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Hintere Radlager einpressen - ganz einfach Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1) Nachdem ich auf meinen ersten Beitrag sogar ein "Dankeschön" von Wolfi71 bekommen habe (das ist ja sowas wie der "Ritterschlag" hier im Forum) fühle ich mich ermutigt, hin und wieder einen Tipp aus der eigenen Praxis zu geben. Dieses Forum ist mir sehr sympathisch, und ich habe schon früher oft und interessiert hier mitgelesen. Ich habe viel gelernt und manchen Fehler vermeiden können. Jetzt ist es an der Zeit, einmal etwas zurück zu geben. Gestern waren die hinteren Bremsscheiben vom "Winterauto" (Oktober-März) dran. Das rechte Radlager hatte sich irgendwie an Schmutzwasser gelabt, und die Geräusche steigerten sich innerhalb kurzer Zeit bis ins Unerträgliche. Es ist ein raumfüllendes Geräusch, das man nicht ohne weiters orten kann. Da ich felsenfest davon überzeugt war, dass sowas nur von vorne kommen kann, wurde nur die Vorderachse angehoben - natürlich ohne Befund. Ich hatte schon das Getriebe im Verdacht, aber das war es zum Glück nicht. Mehr aus Ratlosigkeit habe ich dann die Hinterräder untersucht. Auch hier ist beim Durchdrehen von Hand erst mal nicht viel zu hören. Dieses besondere Geräusch (klingt wie die Berliner S-Bahn) entfaltet sich erst bei höheren Drehzahlen, so ab 50 km/h - wird dann aber sehr laut und mehr als 120 km/h will man dann wirklich nicht fahren. Da die Bremsscheiben auch schlimm aussahen, wurde der Austausch beschlossen. Es waren zwar noch mehr als 50% drauf, aber vom Rand her war der Rost "eingeblutet", also zur Mitte hin gewandert. Wenn das Auto nur im Winter und auf langen Strecken gefahren wird, kann das schnell passieren. Seltenes und zartes Bremsen begünstigen diesen Prozess. Man bekommt das dann auch durch energisches Bremsen nicht mehr weg, höchstens verglast man die Beläge. Ich glaube, es war sogar alles VW oder ATE - also am Material lag es offenbar nicht, beschichtete Scheiben wären aber besser. Ich versuche es jetzt einmal mit BREMBO und Lagern von SKF (darf man das hier schreiben?) Nun die Radlager: Ich habe mir im letzten Jahr eine hydraulische Presse (12 t) geleistet - ist nicht teuer und in einer Stunde aufgebaut. Diese Presse möchte ich nicht mehr missen, und sie hat sich schon nach einer einzigen Anwendung bezahlt gemacht (vgl. meinen ersten Beitrag hier im Forum mit dem vorderen Querlenker: https://www.golf3.de/werkstatt/13199...tgerostet.html). Man muß aber keine solche Presse haben. Für die hinteren Radlager genügt eine elektrische Kochplatte (ca. 60°C für die Bremsscheiben) und ein Tiefkühlfach (für die Radlager - gut einpacken) - und jetzt kommts: gutes Drückwerkzeug. Und genau daran mangelte es bei mir. Zu der Presse gehören zwar verschieden Dorne etc., aber keiner will so recht passen. Jetzt mein Tipp: wir nehmen von den alten Radlagern die Außenringe (einen kleinen und einen großen) und schlitzen sie mit einer schmalen Trennscheibe - fertig sind die Drückwerkzeuge (siehe Foto). Die Lagerringe sind so elastisch, dass man sie mit der Hand zusammendrücken kann, da bleibt nichts stecken! Also viel Freude beim nächsten Wechsel der hinteren Radlager. P.S. Vorne geht es übrigens wirklich nicht ohne die Presse, das lohnt sich dann richtig. Die hinteren ABS-Ringe bekommt man mit einem schlanken Abzieher (2- oder 3-Arm) bequem runter - Drahtbürste, Gummihammer und fertig - man braucht keine neuen. Nachtrag: man kann die Ringe auch mit einem schlanken Dorn durch die Gewindelöcher abklopfen - ist einfacher als mit dem Abzieher. |
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