Waschen:
NUR VON Hand! Das 2-Eimer Prinzip, welches coffeeholic hier mal erwähnt hat, ist sehr gut! Zu finden hier im Pflegeboard!
Generell arbeitet man von OBEN nach UNTEN. Egal welcher Durchgang, das gilt immer. Felgen sollte man mit seperaten Schwämmen oder Tüchern bearbeiten. Ich habe selbst für Schwellerkanten und Türinnenrahmen andere Schwämme und Lederlappen.
Beim Abspülen in einer Waschbox sollte man darauf achten, das man ein Glanzspül-Programm wählt, oder ähnliches! Wichtig ist hierbei, das enthärtetes Wasser genommen wird. Dann hat man es leichter beim abledern, da das Wasser kaum bis kein Kalk mehr enthält und somit die Wasser / Kalkflecken ausbleiben. Das erspart hinten raus ne Menge arbeit beim polieren.
Beim Abledern sollte man das Auswringen vermeiden, die Langlebigkeit des Leders wird so nämlich enorm verringert! Normales auswaschen per Hand im klaren Wasser sollte reichen.
Polieren und Vorbereitung:
Bevor man nun ans polieren geht, sollte man unlackierte Plastikteile behandeln. Das geht ganz einfach mit Kunststoffpflege, Stossstangenschwarz etc, das was eben für diese Teile gedacht ist. Man kann sogar Gummipflegestifte von Sonax dafür verwenden, macht sich auf grossen Flächen nur doof. So verhindert man Politurrückstände auf dem Plastik, die man später nur mit Mühe wieder weg bekommt und wir alle hassen sicher diese weissen Flecken !
Beim Polieren selbst sollte man auch wieder von oben nach unten arbeiten. Also mit dem Dach anfangen.
!ACHTUNG! Sollte man mit Maschine arbeiten, kann man auch erst das gesamte Auto ordentlich bearbeiten. Per Hand empfiehlt sich Bauteil für Bauteil.
Bsp: Dach, Kotflügel LI, Tür VO Li, Tür HI Li, etc
Zum Schluss kommen die Schürzen und Schweller dran.
Per Hand: Bitte auf kreisende Bewegungen beim einpolieren verzichten. Dadurch entstehen gerne die feinen Haarlinien die man so schön in der Sonne sieht. Bei dunklen Lacken kommen die Hologramme hinzu.
Beim Polieren möchte dieses ja umgehen, und wenn möglich, auch diese Kreise entfernen. Daher sollte man eben entgegen arbeiten und von links nacht recht, von oben nach unten einpolieren.
Das Mittel sollte so dünn wie möglich aufgetragen werden. Viel hilft nicht immer viel. Beim abpolieren kommt man nur unnötig in Schweiss, sodass man schnell die Freude daran verliert. Zur not muss man den gesamten Vorgang wiederholen.
Per Maschine:
Der Umgang mit der Maschine sollte geübt werden. Hier ist es wichtig, die Umdrehungsstufen zu kennen. Der richtige Druckpunkt sollte nicht vernachlässigt werden.
- Der Aufsatz ( Schwamm ) sollte gut gewählt sein, es gibt hier nämlich gewaltige Unterschiede.
- Vor jedem Arbeitsgang ist der Schwamm bei niedriger Umdrehung zu säubern und zu entstauben.
- Je nach Maschine und Arbeitsgang die richtige Stufe wählen.
- Nur reine Polituren verwenden. Abstand von Polierkombinationen ( mit Wachs zB ) halten
Generelles: Umgang vorher üben, nicht gleich mit den derbsten Mittel arbeiten, nach Möglichkeit an alten Autos versuchen.
Grundsatz: Wenn man mit dem Fingernagel im Kratzer hängen bleibt, nutzt das polieren selbst mit Maschine nix mehr! Aus- /Abpolieren:
Dies sollte ohne viel Kraftaufwand von statten gehen. Wie oben schon erwähnt, sollte der Vorgang wiederholt werden. Ergibt erstens ein besseres Ergebnis, zweitens sieht man so eher, wo man nachbessern muss, drittens gehen die einzelnen Vorgänge leichter von der Hand.
Hier sollte man sich einige SAUBERE Poliertücher bereit legen. Mikrofasertücher sind auch gut geeignet.
Man nehme Tuch1, poliert grob aus, danach Tuch2 und nochmals nachzuarbeiten und ggf. Polierreste und Staub zu entfernen. Sollte Tuch1 dreckig und siffig sein, wird dieses bei Seite gelegt, vernichtet, wie auch immer! Dann kommt Tuch2 als Tuch1 zum Einsatz und für Tuch2 gibt es einen neuen sauberen Ersatz!
Versiegelung:
Verzichtet auf PolierWax Produkte, die alles in einem Schritt können. Verzichtet auf Nano Kram für 5 €, das ist alles Mumpitz, rausgeschmissenes Geld und Unsinn.
Erst nachdem das gesamte Auto vernünftig poliert wurde, ihr mit dem Ergebnis zufrieden seid, kommt das Finisch über die Versiegelung.
Diese kann Wachs sein, polymer, oder echtes Nano.
Wachse sind leicht zu verarbeiten, decken aufgrund des Urglasseffektes einige vergessene Kratzer ab und es glänzt noch etwas mehr. Nachteil ist die Langlebigkeit.
Polymere sind zB Liquid Glass, diverse Sachen von R21 und zB NewCar Finisch von KC! DIese hinterlassen natürlich noch mehr Glanz, sollte aber auf einer wirklich gut polierten Oberfläche aufgetragen werden. Die Oberfläche wirkt plastisch glatt, als ob der Wagen nass wäre. Verarbeitung ist auch sehr einfach. Diese Produkte halten i.d.R. auch wesentlich länger als Wachs, sollten aber auch mehrfach aufgetragen werden.
Nano : Diese Versiegelung sollte man nur vornehmen, wenn man es auch wirklich kann. Daher geh ich nicht weiter drauf ein, obliegt meist den Aufbereitern .
Empfehlungen:
Jeder so wie er mag! Daher keine konkrete Empfehlung. Ich arbeite mit Aufbereiter-Produkten!
Produkte von 3M, KC etc, die nicht im freien Handel zu finden sind, bzw nicht zu finden sein sollten, sind mit vorsicht zu geniessen! Nicht umsonst kann man sie eigentlich nicht ohne Weiteres kaufen! Falsche Verarbeitung führt bestenfalls zur Lackiervorbereitung, sprich: Der Lack ist ab!!!
Produkte von Sonax, Nigrin, Petzolds etc, die jeder kaufen kann, sind so ausgelegt, das man in der Verarbeitung nicht wirklich viel falsch machen kann!!!
Beachtet immer die Hinweise zum jeweiligen Produkt. Geht mit Besonnenheit an die Sache ran, übt diverse Durchgänge mehrfach, um in der Handhabung sicher zu sein und erfreut euch später am Glanz !
Fahzeugpflege ist ein weitreichendes Gebiet! Wer es wirklich gut machen will, investiert neben Geld für vernünftige Produkte, auch ne Menge Zeit! Aber das Ergebnis entlohnt für die Mühen!
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