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| Golfbegeisterter |
Grundsätzlich sollten Drähte, die repariert werden müssen, im Fahrzeug gekrimpt werden. Falls dies aus welchen Gründen auch immer nicht geht, ist die Lötverbinung vor allen anderen Verbindungen die zweite Wahl, da die Lötverbindung einer der zuverlässigsten Verbindungen in der Elektrotechnik ist. Sie ist langlebig und wenn sie richtig ausgeführt wird, hat man kaum Nachteile gegenüber einer gekrimpten Verbindung. Es kommt nur darauf an, dass die Lötstelle keiner mechanischen Belastung ausgesetzt wird. Hier nun eine kleine Anleitung dazu: Benötigt wird : Lötkolben (praktisch ist im KFZ ein kleiner Gaslötkolben, z.B. Marke Weller), Lötzinn LSN60 o.ä., zwei Kabelbinder, Schrumpfschlauch und Isolierband 1) Die beiden Drahtenden ca. 50 - 70 mm länger lassen, als man bei gerader direkter Führung brauchen würde. 2) Über beide Drähte einen Kabelbinder ziehen, Kabelbinder nach hinten schieben und den dann festziehen, dabei sollten beide Drähte nicht zu sehr gespannt werden (siehe Bild 1). 3) Die Enden der beiden Drähte ca. 10mm abisolieren, miteinander gut und fest verdrallen und dann zusammenlöten (siehe Bild 2 und Bild 3). Zum richtigen Löten gehört, dass man mit ruhiger Hand die Lötkolbenspitze unten an die Lötstelle hält (unterhalb des Drahtes) und das Lötzinn von oben auf den Draht zuführt, nur so ist gewährleistet, dass das Lot richtig diffundiert. Der Draht hat dann in etwa eine Temperatur von 360 Grad Celsius, das Lot fließt durch die Temperatur des Drahtes und nicht etwa durch die Temperatur der Lötkolbenspitze. Die benötigte Zeit des Lötvorganges richtet sich nach der Größe der zu lötenden Fläche, so braucht man für die Verbindung von zwei Drähten mit einem Querschnitt von 1mm² eine viel kürzere Zeit als wenn man zwei 4mm² Drähte zusammenlötet. Eine gute Lötverbindung erkennt man an einer silbrig-glänzenden Oberfläche. Sind Flußmittelreste auf der Lötfläche, so ist die Lötfläche zu kurz erwärmt worden. Ist die Lötfläche brüchig und ohne Glanz, so ist sie zu lang erwärmt worden oder im Lötvorgang bewegt worden. Falls man eine Verbindung zwischen Lötöse und Draht herstellen muß, so sollte man immer den Draht durch die Öse führen, man erreicht dadurch eine Querschnittvergrößerung. 4) ca. 20 mm Schrumpfschlauch über die Lötstelle schieben und Schrumpfschlauch mit Lötkolben oder Feuerzeug kurz erwärmen (siehe Bild 4 und Bild 5). 5) Isolierband über Drähte und Schrumpfschlauch wickeln . 6) Gelötete Drahtenden úm 90 Grad umknicken, zweiten Kabelbinder über Drahtstamm und gelöteter Verbindung befestigen (siehe Bild 6 und Bild 7). 7) Isolierband -nach Möglichkeit Gewebeband- um den kompletten Drahtstamm wickeln (siehe Bild 8) , fertig. Die Lötstelle ist somit nicht mechanisch belastet. Siehe Bild 1-8 Geändert von WolfVo (13.07.2012 um 18:37 Uhr) | ||
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