![]() |
Hi Manfred, du erklärst alles ganz schön spannend. Macht echte Freude, hier mitzulesen :) Danke für die Mühen, die du dir mit dem kommentieren machst. Zitat:
So kann man überall gleichmäßigen Druck auf die Dichtung beim eintreiben ausüben. Bisher hatte ich noch nie probleme auf die Art. Gruß Rudi Nachtrag: Um die Dichtung besser zu schützen (falls überhaupt notwendig), kann man dann auch z.B. eine große Unterlegscheibe passend aufbohren (damit die jeweils auf den/die Zapfen/Welle passt, sofern vorhanden), und dann vor den Simmerring setzen, und dann erst das Rohr aufstecken. So wirkt die ausgeübte Kraft beim eintreiben auf der gesamten Dichtfläche. Bei schwer einzutreibenden Dichtungen, wäre diese Methode besser. |
Hallo! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Grüße Teletubby |
Ich hab dir mal eine PN geschrieben, vielleicht kann ich dir mit den Rohrstücken helfen ;) |
Zitat:
Herzlichen Dank, ist angekommen und beantwortet. Ich glaube, mein Traum passender Rohrstücke aus meinem vorigen Beitrag ist gerade dabei, erfüllt zu werden.... |
Wie wäre es wenn ich dir meine Gedrehten Kunststoff Montage Hilfen aus POM zur Verfügung Stelle? Die siehst du in meinem Showtread. Müsstest nur für Hin und Rückversand aufkommen. Das Aufziehwerkzeug für die Flansche könnte ich dann auch ins Packet legen. |
Hi Manfred, Zitat:
Zitat:
Aber mal als allgemeiner Tipp: Wenn man in seinem Ort, oder in der näheren Umgebung, eine oder besser noch mehrere Schlosserbuden hat, kann man eine Menge brauchbarer Profile etc. aus deren Schrottcontainer´n für nen kleines Trinkgeld bekommen. Wenn im Schrottcontainer keine passenden Sachen zu finden sind, schneiden die einem auch gerne für einen kleinen Obulus Profile etc. aus den Lagerregalen. Haber insgesamt schon einiges gutes aus den Containern rausgefischt, woraus ich mir dann z.B. Abzieher etc. gebastelt hatte ;) Gruß Rudi |
http://www.golf3.de/images/imported/2017/08/186.jpg Bild Ganz Links: Werkzeug Eingangswelle Simmering Groß Bild Mitte: Eingangswelle Simmering klein: Bild Rechts: Simmering Gelenkwellenflansch Bild Oben: Werkzeug zum Einziehen des Gelenkwellenflansch Die Knipex Zange für die Sprengringe kann ich auch noch hinzulegen. BTW: Der Simmering der Eingangswelle ist bei dir Falsch eingepresst, der darf nur bündig eingesetzt werden, da er sonst eine Ölbohrung verschließt. |
Hallo! Zitat:
Von den insgesamt sechs Wellendichtringen habe ich für zwei eine Lösung: Für den des äußeren Kupplungshebels und für den der Kupplungsdruckstange. Es bleiben also noch vier übrig, von denen zwei (= die für die Gelenkflansche) gleich sind. Ich habe Deine Arbeiten am Getriebe in Deinem Showroom verfolgt. Dabei wurde ja auch klar, dass Du das Getriebe ziemlich komplett zerlegt hattest. Ich vermute, dass Du die Wellendichtringe eingebaut hast, als das Getriebe noch nicht zusammengebaut war = als die Wellen noch ausgebaut waren. Frage: Lassen sich Deine Werkzeuge sicher auch bei zusammengesetzten Getrieben = bei eingebauten Wellen verwenden? Für das Aufziehen der Gelenkflansche hatte ich mir bisher die Lösung ausgemalt, sie mit einem Stück einer M10-Gewindestange, einer M10-Mutter mit Scheibe und dem waagerechten Teil meines Zweiarmabziehers (= das Teil, in dem das Innengewinde für die Spindel ist) einzuziehen. Zitat:
Grüße Teletubby |
Hallo! Gestern habe ich es endlich geschafft, mein Getriebe fertig zu bekommen. Es fehlten ja nur noch vier Wellendichtringe und die Teile, die erst danach angebaut werden konnten, z.B. die Gelenkflansche. Dazu ist am Freitag ein niedliches Paket von Forumsmitglied Matze941 angekommen, das die passenden Werkzeuge enthielt, mit denen die restlichen vier Wellendichtringe eingebaut werden konnten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505636163.JPG Diese Werkzeuge hat er aus hartem Kunststoffmaterial auf einer Drehbank hergestellt. Die Maße hatte ich ihm vorher durchgegeben. Zwei Wellendichtringen hatte ich vorher schon mit Eigenmitteln eingebaut: Den für den Kupplungshebel mit einer passenden Stecknuss und einer großen Schraubzwinge. Und den für die Kupplungsdruckstange. Diesen hatte ich mir einfacher vorgestellt, deshalb habe ich ihn im ersten Versuch versaut. Das war ärgerlich, weil dieser winzige Dichtring etwa 17 Euro kostet. Für den zweiten Versuch hatte ich mir eine passende Vorrichtung gebaut, mit der es problemlos funktioniert hat: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505636576.JPG Nachdem die Werkzeuge angekommen waren, konnte es weitergehen. Als erstes war der Dichtring für die Schaltwelle dran. Bei ihm bin ich wie auch bei allen anderen der Empfehlung aus dem VW Reparaturleitfaden gefolgt, sie am Außendurchmesser leicht einzuölen. Und natürlich die Dichtlippen und die Wellen. Auf dem nächsten Bild der tadellos saubere Sitz des Dichtringes für die Schaltwelle. Ebenfalls zu sehen: Der neue Schalter für die Rückfahrleuchten, festgedreht mit 20 Nm. Und der alte Tachogeber mit seiner neu verzinkten Befestigungsschraube. Diese Schraube gibt es bei VW nicht in der originalen Ausführung. Sie hat übrigens ein ultraseltenes Gewinde M7: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505636928.JPG Der neue Dichtring und das Werkzeug: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637040.JPG Zuerst habe ich den eingeölten Dichtrung auf die Welle geschoben... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637114.JPG ...dann weiter bis zur Anlage an seinem Sitz: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637204.JPG Jetzt kamen das Werkzeug und die Schraubzwinge zum Einsatz. Das Schöne beim Eindrücken mit der Schraubzwinge ist, dass das sanft, gut dosierbar und ohne Schläge passiert: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637313.JPG Da staunt der Dichtring: Durch Drehen an der Schraubzwinge wird er sanft in seinen Sitz bis zum Anschlag eingedrückt. Das Werkzeug hat einen Außendurchmesser von 29,8 mm und passt damit genau in den Sitz des Dichtringes (30,0 mm): http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637444.JPG Fertig! http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637506.JPG Jetzt konnte ich die Schaltwelle fertigstellen. Die selbstsichernde Mutter für den Schalthebel ist mit 25 Nm festgedreht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637616.JPG Als nächstes war der Wellendichtring für die Getriebe-Eingangswelle dran. Er musste mit Schlägen eingebaut werden, weil eine hierfür geeignete Schraubzwinge so lang wie das Getriebe sein müsste. Die habe ich aber nicht. Auf dem Foto oben das Werkzeug für diesen Dichtring, unten links der alte und rechts daneben der neue. Um das Werkzeug nicht zu vermacken, hatte ich es an der Stirnfläche mit Tesa Gewebeband abgeklebt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637853.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505638312.JPG Um den Dichtring auf dem allerersten Stück unter allen Umständen nicht verkantet einzudrücken, hatte ich ihn ganz an seinem Rand mit Klebeband am Werkzeug befestigt... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505637981.JPG ...und ihn dann erstmal nur so weit eingetrieben, dass sich das Klebeband noch restlos abziehen ließ: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505638083.JPG Und dann den Rest bis zur Anlage im Grund seines Sitzes. Das funktioniert mit dem Kunststoffwerkzeug sehr gut: Man kann genau fühlen, ob der Dichtring bei den sanften Schlägen noch rutscht oder schon am Anschlag angekommen ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505638269.JPG Zitat:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505638701.jpg Deshalb habe ich den Dichtring so weit eingedrückt wie auch der alte war: Bis zum Anschlag Es fehlten jetzt nur noch die beiden Dichtringe für die Gelenkflansche. Ich habe sie auch mit leichten Schlägen eingedrückt und nicht mit der Schraubzwinge. Denn erstens hatte das bei dem der Eingangswelle sehr gut funktioniert. Und zweitens hätte die Schraubzwinge auf der gegenüberliegenden Seite auf der Getriebewelle des noch nicht montierten Gelenkflansches aufgelegen und ihn mit fraglichen Folgen in das Differential gedrückt. Um das zu verhindern, hätte ich erst ein Holzteil bauen müssen, über das die Schraubzwinge sich auf dem Getriebegehäuse abstützt. Hier auf dem Foto die beiden Reparatursätze, die jeweils einen Dichtring, einen neuen Sprengring und einen Verschlussstopfen für die Mitte des Gelenkflansches enthalten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639143.JPG Auch dieses Werkzeug hatte ich vorher zum Schutz vor Macken mit Gewebeband abgeklebt. Wichtig beim Eintrieben des Dichtringes ist es, das oft zu unterbrechen und zu überprüfen, ob er rundherum schon gleichmäßig tief in der Öffnung ist und das weitere Eintreiben danach auszurichten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639379.JPG Fertig! Der Raum zwischen den Dichtlippen ist schon, wie im Reparaturleitfaden beschrieben, zum Einbau des Gelenkflansches mit Fett gefüllt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639500.JPG Dasselbe auf der anderen Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639710.JPG Einziehen des Gelenkwellenflansches mit einem Teil meines Zweiarmabziehers und einer ausreichend langen M10-Schraube: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639618.JPG Der linke Gelenkflansch: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639809.JPG Einlegen der Scheibe. Die Einbaulage ist nicht egal: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505639916.JPG Die Kunst beim Einsetzen des Sprengring besteht darin, ihn dabei nicht zu überdehnen, weil er den Gelenkflansch dann möglicherweise nicht mehr ausreichend sichert. Es gibt dafür spezielle Zangen; ich mache das immer vorsichtig mit einer Seegeringzange für Außensicherungsringe. Eine angenehme Arbeit finde ich das nicht. Hier ist der Sprengring eingesetzt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640105.JPG Die Dichtkappe für die Mitte des Gelenkflansches lässt sich oft mit kräftigen Händen eindrücken, wenn man ihren Sitz vorher leicht einölt. Ansonsten geht es mit einer Stecknuss der Größe 30 in der im Bild gezeigten Weise mit sanften Hammerschlägen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640363.JPG Die rechte Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640507.JPG Bis auf das Getriebeöl ist das Getriebe jetzt einbaufertig. Ich hoffe, alles richtig gemacht zu haben: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640586.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640635.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640675.JPG Damit der Kupplungshebel beim Getriebeeinbau nicht im Weg herumhängt, habe ich ihn so fixiert. Das muss beim Befestigen des Getriebes am Motor natürlich rückgängig gemacht werden, weil dadurch ja quasi die Kupplung betätigt ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505640766.JPG Jetzt steht dem Getriebeeinbau eigentlich nichts mehr im Weg. Aber vorher wollte ich die Servolenkleitungen zum Lenkgetriebe noch einbauen, weil dieser Bereich gerade so gut zugänglich ist. Bei der Vorbereitung dieser Leitungen habe ich gesehen, dass die Beschichtung der Rücklaufleitung im Bereich des Lenkgetriebes in der Auflösung begriffen ist. Weil es dort sehr korrosionsanfällig ist, wollte ich das nicht so lassen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505641014.JPG Die Beschichtung ließ sich größtenteils mit einem Messer widerstandslos entfernen, weil sie sich schon vom Untergrund abgehoben hatte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505641108.JPG Hier ist der gesamte Rohrbereich blank. Später habe ich ihn noch angeschliffen und den Rost auf der Verkrimpung durch Sandstrahlen entfernt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505641303.JPG Für die Beschichtung hatte ich mich für eine Grundierung und anschließenden Lack vorgesehen. Weil das in mehreren Durchgängen passieren muss und weil es nur gnaz kleine Flächen sind, wollte ich dafür nicht extra den Kompressor und die Lackierpistole auffahren, sondern habe mich für Sprühdosen entschieden. Einkomponentenmaterialien in Sprühdosen sind in den allermeisten Fällen in fragwürdiger Qualität. Aber es gibt ja inzwischen auch Zweikomponentenmaterialien in Sprüdosen. Sie sind zwar teuerer, aber auch wesentlich besser. Und ich möchte die Servolenkleitung auf keinen Fall in drei Jahren wieder ausbauen müssen. Hier die Grundierung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505641672.JPG Wichtig bei Zweikomponentenmaterialien ist, dass die zur Aushärtung führende chemische Reaktion in dem Moment beginnt, in dem die beiden Komponenten zusammenkommen. Bei Sprühdosen geschieht das durch Eindrücken eines Stiftes. Dann beginnt die sogenannte Topfzeit (engl. Potlife), innerhalb der das Material zu verarbeiten ist. Bei meiner Grundierung sind das 96 Stunden. Wenn danach noch etwas übrig ist, kann man das nur noch entsorgen. Die wesentlichen Vorteile von Zweikomponentenmaterial liegen darin, dass erstens die Trocknung und Aushärtung viel kontrollierter geschehen als bei Einkomponentenmaterial. Und dass die Beständigkeit gegen z.B. Chemikalien viel höher sind. Das ist gerade im Außenbereich von Fahrzeugen wichtig. Hier der fertig grundierte zweite Bereich der Leitung. Meine ersten Erfahrungen mit Zweikomponentenmaterial in Sprühdosen sind gut: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1505642208.JPG Hier nochmal herzlichen Dank an Matze941 für die Herstellung und das Ausleihen der Werkzeuge für die Wellendichtringe. Am Dienstag werde ich sie ihm zurückschicken. Und an Naumstar, der mir das auch angeboten hatte. Grüße Teletubby |
Die Gegenstütze zum Einpressen des Wedis hätte ich auch ins Packet gelegt.:angel: http://www.golf3.de/images/imported/2017/09/93.jpg |
Hallo! Die letzte Woche möchte ich mit allem, was Golf 3 angeht, am liebsten ganz schnell vergessen. Anfang der Woche war ich noch dabei, die Metallbereiche der Servolenkleitungen wegen abblätternder Beschichtung aufzuarbeiten. Zuerst die Rücklaufleitung, bie der ich die rissige Beschichtung... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801196.JPG ... mit einem Messer entfernt habe... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801263.JPG ...bis sie komplett blank war einschließlich dem Bereich unter der Verschraubung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801341.JPG Die angerostete Vercrimpung zum Schlauch habe ich danach noch gesandstrahlt. Und sie dann mit Zweikomponentenprimer grundiert: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801455.JPG Und sie nach zweitägiger Trockenzeit in zwei Durchgängen mit hochwertigem, schwarz seidenglänzendem Zweikomponentenlack in ebenfalls zwei Durchgängen lackiert. Hier zunächst das Leitungsende, das später von der Verschraubung überdeckt wird: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801620.JPG Dann den Rest: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506804037.JPG Die Druckleitung (VW Fachbegriff: "Dehnschlauch") hatte ich bis dahin nur flüchtig angesehen und für gut befunden. Bei genauem Hisehen zeigten sich auch hier viele Fehlstellen der Beschichtung im zum Lenkgetriebe hin gelegenen Bereich, der sehr korrosionsanfällig ist. Also habe ich auch hier die schwarze Beschichtung komplett entfernt und den Untergrund angeschliffen... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801888.JPG ...und grundiert... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506801954.JPG ...und zum Lackieren vorbereitet. Hier die "weiche" Abgrenzung = Abklebung zum Bereich, der noch gut war... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506802070.JPG ...und schwarz lackiert. Die Grenze des neu lackierten Bereiches liegt kaum sichtbar kurz vor dem angeschweißten Befestigungswinkel im rechten Bildbereich: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506802245.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1506802318.JPG Nach einer Trocknungs- und Härtungszeit des Lacks habe ich letzten Dienstag die Rücklaufleitung erst noch mit VW-Wachs eingesprüht und sie dann eingebaut. Zuerst diese, weil sie im Halter der Leitungen an der Stelle liegt, die nach Einbau der Druckleitung nicht mehr zugänglich ist. Das hat auch wunderbar funktioniert, weil die Verschraubungsstelle am Lenkgetriebe bei noch ausgebautem Getriebe ganz gut zugänglich ist. Anders bei der Druckleitung am nächsten Tag: Hier ist die Einschraubstelle am Lenkgetriebe nur schlecht erreichbar. Deshalb habe ich schon früh mit einem Maulschlüssel der Größe 18 gedreht. Und dabei zu spät gemerkt, dass ich die Verschraubung der Leitung schief in das Leichtmetallmaterial des Lenkgetriebes gedreht habe. Dadurch ist nicht nur das Innengewinde in Mitleidenschaft gezogen worden, sondern unvorteilhafterweise auch der Dichtsitz der Leitungsabdichtung im Lenkgetriebe. Kurz gesagt: Ich habe in wenigen Minuten ein wunderbares Lenkgetriebe geschrottet. :-( Es hat ein paar Tage gedauert, bis ich dieses Elend verdaut hatte. Zum Glück gibt es gute gebrauchte Golf 3 Lenkgetriebe wie Sand am Meer. Aber zum Tausch muss der Aggregateträger raus, was ich eigentlich nicht vorhatte. Dafür hatte ich eigentlich für heute vor, das Getriebe einzubauen. Glück im Unglück ist, dass das Getriebe noch nicht eingebaut ist, was den Ausbau des Aggregateträgers vereinfacht. Nur den Motor muss ich an der einen Stelle abstützen, an der er noch am Aggregateträger fest ist. Weil die Vorderachse eh neue Gummilager für die Querlenker bekommen soll, kann ich das aufgrund der neuen Lage jetzt besser bei ausgebautem Aggregateträger machen. Trotzdem saublöd, das Ganze. Ist mir schon lange nicht mehr passiert. Zum Glück hat die Leitung nichts abbekommen. Also: Wenn Euch etwas Ähnliches passiert, mag es noch so dämlich und peinlich sein, scheut Euch nicht, es hier im Forum zu schreiben. Ihr seht: Ihr seid hier in bester Gesellschaft. Es passiert auch Leuten, die so etwas schon über 40 Jahre lang machen und die es eigentlich wissen sollten. Dabei war mir die Gefahr des Schief-Eindrehens an dieser Stelle vorher sehr klar, und ich hatte mir vorgenommen, entsprechend vorsichtig vorzugehen. Aber anscheinend nicht vorsichtig genug. Hat hier jemand ein schönes Golf 3 Lenkgetriebe für Fahrzeuge mit Basisachse über? Grüße Teletubby |
Zitat:
Spaß beiseite, es ist ärgerlich, auf jeden Fall, aber es gibt halt die Tage wo die anderen gewinnen. ich schau mal in meinem Teilefundus, was da noch so rumflattert. Ich bilde mir ein, dass ich ein TRW Lenkgetriebe gesehen habe in Deinem Cabrio ? TRW müsste ich noch haben, ZF könnte ich haben, muss ich aber nachsehen edit : hätte ein TRW da http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1506869001.jpg |
Hallo Manfred, die Servoleitungen hatte ich immer sträflich vernachlässigt, bis ich letztes Jahr plötzlich einen Hydraulikölverlust hatte. Bei mir war es zum Glück das relaiv gut erreichbare Kühlrohr, das am vorderen Querträger verläuft. Hier war der Aufwand zum Tausch noch überschaubar. Das mit dem schiefen Eindrehen der Leitung ist natürlich wirklich ärgerlich. Aber selbst wenn man noch so präzise arbeitet, Fehler passieren einfach, da macht man nix. Man kann viele Fehler natürlich vermeiden wenn man ruhig arbeitet, aber so isses halt. Dazu gleich meine Geschichte: Ich arbeite derzeit fast nur an der Restauration eines Mazda 323 F BG meines besten Freundes mit. Hierbei stand kürzlich an, die Vorderachse mit neuen Teilen einzubauen. Wir hatten den Träger der Vorderachse entrostet, lackiert und die Gewinde nachgeschnitten. Alle Gewinde waren gesäubert worden, fettfrei und frei von Spänen. Als ich dann unter dem Fahrzeug liege und den Querlenker anschraube, merke ich auch hier zu spät, dass ich die Schraube schief angesetzt habe und somit das Gewinde beschädigt habe. Da das Gewinde aber sehr gut erreichbar war unter dem Auto, konnten wir es uns sparen den Vorderachsträger nochmal auszubauen. Wir haben lediglich den Querlenker wieder abgenommen, das Gewinde nachgeschnitten, gesäubert und jetzt ist der Querlenker drin. :) |
Bei meinem GTI-Umbau hätte ich um ein Haar auch das gute Plusachsen-Lenkgetriebe zerschrotet. Mir ist das im letzten Moment noch aufgefallen, auch wenn ich erst dachte:"Das wars jetzt" |
Viel Ärger mit einem Gamma-Radio Hallo! Anfang der Woche hatte ich an einem Gamma IV-Radio, das mir "zugelaufen" ist, den Entsperrcode ermittelt; hierüber habe ich an anderer Stelle dieses Forums schon kurz geschrieben. Dazu muss ein Memory-IC ausgebaut und mit einem Programmiergerät ausgelesen werden. Anschließend aus den Speicheradressen, die den Code enthalten, den tatsächlichen vierstelligen Zahlencode mit Hilfe einer Tabelle ermitteln. Das hat alles wunderbar funktioniert. Weil die meisten der Werkzeuge einschließlich des stabilisierten Netzteils zur Stromversorgeung eh ausgepackt waren, wollte ich diese Gelegenheit nutzen, gleich auch das Gamma-Radio, das mal in das Cabrio kommen soll, einbaufertig zu machen. Als ich das Cabrio besichtigt habe, war ein anderes Radio eingebaut. Der Verkäufer hat mir gesagt, dass er das ausbauen und behalten und mir dafür das originale Gamma-Radio, das das Cabrio ab Werk hatte, geben will. Das habe ich bei der Übergabe des Autos in Form eines äußerlich ungewöhnlich gut aussehenden Gamma-Radios auch bekommen. Sogar mit originaler Anleitung und zugehöriger Radio-Karte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507450062.jpg Ganz grob elektrisch getestet hatte ich dieses Radio schon vor längerem, weil ich es mal zum Test eines CD-Wechslers verwendet hatte. Zu machen waren jetzt eigentlich nur vier Sachen: 1. Am Front- und Bedienteil gab es einige Macken. Weil ich noch ein anderes, elektrisch defektes Radio gleichen Typs mit größtenteils sehr schöner Front habe, wollte ich entsprechende Teile davon verwenden. 2. Schliff der Drehknopf des Lautstärkereglers an der Frontblende. Das wollte ich auch gleich in Ordnung bringen. 3. wollte ich das Cassettenlaufwerk reinigen und testen. Es wird zwar wahrscheinlich nie benutzt werden, soll aber betriebsbereit sein. Und 4. ein kompletter elektrischer Test. Für alles zusammen hatte ich etwa einen Nachmittag eingeplant. Als erstes habe ich die Front abgebaut, die sich nur ungewöhnlich schwer demontieren ließ. Und schon ging das Elend los: Die Metallteile des Radiorahmens links und rechts unten in den Ecken waren total verbogen. Das war auch der Grund für die schwer abgehende Frontblende und für den schleifenden Lautstärkereglerknopf. Solche Verbiegungen passieren, wenn man das Radio unsachgemäß mit Schraubendrehern, Messern etc. statt der dafür vorgesehenen Entrigelungswerkzeuge ausbaut. Weil das Richten der Verbogenen Metallteile nicht ganz einfach ist, für das spätere Ein- und Ausrasten aber sehr wichtig, sind hierfür nervigerweise schon die ersten Stunden draufgegangen. Das Foto zeigt die rot eingekreisten Bereiche nach dem Richten. Der ebenfalls sichtbare rote Stecker hat 16 Pole. Er ist für die elektrische Verbinung zum Frontteil: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507450960.jpg Zum Test habe ich das Frontteil kurz angebaut: Es ließ sich jetzt wie üblich leicht an- und abbauen, und er Drehknopf schliff nicht mehr. Als nächstes war das Frontteil selbst dran. Nach Ausbau der Elektronik sieht es vor der Rückseite her so aus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507451183.JPG Dieses Teil lässt sich jetzt in 29 einzelne Teile zerlegen, weil sich bei der Philips-Version des Gamma IV-Radios (es gibt auch noch eine von Panasonic) sämtliche Tasten einzeln abbauen lassen. Dasselbe habe ich mit dem insgesamt besseren Frontteil des zweiten Radios gemacht, so dass insgesamt 58 Teile vor mir lagen. Diese Teile habe ich jetzt so kombiniert, dass daraus eine fast makellose Front entstand. Alle Teile habe ich vor dem Einbau mit Wattestäbchen und Spiritus gereinigt. Dann sah das Frontteil so aus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507451502.JPG Da musste jetzt noch die Elektronik eingebaut werden, die mit sieben kleinen Schräubchen fest ist. Und dann das Ganze wieder an den Rest des Radios, welches dadurch jetzt wider funktionsfähig ist. Die noch verbliebene Arbeit war der Test und die Reinigung des Cassettenlaufwerks, was aber sehr schnell ging. Denn das Cassettenteil sah so aus, als wäre noch nie eine Cassette darin gewesen. Zum vermeintlichen Schluss gab es einen Komplettest des Radios, bei dem sich zu meinem Entsetzen herausstellte, dass der rechte Bereich der Displaybeleuchtung sehr ungleichmäßig war. Zum Entsetzen deshalb, weil zur Kontrolle und Reparatur dasa LCD-Display einzeln ausgebaut werden muss. Damit hatte ich ja nun gar nicht gerechnet, weil die gesamte Beleuchtung aus langlebigen, verlässlichen LED´s besteht. Es sah so aus, als wäre eine der LED´s ausgefallen, was ich so nicht lassen wollte. Für ein Foto des Problems fehlte mir in diesem Augenblick jeglicher Nerv. Also Frontteil wieder ab und die Elektronik ausgebaut, deren Vorderseite so aussieht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507452037.JPG Jetzt habe ich erstmal erforscht, wie sich die Beleuchtung des ausgebauten Frontteils testweise in Betrieb setzen lässt. Weil ich für das Gamms IV-Radio eine Serviceanleitung habe,... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507452285.JPG ... war das relativ einfach. Denn vor dem mehr als unangenehmen Abbau des LCD-Displays, hinter dem die Beleuchtung sitzt, wollte ich absolut sicher sein, dass der Fehler auch jetzt da ist. War er aber leider. Zum Ausbau des LCD-Displays müssen 63 (in Worten: dreiundsechzig) feinste durchkontaktierte (!) Lötstellen vom Lötzinn befreit werden, damit die Pins des Displays darin lose sind. Das muss höchst vorsichtig passieren, weil weder das Display noch die Platine dabei beschädigt werden dürfen. Das bedeutet: Über zwei Stunden hochkonzentrierte Tätigkeit. Eigentlich eine Arbeit für jemanden, der Vater und Mutter erschlagen hat. Auf dem nächsten Foto sind jetzt erstmal das Display und der darunterliegende Lichtleiter abgenommen. Schön kann man die Mühe sehen, die sich die Firma Philips mit der Display-Beleuchtung in Form von 12 LED´s gegeben hat. Bei der Panasonic-Version tun hier nur zwei ganz normale, müde Glühlampen ihren Dienst, die das Display nur ungleichmäßig ausleuchten und noch dazu nicht übermäßig lange halten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507453093.JPG Auf dem nächsten Foto ist die Frontelektronik in weitere Bestandteile zerlegt. Auf der größeren der beiden Platinen kann man die lange Reihe von 63 Lötpunkten für das Display sehen. Oben inks die rote Blink-LED, die auch ausgebaut werden muss: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507453305.JPG Hier mal nur die freigelegte Hauptplatine der Frontelektronik: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507453379.JPG Auf die schon früher herausgefundene Weise habe ich die Beleuchtung jetzt in Betrieb gesetzt. Der auf dem Foto sichtbare dünne, blaue Draht ist dazu da, einen Transistor kurzzuschließen, der die LCD-Displaybeleuchtung einzeln ein- bzw. ausschaltet. Denn im Gegensatz zur Tasten- und Drehknopfbeleuchtung ist sie nur bei eingeschaltetem Radio in Betrieb. Wie man deutlich sehen kann, sind im rechten Bereich der Displaybeleuchtung gleich drei LED´s ausgefallen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507453629.JPG Das Schaltbild sagt, dass die zwölf LCD-LED´s elektrisch in vier Gruppen zu je drei Stück aufgeteilt sind. Und genau eine dieser Gruppen ist ausgefallen. Und zwar deshalb, weil hier keine Betriebsspannung ankam. Beim Verfolgen der hierfür zuständigen Leiterbahnen mit einem Multimeter im Ohmbereich... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507453798.JPG ...fanden sich schließlich eine beschädigte und eine unterbrochene Leiterbahn. Und zwar genau in dem Bereich, der in unmittelbarer Nähe der beim unsachbemäßen Ausbau des Radios verbogenen Metallteile unten rechts liegt. Es ist also anzunehmen, dass hierbei auch die Platine beschädigt wurde: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454082.jpg Dasselbe nochmal etwas größer: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454286.jpg Was für ein Ärger! Stundenlanger unangenehmer Reparaturaufwand nur deshalb, weil jemand zu bequem oder zu geizig war, ein paar Euro für die originalen Ausbauwerkzeuge auszugeben, mit der der Radioausbau ohne jegliche Beschädigung in Sekundenschnelle vor sich gehen kann: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454444.JPG Diese zwei Leiterbahnen habe ich repariert. Weil sie sehr lang sind und in ihrem Verauf mehrmals an durchkontaktierten Stellen die Seite der Platine wechseln, konnte ich mir für die Reparatur eine geeignetere Stelle als die der Beschädigung aussuchen. Mit ganz feinem Draht, der speziell dafür vorgesehen ist, habe ich das gemacht. Der Draht selbst ist nur 0,35 mm dick, mit Isolierung sind es 0,7 mm: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454800.JPG Hier ist die erste Leiterbahnbeschädigung repariert. Auf der gezeigten Seite der Platine sind die Voraussetzungen dafür besser, weil mehr Platz zur Verfügung steht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454901.JPG Und hier auch die zweite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507454974.JPG Test nach Anschluss der Stromversorgung: Alle LED´s leuchten wieder. Das ist der schöne Moment, der einen für den ganzen Aufwand entschädigt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507455028.JPG Unvorteilhafterweise hatte ich durch kurzen, falschen Anschluss der Stromversorgung der ausgebauten Platine einen kleinen SMD-Transistor abgeschossen. Den konnte ich aus meinem Schlachtgerät nehmen. Es ist ein Typ BC847B mit den Abmessungen 2,8 mm X 1,25 mm. Hier ist er ausgebaut, und seine Lötstellen der Platine sind zum Einbau des anderen vorbereitet: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507455310.JPG Der anschließende Zusammenbau ist nun kein Problem mehr und schnell erledigt. Hier ist das Frontteil schon wieder komplett zusammengesetzt. Nur das Löten des LCD-Displays und der Blink-LED fehlt noch: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507455489.JPG Der Lohn der insgesamt mehrtägigen Arbeit: Jetzt funktioniert alles wieder richtig: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507455730.jpg http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507455780.JPG Statt weniger Stunden hat die Fertigstellung des Radios nun mehrere Tage gedauert. :-( Die gesamte Frontelektonik meines Schlacht-Radios habe ich übrigens nur deshalb nicht verwendet, weil das Display verkratzt ist. Grüße Teletubby |
Zitat:
Viele nehmen ein gerades Stück Blech oder schneiden eine Karte und dann wackeln Sie rum bis das Radio draußen ist. Ich habe mir vor 2 Jahren ein Entriegelungswerkezug das man für drei Radiotypen nutzen kann besorgt. In 10 Sekunden ist das Radio entriegelt. |
Tolle Arbeit! An den 63 Kontaktstellen wäre ich vermutlich gescheitert. Wieder ein toller Bericht, ich freue mich immer, wenn es hier was neues gibt. Das ist immer ein bisschen wie ein Stück in einem guten Buch zu lesen, und wie in einer spannenden Story geht auch hier nicht alles nach Plan. Dennoch bist Du dir nicht zu schade, diese Probleme ausführlich zu dokumentieren. Diesen Mix aus authentischer Berichtserstattung und penibler, herausragend ausgeführter Arbeit/Problemlösung macht einen unfassbaren Reiz aus, hier weiterzulesen. Die Bilder sind auch immer gut zu lesen und zu verstehen, die Texte gut geschrieben. Ich kann mir nur wage vorstellen, was das Erstellen dieser Beiträge für eine Arbeit macht. Danke dafür, und noch viel Erfolg bei Deinem Projekt! Grüße Arne |
Wirklich super Arbeiten! Bei meinen geplanten Umbauten (Motor und CT) werde ich mir vor allem bei letzterer Sache in deinem Showroom einige Sachen abgucken :) Gruß Markus |
An die Unterbrechung der Leiterbahn wärst du ohne Ausbau des Displays nicht gelangt? |
Hallo! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Spazialwerkzeug gebastelt Eigentlich hatte ich das Getriebe ja komplett fertig. Aber es gab eine Sache, mit der ich nicht wirklich zufrieden war. Ich habe es aber erstmal so gelassen, um eventuelle zukünftige Gedanken dazu abzuwarten. Und vorsichtshalber noch kein Getriebeöl eingefüllt. Es geht um die Sprengringe, die die Gelenkwellenflansche sichern. Sie dürfen beim Anbau nicht zu stark gespreizt werden, weil sie ihre Aufgabe sonst nicht mehr sicher erfüllen. Ich hatte sie mit Hilfe einer normalen Seegeringzange für Außensicherungsringe,... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507875284.JPG die dafür natürlich überhaupt nicht nicht vorgesehen ist, montiert. Das war eine fürchterliche Würgerei, weil man immer wieder abrutscht, die Ringe an Stellen spreizt, die dafür nicht gedacht sind und bei denen es kein sicheres Gefühl gibt, ob die Ringe schon genug gespreizt sind. Die Gefahr des Überdehnes ist deshalb sehr hoch. Außerdem gibt es dabei fast sicher blutige Finger. Das alles wollte ich schließlich so nicht lassen und habe überlegt, wie sich das verbessern lässt. Ich habe noch eine zweite Seegeringzange mit abgewinkelten Enden. Weil ich davon im Ursprungszustand kein Foto gemacht habe, hier eins aus dem Internet: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507878853.jpg Sie ist ebenfalls für Außensicherungsringe. Mit dem Winkelschleifer habe ich erst die abgewinkelten Enden abgetrennt und dann die verbliebenen Enden mit demselben Werkzeug wie auf den Fotos erkennbar angeschliffen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507875839.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507875890.JPG Die von der Bearbeitung mit dem Winkelschleifer her rauen Flächen der Zangenenden habe ich mit Absicht nicht durch Feilen geglättet, damit sie schön rau bleiben und die Sprengringe später nicht abrutschen. Dann habe ich bei VW vorsichtshalber vier statt zwei neue Sprengringe 020 409 297 (zwei zum Üben) und zwei neue Abdeckkappen 020 409 289 B... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876210.JPG ...beschafft. Und zur ersten Anprobe gebeten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876275.JPG Um das Ergebnis gleich vorwegzunehmen: Es funktioniert phantastisch gut. Die Ringe lassen sich mit der modifizierten Zange einwandfei greifen, und zwar genau an den Stellen der Ringe, die dafür vorgesehen sind... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876454.JPG ...und festhalten, wobei nicht die geringste Tendenz besteht, dass sie abrutschen... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876535.JPG ...und mühelos und sehr gefühlvoll genau so weit spreizen, dass sie sich gerade über das Wellenende schieben lassen. So gut eingesetzte Sprengringe hatte ich bisher noch nicht. Linke Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876815.JPG Und die rechte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507876900.JPG Diese Sprengringe dürfen laut VW aus Sicherheitsgründen, wenn sie einmal eingebaut waren, nicht wiederverwendet werden, sondern müssen ersetzt werden. Nach dem Einbau der Abdeckkappen konnte ich diesem Punkt nun auch endlich als zufriedenstellend erledigt abhaken. Als vorletztes am Getriebe habe ich nun auch vollsynthetisches Getriebeöl SAE75W-90 eingefüllt, das der VW-Norm 501 50 entspricht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507877168.JPG Laut technischen Unterlagen beträgt die Füllmenge 1,9 Liter. Bei Getriebeölwechseln in der Vergangenheit bei solchen Getrieben war es aber immer so, dass bis zum vorgeschriebenen Füllstand nur ca. 1,7 Liter hineinpassten. Ich habe mich also jetzt für 1,8 Liter entschieden, indem ich von den gekauften 2 Litern 0,2 Liter in ein leeres, gereinigtes Marmeladenglas umgefüllt und den Rest in das Getriebe gefüllt habe. Wegen einer eventuell möglichen Fehlbefüllung um 0,1 Liter zu viel oder zu wenig wird mir das Getriebe nicht verrecken. Zum Schluss bekam die Verzahnung der Getriebe-Eingangswelle noch dünn VW Spezialfett G 000 100, damit die Kupplungsscheibe darauf leichtgängig ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507877822.JPG Danach habe ich das jetzt endgültig einbaufertige Getriebe weggelegt. Wenn das Elend mit dem Lenkgetriebe nicht passiert wäre, könnte ich es heute einbauen. Stattdessen werde ich heute damit anfangen, die Vorderachse zum Ausbau des Aggregateträgers mit Lenkgetriebe auseinanderzureißen. Grüße Teletubby |
Das zuviel an Öl bleibt nicht im Getriebe. Darauf kannst du vertrauen. |
Zitat:
Das Getriebe ist eins vom Typ 020 und kein 084 oder 085, die für Ölverlust bekannt sind. |
Es hat aber eine Entlüftung und da drückt es die Übermenge raus. Sonst würde es das durch die Simmerringe rausdrücken. Das wäre schlechter. Es muss ja eine Möglichkeit zum Druckausgleich geben. Das Getriebe hat ja zwischen Start- und Betriebstemperatur auch einige Spanne. |
Aber ganz sicher nicht bei 0,2L mehr im Getriebe, das macht doch am Füllstand kaum etwas aus. |
Zitat:
|
Was ungesund zu viel ist, das fliegt raus und alles andere stört da drin nicht. Können wir uns darauf einigen? |
Hallo! Zitat:
Zitat:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1507980078.jpg Zitat:
Zitat:
Grüße Teletubby |
...mir hat mein Getriebespezi geraten 0,1-0,2l mehr einzufüllen bei meinem 02A Getriebe, Begründung war die geringere Temperatur des Öls durch die erhöhte Menge. Das Getriebe wird auf dem Nürburgring allerdings auch gut gefordert... |
Hallo! In dieser Woche habe ich endlich mit den Vorbereitungen zum Ausbau des Aggregateträgers begonnen, der wegen der Beschädigung eines Anschlussgewindes am Lenkgetriebe nötig wurde. Dazu habe ich erstmal die meisten Teile der Vorderachse abgebaut. Gefreut habe ich mich darauf nicht, obwohl diese Teile zur Überholung der Vorderachse eh ausgebaut werden sollten. Aber nicht jetzt. Aber da half alles nichts. Zuerst habe ich auf beiden Seiten alles abgebaut, was mit den Vorderbremsen zu tun hat: Bremssättel, Beläge, Sattelträger, Bremsscheiben und die Spritzbleche. Abgesehen davon, dass sich die Schrauben der Sattelträger nur schwer drehen ließen, ging das alles problemlos. Hier die rechte Seite danach: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508613758.JPG Das Auto soll auch vorn neue Stoßdämpfer bekommen. Die neuen habe ich schon; es gab sie (1H0 413 031 Q) mal in einem Sonderangebot von VW Classic Parts sehr preisgünstig für EUR 24,95 pro Stück. Für die ersten Fahrten danach brauche ich einen wenigstens grob eingestellten Sturz der Vorderräder. Vor der weiteren Demontage habe ich den jetzt erstmal mit einer Wasserwaage in etwa erfasst. Hier die linke Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508613978.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508614047.JPG Und dasselbe auf der linken: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508619441.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508614221.JPG Wie man auf den Fotos sehen kann, sind die Ergebnisse beider Seiten spiegelbildlich ähnlich, was mein Vertrauen in die Aussagekraft gestärkt hat. Genau so werde ich sie beim Zusammenbau für die ersten Fahrten wieder einstellen. Eine genaue Einstellung später durch eine Vermessung mit Einstellung kann das natürlich nicht ersetzen. Um die Verhältnisse bei der Messung mit der Wasserwaage des vorn aufgebockten Fahrzeugs in Bezug auf die Domlager so zu bekommen, als wenn sie mit dem Fahrzeuggewicht belastet wären, habe ich die Achsteile mit dem Scherenwagenheber so weit angehoben, bis das Spiel oben eliminiert war: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508614620.JPG Während der bisherigen Arbeiten fiel mein Blick immer mal wieder auf die Spurstangenköpfe, die erneuert werden sollen. Beide Muttern auf beiden Seiten hatte ich schon gelöst... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508614868.JPG ...aber Spurstangenausdrücker habe ich keinen. Bin deshalb auf die Idee gekommen, es einfach mal mit dem Zweiarmabzieher zu versuchen. Dies möglichst, ohne abzurutschen. Dazu bin ich erstmal dem Gummi-Dichtbalg mit höchstem Zerstörungspotential auf die Pelle gerückt, um eine größere Auflage für die beiden Arme des Abziehers zu bekommen... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508615044.JPG ...und dann der Abzieher angesetzt... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508615146.JPG ...und kräftig gedreht mit großer Spannung, was passieren würde. Es gibt drei Möglichkeiten: Entweder rutscht der Abzieher ab oder er geht kaputt oder es funktioniert. Das nächste Foto bringt die Auflösung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508615276.JPG Irgendwann gab es ein lautes Knack-Geräusch, und der Gewindebolzen des Spurstangenkopfes war gelöst. Zu meiner großen Freude hat es funktioniert, obwohl ich die Erfolgsaussichten unter 50 Prozent eingeschätzt hatte. Und dasselbe auch nochmal auf der linken Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508615404.JPG Als nächstes stand das an, was ich die ganze Zeit vor mir hergeschoben habe, weil ich mich nicht richtig rangetraut habe; Die Bolzen der Gelenke aus den Radlagergehäusen herausholen. Das habe ich von vor ein paar Jahren, als ich die Vorderachse meines roten Variant überarbeitet habe, in sehr schlechter Erinnerung. Vor allem auf der rechten Seite war nach Beendigung der Arbeit auf nicht gerade professionelle Weise mit Hämmern, Meißenln usw. nicht nur ich fix und alle, sondern auch der Querlenker, der dabei unrettbar krumm geworden war. Aber zwischenzeitlich war ich nicht untätig, sondern habe mir Ratschläge eingeholt, überwiegend hier im Forum. Dabei fiel immer wieder das Wort "Trenngabel", ein Werkzeug, mit dem ich selbst ganz unerfahren bin. Also habe ich erstmal eine bestellt. Aus dem Paket kam in der letzten Woche folgendes Teil zum Vorschein: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508615890.JPG Ausgesucht hatte ich sie nach der Größe der Gabelöffnung 20 mm. Von meinem Variant hatte ich ein altes Gelenk extra für solche Zwecke aufbewahrt, dessen Bolzendurchmesser ich jetzt mit 19 mm gemessen habe. Die erste Anprobe war dementsprechend gut: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616048.JPG Trotzdem war ich sehr skeptisch, weil ich weiß, dass diese Bolzen oft grausam fest sitzen. Aber da führte jetzt kein Weg mehr dran vorbei. Damit sich die noch nagelneue Trenngabel leichter eintreiben lässt, habe ich die entscheidenden Gleitfächen geölt... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616269.JPG ...und nach Überprüfung der örtlichen Verhältnisse festgestellt, dass die Erfolgsaussichten beim Eintreiben von der Seite statt von vorn oder hinten sehr wahrscheinlich am höchsten sein werden. Also das Teil einfach mal angesetzt. Der Abstand zum ABS Impulsgeberring ist zwar klein, aber mit etwas Vorsicht in diesem Punkt könnte es so gehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616444.JPG Bereit zur Anwendung von schwerster Gewalt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616520.JPG Keine fünf Minuten später, ohne dass der Impulsgeberring auch nur ein Krätzerchen abbekommen hätte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616700.JPG Phantastisch! Bei den vorderen Querlenkerschrauben war ich schon vor Monaten neugierig, ob sie sich drehen lassen würden. Erfreulicherweise war das bei beiden so. Hier die rechte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508616850.JPG So war der Ausbau des rechten Querlenkers jetzt kein Problem mehr. Als er draußen war, habe ich mir als erstes das hintere Gummilager angesehen, was nicht mehr in TÜV-gerechtem Zustand ist. Die noch lesbare Jahreseinprägung 1997 sagt ganz klar, dass es noch das erste ist. Ansonsten rissig gleich an mehreren Stellen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508617008.jpg Jetzt wurde es nochmal spannend, weil es darum ging, wie sich der Bolzen des linken Gelenks aus dem Radlagergehäuse herausziehen lassen würde. Vorbereitung wie vorher auf der rechten Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508617214.JPG Schon nach wenigen Hammerschlägen begann der Gelenkbolzen zu rutschen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508617293.JPG Auf dem nächsten Foto von vorn kann man sehr gut sehen, wie unglaublich gut diese Trenngabel auf die Verhältnisse beim Golf 3 passt, jedenfalls bei der Basisachse. Ob das bei der Plusachse auch so ist, kann ich nicht beurteilen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508618444.JPG Wenige Minuten später, das sieht man gern: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508617560.JPG Das Einölen der Gleitfächen war kein Fehler, sondern ist sehr ratsam. Mit so einem Werkzeug ist der Ausbau des Gelenkbolzens sogar Leuten mit einem schweren gesundheitlichen Problem, wie ich es mit meiner Lunge habe, noch gut möglich. Das Gelenk ist danach natürlich dringend erneuerungsbedürftig. Falls sich jemand diese Trenngabel anschaffen möchte: Ich kann sie bestens empfehlen. Es gibt sie bei der Firma Alkan Werkzeuge in Remscheid unter der Artikelnummer 11402. Ich habe sie bei Ebay unter der Nummer 140605030982 für unglaubliche EUR 15,12 einschließlich Versand gekauft. Nachdem der linke Querlenker ganz ausgebaut war, sah es dort so aus wie rechts: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508618075.JPG Im Normalfall könnte ich den Aggregateträger mit dem Lenkgetriebe jetzt absenken, die restlichen Schrauben sind schon gelockert und lassen sich von Hand drehen. Aber dummerweise ist der Motor mit seiner Lagerung hinten rechts noch mit ihm verbunden: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1508618295.JPG Wenn ich diese Verbindung jetzt lösen würde, würde mir der Motor abschmieren. Wie ich das hinbekommen soll, weiß ich noch nicht, da werde ich mir noch etwas einfallen lassen müssen. Aber das ist erst nächste Woche dran; für diese reicht es. Grüße Teletubby |
Hallo, ich muss sagen dieser Showroom ist immer wieder genial. Ich finde es gut dass es hier vorzugsweise um die Technik des Golf 3`s geht. Immer wieder schön hier mit zu lesen. Zitat:
|
Bei dem Einsatz der Trenngabel zeigt sich wieder mal, dass der, der gut schmiert auch gut fährt. Apropos Motor, wenn du nun nicht schon das Schwungrad wieder angebaut hättest, könnte man sagen, der Restmotor wiegt ja nichts mehr. |
Sehr interessant, wie üblich. Zwei Anmerkungen: - Bei all deinem akkuraten, sauberen Arbeiten mit den richtigen Werkzeugen und der richtigen Vorbereitung - warum steht das Auto dann auf Holzklötzen? ;) Vier ordentlich Böcke kosten doch nicht die Welt, sind stabil und lassen sich höhenverstellen. - Für das abstützen des Motors würde ich mir eine Kotflügeltraverse besorgen. Die Kotflügel kann man ja eben abbauen und die Traverse auf den Längsträgern abstützen. |
Zitat:
zum unterlegen und zum aufbocken, früher war das so gang und gebe |
Hallo! Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Zitat:
Grüße Teletubby |
Ach, da hab ich ja einiges übersehen bzw. gelesen und gestern beim tippen meines Beitrags nicht dran gedacht. Stimmt, der ZK ist demontiert. Sicherlich kann man da eine Zylinderkopfschraube umstricken. Alternativ könnte man ja auch eine Kette um den Rumpfmotor legen und ihn damit anheben. Das Argument mit den GEwichten der Böcke verstehe ich - solche hatte mein Vater auch. Ich benutze immer diese Baumarktteile, die sind schön leicht. Da ist das kein Thema. |
Vielen Dank für den konkreten Tipp mit der Trenngabel!! Dann steht dem Wechsel von insgesamt 6 Traggelenken bei mir nun nichts mehr im Wege. :D MfG |
Hallo! Der Freitag vergangener Woche war der einzige Tag, an dem ich mich aufraffen konnte, wenigstens ein bisschen weiterzumachen. Eigentlich wollte ich eine komplette Woche Pause machen, weil das einfach mal nötig war. Aber am Freitag hat es dann doch wieder in den Fingern gekribbelt. Also war nach dem Ausbau der Querlenker "leichte Kost" dran in Form von Vorarbeiten an den wenigen noch verbauten Vorderachsteilen, um sie für den Wiederzusammenbau vorzubereiten. Das alles hier am Beispiel der linken Seite, die im Ursprungszustand so aussah: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267169.JPG Als erstes habe ich mit einer Drahtbürste den Rost von den Anlageflächen für die Bremsscheiben an den Radnaben so weit wie möglich entfernt. Eine plane Anlagefläche ist wichtig für einen guten, schlagfreien späteren Rundlauf der Räder: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267331.JPG Die Bremsscheiben ließen sich übrigens völlig gewaltfrei abnehmen. Das hat mich sehr gefreut, weil die Benutzung eines Hammers zu diesem Zweck immer eine große Belastung der Radlager darstellt, die so etwas überhaupt nicht mögen. VW empfiehlt sogar in mehreren Schriften die Erneuerung der Radlager, wenn zur Bremsscheibendemontage stärkere Hammerschläge nötig waren. Die Gewinde für die Radschrauben habe ich mit einem passenden Gewindebohrer von Schmutz und Rost berfreit, von dem erfreulicherweise nur wenig vorhanden war: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267581.JPG Und hinterher alles mit Benzin abgewaschen. Die Gewinde sind wie neu; eine zur Probe eingedrehte passende Schraube läst sich leicht und ohen zu knirschen drehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267723.JPG Dasselbe passierte an den Gewinden für die Bremssattelträger, deren Schrauben sich beim Ausbau nur schwer drehen ließen, so dass ich schon um die Innengewinde gefürchtet hatte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267837.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509267931.JPG Aber die Sorge um die Gewinde war unbegründet; es hing nur eine Menge Dreck in ihnen. Nach der Bearbeitung waren sie auch wie neu; auch hier lässt sich die Probeschraube schön eindrehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268051.JPG Vorsicht, böse Falle: Wenn man einen normalen Gewindebohrer M12 bestellt, bekommt man einen für eine Gewindesteigung 1,75 mm, weil das die übliche Steigung von M12 Gewinden ist, die deshalb auch "Regelgewinde" genannt werden. Das bedeutet, dass der Abstand von Gewindegang zu Gewindegang genau 1,75 mm beträgt. Oder anders gesagt: Wenn man so eine Schraube um genau eine Umdrehung dreht, bewegt sie sich dabei um genau 1,75 mm in das Innengewinde hinein oder heraus. Die Gewinde an Fahrwerksteilen des Golf 3 sind aber fast alle Feingewinde, von denen es zu allem Überfluss sogar mehrere verschiedene gibt. Die Gewindesteigung beträgt hier 1,5 mm. Durch Verwendung eines M12 Gewindebohrers mit Steigung 1,75 mm an einem Gewinde mit 1,5 mm habe ich vor vielen Jahren mal einen wunderbar erhaltenen und sorgfältig restaurierten hinteren Achslenker geschrottet, obwohl ich den Fehler zwischendurch bemerkt und aufgehört habe. Aber das Gewinde war schon so stark geschädigt, dass es beim späteren Festziehen der entsprechenden Schraube für den Bremssattel schon weit vor Erreichen des vorgeschriebenen Anzugsmomentes ausriss. Der wunderschöne Achslenker war damit ein Fall für den Müll. Jetzt waren nur noch die Bohrungen für die Achsgelenke und ihre Klemmschrauben dran, die wie üblich aussahen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268159.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268220.JPG Den Bohrungen für die Schrauben bin ich mit einer Rundfeile mit Außendurchmesser ca. 10 mm auf die Pelle gerückt; damit geht das wunderbar. So lange, bis kein Schmutz und kein Rost mehr herauskamen und sich eine M10 Probeschraube leicht durchstecken ließ: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268336.JPG Und der Bohrung für die Gelenkbolzen mit dem auf folgendem Foto abgebildeten Werkzeug. Es ist eigentlich ein selbstgebautes Werkzeug, mit dem sich die Betätigungsstange des Bremskraftverstärkers vom Bremspedal lösen lässt. Es besteht aus Kupferrohr mit Außendurchmesser 15 mm aus dem Baumarkt. An einem Ende habe ich es mit Schleifpapier der Körnung 400 umwickelt und dieses mit Klebeband befestigt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268648.JPG Damit habe ich von unten in der Bohrung für den Gelenkbolzen herumgeschliffen und das Schleifpapier mehrfach gewechselt. Und zwischendurch immer wieder versucht, ob sich ein Gelenk schon einstecken lässt. Zu diesem Zweck habe ich von der Vorderachsüberholung meines roten Variants vor vier Jahren ein gebrauchtes Gelenk aufbewahrt, es am Bolzen vom Rost befreit und es insgesamt etwas sauber gemacht, damit es sich appetitlicher verwenden lässt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509268949.JPG Nach etwa zehn Minuten Schleifen ließ sich das Gelenk gewaltfrei immerhin schon ein Stück einschieben: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509269061.JPG Solange das Schleifpapier nach dem Schleifen noch so aussieht, ist das Ziel noch nicht erreicht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509269147.JPG Bei diesem Schleifen darf es natürlich nicht darum gehen, die Bohrung für den Gelenkbolzen insgesamt aufzuweiten, sondern nur den Rost und Schmutz herauszuholen, der das Einstecken des Gelenks behindert. Auf dem nächsten Foto ist das erreicht. Es ist zwar noch etwas Rost zu sehen, aber nur in Form von leichten Vertiefungen. Bei dieser Arbeit habe ich gemerkt, dass der meiste Rost dort war, wo beim früher eingebauten Gelenk die umlaufende Rille war: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509269432.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509269479.JPG Das Testgelenk lässt sich jetzt mit minimalem Spiel widerstandslos einstecken, bis es am oberen Ende der Bohrrung anstößt. Wenn man auf dem nächsten Foto die Hand wegnehmen würde, würde es durch sein Eigengewicht herausfallen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509269633.JPG Damit die Bohrungen nicht erneut rosten, habe ich sie mit einem Pinsel leicht eingefettet. VW verbietet es übrigens ausdrücklich, die Bohrung für den Gelenkbolzen irgendwie aufzuweiten. Zum Beispiel dadurch, dass man einen Schraubendreher oder einen Meißel oder Ähnliches in den Schlitz eintreibt oder sonstwie daran herumbiegt. Das nicht ohne Grund: Das Material des Radlagergehäuses ist Stahlguss, der nicht gerade für große Elasitzität bekannt ist. Durch Biegen kommt es hier leicht zu einem Festigkeitsverlust, der wegen der Lebenswichtigkeit dieser Verbindung nicht zu verantworten ist. Bis darauf, dass die Federbeine noch zur Erneuerung der Stoßdämpfer auszubauen sind, war die linke Seite jetzt fertig. Die Federbeine werde ich aber erst ausbauen, wenn die Querlenker und sehr wahrscheinlich auch das Getriebe wieder eingebaut sind, weil mir sonst die Radlagergehäuse mit den Antriebswellen in der Luft hängen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509270116.JPG Und zweieinhalb Stunden später auch die rechte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1509270180.JPG Grüße Teletubby |
Schön dokumentiert Manfred. Ich lese das aufmerksam, bei mir gehts ja auch in Kürze an das erneuern der Vorderachse. (wenn am 1.11. der Reparaturplatz in der Halle frei wird, der momentan durch das Winterauto meines Kumpels belegt ist.) Ich habe mir direkt die Frage gestellt, ob man die Öffnung für das Radlagergehäuse wohl einfetten kann. Und siehe da, ein paar Zeilen weiter hast du mir die Antwort geliefert. Das werde ich auch so machen. Die Anlageflächen von Bremsscheiben reinige ich am liebsten immer mit einem kleinen Drahtbürstenaufsatz für die Bohrmaschine. Die große Drahtbürste ist mir da oft etwas zu unhandlich, zumal dauerts länger. :D |
12x1,5 ist auch das Maß für die Radschrauben an meiner Frau ihrem Fahrzeug. Deswegen habe ich einen Gewindebohrer dieses Maßes bei mir im Werkzeugkasten liegen und einen M18x1,5 für die Lambdasonde. Einen M14x1,5 für meine Alltagshure habe ich noch nicht. |
Ben bei der Plusachse, welche ich bei dir vermute, hast du einen konischen Zapfen beim Traggelenk welches von oben mit einer Mutter gesichert wird. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 19:11 Uhr. |
Powered by vBulletin®