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Zündzeitpunkteinstellung: Stroboskop vs. VAG Tester Hallo, hat einer von euch Erfahrungen zur Präzision von den angebotenen Zündstroboskopen? Z.b. der hier? Frage mich gerade wie präzise eigentlich das "optische" einstellen des ZZPs ist, mit dem Schauloch im Getriebe ist es auch so ne Sache. Bisschen schwer da was zu sehen, zumindest für mich (Tu mir mit der OT-Marke immer schwer, je nach Blickwinkel passts nicht...) Klar... die Marke fürs Abblitzen weiß anmalen, das kenn ich Aber zurück zur Präzisionsfrage. VW-Betriebe haben das früher mit dem VAG 1367 oder später mit dem 1767 eingestellt. Leider haben die ganzen VW-Werken im Umkreis keines der Geräte mehr. Und wenn sie es haben, dann war es kaputt. :mad: Das Gerät blitzte nicht herum, es hatte einen Geber, den man ins "Guckloch" einschraubte und dann via der "Erhebungen" auf dem Schwungrad das errechnete. War also eine sehr präzise Sache. Hmm... Gerät gebraucht kaufen. Tja, is nich, weil nix angeboten. Also.... wie schauts aus, sind die Pistolen/Strobos brauchbar oder weiter VW Betriebe abklappern und teilweise auf fragende Gesichter blicken, weil das schon so "Oldschool" ist? |
Ich hab mir vor ca. 5 Jahren so eine ganz einfache Strobo-Pistole gekauft für knapp 30€. Sie funktioniert bis heute tadellos und ist in meinen Augen auch ausreichend genau. Ich nutze sie sowohl an meinem Jetta, als auch z.B. beim Moped. Dadurch dass das Schwungrad mit der jeweiligen Markierung ja einen relativ großen Durchmesser hat und die Sollwerte für den Zündzeitpunkt ja nur in vollen Grad angegeben werden, lässt sich das meist auch genau einstellen, da es ja dabei nicht um Minuten- oder gar Sekundengenauigkeit geht. Gruß Flo |
Bei mir sind alle mit so ner pistole eingestellt und selbst die 2e-zicke läuft gut^^ Ich würde sowas immer selber machen. In der Werke haben die entweder keine Ahnung oder keine Lust sich bei so ner alten Mühle mühe zu geben. Gleiches gilt für das Einstellen des BKR, hab mir deshalb das komplette Manometer-Set VAG 1310 selber gekauft. Wie oft ich da schon was von pi mal Auge gehört habe... Bei der Bremse hört der Spaß auf. Gibt wohl nicht umsonst genaue Druckwerte. |
Man muss halt bei den Verteileranlagen alter Technik aufpassen, dass man zur Einstellung die Leerlaufregelung via Diagnose abschalten muss. Sonst verändert die Steuerung den Zündzeitpunkt laufend. |
Das war doch nicht die Frage :confused: Zitat:
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Was spricht eigentlich dagegen, den ZZP am Nockenwellenrad abzublitzen? Muss man halt 3 Grad einstellen, aber "da oben" hat man doch perfekte Sicht. (Zur Kontrolle kann man noch immer das Schwungrad abblitzen) Pistole/Stroboskop habe ich mir nun auch bestellt, dann bin ich mal gespannt. |
Hallo! Zitat:
1. Der Durchmesser des Nockenwellenrades ist viel kleiner als der des Schwungrades. Deshalb macht auch ein Winkelgrad nur einen viel keineren Teil des zugehörigen Kreisbogens aus. Oder anders herum gesagt: Wenn man sich am Nockenwellenrad beim Anblitzen bzw. bei der Markierung um nur 1 mm vertut, macht das mehr Winkelgrade Fehler aus als beim größeren Schwungrad. 2. Wegen des Untersetzungsverhältnisses 2:1. Ein Fehler von z.B. 2 Grad am Nockenwellenrad ergibt einen Fehler von 4 Grad Kurbelwinkel. Der Fehler verdoppelt sich also. Ich habe noch nie eine verstellbare Stroboskoplampe in der Hand gehabt, vermute aber, dass sie recht genau sind. Die Lampe weiß bei einem Viertaktmotor: Zwischen 2 Zündimpulsen liegen 2 Kurbelwellenumdrehungen = 720°. Wenn die Lampe jetzt die Zeit zwischen 2 Zündimpulsen durch 720 teilt, was elektronsich kein Problem ist, dann weiß sie die Zeit für 1 Winkelgrad. Das lässt sich nun beliebig auf 2, 3, 4, 5 usw. Winkelgrade erweitern. Ich habe bei der Schwungscheibe des Cabrios eine 6° vor OT-Markierung eingearbeitet, um eine nicht verstellbare Stroboskoplampe verwenden zu können. In ca. 14 Tagen werde ich wissen, ob das gut funktioniert oder nicht. Grüße Teletubby |
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Wie gesagt, verstellbare Zündlichtpistole ist bestellt, ich bin gespannt was rauskommt. Ach, zu den erwähnten Steuerzeiten: Nockenwelle steht auf OT: http://www.golf3.de/direktupload/201...1563728694.jpg Kurbelwelle, riemenseitig, "eigentlich" auch: http://www.golf3.de/direktupload/201...1563728764.jpg Schwungradseitig aber nicht, leichter Versatz: http://www.golf3.de/direktupload/201...1563728784.jpg Der Verteilerfinger und die Kerbe: http://www.golf3.de/direktupload/201...1563728797.jpg Dreht der eigentlich im Uhrzeigersinn oder entgegen? Vor lauter Grübelei darüber bin ich jetzt völlig verwirrt. Klar, der wird nie übereinstimmen, weil der Verteiler zur Einstellung verdreht wird. Also meiner Meinung nach ist die KW versetzt (1 Zahn ?). |
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1. Durch den geringeren Durchmesser und den damit verbundenen geringeren Umfang der Riemenscheibe ist die genaue Einstellung auf OT hier per se weniger genau als bei der viel größeren Schwungscheibe. 2. Wenn man die vier Befestigungsschrauben der Riemenscheibe lockert, kann man sie wegen des Spiels der Schrauben in den Löchern leicht hin- und herdrehen. Das kommt zum Fehler noch dazu. Ich würde es nach Möglichkeit vermeiden, die genaue OT-Position der Kurbelwelle an der Riemenscheibe zu beurteilen. Der VW-Konzern hat schon seine Gründe dafür, dass er dafür die Schwungradmarkierungen vorschreibt. Zitat:
Das Nockenwellenrad hat 44 Zähne. 1 Zahn entspricht demanch einem Winkel von 8,2 Winkelgraden. Wegen des Übersetzungsverhältnisses Kurbelwelle - Nockenwelle von 2:1 müsstest Du die Kurbelwelle um etwa 16 Grad verdrehen, damit sich das Nockenwellenrad um genau 1 Zahn weiterdreht. Die geschätzten 4 mm entsprechend 2 Winkelgraden sind gerade mal ein Achtel davon. Mein Fazit: Deine Steuerzeiteneinstellung ist wunderbar so, wie sie ist. Wenn Du die Kurbelwelle so verdrehen würdest, dass die OT-Markierung des Schwungrades gegenüber der Gehäusemarkierung steht, würdest Du das an der Position der Nockenwelle kaum sehen. Wenn Du die Kurbelwelle so weit verdrehen wolltest, dass sich das Nockenwellenrad um genau 1 Zahn weiterdreht, würde das im Bereich der Markierungen des Schwungrades einem Kreisbogen von knapp 34 mm entsprechen, wenn ich richtig gerechnet habe. Das kann es doch nicht sein, oder? Zitat:
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Grüße Teletubby |
Ich habe den Motor soweit gedreht, bis das Nockenwellerad auf OT stand. Habe mich also rein nach dem orientiert. Dann wollte ich sehen, wie die beiden anderen Wellen stehen. Also zuerst riemenseitig auf die KW geschaut, von dort aus gesehen "passt es einigermaßen". Dann auf die Schwungscheibe geblickt und naja, da steht es schon gute 5-6 mm von der Pfeilspitze weg. Letzte Kontrolle noch am Zündverteiler, zeigt knapp zur Marke, aber mit so 2-3 mm Entfernung. Kann nicht deckungsgleich sein, weil der Verteiler zur Einstellung verdreht wird. Ich werde mal probieren, ob es möglich ist, die Schwungscheibe perfekt zur Marke mitsamt Nockenwelle perfekt zur Marke auszurichten. Beim ABS, AGG und 9A habe ich den Zahnriemen bereits getauscht und da klappte es wunderbar. Zumindest kann ich mich nicht an so einen Versatz erinnern (Oder will es nicht? :'D) Hier am ADZ nicht, das erledigte die Werkstatt damals mit den Ventilschaftdichtungen mit. Und ja, du hast Recht: Das KW-Zahnriemendrad hat 22 Zähne. Bedeutet bei 747,677 mm Umfang ist 1 Zahn ca. 34 mm Umfang. |
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Ich würde das aber nicht auf den Millimeter genau sehen, weil auch hier Toleranzen vorkommen. Wirklichen Änderungsbedarf gibt es nur dann, wenn die Markierungen bei Veränderung der Steuerzeiten um einen Zahn wesentlich besser übereinstimmen als vorher. Das heißt, wenn die Schwungradmarkierung bei unveränderter Nockenwellenposition nach einer Verschiebung von ca. 34 mm besser gegenüber der Gehäusemarkierung steht als vorher. Ich wage die Voraussage: Es steht jetzt alles richtig, und Du kannst es nur schlechter machen. Trotzdem: Ich finde solche Diskussionen und Gedanken dazu immer wieder reizvoll und interessant. |
Dazu gibt es im übrigen Verstellbare Nockenwellenräder. Falls der Kopf einmal geplant wurde, oder mit der Zeit durch Zahnriemen Längung, können solche Fehler entstehen, das die Optimalen Steuerzeiten zwischen zwei Zähnen stehen. Andererseits macht ein verstellbares Nockenwellenrad bei Serien Wellen wenig Sinn, da die exakten Einstelldaten wie zb der Hub in OT nicht vorliegen, und Man somit überhaupt nicht weis wo die Nockenwelle stehen soll. |
Stroboskop ist seit gestern da, aber Lust habe ich bislang keine gefunden. Es ist einfach zu heiß. Vielleicht am Wochenende, es soll bei uns stark abkühlen. |
Nun habe ich mich dran gemacht und erstmal den Zahnriemen abgenommen. Alles so gedreht, wie es der Leitfaden nennt und dann den ZR aufgelegt. Bis heute keinen Mutterndreher gekauft, wieder mit zwei Nägeln und Schraubenzieher die Spannrolle gespannt... Motor, also KW, ist nun viermal gedreht worden, für mich passt die Einstellung. ZZP folgt. Und statt dem Reifenmarker habe ich nun einen "feinen" Lackedding benutzt. http://www.golf3.de/direktupload/201...1564863861.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1564863874.jpg http://www.golf3.de/direktupload/201...1564863887.jpg |
So, es folgte vorher die Einstellung des Zündzeitpunktes. Scheiterte anfangs, weil ich mit meinem Diagnosekomponenten partout nicht ins Steuergerät kam. Auch interessant wie sich der Motor anhört mit arg verstellter Zündung (Das ist die VW-Werksvorgabe, damit der überhaupt irgendwie läuft): Wie ein Dragster. :D Aber er lief einigermaßen und die Grundeinstellung gewählt. Ja, etwas verdreht und die OT-Marke scheint mit der Spitze stillzustehen. Obwohl sie hin und wieder leicht wandert. Aus der Grundeinstellung raus... nochmal geblitzt. Aha jetzt wandert sie so 3-4 mm um die Mittenmarke herum. Nochmal wies sein soll gecheckt, es passt alles. Probefahrt. Ergebnis: Also Wasser- und Öltemperatur sind unauffällig, wie immer. Wohl keine zu extreme Verstellung w00t Der Motor läuft im Leerlauf schön ruhig und die Beschleunigung ist gefühlt etwas besser, freier. Ziemlich oldschool das ganze, für ein Auto eines 96er Baujahrs meiner Meinung nach anachronistisch ;)Da waren verteilerlose Zündungen eigentlich keine Raketentechnik mehr. Egal, es funktioniert und das ist die Hauptaufgabe. |
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