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herr jaegermeister 27.11.2019 14:20

Fehlercodes 17978 und diverse Abgascodes
 
Hallihallo, aaalso, ich habe zur Diagnose unterwegs ein Autel-auslesegerät, das leider nur die Codes an sich anzeigt, zuhause habe ich VCDS und VAGcom. Das mobile ist nur für den Fall, dass ich länger unterwegs bin und zwischendurch auslesen will.

Zum zweiten mal jetzt schon innerhalb von 4 Wochen tauchte der Fehler 17978-163 - Motorsteuergerät gesperrt auf. Er taucht nur im Fehlerspeicher auf, der Motor an sich lässt sich normal starten, geht auch nicht aus (im Hinblick auf die Wegfahrsperre). Eine Gegenprüfung mit VCDS ergab den gleichen Code.
Würde ein Fehler an der Lesespule des Zünschlosses vorliegen, sodass die Wegfahrsperre sperrt, würde der Motor doch nach ~1 sek. ausgehen. Tut er aber nicht, der Fehler irritiert mich, da er urplötzlich auftauchte, nicht dass ich im kommenden Winter bei Minusgraden liegen bleibe.

Irgendeine idee hierzu?

Zum zweiten Teil der Überschrift: vor etwa 2 Wochen löste sich die äußere Überwurfmuffe des Flexrohrs zum Kat hin (das Flexrohr sitzt bei mir direkt am Flansch zum Krümmer), sodass die Muffe weiter am Abgasrohr verschweisst blieb, das Geflecht des Flexrohr sich allerdings einfach herausgeschummelt hat. In dem Sinne lag der Kat völlig frei, keine Verbindung zum Krümmer mehr. Da ich fahren musste, das ganze dick und fett wieder miteinander verschweisst, dicht ist das ganze nicht, aber ich konnte immerhin wieder fahren. Das Flexrohr wird natürlich ersetzt.


Die weiteren Fehler laut Überschrift sind:
00523-030 - Geber Ansauglufttemperatur. Werde den Stecker am Motorsteuergerät am Wochenende mal durchklingeln.

00525-157 - Lambdasonde Kurzschluss. Auch die Lambdasonde wird durchgeklingelt, wobei die selbst neu ist und die alte den Fehler bereits aufzeigte, also eher die Leitung Steuergerät -> Lambdasondenstecker.

00537-136 - Lambda Regelung oberer Anschlagwert. Wahrscheinlich analog zum undichten Abgasstrang, Motor läuft zu mager, da zu viel Restsauerstoff im Abgas durch undichtes Flexrohr (vermutung!) Dies wäre der zweite Punkt. Ich bin zu 90% sicher, dass 00537 genau hier seinen Ursprung hat, bevor ich aber alles wieder demontiere, abflexe, neu einschweiße, frage ich lieber einmal nach. Vielleicht hatte schonmal jemand genau das gleiche.

Vielen Dank vorab für eure Aufmerksamkeit :)

onkel-howdy 27.11.2019 14:38

Der Fehler mit dem Motorsteuergerät kommt immer wen ähhh Zündung aus ist und der Motor nicht läuft. Kannst du vernachlässigen.

Die Lamdageschichte...check den ganzen Kabelbaum! Nicht nur unten an der Sonde.

GTFahrer 27.11.2019 14:50

Bezüglich Ansauglufttemperaturgeber: Schau mal in den ellenlangen Faden zu "Stottertund geht aus", immer wieder aktuell. Da wurde das Ding thematisiert.

herr jaegermeister 27.11.2019 15:13

Das ist es ja, der Fehler taucht auch bei laufendem Motor und abgestelltem Motor, jedoch Zündung AN auf :D interessant, oder?

Danke für den Hinweis auf den Thread! Ich werde mal den Kabelbaum vom Stecker/Steuergerät bis an die Einzelteile komplett testen, mit prüfung ob nicht ein Kurzschluss untereinander irgendwo im Kabelbaum vorliegt. Der Kabelbaum selbst wurde vor ca. 6 Monaten verlängert, vor allem um nicht überall quer über den Motorraum Leitungen liegen zu haben, jedoch habe ich damals alle Leitungen vor Anschluss durchgeklingelt, da war alles noch Fehlerfrei.

Notfalls liegt eine neue Drosselklappe bei mir rum. Der Sensor für die Ansauglufttemperatur an sich funktioniert und auch die Widerstandsbereiche in Abhängigkeit von sich ändernder Temperatur sind Plausibel. Bleibt ja nur die Leitung, leider.

Teletubby 27.11.2019 17:33

Hallo!

Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1856842)
Zum zweiten mal jetzt schon innerhalb von 4 Wochen tauchte der Fehler 17978-163 - Motorsteuergerät gesperrt auf. Er taucht nur im Fehlerspeicher auf, der Motor an sich lässt sich normal starten, geht auch nicht aus (im Hinblick auf die Wegfahrsperre). Eine Gegenprüfung mit VCDS ergab den gleichen Code.
Würde ein Fehler an der Lesespule des Zünschlosses vorliegen, sodass die Wegfahrsperre sperrt, würde der Motor doch nach ~1 sek. ausgehen. Tut er aber nicht, der Fehler irritiert mich, da er urplötzlich auftauchte, nicht dass ich im kommenden Winter bei Minusgraden liegen bleibe.

Stimmt: Wenn es ein üblicher Lesespulenfehler wäre, dann würde der Motor ca. 1 bis 2 Sekunden nach dem Starten wieder ausgehen. Das hatte ich auch schon.

Ich würde mal nachsehen, ob es im Fehlerspeicher des Wegfahrsperren-Steuergerätes vielleicht auch einen Fehler gibt, der den im Motorsteuergerät erklären könnte.


Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1856843)
Der Fehler mit dem Motorsteuergerät kommt immer wen ähhh Zündung aus ist und der Motor nicht läuft. Kannst du vernachlässigen.

Das gilt nur für den Hallgeber-Fehler (00515), nicht aber für für den Wegfahrsperren-Fehler im Motorsteuergerät.

Freundliche Grüße
Teletubby

herr jaegermeister 27.11.2019 18:11

Richtig, mir fiel eben auch auf, dass ich bei Tempo ~150 pi mal Daumen überhaupt nicht mehr aufs Motorsteuergerät komme, aber ich meine mal sowieso irgendwo gelesen zu haben, dass es die Kommunikation zum Diagnosestecker ab einer gewissen Geschwindigkeit sperrt. Im Stand ging es jedenfalls wieder.

Puh, habe mir die 8 Seiten mal durchgelesen und ausgedruckt. Sehr interessante Sachen dabei, auch unabhängig von meinem "Problem". Sämtliche flexible Teile wie Schläuche, Unterdruckleitungen und Gummiflansche kann ich ausschließen, natürlich teste ich diese dennoch am Wochenende. Die kamen alle im Zuge der Motorüberholung neu, inkl. Pleuellager, Hauptlager, ZKD, Zahnriemen, die ganzen Servoleitungen und weissdergeier was noch alles. Alles rausgeschmissen, auch wenn intakt, und ersetzt, dabei auch Block hell lackiert um Leckagen besser sichtbar zu machen.

Kann ich übrigens nur empfehlen, wenn man den eh mal draussen hat. Ich möchts nicht mehr missen. Vielen Dank soweit, ich mach mir mal eine Checkliste fürs Wochenende fertig. Endlich wieder mal was zu tun :D

herr jaegermeister 30.11.2019 15:35

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Neues von der Front :) habe alles durchgepiepst, vom MSG bis zur Lambdasonde war (leider) alles i.o., jedoch auf dem Weg vom MSG zum Temperaturfühler für die Ansaugluft hat sich was ergeben (Bild im Anhang).

Ausgepinnt, wieder vercrimpt (die hintere Klammer des Crimpkontakts war offen, warum auch immer) und zur Sicherheit die Litzen aufgelötet. Fehler weg.

Bleibt der Teil mit der Lambdasonde, da die Leitungen alle i.o. sind, kann es leider Gottes nur noch die Sonde selbst sein.
Da dies ja Sprungsonden sind wäre hier ein Oszilloskop von nöten, Laptop mit VAGCOM ist zwar vorhanden, aber der Akku hat das Zeitliche gesegnet und es gibt für einen 20 Jahre alten Laptop nunmal keine Ersatzakkus mehr.

Weiss jemand in welchen Intervallen die Sonde Signale ans MSG gibt? Wenn es sich noch im Sichtbaren Bereich befindet würde ich mir hier eine kleine Diagnoseschaltung selbst bauen, zumindest um zu testen ob die Sonde überhaupt arbeitet. Ein Oszilloskop müsste ich erst kaufen, ausserdem müsste dies tragbar sein, die Nachbarn erzählen mir was, wenn ichbden Motor hier ne Viertelstunde laufen lasse um alles durchzuprüfen ;)

Grüßle, Jägermeister

herr jaegermeister 30.11.2019 18:08

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Sorry ich nochmal, auch wenns vielleicht grad nervt, ich hab 'nen Hänger. Lambdasonde immer noch ohne Funktion, wie erwartet, an der eventuellen Falschluft am Flexrohr liegt es jedoch nicht, dieses habe ich geprüft und die Schweißnaht ist dicht.

Habe die Leitungen wie o.g. von der Lambda durchgeklingelt, T45/15 (weiss), T45/38 (gelb) ins MSG sind ok, ebenso T4/2 (masse).

Ich kapier aber nicht wo die weiss/rote, T4/1 hingehen soll. Laut Buch läfut die mit den Stromlaufplan Nr. 22, da scheint aber nichts zu sein. Habe das Bild mal in den Anhang gepackt.
In einem anderen Forum ist die rede davon, dass diese Leitung offen bleibt, aber Sinn macht das nicht. Wofür dann überhaupt ein 4-Poliger Stecker, der Crimp und das weiss/rote Kabel dran.

herr jaegermeister 30.11.2019 19:00

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Nachtrag die Zweite, ich kann beim Editieren leider keine neuen Bilder anhängen, deshalb nochmal ein Post:
Hab mich jetzt nochmal ein bisschen hier im Forum umgesehen und ein Bild meiner Sondenbelegung gemacht. Diese ist genau wie bei meiner vorigen Sonde (diese ist vor 9 Monaten neu verbaut worden, Bezugsquelle ATP), deswegen habe ich mir um die Verkabelung keine Gedanken gemacht.
Wann und wie oft die Vorbesitzer andere Sonden verbaut haben, weiss ich nicht, allerdings aus einem anderen Post:

Zitat wolfi71:
Zitat:

"rot/weiß und braun/schwarz liefern den Strom zur Beheizung der Sonde. Dies sind in der Sonde die weißen Kabel."

Zitat golpher90:
Zitat:

"Es gilt: Seite Lambdasonde <-> Seite Motorkabelbaum

Pin 1: weiß <-> rot/weiß
Pin 2: weiß <-> braun/schwarz
Pin 3: grau <-> gelb
Pin 4: schwarz <-> weiß"
Bei mir jedoch sieht es aus wie in Bild im Anhang. Ich denke jedoch, dass wahrscheinlich alle Gölfe hier gleich belegt sein werden. Mir scheint, als wären bei mir Gelb und Weiss ( Fahrzeugseitig) vertauscht.
Kann das jemand verifizieren?

Abermals grüßend,
Jägermeister

aam 90 30.11.2019 19:06

Kannst du Stromlaufpläne lesen? Anscheinend nicht. Schau mal oberhalb des Steuergerätes. Dort ist die 29 in der „Reihe“ 22

Unten „Reihe“ 22 geht auf oberhalb „Reihe“ 23

herr jaegermeister 30.11.2019 19:16

Zitat:

Zitat von aam 90 (Beitrag 1856888)
Kannst du Stromlaufpläne lesen? Anscheinend nicht.

Wenn ichs könnte, müsste ich hier nicht fragen :D

Teletubby 01.12.2019 09:09

Hallo!

Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1856886)
Ich kapier aber nicht wo die weiss/rote, T4/1 hingehen soll. Laut Buch läfut die mit den Stromlaufplan Nr. 22, da scheint aber nichts zu sein.

Versuch´s mal mit dem auf folgendem Foto im oberen, linken Bereich rot eingekreisten als Fortsetzung der Leitung:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1575188317.jpg


Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1856887)
Bei mir jedoch sieht es aus wie in Bild im Anhang. Ich denke jedoch, dass wahrscheinlich alle Gölfe hier gleich belegt sein werden. Mir scheint, als wären bei mir Gelb und Weiss ( Fahrzeugseitig) vertauscht.
Kann das jemand verifizieren?

Bei Deinem Lamdasondenstecker sind keine Leitungen vertauscht. Siehe dazu das Foto dieser Steckverbindung bei meinem Cabrio mit Motor AAM:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1575187717.JPG

Freundliche Grüße
Teletubby

herr jaegermeister 01.12.2019 13:11

Danke für Deine Antwort, das hatte ich befürchtet. Habe jetzt mal ein 19V netzteil für meinen Uralt-Laptop bestellt, damit ich die Werte der Lambdasonde im Betrieb erfassen kann. Wenn sie gar nicht mehr muckt, geht sie zurück, ist noch in Garantie. Wollte nur vermeiden bei aktuellen Minusgraden an kaltem Stahl zu arbeiten, sehr unangenehm, glaube ich kauf' mir beheizte Handschuhe :D

herr jaegermeister 05.12.2019 14:27

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Es gibt was neues hier. Vorab, entschuldigt das aussehen meiner Posts, ich sitz in der fh und muss alles per Handy machen.
Das Netzteil für den Laptop kam heute. Angeschlossen, in die MWB des Steuergerätes rein und die Lambdawerte bei kurzer Autobahnfahrt (Motor bereits Betriebswarm) aufgezeichnet.
Ich hoffe das Diagramm ist das richtige. Ich zeichne so etwas zum ersten mal auf, habt bitte etwas Nachsicht, kritik ist erwünscht, wilde Schimpfe hilft aber nicht weiter :D

[Bild 1 im Anhang]

Rot ist die Drehzahl, grün der "Duty Cycle"(?), Gelb der Lambdafaktor, dieser ging von 0,95 bis 1,082, weiss ist "Lambda" in Prozent.
Das ganze ist einfach die Aufzeichnung von MWB 005 direkt mit VAGscope dargestellt.

Der Lambdafaktor sieht mir okay aus, aus meiner Ahnungslosen Sichtweise. Beim "Duty Cycle" bin ich skeptisch. Darf der so springen?

Nebenher hab ich noch div. andere Messwerte ohne VAGscope mit hochgeladen. Für den Fall dass jemand etwas auffälliges entdeckt, diese sind im Leerlauf bei Betriebswarmem Motor.

herr jaegermeister 05.12.2019 14:29

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Der Vollständigkeit halber noch MWB 005

GTFahrer 07.12.2019 14:49

Ganz ehrlich, ich habe noch nie Lambdasonden via Vag-Com geprüft. Wenn die schon ihre 150 - 200 tkm gelaufen hat, so würde ich die 50 € investieren und das Teil erneuern.
Ja, ich weiß. Jetzt können Stimmen kommen "Wieso, meine hielt 300t km und alles funktionierte.". Geht auch, zumindest so, dass man keine Fehler hat und die "Scheunentorartige" AU damit besteht. Ich habe meine ausgetauscht und hatte danach einen niederen Verbrauch registriert von ca. 0,5 - 0,7 l/100 km, da ich "Buch führe". Die Dinger werden einfach immer träger, die Amplituden geringer und ein langsamer Sensor verlangsamt auch den Regelkreis. AUs haben mit dem Teil aber geklappt.

Aber wenn du sie prüfen willst, dann mach das anders:
https://www.hella.com/techworld/de/T...pruefen-4379/#

Erfordert ein Oszilloskop. Ich meine es gibt doch so günstige die mit nem kleinem Board und via USB funktionieren. Dürfte für die Anwendungen vollkommen taugen? Weiß es nicht, wollte schon immer eines haben. Aber selbst gebraucht kosten die alten Röhredinger noch ordentlich Kohle.

Ich kann ja auch schauen was der Reparaturleitfaden zur Prüfung sagt. Oder hast du selber Zugriff darauf? Wenn Nein, write me a personal message.

EDIT: Ich lese, deine ist nicht so alt. Was war das für eine? Hoffentlich nicht so ein 20 € Kracher. Sowas hatte ich auch mal verbaut und nach 6 Monaten und keinen 4.000 km rausgeworfen, hat da schon Blödsinn gemessen. Rausgeschmissenes Geld für Müll.

Edit 2: Und siehe da: Die Fehlermeldung mit dem Kurzschluss kann ausgelöst werden, wenn die Verkabelung ein Problem hat oder die Lambdasonde selbst defekt ist. Es gibt auch eine Prüfanweisung, die jedoch einen dichten Abgasstrang, zumindest bis zum Kat, erfordert. Die beobachten aber auch ganz andere Zahlen als die gezeigten.

herr jaegermeister 12.12.2019 13:56

Hier gibt ea auch was neues. Ich habe gestern Abend/Nacht noch den Leitungsstrang vom MSG zur Lambdasonde entpackt (der letzte Strang, der noch Werksmäßig umwickelt war), das MSG ausgebaut, die Platine auf kalte Lötstellen abgesucht und mal von den Lötstellen an der Platine bis zum 4-poligen Stecker der Lambdasonde durchgeklingelt, falls ein Bruch an einem der Pins des Steuergerätes vorliegt. Alles negativ.

Das ganze dann wieder eingebaut, diesmal die einzelleitungen so baumeln lassen und erstmal nicht wieder zusammengefasst. Motor auf Betriebstemperatur gebracht und per vagcom den Drosselklappensteller in Grundposition gefahren, zur Sicherheit.
Nebenbei noch wie im Post "Stottert, geht aus" von "Atakpame" die Schleiferbahnen des Drosselklappenpotentiometers durchgemessen.

Heut morgen dann eine Fahrt von Remscheid nach Bochum, 32km, ich habe direkt danach mit mobilem Auslesegerät nochmal das MSG ausgelesen und da schau her: Keine Fehler. Der ganze Bock lief auch wie wenn ihm jemand neues Leben eingehaucht hat, richtig spritzig und drehfreudig. Ich weiss noch nicht woran es jetzt genau lag, den Leitungsstrang nehme ich nochmal genauer unter die Lupe. Nach dem ganzen hin und her mit ATP würde ich mir in den Hintern beissen, wenn es gar nicht die Billigsonde selbst war. Das ganze wird noch im Auge behalten.

Analog dazu: Alle Kabelbäume bei mir im Motorraum in Innenraum, bis auf die unter dem A-Brett sind neu. Ich hatte mir letztes Jahr die ganzen Pins besorgt, die Stecker, die nicht mehr gut aussahen ersetzt, den Kabelbaum so verlegt dass er nicht mehr über beweglichen Teilen herläuft und alles mit dem nächsthöheren Durchmesser versehen. Der Rundstecker, der bei anderen am Anlasser liegt, befindet sich bei mit neben dem MSG unter einer Blende zum Schurz vor Wasser.
Alle Kabelbäume bis halt auf die 4 Leitungen des Lambdasondensteckers, da hier eine Leitung als "Widerstandsleitung" laut Buch deklariert ist und ich nicht sicher war, welchen Einfluss win geänderter Widerstand auf die Lambdaregelung hat. Vielleicht aollte ich das noch tun.

GTFahrer 12.12.2019 14:43

Interessante Rückmeldung, danke dafür.

Aber als defektanfällig habe ich die Leitungssätze im Golf 3 nicht in Erinnerung. Ja ich hatte da mal was mit der Zündspule, das lag aber daran weil beim Nachrüsten der Gasanlage am Kabelsatz nicht besonders professionell gelötet wurde.

Beim anderen Wagen wurde mal das Wischergestänge ausgetauscht und dabei der Leitungssatz, bzw. genauer die Dauerplusleitung zum Motorsteuergerät und Aktivkohleventil beschädigt. Das führte mich bereits damals zu einer megaumfangreichen Fehlersuche...

Klassiker "ab Werk" sind Kabelbrüche am Lambdastecker der 1-poligen Sonde, der Bruch am Stecker des Einspritzventils (Mono-Motronic) sowie die vollkommen idiotische Leitungsführung für die Beleuchtung.

herr jaegermeister 12.12.2019 15:33

Ich habe meinen mit 10 Jahren und damals 160tkm für 1.400€ gekauft, von einem Arbeitskollegen meines Vaters. Jetzt hat er 23, fast 24 Jahre auf dem Buckel und knapp 350tkm. Der hat leider in den seltensten Tagen eine Garage gesehen, abgesehen für Reparaturen, und steht im Regenreichsten Gebiet in Lande Tag und Nacht draussen. Die salzen hier im Winter als gäbe es kein morgen, dementsprechend viele Rostreparaturen hat er hinter sich, inklusive einer durcjgebrochenen (!) HA, einer dermaßen verfaulten VA dass das rechte Motorlager frei baumelte, natürlich das obligatorische wie Schweller, Unterboden im Allgemeinen, etc. pp.
Damit halt auch die ganzen Kabelbäume... Nach Jahren festgestellt, nach Abtelefonieren der Vorbesitzer, dass der arme mal nen massiven Unfall hatte (auf AB eingepennt) und eine Unfallreparatur von 14.000DM damals im Alter von nichtmal einem Jahr mitmachen musste.

Bin jetzt auf dem Stand dass ich alles an korrodierten Blechen neu hab, entsprechend mit Endoskop regelmäßig kontrolliere und die ganzen Unterbodengeschichten hab ich hinter mir - gibt nur noch EP-grundierung, Nahtabdichtung und mehrschichtige Lackierung mit Brantho Korrux in Endfarbe Hellbeige - als Kontrast zu neu auftretendem Rost. Die Kabelsätze habe ich teils provisorisch, wenn die Litzen unter der Isolierung hervorlugten, teils notgedrungen ersetzt. Das ganze an unbewegten Stellen mit Geflechtschlauch ummantelt, an beweglichen Stellen mit dem schicken Coroplast Kabelbaum-Stofftape.
Sind natürlich noch viele weitere tausend Stunden an anderen Stellen eingeflossen, aber so viel erstmal zum allgemeinen Zustand. Man kann auch Laternenparkerkarren lang halten, der Arbeitsaufwand ist halt immens :D

herr jaegermeister 27.01.2020 14:56

Hier ne kleine Neuigkeit. Das Abgassystem war alles dicht (also nicht zu, sondern dicht=kein qualm), der ZZP passte nicht perfekt trotz Einstellung in einer VW-Vertragswerkstatt. War kostenlos zur Mittagspause, deswegen hatte ich da nicht lang gemeckert, aber Schlussendlich dennoch zuhaus selbst abgeblitzt.

Was nach wie vor störte war, dass die Heizung im Stand sofort stank, bei Fahrten ab 10km/h schon aber nicht mehr. Durch anstehende Klausuren und einem Job an der Hochschule über die Wintermonate hatte ich auch wenig Zeit mich drum zu kümmern, "hauptsache läuft".
Heute dann gesehen dass eine ganze Menge Qualm aus dem Übergang KGE-Rohr zum Stutzen am Motorblock kommt.
Das Rohr ist noch Original, jedoch entrostet und neu lackiert. Die Dichtung zwischen Rohr und Flansch ist noch die Originale, im Laufe der Motorüberholung ist mir diese Stelle damals entgangen.
Die KGE hängt ja quasi im gleichen Kreislauf wie die Ansaugbrücke, somit, wenn Qualm entweichen kann, gibt es hier auch einen unzulässigen Druckunterschied. Ich kann mir vorstellen, dass eine Undichtigkeit an der KGE-Dichtung ein bockiges Ansprechverhalten zur Folge hat. Werde das morgen Abdichten und berichten.


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