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Haiza 14.12.2016 15:36

Ansatzpunkte für Wagenheber
 
Hallo Zusammen,

besteht die Möglichkeit, den Golf mit einem Rangierwagenheber aufzubocken, ohne die Halterpunkte der Schweller zu nehmen? Ich finde, dass diese Punkte nur für den Onboard-Wagenheber gedacht ist, da es sonst kaputtgedrückt wird.

Bitte mal sagen welche Haltepunkte ihr nehmt. Am besten mal mit foto oder ein Bild wo es markiert ist.

Grüße

Teletubby 14.12.2016 15:49

Hallo!

Zitat:

Zitat von Haiza (Beitrag 1812243)
besteht die Möglichkeit, den Golf mit einem Rangierwagenheber aufzubocken, ohne die Halterpunkte der Schweller zu nehmen? Ich finde, dass diese Punkte nur für den Onboard-Wagenheber gedacht ist, da es sonst kaputtgedrückt wird.

Ja, genau so ist es.

Leider wird das viel zu oft nicht beachtet. Die Folge davon ist, dass bei den allermeisten Golf 3 die Unterkanten der Unterholme im vorderen Bereich versaut sind. Wiederum als Folge davon gibt es Rost und Gammel.


Zitat:

Zitat von Haiza (Beitrag 1812243)
Bitte mal sagen welche Haltepunkte ihr nehmt. Am besten mal mit foto oder ein Bild wo es markiert ist.

Es gibt beim Golf 3 am Unterboden extra zum Aufbocken vorhandene Verstärkungen. Sie sind zum Anheben und Abstützen mittels Hebebühne bzw. Rangierwagenheber geeignet. Auf dem nachfolgenden Foto von meinem Cabrio, das zurzeit vorn aufgebockt ist, kann man das einigermaßen gut sehen:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1481726745.JPG

Diese Stellen sind todsicher; dort passiert nichts.

Im hinteren Bereich ist das alles auch unter den Unterholmen möglich. Erstens sind sie dort stabiler, und zweitens ist das Auto hinten nicht so schwer. Wenn man Sorgen hat, dort den Unterbodenschutz zu beschädigen, geht es auch an entsprechend belastbaren Stellen der Hinterachse. So wurde mein Variant hinten bei der letzten HU aufgebockt.

Freundliche Grüße
Teletubby

GtOdLiF 14.12.2016 15:51

Wenn es nötig ist, nehme ich die Aufnahmen von den Achsenlager. (Gummilager)

American-Psycho 14.12.2016 21:59

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1812244)

Diese Stellen sind todsicher; dort passiert nichts.

Todsicher würde ich nicht sagen, ich hab mir die Verstärkung mit dem Rangierwagenheber platt gedrückt, darum gehe ich jetzt vorne immer unter die Schraube Querlenker/Motorträger. Hinten gehe ich unter die Hinterachslager/Gummi-Metall-Lager.

Raven761 15.12.2016 08:05

Zitat:

Zitat von American-Psycho (Beitrag 1812282)
Todsicher würde ich nicht sagen, ich hab mir die Verstärkung mit dem Rangierwagenheber platt gedrückt

Man muss die Last auf einen Holz- oder Gummiblock zwischen Fahrzeug und Rangierwagenheber verteilen. Die Aufnahme der meisten Rangierwagenheber besteht aus vier Zacken die sich dann in die Karosserie pressen.

American-Psycho 15.12.2016 09:17

schon klar ;)
Ich lege einen Eishockeypuk dazwischen, die Verstärkung hats aber trotzdem verbogen...

Tondan 15.12.2016 11:01

Auch wenn die von Teletubby vorgeschlagene Verstärkung darfür gedacht ist, dort den Rangierwagenheber bzw. Hebebühne anzusetzen, bleibt ein Restrisiko. Wenige Zentimeter neben der Verstärkung befinden sich Hohlraumstopfen und Wasserablauflöcher und damit potenzielle Rostkandidaten. Dank Unterbodenschutz sieht man den entstandenen Rost nicht unbedingt. Da die Golfs mittlerweile um die 20 Jahre alt sind, kann der Rost durchaus die Verstärkung soweit geschwächt haben, dass sie sich unter Belastung verbiegt.

Auf alle Fälle sollte man einen (sehr) große Unterlage verwenden um den Druck zu verteilen. Hat man vor sich unters Auto zu legen, sollte man es noch an anderen Punkten abstützen.

Außer man ist sich sicher, dass man ein Auto mit einwandfreien Unterboden besitzt, so wie Teletubby. Dann kann man auch unter dem Auto schlafen ^^

Haiza 15.12.2016 14:37

Zitat:

Zitat von Tondan (Beitrag 1812294)
Auch wenn die von Teletubby vorgeschlagene Verstärkung darfür gedacht ist, dort den Rangierwagenheber bzw. Hebebühne anzusetzen, bleibt ein Restrisiko. Wenige Zentimeter neben der Verstärkung befinden sich Hohlraumstopfen und Wasserablauflöcher und damit potenzielle Rostkandidaten. Dank Unterbodenschutz sieht man den entstandenen Rost nicht unbedingt. Da die Golfs mittlerweile um die 20 Jahre alt sind, kann der Rost durchaus die Verstärkung soweit geschwächt haben, dass sie sich unter Belastung verbiegt.

Auf alle Fälle sollte man einen (sehr) große Unterlage verwenden um den Druck zu verteilen. Hat man vor sich unters Auto zu legen, sollte man es noch an anderen Punkten abstützen.

Außer man ist sich sicher, dass man ein Auto mit einwandfreien Unterboden besitzt, so wie Teletubby. Dann kann man auch unter dem Auto schlafen ^^



und wie machst du das bei dir ?

wolfi71 15.12.2016 19:12

Dieser schuhförmige Blechwinkel ist eigentlich gut zu erkennen. Am unteren Ende hebe ich meinen Golf vorn immer an. Eine Gummiplatte auf Holz, die zwischen dem Wagenheber und dem Blech hat bisher jedes Problem vermieden. Diesen Winkel gibt es übrigens auch als Ersatzteil von VW.

DERChristian 16.12.2016 12:22

Ich habe es erst zufällig vor einigen Wochen erlebt, als ein Reifen platt war: Mein Reifenhändler umgeht die ganzen konstruktiven Fallen am Golf 3 und nimmt ihn grundsätzlich mit dem Rangierwagenheber immer an der Schraube Querlenker / Vorderachse (Motorträger, Aggregatträger... Wie auch immer man dieses Teil nennen will) auf.

Ich werde das in Zukunft auch so machen.

Die Schweller sind bei meinem Golf schon geschweisst und extra mit einem zusätzlichen Belch verstärkt, es besteht trotzdem immer noch das Risiko dass sich die Kante verbiegt.

Die Aufnahme am Unterboden ist auch geschweisst, jetzt liegt die Schweissnaht im Aufnahmebereich. Nahtdichtungsamasse wird dort grundsätzlich zerquetscht und muss jedesmal erneuert werden. Nervig, ich muss mir da evtl. nochmal eine Lösung einfallen lassen. Einstweilen ist alles wieder versiegelt und ich benutze diese Aufnahme nicht mehr.


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