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-   -   Springt nach Standzeit kaum an (http://www.golf3.de/showthread.php?t=110403)

marvellous 26.11.2012 23:15

Springt nach Standzeit kaum an
 
Hey Golf3-Freunde,

bin Student und hab mir diesen Sommer für kleines Geld nen 3er gekauft. 1.8l 90PS, 210tkm, frisch TÜV.
Habe jetzt etwa 3000km selber draufgefahren und war bisher super zufrieden mit der Karre.
Bis ich heute aus einem 1-wöchigen Urlaub zurückkam und ihn starten wollte - das ging nämlich nicht, bzw erst sehr spät.
War zunächst alles normal, also Anlasser hat eingekuppelt und den Motor spürbar gedreht, so lange, bis die (fast neue) Batterie leer war.
Hab dann die Batterie aus dem Auto meiner Freundin genommen und mit der sprang er dann irgendwann sehr zögerlich und stotternd an.

Also losgefahren und war soweit alles normal, bis nach etwa 2km an einer Kreuzung die Leerlaufdrehzahl auf etwa 500U/min abgefallen ist und er überhaupt kein Gas angenommen hat. Wurde aber nach 1-2min wieder normal, Motor ging also nicht aus. Bin dann die restlichen 50km ohne Probleme gefahren.

Hat jemand ne idee was das sein kann? Waren wie gesagt nur 7 Tage Standzeit in einer überdachten, nicht beheizten Garage.
Ist das gar normal?

Viele Grüße

marvellous 29.11.2012 17:36

Hat keiner eine Idee? Liegts vielleicht daran, weil ich e10 tanke?
Jetzt läuft er übrigends wieder 1A, hat also definitiv etwas mit der Standzeit zu tun! Aber was?
Hab keine Lust, dass mir jedes mal nach paar Tagen die Karre kaum mehr läuft!
Würde das Problem schon gern beheben!

Viele Grüße

.arwn00R 29.11.2012 17:41

Also am E10 liegt das garantiert nicht.

Bei längerer Standzeit könnte die Elektrik aussetzter haben.
Ein Typischer fehler im 3er Golf, der sich vornehmlich im nasskalten Herbst/Winter bemerkbar macht ist der Zündtrafo. Den kann man zum Glück günstig ersetzen.
Ich würde anfangen die Zündanlange auf Haarrisse zu überprüfen. Einfach mal jetzt im dunkeln Motor an und mit ner Sprühflasche Wasser auf die Zündkabel, den Verteiler und dem Zündtrafo. Einfach von dem Zündkerzenstecker die Kabel bis zu dem Ding an der Rückwand Nass machen.
Ansonsten könnte man den Fehlerspeicher auslesen (lassen).

In Flames 29.11.2012 18:07

Rüste dein Golf aber vorher auf eine Hochspannungskondensator-Zündanlage um, damit du überhaupt einen Zündtrafo hast :D

Raven761 29.11.2012 18:10

- Falschluft pruefen, besonders Zwischenflansch an Einspritzeinheit
- Zuendkerzen anschauen

Teletubby 29.11.2012 21:19

Hallo!

Zitat:

Zitat von In Flames (Beitrag 1521523)
Rüste dein Golf aber vorher auf eine Hochspannungskondensator-Zündanlage um, damit du überhaupt einen Zündtrafo hast :D

Dieses Teil heißt bei VW offiziell "Zündtransformator".

Freundliche Grüße
Teletubby

Golf 3 GTi 29.11.2012 21:43

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1521632)
Hallo!



Dieses Teil heißt bei VW offiziell "Zündtransformator".

Freundliche Grüße
Teletubby

Ist wirklich so hatte ich auch bei mir mal auf ner rechnung gehabt.

das übliche prüfen.

- Verteilerfinger
- Verteilerkappe
- Zündkerzen
- Zündkabel
- Zündtransformator ;-) aka zündspule

marvellous 30.11.2012 01:31

Okay, dann werd ich die genannten Dinge mal checken (lassen) :)
Schadet sicher nix!
Was mich halt ein wenig stutzig macht, ist die Tatsache, dass er jetzt perfekt läuft!

Wäre ein Bauteil der Zündanlage defekt, dann macht sich dies doch nicht bloß nach einer gewissen Standzeit bemerkbar, sondern immer!?!

Viele Grüße

Raven761 30.11.2012 08:22

Zitat:

Zitat von marvellous (Beitrag 1521719)
Wäre ein Bauteil der Zündanlage defekt, dann macht sich dies doch nicht bloß nach einer gewissen Standzeit bemerkbar, sondern immer!?!

Beim Zündtrafo kann es ein sporadischer Fehler sein, der mit der Luftfeuchtigkeit zusammenhängt. Wenn es trocken ist, leitet die Luft schlecht. Ist es feucht, kann es passieren dass der Zündfunke aus dem Gehäuse nach außen tritt und nicht wie vorgesehen über das Zündkabel zum Verteiler.

wolfi71 30.11.2012 13:54

Der Zündtrafo kann einen Riss im Kunststoff haben. Es schadet dich sicherlich nicht, wnen du den gleich mal vor besorgst. Kostenpunkt 30-130€. Qualitätsware um die 50-60€.

Ich würde den vorab tauschen. Bevor ist an was anderes gehe. Du kannst auch in der Dunkelheit mal den Motor auchmachen und mit einer Sprühflasche Wassernebel verteien, Dann siehst du wo es funkt.

Wenn du noch den alten hast, brauchst du auch kurze Schrauben M6x20.

Zündverteiler innen saubermachen schadet auf keinen Fall.

Und wichtig: Lass die Kabel auf dem Deckel des Zündverteilers drauf. Bestenfalls einzeln abnehmen und dann gleich wieder drauf, bevor du das nächste abnimmst. Ich weiß, warum ich das so eindringlich sage.

In Flames 30.11.2012 16:16

Zitat:

Dieses Teil heißt bei VW offiziell "Zündtransformator".
Was schlicht und ergreifend falsch ist.

DarkReaper 30.11.2012 16:28

bei meinem war es beim ersten mal die benzinpumpe
da sprang er auch schlecht an und hat im kalten zustant kein gas angenommen und drehzahl sehr niedrig wenn er mal angesprungen ist
und 2 monate später die selben symtohme aber da war es der tempertur fühler für das motorsteuergerät
wenn er das wieder macht ziehe den stecker vom temperatur sensor einfach ab und starte nochmal
weil dann geht das steuergerät nach einem richtwert und er sollte besser anspringen
wenns so ist fehler gefunden ^^

du könntest auch einfach mal den sensor durchmessen
geht am besten bei kaltem motor weil sonst weis man nicht welche temperratur er haben müsste und kann dann nicht den wert ermitteln

DarkReaper 30.11.2012 16:32

http://www.golf3.de/clear.gif

das währe dann die tabelle für den temp sensor

Teletubby 30.11.2012 20:57

Hallo!

Zitat:

Zitat von In Flames (Beitrag 1521911)
Was schlicht und ergreifend falsch ist.

Warum?

Ein Transformator ist ein elektrisches Gebilde, das wenigstens eine Primär- und eine Sekundärwicklung enthält. Meist mit unterschiedlichen Windungszahlen, um elektrische Spannungen herauf- oder herunterzutransformieren. Es gibt aber auch Transformatoren mit zwei Wicklungen mit gleichen Windungszahlen. Zum Beispiel zur Netztrennung (Trenntransformatoren).

Die Bezeichnung "Zündtransformator" ist daher meiner Meinung nach nicht falsch, sondern allenfalls unvollständig, weil dieses Teil beim Golf 3 außer dem Transformator auch die Endstufe enthält, die im Normalfall nicht Bestandteil eines Transformators ist. In sofern hätte In Flames nicht ganz unrecht.

Der Begriff "Zündtransormator" trifft die Sache auf jeden Fall eher als "Zündspule".

Grüße
Teletubby

Raven761 01.12.2012 14:47

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1521993)
Der Begriff "Zündtransormator" trifft die Sache auf jeden Fall eher als "Zündspule".

In meinen Augen beides nicht ganz richtig. Die Spule oder der Trafo sind beide Bestandteile des ganzen, jedoch allein nicht ausschalggebend für die hohe Spannung verantwortlich.

Da wir mit 12V Bordnetz arbeiten können wir schonmal kein wechselndes Feld aufbauen. Dafür müssen die 12V "gehäckselt" werden damit wir eine Ein-Aus Situation haben, die in der Spule wiederrum ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt. Erst dann kann etwas transformiert werden, vorher nicht ;)

Die ganze Prozedur wird in den heutigen Netzteilen auch vorgenommen. Nennt sich "Aufwärtswandler" bzw. "Step-up converter".

Edit: Müsste ich das Bauteil bauen, würde ich wohl den "Speerwandler" realisieren: Einfach und billig und gleichzeitig galvanische Trennung.

In Flames 01.12.2012 20:31

Ich kann nur für's Kfz sprechen, dort wird in Zündspule und Zündtransformator unterschieden, wobei Zündtransformatoren bei HKZ Anlagen verwendet werden.
Da entlädt sich beim Zündinpuls ein Kondensator über die Primärwicklung. Die Anlage arbeitet aber mit 400 V und verwendet einen Aufwärtswandler.

In der Zündspule passiert immer das gleiche, die Primärwicklung wird aufgeladen -> Unterbrechung bei Zündimpuls -> Induktion in der Sekundärwicklung.

Ich wollt damit kein Stein in's Rollen bringen - ich mag den Begriff Trafo nur nicht :D

wolfi71 02.12.2012 18:26

Naja rein theoretisch wird auch beim Einschalten der Spannung in der Sekundärwicklung eine Spannung erzeugt. Nur erreicht die nicht diese Höhe, weil der Aufbau des Stromflusses durch die Induktivität begrenzt wird. Beim Abschalten des Strom wirkt die hohe Induktivität positiv, weil sie eine hohe Spannung zur Aufrechterhaltung des Stromflusses indiziert. Diese Spannung wird dann auf die Sekundärwicklung übertragen und ergibt den Zündfunken.

Dj-Thunder 07.12.2012 01:02

Das war über das Ziel hinaus
 
:-lol-:
Zitat:

Zitat von Raven761 (Beitrag 1522196)
In meinen Augen beides nicht ganz richtig. Die Spule oder der Trafo sind beide Bestandteile des ganzen, jedoch allein nicht ausschalggebend für die hohe Spannung verantwortlich.

Da wir mit 12V Bordnetz arbeiten können wir schonmal kein wechselndes Feld aufbauen. Dafür müssen die 12V "gehäckselt" werden damit wir eine Ein-Aus Situation haben, die in der Spule wiederrum ein elektromagnetisches Wechselfeld erzeugt. Erst dann kann etwas transformiert werden, vorher nicht ;)

Die ganze Prozedur wird in den heutigen Netzteilen auch vorgenommen. Nennt sich "Aufwärtswandler" bzw. "Step-up converter".

Edit: Müsste ich das Bauteil bauen, würde ich wohl den "Speerwandler" realisieren: Einfach und billig und gleichzeitig galvanische Trennung.

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1522596)
Naja rein theoretisch wird auch beim Einschalten der Spannung in der Sekundärwicklung eine Spannung erzeugt. Nur erreicht die nicht diese Höhe, weil der Aufbau des Stromflusses durch die Induktivität begrenzt wird. Beim Abschalten des Strom wirkt die hohe Induktivität positiv, weil sie eine hohe Spannung zur Aufrechterhaltung des Stromflusses indiziert. Diese Spannung wird dann auf die Sekundärwicklung übertragen und ergibt den Zündfunken.

Na Ihr wollt es ja wissen...

Da wollen sich welche für den Tittel Klugschwätzer der Woche bewerben ;)

(Nicht böse gemeint ;) )

DarkReaper 08.12.2012 21:43

wurde der eigendliche fehler um den es ging eigendlich mal gefunden oder is das jetzt untergegangen ?

fab5an 11.12.2012 16:37

Hallo zusammen,

mich würde auch interessieren was hier bisher rausgekommen ist.

Habe das gleiche Problem - stelle den Wagen (1,8L / 66kw / Syncro / 97er) Freitagabend ab und Montagmorgen will er einfach nicht mehr anspringen.

Wenn er dann mal läuft macht er noch ein paar Minuten faxen und nimmt das Gas untenrum nicht richtig an.
Irgendwann läuft er dann aber ganz normal.

Kurz: Wenn ich ihn täglich bewege ist alles ganz normal und der Wagen springt (egal ob warm oder kalt) sofort an.
Also morgens in die Arbeit, dann steht der ca. 8 Std draußen, Abends nach Hause, dann steht er wieder ca. 12-13 Std. draußen.

Steht er aber zwei Tage (oder Nächte) hat er kein Bock mehr.

Auf meiner Prüfliste stehen bis jetzt:

- Zündkerzen (sind aber nicht sonderlich alt)
- Zündkabel (optisch ok)
- Zündverteiler (Kappe und Kontakte erst gereinigt)
- Zündspule (habe ich bereits mit Wasser eingesprüht ohne jegliche Funken oder Änderungen am laufenden Motor)
- Hallgeber (noch nicht geprüft)
- Drosselklappe /Dichtung (habe schon den "Wackeltest" bei laufendem Motor gemacht - keine Änderung der Drehzahl o.ä.)
- Batterie (ist ok)
- Fehlerspeicher (bereits ausgelesen, bei ausgeschaltetem Motor war nur der Halgeber aufgeführt)

Ich habe mich auch schon mit einem Kollegen (Servicetechniker) und dem Boschdienst unterhalten.
Bosch sagt das könnte vieles sein (Danke nochmal an dieser Stelle) und mein Kumpel will auch Kompressionsprobleme, die Benzinpumpe oder einen Thermostat nicht ganz auschließen.

Ich bin also gespannt was in diesem Fall bei "marvellous" rausgekommen ist oder rauskommt und freue mich natürlich auch auf weitere Tipps von Euch, besonders in welcher Reihenfolge die Tests am besten gemacht werden sollten und ob man evtl. das eine oder andere schon von vornherein ausschließen kann.

Danke & Grüße,
Fab5an


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