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AlphaV6 07.02.2024 10:13

Unterboden Versiegeln
 
Moin zusammen,

ich restauriere gerade meinen 3er und stehe vor der Aufgabe, die neuen Bleche am Unterboden zu versiegeln. VW hat original besonders im Bereich der Anschlussbleche vorne sehr dick aufgetragen (Wortspiel :-lol-:)
Nun zur Frage:
Wie sieht die der beste Schutzaufbau aus, den man nicht nach 1 Jahr wieder abziehen kann ?

z.B:
Rostschutzgrundierung, Nahtabdichtung, Steinschlagschutz?
Zinkspray, Karosseriedichtmasse, Unterbodenschutz, Steinschlagschutz ?
usw....

Es gibt etliche Mittel die man benutzen kann, aber was kommt dem von VW am nächsten und hält auch dauerhaft?

:danke:

GTFahrer 07.02.2024 13:18

Blech sauber entfetten, dann mit 2K-EP grundieren.
Nähte abdichten mit überlackierbarer Dichtmasse.
Ich würde dann noch einen Chassislack (z.B. PU 265-70) darüber ballern & abschleißend einen Unterbodenschutz wie z.B. Fertan UBS 240 (Wachsbasiert) oder wer es "robuster" mag den VW-Langzeitunterbodenschutz. Mit dem kann man auch, mit Equipment, die originale Struktur hinbekommen.

AlphaV6 08.02.2024 09:02

..das klingt vernünftig.
Ich hatte Grundierung tatsächlich nur von früher als 1k im Kopf, die kann man ja nach dem auftragen fast mit dem Fingernagel abkratzen, aber 2k... stimmt jetzt wo du es schreibst... Danke!
Chassislack war mir auch nicht bekannt, super Tipp!

GTFahrer 08.02.2024 10:42

Ja entweder macht man es richtig oder gar nicht. Sonst stehst in paar Jahren wieder vorm Gammel.

Aber wie soll der Wagen genutzt werden? Alltag, ganzjährig oder nur Sommer, gutes Wetter?

1K heißt jetzt nicht zwangsläufig, dass es schlecht ist. Gibt sehr gute 1K Grundierungen, auch EP-Grundierungen sind als 1K erhältlich. Mit ausreichend Schichtstärke ist die brauchbar.

2K-EP gibts auch in Sprühdosen, ist ne Dose in einer Dose. An der Unterseite drückt man nen Knopf rein, dann startet die Vermischung. Kann man im Kühlschrank lagern und gute 3-5 Tage "Topfzeit" schaffen.

Dazu gibts schon paar interessante Texte:
https://www.offroad-forum.de/viewtop...cd907055e2c412

winner 08.02.2024 22:03

Ich habe meinen Golf restauriert und habe dabei 2 dickere Schichten des Epoxyprimer aufgetragen (mit Sprühpistole natürlich).
Danach alle Nähte sowohl im Innenraum als auch Außen mit Sikaflex 529 Evolution abgedichtet. Mit Pinsel kriegt man die Nachtabdichtmasse schön in die Naht rein.
Danach kam der 3M Unterbodenschutz, an den Nähten in den Radbereichen und an den Schwellern wurde der U-Schutz dicker aufgetragen. Beide Dichtmittel sind überlackierbar. Unterbodenschutz in grau, Nahtabdichtmasse in ocker.

Was das Material angeht, da habe ich cca. 20 Kartuschen an Nahtabdichtmasse verbraucht, beim Unterbodenschutz waren 9 Flaschen genug.
Der Golf wird seitdem nur bei schönen, trockenen und sonnigen Wetter bewegt und noch eine Voraussetzung ist, dass die Straßen auch trocken und salzfrei sind.

AlphaV6 09.02.2024 10:41

20 Kartuschen + 9 Falschen??? Das ist mal ne Ansage

Also 2k Dosen nehme ich immer zum Lackieren, die kenne ich schon länger und erziele damit auch immer sehr gute Ergebnisse, nur dass es das für Grundierung gibt, wusste ich nicht.
Der Wagen soll künftig nur in der Saison bewegt werden, weil ich sehr daran hänge, ansonsten würde sich so eine Restauration 0,0 lohnen.
Aktuell tausche ich Anschlussblech, Stegblech, Innenschweller, Außenschweller komplett und schneide die braune Pest großflächig raus.
Was bei mir definitiv nicht mehr zum Einsatz kommt ist Bitumen-Unterbodenschutz, weil das nicht anständig hält, wie ich jetzt an vielen Stellen feststellen musste.

GTFahrer 09.02.2024 18:48

Nee, den rein bitumenbasierten Schutz kannst vergessen. Der härtete aus, wird spröde und zeiht durch die Spalten/Rissen Wasser (Kapilareffekt).
Wenn das Bitumen zugemischt ist, sieht das wieder anders aus. Ist so auch in diversen Dinitrol-Produkten drin.

Aber deswegen der Chassislack, das ist deutlich robuster als normaler Decklack. Da reicht dann auch ein guter Wachsschutz als Steinschlagschutz.


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