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Rot-Runner 29.03.2023 17:50

Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1880739)
Wobei ich jetzt zugeben muss....bei meinem Rostbollen sind die Schrauben alle, aufs erste mal und OHNE irgendwas aufgegangen. Muss ja nicht alles in die Hose gehen ;)

Viel Glück!

Dann hatte einer der Vorbesitzer die Schrauben schon eingefettet.

Orang-Utan Klaus 29.03.2023 18:02

Zitat:

Zitat von Rot-Runner (Beitrag 1880756)
Ja, da hilft nur eine sehr kleine dünner Trennscheibe oder ein Elektrofuchsschwanz (notfalls auch eine el. Stichsäge). Vermutlich wirst du dabei den QL zerstören, aber immer noch besser als gleich den ganzen Hilfsrahmen auszubauen. Ich würde es auf jeden Fall erst mal versuchen. ODER: wenn du viel Geduld hast mit einem 12mm - Bohrer die Schraube "Zerspanen". Dabei ist dann die Gummibuchse hinüber, aber der QL bleibt erhalten - vermutlich die beste Lösung. Besorg dir einen guten Cobaltbohrer (gibts für Edelstahl) sonst dauert das ewig! Und noch ein Vorteil dieses Verfahrens: du hast dann gleich die Zentrierung für den nächsten Schritt (8mm vorbohren für M10).


Damit ich es richtig verstehe, von vorne aufbohren, QL fällt raus.
Dann ein Gewinde in den Rest der Schraube schneiden?

Ich war mit einem dünnen Sägeblatt und dem Fuchsschwanz schon vorne zugange, aber da bekomme ich maximal 5mm Material weg.

Werde jetzt von vorne bohren.

Rot-Runner 29.03.2023 18:40

Ja genau. 12mm Bohrer von vorne einführen, und aufpassen, dass du das Loch im Hilfsrahmen nicht "ausleierst". Wenn du gemessen hast, wirst du feststellen, dass du gar nicht soviel wegbohren mußt, um den QL herauszubekommen. Na dann viel Erfolg!

Rot-Runner 29.03.2023 19:10

Noch ein Blick in die Geschichte: Vom Automobilwerk Eisenach (Hersteller des "Wartburg") gab es eine Werksvorschrift, dass die Querlenkerbolzen (2 auf jeder Seite) JÄHRLICH zu entnehmen sind und auch am Schaft (gegen Festrosten in den Buchsen!) einzufetten seien. Diese Schrauben waren sogar mit Kronmuttern und Splinten gesichert. Man war sich der Bedeutung dieser kritischen Verbindung also schon damals sehr bewusst.

Rot-Runner 30.03.2023 09:29

Zitat:

Zitat von Orang-Utan Klaus (Beitrag 1880758)
Damit ich es richtig verstehe, von vorne aufbohren, QL fällt raus.
Dann ein Gewinde in den Rest der Schraube schneiden?

Ich war mit einem dünnen Sägeblatt und dem Fuchsschwanz schon vorne zugange, aber da bekomme ich maximal 5mm Material weg.

Werde jetzt von vorne bohren.

Und denke dran, dass du die 5 mm brauchst, um die Sache mit der KONTERMUTTER hinzubekommen - anderenfalls sinken die Chancen gegen Null. Mit einer Zahnscheibe (10 mm innen verzahnt) kannst du der Sache noch einen zusätzlichen "Drive" verpassen und das Gewinde ein wenig entlasten. Jeder Nm zählt!
Noch was: Der QL "fällt nicht einfach raus" - dann ist es vermutlich zu spät. Ich würde versuchen ihn mit sanfter Gewalt nach oben rauszuhebeln. Das sollte die Gummibuchse auf den letzten mm hergeben.
Mann ist das aufregend! Ist ja fast wie bei einer unbemannten Mondlandung! Wenn ich das nicht selber schon alles erlebt hätte würde ich nicht so mit dir bangen...

Rot-Runner 02.04.2023 09:26

Wenn du schweißen kannst gibt es noch eine andere Möglichkeit: du nimmst eine M12 Mutter (etwas aufgebohrt) und befestigst diese mit einer "Lochschweißung" auf dem Stumpf. Das hat den Vorteil, dass der Stumpf schon mal kräftig erhitzt wurde und du ihn nicht zusätzlich schwächst. Wenn die Schweißung gut ausgeführt wurde, sollte das zu 99% zum Erfolg führen!

Rot-Runner 14.04.2023 11:18

Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1880217)
Nein. Nicht zwingend. EIne Dehnschraube erkennt man an der Schraube selbst. Ist das Gewinde durchgehend KANN es keine Dehnschraube sein.

Das ist FALSCH. Die sogen. "Killerschraube" (vgl. meinen Beitrag dazu) hat ein durchgehendes Gewinde, und sie ist definitiv eine Dehnschraube.

onkel-howdy 14.04.2023 13:07

Und von waschliesst du das?

Rot-Runner 14.04.2023 13:49

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1880925)
Und von waschliesst du das?

Ja ich weiß, du hast das bei Wikipedia gelesen, aber es gibt immer Sonderfälle.

Orang-Utan Klaus 07.06.2023 13:21

Mahlzeit, habe hier nicht mehr reingeschaut.
Querlenker ging irgendwann raus, Gewinde außen nachgeschnitten (M12x1,5), Mutter etwas runtergeschrubbt und angeschweißt, dann ging der Rest auch raus.

Gewinde innen nachgeschnitten bzw. eher sauber gemacht.

Die Schraube hatte kein durchgehendes Gewinde, ist genau am Anfang vom Gewinde abgerissen.

Rot-Runner 07.06.2023 20:14

Das freut mich sehr! Schreib doch mal etwas genauer, hast du mit CARAMBA eingeweicht und wie lange. Konntest du den QL nun weiter verwenden und hast du vielleicht Fotos gemacht? Und alles wieder zusammen gebaut und fährt schön geradeaus...

Orang-Utan Klaus 15.06.2023 15:40

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
Ja, habe über ein paar Wochen die Schraube mit Rostlöser "eingeweicht".

Aber man weiß natürlich nicht, ob das ausschlaggebend war oder die Hitze vom schweißen.

Den Montagesatz von Febi habe ich nicht mehr bekommen und habe deswegen einen von Mapco.....naja.

4 gleichlange Schrauben und statt einem massiven Bund, gab es 4 U-Scheiben dazu.

Kann mir jemand erklären, warum das Gewinde so lang ist und schon in der Hülse anfängt?

Warum ist der Schaft nicht länger und kann somit besser tragen?

Genau da ist nämlich die Schraube abgerissen.

Die gelbverzinkten Schrauben waren die "alten", die von unten nach oben geschraubt werden.

Anscheinend kamen die schonmal neu.

Dazwischen die alte die von vorne nach hinten geht.

Die Schrauben sind fast gleich lang.

Tipps zum Einbau?

Kupferpaste aufs Gewinde, Schaft mit Lagerfett einschmieren?

Rot-Runner 15.06.2023 16:55

Schrauben sind halt Normteile, und wenn die eine Sorte alle ist, dann packen sie dir halt die andere ein. Ich denke auch, dass es ziemlich egal ist, wie lang das Gewinde ist, eine Schraube wird immer an der schwächsten Stelle abreißen - und das ist nun mal da, wo das Gewinde anfängt. Und gegen Festrosten hilft nur einfetten, und das hast du ja getan. Du siehst also "nur Teile wechseln" kann auch sehr spannend sein. Lieben Gruß.
P.S. welches Fett du nimmst ist recht egal, und ich würde auch keinen Unterschied zwischen "Schaft und Gewinde" machen. Bei mir hat sich Graphitpaste bewährt, weil das einen Trockenschmierstoff (Graphit) enthält und gar nicht so dolle schmiert (wg. Drehmoment!)

Orang-Utan Klaus 16.06.2023 10:49

Finde es nicht egal, ob die Belastung auf dem Schaft liegt und sich auf eine größere Fläche verteilt, oder auf dem Gewinde, wenn es in der Hülse steckt.

Gucke, was ich an Fett da habe.

Rot-Runner 16.06.2023 10:58

Zitat:

Zitat von Orang-Utan Klaus (Beitrag 1881537)
Finde es nicht egal, ob die Belastung auf dem Schaft liegt und sich auf eine größere Fläche verteilt, oder auf dem Gewinde, wenn es in der Hülse steckt.

Klar, ich hätte auch lieber die Originalschrauben, aber in diesem Falle "trägt" der Schaft ja gar nicht. Wenn du dir die Sache genau vorstellst, dann ist die Hülse ja größer als die Schraube, und die Sache hält nur dadurch, dass die Hülse gewissermaßen "eingespannt" wird.


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