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Kabelbruch .... an Motorkabelbaum löten oder crimpen ? Hallo Alle zusammen, ich habe nämlich paar Fragen zu dem Motorkabelbaum und zwar besonders auf den Kühlwassertemperaturgeber - Bereich bezogen. Ich habe das Problem das meine Temperatur im Tacho sehr massiv schwankt und berühre ich da auch somit die Kabel vom Temperaturgeber auf den letzten 3 cm, dann ist es eine Weile gut und er läuft konstant auf 90 °C, aber dann meckert er wieder rum ! Kann man die Kabel einfach abtrennen und neue Pins ( ggf. mit neuem Kabel ) dran löten ? Geht das überhaupt ? Oder sind die gecrimpt ? .... weil die Kabel ja auch da Signale übertragen, wie die Kabel zur Lambda - Sonde ! Gruss Thomas |
Am KFZ wird nicht gelötet! Nimm Schrumpf-Quetsch-Verbinder http://www.golf3.de/clear.gif Erst crimpen und dann mit der Heißluftpistole warm machen das der Innenliegende "Kleber" schmilzt, gleichzeitig zeiht sich der ganze Verbinder zusammen wie Schrumpflauch. Ist deswegen sogar Wasserdicht. |
Zitat:
Warum nicht? Ich mache das seit über 30 Jahren gelegentlich, und es hat noch nicht einmal Probleme gegeben. Vorausgesetzt ist natürlich, dass man wirklich von "Löten" redet und nicht von "Braten". Abraten vom Löten würde ich nur an Stellen, die sehr heiß werden (über ca. 150°). Also z.B. direkt an einer Lambdasonde. Eine gute und sachgemäß ausgeführte Lötverbindung ist mir allemale lieber als eine Quetschverbindung, vor allem dann, wenn die Quetschverbindung keine gute Zugentlastung hat. Außerdem gibt es am Golf 3 viele Stellen, an denen auch original ab Werk bzw. ab Zulieferer Lötvervebindungen sind, zum Beispiel am Scheibenwischermotor. Freundliche Grüße Teletubby |
Also ich halt von der Quetscherei ed viel. Voraussetztung dafür ist die richtige Quetschzange, wer diese nicht zu Hand hat und mit Kombizange doer Seitenschneider hand anlegt kann es gleich lassen. Sauber verlöten, und n Schrumpfschlauch drüber! MFG |
Ich habe an meiner Hochschule ein Projekt mitgestaltet, das sich mit genau dieser Thematik befasst hatte. Fazit: Quetschverbindungen sind Lötverbindungen stets vorzuziehen. Weichlotverbindungen sind nicht dauerhaft vibrationsfest, wohingegen Quetschverbindungen einen sehr guten Formschluß bieten. Ebenso die Zugentlastung ist nur bei Quetschverbindungen gegeben, da hier die Isolierung miteingebunden ist. Kraftschlüßige Überschrumpfungen (=> Schrumpfschlauch) können das nicht leisten. Sicher gibt es Anwendungen, die nur Lötverbindungen erlauben. Genannt seien hier Leiterbahnverbindungen - speziell SMD. Aber für Kabelverbindungen ist es nicht die beste Lösung. Funktioniert zwar auch - ist aber eben aus Sicht der Forschung nicht der Weisheit letzter Schluß. Die Ergebnisse sind nun schon fast fünf Jahre alt - aber da ändert sich ja in der Praxis nichts daran. Diese selbstschrumpfenden Stoßverbinder sind recht gut und kann man gerne im Motorraum einsetzen. Im Innenraum darf man auch gerne zu den einfachen Stoßverbindern greifen. Was genau uns AAM dort zeigt, kann ich nicht mit Sicherheit sagen. Entweder sind das wirklich Quetschverbinder, die nachträglich geschrumpft werden (funktioniert sehr gut) oder es sind CWT-Verbinder, die einen Zinnring eingesetzt haben, der bei Wärmezufuhr schmilzt, die Adern miteinander verbindet und zusätzlich den konfektionierten Schrumpfschlauch schließt. Diese CWT-Verbinder erfordern viel Übung und stellen hohe Anforderungen an Anwender und Werkzeug. Auch ist nicht jeder Arbeitsplatz dafür geeignet. Kleine Nacharbeiten an einem aus mehreren Leitungen bestehenden Leitungssatz gestaltet sich äußerst schwierig - man will ja nicht die anderen Kabel ansengen. Allgemein halte ich CWT-Verbinder für den Hobby-Anwender für zu umständlich. Auch im gewerblichen Werkstatteinsatz taugt es nur für spezielle Anwendungen. Für die Industrie ist es dafür umso interessanter. Crimpverbidungen sind für mich - auch aus Sicht der Forschung - die erste Wahl. Dauer- und vibrationsfest, sehr gute Übergangseigenschaften, formschlüßige Verbindung, schnell umsetzbar, einfache Montage. Mindestens vier dieser Merkmale erfüllen Lötverbindungen (zwischen zwei Drähten [!]) nicht. Ich halte es mit AAM: Am Auto wird nicht gelötet - es sei denn es ist unbedingt erforderlich. Dass dazu das richtige Werkzeug verwendet werden muss, sei mal als selbstverständlich dahingestellt. Das gilt für's Löten ebenso wie für das crimpen. Der schlechte Ruf von Crimpverbindungen rührt lediglich daher, dass ein jeder schon mal üble Stümpereien mit so einer Baumarkt-Zange (aus dem Quetschverbinder-Sortimentkasten vom Praktiker-Grabbeltisch für 3,99 €) ansehen musste. Das ist aber kein gültiges Qualitätsmerkmal. Wenn die Fertigpizza im Ofen verbrennt, ist ja auch nicht Dr. Oetker schuld... |
Hallo! Professionell ausgefühte Crimoverbindungen, so wie die originalen Steckkontakte an den Kabelenden angebracht sind, werden von mir auch außerordentlich geschätzt. Ich weiß, dass sie sehr kontaktsicher, sehr dauerhaft und sehr verlässlich sind und auch eine gute Zugentlastung haben. Wenn ich die Ausrüstung hätte, um sie herzustellen, würde ich sie auch bevorzugen gegenüber Lötverbindungen an derartigen Stellen. Darüber hinaus auch aus Gründen der Originalität. Grüße Teletubby |
:danke: an die Antworten bisher ! ... aber wie sieht es direkt an den Pins aus im Stecker vom Temperaturgeber ? Da kann man nämlich solche Dinge nicht einsetzen, die man dann noch quetschen muss ! Gruss Thomas |
Hallo Thomas, ich würde erstmal die fraglichen Pins aus dem Stecker herausmachen und nachsehen. Wenn wirklich gleich hinter einem Stecker ein Wackelkontakt ist, dann gibt es nur eine Möglichkeit: Kabel so weit kürzen, dass der Wackelkontakt mit abgeschnitten ist. Dann im optimalen Fall an die jetzt freien Kabelenden neue Steckkontakte anbringen. Die gibt es einzeln, aber nicht bei VW. VW hat eine andere Reparaturmethode. Denn dort gibt es die Steckkontakte nur mit einem Stück Leitung dran, ca. 40 bis 50 cm lang. Der Steckkontakt kommt in das Steckergehäuse, und das Kabel wird dann so weit gekürzt, dass es mit dem originalen Kabelstrang verbunden werden kann. Auf welche Weise diese Verbindung geschehen kann, dafür gibt es ja hier genügend Vorschläge. Ich würde die Kabel verlöten und mit Schrumpfschlauch isolieren. Freundliche Grüße Teletubby |
Zitat:
An deinem Temperaturfühler steckt ein quadratischer Stecker, wahrscheinlich die 357 919 754 (Aussage aus dem Kopf heraus - daher bitte nicht darauf verlassen). Das ist ein ganz feiner Stecker! Der ist zweifach abgedichtet. Einmal sitzt innen eine rote Dichtung (annähernd quadratisch) und über jede Leitung ist eine Silikokonrundhülse geschoben, die "Einzelabdichtung" genannt wird. Sieh' dir den Stecker genau an: Es sieht aus, als seien die Leitungen eingegossen worden. Nimmst du aber einen Zahnstocher oder einen feinen Schraubendreher zur Hand, wirst du sehen, dass du diese Silikonhülsen eindrücken und vom Rand lösen kannst. Darunter ist eine Flachfederbuchse, die im Gehäuse einrastet. Zitat:
Das heißt: Es gibt nicht alle - aber manche. In deinem Fall würde es etwas geben:
Allerdings solltest du dazu eine entsprechende Rollcrimpzange besitzen - die gibt's ab 18€ aufwärts. (Die Baumarkt-Grabbelzange kann das NICHT). Im freien Handel ist diese Flachfederbuchse als Power-Timer I bekannt und gängig. Wenn alles klemmt: Sowas habe ich immer im Haus. Ich brauche die Dinger wie Wasser. Zitat:
Halte ich für eine Notlösung. Funktioniert technisch einwandfrei - aber original sieht anders aus. Spätestens, wenn man als Laie in die Versuchung kommt, einen Stromlaufplan zu deuten und auf das Fahrzeug zu übertragen, ist das der finale Rettungsschuß. |
Ich möchte ergänzen, daß laut Herstellervorgabe sogar alle Reparaturstellen des Leitungsstranges sichtbar mit gelbem Isolierband markiert werden müssen. So sollen nachträgliche Verbindungsstellen besser erkannt werden. Desweiteren kann ich absolut bestätigen, daß der ungeübte Umgang mit Einzelpins und Rollcrimpzange absolut untragbar ist, sowie das falsche Verwenden von Pins ebenso tragisch zu ungewünschten Wiederholreparaturen führt. Die Lösung mit den gelben Reparaturleitungen ist zwar unschön, bringt aber im Feld eine Steigerung der Ergebnisqualität. Der Mechaniker von heute muß einfach alles können, daher heißt er heute sogar schon Mechatroniker. Er muß seinen möglichst besonders dünnen Arm mehr als 5 mal Abknicken können, dabei ein Drehmoment von mind. 250Nm aus dem Handgelenk aufbringen können, dazu noch zu Diagnosezwecken einen Systemüberblick aller Konzernfahrzeuge aus dem FF haben und alle Reparaturleitfäden auswendig gelernt haben. Da hilft so eine Vereinfachung der Arbeitsabläufe doch ungemein. MfG Sven |
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