbeit: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605541.JPG Entfernen von Korrosionsrückständen, die ja von den alten Bremsscheiben stammen, mit einem Spachtel: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605666.JPG Während der Arbeit: Viele kleine, braune Krümelchen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605771.JPG Fertig! Die Anlagefläche fühlt sich beim Darüber-Fühlen mit dem Finger jetzt total glatt an: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583605863.JPG Das Auto steht nach über zweieinhalb Jahren des Vorn-Aufgebocktseins endlich mal wieder auf seinen vier Rädern: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583606093.JPG Weil man diesen Anblick nicht allzu oft zu sehen bekommt, habe ich schnell noch ein Foto eines der vorderen oberen Federbeinlager bei auf dem Boden stehendem Fahrzeug gemacht, bei dem alle Lagerteile neue VW Originalteile sind: http://www.golf3.de/direktupload/201...1583606252.JPG Jetzt ist die Vorderachse zwar komplettiert, aber noch nicht fertig. Denn zur Fertigstellung fehlt noch die Einstellung der Spur der Vorderräder für die ersten Fahrten. Darum soll es hier als nächstes gehen. Grüße Teletubby |
Das sieht doch gut aus. Das zerlegen der Bremssättel ist immer wieder so ne Sache, manche ploppen ganz leich und bei manchen braucht man richtig druck. Wegen dem Bremsstaub: ich finde den auch immer wieder sehr unangenehm. Wenn man sich mal durchliest was in Bremsbelägen auch heute noch alles drin ist, kann man sich nur wünschen man hätte erst garnicht nachgelesen. Da ich beruflich an Omnibussen arbeite und die Staubmengen hier etwas andere sind, hab ich mir angewöhnt bei Arbeiten an der Bremse eine FFP3 Maske zu tragen (momentan bekannt aus den Medien). Kann ich nur empfehlen! |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 06:27 Uhr. |
Powered by vBulletin®