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-   -   Einbau ABS mit 256mm-Bremse in Golf mit 239er Bremse (http://www.golf3.de/showthread.php?t=121381)

wolfi71 28.08.2014 14:35

Einbau ABS mit 256mm-Bremse in Golf mit 239er Bremse
 
Hallo,

ich liebäugle damit, meinen ABU mit einer 256mm Bremse auszustatten udnn das dnan auch mit ABS zu versehen. Klar muss ich dazu hinten einiges ändern. Aber es dreht sich um vorne.

Ich könnte hier aus dem Forum ein Mark20 ABS incl Hydraulik und zwei Achsschenkel mit 256mm Schreiben und den passenden Sätteln bekommen.

Kann ich das einfach so einbauen? Ich würde evtl zwei Radlager neui reinmachen,und evtl auch neue Scheiben und Beläge sowieso.

geht es auch Schritt für Schritt, also z.B. erst die Achsschenkel, dann bei Gelegenheit die Hydraulikeinheit und dann hinten?

knipseringo 28.08.2014 14:50

Hallo Wolfi,

wie ich Dir vorhin schon gesagt habe meine ich, dass es so geht, denn so hatte ich es ja auch vor.
Nur hätte ich nach den Achsschenkeln vorn (mit Bremsanlage) mich um die Hinterachse (andere Achszapfen, ABS Sensoren und deren Halterungen) gekümmert und zum Schluss erst um den ABS-Block und dessen Verkabelung.
Denn wenn Du das ABS anschließt, bevor Du die hinteren Sensoren verbaust, haste ja ständig Fehlermeldungen...
Und der "normalen Bremsanlage ist ja wursch, ob ABS-Sensoren verbaut sind oder nicht.

grüße knipseringo

Mustang80 28.08.2014 14:58

Das geht schon so wie du das plant. Es geht auch Schritt für Schritt, ABER es ist absolut nicht sinnig das so zu machen.

Dein ABU hat ja die 239er Anlage unbelüftet nehm ich mal an.
Allso musst du fast alles tauschen für dein Vorhaben.
In deinem AEE dürfte doch die gesamte Anlage verbaut sein, so wie du es vor hast?
Also 256er mit ABS.
Achsschenkeltausch mit Umbau auf 256er Bremse vorn ist schrittweise machbar. Allerdings ist dein HBZ dafür dann zu klein. Den HBZ von der 256er kannste dann auch nicht übergangsweise einzeln einbauen, da der nur 2 Ausgänge für den Hydraulikblock hat und nicht 4 wie bei Golf 3 ohne ABS üblich.
Die Hydraulikeinheit kannst du auch erst verbauen, wenn der Kabelbaum liegt, denn dort sitzt ja auch die EBV mit drin beim Mark 20 und ohne Saft arbeitet die nicht ;)
Dafür muss dann auch die Sensorik vorn und hinten drin sein und funktionieren. Ansonsten kann die EBV ebenfalls nicht arbeiten.

Also ich empfehle dir, ALLES auf einmal ein- bzw. umzubauen.
Am Einfachsten dürfte es für hinten sein, wenn du einfach die gesamte Hinterachse von deinem ABU und AEE tauscht. Dann ist der Regler hinten gleich mit weg und die Leitungen auf der Achse zur Trommel passen auch sowie die Sensorik für hinten.
Zudem kannst du dann ggf. auch gleich die Hinterachslager neu einpressen. Das ist ja kaum Arbeit wenn die Achse eh draußen ist.

Alles in Allem aber nicht gerade eine Arbeit, die an einem WE erledigt ist ;)
Neue Bremsleitungen überall darfste auch nicht vergessen da andere Leitungslängen wegen dem Hydraulikblock und dem Wegfall des Hinterachsreglers.

Rolw 29.08.2014 10:22

Die 239er Spielzeugbremse hat den 20,64mm HBZ,
die 256er Bremse gabs doch auch schon ohne ABS beim Diesel oder nicht?
Dann mit 22,2 mm HBZ, den gibts zuhauf in zig Passat, Golf2 ...

Frage ist wielange die Übergangsphase auf ABS Block sein soll.
Ich würd einfach mal die 256er Schenkel anbringen und testen,
schließlich geht das in vielen ollen Polos auch mit dem 22,64er HBZ und Scheiben hinten.
Der kleinere HBZ bewirkt lediglich ne andere hydraulische Übersetzung, also etwas mehr Pedalweg.

Das der richtige Weg nur nen Komplettumbau ist weißt du ja selber. ;-)

Mustang80 29.08.2014 10:52

Ich habe gerade mal in den Unterlagen nachgeschaut. Ohne ABS immer der 9" BKV und mit immer der 10" BKV.
Bei 239er: 20,64mm HBZ
Bei 256er: 22,2mm HBZ
Also passen deine Aussagen, rolw ;)
Zusätzlich ändert sich noch der Radbremszylinder hinten von 15,87mm auf 17,46mm, wenn ABS vorhanden bzw. nachgerüstet wird.

Und extra für den Übergang noch einen anderen HBZ wegen der Anzahl an Ausgängen kaufen, finde ich irgendwie auch nicht so sinnig.

pipi 29.08.2014 11:17

es gibt ja Verteiler, wenns wirklich sein muss.

wolfi71 29.08.2014 11:29

Ich könnte auch den neuen BKV mit dem HBZ und dem Mark20 einbauen. Am Hydraulikblock vom Mark20 sind ja die vier Abgänge dran. Die kann man ja nutzen. Denn ohne Strom verteilt das Ding lediglich.

Oder spräche da was dagegen.

Ansonsten hätte ich den alten HBZ gelassen und etwas mehr Pedalweg in Kauf genommen.

@Mustang80: Der AEE kommt vermutlich wieder in Betrieb. Mein Neffe arbeitet gerade in einer KfZ-Werkstatt in Perth, der will vielleicht haben.

Rolw 29.08.2014 11:59

Es gibt mit ABS aber auch 19,04 RBZ hinten, bei mit zim Beispiel.
Bin der Meinung beim Variant mit Beladung hinten macht das auch Sinn.

wolfi71 29.08.2014 16:18

Der Variant kommt ja voll beladen auch auf 1,8t. Da macht das klar Sinn, zumal der immer Trommelbremsen hinten hat.

Aber das andere Thema:
Es gibt bei der 256er Bremse doeie gleiche Konstellation wie bei der 239er. Innenbelüftete Scheibe mit "dünnen" Belägen und massive Scheibe mit "dicken" Belägen.

Ich schätzemal Sinn macht nur die innenbelüftete Scheibe. Ich hoffe damit die Standzeit der Beläge auch hinzukriegen auf mein Standardmaß.

Mustang80 29.08.2014 16:34

Auf jeden Fall die innenbelüftete Version. Das sollte eigentlich gar nicht zur Diskussion stehen.
Wie ist denn die Laufzeit deiner 239er Anlage? Von meinem AEE kann ich erfahrungsgemäß berichten, dass die Scheiben und Beläge über 60 tkm gehalten haben bis ich die gewechselt habe.
Hängt natürlich stark vom Fahrprofil ab, aber für den vehältnismäßig schweren Golf ist das mit der winzigen Bremse schon ne gute Leistung, finde ich.

Und klar kannst du den BKV mit Hydraulik und großem HBZ verbauen und den so laufen lassen, aber geregelt wird dann fest und nicht variabel, wie es sein sollte. Das ist ja dann eine Notlauffunktion, die du dauerhaft nutzt. Da wäre ich ziemlich vorsichtig mit.

Kosten- / Nutzentechnisch wird sich das eh nicht rechnen, weshalb mich dieses Vorhaben von dir durchaus etwas irritiert.

wolfi71 29.08.2014 17:12

Mein Standardmaß für Bremsbeläge ist eine sechsstellige Kilometerleistung.

Weshalb ich da dran denke ist folgendes: Ich müsste das rechte Radlager machen, die Scheiben sind fertig und die Beläge kommen jetzt auch. Dann steht ein Wechsel der Bremsflüssigkeit an und die Stoßdämpfer können nach 250.000km auch mal dran glauben. Da ist der Mehraufwand überschaubar.

Teletubby 29.08.2014 18:01

Hallo!

Zitat:

Zitat von Mustang80 (Beitrag 1718654)
Bei 239er: 20,64mm HBZ
Bei 256er: 22,2mm HBZ

Es gibt auch noch Hauptbremszylinder mit einem Innendurchmesser von 23,81 mm. Die wurden bei allen Golf 3 mit ABS Mark 20 ab 75 PS verbaut. Also bei denen, die nicht die ganz kleinen Radbremszylinder der hinteren Trommelbremsen haben.

Freundliche Grüße
Teletubby

aam 90 30.08.2014 09:56

Also ich würde den Umbau komplett durch ziehen. Habe schon bei einem Golf 3 und Golf 4 eine Vollbremsung mit verbautem ABS aber ohne funktion, durch defekten Radsensor, gemacht und da kommt der Arsch ganz dezent. Bei meinem 92er AAM Automatik habe ich auch den Schritt vor komplett Mark20 ABS aber dann auf Plusachse und 280er vorne und Scheiben hinten umzubauen. Bremsleitungen müssen komplett neu wegen den Anschlüssen vorne ect. Die Hinterachse wird komplett getauscht mit neuen Lagern und so.

Bei mir macht es weniger aus, da der im Sommer eh abgemeldet ist.

Mustang80 30.08.2014 11:13

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1718707)
Mein Standardmaß für Bremsbeläge ist eine sechsstellige Kilometerleistung.

Weshalb ich da dran denke ist folgendes: Ich müsste das rechte Radlager machen, die Scheiben sind fertig und die Beläge kommen jetzt auch. Dann steht ein Wechsel der Bremsflüssigkeit an und die Stoßdämpfer können nach 250.000km auch mal dran glauben. Da ist der Mehraufwand überschaubar.

sechstellige Kilometerleistung bei den Bremsen? Hinten bei den Trommeln ja, vorne halte ich das für übertirieben.
Scheiben und Beläge kosten von ATE für die 239er Bremse um die 80€ und bei mir haben die über 60 tkm gehalten. Ich rechne jetzt einfach mal mit 60tkm glatt gegen und komme dann auf Kosten von 13,33€ für Scheiben und Beläge je 10 tkm. Dieses Preis-/Leistungsverhältnis darfst du gerne mal bei anderen Fahrzeugen suchen.

Und der Mehraufwand ist trotzdem einiges:
- Alle Bremsleitungen neu
- Änderungen an der Hinterachse
- die ganze Elektrik
- Spur einstellen nach Radlagergehäusetausch

Ich will dir das Projekt absolut nicht schlecht reden und befüworte es sogar, aber die Argumentation is halt schlecht ;)


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1718714)
Es gibt auch noch Hauptbremszylinder mit einem Innendurchmesser von 23,81 mm. Die wurden bei allen Golf 3 mit ABS Mark 20 ab 75 PS verbaut. Also bei denen, die nicht die ganz kleinen Radbremszylinder der hinteren Trommelbremsen haben.

Laut den Unterlagen trifft das mit dem 23,81mm HBZ nur bei Fahrzeugen mit 256er oder 280er/288er Bremsscheibe vorn zu. Also nicht bei allen Golf 3 ab 75PS.
Ich werde aber mal nachschauen, welcher HBZ bei meinem AEE verbaut ist, wenn ich da das nächste Mal dran arbeite. Aus meiner Erfahrung glaube ich aber auch, dass ich nur den kleinen HBZ verbaut habe, denn ich bin auch schon einen 96er AEE ohne ABS gefahren und dort war der Bremspedalweg nicht länger, was man ja bei über 3mm weniger Durchmesser und gleicher Bremse (bis auf die Radbremszylinder hinten) wohl merken dürfte.

Was hälst du von folgendem Plan, Wolfgang:
1. Einbau der Elektrik und Änderung der Hinterachse auf ABS Technik und große Radbremszylinder
2. Einbau des Hydraulikblocks mit großem HBZ, BKV und der 256er Anlage vorn incl Erneuerung aller Bremsleitungen.

Dann kannste gleich bei Schritt 2 auch alles anschließen und die Technik sollte funktionieren. Bis dahin kannst du ja den Regler an der Hinterachse in Betrieb lassen und dann einfach totlegen. Die Leitungen müssen dann ja eh neu sobald die Hydraulikeinheit drin ist.

bierturbo 30.08.2014 15:03

Würde auch die innenbelüfteten Scheiben nehmen.
Ich bin nach meinem bremsenumbau va288/ha256 Testweise mit dem kleinen hbz gefahren und der druckpunkt ist schrecklich
Solltest du es auf Etappen machen würde ich mit dem hbz und der hydraulikeinheit anfangen.

Teletubby 30.08.2014 20:56

Hallo!

Zitat:

Zitat von Mustang80 (Beitrag 1718788)
sechstellige Kilometerleistung bei den Bremsen? Hinten bei den Trommeln ja, vorne halte ich das für übertirieben.

Vorderradbremse: Durchmesser 239 mm ohne ABS. Bremsbeläge eingebaut bei Kilometerstand 119.550. Jetziger Kilometerstand: 222.158 Restliche Belagdicke noch etwa 25 Prozent der Neu-Belagstärke (Maße jew. ohne Trägerplatte).

Es geht! Auch bei häufigem Stadtverkehr.

Grüße Teletubby

wolfi71 31.08.2014 09:22

Mustang,

die Bremsleitungen am ABU sind so gut wie alle stark rostgeschädigt. Eine musste ich letztes Jahr zur HU ja wechseln und drei andere (beide nach hinten und die hinten rechts) kamen mit Fett davon, aber bei einer nach hinten sagte er gleich, das ist ein Grenzfall, den ich bei Gelegenheit wechseln soll. Von daher hält sich der Mehraufwand generell in Grenzen. Und den Bremskraftbegrenzer liebe ich nicht unbedingt, weil ich den vierteljährlich abschmieren muss.

Übrigens sind hinten nur deshalb größere Zylinder drin, weil der Golf mit Mark20 ABS hinten massiv bremst. Da erreicht man mit dem Satz Beläge kaum 200.000km. Da werden normal ca 30% der Bremskraft erbracht, bei den Anlagen ohne ABS sind das keine 10% im Schnitt, weil der Golf, wenn er leer ist, sofort hinten hoch geht und es wird zugeregelt. Um die hintere Bremse zum Blockieren zu bringen, muss man das Pedal durchschlagen mit Anlauf, dass der Bremsdruck voll da ist, bevor das Auto sich hebt. Das lernt man im Fahrsicherheitstraining


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