bei unseren Industrieanwendungen crimpen wir alles und setzen Schrumpfschlauch ein, um die Stabilität zu erhöhen. Die Crimpnippel sollten jedoch passend sein und wirklich eine "harte" Verbindung ausmachen. Die Stabilität kann löten meiner Meinung nach nicht garantieren.
Das wichtigste ist jedoch, dem Kabelstrang immer den Zug abzunehmen. Dazu gibt es eine Technik, die ich hier im Tutorial mal gelesen habe und ich bei einer schnellen Reparatur mal angewendet habe. Drähte richtig löten
Die Zugentlastung mit den Kabelbindern ist genial. Die hält bombenfest. Wenn man die durchführt, ist es egal ob man crimpt oder lötet.
Beim Löten gebe ich Teletubby Recht, es muss wirklich sauber sein. Dazu gehe ich folgendermaßen damit um:
Kabel auf beiden Seiten lang genug abisolieren
Beide Kabelenden sauber verzwirbeln und eine sanfte Zugprobe durchführen
Lötkolben gut aufheizen lassen. Am Besten um die 350°C
Mit einer dicken Lötspitze die Kabelverbindung gut aufhitzen (max. 5s)
Lötspitze auf dem Kabel lassen und nun das Lötzinn im 90° Winkel gegenüber vom Lötkolben über das Kabel schmelzen lassen. Schmilzt das Zinn nicht, ist das Kabel nicht heiß genug
Die Verbindung sollte nun mit ausreichend, aber nicht zuviel Zinn sauber und glänzend überzogen sein. Lötzinn und Kolben gleichzeitig abziehen. Dabei darf die Verbindung nicht belastet werden und keinen Erschütterungen ausgesetzt sein!
Ca. 10s warten bis sich das Zinn abgekühlt hat. Die Lötstelle ist gut, wenn sie glänzt
Ich füge noch hinzu: Ich benutze wenn es geht immer bleihaltiges Zinn, weil es einen niedrigeren Siedepunkt hat und sich besser verteilt. Bleifreies Zinn nutze ich nur, wenn ich Lötlack habe um das Zinn besser fließen zu lassen. Bitte das bleihaltige Zinn nicht einatmen und nur in gut belüfteten Räumen verwenden!!