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Alt 25.02.2012, 00:54 #1
Golf393
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Standard 2 Verständnisfragen zum Thema Motor

Hallo,
ich habe mich die Tage mit einem Arbeitskolegen über das Thema Motorpflege unterhalten. Dabei haben sich mir jedoch einige Fragen aufgedrenkt:

So meinte mein Kumpel z.B. das es für den Motor besser ist wenn er generell etwas höher dreht, das man Bergauf einen Gang runter schaltet ist mir bewusst, aber auf ebener Straße?
Ist dann der Verschleiß nicht höher, wenn der Motor mehr Umdrehungen macht?

Dann hat sich mir noch eine Frage bezüglich abbremsen mit dem Motor aufgedrängt:
Wenn ich z.B. den Motor bei 1.800 U/Min drehen lasse und dann runter schalte um aus zu rollen. Dann springt doch die Drehzahl schlagartig hoch und genau das ist der Punkt an dem ich mich Frage ob das auf Dauer nich schädlich für den Motor ist.

ich hoffe ihr könnt mir bei den Fragen weiterhelfen, auch wenn diese etwas "ungewöhnlich" sind..


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Alt 25.02.2012, 02:15 #2
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was du da benennst mit vor dem ort einen gang runterschalten ist eigenndlich ganz okay.
Der motor geht dann in den schubabschaltbetrieb dh er verbraucht kein "treibstoff"

sobald du den motor in den leerlauf schaltest zahlst du drauf da es der un effizienteste gang ist den man überhaupt "fahren " kann da er keine leistung erbringt .
"
Den Motor zu "überdrehen " ist niemals gut aber mit ziwhschen gas schalten ok.
im 2ten gang 110kmh fahren wollen klappt da nicht.

UND immer drauf achten den motor warm zufahren dabei zählt nicht die kühlmitteltemperatur sondern die öltemperatur.

geschrieben und nicht gegen gelesen nach 8 bier 3 flyinghirsch und 4 colabeam

Golf 3 GTi..... ichb lese es mich nochmal durch wenn ich nüchtern bin dennoch sollte die antwort korrekt sein.... da bin ich mir sicher
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Alt 25.02.2012, 02:29 #3
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Was höher drehen ist in Ordnung, schließlich liegt bei einem Ottomotor das max. Drehmoment ja auch ziemlich hoch erst an. Aber bitte nur in betriebswarmen Zustand! Alles Andere ist Gift für den Motor. Der Verschleiß ist um ein vielfaches höher in kaltem Zustand. Deswegen sind auch Kurzstreckenfahrzeuge unbeliebt. Ist der Wagen immer schon warmgefahren worden, wirkt sich das auf die Lebensdauer aus.
Es liegt daran, dass die Passungen für bewegliche Teile im Motor auf den ca. 90°C Materialtemperatur abgestimmt sind. Metalle ändern bekanntlicherweise ihre Abmaße je nach Temperatur.
Mit steigender Drehzahl vervielfacht sich die Verschleißrate. Für jeden nachvollziehbar oder?
Diese ist umso höher je kälter der Motor ist.

Zur zweiten Teilfrage: Ich verstehe das so du fährst an eine Ampel und möchtest vom 4 noch mal in den 2. runterschalten um die Schubumkehr auszunutzen. Dies wirkt sich, ich beziehe micht auf meine erste Teilantwort, auch nur auf betriebskalten Motor. Sollte er kalt sein, wird sich ein übermäßiges hochdrehen (darunter verstehe ich mehr als 3.000 U/min) negativ auf die Haltbarkeit des Motors auswirken. Ich schalte regelmäßig einen Gang runter um die Schubumkehr zu nutzen. Oberhalb von ca. 1800 U/min im Schubbetrieb spritzt der Motor absolut nichts ein und du fährst mit einem Verbrauch von 0. Das macht sich im Durchschnittsverbrauch bemerkbar.
Achte vielleicht noch darauf, dass du hier die Kupplung nicht zu sehr springen lässt, denn es gilt auch hier, je größer die Drehzahldifferenzen zwischen Motor und Getriebe sind, desto mehr hat die Kupplung zu arbeiten (Reibung) und wird heiss und verringert die Haltbarkeit.

Grüße,

@ golf 3 GTi: Auch ich habe ein paar Bierchen intus und habe mir deine Antwort durchgelesen. Ich kann alles bedenkenlos unterzeichnen!

Geändert von golpher90 (25.02.2012 um 02:34 Uhr)
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Alt 25.02.2012, 07:14 #4
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Wann die Schubabschaltung wirkt, das hängt von der Einspritzung ab. Die Monomotronic hat Schubabschaltung eigentlich nur oberhalb von 2000/min. Ob die 9.0 aus dem AEA auch so liegt ist mir nicht bekannt. Die AEE (Multipoint Magneti Marelli) haben auf jeden Fall die Schubabschaltung oberhalb von 1400/min. Zurückschalten mache ich auch, aber nur, wenn es Sinn macht. Vor der Ampel eher weniger, im Gefälle selbstverständlich. Allerdings stelle ich den Motor auch in der Rollphase vor einer Ampel auch gerne mal ab, Achtung Servolenkung fällt aus.

Höher drehen ist Unsinn. Das stammt aus der Zeit, zu der die Motoren oftmals untenrum nicht ausreichend geschmiert wurden. Das ist heute nicht mehr so. VW gibt als Lastdrehzahlen 1500/-ca 5500(abhängig vom Motor) an. Die untere Drehzahl ist bei allen Motoren gleich. Das bedeutet, dass unbedenklich Vollgas gegeben werden kann und der Motor ziehen muss. Das ist zumindest bei AEA und später völlig unbedenklich, weil die Motoren eine Klopfregelung haben.

Der Motor sollte durchaus so niedrig wie möglich drehen und die Belastung sollte so hoch wie möglich sein. Dann arbeitet der Motor am wirtschaftlichsten (Stichwort Drosselverluste).

Ein Punkt ist noch, dass man vermeiden sollte die Drosselklappe über ca 72° aufzumachen. Denn dann beginnt gerne mal der Anreicherungsbetrieb und der Motor wird mit fetterem Gemisch versorgt. Das dürfte aber bei den moderneren Motoren, wozu ich auch den AEA zähle aber eher anders erkannt werden. Bei den alten Monomotronic-Motoren (ABU, ABD, ABS, AAM) ist das auf jeden Fall so.
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Alt 25.02.2012, 09:43 #5
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Hallo!

Zitat:
Zitat von Golf393 Beitrag anzeigen
Wenn ich z.B. den Motor bei 1.800 U/Min drehen lasse und dann runter schalte um aus zu rollen. Dann springt doch die Drehzahl schlagartig hoch und genau das ist der Punkt an dem ich mich Frage ob das auf Dauer nich schädlich für den Motor ist.
Dieses Schalten in den nächstniedrigeren Gang ist zwar für den Motor nicht schädlich, dafür aber für die Synchronisation dieses Ganges, die das über die Jahre übel nimmt. Deshalb ist es meist auch die Synchronisation des zweiten Ganges, die am meisten verschleißt und im späteren Stadium nur noch ein Schalten mit krachenden Geräuschen zulässt.

Ich habe mir deshalb diese Form des Zurückschalten komplett abgewöhnt und benutze zum Abbremsen beim Ausrollen lieber die Bremse. Erstens ist sie dazu gebaut, um die Geschwindigkeit zu reduzieren, und zweitens lassen sich deren Teile, wenn sie abgenutzt sind, leichter austauschen als eine Getriebesynchronisation.

Freundliche Grüße
Teletubby

Geändert von Teletubby (25.02.2012 um 09:46 Uhr)
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Alt 25.02.2012, 10:09 #6
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Hab mal bei Grip auf RTL 2 gesehen, dass das Ausschalten des Motors an der Ampel nicht gut für den Anlasser ist. Also ein Mythos! Die alten Teile sind für solch ein Verschleiß nicht ausgelegt. Bei den neuen Autos wo Start-Stop-Automatik drin ist sieht das wieder anders aus. Auf den Verbrauch soll es sich auch erst ab 20 Sekunden lohnen.
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Stichworte
motor, motor getriebe, motorbremse, schalten


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