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Nyghtus 30.09.2018 19:07

kein strom trotz voller batterie
 
Moin

Ich suche momentan einen Fehler in der Elektrik, der in meinem 97er 1,4L AEX schon seid der anschaffung vorhanden ist.

Im Sommer ist immer alles Top.

Im Winter hat er manchmal das Problem das ihm irgendwie der Saft ausgeht, obwohl die Batteriespannnung noch bei ca 12,6 Volt liegt.
Im innenraum ist in der Situation alles tot, also keine Kontrollleuchten, Uhr etc..., anlasser klickt nur kurz wenn ich den Zündschlüssel rumdrehe.
habe ihm beim ersten mal Starthilfe mit meinem 1,8er gegeben, lief bis zum nächsten abstellen, danach wieder alles tot.
Wenn ich aber nun in der Situation den Massepol von der Batterie Kurzzeitig trenne und nach ca 10 sekunden wieder anschliesse geht er wieder eine ganze weile lang ganz normal, da helfe ich mir jetzt schon seid 3 jahren mit.

Da ich aber nicht alleine mit dem Golf fahre, möchte ich den fehler natürlich endgültig beseitigen, bin aber mitlerweile mit meinem latein am ende, woran es liegen könnte.

Der Fehler ist die Tage das letzte mal aufgetreten, habe ihn mal 3 Tage damit stehen lassen und habe vorhin festgestellt das der Drehzahlmesser sich derweil ganz langsam bewegt, stand vorhin auf 5500 umdrehungen, ein ganz leises rattern hört man im inneren auch.

Jemand ne idee dazu oder selbst schonmal gehabt?

COITUS 30.09.2018 19:57

Hi, ich hatte mal nahezu das gleiche Problem, zwar nich am Golf 3 sondern am 1er aber Symptome waren wie gesagt gleich.
Bei mir waren damals die Polklemmen das Problem. Die waren so ausgenudelt, sodass man sie trotz Festziehen immer noch auf den Batteriepolen bewegen konnte. Sobald ich dann versucht hab zu starten, hat der Anlasser einmal kurz geklackt und dann war alles tot, auch Uhr, Licht usw..
Hab dann neue klemmen verbaut, die wieder fest gingen und gut.

Falls deine Polklemmen definitiv noch festzuziehen gehen, würde ich alle Masseverbindungen, die von der Batterie kommen, checken. Und ggf. die Klemmen und die Batteriepole einfach mal ein wenig von der Oxidschicht befreien und etwas Polfett raufmachen und gucken, ob es dann geht.

Bzw. wenn du die Möglichkeit hast auch einfach mal mit einer anderen Batterie probieren, bei der Du weißt, dass sie heile ist. In meinen Augen kann eine Batterie auch defekt sein, obwohl sie über 12V Spannung hat.

Gruß Flo

Teletubby 30.09.2018 21:57

Hallo!

Zitat:

Zitat von Nyghtus (Beitrag 1844777)
Ich suche momentan einen Fehler in der Elektrik, der in meinem 97er 1,4L AEX schon seid der anschaffung vorhanden ist. (...) Im Winter hat er manchmal das Problem das ihm irgendwie der Saft ausgeht, obwohl die Batteriespannnung noch bei ca 12,6 Volt liegt.
Im innenraum ist in der Situation alles tot, also keine Kontrollleuchten, Uhr etc..., anlasser klickt nur kurz wenn ich den Zündschlüssel rumdrehe.
habe ihm beim ersten mal Starthilfe mit meinem 1,8er gegeben, lief bis zum nächsten abstellen, danach wieder alles tot.
Wenn ich aber nun in der Situation den Massepol von der Batterie Kurzzeitig trenne und nach ca 10 sekunden wieder anschliesse geht er wieder eine ganze weile lang ganz normal, da helfe ich mir jetzt schon seid 3 jahren mit.

Du bist mittlerweile der dritte hier im Forum mit einem derartigen Problem. Nach Forumsmitglied Ben_RBGB, der seins inzwischen gelöst hat, und CanYouBeat, von dem ich den aktuellen Stand nicht weiß. Sehr wahrscheinlich liegt das auch bei Dir an Übergangswiderständen im Bereich der Batteriepole und/oder der Anschlüsse der dicken Batterieleitungen.


Zitat:

Zitat von COITUS (Beitrag 1844778)
Hi, ich hatte mal nahezu das gleiche Problem, zwar nich am Golf 3 sondern am 1er aber Symptome waren wie gesagt gleich.
Bei mir waren damals die Polklemmen das Problem. Die waren so ausgenudelt, sodass man sie trotz Festziehen immer noch auf den Batteriepolen bewegen konnte.

Ja, so etwas ist gut möglich.

Das Problem ist meistens hausgemacht durch einen Fehler, der sehr häufig begangen wird: Die Batterie-Polklemmen werden vor dem Festschrauben nicht weit genug auf die nach oben dünner werdenden Pole gesteckt. Die Verschraubungen kommen dadurch an ihren Anschlägen an, ohne dass die Klemmen wirklich fest sind.

Die Polklemmen müssen vor dem Festschrauben so weit auf die Pole gesteckt werden, dass sie (= die Pole) oben mindestens ca. 1 bis 2 mm aus den Klemmen herausstehen. Wenn sich die Klemmen nicht so weit aufstecken lassen, liegt das am beschriebenen Fehler in der Vergangenheit, dass die Verschraubungen festgedreht wurden, ohne dass die Klemmen weit genug aufgesteckt wurden. Dadurch verbiegen die Klemmen in der Richtung, dass sie enger werden.

Abhilfe: Die Verschraubungen der Polklemmen demontieren und die Klemmen mit Hilfe eines passenden Schraubendrehers in ihren Schlitzen vorsichtig aufbiegen. So weit, bis sie sich weit genug auf die Batteriepole stecken lassen. Von da an zukünftig darauf achten, dass die Schrauben erst dann festgedreht werden, wenn die Klemmen genau so weit auf den Polen sitzen und nicht weniger.

Freundliche Grüße
Teletubby

Nyghtus 30.09.2018 22:47

Zitat:

Zitat von COITUS (Beitrag 1844778)
Falls deine Polklemmen definitiv noch festzuziehen gehen, würde ich alle Masseverbindungen, die von der Batterie kommen, checken. Und ggf. die Klemmen und die Batteriepole einfach mal ein wenig von der Oxidschicht befreien und etwas Polfett raufmachen und gucken, ob es dann geht.

Die Klemmen sitzen noch Bombenfest und Polfett kommt immer mit drauf, die Batterie ist ja auch noch neu.

Werde die Tage mal neue Polklemmen besorgen, die sind ja mitlerweile auch schon 20 jahre alt und kosten nicht die welt ,dann erstmal abwarten ob es dann besser ist.

@Teletubby die Polklemmen liegen bei mir immer ganz unten, da achte ich auch immer drauf ;)

onkel-howdy 01.10.2018 11:48

Ich würde mir auf alle Fälle die Masseleitung auch mal genauer anschauen bzw diese ggf auch "pauschal" tauschen. Hast du in deinem Bekanntenkreis Leute die im Elektrobau oder Maschinenbau arbeiten? Da kann man sich gegen eine kleine Kaffeespende ein schöne 25 oder 50² Kabel mit sauberen Schuhen anfertigen lassen.

Ben_RGBG 01.10.2018 19:33

Bei mir war es der Massepunkt an der Schraube die den Anlasser hält und durch Motor und Getriebe geht. Die Kontktfläche für das Massekabel war komplett korrodiert.

Auch den Massestrang selber habe ich mir mal angesehen. Oben wo das Kabel an die Polklemme geht, sah man soweit man in die Isolierung reinschauen konnte, deutlichen Grünspan. Dass also das Massekabel selbst irgendwann zur Ursache wird, kann ich auch nicht ausschließen und könnte auch bei dir gut der Fall sein.

Nyghtus 02.10.2018 11:13

Also
Grünspan hat er ne menge angesetzt, werde ich die Tage alles mal beseitigen.
Die Kabel an sich sehen noch ganz brauchbar aus, bis auf die stelle unten am Batteriehalter, scheint augenscheinlich nen Bruch zu haben, werde ich mal mim Multimeter durchmessen.
Bericht und eventuelle Bilder folgen die Tage ;)

ManeT4 02.10.2018 11:41

Hatte etwas ähnliches beim T4, ab und an nach dem Starten war kurzzeitung der Strom weg, Uhr auf null.
Temperatun unabhängig war es beim starten so, als ob die Batterie kaum Saft hat.
Der Übeltäter war der Anlasser, nach dem Tausch, Neuteil, gab es nie wieder Probleme.

Nyghtus 05.11.2018 13:42

So, habe ihm einen Satz neue Polklemmen verpasst, 3 Wochen später wieder das selbe Problem.
Da hier im Forum bei vielen Themen die Problemlösung fehlt gibts diese nun nachträglich.

Nach dem Klemmentausch habe ich sämmtliche Kabelverbindungen geprüft und eine menge Grünspan beseitigt, brachte leider nicht viel besserung.
Ich wollte gerade verzweifeln, da Sprang mir der beitrag von ManeT4 ins Auge, einen Anlasser hatte ich noch da also kurz getauscht und Seitdem ist ruhe.

In diesem fall danke an ManeT4 für des Rätsels lösung , da wäre ich selbst nicht so schnell drauf gekommen :D

ManeT4 05.11.2018 15:15

Freut mich das ich helfen konnte.

Dank auch an Dich, bist einer der wenigen die mitteilen was aus Ihrem Problem geworden ist.

Golferrari 05.11.2018 18:58

Schön das er erst mal wieder fährt, ich tippe aber darauf, das Du durch die Bewegungen beim Aus- und Einbau nur die korrodierten Kabel los gerüttelt hast. Deine Fehlerbeschreibung,so sie absolut korrekt war, hatte eher weniger mit einem defekten Anlasser zu tun.

Leider verstehen die Wenigsten das die Masse-Minuskabel wichtiger sind als das Plus Kabel, weil man Plus-Fehler sofort erkennt, Masseversagen und hohe Übergangswiderstände aber nicht unbedingt. Die resultierenden Fehler sind so vielfältig, das sie von gestörtem Radioklang über schlechtes Licht, langsam laufende Anlasser bis zu ABS Ausfall gehen.
Wer einfach mal für immer auf solche Probleme, die jedes alte Auto haben wird, völlig verzichten will, bevor er sich tot sucht, legt zwei Kabel extra. Wobei 2,5qmm völlig reichen. Einmal vom Minus Pol zu einer blanken Stelle am Motor, vorzugsweise Zylinderkopf. Das zweit von Batterie Minus zu einer Stelle am Karosserieblech, aber dort wo noch kein anderes Massekabel hängt. Also von der Batterie Richtung Innenraum. Die länge der Kable ist nicht so wichtig, natürlich nicht länger als nötig.
Wenn dann eines Tages eins dieser Kabel angeschmort ist, hast Du den Beweis das eins der dicken, Werksmassekabel versagt hat. Fährst aber noch!
Ich verstehe immer nicht warum diese simple Reparatur, bis das letzte heile Teil getauscht ist, keiner macht. Trotz? Zu einfach?

Werkstätten erkennen diese Fehler oft deshalb nicht, weil der Tester diese Fehler nicht im Klartext anzeigt oder gar nicht speichert. "Was der Tester nicht sagt, repariere ich nicht!" Das erste Grundgesetz des Mechatronikers.
Außerdem bring es ja keinen Umsatz, mal eben so was zu machen.


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