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Also ja, war wohl für die Katz :( Sorry :bier: |
Hallo! Zitat:
Mal wieder was vom Cabrio Eigentlich sollte es hier mit dem endgültigen Ende meines silbernen AEX Golf 3 weitergehen, der immer noch abgemeldet vor dem rechten Tor meiner Doppelgarage steht. Aber das verzögert sich, weil vorher noch jemand hier aus unserem Forum kommen und Teile plündern möchte. Das habe wir gerade wegen des unvorteilhaften Wetters auf das übernächste Wochenende verschoben. Auf dem Foto steht auf dem linken Garagenplatz noch der Leih-Golf, der die Zeit bis zum Eintreffen des Polos überbrückt hat: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548319695.JPG Im letzten Bericht, den ich hier über das Cabrio geschrieben habe, ist das Lenkgetriebe einbaufertig geworden. Zeitlich war das im letzten Sommer. Zu dieser Zeit ist mir ein gebrauchter rechter Kotflügel in den Blick gekommen. Der ursprüngliche vom Cabrio ist im unteren Bereich stark angegriffen in der unmittelbaren Vorstufe zur Durchrostung. Ich habe zwar noch einen ganz neuen, wollte den aber möglichst nicht verbraten. Denn zu diesem Zeitpunkt gab es die Cabrio-Kotflügel nicht bei VW und es war unklar, ob es sie jemals wieder geben würde. Mittlerweile gibt es die rechten wieder bei Classic Parts, aber für EUR 319,- = mehr als doppelt so teuer wie die für normale Golf 3. Der gebrauchte Kotflügel ist mir bei Ebay Kleinanzeigen begegnet. Er wurde für 40 Euro am Ort Schloss Holte-Stukenbrock = ca. 180 Kilometer von hier weg angeboten. Es gab in der Anzeige zwar nur zwei Fotos, aber die ließen den Kotflügel so gut erhalten aussehen, dass ich es riskiert habe, die 180 Kilometer pro Weg zu fahren. Als ich wieder zu Hause war, war ich sehr zufrieden: Die beiden Artikelfotos haben nicht getäuscht, der Kotflügel ist wirklich sehr gut erhalten und beulenfrei: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320509.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320559.JPG Es ist ein originales VW-Teil: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320635.JPG Der üblicherweise kritische untere Bereich sieht ungewöhnlich gut aus: Nur minimal angerostet. Es knistert nichts, wenn man ihn dort bewegt. Dieser geringe Rost ist problemlos und dauerhaft reparierbar: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320797.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320836.JPG Außer im unteren Bereich gibt es nur eine ganz kleine Roststelle: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548320947.JPG Dieser Kotflügel soll eines Tages an meinem Cabrio Dienst tun. Grüße Teletubby |
Hallo Manfred, interessant! Wie gehst du jetzt mit den Kotflügeln um, lackierst du sie selbst um oder lässt du diese lackieren? Grüße |
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Weiter beim Cabrio / Aggregateträger - Zusammenbau und Einbau Hallo! So heute geht es hier mal richtig mit dem Cabrio weiter. Zeitlich sind wir in etwa in der Mitte des vorigen Jahres. Zuletzt war das Lenkgetriebe final einbaufertig geworden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548920933.JPG Wie die meisten Achteile aus Metall wurden auch das Lenkgetriebe, die Querlenker mit neuen Gummilagern und neuen Achsgelenken sowie der Aggregateträger mit Wachs eingesprüht. Die Gummi-Faltenbälge des Lenkgetriebes hatte ich dazu grob abgedeckt:http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921097.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921183.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922229.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921233.JPG Ursprünglich wusste ich nicht, dass der Aggregateträger später mal wegen des Lenkgetriebes würde ausgebaut werden müssen. Schon damals habe ich vier der sog. "Fischmäuler" = Farbablauföffnungen des Aggregateträgers verschlossen, um späteren Wassereintritt an diesen Stellen zu verhindern. Eine dieser Öffnungen habe ich damals aber nicht gesehen, sondern erst später, als der Träger ausgebaut war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921489.JPG Zuerst habe ich den ganzen Bereich mit Nitro-Verdünnung gründlich gereinigt... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921558.JPG ...dann mit Dichtmasse verschlossen... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921627.JPG ...und mit schwarzer Lackfarbe... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921706.JPG ...nachgestrichen. Fertig! http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921771.JPG Hier entsteht eine Vorderachse. Verschiedene Innengewinde hatte ich mit Stopfen aus Papiertüchern verschlossen, damit kein Öl oder Wachs oder ähnliches hineingelangt, weil sich sonst das Festdrehverhalten der Schrauben gefährlich verändern kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548921953.JPG Die große Befestigungsschelle des Lenkgetriebes hatte ich neu verzinken lassen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922045.JPG Als nächstes ging es an den Einbau der Querlenker, was ja bei ausgebautem Aggregateträger und noch nicht montiertem Stabilisator wirklich phantastisch gut geht. Weil im Bereich der Querlenker zwei Schrauben zum Einsatz kommen, die sich in der Länge nur um vier Millimeter unterscheiden, habe ich es mir angewöhnt, sie sicherheitshalber nachzumessen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922169.JPG Die vorderen Schrauben der Querlenker hatte ich vor dem Eindrehen gegen Festgammeln eingefettet. Deshalb habe ich das Anzugsdrehmoment von 50 Nm auf 40 Nm reduziert (obere Skala des Drehmomentschlüssels): http://www.golf3.de/direktupload/201...1548937686.JPG Die Vorschrift besagt: Vor-Anziehen mit dem Drehmomentschlüssel plus Weiterdrehen mit starrem Schlüssel um 90°. Dazu bekamen die Schrauben vor dem Weiterdrehen einen senkrechten Filzstift-Strich auf dem Kopf: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922551.JPG Der Rest ist einfach: Weiterdrehen, bis der Strich waagerecht steht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548930551.JPG Das sieht, bis dahin fertig, doch schonmal richtig gut aus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922715.JPG Es folgte die Montage des Stabilisators. Den Einbau der beiden Befestigungsschellen, die neu verzinkt worden waren, fand ich wegen der neuen, strammen Gummilager nicht einfach, weil eine Menge Kraft dazu nötig war, sie nach dem Einhängen am oberen Befestigungspunkt so weit herunterzudrücken, dass von unten die Schraube eingedreht werden konnte. Wenn man versucht, die Schraube einzudrehen, bevor die Schellen weit genug unten sind, besteht die große Gefahr, dass die Schraube schief eingedreht wird, wodurch die Schelle ein Fall für den Müll würde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548922994.JPG Letztlich hat es auf beiden Seiten geklappt. Aber dazu waren mehrere Anläufe nötig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923071.JPG Die Koppelstangen des Stabilisators sind neu, es sind Teile von Lemförder. Ursprünglich waren sie nur verzinkt, sind von mir aber mit ausgebauten Gummibuchsen grundiert und schwarz lackiert worden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923236.JPG Nach Eindrücken der Gummibuchsen waren sie einbaufertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923311.JPG Der nächste Punkt hat mir große Sorgen bereitet: Das Aufdrücken der Koppelstangen auf die Stabilisatorenden. Das besonders wegen meines Lungenproblems, das mir alle Arbeiten, die viel Kraft erfordern, fast unmöglich macht. Eine erste Schätzung hat gezeigt, dass die Koppelstangen sehr stramm sitzen werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923504.JPG Zuerst habe ich es mit VW-Wachs als Hilfsmittel versucht, das die Montage von Gummiteilen sehr erleichtert. Damit habe ich die Koppelstangen aber nur wenig auf die Stabilisatorenden geschoben bekommen. Der zweite Veruch geschah mit MoS2-Fett, das aber nur ungern, weil ich nicht wusste, ob das Fett auf Dauer für das Gummimaterial der Lagerbuchsen verträglich sein würde. Das wurde schnell hinfällig, weil sich die Koppelstangen damit nicht viel weiter als mit dem Wachs aufstecken ließen. Danach habe ich alles Fett schnell wieder entfernt. Jetzt hatte ich nur noch eine einzige Idee: Gleitmittel, wie es für Kunststoff-Ablaufrohre der Hausinstalltion, sogenannten "HT-Rohre" verwendet wird: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923925.JPG Damit habe ich sowohl die Enden des Stabilisators... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548923988.JPG ...als auch die Gummibuchsen der Koppelstangen eingestrichen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924056.JPG Ernsthaft habe ich nicht damit gerechnet, dass es auf diese Weise funktionieren würde. Aber erfreulicherweise war das eine Fehleinschätzung, obwohol der Kraftaufwand trotzdem sehr hoch war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924164.JPG Wichtig war, dass die Koppelstangen gleich nach dem Aufstecken richtig ausgerichtet wurden. Denn wenn man damit länger wartet, lassen sie sich praktisch so gut wie nicht mehr bewegen. Vermutlich deshalb, weil sich das Gleitmittel langsam herausquetscht oder an Wirkung verliert: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924363.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924398.JPG Es sieht jetzt immer mehr aus wie eine Vorderachse: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924465.JPG Hier befindet sich die bis dahin fertige Vorderachse schon auf dem Weg zu ihrem künftigen Dauer-Aufenthaltsort. Ganz dahin konnte sie jetzt noch nicht, weil ich die beiden Servolenkleitungen unbedingt vorher anbauen wollte. Wenn der Aggregateträger erstmal komplett an seinem Platz wäre, wäre die Befestigung der Leitungen wegen der beengten Verhältnisse sehr risikoreich, und ich war mir nicht sicher, ob ich einen zweiten Flop dieser Art ohne schreckliche und zerstörerische Gewaltphantasien gegenüber diesem Auto würde verkraften können: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548924750.JPG Hier ist die Rücklaufleitung schon angeschlossen. Die unteren Bereiche beider Leitungen hatte ich sorgfältig vorbereitet, grundiert und schwarz lackiert. Im Anschluss der Druckleitung ist noch der eingeschraubte blaue Verschlussstopfen, der Bestandteil des Lenkgetriebe-Reparatursatzes ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925008.JPG Jetzt ist auch die zweite Leitung angeschlossen. Wenn wie hier genug Platz da ist, ist das ganz einfach und ohne Risiko für das Gewinde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925104.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925582.JPG Einbaufertige Vorderachse. Das Anheben unter dem Auto sollte genau so passieren, wie ich sie beim Ausbau abgelassen hatte: Mit vier Gewindestangen, vorn zwei Stück mit dem Gewinde M12X1,5 und hinten mit M10. Weil ich nicht sicher war, ob ich die Gewindestagen bei ganz unter das Fahrzeug geschobener Vorderachse noch würde ansetzen können, habe ich das schon vorher gemacht und sie mit passenden Scheiben und Muttern fixiert. Deshalb sind sie auf dem nächsten Foto schon zu sehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925362.JPG Die Klebesteifen mit dem schwarzen Filzstiftstrich am unteren Ende der Gewindestangen sollen es leicht machen zu erkennen, ob die Stangen sich später beim Anheben des Aggregateträgers unerwünschterweise mitdrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925527.JPG Ganz einfach ging es aber trotzdem nicht weiter, weil die Vorderachse mit montierten Servolenkleitungen etwas zu hoch war, um sie weiter unter das Autos schieben zu konnen. Deshalb musste ich vorher das linke Radlagergehäuse mitsamt Antriebswelle ausbauen, das eh nur noch an den zwei Schrauben am Federbein hing: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925823.JPG Jetzt war genug Platz, um die Vorderachse auf dem Brett unter das Auto zu schieben: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548925954.JPG Hier liegt sie schon fast richtig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926030.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926073.JPG Bevor ich die Gewindestangen in die Innengewinde am Fahrzeugboden geschraubt habe, habe ich mir den Zustand dieser Innengewinde genau angesehen: Sie sehen alle aus wie neu. Hier das der vorderen Konsole links: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926209.JPG Der hintere Befestigungspunkt des linken Querlenkers: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926278.JPG Und einer der ganz hinteren des Aggregateträgers mit dem M10 Gewinde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926345.JPG Nach genauem Ausrichten des Aggregateträgers unter dem Fahrzeug habe ich die oberen Enden aller vier Gewindestangen in die Innengewinde gedreht. Hier die vordere linke... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926484.JPG ...und die hintere linke: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926573.JPG Er schwebte, und das Brett konnte raus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926659.JPG Ganz wichtig: Vor dem weiteren Anheben des Aggregateträgers musste das rechte beifahrerseitige Aggregatelager an seinen Platz, das ich vorher gereinigr und mit Wachs eingesprüht hatte. Denn später würde das nicht mehr gehen. Vorher konnte dieses Lager nicht angebaut werden, weil sich die Vorderachse sonst wegen der Höhe nicht hätte unter das Fahrezug schieben lassen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548926841.JPG Der Rest war einfach: Mit einem Scherenwagenheber mit Holzzwischenlage habe ich den Aggregateträger wechselweise links und rchts um jeweils ca. fünf Zentimeter angehoben und dann die Muttern auf den Gewindestangen so weit nachgedreht, dass der Träger nicht mehr zurück nach unten konnte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927080.JPG Hier auf der rechten Seite kommt zusammen, was zusammen gehört. Die runden Öffnungen in den Radlagergehäusen für die Achsgelenke hatte ich vorher schon so weit entrostet, dass sich die Gelenke leicht einschieben ließen. Gegen späteren Gammel gab es einen Zuschlag Fett: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927216.JPG Auf der rechten Seite konnte ich diese Stelle nach weiterem Anheben des Aggregateträgers gleich fertig machen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927315.JPG Anzugsdrehmoment 50 Nm: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927357.JPG Vor dem Anheben des Aggregateträgers in die endgültige Höhe habe ich an genau der Stelle eine Unterbrechung eingelegt... http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927583.JPG ..an der die Schaltumlenkung, die noch fehlte, gerade angebaut werden konnte. Denn dadurch, dass der Träger noch nicht ganz oben war, ließen sich die beiden hinteren Schrauben der Schaltumlenkung viel besser erreichen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927717.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927672.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927793.JPG Als das alles erledigt war, konnte der kometenhafte Aufstieg des Aggregateträgers weitergehen. Hier fehlen noch etwa sechs Millimeter: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927898.JPG Endstation! http://www.golf3.de/direktupload/201...1548927940.JPG Vorher hatte ich noch etwas gemacht, was mir ganz wichtig war: Der vordere Teil der Auspuffanlage hing mehr oder weinger frei im Motorraum. Beim Anheben des Aggregateträgers hätte er irgendwann auf dem Hitzeschutzblech auf dem Lenkgetriebe aufgelegen. Weil dieses Blech neu ist und aus weichem Alublech besteht, wäre es gleich eingebeult worden. Deshalb hatte ich die Auspuffanlage im vorderen Bereich so aufgebockt, dass dieses Aufliegen gerade nicht passieren würde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929014.JPG Um es bei einem eventuellen Ablassen des Autos auf keinen Fall zu vergessen, diese Aufbockung vorher zu entfernen, hatte ich extra einen auffälligen Erinnerungszettel an die vordere Haube geklebt. Denn sonst wäre die Auspuffanlage unweigerlich gegen den Wagenboden gedrückt und dadurch sehr wahrscheinlich beides beschädigt worden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929372.JPG Die Befestigungsschrauben einer Seite für den Aggregateträger: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929470.JPG Als sie handfest eingedreht waren, hatten die Gewindestangen Feierabend: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929542.JPG Zwei der drei Aggregateträgerschrauben pro Seite müssen per Drehmomentschlüssel vor-angezogen und dann um 90 Grad weitergedreht werden. Dazu bekamen die Schraubenköpfe schwarze Filzstiftstriche. Um dieses Weiterdrehen zu erleichtern, habe ich einen Spiegel zu Hilfe genommen, auf den ich vorher zur Orientierung zwei Klebestreifen im 90 Grad-Winkel angebracht hatte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929765.JPG Damit war der Einbau des unteren Teils der Vorderachse fertig. Es sieht alles sehr gut und passend aus. Auf der Fahrerseite fehlt nach wie vor das Radlagergehäuse mit der Antriebswelle: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929877.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1548929941.JPG Auf dem letzten Foto kann man sehen, wie knapp der Auspuff durch die Aufbockung über dem Hitzeschutzblech des Lenkgetriebes schwebt. Das ist genau so gewollt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1548930104.JPG Die nächste Arbeit am Cabrio: Das Getriebe einbauen und das Motor-Getriebe-Aggregat komplett befestigen. Grüße Teletubby |
Ich finde es einfach super, wie ordentlich du das Ganze durch ziehst! Danke für die super Doku! :) |
Super gearbeitet, ordentlich, gewissenhaft und genau. Macht echt Spaß hier mitzulesen |
Ich ziehe wirklich meinen Hut. Ohne fremde Hilfe, trotz deiner starken Einschränkung, solche schweren Arbeiten durch kluge Ideen soweit vereinfachen, dass sie sich einfach durchführen lassen. Ich freue mich sehr auf deine weiteren Berichte. |
ich weiß das ich mich gerade wiederhole, aber dieser akribische 200% Perfektionismus fasziniert mich immer wieder, Deine Berichte zu lesen erfreut einem immer wieder aufs neue, Du schaffst es immer wieder diese so spannend wie Lehrreich zu schreiben das man die Fortsetzung kaum abwarten kann. Vielen Dank dafür, auf die nächsten Folgen warten hier gespannt so einige User ;) |
Ich kann mich den anderen nur anschließen. Wiedermal ein toller Bericht und alles zu 100% ausgeführt. Wie lang hat die gezeigte Arbeit bei dir gedauert? Weiter so und gutes Gelingen. |
:meister:Ich muss Dir jetzt mal Respekt zollen :meister: Deine akkurate Arbeit und dann noch diese super Dokumentation dazu einfach Klasse Ehrfürchtige Grüsse Martin |
Den Zettel find ich super. So simpel, um sich selber vor ungewollten "Dummheiten" zu schützen :) |
Lieber Manfred, meine Achtung vor dir steigt von Bericht zu Bericht. Das was du da machst, soviel Mühe gibt sich kaum jemand mit den Autos. Ist eigentlich die Schwungscheibe an Motor neu? EDIT: @yawns: Das ist nur ein Hinweis wie praktisch Manfred veranlagt ist. Er weiß genau, dass man manches einfach vergisst im Laufe der Zeit und bringt deswegen Erinnerungsstützen an. |
Einfach KLASSE! Ich nennen das hier nicht mehr als Berichte, sondern als Manfreds "Do it yourself" Lexikon! |
Hallo! Zitat:
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Ich muss mal sehen, ob ich das so gesundheitlich noch auf die Reihe bekomme. Falls nicht, werde ich weniger selbst machen und mehr machen lassen müssen. Zitat:
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Nachdem ich gelesen hatte, was Ihr so dazu geschrieben habt, ging mir durch den Kopf, dass es vier Voraussetzungen sind, die es mir überhaupt möglich machen, so in diesem Stil zu arbeiten. Wenn nur eine von ihnen wegfiele, sähe das schon ganz anders aus. Im einzelnen sind das: 1. Ich muss nicht mehr an jedem Werktag für 8 Stunden plus Fahrzeiten an einer Arbeitsstelle, einer Schule oder sonstwo erscheinen und habe deshalb die nötige Zeit und Ruhe. 2. Ich brauche das in Arbeit befindliche Auto nicht zum Fahren, weil meine Mobilität auf andere Weise sichergestellt ist. 3. Ich habe die Doppelgarage nah an meinem Reihenhaus und muss nur ca. 15 Meter durch den Garten dahin gehen. Da lohnt es sich auch, mal etwas zu machen, wenn nur eine Stunde Zeit ist. Wenn ich da jedesmal ans andere Ende der Stadt zu einer Halle oder einer Scheune fahren müsste, sähe das schon ganz anders aus. Außerdem ist alles in der Nähe, was man sonst so für ein angenehmes Lebn braucht: Alles Werkzeug, mein Lieblings-Festnetz-Telefon, ein Klo, warmes Wasser zum Hände waschen, ein Wohnimmer für Pausen, jederzeit die Möglichkeit aufzuhören usw.. 4. Ich mache die Arbeiten gerne. Das Cabrio ist jetzt schon über zwei Jahre in Arbeit. Darüber veresse ich es fast total, dass es um ein Auto geht, das mal für ein genussvolles Fahren da sein soll, obwohl das ja genau der Anfang und das Hauptmotiv war. Im Laufe der langen Zeit denke ich stattdessen so gut wie immer nur an die nächsten Arbeitschritte. Wenn ich, nur mal angenommen, morgen meinen Führerschein durch eine große Dummheit im Straßenverkehr verlieren würde und wenn es klar wäre, dass ich im ganzen Leben nie mehr würde fahren dürfen, dann würde ich die Arbeiten an diesem Cabrio genau so weitermachen wie jetzt. Zitat:
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Plünderer und Leichenschänder Auf diesem Planeten gibt es Menschen, denen ist nichts heilig; sie haben Respekt und Achtung vor nichts und niemanden. Auch nicht vor Alter, Lebensleistung usw. Sie stürzen sich hemmungs- und skrupellos auf alles, was sie gebrauchen können. Wehe dem, dem solch ein Exemplar der Gattung Mensch begegnet! Gestern war eins bei mir. Nein, ganz so war es natürlich nicht. Es war besprochen und vereinbart, dass Forumsmitglied winner mit Vornamen Ante, den ich aus der Vergangenheit schon von einer anderen Gelegenheit persönlich kannte, gestern aus der Nähe von Wiesbaden zu mir kommen würde, um aus meinem alten Golf 3, der immer noch hier steht, ein paar Teile für seinen auszubauen. Hauptsächlich Innenraumteile wie bestens erhaltene Verkleidungen, die grauen Schaumstoffdämpfungen hinter den Türverkleidungen und ähnliches. Geplant war das schon für Samstag, aber wegen Ekelwetter haten wir es um einen Tag verschoben. Dabei habe ich zwei Fotos gemacht, auf denen er gerade an der Arbeit ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549279882.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1549279912.JPG Grüße Teletubby |
Am Interieur würde man nie behaupten können, dass der AEX 248.000km gelaufen ist. Die Sitze sind in einen Bestzustand für dessen Laufleistung und haben keine Löcher. Einzigst merkt man bei den Hebeln für den Wischer und die Blinker zusammen mit der Regelung der Heizung, dass das Auto gefahren wurde. Ausgebaut habe ich viele Teile. Die Säulenverkleidungen (C-Säule beidseitig, und beidseitige obere B-Säulenverkleidungen) weisen garkeine Kratzer auf, und sehen ebenso phantastisch "neuwertig" aus. Das gleiche gilt für den Bodenbelag des Kofferraums. Der Bodenbelag sieht fast werksfrisch aus. Querträgerabdeckung, Schaumstoffdämpfungen unter den Türverkleidungen, usw. Insgesamt hat es mich gefreut, dass ich für meinen Golf jetzt neuwertige Teile bekommen habe und freue mich, diese schnellstmöglich einzubauen. Mit den Einbau dieser Teile wird mein Innenraum neuwertig aussehen. An dieser Stelle möchte ich mich bei Manfred für alles nochmal bedanken!!!!!! Sein Cabrio hat mich entzückt. Sieht einfach toll aus. Und die Arbeit die er leistet, ist super. |
Manfred ist ja auch eher ein Leichtgewicht. Das sieht bei Sitzen, die mich aushalten müssen schon anders aus. Und natürlich merkt man einem Auto an, dass es sachgerecht und pfleglich behandelt wurde. |
Auch ich kann mich hier nur anschließen: Macht wirklich Spass diese Berichte zur Repartur zu lesen. Auch der Detailgrad der durchgeführten Arbeiten fasziniert! |
Einbau des Getriebes Vorher aber erst noch ein Nachsatz zum Aggregateträgereinbau: Die vielen Monate über, die der Aggregateträger ausgebaut war, hatte der Motor im Motorraum keinen Kontakt mit dem Rest des Fahrzeugs. Er hing wie im folgenden Bild zu sehen im hinteren Bereich an dem über den Motorraum gelegten Holzbalken und im vorderen in der Gegend des Ölfilters auf einem Spindelwagenheber, der ihn unter einer M10 Schraube abstützte, die ich in ein Innengewinde des Zylinderblocks gedreht hatte. Zeitweise hatte ich zur Entlastung des Balkens noch zwei weitere Wagenheber unter den Motor gestellt. Um den Aggregateträger aber unter dem Auto herausziehen und ihn später wieder darunter schieben zu können, mussten alle Wagenheber außer dem vorderen weg. Natürlich hatte dabei Sorgen, so über den vorderen Wagenheber, der den Motor nicht sehr stabil abstützte, zu stolpern, dass mir der Motor auf den Boden knallen würde. Erfreulicherweise ist das aber nicht passiert: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549528679.JPG Das Getriebe hatte ich ausgebaut, weil ich die zur Klimaanlagennachrüstung demontierte Fahrzeugfront dazu nutzen wollte, in einem Aufwasch ein paar Dinge zu erneuern: Kupplungsdruckplatte und -scheibe, die Ausrückplatte innerhalb der Kupplung, den kupplungsseitigen Wellendichtirng der Kurbelwelle und am Getriebe alle sechs Wellendichtringe, den rissanfälligen Kupplungshebel innernhalb des Getriebes und deshalb auch den grünen Verschlussdeckel sowie den Schalter für die Rückfahrleuchten. Außerdem habe ich ein paar Getriebe-Kleinteile neu verzinken lassen und ebenso den äußeren Kupplungshebel. Weiterhin hatte ich das gesamte Getriebe gründlich gereinigt und sogar schon Öl eingefüllt. Über alles das habe ich hier ausführlich berichtet. Den Einbau des Getriebes wollte ich ausnahmsweise mal nicht allein machen, sondern es mir durch Hilfe erleichtern. Dazu habe ich mich an einem frühen Samstagnachmittag mit meinem alten Freund Joachim, genanntn Jo-Jo, verabredet. Am Vorabend wollte ich schon alles so weit wie möglich vorbereiten. Schritt 1: Das Getriebe in den Motorraum legen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549529245.JPG Weil das gesamte Getriebe aufgebockt zum Anbau an den Motor bewegt werden muss, wäre es nicht sehr sinnvoll gewesen, es einfach an drei Stellen auf dem Garagenboden aufzubocken, weil es kaum möglich ist, drei Aufbockungen gleichzeitig gefahrlos über den Boden zu rutschen. Deshalb habe ich es wie beim Ausbau begonnen: Erst eine alte Felge auf den Boden, darauf das Getriebe und es dann über drei Aufbockungen zwischen Felge und Getriebe in die Höhe wachsen zu lassen, um es dann zusammen mit der Felge zu bewegen. Die alte Decke auf der Felge soll vermeidbare Kratzspuren verhindern: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549529647.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549529709.JPG So nah heran an den Motor, dass es so gerade noch an ihm vorbei nach oben kann... http://www.golf3.de/direktupload/201...1549529748.JPG ...um es dann nacheinander durch immer mehr Zwischenlagen aus Holz nach oben zu befördern: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549529956.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530000.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530065.JPG Das funktionierte bis dahin überraschend gut. Ich hatte es mir schwieriger vorgestellt. Deshalb habe ich mit den Vorbereitungen einfach mal weitergemacht. Immer höher... http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530184.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530239.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530276.JPG Das Problem dabei: Je höher das Getriebe kam, desto wackeliger wurde die ganze Sache. Ich hatte aber auch nicht die Geduld, bis zum nächsten Tag auf die Hilfe zu warten: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530376.JPG Am linken Längsträger im Motorraum ging das Getriebe, das ich wie auch den Motor auf der Fahrerseite nach vorn gedreht hatte, so gerade vorbei: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530501.JPG Die schwierige Stelle, an der der rechte Antriebswellenflansch am Schwungrad des Motors vorbei muss. Das geht nur ganz knapp: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530605.JPG Außerdem muss der Bereich des Ausgleichgetriebes am Aggregateträger vorbei. Das war auch sehr knapp: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530724.JPG In dieser Position von vorn gesehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530810.JPG Der Antriebswellenflansch auf dem Weg vorbei am Schwungrad des Motors: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549530890.JPG Ungefähr um diese Zeit fing das Getriebe zusammen mit den Aufbockungen bedrohlich an zu schwanken und ist schließlich abgestürzt. Dabei habe ich Glück gehabt, dass es vom Motor weg gekippt und auf Holzklötzen und der Decke gelandet ist. Außer einer minimallen Beschädigung am grünen Deckel ist dabei nichts passiert. Als Ursache für diesen Absturz habe ich die Decke auf der Felge identifiziert, die es unmöglich machte, sehen zu können, ob die Holzklötze noch ausreichend stabil auf der Felge auflagen. Deshalb habe ich einen zweiten Versuch ohne Decke begonnen. Das nächste Foto zeigt ihn schon im fortgeschrittenen Stadium: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531245.JPG Der rechte Antriebswellenflansch war gerade am Schwungrad vorbei: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531336.JPG Spannend würde noch, wie sich die Getriebewelle in die Kupplungsscheibe würde einschieben lassen. Denn ich hatte die Kupplungsscheibe beim Einbau nicht mit einem Spezialwerkzeug zentriert, sondern durch Messungen mit einer Schieblehre. Hier ist das Getriebe auf seinem weiteren Weg in Richtung Motor: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531514.JPG Durch die Anlasseröffnung konnte man die Kupplung näherkommen sehen. Ihre Position zur Getriebewelle sah bisher sehr gut aus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531608.JPG An Holzklötzen und Keilen hatte ich alles aufgefahren, was verfügbar ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531710.JPG Das Getriebe und der Motor kamen sich näher, indem ich das Getriebe samt Aufbockung zusammen mit der Felge verschoben habe. Nach meiner Schätzung steckte die Getriebewelle in diesem Moment schon in der Kupplungsscheibe. Wenn das wirklich so war, dann wäre das ganz problemlos gegangen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549531817.JPG Die erste Schraube, die das Getriebe mit dem Motor verbindet, ist handfest eingedreht. Ich hatte sie wie auch viele andere neu verzinken lassen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549532053.JPG Die letzten Millimeter. Auch die zweite obere Schraube ist teilweise eingedreht. Weil ich den Anlasser jetzt noch nicht einbauen wollte, kam an seinem unteren Befestigungsloch am Getriebe eine provisorische lange Schraube mit Mutter zum Einsatz: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549532218.JPG So, das schwierigste war getan, alle vier Verbindungsschrauben zwischen Getriebe und Motor sind leicht angezogen und wurden später festgedreht. Die Abstützungen am fahrerseitigen Ende des Getriebes und die Felge konnten schon weg. Teilweise wurde das Gewicht des Getriebes jetzt vom Motor getragen, der Rest an zwei aufgebockten Stellen auf einem Brett: Die eine ist die auf dem nächsten Foto sichtbare, die zweite ist weiter hinten unter dem Ausgleichgetriebe. Das Brett deshalb, weil das Motor-Getriebe-Aggregat jetzt noch mit beiden Aufbockungen auf der Fahrerseite nach hinten geschoben werden musste. Das sollte zusammen mit dem Brett passieren: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549532581.JPG Zeitlich war es immer noch am Freitagabend, an dem ich eigentlich nur die Vorbereitungen machen wollte. Aber es war spät geworden. Es war einfach total spannend auszuprobieren, wie weit ich ohne Hilfe kommen würde. Aber jetzt war es genug für diesen Tag. Am nächsten Morgen habe ich Freund Jo-Jo angerufen und ihm gesagt, dass er gerne vorbeikommen kann, dass das aber für Hilfe nicht nötig wärem, weil das Schwierige schon erledigt war. Das passte ihm ganz gut, weil er sich inzwischen einen Infekt eingefangen hatte und sich zu Hause mit Fieber herumquälte. Bevor ich das Motor-Getriebe-Aggregat auf der Fahrerseite weiter nach hinten geschoben habe, habe ich erst noch die rechte Antriebswelle am Getriebe befestigt, weil hier jetzt noch mehr Platz war. In den Gelenkflansch kam als Ersatz für das verloren gegangene Fett etwas Nachschub in Form von VW Fett G 052 133 A3 = Spezialfett für Gelenke von Antriebswellen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533115.JPG Anziehen der Schrauben des Gelenkes von oben mit dem Drehmomentschlüssel. Das ist etwas umständlich, weil immer nur eine Schraube erreichbar ist, ohne die ganze Welle weiterzudrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533244.JPG Arretierung der rechten Antriebswelle per Montiereisen und Wagenheber: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533308.JPG Das Anziehen der sechs Schrauben des Gelenkes habe ich in drei Durchgängen gemacht: Vor-Anziehen ohne Drehmomentschlüssel, Festziehen mit Drehmomentschlüssel und Nachkotrolle mit Drehmomentschlüssel. Weil es dabei nicht ganz einfach ist, die Übersicht die schon fertiggestellten Schrauben zu behalten, bekam jede nach jedem Durchgang eine schwarzen Filzstiftstrich: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533486.JPG Das auf der Fahrerseite noch nicht ganz nach hinten geschobene Getriebe war eine gute Gelegenheit, jetzt auch die linke Antriebswelle mit Radlagergehäuse, wie ich sie vor Einbau des Aggregateträgers ausgebaut hatte, einzubauen. http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533696.JPG Weil die ganze Einheit aus Radlagergehäuse und Antriebswelle nicht eben leicht war und weil dort kaum Platz für zwei Personen war, musste ich mir anders behelfen. Zuerst habe ich von einer M8 Gewindestange ein genau abgemessenes Stück abgeschnitten. Das rote Ende stammt von etwas früherem und ist hierfür ohne Bedeutung: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549533947.JPG Dieses Stück der Gewindestange habe ich in das obere Innengewinde des Gelenkflansches gedreht, um hier später die Antriebswelle leicht aufstecken zu können: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534035.JPG Auch hier kam neues Fett in den Gelenkflansch. Im Fahrbetrieb würde es durch die Fliehkraft nach außen und so in das Gelenk gedrückt werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534102.JPG Die Antriebswelle habe ich zusammen mit dem linken Radlagergehäuse mit Holzzwischenlagen auf einen passenden, stabilen Karton gelegt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534186.JPG Und dann das Ganze an den Golf geschoben... http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534425.JPG ...und auf dem letzten Stück mit der rechten Hand weitergeschoben und gleichzeitig mit der linken das Innengelenk auf den voher in den Gelenkflansch gedrehten M8 Gewindebolzen gesteckt. So konnte ich an dieser Stelle eine Hand einsparen, die sonst nötig gewesen wäre, um eine Schraube einzudrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534520.JPG Die Befestigungsteile für das Gelenk am Gelenkflansch: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534627.JPG Der Rest an dieser Stelle war einfach: Fünf Schrauben mit Unterlegplatten in die freien Löcher drehen, dann den Gewindebolzen herausdrehen und die letzte Schraube einsetzen. Festziehen in der Art wie vorher schon auf der rechten Seite, nachdem ich das Radlagergehäuse dazu provisorisch am Federbein befestigt hatte. Provisorisch, weil die Federbeine zur Erneuerung der Stoßdämpfer noch ausgebaut werden müssen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534868.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538671.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538616.JPG Vorbereiten des Bolzen des Achsgelenks vor dem Aufsetzen ds Radlagergehäuses: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549534943.JPG Fertig nach Einsetzen der Klemmschraube und Festziehen der selbstsichernden Bundmutter mit 50 Nm: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549535025.JPG Nächster Schritt des Getriebeeinbaus: Befestigen der fahrerseitigen Getriebstütze. Ich hatte sie schon lange Zeit vorher einbaufertig gemacht mit Reinigen, neuen Lagerbuchsen für den Schaltumlenkhebel und einer neuen Passschraube mit Mutter: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549535266.JPG Die drei Befestigungsschrauben ließen sich sogar mit dem Drehmomentschlüssel erreichen. Das aber auch nur deshalb, weil das Motor-Getriebe-Aggregat auf der Fahrerseite zu diesem Zeitpunkt noch nicht nach hinten geschoben war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549535669.JPG Anhand des großen Langloches in der Getriebestütze und dem hinteren fahrerseitigen Aggregatelager kann man sehen, wie weit das Getriebe hier noch nach hinten musste: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549535728.JPG Dieses Nach-Hinten-Schieben hatte ich mir einfacher vorgestellt. Letztendlich ging es nur über kräftige Hammerschläge gegen den vorderen Rand des Brettes, wodurch sich alles millimeterweise in Bewegung setzte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549535834.JPG Als das soweit erledigt war, wurde es Zeit, den Analsser einzubauen. Dieses Golf 3 Cabrio hatte etwas ein Jahr, bevor ich es gekauft habe, einen neuen Anlasser bekommen, irgend ein Fremdfabrikat. Das ist ja prizipiell auch o.k., aber eins daran hat mich sehr gestört: Das Anlassgeräusch, das total Golf 3-untypisch war. Deshalb hatte ich schon frühzeitig nach einem Originalteil von Bosch Ausschau gehalten und wurde irgendwann bei Ebay Kleinanzeigen fündig, wo für sehr günstige 50 Euro genau das angeboten wurde, was ich gesucht habe: Ein originaler neuer und unbenutzer Bosch-Anlasser mit der VW Teilenummer 020 911 023 M. Nach dem Einbau des Anlassers und der vorderen Aggregatekonsole war diese Stelle jetzt auch fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549536187.JPG Weil jetzt von vorn noch so schön viel Platz war, war jetzt auch das schon in der Vergangenheit einbaufertig vorbereitete Getriebe-Abdeckblech im Bereich der Kupplung fällig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549540396.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537409.JPG Den vorderen Aggregateträger habe ich gereinigt und allflächig mit Wachs eingesprüht... http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537491.JPG ...und ihn dann genau so angehoben wie den Vorderachsträger: Mit zwei M10 Gewindestangen und passenden Scheiben und Muttern: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537606.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537678.JPG Oben angekommen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537726.JPG Die vier neu verzinkten Schrauben des vorderen Aggregateträgers: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537791.JPG Im Bereich des vorderen Aggregatelagers sieht es noch nicht wirklich gut aus: Das Motor-Getriebe-Aggregat muss mehr zur Fahrerseite und der vordere Träger mehr zur gegenüberliegenden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549537882.JPG Aber insgesamt sah es doch schonmal gut aus. Der Holzbalken quer über dem Motorraum konnte weg. Und keine Gefahr mehr, dass der Motor oder das Getriebe oder beides abstürzten: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538132.JPG Beifahrerseitig, wo das Loch kein Langloch ist, ließ sich die Aggregatelagerschraube nach Zurechtrücken des Motor-Getriebe-Aggregates problemlos und gewaltfrei eindrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538224.JPG Dasselbe durch das Langloch der Fahrerseite, wo die Toleranzen ausgeglichen werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538356.JPG Auch vorn ließ sich die Schraube jetzt gewaltfrei eindrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538424.JPG Nach Festziehen dieser drei Schrauben war diese Prozedur erstmal fertig. Jetzt konnte schon das zusätzliche fahrerseitige Gummilager, das es nur bei Cabrios gibt, eingebaut werden. Das Lager ist neu, die Befestigungsteile sind neu verzinkt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549538924.JPG Fertig: Auf diesem Foto kann man auch den Bogen sehen, den die Druckleitung der Servolenkung bei Cabrios um dieses Lager herum macht. Das wiederum ist der Grund dafür, dass die Batterieplatte um ca. 25 Millimeter höher eingebaut ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549539091.JPG Beifahrerseitig habe ich das zusätzliche Lager nur mal provisorisch eingebaut, um zu sehen, wie es passte: Es passte tadellos. Danach kam es wieder heraus, weil sich sonst der Zahnriemen später nicht würde auflegen lassen. Außerdem lässt sich die Mutter der Spannrolle des Zahnriemens mit diesem Lager, wenn es montiert ist, nicht mehr per Drehmomentschlüssel erreichen. Das macht leider alle Arbeiten am Zahnriemen umständlich: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549539459.JPG Auch dieses für meinen Geschmack total blöde Teil, das mir monatelang nur im Weg herumgelegen und Staub angezogen hat, konnte jetzt nach Reinigung endlich verbaut werden: Das Hitzeschutzteil, das Auspuffhitze vom inneren Gelenk der rechten Antriebswelle fernhalten soll: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549539602.JPG Das beifahrerseitige hintere Aggregatelager hat ein Hitzeschutzblech, das leider zwei Risse hatte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549539792.jpg Bei VW Classic Parts ist es noch erhältlich. Deshalb habe ich es erneuert, mit Wachs eingesprüht und eingebaut. Die Befestigungsmutter und der dort auch verbaute Metallhalter für die Lambdasonden-Steckverbindung sind neu verzinkt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1549539916.JPG So habe ich das Getriebe also alleine eingebaut, was so ursprünglich gar nicht geplant war. Das hat insgesamt gut funktioniert und war bis auf den einen geschildertenen Absturz auch unproblematisch. Aber eins habe ich daraus auch gelernt: Ich würde niemals anfangen, an einem komplett montierten Golf 3 ein Getriebe aus- oder einzubauen, weil mir das mehrere Nummern zu groß ist. Grüße Teletubby |
Hast du wegen deines Polo schon was gehört? Rückruf von 65.000 Polo allein in Deutschland, wegen Problemen mit der Handbremse. Baujahre 2018/2019. |
Schön, dass ich nicht der Einzige bin, der manche Autos an ihrem Anlassgeräusch erkennt. :D Wobei das besser bei älteren Fahrzeugen funktioniert. Manfred, eine Frage sei mir erlaubt, als ich vom Bericht des Absturzes gelesen habe. Wie wäre es mit der Anschaffung eines Motorkrans? Somit könntest du das Getriebe meiner Meinung nach viel besser anheben und entsprechend in Position drücken. |
Hallo! Zitat:
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Einbau weiterer Teile im Motorraum Eigentlich sollte es jetzt, da der Motor und das Getriebe an allen Punkten befestigt waren, mit dem Einbau des Zylinderkopfes weitergehen. Er lag hier schon seit Monaten einbaufertig. Gemacht hatte ich es deshalb noch nicht, weil ich mir den Motor für den Einbau des Getriebes nicht unnötig schwer und sperrig machen wollte. Jetzt war der Zeitpunkt eigentlich gekommen. Aber über das Wie war ich mir noch nicht in allen Punkten klar, weshalb der Zylinderkopf erstmal noch warten musste. Stattdessen waren jetz erstmal andere Teile im Motorraum dran. Als erstes der Behälter der Servolenkung. Weil er mit der Rücklaufleitung vom Lenkgetriebe mit einer ganz bestimmten Schelle verbunden war, für die ich nirgendwo gleichen Ersatz gefunden habe, habe ich den Schlauch aus Originalitätsgründen nie gelöst. Das heißt, der Behälter baumelte mir ständig an der Rücklaufleitung herum: Beim Ausbau, bei der Aufarbeitung des metallenen Endes der Rücklaufleitung, bei der Zwischenlagerung, beim Einbau, kurz: Immer. Damit sollte jetzt endlich Schluss sein. Um ihn endgültig zu verbauen, musste erstmal die Sockelplatte der Batterie eingebaut werden, an der der Behälter befestigt wird. Hier ist die Batterie-Sockelplatte, wie ich sie ausgebaut hatte. Die Befestigungsteile links auf dem Foto hatte ich schon Monate vorher neu verzinken lassen. Die schwarze Kunststoffklammer unten links ist für das Batterie-Minuskabel: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550130823.JPG Die Kunststoffführung unter der Batterieplatte, die es nur beim Cabrio gibt, für elektrische Leitungen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550130929.JPG Verbaut. Sie wird einfach auf die Distanzbolzen gesteckt, durch die die Batterie etwas höher eingebaut ist als im normalen Golf 3. Jetzt kam auch endlich der Moment der Wahrheit, bei dem sich herausstellen würde, wie genau die Kabellängen des Motorraum-Kabelstrangs, den ich ja zur Nachrüstung der Leitungen der Klimaanlage und der MFA weit auseinander hatte, hinkommen würden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550131140.JPG Klappe zu, Leitungen weg. Die Leitungslängen kamen, soweit bisher beurteilbar, sehr gut hin. Dafür hatte ich bei der Bearbeitung des Motorraum-Kabelstrangs auch seitenlange Skizzen gemacht. Links am unteren Bildrand kann man so gerade noch Teile des immer noch nicht befestigten Servolenkbehälters erkennen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550131368.JPG Die Batterie-Sockelplatte habe ich sauber gemacht, von beiden Seiten mit Wachs eingesprüht und eingebaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550131572.JPG Danach konnte ich endlich, endlich auch den Servolenkbehälter endgültig befestigen. Weiter ging es mit den Übertragungsteilen der Schaltung. Die beiden Metallstangen sind mit Wachs eingesprüht, die weiße Kunststoff-Verbindungsstange und die beiden Splinte sind neu: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550131877.JPG Alles verbaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550131936.JPG Danach bot es sich an, diesen Bereich gleich durch Einstellen der Schaltung abzuschließen. Eine Einstelllehre für den Schalthebel habe ich mir vor vielen Jahren mal aus Holz gemacht, was von den Maßen her auch ausgesprochen gut geworden ist. Habe aber Null Ahnung, wo ich dieses Teil jetzt suchen soll. Weil es sie neu sehr preisgünstig gbt, habe ich einfach eine neue aus Metall bestellt. Die offizielle Bezeichnung dieses Werkzeugs ist VW3104: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550132203.JPG Wenn man sie richtig am Schalthebel im Innenraum auflegt, ist er in der korrekten Postion zum Einstellen der Schaltung: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550132334.JPG Jetzt muss man nur noch im Motorraum den Schalthebel des Getriebes in Leerlaufstellung bringen und hat dadurch genau die Position, in der die Klemmschraube der Schelle der Schaltumlenkung festgedreht werden muss. Zuerst habe ich das vorsichtig mit einem Ringschlüssel gemacht. Vorsichtig, damit sich dabei nichts verstellte. Als die Schraube so weit festgedreht war, dass sich nichts mehr verändern konnte, habe ich einen Gang eingelegt, wodurch die Mutter der Klemmschraube in eine Position kam, in der ich sie mit dem Drehmomentschlüssel erreichen und mit 20 Nm festdrehen konnte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550132636.JPG Als nächste konnte auch schon die Batterie rein. Es ist nicht die originale vom Cabrio, sondern die, die ich aus meinem alten, silbernen AEX Golf 3 geplündert habe, weil klar war, dass der auf den Schrott kommen würde. Diese Batterie ist zwar auch schon sechs Jahre alt. Aber es ist eine VW-Batterie, die gewöhnlich sehr lange halten: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550133121.JPG Weil VW irgendwann die Dicke des Batteriesockels auf ein kleineres Maß standardisiert hat, müssen bei Fahrzeugen, die einen dickeren Sockel erfordern, Abstandsleisten, hier blau im Bild, verbaut werden. Es gibt sie bei VW unter der Teilenummer 000 915 413 als "Adapterleiste" für EUR 0,76 UVP pro Stück: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550133358.JPG Hier am Batterie-Pluspol gibt es jetzt wegen der nachgerüsteten Leitungen für die Klimaanlage ein rotes Kabel mehr als vorher, das auf direktem Wege zum Lüfter-Steuergerät geht. Wichtig bei den Batteriepolklemmen ist, dass sie weit genug auf den konischen = nach oben hin dünner werdenden Pol gesteckt werden, bevor die Klemmmuttern festgedreht werden. Wenn die Polklemme nicht weit genug aufgesteckt ist, verformt sich die Klemme bei Festdrehen der Mutter so, dass die Klemme beim nächsten Mal weniger tief aufgesteckt werden kann. Wenn sich das im Laufe der Jahre mehrmals wiederholt, kann es sein, dass die Klemme nach und nach immer höher kommt. Irgendwann reicht dann der Klemmbereich der Verschraubung nicht mehr aus, wodurch ausreichende Kontaktsicherheit auch bei festgedrehter Mutter nicht mehr besteht. Das war bei diesem Cabrio auch so. Um das zu korrigieren, habe ich die Klemmverschraubung ganz ausgebaut und die Klemme mit einem Schraubendreher vorsichtig so geweitet, dass sie sich wieder weit genug aufstecken ließ. Wie man im Foto sehen kann, steht der Batteriepol oben etwa zwei Millimeter aus der Polklemme heraus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550133918.JPG Weil die dicken, schwarzen Kabel für Plus und Minus jetzt eingebaut waren, konnte ich jetzt auch im Bereich des Anlassers alles fertigstellen. Bei noch abgebauter Fahrzeugfront wie hier ist das alles phantastisch gut zu erreichen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550134770.JPG Jetz hätte ich zu gerne noch das Kupplungsseil eingebaut, weil es mich brennend interessiert hat, wie die Kupplung sich nach Einbau einiger neuer Teile und dem Wiedereinbau des Getriebes treten würde. Der Nachteil wäre aber gewesen, dass mir das Kupplungsseil dadurch beim späteren Einbau von Bremskraftverstärker, Hauptbremszylinder usw. im Weg herum gehangen hätte. Also habe ich das widerwillig auf später verschoben. Nächster Teil: Einbau des Zylinderkopfes Grüße Teletubby |
Wie immer sehr tolle Arbeit und Dokumentation. Bitte weiterhin berichten und viel Erfolg bei der Fertigstellung des Cabrios :) |
Der alte, silberne AEX Golf 3 ist weg Hallo! Den alten, silbernen AEX Golf 3, der über viele Jahre meine verlässliche, anspruchslose und preiswerte Alltagsfahrmaschine war und der in die Jahre gekommen war, hatte ich schon am 18. Dezember abgemedet und vor das rechte Tor meiner Doppelgarage gestellt. Mit dem Mit-Inhaber des VW-Betriebes, bei dem ich voriges Jahr den neuen Polo als Ersatz für den alten Golf bestellt hatte, war vereinbart, dass ich aus diesem Golf noch ein paar Teile ausbauen würde, die ich für meine anderen beiden Golf 3 würde gebrauchen können. Und ihn dann informieren, weil er mir zugesagt hatte, dann für die kostenlose Abholung des alten Autos in rollfähigem Zustand zu sorgen. Zwischenzeitlich war auch Forumsmitglied winner bei mir und hat für seinen Bedarf weitere Teile ausgebaut. Am Anfang der letzten Woche sah es vor meiner Garage noch so aus: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550421599.jpg Und jetzt so: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550421669.jpg Er ist weg! Für immer weg! *Heul* *Schluchz* ::heul:-: Wenn jetzt aber jemand meint, die Abholung wäre so passiert wie besprochen, der liegt falsch: Der Mit-Inhaber des Markenvertragshändlers des zweitgrößten Autokonzerns der Welt, der sich und seine Produkte gern mit dem Wort "Premium" aufwertet, hat es über einen Zeitraum von sechs Wochen nicht geschafft, seine Zusage über die Abholung des Altautos einzulösen. Und das, obwohl ich immer wieder nachgehakt habe. Darüber habe ich mich bei ihm inzwischen massiv beschwert. Stattdessen war es folgendermaßen: Als ich am Mittwoch den Polo in die Garage gestellt habe, haben am alten Golf zwei gleiche Kärtchen eines "Kärtchen-Händlers" gehangen... http://www.golf3.de/direktupload/201...1550425270.JPG ...die ich einfach mal und ohne weitere Absicht mit ins Haus genommen habe. Am nächsten Morgen habe ich sie mal gelesen und gedacht, versuchen kann man es ja mal. Geld für das alte und teilgeschlachtete Auto hatte ich eh nicht mehr erwartet. Weil aber auf der Karte stand "Ich zahle Ihnen einen guten Preis", habe ich ihm einfach frech eine SMS geschickt "Für 50 Euro können Sie den alten Golf haben". Keine fünf Minuten später war er am Telefon und hat sich einverstanden erklärt. Für den Mittag haben wir uns am Auto verabredet. Pünktlich war er da. Aus den 50 Euro wurden zwar 30, aber auf Geld kam es mit überhaupt nicht an. Er hätte das Auto auch umsonst bekommen. Ich habe ihm Fahrzeugbrief und Schlüssel gegeben und er mir 30 Euro. Das Auto wollte er irgendwann am Nachmittag abholen. Als ich abends nachgesehen habe, war es weg. Das war eine saubere Abwicklung eines osteuropäischen Kärtchen-Händlers, von der sich der Markenvertragshändler eines selbsternannten Premium-Herstellers mal etwas abgucken kann. Ich hatte mir aus dem alten Golf noch folgende Teile ausgebaut: 1. Die inneren Sitzschienenverkleidungen, die hinteren Abschlussstopfen für die äußeren Sitzschienen, den Sitzhöhenverstellhebel und ein paar zugehörige Schrauben. Die meisten dieser Teile sind aus dem VW Teileprogramm längst ersatzlos entfallen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550422899.JPG 2. Das Wegfahrsperrensteuergerät und die Lesespule. Das Steuergerät deshalb, weil ich noch, wie auf dem Foto zu sehen, den Ersatzschlüssel mit dem originalen Schlüsselanhänger habe, auf dem unter einem Rubbelfeld eines Aufklebers der Login-Code zu finden ist. Wie man auch erkennen kann, stimmt die Seriennummern des WFS Steuergerätes und auf dem Aufkleber überein: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423135.JPG 3. Die Zündspule. Sie ist ein originales VW-Teil, das ich im Jahr 2007 mal auf einem Schrottplatz mitgenommen habe. Auf ihr findet sich das Herstellungjahr 2004, so dass sie erstmal nur maximal drei Jahre in Betrieb gewesen sein kann. Plus zwei Jahre in meinem Golf 3, nachdem seine ursprünglich den Geist aufgegeben hatte. Sie sieht noch aus wie neu: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423347.JPG 4. Das Gamma-Radio, das ich mal für das originale Beta eingebaut habe und für das es sogar eine Radiokarte gibt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423442.JPG 5. Den Schiebedachmotor, hier schon einlagerungsfertig verpackt. Bei VW kostet er mittlerweile unglaubliche EUR 466,48 UVP: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423670.JPG 6. Das Massekabel zwischen dem linken Kotflügel und der Motorhaube mit der Länge ca. 210 mm von Lochmitte zu Lochmitte in gestrecktem Zustand. Es wurde ab Werk in dieser Ausführung nur bei Fahrzeugen mit Dachantenne verbaut, war als Ersatzteil aber nie erhältlich: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423893.JPG 7. Den Satz diebstahlhemmender Radschrauben, ein originales VW Zubehörteil: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550423987.JPG Den Ansaugschnorchel des Luftfilters hatte ich wegen des darin befindlichen Thermoelementes, das oft den Geist augibt, auch ausgebaut. Ein Test mit dem Kühlschrank und dem Fön hat aber ergeben, dass es schon kaputt war und ständig in der Position Warmluft stand. Also kam das Teil sofort zurück in den Golf. Außerdem habe ich die Gelegenheit genutzt, den vorderen Schlossträgers des Cabrios zu entsorgen, der wegen der Nachrüstung der Klimaanlage nicht weiterverwendbar ist. Ein Nachruf Jetzt ist er also weg, der silberne AEX Golf 3, den ich am 1. September 1995 als nagelneues Auto bekommen habe. Dass da 23 Jahre, 5 Monate und 13 Tage und 248.333 Kilometer = mehr als sechsmal um die Erde draus werden würde, hätte ich damals nie gedacht. Wenn ich jetzt gefragt werde, ob ich nicht traurig bin, dass das Auto nach so langer Zeit weg ist, sage ich ehrlich: Nein, überhaupt nicht. Ganz im Gegenteil: Ich bin froh, dass die ganzen Alterserscheinungen, Mängel, sich anbahnende Baustellen und anzunehmende Unverlässlichkeiten damit aus meinem Leben verschwunden sind. Nur einige Lebenssituationen, bei denen dieses Auto irgendwie dabei war, gehen mir durch den Kopf. Sehr schöne und natürlich auch weniger schöne. Ein "Auto fürs Herz" ist dieses Auto für mich nie gewesen. Als ich es im Jahr 1995 neu gekauft habe, hatte ich als Liebhaberfahrzeug noch den VW-Porsche 914 2.0. Der Golf sollte etwas Verlässliches, Praktisches, Anspruchsloses und Preiswertes für den Alltag sein. Deshalb auch der kleine Motor und die einfache Ausstattung. Alles genau so wie jetzt der neue Polo. Bereut habe ich es nie, ihn gekauft zu haben. Das, wofür er da war, hat er verlässlich, preiswert, anspruchslos und trotzdem angenehm erfüllt. Die Ehre, der langjährigste Golf 3 Erstbesitzer hier im Forum zu sein, die ich über zehn Jahre lang hatte, steht mir jetzt nicht mehr zu. Ich gebe sie ab an Eddy (Redvr6), dem sie nach meinem Kenntnisstand jetzt zusteht. Bin mir sicher, dass sie bei ihm in guten Händen ist. Nur aus meinem Profil hier im Forum muss ich das Auto jetzt noch löschen. Grüße Teletubby |
Hallo! Bevor es hier mit dem Cabrio weitergeht, erst noch ein Satz zu meinem alten, gerade frisch entsorgten silbernen AEX Golf 3: Er hatte mit seinem End-Kilometerstand 248.333 km immer noch seine erste Kupplung, die auch zuletzt noch fest und aggressiv packte und keine Verschleißerscheinungen zeigte. Und das bei weit überwiegendem Stadtverkehr. Einbau des Zylinderkopfes Schon im letzten Bericht über das Cabrio hatte ich geschrieben, dass der Einbau des Zylinderkopfes eigentlich schon fällig war, dass es da aber noch etwas zu entscheiden gab. Dabei ging es darum, ob ich den Zylinderkopf wie ursprünglich geplant mit Auspuffkrümmer und Saugrohr zusammengebaut oder doch besser nacheinander als einzelne Teile einbauen soll. Für den zusammengesetzten Einbau sprach der Umstand, dass sich die Saugrohrschrauben bei eingebautem Zylinderkopf nur sehr schlecht erreichen lassen. Diese ganze Einheit hatte ich auch schon einbaufertig vorbereitet; sie lag hier schon monatelang herum: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550734364.JPG Der große Nachteil davon war aber der, dass diese gesamte Einheit sehr schwer war und sich aus Platzgründen nicht mehr senkrecht von oben würde aufsetzen lassen, sondern nur noch von vorn. Danach würde sie auf dem Zylinderblock zurechtgerückt werden müssen. Das wollte ich aber möglichst vermeiden, weil dabei die Gefahr besteht, dass die Silikonbeschichtung der Zylinderkopfdichtung, die zur Feinabdichtung wichtig ist, beschädigt wird. Letzlich habe ich umdisponiert und die ganze schon zusammengesetzte Einheit wieder auseinander gebaut, wodruch natürlich auch wieder neue Dichtungen nötig wurden. Zum Einbau des Zylinderkopfes darf die Kurbelwelle nicht so stehen, dass Kolben im oberen Totpunkt sind. Ich habe sie so gedreht, dass sie alle vier in etwa in gleicher Höhe standen. Und dann die Zylinderwände für die späteren ersten Laufminuten des Motors mit einem Pinsel mit Motoröl bestrichen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550734877.JPG Die Dichtfläche des Zylinderblocks ist sorgfältig gereinigt und entfettet. In den Gewindelöchern für die Zylinderkopfschrauben dürfen weder Öl noch Wasser noch sonstwas stehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735024.JPG Aus diesen zwei alten Zylinderkopfschrauben... http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735085.JPG ...habe ich mit diesem wunderbaren Werkzeug... http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735186.JPG ...diese beiden Bolzen gemacht, die, in zwei Gewindelöcher des Zylinderblocks eingedreht, als Führungen für das Aufsetzen des Zylinderkopfes dienen sollten, damit er gleich in die möglichst richtige Position kommt. Sie haben oben einen Schlitz, damit sie sich nach dem Aufsetzen des Zylinderkopfes zur Herausnahme mit einem Schraubendreher drehen lassen. Außerdem habe ich sie oben abgerundet und entgratet, damit sie die Dichtfläche des Zylinderkopfes möglichst nicht beschädigen, falls er beim Aufsetzen auf einen der Bolzen treffen sollte: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735510.JPG Die Zylinderkopfdichtung ist aufgelegt und die beiden Führungsbolzen sind eingedreht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735582.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735629.JPG Das letzte Foto vom Zylinderkopf vor dem Aufsetzen. Die Dichtfläche ist genau so vorbereitet wie vorher schon die des Zylinderblocks. Die acht Bolzen für den Ausfuffkrümmer sind neu: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735759.JPG Zehn neue Zylinderkopfschrauben mit leicht eingeölten Gewinden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550735857.JPG Von den ersten beiden Durchgängen des Festdrehens der Zylinderkopfschrauben gibt es keine Fotos. Die Vorschrift besagt: Zuerst mit 40 Nm in festgelegter Reihenfolge mit dem Drehmomentschlüssel, danach dasselbe mit 60 Nm. Es folgen noch zwei weitere Durchgänge mit Weiterdrehen um je 90 Grad. Dazu habe ich aus Pappe ein zeigerähnliches Teil gebaut und so an einer 1/2 Zoll Ratschenverlängerung befestigt, dass ich es noch verdrehen konnte, ohne dass es sich von selbst verdreht hat: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550736811.JPG Und noch in einem anderen Punkt habe ich das zweimalige Weiterdrehen um jeweils 90° vorbereitet: Ich hatte Sorgen, zwischendurch die Übersicht darüber zu verlieren, welche der zehn Schrauben schon weitergedreht war und welche nicht. Es würde dann keine verlässliche Möglichkeit geben, das festzustellen, ohne Schrauben wieder zu lösen. Und genau das wollte ich unbedingt vermeiden. Also bekamen alle Schraubenköpfe mit einem kleinen Pinsel und weißer Farbe einen in Fahrtrichtung nach vorn zeigenden Farbpunkt. An dessen Lage würde sich bei jeder Schraube jederzeit sicher erkennen lassen, ob sie schon weitergedreht wurde oder nicht. Nach dem ersten Durchgang des Weiterdrehens würden die Farbpunkte aller zehn Schrauben zur Beifahrerseite zeigen müssen, und nach dem zweiten nach hinten. http://www.golf3.de/direktupload/201...1550743641.jpg So war das Ganze einfach: Das Werkzeug ansetzen, den Pappzeiger nach vorn drehen und dann die Schraube so weit weiterdrehen, dass der Pappzeiger zur Beifahrerseite zeigte. Das ließ sich durch Abschätzen der Zeigerposition zur Nockenwelle sehr genau umsetzen. Nach dem zweiten Durchgang zeigten die Farbpunkte auf allen Schraubenköpfen nach hinten. Auf dem nächsten Foto ist der Zylinderkopf schon fertig befestigt, und auch der Auspuffkrümmer ist schon angebaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550737644.JPG Um die Schrauben des Auspuffkrümmers und auch die des Saugrohres sachgemäß festdrehen zu können, habe ich nach langer Zeit mal wieder in Werkzeug investiert: In Form eines kleinen, handlichen Drehmomentschlüssels mit 1/4 Zoll-Antrieb. Er von Gedore und hat einen Arbeitsbereich von 5 bis 25 Nm. Aus Erfahrung weiß ich, dass das Festdrehen von Schrauben, die schwieriger zu erreichen ist, nach Gefühl oft nicht funktioniert. Mit diesem neuen Drehmomentschlüssel und 1/4 Zoll Werkzeug ging das wunderbar: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550737996.JPG http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738026.JPG Als der Auspuffkrümmer sowohl am Zylinderkopf als auch am vordern Abgarohr fest war, konnte auch endlich die Aufbockung des Auspuffs hinter dem Aggreagteträger, über deren Sinn ich hier schon geschrieben hatte, raus. Und der Erinnerungzettel von der vordern Haube konnte feierlich ab: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738221.JPG Es folgte das Saugrohr mit den unangenehm zu erreichenden Schrauben. Vor allem die beiden inneren haben es in sich: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738303.JPG Mit diesem 1/4 Zoll-Werkzeug und dem neuen Drehmomentschlüssel ging das ganz brauchbar. Die Schrauben haben einen Innensechskant der Größe 6 mm: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738411.JPG Für das Ansetzen der beiden inneren Schrauben = der Problemschrauben habe ich am Sechskant der Stecknuss ein kleines Stück Klebeband aufgebracht, damit die Schraube nicht herunterfallen kann. Und zusätzlich die Stecknuss an der Verlängerung befestigt, damit die Stecknuss später nach angesetzer Schraube beim Zurückziehen des Werkzeugs nicht im Schraubenkopf stecken bleiben würde: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738680.JPG Wie gesagt: So ging es ganz brauchbar. Das Festziehen aller Schrauben klappte mit dem kleinen Drehmomentschlüssel. Die besondere Herausforderung dabei bestand darin, das so zu machen, dass der silberfarbene Alu-Wärmeschutz an der Querwand zum Innenraum dabei nicht beschädigt wurde. Denn er ist in sehr gutem Zustand und sehr empfindlich. Bei Werkstattarbeiten im Motorraum wird er oft versaut, und als Ersatzteil hat es ihn bei VW in dieser Form nie gegeben. Zum Festzeiehen der Schrauben ist ist aber zu sagen, dass zu diesem Zeitpunkt der Bremskraftverstärker und die Kühlmittelschläuche zum Wärmetauscher noch nicht eingebaut waren. Andernfalls wäre das aus Platzgründen schwieriger gewesen. Das Fangteil für die vorgewärmte Ansaugluft, das mit an einer der Saugrohrschrauben befestigt wird: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738927.JPG Verbaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550738992.JPG Dieses Hitzeschutzblech für die Lambdasondensteckverbindung ist eine ultimative Kostbarkeit. Weil es bei genauem Hinsehen eigentlich eine Fehlkonstruktion ist, bekommt es häufig Risse wie auch bei diesem ganz leichte. Hinzu kommt, dass es bei Werkstattarbeiten oft zu Müll wird, weil es für viele Arbeiten total im Weg ist und weil Mechaniker nie Rücksicht auf dieses sehr grazile Blech nehmen. Aus dem VW Ersatzteilprogamm ist es schon seit vielen Jahren ersatzlos entfallen. Vermutlich deshalb, weil der Ersatzbedarf aus den genannten Gründen sehr hoch war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739345.JPG Der ca. fünf bis sechs Millimeter lange Riss an der üblichen Stelle: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739423.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739475.jpg Damit der Riss möglichst nicht weitergeht, habe ich aus 1,5 mm starkem Alublech zwei passende kleine Stücke vorbereitet, um sie nach Vorbereitung der Oberflächen zur Verstärkung mit Zweikomponentenklebstoff aufzukleben. Eins für die Innenseite und eins für die Außenseite: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739641.JPG Innen fertig... http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739714.JPG ...und außen fertig. Ob es hält, wird sich zeigen. Was für ein Aufwand für ein Abschirmblech, das bei VW als Ersatzteil mal sechs Euro gekostet hat! Aber es ist gebraucht nicht zu bekommen. Und die Wahrscheinlichkeit, dass es von VW Classic Parts mal nachproduziert wird, halte ich für sehr gering: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739763.JPG Aufgehängt nach dem Einsprühen mit Wachs: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550739921.JPG Und vorsichtig eingebaut. Die Gelegenheit zum Einbau bestand schon viel früher. Ich habe es ausschließlich deshalb erst jetzt gemacht, damit dieses Abschirmblech nicht durch Montage anderer Teile in seiner Nähe, z.B. des Auspuffkrümmers, wieder beschädigt wird: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550740106.JPG Nach Zusammenstecken und Befestigung der Lambdasondensteckverbindung war dieser gesamte Bereich jetzt auch fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1550743008.JPG Grüße Teletubby |
Du hast dir mit dem Nachziehen viel Mühe gemacht. Ich hatte mir das damals einfacher gemacht. Ich habe das durchgezogen mit den Nachziehen in zwei Stufen. Das kann aber damit zusammenhängen, dass ich körperlich in besserer Verfassung bin wie du. Ich konnte da dran bleiben, hatte aber auch Bedenken, dass ich durcheinander komme. Auch mit den 90°, war es bei mir eher Augenmaß am T-Griff. |
Hallo Manfred Der Drehmomentschlüsel von Gedore ist der Hammer. Benutze ich in der Firma auch täglich. Der hat bestimmt schon eine Millionen Auslösungen mitgemacht, und besteht immer noch jedes Jahr die Kalibrierung. |
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Ich hätte die Blechverstärkung auf das Hitzeschutzblech genietet. Zweikomponentenkleber ist nur bis ca 90Grad hitzestabil. |
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An der Restauration von meinem (Vierzylinder 914-2.0) habe ich damals geschlagene sieben Jahre = von 1986 bis 1993 gearbeitet. Er galt dann als der beste in Deutschland. Nicht von irgendwem, sondern vom TÜV habe ich mir ein Wertgutachten machen lassen, in dem abschließend der Satz stand "Eine Einordnung in die Note 1, und hier in den oberen Bereich, halten wir für gerechtfertigt.". Mit diesem Auto bin ich aber nie wirklich gerne gefahren. Im Sommer ohne Dach, das war ja noch ganz nett. Aber das war es auch. Man sitzt sehr tief, und der Innenraum ist gleich hinter den beiden Sitzen zu Ende. Dadurch kam ich mir immer etwas beengt vor. Die Gangschaltung war auch nicht mein Ding, weil der erste Gang wie bei Rennfahrzeugen üblich, links hinten liegt und recht schwergängig ist. Da ging man davon aus, dass man ihn, wie bei Rennen üblich, nur zum Anfahren braucht und danach nie mehr. Für den Normalbetrieb eines Autos ist das für meinen Geschmack eine Zumutung. Im Jahr 1998 habe ich ihn verkauft. Der Preis, den ich dafür bekommen habe, war phantastisch. Das lag aber hauptsächlich daran, dass ich auf jemanden getroffen bin, der genau so ein Auto gesucht hat. Schon bei den ersten Fahrten damit hatte er einen nicht selbst verschuldeten Unfall, der den Austausch des linken hinteren Seitenteils nötig machte. Wenn ich mehr Zeit hätte, würde ich über dieses Auto hier mehr schreiben. Ich habe Fotos ohne Ende, sowohl von der Restautration als auch vom fertigen Auto. Eins der Kapitel könnte die Überschrift tragen "Die Blechteile, der Winkelschleifer und der Augenarzt Dr. Schnitzler". Zitat:
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Hallo! Zitat:
Kühlmittelpumpe, Bremsaggregat, Ventildeckel Nachdem der Zylinderkopf fertig aufgesetzt war, waren alle größeren Teile fertig verbaut. Jetzt kamen kleinere an die Reihe, die für meinen Geschmack angenehmer einzubauen sind. 1. Kühlmittelpumpe Ich habe eine neue verbaut. Es ist ein nie verbaut gewesenes originales VW Austauschteil, das mal bei Ebay Kleinanzeigen für 50 Euro angeoten worden war. Wegen der nachgerüsteten Klimaanlage war auch eine andere Riemenscheibe der Pumpe nötig, die ich mal als Gebrauchtteil an Land gezogen hatte. Alles, was in Richtung Vorderrad zeigt, habe ich vor dem Einbau mit Wachs eingesprüht: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551423895.JPG Alle Schrauben, mit denen die Kühlmittelpumpe befestigt sind, sind laut VW Dehnschrauben, die nicht wiederverwendet werden dürfen. Hier sind die vier neuen. Wenn man sie bei VW ohne Rabatt kauft, sind sie für zusammen ca. 25 Euro kein billiges Vergnügen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424017.JPG Die Anzugsvorschrift sagt: 20 Nm plus 90°. Mit dieser antiquiert aussehenden Werkzeugkombination... http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424119.JPG ...und dem auf 20 Nm eingestellten Drehmomentschlüssel... http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424180.JPG ...funktionierte das Vor-Anziehen mit 20 Nm. Danach bekamen alle Schraubenköpfe mit einem schwarzen Filzstift einen nach oben zeigenden Strich: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424269.JPG Nach dem Weiterdrehen um 90° zeigten die Striche zur Fahrerseite: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424354.JPG Das war schnell erledigte und angenehme Arbeit. Bremsaggregat Der originale Bremskraftverstärker des Cabrios sah, als er noch eingebaut war, auf den ersten Blick sehr gut erhalten aus. Aber leider nur da. Erst nach dem Ausbau und dem Zerlegen präsentierte sich der tatsächliche Zustand: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551424662.JPG Mit so viel Rost wollte ich ihn nicht einbauen. Und danach, ihn aufzuarbeiten, war mir auch nicht, weil das bei sorgfältiger Arbeit wieder Tage in Anspruch genommen hätte und weil die Arbeiten an diesem Cabrio sich eh schon viel zu lange hinzogen. Ich hatte aber noch einen exzellent erhaltenen Bremskraftverstärker auf meinem Dachboden, den ich vor vielen Jahren mal vom Schrottplatz mitgenommen hatte. Er stammt aus einem Auto, bei dem es aus mir unbekannten Gründen mal eine ausgedehnte Ölsauerei im Motorraum gegeben hatte. Dadurch war auch der Bremskraftverstärker wunderbar konserviert, was ihn deutlich von denen unterscheidet, die man sonst so findet. Deshalb wollte ich ihn eigentlich eingelagert lassen, habe mich dann aber doch dazu entschieden, ihn jetzt zu verbauen. Vor dem Einbau habe ich ihn zum Korrosionsschutz mit Wachs eingesprüht. Nur den Teil, der frei von Wachs bleiben sollte, habe ich mit einem Küchentuch und Klebeband abedeckt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551425098.JPG Danach wurde der Bremskraftverstärker eingebaut Die restlichen Teile des Bremsaggregates, gereinigt, überprüft und einbaufertig vorbereitet. Die vier langen Schrauben im rechten Bildbereich, mit denen das ABS Steuergerät am Hydrulikblock befestigt ist, hat es bei VW noch nie einzeln gegeben. Sie sind neu verzinkt wie auch die drei Passschrauben darüber. Der Gummidichtring ist neu, ebenso die beiden selbstsichernden Muttern und die Scheiben unten rechts auf dem Bild: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551425374.JPG Das Halteblech, die Hydraulikeinheit und das Steuergerät sind zu einer Einheit zusammengebaut. Die Metallteile hatte ich vorher mit Wachs eingesprüht. Damit der Hydraulikblock nicht leer läuft, hatte ich die Bremsleitungsanschlüsse schon beim Ausbau mit passenden Schraubstopfen verschlossen, wie sie im VW Teilesatz 1H0 698 311 A enthalten sind: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551425695.JPG Mit einer kleinen Sechskant-Stecknuss der Größe 4 lassen sich die vier Außentorxschrauben, die das Steuergerät an der Hydraulikeinheit festhalten gut festdrehen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551425811.JPG Festdrehen einer Bremsleitung mit einem speziellen Bremsleitungsschlüssel. Er umfasst den Sechskant der Verschraubung an fünf Seiten und ist dadurch sehr abrutschsicher, vor allem beim Lösen von Bremsleitungsverschraubungen in schwierigen Fällen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551426147.JPG Fertig bis auf den Bremsflüssigkeitsbehälter und ein Hitzeschutzblech: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551426261.JPG Gesamtblick in den Motorraum zu diesem Zeitpunkt. Auch die Rücklaufleitung der Servolenkung war da schon eingebaut: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551426400.JPG Den Bremsflüssigkeitsbehälter habe ich von außen mit Benzin und teilweise mit Nitro-Verdünnung gereinigt. Er hatte das auch, was die meisten Motorraumteile hatten: Einen nur schwer entfernbaren Belag mit einer silikonähnichen Konsistenz, mit dem mal jemand im Motorraum wild herumgesprüht haben muss. Das machte die Aufarbeitung von vielen Motorraumteilen nervig und unangenehm. Hier ein Foto davon im ursprünglichen Zustand, auf dem man den gelblichen Belag auf dem Zylinderkopf und fast allen anderen Teilen deutlich sehen kann: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551427738.JPG Diese unangenehmen Beläge fanden sich fast überall. Von innen habe ich den Bremsflüssigkeitsbehälter gereinigt, indem ich alle Öffnungen verschlossen und ihn halb mit Brennspiritus gefüllt und geschüttelt habe. Das so lange wiederholt, bis keine Verschmutzungen mehr vorhanden waren. Brennspiritus deshalb, weil man mit mineralölbasierten Chemikalien an Teilen der Bremshydraulik sehr vorsichtig sein muss, weil sie die Gummiteile zum Quellen bringen. Die beiden Gummistopfen, die den Behälter zum Hauptbremszylinder hin abdichten, sind neu, die Befestigungsschraube für den Behälter sind neu verzinkt. Der Schraubdeckel ist eine Schrottplatzbeute von vor vielen Jahren: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551427186.JPG Fertig verbaut. Das Abschirmblech, das den Bremskraftverstärker vor der Auspuffhitze schützen soll, ist neu, weil es fehlte. Vielleicht hat es in der Vergangenheit dieses Autos dort mal irgendwelche Probleme gegeben, und das Blech wurde als "minderwichtig" eingestuft und weggelassen. Es kostet bei VW nur knappe 10 Euro UVP: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551427506.JPG Ventildeckel Alle Teile des Ventildeckels, einbaufertig vorbereitet. Auch der Ventildeckel war fast komplett mit dieser silikonähnlichen Masse überzogen. Nachteil: Viel Reinigungsarbeit. Vorteil: Das Teil ist dadurch gut erhalten, weil es quasi konserviert war. Auch fast alle anderen Teile sind original vom Cabrio, gereinigt und überprüft. Neu sind nur der Gummidichtring des Öleinfülldeckels und die auf dem Foto nicht vorhandene Ventildeckeldichtung: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428133.JPG Nein, kein rheinisches Altbier, sondern Motoröl. Vom Genuss wird dringend abgeraten! Ein anderes Gefäß war gerade nicht greifbar: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428214.JPG Damit habe ich alle Stahlteile im Ventilraum einschließlich der Nocken und der Lagerstellen der Nockenwelle, soweit zugänglich, eingestrichen. Denn der Zylinderkopf war über lange Zeit ausgebaut, und das Schmiermittel war fast komplett weg: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428395.JPG Diese Gelegenheit habe ich genutzt, gleich die Hauptmotorölmenge von ca. 3 Litern einzufüllen, weil das jetzt durch einfaches Schütten in den Ventilraum so angenehm war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428573.JPG Zwischendurch mal ein etwas ängstlicher Blick unter den Motorraum, ob das Öl nicht gleich wieder irgendwo herausläuft. Man weiß ja nie, ob man nicht vielleicht etwas vergessen hat. Aber es kam nichts raus :-) http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428728.JPG Mit aufgelegter neuer Ventildeckeldichtung und ebenfalls aufgelegtem Ölabweiser: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551428813.JPG Festziehen der Ventildeckelschrauben mit 10 Nm mit dem fast neuen und total handlichen Drehmomentschlüssel: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551429203.JPG Damit ist dieser gesamte Bereich jetzt auch fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551429269.JPG In der nächsten Folge: Zahnriemen, Zündverteiler, Kühlmittelrohr Grüße Teletubby |
Hallo! Zitat:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1551941533.JPG In diesem Bereich des Pedals gibt es zwei Aufnahmen zum Einhängen des Seils. Um es jetzt in die richtige einzuhängen, hatte ich beim Ausbau ein Foto gemacht. Das Einhängen des Kupplungsseils in die Aufnahme am Kupplungspedal ist auch bei ausgebautem Armaturenbrett nicht unbedingt ein Vergnügen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551941720.jpg Jetzt konnte auch die Lenksäule eingebaut werden, die mir schon lange im Weg herumlag. Ich hatte sie nicht schon vorher eingebaut, weil die Befestigungsmuttern des Bremsraftverstärkers im Fahrerfußraum dann etwas besser erreichbar sind. Hier die einbaufertige Lenksäule mit der Kunststoffabdeckung neben der Zentralelektrik. Der Leitungsstrang für die nachgerüstete Multifunktionsanzeige MFA ist schon in den Lenksäulenkabelstrang eingebunden. Die Adapterhülse für das Lenkrad ist schon bis zum Anschlag auf die Lenkwelle aufgezogen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551940525.JPG Festziehen der zwei Muttern des Verbindungsteils der Lenkwelle mit 25 Nm. Mit dem neuen, kleinen 1/4 Zoll Drehmomentschlüssel geht das wunderbar: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551942425.JPG Fertig. Wie man auf dem Foto schwach erkennen kann, hat dieses Cabrio Innenbahnschlüssel. Das liegt daran, dass es im Juli 1997 produziert wurde und damit schon dem Modelljahr 1998 angehört: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551942565.JPG Einbau der schwarzen Kunststoffabdeckung zwischen Fußhebelwerk und Zentralelektrik. Wegen sehr beengter Platzverhältnisse ist das kein Vergnügen. Bei eingebautem Armaturenbrett ist das fast katastrophal: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551941858.JPG Im auf folgendem Foto sichtbaren Bereich ist die schwarze Kunststoffabdeckung von oben in eine Aufnahme am Armaturenbretträger eingeschoben. Durch einen dort vorhandenen kleinen Schnapper (roter Pfeil) verriegelt sie sich von selbst. Zum Ausbau der Platte muss dieser Schnapper zurückgedrückt werden. Das machen aber die wenigsten, die stattdessen daran reißen mit der Folge, dass der Schnapper abbricht. Dann bekommt man die Abdeckplatte nicht mehr wirklich fest. Es gab sie in dieser Ausführung bei VW noch nie als Ersatzteil: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551942133.jpg Der Zahnriemensatz ist ein originales VW-Teil mit der Teilenummer 051 198 119: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551942786.JPG Zum Auflegen des Zahnriemens müssen, ganz klar, die Kurbelwelle und die Nockenwelle in der OT-Position des 1. Zylinders stehen. Die Zwischenwelle habe ich wie im Reparaturleitfaden vorgesehen so gedreht, dass sich die Markierungen der zu diesem Zweck provisorisch eingebauten Kurbelwellen-Riemenscheibe und des Zwischenwellenrades genau gegenüberstehen. Das muss man nicht unbedingt machen, weil die Position der Zwischenwelle bei dieser Arbeit nur für den Zündverteiler wichtig ist, den man aber später auch noch in jeder anderen Position der Zwischewelle richtig einbauen könnte. Ich habe das aber deshalb so gemacht, weil es den Vorteil hat, dass man den Zahnriemen Jahre später abnehmen und wieder auflegen kann, ohne den Zündverteiler öffnen zu müssen. Denn es reicht aus, wenn dann die beiden Markierungen wieder übereinstimmen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551943260.jpg Das Nockenwellenrad steht auch in der OT-Position des 1. Zylinders. Der neue Zahnriemen ist schon aufgelegt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551943340.JPG Festziehen der Befestigungsmutter der Zahnriemenspannrolle mit 45 Nm. Das mache ich immer nur sehr ungern, weil ich immer Sorge habe, dass es dabei den M10 Gewindebolzen aus dem Zylinderkopf ausreißen könnte. Das ist hier im Forum auch mal jemandem passiert. Auf jeden Fall hat man dann jede Menge Arbeit, weil sich das bei eingebautem Zylinderkopf kaum reparieren lässt. Beim Festziehen der Mutter bin ich immer sehr erleichtert, wenn endlich das "Klack"-Geräusch des auslösenden Drehmomentschlüssels ertönt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551943660.JPG Alles fertig mit oberer und unterer Zahnriemenabdeckung, endgültig montierten Kurbelwellen-Riemenscheiben und dem cabrio-typischen zusätzlichen Aggregatelager, das ich erneuert habe. Bei dem alten hatte das Gummiteil einen Riss: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551943802.JPG Nachdem der Zahnriemen aufgelegt war, konnte auch der Zündverteiler eingebaut werden, den ich schon Monate vorher einbaufertig gemacht hatte. Er ist gereinigt und überprüft, die Stahteile (Schrauben und Klammern für die Verteilerkappe) hatte ich neu gelb verzinken lassen. Der grüne Dichtring, die Verteilerkappe und der Läufer sind Neuteile: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551944060.JPG Bevor der Zündverteiler an seinen Platz kam, habe ich noch etwas anderes gemacht, was mir sehr wichtig war: Weil der Motor sehr lange Zeit nicht gelaufen hatte, weil er weit zerlegt war und alle Ölkanäle leer gelaufen und weil der Ölfilter neu und damit ebenfalls leer war, würde es nach dem ersten Start relativ lange dauern, bis die Schmierung alle Schmierstellen erreicht hat. Wegen des Ölpumpenantriebs bei diesen Motoren über den Zündverteiler gibt es hier eine wunderbare Möglichkeit, das stark zu verkürzen, was ich bei meinem roten Variant vor vielen Jahren auch schon gemacht hatte. Denn wenn der Zündverteiler ausgebaut ist, ist die Ölpumpenwelle durch die Zündverteileröffnung im Zylinderblock frei zugänglich und drehbar: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551944534.JPG Wie schon gesagt: Ich hatte das, worum es hier jetzt geht, schon einmal gemacht, aber es ist lange her und ich wusste die Einzelheiten nicht mehr. Also habe ich erstmal erfoscht, mit was für einem Werkzeug sich die Ölpumpenwelle manuell drehen lässt: Es ist eine Stecknuss der Größe 13, für die ich in 1/4 Zoll-Ausführung auch einen Drehgriff habe: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551944716.JPG Damit es auf keinen Fall passiert, dass sich die Stecknuss vom Drehgriff löst und tief in den Motor fällt, habe ich sie mit Isolierband zusätzlich gesichert: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551944800.JPG Damit lässt sich nun von außen die Ölpumpemwelle wunderbar drehen. Die Drehrichtung ist natürlich nicht gleichgültig: Man muss im Uhrzeigersinn drehen, wie sich auch der Verteiler von oben gesehen drehen würde. Das Drehen ging leicht und problemlos: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551944942.JPG Ich wusste zwar nicht genau, wie lange ich würde drehen müssen und ob sich wann was ändert. Dass es einige Zeit dauern würde, weil der leere Ölfilter auf diese Weise erstmal gefüllt werden musste, war mir schon klar. Als sich aber nach ca. zehn Minuten nichts geändert hatte, wurde mir das zu blöde. Ich habe dann den blauen Drehgriff durch eine 1/4 Zoll Verlängerung ersetzt, die ich am oberen Ende in eine Bohrmaschine eingespannt habe. Und ab ging die Post. Schon nach wenigen Sekunden trat eine Änderung ein, was durch das geänderte Geräusch der Bohrmaschine wahrnehmbar wurde. Jetzt kam wieder der blaue Drehgriff zum Einsatz. Und siehe da: Das Drehgefühl hatte sich gegenüber vorher verändert: Zum Einen ging es schwerer, und zum Zweiten hatte das Werkzeug die Tendenz, sich beim Absetzen leicht zurückzudrehen. Das war für mich ein Anzeichen dafür, dass es jetzt so etwas wie Öldruck gab. Das wollte ich nun genauer wissen und testen, ob sich das über einen der beiden Öldruckschalter beweisen lässt. Dazu habe ich mein "Lieblings-Analog-Multimeter für das Grobe" im Widerstandsbereich an den blauen 0,25 bar Öldruckschalter und Fahrzeugmasse angeschlossen. Auf dem Foto leider nur schlecht zu sehen: Der Zeiger steht am rechten Ende der Skala = knapp über Null Ohm. Ist ja auch logisch: Der 0,25 bar Öldruckschalter ist ein Öffner, der im Ruhezustand = drucklos geschlossen ist: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551945648.JPG Jetzt habe ich angefangen, die Ölpumpenwelle wieder von Hand zu drehen. Und tatsächlich: Nach wenigen Sekunden bewegte sich der Zeiger zum linken Ende der Skala, was ein sicheres Zeichen dafür war, dass der Öldruckschalter vom geschlossenen Zustand zum geöffneten geschaltet hatte. Das lässt sich auf einem Foto leider nur ganz schlecht festhalten, weil der Moment, den der Zeiger am linken Ende der Skala steht, nur ganz kurz war. Beim Nachgreifen am Drehgriff ging er sofort wieder zurück. Deshalb muss man drehen und gleichzeitig im richtigen Moment das Foto machen. Dafür habe ich mehrere Versuche gemacht. Das nächste Foto ist das beste davon, aber auch hier ist der Zeiger schon wieder auf dem Rückweg: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551946049.JPG Und noch etwas ist mir aufgefallen, als ich den Drehgriff abschließend herausgenommen habe: Um die Ölpumpenwelle herum war auf ihrer Lagerbuchse jetzt ein Ölkranz sichtbar, der vorher ganz sicher nicht da war. Anscheinend gibt es dort eine an das Schmiersystem des Motors angeschlossene Ölaustrittsstelle für die Ölpumpenwelle. Das sind doch beste Voraussetzungen für den späteren ersten Start des Motors: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551946332.JPG Anschließend konnte der Zündverteiler eingebaut werden. Dazu habe ich die Ölpumpenwelle wie vorgeschrieben so gedreht, dass sie mit dem Gewindeloch für die Zündverteilerbefestigung fluchtet, dann der Verteiler so eingesetzt, dass der Läufer zur Markierung auf dem Rand des Verteilergehäuses zeigt und ihn abschließend mit dem Klemmteil provisorisch festgeschraubt. Diese Voreinstellung muss jetzt noch durch eine genaue mit einer Stroboskoplampe nachjustiert werden, wenn der Motor erstmal läuft: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551946608.JPG Das Kühlmittelrohr mit vier bereits angeschlossenen Schäuchen, weil das bei eingebautem Rohr wegen schlechter Zugänglichkeit viele schwieriger wäre. Und der Ausgleichbehälter, den ich schon vor langer Zeit einbaufertig gemacht hatte. Einige der Federbandschellen gibt es bei VW nicht mehr in der originalen Ausführung. Ich habe dazu das Internet abgegrast und schließlich einen Spezialhändler für "VW Wasserboxer" gefunden, der noch alle hatte, die ich gebraucht habe. Das Rohr selbst hatte eine ganz kleine Roststelle, die ich per Sandstahl sauber ausgestrahlt hatte. Danach wurde es komplett grundiert und lackiert:http://www.golf3.de/direktupload/201...1551946963.JPG Noch ein paar Teile, die jetzt verbaut werden wollten. Alle Schrauben sind neu verzinkt: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947052.JPG Das Kühlmittelrohr ist mitsamt dem Behälter verbaut. Die beiden Schläuche zum Wärmetauscher der Heizung müssen noch angeschossen werden: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947401.JPG Diese Stelle empfinde ich immer als Horror, weil sie so schlecht zugänglich ist und weil ich immer noch keine Federbandschellenzange habe: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947502.JPG Statt mit einer Federbandschellenzange mache ich das immer mit einer Wasserpumpenzange, deren Enden mit Klebeband umwickelt sind. Erstens rutschen die Schellen dadurch weniger ab, und zweitens hält es die Oberflächenbeschädigung der Schellen in Grenzen: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947619.JPG Der erste Anschluss ist fertig: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947679.JPG Und jetzt endlich auch der zweite. Diese beiden Federbandschellen sind übrigens keine Neuteile, sondern stammen von diesem Cabrio. Sie sind bestens erhalten und wollten nur ein wenig sauber gemacht werden. Das gilt auch für den Vorlaufschlauch zum Wärmetauscher (rechts auf dem Foto), der nur sehr umständlich sauber zu bekommen war, weil er großflächig von dem schon an anderer Stelle erwähnten Silikonspray versaut war: http://www.golf3.de/direktupload/201...1551947921.JPG Im nächten Teil: Weiß noch nicht. Habe noch genügend Auswahl. Grüße Teletubby |
Wapu schön und gut, aber mit der passenden Zange (mit Rätsche) geht das super einfach. |
Wie lange hast du mit dem Schraubendreher gedreht, bis der Öldruckschalter geschaltet hat? Ich hätte den Zündverteiler eingebaut und die Zwischenwelle mit einem Akkuschrauber so lang gedreht, bis Öl oben im Bereich der Nockenwelle ankommt. Die Filter der 827er kann man übrigens fast vollständig vorfüllen vor dem Einbau. Das ist beim VR und den kleinen Maschinen leider nicht möglich. Ansonsten sehr schöne und vorbildlich dokumentierte Arbeit - wie immer. |
Oh ja, ohne entsprechendes Werkzeug finde ich die Stelle am Wärmetauscher auch sehr nervig, egal bei welchem Motor. Und die Unterdruckleitung bei Klimafahrzeugen macht es nicht besser :) Sehr schöne Arbeiten, wie immer. Das manuelle Drehen der Ölpumpe find ich gut, hab ich so noch nicht gesehen. |
Wie immer sehr saubere Arbeit und tolle, interessante Dokumentation :) |
Hallo Manfred, danke für die tolle Doku, wie immer. Ich habe mir kürzlich eine Zange für Federbandschellen besorgt. Es war eine ganz billige, für 12€. Selbst wenn sie nicht lange halten sollte, hat sie sich mit jeder einfach gelösten Schelle bezahlt gemacht. ;) Ich kann dir nur wärmstens empfehlen, dir auch eine zu kaufen. Selbst wenn es eine ganz billige ist. Denn in diesem Fall ist billig auch gut wie ich finde. |
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