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Haetschi 03.07.2016 12:17

Blattrost Bremstrommel
 
Servus Leute,

bei meinen Bremsarbeiten die letzten Tage habe ich mir den Rost an meinen Bremstrommeln außen (Anlagefläche Felge ist aber nur minimal betroffen) mal etwas genauer "angesehen" ... und da kann man echt mit dem Schraubenzieher Blättchen von locker 0.5mm Stärke abschlagen.

Frage: Wechseln? Ich tendiere dazu, auch wenn ich bisher immer geglaubt hab "die Dinger können nicht durchrosten"...


Lg

Stephan

ruebe 03.07.2016 12:46

0.5mm im 20 Jahren dann könnten sie in ca. 200 Jahren durch sein denke ich mal ;)

nee spaß beiseite wenn sie innen noch gut sind dann entrosten und ZB. alulack für ofenrohre rauf und gut ist

GTFahrer 03.07.2016 20:18

Egal. Runterklopfen, dann etwas abschleifen und lackieren, ich hab dazu Hammerite Schwarz matt genommen. Schaut gut aus ;)

wolfi71 03.07.2016 20:42

Losen Rost runter und gut ist. Lack kann man machen, aber ein Muss ist es nicht. Bitte die Anlagefläche der Räder nicht lackieren.

Teletubby 03.07.2016 21:18

Hallo!

Zitat:

Zitat von Haetschi (Beitrag 1801297)
bei meinen Bremsarbeiten die letzten Tage habe ich mir den Rost an meinen Bremstrommeln außen (Anlagefläche Felge ist aber nur minimal betroffen) mal etwas genauer "angesehen" ... und da kann man echt mit dem Schraubenzieher Blättchen von locker 0.5mm Stärke abschlagen.

Das ist nicht gottgewollt und unvermeidbar, sondern eine Frage des Umgangs mit dem Fahrzeug und seinen Teilen. Siehe Foto: Diese Bremstrommel war zum Zeitpunkt des Fotos (Jahr 2012) 17 Jahre alt mit alljährlichem Winterbetrieb:
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1467573131.JPG

Was ich empfehle: Sich besser um einen guten Allgemein- und Serienzustand des Fahrzeugs und seiner Teile zu kümmern als um Tieferlegungen, breite Felgen, röhrende Auspuffanlagen, brüllende Basskisten und ähnlichen Klimbim. Möglichkeiten gibt es dazu in Hülle und Fülle.

Freundliche Grüße
Teletubby

Haetschi 03.07.2016 21:59

Ok Danke Euch allen!

Ja Teletubby, das ist mir auch klar geworden also ich vor einiger Zeit Dein Foto schon mal im Forum gesehen hatte aus Zufall. Allerdings muss ich zu meiner Verteidigung sagen, ich habe den Wagen im Alter von 16 Jahren (also ich war 29, er 16) gekauft, da war das schon so, wenn auch nicht so extrem wie jetzt. Es gibt aber andere Sachen, die ich schlimmer vergeigt habe (z.B. die Schweller unten). Trotzdem ist mir das Auto bis jetzt schon 5 Jahre treu.

Lg

Stephan

Ben_RGBG 03.07.2016 23:54

wie schon erwähnt, abschleifen und mit hammerit lackieren. habe ich auch schon mit einigen trommeln gemacht.

@manfred: das ist alles schön und gewollt, die realität ist aber, dass die meisten von uns ihren golf nicht seit 17 jahren besitzen und wenig einfluss darauf haben, was davor damit geschehen ist.

Teletubby 04.07.2016 07:35

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1801358)
@manfred: das ist alles schön und gewollt, die realität ist aber, dass die meisten von uns ihren golf nicht seit 17 jahren besitzen und wenig einfluss darauf haben, was davor damit geschehen ist.

Wenn ich kostspielig aufgemotzte Golf 3 mit teuren breiten Felgen sehe und dahinter heruntergekommene Bremsteile, dann kommt mir - Nein, ich schreibe besser nicht, was mir dann kommt, weil ich sonst in die Gefahr einer Verwarnung gerate. Auf jeden Fall sind hier für mich die Prioritäten falsch gesetzt. Und das hat absolut nichts damit zu tun, wie alt das Auto schon war, als man es bekommen hat.

Grüße Teletubby

GTFahrer 04.07.2016 13:57

Die Bremstrommel ist dick ohne Ende. Warum soll ich die mit Wachs/Versiegelung konservieren? Wenn die etwas rostig ist, tut das einer einwandfreien Funktion keinen Abbruch.
Ich konserviere lieber die Schweller, Unterboden etc., weil VW das nicht konnte und kann.

Die muss nur einwandfrei funktionieren, das macht sie auch mit Rost außen und damit ist für mich die Geschichte erledigt. Innen drin muss die sauber - und an den Anlageflächen geschmiert sein. Außerdem gibt es für viele Leute aber auch andere wichtige Dinge als das Auto. Ich verbringe lieber Zeit mit dem Nachwuchs als mit den Autos, deswegen sind die bei mir seit einiger Zeit auch deutlich kürzer gekommen - ohne verkommen zu sein.

Ich hau mir auch lieber ein gutes KW Sportfahrerk rein, kann flotter durch die Kurven fahren und freue mich wie ein Kind über jede Landstraße, als da richtig dicke Teile einzuwachsen. Ob rostig oder nicht, pff. Und ja auch der Endtopf muss sein, wie auch die G60 Anlage ab Kopf. Damit die 90 Rösser endlich mal etwas flotter hochdrehen. Sieht auch besser als das kümmerliche Serienrohr.

Und nein... meine Autos, von denen drei tiefergelegt, drei mit Sportendtopf und zwei mit vielen anderen Veränderungen versehen sind, sind keineswegs ungepflegt und technisch vernachlässigt. Der Showroom kann das nicht ansatzweise verdeutlichen.

golfper 04.07.2016 14:07

Also, eine Dose Hammerit Lack, Pinsel, Verdünnung, evtl. Entfetter, ...
Ein Satz neue Bremstrommeln sind billiger!
Gut, nicht ganz, ist aber durchaus eine Überlegung wert!

GTFahrer 04.07.2016 14:11

Wenn das so billig Mist ist... dann lackier ich lieber die originalen. Von billigen Teilen hab ich die Schnauze voll.

Rolw 04.07.2016 14:52

Naja was soll man machen, die meisten Gölfe, so auch meiner, waren mal stinknormale Alltagswagen.
Pflege ja, aber Stahlteile einwachsen macht so gut wie niemand.
So sieht die Trommel dann halt etwas rostig aus nach den Jahren, interessiert hinter Stahlfelgen ja nun wirklich niemand.

Zum Entrosten und lackieren hatte ich auch keine Lust, wenn Lack dann glatt.
Also hab ich neue schwarz lackiert, fertig.

Teletubby 04.07.2016 15:29

Hallo!

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1801384)
Die Bremstrommel ist dick ohne Ende.

Die Bremstrommel ist nicht dick ohne Ende, wenn man das im Verhältnis zu den enormen Kräften sieht, die dort bei kräftiger Bremsbetätigung wirken. Deshalb darf die Bremstrommel bei Verschleiß auch nur sehr begrenzt ausgedreht werden, weil eine Mindestmaterialstärke aus Sicherheitsgründen unter allen Umständen gewahrt bleiben muss.

Freundliche Grüße
Teletubby

Teletubby 04.07.2016 15:29

Sorry, Doppelpost. Bittte löschen

GTFahrer 06.07.2016 19:09

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1801400)
Hallo!



Die Bremstrommel ist nicht dick ohne Ende, wenn man das im Verhältnis zu den enormen Kräften sieht, die dort bei kräftiger Bremsbetätigung wirken. Deshalb darf die Bremstrommel bei Verschleiß auch nur sehr begrenzt ausgedreht werden, weil eine Mindestmaterialstärke aus Sicherheitsgründen unter allen Umständen gewahrt bleiben muss.

Freundliche Grüße
Teletubby

Das ist nicht falsch was du sagst. Jedoch muss man das mal ins Verhältnis setzen. Der Hersteller erlaubt einen Verschleiss von 1mm. Und das bezieht sich ja auf den inneren Teil der Trommel. In wie weit bei der Festigkeitsberechnung der Verschleiss des äußeren Durchmesser mit einbezogen wurde, das weiß ich nicht.

"Normale" Korrosion schafft 0,03mm/Jahr in Landluft, 0,05mm in Stadluft. Bei einem Mittelwert von 0,04mm/Jahr würde das bedeuten, man kann die Trommel rein vom Rost her 25 Jahre lang angreifen lassen, bis sie um 1mm Durchmesser abbaut. (Das sind Werte für unlegierte Stähle) Dabei ist die "Gammelgeschwindigkeit" ja keineswegs linear, in den ersten Jahren zeigt sich auch ohne zusätzlichen Schutz nicht so starker Rostfrass, wie nach 15 Jahren. Natürlich kommt auch dann noch der Verschleiss mit in die Betrachtung, welcher dann die "errechnete" Haltedauer mindert.

Rein aus der Praxis: Wie oft bekam man schon etwas wegen einer gerissenen Trommel am Golf 3 und anderen VWs mit? Eher lösen sich die Beläge von ihrem Belagträger ab, das kommt "häufig" bei den geklebten Belägen vor.

Aus Interesse und unter der vereinfachten Annahme, es würde sich um ein Rohr handeln, habe ich mal die Torsionswiderstandsmomente bei verschiedenen Szenarien berechnet:
Im Neuzustand (Innen 200mm, Außen 205mm) wären das 160.000mm³, bei maximalen Innenverschleiss (Innen 201mm) sind es 130.000mm³, kommt noch eine Korrosion von außen um 1mm dazu, dann 96.000mm³. Nur rein eine Korrosion um 1mm und innen wie neu wären 130.000mm³.

20% Minderung des Widerstandsmomentes lässt VW dann quasi zu. Wobei ich nicht in Kenntnis bin wie hoch nun das maximale Bremsmoment ist und dann müsste man, da es sich sicher um einen mehrachsigen Spannungszustand handeln wird mit komplizierteren Formeln rechnen. Eigentlich ist sowas auch schon eher was für ein FEM-Programm als für eine kurze Handberechnung.

Deswegen wieder der Schwenk auf die Praxis, wo man sich um den Rost an der Trommel meistens keine Gedanken macht. Auch bei der HU wurde bisher sowas nicht gerügt. Man müsste halt immer im Einzelfall beurteilen, ob das nicht schon zu stark vergammelt ist (In Verbindung mit dem inneren Verschleiss). Eine neue eines Markenherstellers liegt übrigens bei 25€.

Ist aber durchaus interessant, so genau hab ich das Thema "Trommelleben" noch nicht betrachtet.

Schreibtisch 06.07.2016 19:27

Ich würde eine Trommel, wie sie bei Teletubby aussieht, schon aus ästhetischen Gründen vorziehen.

Eine Bremstrommel ist ja sowieso nicht besonders "sexy", dann muss die nicht auch noch Rosten.

golfper 07.07.2016 10:59

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1801521)
Eine neue eines Markenherstellers liegt übrigens bei 25€

siehe Post #10

pipi 07.07.2016 11:25

Ich behandle meine Bremstrommeln immer mit Zink-Alu Spray.
Bei bereits stark aufgeblühten Trommeln oder auch Scheiben empfiehlt es sich, die ein paar Wochen, Monate trocken zu lagern danach lässt sich der Rost fast einfach ab nehmen / fällt von selbst ab.
Natürlich nur wenn man das Auto sowieso in der Zeit instand setzt oder andere Trommeln zum Fahren hat...

mfg Patrick


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