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Kühlmittelverlust Wasserflansch - Erfahrungsbericht/Reparaturtip Hallo, seit mehreren Monaten habe ich leichten Kühlmittelverlust. Die meisten Ursachen waren recht schnell gefunden. Aber EIN Kühlmittelverlust hat genervt und war nicht auffindbar. Es war "über Nacht" immer ein ca. 15cm großer Fleck mittig hinter dem vorderen Achsträger (hab Papier unter´s Auto gelegt). Abends vor einstellen in die Garage hab ich dann die Motorhaube geöffnet und es war kein Kühlmittelverlust ersichtlich. Morgens - nach rausfahren aus der Garage - war besagter Fleck da. Nach Öffnen der Motorhaube war aber auch dort keine Spur von Kühlwasser zu sehen. Dieses war für jeden Tag reproduzierbar: abends in den Motorraum reinschauen (alles I.O), morgens immer an der gleichen Stelle den Wasserfleck, dann in den Motorraum reinschauen: kein Anzeichen eines Kühlwasserverlusts! Da ja irgendwie der Kühlmittelverlust "über Nacht" stattfinden muß, hab ich beschlossen das zu überwachen. Ich hab also alle halbe Stunde den Motorraum gesichtet und nach paar Stunden sah ich dann paar Tropfen unterhalb des Flansches am Zylinderkopf. Ich hab dann auch nach mehreren Stunden den Weg gesehen, wo das Kühlwasser entlangläuft, bis es abtropft und einen Fleck verursacht. Die Ursache war also gefunden: Gleich am Montag hab ich dann den Flansch neu bestellt. Als ich dann den "alten Flansch" löse, bot sich "grausiges Bild": http://www.golf3.de/images/imported/2015/03/61.jpg Der Flansch wurde also schon mittels Dichtmasse verbaut. Und nach Reinigen der Dichtfläche am Zylinderkopf wurd´s noch grausiger: extremer Korrosionsfraß auf der Dichtfläche! http://www.golf3.de/images/imported/2015/03/62.jpg Vorbereitet war ich auf sowas nicht, aber der Wagen mußte am nächsten Morgen fahren. Bißchen Hylomar hat ich da und hab´s "dazwischengeschmiert" und den neuen Flansch verbaut. Mit einmal Kühlflüssigkeit nachfüllen hab ich den nächsten Tag überlebt, aber ich hab auch "eingekauft": 2-k-Flüssigmetall und Silikondichtmasse! Ich hab dann also wieder den Flansch abgebaut und dann das Hylomar entfernt - also alles wieder gereinigt. Dann hab ich mir die Korrosionsstellen genauer angeschaut, da ja auch ein "runterschleifen" eine Alternative sein könnte. Paar Korrosionslöcher waren aber über drei Millimeter tief. Ich hab dann diese ganzen Korrosionen so gut wie´s ging herausgekratzt und "von sonstwas" entfernt. Danach hab ich dann "Flüssigmetall" aufgetragen. http://www.golf3.de/images/imported/2015/03/63.jpg Nach mehrfachen Schleifen und Auftragen des Flüssigmetalls sah´s dann so aus: http://www.golf3.de/clear.gif Eigentlich ist solch eine plane Oberfläche für eine O-Ring ausreichend, aber ich hab trotzdem den Flansch zusätzlich mittels Silikondichtmasse versehen. Seitdem bleibt das Papier unter´m Auto sauber und hat keine rosa Flecken. Gruss. P.S.: Eigentlich passt der Bericht nicht in der Bereich "Werkstatt", aber es ist auch keine Fahrzeugvorstellung. Eine Kolumne könnte es sein, wenn es journalistischer Natur wäre. |
Danke für den Bericht, hilft vielleicht sogar noch jemandem. Frage: mit was hast du den Rost "rausgekratzt" und hast du nachher noch mit einem Anti Rost Mittelchen nachbehandelt? |
Hallo! Zitat:
Eine andere Reparaturmöglichkeit als ein Füllen der Vertiefungen mit einem hitzefesten Mittel sehe ich auch nicht. Wer wird schon wegen so etwas gleich den Zylinderkopf tauschen wollen? Ich hoffe mit Dir, dass es jetzt dauerhaft dicht ist. Freundliche Grüße Teletubby |
So schlimm hatte mein Polo das nicht, aber nen mm waren die Krater auch schon, ließ sich aber noch so abdichten. Ursache suchen ist müßig, sowas hat man eben bei alten Autos schonmal. Ich jedenfalls hatte immer Kühlmittel drin, vorher war der Wagen soweit mir bekannt noch bei VW zu Reparaturen. Einzige Repalternative wäre planschleifen wenn genug Materialstärke vorhanden oder Krater wie beim Zahnarzt ausfräsen und zuschweißen. Beides eher aufwändig, die gewählte Methode hält hoffentlich etwas länger. Wenn nicht lieber nen besseren Kopf aufbereiten. PS: Da bin ich nochmal froh das bei mir nur der Blindstopfen im Flansch für 5€ undicht wurde und nicht der Flansch selber. ;-) |
Hallo Poweruser, ich hab "den Dreck" mit meinem Taschenmesser rausgekratzt, was sehr spitz ist. Ein "Antirostmittel" hab ich nicht verwendet. Gruss. |
ah ja danke für die Antwort. Besteht nicht die Gefahr wenn irgendwo Rostspuren verbleiben, dass sich das wieder Verschlimmert? |
Ich denke diese Korrosion ensteht eher von aussen, durch Salzwasser im Winterbetrieb, dass in den Spalt kriecht. Oder? Von innen nach aussen halte ich für unwahrscheinlich. Aber da ist spitzfindige Klugscheisserei, zugegeben. |
Diese Rep steht bei meinem Trampel demnächst an. Wasserpumpe wurde getauscht (Lagerschaden und Wasserverlust), Wasserverlust danach merklich zurückgegangen. Trotzdem alle 1000 Km ca. 0,25 l Verlust. Bin ja nun gespannt, was mich erwartet. |
Zitat:
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Wenn es nicht ganz klar ist, wo das Wasser flöten geht, empfehle ich immer abdrücken. Dann findet man meistens sehr schnell heraus, wo das Wasser austritt. Gut, der Wärmetauscher wäre schon etwas schwieriger herauszufinden, wobei der sich wohl sofort durch Maggiegeruch in der Lüftung bemerkbar machen würde. Sowas hatte ich bisher oft bei VAG Köpfen gesehen,immer da wo ein O-Ring verbaut ist. Am Block (Wasserpumpe) eher selten, beim Alukopf dagegen des öfteren. Habe das mit einem spitzen Aufsatz für den Dremel etwas ausgefräst und dann auch mit Kaltmetall aufgefüllt. Ist dicht, aber eben keine 100% Reparatur. Hebt bislang aber, von daher.... sehe ich darüber hinweg. |
Ich hab inzwischen das Wasserleck bei meinem AEE gefunden. Das Verbindungsstück zwischen dem Thermostatgehäuse und dem Wasserschlauch. http://www.golf3.de/images/imported/2015/03/149.jpg @Wolf247 |
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