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alienresistant 12.09.2016 22:19

16V ABF Wiederaufbau / Probleme
 
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Guten Abend, erstmal die Vorgeschichte.
Mein ABF lief zunehmend schlechter und wurde sehr träge, bis der Motor
dann keinen Mucks mehr von sich gab.
Die Kompression vor dem Zerlegen ergab bei der trockenen
sowie nassen Messung 5 - 6 - 6 - 8 Bar.
Der Ölverbrauch war etwas gestiegen.
Nach einer längeren Standzeit habe ich dann mit ein paar Kollegen angefangen
denn Motor zu zerlegen und zu begutachten.
Soweit sah für unsere Augen alles in Ordnung aus.
Was allerdings nicht gut aus sah war der Kopf, dieser war auf der Brennraumseite
stark zugekokt, ebenso wie die Kolbenringe.
Da mechanisch alles ok aussah, habe
ich eine Menge Verschleißteile erneuert.
Der Block wurde gehont.
Der Zylinderkopf wurde geplant, laut Aussage der Firma
war der Kopf krumm und sie mussten etwas mehr Material
abtragen. Zudem wurde nur gesagt das ich eine
vernünftige Dichtung verwenden soll.
Ich habe keine Maße etc. bekommen, auch nicht auf Anfrage.
Im Endeffekt habe ich denn Motor mit meinen Kollegen wieder
zusammen gebaut und wieder in den Wagen gehangen.
Allerdings hatten wie erst schwierigkeiten beim einsetzen
der Nockenwellen, da der Motor sich nach dem Befestigen
nicht drehen lassen wollte und irgendwas blockiert hatte.
Bis wir dies in Ordnung gebracht hatten.
Ansonsten wurde alles mit den entsprechenden Drehmomenten angezogen
bzw. eingeölt.
Wir haben denn Motor vorm ersten Startversuch paar mal durchgedreht.
Soweit alles ok, dann versucht zu Starten.
Nichts hat sich getan, Sprit bekommen, Luft und Funken auch.
Weiter probiert. Nichts
Wir sind uns ziemlich sicher das alles auf OT stand, da wir das mehrere
male geprüft haben.
Dann erneut die Kompression gemessen und das erschreckende Ergebnis,
2 - 0,2 - 0 - 0 Bar.
Beim Demontieren des Zylinderkopfes, ist uns die gebrochene Schraube
des Nockenwellenrades entgegen gekommen.
Anschließend haben wir denn Kopf auf die Werkbank gelegt und
auf die Brennraumseite Diesel gefühlt, es lief relativ zügig durch.
Wir gehen davon aus, das deutlich zu viel Material abgetragen wurde
und somit die Ventile aufgesetzt haben.
Soweit sind keine Beschädigungen auf den Kolben zu erkennen.

Was denkt ihr darüber? Was kann ich jetzt unternehmen bzw. wie
kann ich vorgehen um endlich zum Schluss zu kommen.
Kann es durch andere Dinge Probleme gegeben haben
oder ist unsere These plausibel?

Ich überlege mir eine "neuen" gebrauchten Zylinderkopf zu besorgen
und diesen dann von einem Namenhaften Motorenbauer planen zu lassen etc.
Gibt es eine bessere Alternative?

Im Anhang sind ein paar Fotos des Vorganges.

Gruß

Mustang80 12.09.2016 22:53

Nehms mir nicht übel aber wenn ich mir das so durchlese habe ich so das Gefühl, dass ihr nicht so wirklich Ahnung vom Zerlegen und Zusammenbauen eines Motors habt. Das ist zwar alles alte Technik, aber da muss man trotzdem wissen was man tut.

Dein Post klingt nach ner lustigen Bastelstunde wo jeder ein bisschen Blabla mit einbringen durfte.

Was hat denn blockiert nach dem Zusammenbauen?
Was genau wurde am Kopf alles gemacht? Nur geplant?
Hat der Motor Öl oder Kühlwasser an der ZKD rausgedrückt? Oder Öl ins Kühlwasser oder andersrum?
Sofern das nicht der Fall war, war der Kopf auch nicht arg verzogen und selbst wenn: Da muss man schon echt gut was wegnehmen, bis die Ventile aufschlagen.

Die Kolben und die Laubahnen im Block sehen auf den Bildern ehrlich gesagt alles andere als "gut" aus.

Lass dir beim Richten von dem Motor auf jeden Fall von jemand helfen, der das wirklich kann. Und lass alle Arbeiten machen, die nötig sind.

JK3 12.09.2016 23:26

Das werden wohl Bilder von vorher sein. Verkokte Kolben(ringe).
Beeindruckend, dass bei dem Block wirklich nur Hohnen nötig war.

Zylinderköpfe haben (meistens) zwei Kanten, bei denen ein Abstand Aussage darüber gibt, um wie viel mm der Kopf geplant wurde. Das steht in einem Werkstatthandbuch.

Naumstar 13.09.2016 11:48

Bei dem Bild mit der abgerissenen Nockenwellenschraube, da habt ihr Doch irgendwas im Hintergrund vergessen. Das blech gehört da auf keinen Fall hin.

Edit sagt: ist wohl kein Blech sondern die Kante des Zylinderkopfes, wo etwas vorbei geschert ist.

zubrovka 13.09.2016 12:07

Zitat:

Zitat von Naumstar (Beitrag 1806363)
Bei dem Bild mit der abgerissenen Nockenwellenschraube, da habt ihr Doch irgendwas im Hintergrund vergessen. Das blech gehört da auf keinen Fall hin.

Edit sagt: ist wohl kein Blech sondern die Kante des Zylinderkopfes, wo etwas vorbei geschert ist.

Sieht fast aus wie mit nem Hebel angesetzt um das Rad abzuziehen...

American-Psycho 13.09.2016 16:22

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Das ist doch nur Dichtmasse

Naumstar 13.09.2016 16:58

Zitat:

Zitat von American-Psycho (Beitrag 1806370)
Das ist doch nur Dichtmasse


Hast recht Jan, dass sah aus wie ein Span für mich:D

alienresistant 13.09.2016 17:03

@Mustang80
Kein Thema, ich bin nicht vom Fach und habe es demnach beschrieben.
Die Kollegen mit denen ich das ganze durchgeführt habe, sind vom Fach.
Ich möchte aber zu dem Thema auch andere Meinungen hören deswegen der Beitrag.

Die Nockenwellen waren wohl verkehrt einsetzt das die Ventile im falschen Moment unten waren. Die müssen am Zylinderkopf fluchten uns es hat sich beim Durchdrehen immer um einen Zahn verschoben.

Der Kopf wurde geplant und gereinigt.
Danach wurden die Ventilschafdichtungen ersetzt und die Ventile eingeschliffen.

Nein davon war nicht zu sehen.
Das macht mir etwas Sorgen, Rob kann sich auch nicht unbedingt vorstellen das die Ventile
so schnell aufsetzen.
Ich kann mir gut vorstellen das die Firma zu viel abgetragen hatte, das es eher eine Hinterhof Firma war. Alleine schon das die mir nicht sagen konnten was genau abgetragen wurde.

Das Foto von der Zylinderlaufbahn ist nach ca. 8 Monaten Standzeit ohne Kopf nur abgedeckt durch Lappen, trocken in der Garage entstanden. Als ich damals den Kopf abgenommen habe, sah es etwas besser aus.

Das habe ich vor, die nächsten Arbeiten werden von einer vertrauenswürdigen Firma übernommen.

alienresistant 13.09.2016 17:06

Richtig das ist Dichtmasse.
Ich könnte einen anderen Zylinderkopf bekommen.
Denn würde ich wie gesagt von einer vertrauenswürdigen Firma durchchecken und bearbeiten lassen.
Wenn dieser in Ordnung ist sollte ich denn Motor wieder zusammen setzten, oder was sagt ihr?

zubrovka 13.09.2016 17:16

16V ABF Wiederaufbau / Probleme
 
Also das die Ventile durchs Planen mit den Kolben bei korrekten Steuerzeiten kollidieren halte ich für sehr unwahrscheinlich. Anbei mal ein Bild von dem geplanten ABF Kopf den ich montiert habe, dieser würde wenn ich mich recht erinnere 1/10 geplant.

http://www.golf3.de/images/imported/2016/09/93.jpg

Der Kolben hat im OT vielleicht minimalen überstand, aber da ist ja noch die Kopfdichtung zwischen.

Außerdem besitzen die Kolben Ventiltaschen für die Einlassventile. Perspektive ist nicht optimal aber was anderes habe ich gerade nicht zur Hand. Es ist aber zu erkennen, dass die Auslassventile durch ihre Anordnung nicht aus dem Brennraum herausschauen.

http://www.golf3.de/images/imported/2016/09/94.jpg

Mustang80 13.09.2016 17:32

Bei falschen Steuerzeiten ists schon deutlich wahrscheinlicher, dass die Ventile aufschlagen.

Wichtig wäre jetzt erstmal zu analysieren, was wirklich neu bzw ausgetauscht werden muss und was man behalten kann.

Wie viel km hat der Motor denn gelaufen?

Dafür muss der Kopf wieder runter, denn ansonten lässt sich nicht wirklich beurteilen ob die Ventile aufgeschlagen sind. Was ist mit dem Kurbeltrieb? Wurde dort was gemacht? Die Laufbahnen / Block wurden ja vor dem Zusammenbau gehont, oder? Also nicht am Anfang und dann in dem rostigen Zustand zusammen gebaut?

Wurden beim Motorenbauer die Ventilführungen geprüft? Die sind leider bei den Mehrventilern gern ausgenudelt. Wenn die Ventile draußen sind, ist es aber mit überschaubarer Arbeit verbunden, die zu tauschen. Sind einfach einpresst und kosten neu nicht viel. Wenn die augenudelt sind, lassen sich die neu geschliffenen Ventile auch nicht wirklich einläppen und dann verlierst du deine Kompression auch.

Kolben haben wenigstens neue Kolbenringe bekommen?

Marvin.OnTheRun 13.09.2016 22:03

Kolbenringe wurden mit neu gemacht und alles sauber gemacht beim zusammenbau.

Haben die Ventile mit ordentlichem Kraftaufwand raus nehmen müssen haben gedacht das es von den verkokungen im Motor kam da an den Ventilen verdammt viel misst dran war...

alienresistant 13.09.2016 23:10

Danke Zubrovka

@Mustang80

Der Motor hat ca. 240.000 km runter.

Wir haben den Kopf demontiert und haben dann in die Brennraumseite Diesel gekippt um zu Prüfen ob die Ventile dicht halten.

Richtig der Block wurde gehont und nicht mit dem rostigen zusammengebaut.

Wenn es klappt kommt der Kopf Morgen zu einem Motorenbauer und soll dort geprüft werden.

Ich füge gleich eine Liste der erneuerten Teile hinzu.

alienresistant 13.09.2016 23:21

Erneuert wurden.

- Steuerkette (Nockenwellen)
- Zahnriemensatz sowie alle anderen Riemen komplett.
- Wasserpumpe plus Thermostat
- Ventilschaftdichtungen
- Ölpumpe
- Zündkerzen
- Kolbenringe
- Hauptlager
- Pleuellager
- Kurbelwellensensor
- Zündspuhle
- Zündverteiler finger etc.
- Dichtungen Kurbelwelle Getriebe und Zahnriemen seitig
- Ansonsten alle Dichtungen neu

Ausgeführte Arbeiten

- Block gehont und gereinigt
- Kopf geplant und gereinigt
- allgemein sämtliche anbau teile gereinigt und lackiert

Sollte soweit alles sein

alienresistant 21.09.2016 14:26

Thema hat sich erledigt. Bitte löschen.

Edi95 21.09.2016 14:55

Was war es denn?

alienresistant 21.09.2016 21:00

Hab den Kopf zum Prüfen abgegeben und raus gekommen ist:

- Risse zwischen den Ventilsitzen und Kerzen
- 2 Einlassventile Krumm
- ventilschäfte, führungen und die stößelgrundbohrung sind in mitleidenschaft gezogen usw
Das ganze würde um die 1000 euro kosten.

Das isses mir nicht wert.

Daher suche ich bevozugt einen Schlachter oder einelnen 16V Motor.
Um das ganze vernünftig von neu zu beginnen.

Jubi GTI Freak 22.09.2016 18:09

Das klingt leider nicht so toll. Kann man sagen woran es letztendlich gelegen hat das der kopf soviel abbekommen hat ?

Mustang80 22.09.2016 20:46

Jo: Falsche Steuerzeiten.

alienresistant 23.09.2016 00:47

Das ist soweit der Hauptgrund, meine vorherige These wurde von der Firma wiederlegt.
Sehr ärgerlich da wir sehr oft geprüft haben das alles passt.


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