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Münchner Bier unerreicht eins gesoffen, drei geseicht |
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Zum Reise noch ein paar Worte: Ich finde Ostfriesland nicht besonders schön. Landschaftlich oder Kulturell bietet es kaum interessante Ausflugspunkte, und irgendwann hat man sich an den Kühen und den typischen Bauernhäusern satt gesehen. Auch die Städte wie Emden, Wilhelmshafen oder Leer machen durch ihre beeindruckende Ausdruckslosigkeit von sich reden. Zitat:
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Nein, es war bereits Landkreis Oldenburg :D |
In der NAcht sind alle Katzen grau. Aber was für ein Schloss war das unterwegs gewesen? Zwischen der A1 und dem Haus. |
Hallo! Letzte Woche hatte ich mal wieder Zeit, am Cabrio weiterzumachen. Die Arbeiten, die anstanden, waren fast alle angenehm, weil es darum ging, Teile zu verbauen, die ich schon vorher einbaufertig gemacht hatte. Das letzte, was ich gemacht hatte, war der Einbau der Schaltumlenkung. Das erste, was jetzt dran kam, war ein neues Aggregatelager hinten links. Und zwar deshalb, weil man da später nur noch schlecht drankommt. Das neue Lager (Originales VW-Teil, 191 199 381 A) mit neuen Schrauben: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503169277.JPG Verbaut. Die beiden Schrauben sind nur handfest gedreht, weil es besser ist, sie später nach dem Einbau des Getriebes nochmal zu lockern und dann erst festzuziehen, weil das Lager dann sicher spannungsfrei ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503169402.JPG Als nächstes der Hitzeschutz der schwarzen Querwand im Motorraum. Meistens sind diese Teile stärker beschädigt, was leicht durch Montagearbeiten im Motorraum passiert. Meiner hatte auch ein paar Beulen. Die lassen sich von der Rückseite her herausdrücken. Das gelingt fast perfekt, wenn man das Teil dazu mit der Silberseite nach unten auf eine ebene Unterlage legt, z.B. den Rand einer Tischplatte. Außerdem hatte ich den Hitzeschutz mit warmem Wasser mit Meister Proper und einer Bürste gereinigt. Hier ist er einbaufertig: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503169686.JPG Dieses Teil hat es so übrigens nie bei VW als Ersatzteil gegeben. Auf der Rückseite hat es zwar eine Teilenummer. Wenn man die aber in die Teileliste eingibt, bekommt man einen Ersatz, der aber total anders aussieht. Gebraucht ist dieses Teil in gutem Zustand praktisch nicht zu bekommen. Also geht mit Euren silbernen Hitzeschutz-Teilen sehr sorgfältig um, wenn Euch etwas am Originalzustand liegt. Über diesen Wärmeschutz gehört noch das Abschirmblech für die Bremsleitung zum rechten Vorderrad: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170078.JPG Dieses Teil aufzuarbeiten, lohnt sich nicht, weil es bei VW nur sagenhafte EUR 2,74 kostet (Teilenummer 1H1 611 732): http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170233.JPG Befestigt wird das alles mit drei Haltern 6K0 611 797, in die auch die Bremsleitung zum rechten Vorderrad eingeclipst wird:http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503169953.JPG Wenn man diese Halter sieht, denkt man als Befestigunswerkzeug sofort an einen Schraubendreher. Das gibt aber nichts, weil dessen Klinge sofort aus dem Schlitz des schwarzen Kunststoffteils herausrutscht und und ihn total vermurkst. Deshalb hatte ich mir schon voriges Jahr bei gleichen Arbeiten an meinem Variant aus stabilem Stahlblech der Stärke 1,5 mm ein spezielles Werkzeug gefeilt (rechts auf dem Bild): http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170468.JPG Ich habe es so gefeilt, dass es sich genau in eine 8 mm Stecknuss einsetzen lässt. Durch die Umwicklung mit Klebeband fällt es nicht heraus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170548.JPG Mit dieser Werkzeugkombination lassen sich die schwarzen Halter jetzt perfekt befestigen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170691.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170763.JPG Jetzt ist auch die Bremsleitung in die drei Halter eingedrückt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170833.JPG Auch der vierte Halter oberhalb des Bremskraftverstärkers ist neu, weil der alte gebrochen war. Die Leitung ist noch nicht eingeclipst, weil es besser ist, das erst dann zu machen, wenn sie später am ABS-Hydraulikblock angeschlossen ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503170964.JPG Jetzt musste das Abschirmblech für die Bremsleitung nur noch hochgebogen werden. Das ist nicht ganz einfach, wenn das über die ganze Länge gleichmäßig sein soll und wenn es oben schön abschließen soll. Über das Wie sollte man sich vorher Gedanken machen. Hier ist es ganz brauchbar gelungen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503171188.JPG Als nächstes habe ich zwei neue Positionierungsstifte für die Zylinderkopfdichtung verbaut, weil die alten am äußeren Umfang so korrodiert waren, dass sich die Dichtung nur noch sehr schwer und der Gefahr der Verbiegung darüber legen ließ. Zuerst habe ich mir fürchterlich einen abgewürgt beim Versuch, diese beiden Stifte mit einer Zange nach oben herauszuziehen. Irgendwann habe ich gemerkt, dass der Zylinderblock an diesen Stellen Vorsprüge hat, die unten offen sind. So ließen sich die alten Stifte mit einem Hammer und einem Durchschlag nach unten herausschlagen. Dabei muss man aber sehr vorsichtig sein, um nicht abzurutschen und um keine Macken in diesen Bereich der Dichtfläche zu hauen. Hier ist einer der Stifte schon eingeschlagen. Vorher hatte ich bei den alten gemessen: Sie müssen so tief eingeschlagen werden, dass sie noch 8,0 mm oben herausstehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503171648.JPG Jetzt war das Kurbelgehäuse-Entlüftungsteil dran. Hier ist es, allseits gründlich gereinigt. Die Klammer oben für den Motor-Kabelstrang (auf diesem Bild nicht sichtbar) ist neu: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503171759.JPG Die Dichtung und der O-Ring sind neue VW-Teile; die vier Schrauben sind neu verzinkt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503171900.JPG Die fertig gereinigte Anschlussfläche am Zylinderblock für den Entlüfter und den Ölfilterhalter: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172019.JPG Vor dem Ansetzen des Entlüfters ist es sinnvoll, sowohl den O-Ring in der Nut als auch die runde Öffnung in Zylinderblock leicht einzuölen, weil das dann viel leichter geht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172142.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172188.JPG Fünf Minuten später war der Entlüfter verbaut. Anzugsdrehmoment der vier Schrauben: 25 Nm: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172293.JPG Jetzt war der Ölfilterhalter dran: Der Halter selbst ist orignal von diesem Cabrio, aber gründlich gereinigt. Beide Öldruckschalter sind neue VW-Teile und schon mit 25 Nm festgedreht. Der Öltemperaturgeber ist ein gereinigtes Gebrauchtteil, sein Dichtring ist neu. Er ist mit 10 Nm festgedreht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172562.JPG Die Dichtung ist ein neues VW-Teil, der Schraubstutzen für den Ölfilter ist nur gereinigt und die drei Schrauben sind neu verzinkt. Es ist sinnvoll, den Schraubstutzen erst nach Anbau des Ölfilterhalters einzudrehen, weil sich die unteren Schrauben des Halters dann besser erreichen lassen.: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172654.jpg Als Werkzeug kommt nur eine 6 mm Innensechskant-Langnuss in Frage, sonst lässt sich die obere Schraube wegen des schon angebauten Öldruckschalters nicht mehr erreichen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172862.JPG So sah es aus, nachdem der Ölfilterhalter angebaut war: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503172934.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173168.JPG Jetzt fehlte nur noch der Schraubstutzen für den Ölfilter. Es ist sinnvoll, ihn fest einzudrehen, damit er beim späteren Abschrauben des Ölfilters nicht mit herauskommt. Ihn mit einer Zange festzudrehen, ist wenig sinnvoll, weil sein Gewinde dadurch beschädigt wird. Besser ist es mit zwei passenden, gegeneinander gekonterten Muttern, die es unter der Teilenummer 068 115 723 bei VW gibt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173225.JPG Mit zwei Schraubenschlüsseln der Größe 27 lassen sie sich gut auf dem Schraubstutzen gegeneinander kontern: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173319.JPG Und ab in den Ölfilterhalter! Vorgeschriebenes Anzugsdrehmoment für den Schraubstutzen scheint es keins zu geben. Ich habe ihn mit 25 Nm festgezogen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173364.JPG Fertig nach Abnahme der beiden Muttern: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173507.JPG Den getriebeseitigen Kurbelwellen-Dichtflansch hatte ich jetzt noch hier einbaufertig liegen. Lange hatte ich überlegt, was ich hier verbauen soll, ob ich einen kompletten Flansch kaufen soll oder nur einen neuen Wellendichtring zum Einbau in den alten Flansch. Weil ich hiermit überhaupt keine Erfahrung habe und es unter allen Umständen vermeiden möchte, dass hier etwas schief geht, habe ich mich schließlich für einen kompletten Dichtflansch von VW mit der Teilenummer 068 103 171 F entschieden. Er wird mit Montagehülse geliefert. Hier ist er von beiden Seiten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173805.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173879.JPG Ich habe dazu recherchiert und herausgefunden, dass es wohl kein Wellendichtring aus PTFE ist. Beim Blick von der Seite auf die Rückseite kann man deutlich sehen, dass er eine Schlauchfeder enthält: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503173977.JPG Zusammen mit Montagehülse, neuer Dichtung und den Schrauben, die ich in Benzin abgewaschen hatte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174102.JPG Der fertig vorbereitete Bereich des Zylinderblocks: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174181.JPG Hier ist die Dichtung schon an ihrem neuen Arbeitspaltz: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174253.JPG Fertig! Die sechs Schrauben sind mit 10 Nm festgedreht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174351.JPG Als nächstes war etwas ganz anderes an der Reihe: Schon vor einiger Zeit hatte ich das Innengelenk der rechten Antriebswelle von Verschmutzungen in Form von dicker Ölkruste gereinigt. Das linke hatte ich erstmal in die Zukunft verschoben. Da habe ich mich jetzt heranbegeben. Schon vor dem Abflanschen beim Getriebeausbau hatte ich es mit einem Spachtel vom ganz groben Dreck gereinigt. So war es auch jetzt noch: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174574.JPG Zwischen den Gelenken und den Flanschen am Getriebe sind Dichtungen, die das Eindringen von Wasser und Schmutz und das Austreten von Fett verhindern sollen. Auf beiden Seiten hatte ich diese etwas zerquollenen Dichtungen entfernt, um sie zu ersetzen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174762.JPG Weil die neuen Dichtungen einseitig selbstklebend sind, müssen die Klebebereiche der Gelenke absolut sauber und fettfrei sein. So sah das linke aus, als ich damit fertig war. Wie schon an anderer Stelle gesagt: Ich mache das gerne, Teile saubermachen. Jedenfalls dann, wenn unter dem Dreck etwas Schönes zum Vorschein kommt:: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503174885.JPG Hier sind die beiden neuen Dichtungen für die Gelenke mit 100 mm Durchmesser. Die eine von der Ober- und die andere von der Unter- (= Klebe-) seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503175066.JPG Das Innengelenk der linken Welle mit neuer Dichtung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503175138.JPG Dasselbe auf der rechten Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503175206.JPG Danach konnte ich die linke Welle wieder hochbinden. Das war nötig, weil ich als nächstes die Ölwanne anbauen wollte, wozu die linke Welle in ihrer derzeitigen Position sehr stören würde: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503175404.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503175456.JPG Zur Montage der Ölwanne waren vorab zwei Sachen zu klären: 1. Mit welchem Drehmoment die 20 Befestigungsschrauben festziehen? Deshalb wichtig, weil schlimme Geschichten kursieren, nach denen beim Festziehen mit dem von VW vorgeschriebenen Drehmoment 20 Nm die Gewinde im Leichtmetallmaterial der Dichtflansche ausreißen. Dazu hatte ich erstmal festgestellt, auf welcher Länge die Gewinde tragen. Die Schrauben haben die Abmessungen M6X17 mit der Festigkeitsklasse 10.9. Die Materialstärke der Ölwanne habe ich mit 2,5 mm gemessen, die der Dichtung im zusammengedrückten Zustand ebenfalls 2,5 mm. Also werden die Gewinde der Schrauben 12 mm tief in die Innengewinde eingedreht, was für M6-Schrauben mit dx2 recht viel ist. Die Innengewinde der Dichtflansche habe ich mir ebenfalls genau angesehen und festgestellt, dass die des zahnriemenseitigen Dichtflansches genau 12 mm lang sind und die des kupplungsseitigen sogar noch länger. Aufgrund des tiefen Eindrehens der Schrauben in die Innengewinde habe ich mich für ein Anzugsdrehmoment von 18 Nm entschieden. 2. VW sieht in den Reparaturleitfäden vor, die Übergänge des Zylinderblocks zu den Dichtflanschen vor Anbau der Ölwanne mit Dichtmittel zu bestreichen. Danach ist es aber wichtig, dass die Ölwanne mit Dichtung direkt richtig positioniert an den Zylinderblock angesetzt wird und dort nicht herumgeschoben wird, weil das die Wirkung der Dichtmasse in Frage stellen würde. Zu diesem Zweck habe ich von einer M6 Gewindestange zwei ca. 80 mm lange Stücke abgesägt und die Gewindeenden mit der Feile nachgearbeitet: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176302.JPG Nach Reinigen der Dichtfläche des Zylinderblocks habe ich diese Gewindeteile in zwei diagonal gegenüberliegende Gewindelöcher für die Ölwanne eingedreht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176480.JPG Für den Anbau der Ölwanne musste ich auch noch die bisherige vordere Motorabstützung ändern, die ja unter der Ölpumpe stand. Das konnte zum Anbau der Ölwanne natürlich nicht so bleiben. Deshalb habe ich in eins der vorderen, unteren M10 Gewindelöcher des Zylinderblocks eine stabile M10-Schraube eingedreht und unter diese den Wagenheber gesetzt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176678.JPG Die von innen und außen gereinigte einbaufertige Ölwanne: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176751.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176815.JPG Die Ölwanne liegt mit aufgelegter neuer Dichtung (VW-Teil, 044 103 609 D) fertig unter dem Motor. Unten im Bild die 20 neuen Schrauben und das Montagewerkzeug: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503176939.JPG Vor der Weiterarbeit bin ich noch auf die Idee gekommen, das Sieb des Ölansaugrohres auf Verschmutzungen zu überprüfen. Das ging mit einem Spiegel ganz gut. Es ist absolut clean: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503177042.JPG Hier die Dichtmasse für die Übergänge Zylinderblock-Dichtflansche. Der VW-Betrieb meines Vertrauens hatte mir einen Rest geschenkt, der für meine Zwecke reicht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503177174.JPG Nach dem Auftragen der Dichtmasse muss es schnell gehen, weil nur ein paar Minuten zur Verfügung stehen. Um mir das zu erleichtern, habe ich die Ölwanne wie im nächsten Bild gezeigt in Stellung gebracht: Von unten ist sie mit einem Scherenwagenheber abgestützt, und seitlich kann sie wegen der beiden M6 Gewindeteile nicht weg: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503177354.JPG In dieser Position habe ich nun in aller Gemütsruhe die Übergänge der Dichtflansche entfettet, die Dichtmasse unter Beobachtung mit einem Spiegel aufgetragen, die Ölwanne mit dem darunter stehenden Wagenheber angehoben, gegen den Zylinderblock gedrückt und erstmal alle Schrauben außer den beiden an den Stellen der M6 Gewindeteile eingedreht und leicht angezogen. Dann die beiden M6 Gewindeteile herausgedreht und die restlichen zwei Schrauben eingedreht. Im ersten Durchgang habe ich sie mit dem Drehmomentschlüssel mit 10 Nm festgezogen, im zweiten mit 15 Nm und im dritten mit 18 Nm. Das ging völlig problemlos und ohne jede Auffälligkeit. Nur vorn an der Stelle, an der der Motor mit dem Wagenheber abgestützt war, war die Schraube nicht zugänglich. Deshalb habe ich den Motor an der jetzt schon festen Ölwanne mit dem Scherenwagenheber abgestützt und den vorderen Wagenheber weggenommen, um auch die letzte Schraube festdrehen zu können: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503177958.JPG Jetzt wollte ich es aber wissen: Wird es Probleme geben, alle 20 Ölwannenschrauben mit den von VW vorgeschriebenen 20 Nm festzuziehen? Also das Werkzeug nochmal herausgeholt und den Drehmomentschlüssel auf 20 Nm eingestellt... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503178112.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503178177.JPG ... und angefangen: Bei keiner der 20 Schrauben gab es auch nur den Hauch einer Auffälligkeit. Das heißt für mich: Bei der Verwendung von originalen VW-Teilen (Flansche und Schrauben) ist das Anzugsdrehmoment 20 Nm für diese Schrauben kein Problem. Aus etwas mehr Entfernung sieht das jetzt schon fast wieder aus wie ein Motor: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503178372.JPG Bevor ich jetzt an diesem Auto weitermache, muss ich mich aber erstmal um um den Golf 3 CD-Wechsler eines Forumsmitgliedes kümmern, den ich jetzt schon seit mehreren Wochen hier stehen habe, bevor ich von ihm eine Mahnung bekomme... Grüße Teletubby |
Hallo Manfred! schön, dass es am Cabrio weitergeht. Im Jahr 2018 kannst du dann ja die ersten Sommerstrahlen des Frühjahrs "oben ohne" genießen, oder? Ich muss nur sagen, aus dem einbauen der Ölwanne hast du schon irgendwie eine Wissenschaft gemacht. :D Ich hatte das ja auch grade hinter mir. Ich habe die Dichtfläche am Block gewissenhaft sauber gemacht, dann die dichtung auf die ölwanne aufgelegt und mit einem zweiten mann die ölwanne rangehoben. Wäre auch allein gegangen, war aber einfacher zu zweit. Damit der Helfer dann wieder entlassen ist, habe ich diagonal (also quasi an allen vier ecken), eine schraube angesetzt und reingedreht, bis die dichtung nicht mehr verrutschen konnte. Dann habe ich alle schrauben rundum von Hand eingedreht und dann über kreuz festgezogen. Da habe ich kein Drehmoment genommen oder ähnliches, einfach fest und fertig. (Natürlich nicht mit voller gewalt reingeballert, aber fest halt). Nachdem alles dicht war nach der montage (und nach 8 monaten immer noch ist) Kann ich soviel nicht falsch gemacht haben. Dennoch finde ich es interessant zu sehen wie du die aufgaben angehst und löst, gerade auch unter berücksichtigung deiner körperlichen einschränkung. |
@Ben_RGBG Zitat:
Habe bei mir am Moped aber auch die Flächen wo die Auflagefläche des Kurbelgehäuses an der Dichtung sitzt zusätzlich mit nem Silikondichtmittel abgedichtet. Stand halt so im Werkstatthandbuch :P Ob das ohne auch dicht ist, weiß ich nicht. @Teletubby Du hast gar keine Ahnung wie gerne und aufgeregt ich diesen Showroom hier verfolge :meister: Find ich einfach klasse wie absolut sauber und präzise du arbeitest. Grüße LocoFlasher |
Danke für den Hinweis, habe das "NICHT" hinzugefügt. :D |
Hallo! Zitat:
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Entspannt ist das alles aber deshalb, weil ich überhaupt keinen Zeitdruck habe. Ob dieses Auto nächste Woche, nächsten Monat oder nächstes Jahr fertig wird, spielt fast keine Rolle, weil ich nicht zum Fahren darauf angewiesen bin. Sicher ist aber immer: Wenn ich mit der Arbeit abends oder sonstwann aufhöre und danach das Gefühl hätte, halbe Sachen gemacht zu haben, dann würde mich das sehr unzufrieden machen. In den Jahren 1986 bis 1993 habe ich einen VW-Porsche 914 2.0 restauriert. Das Auto war komplett auseinander. Aber wirklich komplett. Aus dieser Zeit stammt folgende Rechnung: Dieses Auto besteht aus etwa 7.000 Teilen. Wenn man bei der Aufarbeitung oder beim Zusammenbau bei nur jedem 100. schlampt, hat man hinterher 70 potentielle Fehlerquellen. Möchte man das? Grüße Teletubby |
Muss das Dichtmaterial nur zwischen Zylinderblock und Dichtung oder auch zwischen Dichtung und Ölwanne? |
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Hallo! Zuletzt hatte ich die Ölwanne angebaut. In der Zwischenzeit ist es wieder ein bisschen weitergegangen. Zuerst mit dem Zwischenblech zwischen Motor und Getriebe, das mit drei M6-Schrauben am Dichtflansch befestigt ist. Wie alle anderen Teile hatte ich auch dieses Zwischenblech sorgfältig gereinigt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509118.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509185.JPG Angebaut: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509245.JPG Zum Vergleich: So hatte es bei der Zerlegung hier ausgesehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509377.JPG Als nächstes konnte es schon an die Druckplatte für die Kupplung gehen. Ich hatte schon lange, bevor ich die alte ausgebaut hatte, eine neue beschafft. Es ist ein originales VW-Teil mit der Teilenummer 027 141 025 T(X), die aus dem Überbestand eines VW Autohauses recht preisgünstig angeboten worden war. Hätte ich da allerdings gewusst, wie gut die alte erhalten ist, hätte ich das nicht gemacht, sondern die alte wieder verbaut. Hier sind die alte und die neue: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509631.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509676.JPG Weil die alte wirklich ungewöhnlich gut erhalten ist, werde ich sie in Kürze im Marktplatz dieses Forums anbieten. Die neue Druckplatte mitsamt Befestigungsmaterial. Die Unterlegplatte ist gebraucht von Cabrio, die Schrauben sind neue, weil es Dehnschrauben sind, die ersetzt werden müssen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503509823.JPG Den Anbau der Druckplatte habe ich nicht ohne Sorgen begonnen. Deshalb, weil die Anzugsvorschrift der sechs Schrauben 60 Nm plus eine Viertelumdrehung (90°) beträgt. Da sind schon ganz schön hohe Kräfte zu nötig. Und das bei dem Motor, der zum größten Teil nur auf Wagenhebern liegt. Zuerst habe ich die Druckplatte an der Kurbelwelle mit Zwischenscheibe angesetzt und alle secsh Schrauben nur lose eingedreht. Das ging so weit, bis das blaue Sicherungsmittel am Gewinde der Schrauben in Kontakt mit den Innengewinden der Kurbelwelle kam. Danach ging es von Hand nicht mehr weiter: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510111.JPG Jetzt kam erstmal wieder mein selbstgebautes Arretierungswerkzeug für die Druckplatte zum Einsatz, das schon beim Ausbau sehr hilfreich war. Für die jetzt zu erwartende hohe Belastung habe ich es sorgfältig vorbereitet und angebaut. Dazu musste an der mit dem schwarzen Filzstift-Punkt markierten Stelle oben rechts noch ein 6,5 mm-Loch gebohrt werden: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510308.JPG Hier ist das Teil am Zylinderblock und an der Kupplungs-Druckplatte befestigt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510397.JPG Mit der Ausrichtung und Befestigung habe ich mir besondere Mühe gegeben, damit nichts krumm wird. Hier sind insgesamt zwei Schrauben (eine M12 und eine M6), drei Unterlegscheiben und eine Sechskantmutter im Einsatz: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510549.JPG So konnte ich die sechs Schrauben der Kupplungs-Druckplatte jetzt völlig problemlos und in aller Gemütsruhe erst mit einer normalen Ratsche bis zur Anlage der Köpfe eindrehen und sie dann mit dem Drehmoment in zwei Durchgängen erst mit 40 Nm und dann mit 60 Nm über Kreuz festziehen. Um die Übersicht beim anschließenden Weiterdrehen um 90° nicht zu verlieren, habe ich auf allen Schraubenköpfen mit einem Filzstift einen zur Druckplatte radialen Strich gezeichnet: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510777.JPG Jetzt kam das, was mir wegen der zu erwartenden hohen Kraftaufwandes die meisten Sorgen gemacht hat: Das Weiterdrehen um 90°. Hierzu habe ich wegen des langen Hebelarmes den "Drehmomentschlüssel für das Grobe" verwendet, eingestellt auf das maximale Drehmoment ca. 220 Nm, damit er nicht auslöst: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503510991.JPG Damit habe ich begonnen, die Schrauben weiterzudrehen. Dabei zeigte sich, dass der Motor schon relativ früh vom vorderen Wagenheber abhob. Also habe ich die sechs Schrauben erstmal zu so weit weitergedreht, wie es ohne weitere Hilfsmittel ging (ca. 45°). Für den Rest musste ich den Motor gegenhalten. Dazu habe ich zwei ausreichend lange M12-Schrauben herausgekramt, von meinem Gartenschlauch zwei 35 mm lange Stücke abgeschnitten und über die Schrauben geschoben. Damit sollen die Gewinde geschützt und späteres Abrutschen verhindert werden: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511311.JPG Die beiden so vorbereiteten Schrauben habe ich in die oberen Gewindelöcher des Zylinderblocks gedreht, um den Motor wie im Bild gezeigt mit einem Montiereisen gegenhalten zu können: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511455.JPG Damit hat das restiche Weiterdrehen der sechs Schrauben wunderbar funktioniert. Auf dem nächsten Bild sind schon zwei der Schrauben (unten links und oben rechts) in ihre endgültige Position gedreht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511595.JPG Und hier sind sie alle fertig: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511669.JPG Achtung! Tückisch: Wie man auf diesem schräg von der Seite aufgenommenen Foto gut sehen kann, sind die Sechskantköpfe dieser Schrauben ganz flach. Deshalb ist die Gefahr des Abrutschens mit dem Werkzeug sehr groß. Da ist es wichtig, hochwertige, nicht ausgelutschte Werkzeuge zu verwenden und genauestens darauf zu achten, dass die Stecknuss gerade und bis zum Anschlag auf dem Schraubenkopf sitzt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503516590.JPG Jetzt war es schon soweit, dass der Ausrückteller und sein Sprengring eingebaut werden konnten. Weil es vorkommt, dass sich die Druckstange der Kupplung mit der Zeit verschleißbedingt durch den Druckteller bohrt, habe ich einen neuen gekauft (VW Teilenummer 055 141 124 J). Hier der alte und der neue. Im Zentrum des alten ist der Verschleiß durch die Druckstange deutlich sichtbar: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511873.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503511916.JPG VW sieht im Reparaturleitfaden vor, sowohl die Kontaktstelle des Tellers mit der Druckstange als auch die Auflagefläche der Rückseite auf der Kupplungsfeder dünn mit Spezialfett G 000 100 zu bestreichen. Weil eine Tube dieses Fetts nur um die 9 Euro kostet, habe ich diese Investition getätigt und gemacht, was vorgegeben ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512107.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512158.JPG Der Einbau des Drucktellers und des Sprengrings dauert nur Sekunden. Weil hier jetzt erstmal alles fertig war, habe ich zum Abschluss die Reibfläche für die Kupplungsscheibe mit Nitro-Verdünnung gereinigt und entfettet: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512301.JPG Jetzt fehlen hier nur noch zwei Teile: Die Kupplungsscheibe und das Schwungrad. Kupplungsscheibe habe ich eine neue, ein originales VW Austauschteil: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512434.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512497.JPG Wie alle gebrauchten Teile habe ich das Schwungrad gründlich von innen und außen gereinigt. Die Reibfläche für die Kupplungsscheibe präsentiert sich in sehr gutem Zustand. Sogar die Bearbeitungsspuren des Werkes sind noch sichtbar. Keine Überhitzungsstellen. Und die Zähne der Anlasserverzahnung habe ich gezählt: Es sind 125. Dieses Zählen passierte aber mehr aus alter VW-Käfer-Gewohnheit heraus, weil es zwei unterschiedliche Zähnezahlen und zugehörig unterschiedliche Getriebe gab. Das war ausschlaggebend dafür, welche Motoren eingebaut werden konnten: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512871.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503512918.JPG Der weitere Teil dieses Beitrages richtet sich speziell an die "Intellektuellen" dieses Forums, wobei ich an Mustang80, Raven761 denke, aber auch an andere, die sich angesprochen fühlen. Und an die erfahrenen Praktiker: Franz-Werner, Wolfi, Naumstar, GT-Fahrer, Frank22 und andere: Weil ich mit den Motoren mit Bosch Monomotronic Zünd- und Einspritzanlage ziemlich unerfahren bin, hatte ich mir schon frühzeitig vorgenommen, die Markierungen auf dem Schwungrad genau anzusehen, um sie zu verstehen, um ihre Positionen zu kennen und um sie später speziell zum Einstellen des Zündzeitpunktes sicher identifizieren zu können. Zu diesem Zweck hatte ich das Schwungrad schon zu einem Zeitpunkt, als das Getriebe noch eingebaut war, durch dessen spezielle Öffnung nach Markierungen abgesucht. Um hierzu einen ganz sicheren Bezug zu haben, habe ich die Kurbelwelle an der Schraube des Zahnriemenrades so gedreht, dass die Kolben des 1. und 4. Zylinders im oberen Totpunkt stehen. Weil der Zylinderkopf da schon abgebaut war, war das recht genau möglich. Die hierbei gemachten Fotos habe ich direkt danach entsprechend markiert: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503513536.jpg In dieser Kurbelwellenposition sah es im Schauloch so aus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503513621.jpg Um diese Position später bei ausgebautem Schwungrad sicher wiederfinden zu können, habe ich sie wie im nächsten Bild gezeigt durch das Schauloch mit einem schwarzen Filzstiftstrich kenntlich gemacht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503513804.jpg Wenn ich die Kurbelwelle aus dieser Position heraus geringfügig entgegen der Drehrichtung des Motors verdreht habe, kam diese Markierung zum Vorschein, der ich einfach mal die Bedeutung der Zündzeitpunktmarkierung (laut Reparaturleitfaden 6° vor OT) habe zukommen lassen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503514056.jpg Das kommt aber rechnerisch nicht hin!!! Bei der jetzt erfolgten Reinigung des Schwungrades habe ich erstmal meine genannte Filzstift-Markierung gesucht und es tunlichst vermieden, sie zu verwischen. Das war erfolgreich. Auf dem nächsten Foto kann man sie sehen (roter Pfeil). Fast genau darunter ist eine Einfräsung erkennbar. Weil sie in unmittelbarer Nähe meiner Filzstift-Markierung ist und weil es gut sein kann, dass ich bei meiner Anzeichnung um z.b. ein Grad ungenau war, halte ich für wahrscheinlich, dass es eine werksseitige OT-Markierung ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503514432.jpg Auf dem letzten Foto etwas rechts davon ist die Metall-Markierung, die ich zur Zündzeitpunkt-Markierung erklärt hatte. denn das Schwungrad dreht sich aus der Perspektive des letzten Fotos entgegen dem Uhrzeigersinn. Etwas weiter links von der OT-Markierung gibt es eine weitere Metall-Markierung, deren Bedeutung mir zunächst unklar war. Ich wollte jetzt sicher wissen, ob die Metall-Markierung, der ich die Bedeutung für den Zündzeitpunkt zugeordnet habe, das wirklich ist. Dazu habe ich den Durchmesser des Schwungrades im Bereich des Umfanges der Markierungen gemessen und bin auf 238 mm gekommen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503514720.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503514760.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503514799.JPG Wenn der Durchmesser im beschriebenen Bereich 238 mm beträgt, dann ergibt das mit der Zahl Pi multipliziert einen Umfang von 747,7 mm. Um bis hierhin sicher keinen Denk- oder Rechenfehler gemacht zu haben, habe ich das mit einem flexibelen maßband nachgemessen: Das stimmt. Wenn das so ist, dann entspricht 1 Grad an dieser Stelle 747,7 : 360 = 2,07 mm. Die Zündzeitpunktmarkierung 6° vor OT müsste also 6 x 2,07 mm = 12,42 mm im Gegenuhrzeigersinn von der OT-Markierung entfernt liegen. Tut sie aber nicht! Denn die Markierung, die ich für die Zündzeitpunkt-Markierung 6° vor OT gehalten habe, liegt ungefähr doppelt so weit von der OT-Markierung weg, wie man auf dem nächsten Bild unschwer erkennen kann: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503515313.JPG Was stimmt hier nicht? Denke oder rechne ich falsch? Wo ist meine Zündzeitpunkt-Markierung? Die richtige Antwort bringt 100 Punkte. Zur Erinnerung: Ich hatte insgesamt 125 Zähne gezählt. 1 Zahn entspricht also 2,88 Winkelgraden. Das kann zur Orientierung auf den Schwungrad-Fotos behilflich sein. Eins ist ganz klar: Das Schwungrad kann ich erst einbauen, wenn dieser Punkt restlos geklärt ist. Ich bin sehr gespannt, wer sich hier wie zu diesem Thema äußert. Grüße Teletubby |
Denkst du dran, dass die Kurbelwelle mit 1:2 zur Zwischenwelle übersetzt ist, auf die der Zündverteiler montiert ist ;) |
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Das war das erste was mir eingefallen ist, nachdem du geschrieben hattest, dass die Markierung doppelt so weit von der OT Markierung entfernt ist. Wenn ich dran denke, mess ich den Abstand auf der Schwungscheibe am We mal an meinem ABF nach. |
Hallo zusammen, Manfred, ist denn das Schwungrad überhaupt dafür gedacht, dass dort der ZZP angeblitzt werden kann? Bei manchen Motoren wird ja die Riemenscheibe an der Stirn angeblitzt. Normalerweise müsste sonst an der Schwungscheibe eine eindeutige Markierung eingekerbt oder eine Nase etc. sein. Die eine gelbe Markierung liegt ja ziemlich nahe bei dem von die errechnetem Wert. Allerdings kann ich mir auch nicht vorstellen, dass der ZZP nur mit einem gelben Stift Markiert wurde, zumal das ja dann auch relativ ungenau anzublitzen wäre. Wird die Markierung für die 6° denn im Reparaturleitfaden nicht aufgezeigt? Gruß |
Ich habe dir eine PN geschickt. ______________________ Zitat:
Der Abstand zwischen ZZP und OT-Marke muss 13mm betragen. Die ZZP-Marke ist zudem schön groß und erkennbar, viele Heinis haben das für die OT-Markierung gehalten und dann wunderten sie sich, warum der Motor "toll" lief ;) @ Rennrudi: Diese Motoren sollen laut Repfaden nur am Schwungrad abgeblitzt werden, aber dann haben die VW-Scherzkekse die Markierung einfach weggelassen :) Man kann sich auch damit behelfen, indem man das NW-Rad entsprechend markiert. |
Hallo! Zitat:
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Sehr wahrscheinlich werde ich mir auf dem Schwungrad selbst eine schöne und genaue Zündzeitpunkt-Markierung 6° vor OT anbringen. Aus der Zeit meiner alten Stroboskoplampe und luftgekühlter VW-Motoren weiß ich noch, dass man die Markierungen am besten erkennen kann, wenn sie weiß sind. @ GT-Fahrer: Vielen Dank! Du hast mir mehr weitergeholfen als ich das für heute Abend gehofft hatte. Grüße Teletubby |
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Also es gibt zwei Möglichkeiten: 1) Verstellbare ZZP-Pistole beschaffen, dann einfach die OT-Markierung abblitzen mit 6 Grad Verzögerung (Mit 8 läuft er bissiger, da ist die Toleranz maximal ausgereizt) 2) Markierung anfertigen am Schwungrad Zur Kontrolle würd ich mir noch am NW-Rad 3 Grad markieren und auch da abblitzen. Den Pfeil am ZR-Schutz kontrastreich anmalen. Da kann man wenigstens recht "gerade" draufblicken. Parallaxe - aber jetzt wirds wirklich minuntiös :D . |
Miss doch einfach den Umfang des Schwungrades. teile den Wert durch 360 und messe dann in Millimetern den Wert ab. 6° vor OT sind Kurbelwelle. Es ist im Prinzip egal, wie die Zwischenwelle steht. Nur für die Grundeinstellung ist es hilfreich, die richtig einzustellen. |
Hallo! Zitat:
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Vielen Dank an alle, die sich hier an der Klärung beteiligt habe, vor allem an GT-Fahrer. Denn dadurch kann ich jetzt sicher sein, dass meine Überlegungen und Berechnungen dazu richtig sind. Und dass es eine 6°-vor-OT-Markierung schlicht und einfach nicht gibt. Ich bin aber sehr froh, dass ich mir schon frühzeitig vorgenommen hatte, mich genau mit den vorhandenen Markierungen und ihren Bedeutungen zu beschäftigen. Ansonsten hätte ich ziemlich sicher die bei ca. 12° vor OT vorhandene Markierung für die 6° vor OT-Zündzeitpunktmarkierung gehalten, den Zündzeitpunkt danach eingestellt und wäre jahrelang mit falsch eingestellter Zündung herumgefahren. Grüße Teletubby P.S.: Auflösung der Bedeutung der zweiten vorhandenen Markierung, siehe Foto: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503581568.jpg Sie befindet sich 41 mm Bogenmaß im Uhrzeigersinn entfernt von der OT-Markierung, das entspricht etwa 20° nach OT. Ich halte sie für nichts weiter als eine Montagehilfe für das Schwungrad, denn sie liegt genau gegenüber dem innenliegenden Positionierungsstift des Schwungrades... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503581994.jpg ...der beim Anbau genau in dieser runden Aussparung der Kupplungsdruckplatte zu liegen kommen muss: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503582250.jpg Diese runde Aussparung gibt es am ganzen Umfang der Kupplungsdruckplatte nur ein einziges Mal. Dadurch kann das Schwungrad nur in einer einzigen Position an die Druckplatte montiert werden. Wenn es anders wäre, könnte es sein, dass die Markierungen nicht stimmen. |
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Dort wird ein Ot Geber in den Grünen Deckel gesteckt, welcher dann die Höcker als Signal erkennt. Edit sagt noch: Es gibt 2 verschiedene Schwungräder mit samt Druckplatten. Einmal mit einem 7mm Passstift und einmal mit 2 6mm Passstiften. Beide Schwungräder und Druckplatten sind untereinander nicht kompatibel. |
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Ich hätte den Umfang nicht errechnet, sondern mit einer Schnur gemessen. Ja ich weiß, wie man aus dem Durchmesser den Umfang errechnet. |
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Die Kerbe die angeblitzt wird, soll in Grundstellung des Steuergeräts mit der Markierung am Getriebegehäuse fluchten. Hierfür sollten wir aber wissen, welchen ZZP das Steuergerät fest während der Grundstellung einstellt. Sind es tatsächlich 6° vor OT? Oder weniger? Das spielt für uns, die nur eine Einstellung nach Vorschrift vornehmen keine Rolle. Das Steuergerät geht aber davon aus, dass wir es auf den Referenz-ZZP eingestellt hat und arbeitet dann nach Vorgabe. Ohne in Grundstellung zu gehen, wandert der ZZP tatsächlich vor der Markierung am Getriebegehäuse. Soll ich das mal überprüfen gehen oder hat sich alles geklärt? Beim Zahnriemenwechsel habe ich diese Markierungen übrigens zur Überprüfung der OT-Stellung hinzugezogen. Ich bin mir aber nicht sicher, ob diese exakt gefluchtet oder versetzt standen. Ich könnte das auf Wunsch überprüfen gehen. Es wäre übrigens hilfreich beim Bild gewesen, den grünen Stopfen herauszudrehen. Dahinter verbirgt sich nämlich die Kerbe auf dem Getriebegehäuse, die du mit der Kerbe auf dem Schwungrad hättest vergleichen können. http://www.golf3.de/images/imported/2017/08/137.jpg |
Welches Baujahr hat den der Wagen auf deinem Foto @Raven? Die lange Kerbe (ZZP) haben die irgendwann weggelassen - nur wann ist die Frage. Mein 93er hat sie noch. |
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Hallo! Zitat:
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Die Stichmarkierung auf dem Foto im Beitrag von Raven761 ist nach meinem jetzigen Kenntnisstand die OT-Markierung. Nachdem diese Fragen alle mit Hilfe des Forums zufriedenstellend und plausibel geklärt werden konnten (Danke nochmal!), habe ich heute auf meinem Schwungrad eine Markierung für das spätere Einstellen des Zündzeitpunktes 6° vor OT angebracht. Sie liegt Gegenuhrzeigersinn 12,5 mm entfernt von dem Strich, der als OT-Markierung identifiziert wurde. Dazu habe ich das erst mit einem flexibelen Maßband abgemessen und dann mit einer kleinen Dreikantfeile... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679034.JPG in die Schräge des Schwungrades eingefeilt. An dieser Stelle deshalb, weil sie später sehr gut durch das Getriebe-Schauloch sichtbar sein wird: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679215.jpg Weil derartige Markierungen erfahrungsgemäß unter dem Licht einer Stroboskoplampe am besten zu sehen sind, wenn sie weiß sind, habe ich sie mit uralter weißer Farbe, die ich auf meinem Dachboden gefunden habe, zugekleckert: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679331.JPG Nachdem die Farbe etwa zwei Stunden lang angetrocknet war, habe ich den umgebenden Bereich vorsichtig mit Wattestäbchen, die mit ganz wenig Nitro-Verdünnung benetzt waren, nachgerieben. Übrig bleibt dann nur die weiße Farbe in der Einfeilung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679494.JPG Hier noch ein "Erinnerungsfoto" für später, auf dem alle Markierungen und ein Maßband zu sehen sind. Die rote Maßbandposition "20 cm" ist in etwa an der OT-Markierung: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679627.JPG Damit konnten die Kupplungsscheibe und das Schwungrad an den Motor gebaut werden. Hier das Einbaupensum für heute, viel ist das nicht. Die neun Schrauben hatte ich in Benzin gewaschen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679769.JPG Bevor ich das alles angebaut habe, hatte die Kupplungsscheibe Gelegenheit, auf der Getriebewelle probezuwohnen. Das sollte dazu da sein zu testen, ob sie auf der Verzahnung leichtgängig ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503679905.JPG Nach positivem Ausgang dieses Tests habe ich alles an der Kupplungsdruckplatte angesetzt und die Schrauben von Hand so weit festgedreht, dass die Kupplungsscheibe sich gerade noch verschieben ließ. Weil ich kein spezielles Werkzeug dafür habe, habe ich sie mit einer Schieblehre zentriert. Ich hoffe, dass das genau genug ist. Beim Getriebeeinbau wird sich das erweisen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503680085.JPG Fertig: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1503680154.JPG Nein, noch nicht ganz fertig, weil die neun Schrauben des Schwungrades bisher mit einem gekröpften Ringschlüssel der Größe 9 nur handfest gedreht sind, weil ich keine Zwölfkant-Stecknuss der Größe 9 habe. Seit heute ist eine bestellt. Wenn sie da ist, müssen die neun Schrauben noch mit 20 Nm festgezogen werden. Dann ist am Motor alles fertig für den Getriebeeinbau. Grüße Teletubby |
So alles blitz blank sieht es grandios aus. Zitat:
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Hallo Pascal, Das MSG muss ja davon ausgehen und regelt dann sein Kennfeld. Das ist bei den Motoren mit Klopfsensor anders, da ist diese Einstellung nicht ganz so entscheidend, weil da eine weitere Regelgröße vorhanden ist. |
Zitat:
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ADZ doens't have a Klopfensor. ;) Man sieht auch in der Diagnose in einem MWB von welchem ZZP-Wert das Stg. gerade ausgeht. |
Zitat:
"Im Jahre 1994 kam eine verbesserte Version der Mono-Motronic auf den Markt. Sie hatte höheren Fahrkomfort, geringere Schadstoffemissionen und geringeren Kraftstoffverbrauch. Es gab kleinere bauliche Änderungen, wie etwa einen neuen 45-poligen Anschlussstecker (bisher 35-polig). Leerlaufstabilisierung mittels Drosselklappenstellerstößel Geber für Drosselklappensteller Steuergerät verarbeitet Geschwindigkeitssignal Klopfsensor" Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Monomo...twicklung_1994 |
Ja bei den Polo Motoren. |
Hallo! Zitat:
Am Motor war vorige Woche an Arbeiten, die vor dem Getriebeeinbau zu machen sind, nur noch eine übrig geblieben: Die neun Schrauben des Schwungrades endgültig festziehen. Das konnte ich nicht machen, weil es Zwölfkantschrauben der Größe 9 sind, für die ich keine Stecknuss hatte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018082.JPG Heute ist die bestellte Stecknuss eingetroffen. Ich hatte sie in 1/4 Zoll-Ausführung bestellt, weil in meiner Tüte mit den 1/4 Zoll-Werkzeugen noch viel Platz ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018229.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018264.JPG Mit dieser Werkzeugkombination konnte ich dann anfangen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018337.JPG Der Drehmomentschlüssel ist auf 20 Nm eingestellt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018402.JPG Es war eine schöne, angenehme, problemlose Arbeit, die ich da zu machen hatte und die schnell erledigt war: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504018510.JPG Während der Arbeiten am Motor hat das Getriebe in einer Ecke der Garage gelegen. Ab und zu fiel mein Blick darauf... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504019075.JPG ...aber ich habe dann schnell weggeschaut, weil da noch viel Arbeit wartete. Vor allem auf das Reinigen des Getriebes habe ich mich weniger gefreut. Der Plan: Getriebe reinigen, alle 6 Wellendichtringe (für Eingangswelle, Kupplungsdruckstange, äußeren Kupplungshebel, Schaltwelle, zweimal Gelenkflansche) erneuern, inneren Kupplungshebel, den grünen Deckel und den Schalter für die Rückfahrleuchten erneuern. Während ich kleinere Teile ja noch ganz gerne reinige, habe ich mich beim Getriebe weniger darauf gefreut, weil es groß, stark verwinkelt und sehr verschmutzt war. Hier ist es gerade in Arbeit: Der linke Bereich ist so gut wie fertig, der rechte noch nicht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504019522.JPG Bei der Reinigung des Getriebes kamen auch die Kennbuchstaben DFP zum Vorschein. Die Ziffern danach (in der oberen Reihe) sind nicht wie bei Motoren fortlaufende Numerierungen, sondern sie geben das Baudatum des Getriebes an: Die ersten beiden Ziffern den Tag, die zweiten beiden den Monat und die letzte die Endzahl des Jahres. 01077 wie in diesem Fall bedeuten also 01. Juli 1997. Das passt zum Baudatum des Autos 09.Juli 1997. Was die drei Ziffern in der unteren Reihe bedeuten, weiß ich nicht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504019906.JPG Für das Reinigen des Getriebes habe ich über zwei komplette Tage gebraucht. Ich mache das mit ganz normalem Benzin in einer kleinen Schale (auf dem nächsten Foto fast leer), einem Pinsel... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020073.JPG ...und Unmengen von Papiertüchern; hier die Abfalltüte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020153.JPG Das Benzin wird dabei schnell schmutzig und muss dann ausgetauscht werden. Das alte wird in leere Gurkengläser, die mit "Altes Reinigungsbenzin" beschriftet sind, umgefüllt und irgendwann zur städtischen Schadstoffannahme gebracht. Hier ist das Getriebe endlich fertig gereinigt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020383.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020423.JPG http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020476.JPG Auf dem nächsten Bild des fertig gereinigten Getriebes kann man sehen, dass ich im Bereich links neben dem ehemaligen grünen Deckel den Wellendichtring des äußeren Kupplungshebels schon ausgebaut hatte. Wenn eine Welle raus ist, geht das meistens einfach: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504020649.JPG Jetzt ging es an die Gelenkflansche. Erster Schritt: Die Verschlussdeckel im Zentrum ausbauen. Das geht nicht, ohne sie dabei zu zerstören. Hier ist der erste raus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021006.JPG Der nächste Schritt ist die Entfernung des Sprengrings. Weil ich für diese Art von Sprengringen keine spezielle Zange habe und weil diese Sprengringe eh erneuert werden müssen, weite ich sie mit einer Seegeringzange immer hemmungslos auf, dann lassen sie sich ganz gut herausnehmen. Dahinter sitzt eine konische Scheibe: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021200.JPG Nach Entfernung dieser Scheibe kann der Gelenkflansch abgezogen werden, hier mit einem normalen Zweiarmabzieher unter Zuhilfenahme einer M10-Schraube, die ich zuvor in die Welle des Gelenkflansches gedreht hatte. Der linke Flansch ging sehr schwer ab, der rechte leichter: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021321.JPG Ab ist er: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021398.JPG Als nächstes ging es an den Ausbau der Wellendichtringe. Die Kunst dabei ist die, das so zu machen, dass ihre Sitze im Gehäuse dabei nicht angekratzt werden, weil das zu späteren Undichtigkeiten führen kann. Mit einem Schraubendreher ließen sie sich nicht heraushebeln, dafür saßen sie zu fest. Mir ist aber im richtigen Moment die richtige Idee gekommen: Sie mit einem Teil des zuvor verwendeten Abziehers unter Abstützung auf der Welle herauszuholen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021669.JPG Geschafft! Der Wellendichtring ist draußen, sein Sitz im Getriebegehäuse hat dabei kein Krätzerchen abbekommen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021761.JPG Dasselbe auf der anderen Seite: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504021830.JPG Jetzt müssen noch drei Wellendichtringe herausgeholt werden: Der für die Kupplungsdruckstange = Nr. 1 im nächsten Bild. Das ist kein großes Problem, weil man die Druckstange dazu herausziehen kann. Dann aber den der Getriebe-Eingangswelle = Nr 2... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504022115.jpg ...und der für die Schaltwelle... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504022262.JPG ...ohne die Wellen auszubauen. Ich habe gehört, dass man sie an der Frontfläche an zwei Stellen dünn durchbohren soll, dann zwei Spaxschrauben hineindrehen und sie daran herausziehen. Oder hat hier jemand eine bessere Idee? Hier eine Übersicht über die Gelenkflansche und ihre Montageteile. Schon vor vielen Jahren habe ich es mir angewöhnt, ausgebaute Teile, die erneuert werden und deshalb ein Fall für den Müll sind, erst dann wegzuwerfen, wenn die neuen Teile da und eingebaut sind. Nachdem es vorher mehrere Male vorgekommen ist, dass ich im Müll wühlen musste um sie wieder hervorzuholen, um etwas nachzusehen. Auf diesem Foto kann man auch die stark aufgeweiteten Sprengringe sehen, was man mit den neuen natürlich nicht machen darf: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504022625.JPG Gereinigte Gelenkflansche... http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504022701.JPG ...mit gut aussehenden Laufflächen für die Wellendichtringe. Jemand hier aus dem Forum hatte mich danach gefragt. Ich glaube, Naumstar war das: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504022807.JPG Dann habe ich heute Nachmittag bei VW noch einen Schub Teile abgeholt, die für das Getriebe gebraucht werden. Links im Bild einer der beiden Reparatursätze für die Gelenkflansche mit Wellendichtring, Sprengring und Verschlusskappe. Mitte oben ein "Grüner Dackel" 020 141 073 A, darunter ein Schalter für die Rückfahrleuchten 020 945 415 A mit Dichtring 020 301 244 und rechts ein innerer Kupplungshebel 02K 141 709 A: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504023102.JPG Und links oben der Wellendichtring mit Montagehilfe 020 311 108 A für die Kupplungsdruckstange, links unten der Wellendichtring 020 311 113 für die Getriebe-Eingangswelle, rechts oben der Wellendichtring 020 141 733 für den äußeren Kupplungshebel und rechts unten der Wellendichtring 020 301 227 F für die Schaltwelle: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504036917.JPG Spezialfett G 052 133 A3 für Gelenke von Antriebswellen, um bei den Arbeiten verloren gegangenes Fett zu ersetzen. In einem tubenähnlichen Gebilde, das man leider nicht wiederverschließen kann: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504024615.JPG Teilenummern wie immer ohne Gewähr! Grüße Teletubby |
Hallo! Nach dem letzten Stand von gestern hatte ich drei der insgesamt sechs Wellendichtringe des Getriebes schon ausgebaut: Die für die Gelenkflansche und den für den äußeren Kupplungshebel. Das war relativ einfach, weil die zugehörigen Wellen, die Kontakt zu den Dichtlippen der Dichtringe hatte, ausgebaut waren. So war genug Platz, die Wellendichtringe herauszuhebeln. Bei zwei der restlichen drei ist es nicht bzw. nur mit einem Riesen-Aufwand möglich, die Wellen auszubauen. So blieb zum Ausbau der Wellendichtringe nur die gelegentlich abgegebene Empfehlung, sie zu durchbohren, Schrauben in die Bohrlöcher einzudrehen und die Dichtringe daran herauszuziehen. Da habe ich mich heute mit Spannung ranbegeben, weil das für mich eine Premiere war: Ich hatte das noch nie gemacht. Es ist große Vorsicht geboten, weil dabei weder die Wellen noch die Sitze der Wellendichtringe im Getriebegehäuse beschädigt werden dürfen. Auch darf man nicht zu tief bohren bzw. schrauben, weil dahinter liegende Teile, z.B. Lager, sonst beschädigt werden können. Mit Unvorsicht in Verbindung mit Pech kann man so ein Getriebe schrotten. Der erste Wellendichtring, dem ich heute auf die Pelle gerückt bin, war der der Schaltwelle: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504109024.JPG Das Werkzeug: Eine Bohrmaschine mit Bohrer: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504119821.JPG Für den Durchmeser hatte ich mich für 2 mm entschieden, denn der Dichtring ist sehr schmal. Es sollte etwas Sicherheitsabstand zu Welle und dem Sitz im Gehäuse bleiben. Hier ist das erste Loch gebohrt (oben rechts von der Welle, ist auf dem Bild nur schlecht zu erkennen). Es ist mir sogar gelungen, die Bohrmaschine im Moment des Durchbohrens rechtzeitig zurückzuziehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504109247.JPG Weil ich keine passenden Spaxschrauben habe, wollte ich Holzschrauben 4X40 nehmen. Eine solche Schraube ließ sich aber in das 2 mm-Loch nicht eindrehen, so dass ich er erstmal mit einer Blechschraube ca. 3X25 versucht habe: Das ging: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504109370.JPG Diese Schraube habe ich ca. zwei Umdrehungen eingedreht, wieder herausgedreht und es dann mit der Holzschraube versucht, was jetzt auch klappte: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504109475.JPG Mit der Wasserpumpenzange habe ich unter Abstützung an der Schaltwelle versucht, den Wellendichtring an der Holzschraube herauszuziehen. Ergebnis: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504109608.JPG Danach habe ich den ganzen Arbeitsbereich schön sauber gemacht und gesehen: Keinerlei Beschädigung an der Welle, am Sitz des Dichtringes und dahinter. Der nächste Wellendichtring sollte der der Kupplungsdruckstange sein. Den habe ich mir einfach vorgestellt, weil er so klein ist und weil man die Druckstange dazu herausnehmen kann. Er saß aber viel stammer als ich es erwartet hatte. Vermutlich deshalb, weil er von außen aus Metall ist, wie sich später herausgestellt hat. So ging es zu meiner Überraschung nicht: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504110106.JPG Herausbekommen habe ich ihn schließlich durch vorsichtiges Hebeln mit dem Ende der Wasserpumpenzange: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504110209.JPG Auch hier ist im umgebenden Bereich alles unbeschädigt geblieben. In der Welle kann man die Messing-Lagerbuchse für die Kupplungsdruckstange sehen: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504110318.JPG So blieb jetzt nur noch der Wellendichtring für die Getriebe-Eingangswelle über. Vor ihm hatte ich am meisten Respekt, weil er von den heutigen Dreien der größte ist, der vermulich am festesten sitzen würde. Dann deshalb, weil Beschädigungen der sich schnell drehenden Welle am tragischsten sein würden. Und weil es gut sein konnte, dass direkt hinter dem Dichtring ein Lager der Welle sein könnte. Um sicher zu verhindern, zu tief zu bohren, habe ich ein Stück dünnes Messingrohr passend zurechtgesägt. So, dass der Bohrer nur ca. 3 mm heraussteht. Das würde ein wirkungsvoller Sicherheitsanschlag beim Bohren sein: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504110603.JPG Mit dem so vorbereiteten Bohrer habe ich zwei Löcher 2 mm in die Stirnfläche des Wellendichtringes gebohrt. Der Anschlag durch das Messingröhrchen funktionierte phantastisch gut. In diese Löcher habe ich wieder zuerst die Blechschrauben und dann die Holzschrauben gedreht. Auf dem nächsten Foto sieht das sehr gut aus, aber es war eine Sackgasse, weil ich von diesem Punkt aus kein Weiterkommen gesehen habe. Einfach an den Holzschrauben zu ziehen hat den Wellendichtring überhaupt nicht beeindruckt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504110850.JPG Einer Idee folgend, bin ich dann im Keller verschwunden und habe dort einen Blechstreifen ca. 80X10 mm auf die Schnelle zurechtgesägt. Ca. 15 mm von einem Ende entfernt bekam er ein 4 mm Loch, durch das eine der Blechschrauben genau hindurchpassen würde. Mit einer Reißnadel habe ich den Umfang des Kopfes einer zur Probe eingeteckten Blechschraube markiert, um den Blechstreifen später in der Garage passend zurechtbiegen zu können. Entgratet habe ich ihn nur in dem Bereich, der später mit der Getriebewelle in Kontakt kommen würde: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111122.JPG So sah der Blechstreifen mit eingesteckter Blechschraube nach dem Biegen im Bereich der Schraube aus: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111217.JPG Das Ganze an den Wellendichtring geschraubt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111274.JPG Mit angesetzter Wasserpumpenzange, bereit zum Hebeln, was auf diese Weise sehr kraftvoll möglich ist. Um das Ende der Getriebewelle zu schützen, hatte ich die Klinge eines Spachtels dazwischen gelegt: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111408.JPG Eigentlich war ich davon ausgegangen, das wechselseitig an beiden Bohrlöchern des Wellendichtringes mehrmals machen zu müssen. Das war aber nicht nötig, weil der Dichtring schon beim ersten Hebeln eingesehen hat, dass jeder weitere Widerstand zwecklos ist: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111608.JPG Auch hier hat es keine Beschädigung an der Welle, am Sitz des Wellendichtringes im Gehäuse und an Teilen dahinter gegeben: http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1504111729.JPG Als nächstes kann ich mir jetzt Gedanken darüber machen, wie ich die neuen Wellendichtringe genau so erfolgreich eingebaut bekomme. Grüße Teletubby |
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