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-   -   Motor selbst zerlegen? (http://www.golf3.de/showthread.php?t=58859)

havana.club 24.06.2009 22:38

Motor selbst zerlegen?
 
Hey Leute, da ich jetzt leider mein Golfi verkaufen muss und als Schüler noch ein Jahr kein auto brauche, überlege ich mir eins über die Zeit aufzubauen.
Und zwar habe ich da mehrere Überlegungen.

Speziell gehts jetzt um den Motor. Die gibts ja im Moment wie Sand am Meer für Schleuderpreise. Ist das alleine machbar ein Motor zu zerlegen und zu überholen? Also ohne große Vorkenntnisse in dem Bereich. Dachte da an einen 1.8er 75 PS oder 2,0er. Vielleicht sogar ein 1.8 T, wobei das teurer wäre.

Sehe mich als handwerklich begabt an, Bremsen und so mache ich auch alleine und habe Autodata und "Jetzt helfe ich mir selbst" zur Verfügung. Was wird bei so einer Komplettüberholung alles getauscht? Mir fallen da jetzt alle Dichtungen und evtl. Keilriemen etc. ?

Meint ihr das is machbar, oder werde ich schon am einfachen ein- und ausbauen scheitern?

Habe sonst 6 Wochen Langeweile ! ::hammer::

takumi 24.06.2009 22:51

Zitat:

Also ohne große Vorkenntnisse in dem Bereich.
Also ohne große Vorkenntnisse in dem Bereich, würde ich nichts am motor machen, nacher läuft er gar nicht mehr.

Zitat:

Was wird bei so einer Komplettüberholung alles getauscht?
also das sollte man wissen wenn man ein motor zerlegt.

ausserdem braucht man spezialwerkzeug.

ich hab zwar ahnung von auto, aber ich würde kein motor zerlegen.

STAJo 24.06.2009 22:58

ich denke auch dass sollte man nicht selber machen ohne schonmal damit erfahrungen gemacht zu haben auch die bücher helfen dir nicht in jedemfall hab selbst ein paar davon.
Also lieber gleich richtig machen kosten dann wahrscheinlich nur einmal geld

AgentBRD 24.06.2009 22:58

Grundsätzlich ist es jedem möglich, in weitgehender Eigenarbeit einen Motor zu überholen. Du benötigst gute Literatur (Gold wert: Ersatzteilekatalog), entsprechendes Werkzeug, Platz und jede Menge Schalen, Tütchen und andere Behältnisse (Mit der "Alles in eine Kiste rein und irgendwann wieder raus"-Methode wirst du scheitern).

Bastel' dir einen vernünftigen Lagerbock für den Motor und dann kann's losgehen. Tauschen solltest du alles, was aus Gummi ist, alles, was lagert und alles, was dichtet. Einen Spezialisten brauchst du, wenn's um Schleifarbeiten geht:
  • Aufmaßkolben (sofern notwendig) einschleifen
  • Kurbelwelle einschleifen
  • Zylinderwand hohnen (Kreuzschliff)
  • Zylinderkopf planen
Ich hab' besitmmt noch ein paar Kleinigkeiten vergessen, aber ich denke, du möchtest erstmal einen groben Richtungsschuß. Den sollst du auch gerne erhalten: Ich kann dich nur dazu ermutigen! Nur durch's machen wirst du's lernen. Und wenn's schief geht - dann bist du um eine große Erfahrung reicher.

Ich bin kein KFz-Mensch, auch kein Handwerker. Ich habe aber letztes Jahr aus einer Laune heraus einen 2,0-Ltr Motor auseinandergerissen, weil mir auch mein gesamter Freundeskreis zurief: "Lass' das die Werkstatt machen, alles schwierig, unmöglich, blablabla." Aber ich hab's auch hinbekommen und der Motor läuft wie ein Kätzchen. Das macht auch sehr zufrieden.

Jung' - mach es, lass' dich nicht in' Bockshorn jagen. Geh' aber immer Schritt für Schritt vor. Wenn Ruhe und Sorgfalt drin ist, wird's gelingen. Aber (weil's nicht zu unterschätzen ist): Besorg' dir gute Literatur.

Rechne auch damit, dass du ordentlich Geld in die Hand nehmen musst, zu den Ersatzteilen kommt auch noch eine Menge Werkzeug. Aber gerne helfe ich da weiter - Ausleihen oder so.

Gib' mir mal deine email-Adresse per PN - ich hab' da was für dich zum Durchlesen, wenn dich das nicht schockt, dann Attacke!

havana.club 24.06.2009 22:59

Naja wenn ichs wissen würde, würde ich nicht fragen. Das wollt ich ja wissen, was für Spezialwerkzeug ich brauche. Das zerlegen ist ja auch nur n weiterer Gedankengang, hauptsächlich gehts um den Austausch des Motors bzw Einbau eines größeren und dann auch Getriebe und alles.
Angenommen ich hole mir für 50€ n 1.8er Motor (die Kosten momentan nich mehr), dann kann ich nicht viel falsch machen. Und mit dem Internet ist ja viel machbar.

Vielleicht ein doofer Vergleich, aber bei den Bremsen sagen auch alle "oh bloß kein Leihen dranlassen"... ich habs das erste mal gemacht, mich genau an die Anleitung gehalten und aufgepasst und es war kein großes Problem. Learning bei doing.

Zitat:

Zitat von AgentBRD
Grundsätzlich ist es jedem möglich, in weitgehender Eigenarbeit einen Motor zu überholen. Du benötigst gute Literatur (Gold wert: Ersatzteilekatalog), entsprechendes Werkzeug, Platz und jede Menge Schalen, Tütchen und andere Behältnisse (Mit der "Alles in eine Kiste rein und irgendwann wieder raus"-Methode wirst du scheitern).

Bastel' dir einen vernünftigen Lagerbock für den Motor und dann kann's losgehen. Tauschen solltest du alles, was aus Gummi ist, alles, was lagert und alles, was dichtet. Einen Spezialisten brauchst du, wenn's um Schleifarbeiten geht:
  • Aufmaßkolben (sofern notwendig) einschleifen
  • Kurbelwelle einschleifen
  • Zylinderwand hohnen (Kreuzschliff)
  • Zylinderkopf planen
Ich hab' besitmmt noch ein paar Kleinigkeiten vergessen, aber ich denke, du möchtest erstmal einen groben Richtungsschuß. Den sollst du auch gerne erhalten: Ich kann dich nur dazu ermutigen!

Platz und Zeit sind vorhanden. Das Ordnung herrscht sollte auch klar sein. Was kosten denn die Sachen die von nem Profi gemacht werden sollten ca? Und was die Teile die ausgetauscht werden müssen?

Ist es einfacher n fertigen Motor einzubauen, oder ist davon auch abzuraten?
Wenn ich jetzt z.B. n 2.0er in ne Karosserie einbauen möchte wo n 1.6er drin war.

Schonmal Danke für die Tipps. -> Achja und es soll ersma nur grob sein, damit ich Vor- und Nachteile rausnehmen kann.

AgentBRD 24.06.2009 23:26

Zitat:

Angenommen ich hole mir für 50€ n 1.8er Motor [...], dann kann ich nicht viel falsch machen.
Bub' - mit dieser Einstellung schaffen wir es auch aus der Krise - Pionierstimmung kommt gut. Genau so ist es: billigen Motor geholt, zerlegen, zusammensetzen, schauen, ob man's hinbekommt. Ich finde das Klasse!

Zitat:

Vielleicht ein doofer Vergleich, aber bei den Bremsen sagen auch alle "oh bloß kein Leihen dranlassen"... ich habs das erste mal gemacht, mich genau an die Anleitung gehalten und aufgepasst und es war kein großes Problem. Learning bei doing.
Genau! War bei mir damals nicht anders. Immer nur "Voll gefährlich, schwierig, unmöglich und bibibi - Du spielst mit dem Leben Anderer usw." Fürchterlich! Im schlimmsten Fall ist der Motor am Ende Fratze, aber das Wissen und Können, dass du dir angeeignet hast, kann dir keiner mehr wegnehmen. Und dann kannst du auch mit Hintergrundwissen mitreden - und musst nicht auf zweifelhaftem Dünkelmut bauen.
Zitat:

Platz und Zeit sind vorhanden.
Sehr gut! Den wirst du brauchen.
Zitat:

Was kosten denn die Sachen die von nem Profi gemacht werden sollten ca?
Unterschiedlich. Unter der Hand bekommst du Zylinder und Kopf für 150 EUR geschliffen. Kopf planen kann auch mal 300 EUR kosten. Clubs haben oft gute Verbindungen - lohnt sich für solch ein Projekt.
Zitat:

Und was kosten die Teile die ausgetauscht werden müssen?
Sorry - Gretchenfrage. Darauf kann ich dir keine Antwort geben. Je nachdem, wie genau du es nimmst. 250 EUR sind mal für alle Riemen und die Wasserpumpe fällig. Dichtungen dazu vielleicht nochmal 200,-.
600 EUR wirst du schon in die Hand nehmen müssen. - rechne besser mit 800,- Aber wie gesagt: Gretchenfrage - die richtige Antwort kann dir nur eine Glaskugel bringen.
Zitat:

Ist es einfacher 'n fertigen Motor einzubauen oder ist davon auch abzuraten?
Bin mir nicht sicher, ob ich deine Frage richtig verstanden habe: Wenn du wissen willst, ob es einfacher ist, ein komplettes Aggregat in die Karosse zu pflanzen, oder ob es einfacher ist, den Motor im Fahrzeug aufzubauen, dann ist meine Antwort: Geschmackssache. Ich bin für ersteres, da kann man immer von allen Seite ran und am Ende pflanzt man einfach ein (Kabel und Schläuche). Sehr gut gefällt mir die Variante "Motor und Achse gemeinsam einsetzen, benötigt man aber eine Hebebühne.
Zitat:

Wenn ich jetzt z.B. n 2.0er in ne Karosserie einbauen möchte wo n 1.6er drin war.
Grundsätzlich passt alles vom Platzangebot her, aber je nach Motor muss eventuell der Achsträger getauscht werden oder die Abgasanlage oder die Bremsanlage muss umgebaut werden - die Frage ist zu komplex, das kann ich dir allgemein nicht beantworten. Da sollte man wissen, in welche Richtung es geht.

havana.club 24.06.2009 23:38

Super, danke für die Antworten :) Das letzte war nur n Beispiel...

AgentBRD 24.06.2009 23:41

Wenn' du Hilfe brauchst, dann immer her damit. Und email-Adresse nicht vergessen.

Denk' dran:
"Wissen ist der größte Reichtum
und Ignoranz zeugt von Armut"

mike_GT 25.06.2009 09:09

Hey Leute,

bin mit dem Agenten einer Meinung, wenn mans nicht macht, kann mans halt auch nicht lernen. Natürlich wärs von Vorteil wenn du einen KFZ'ler kennst den du, wenn es Probleme gibt, fragen kannst. Aber man kann nicht alles haben :)


Zitat:

Zitat von AgentBRD
Du benötigst gute Literatur (Gold wert: Ersatzteilekatalog), entsprechendes Werkzeug, Platz und jede Menge Schalen, Tütchen und andere Behältnisse (Mit der "Alles in eine Kiste rein und irgendwann wieder raus"-Methode wirst du scheitern).

Haargenau! Wir haben bei einem 1,8T den Kopf raus und zerlegt und den Turbo getauscht. Hatten einen großen Tisch wo wir die Teile drauf sortiert haben. Der Tisch war voll! Glaubt man nicht was das für ne Materialschlacht ist :)

Viel Glück und vor allem viel Spaß dabei :bier:

Gruß

mike

platinumnex 25.06.2009 10:15

hej leute.. mein motor hat mittlerweile 175000 km drauf.... da ich vor hab mir wieder nen 3er zuzulegen wenn der hinüber ist, beziehungsweise den so lange wie möglich zu halten versuchen. so nen motor anschaffen zum selbst überholen .. ich mein ich hab ja keinen zeitdruck.. einfach für den fall dass meiner mal hinüber ist (was auf kurze oder lange zeit sowieso passieren wird weil ich viel fahre)

aber 50 € für nen motor ? das dachte ich nicht.. hab immer mit 800 oder so gerechnet... wo is der haken an nem 50 euro motor ? bzw. woher krieg ich das teil für so wenig geld ? krieg ich nen 2.0 16V oder nen VR6 motor auch für den preis ? wenn nicht was kosten die dann so ?

AgentBRD 25.06.2009 11:19

Zitat:

bzw. woher krieg ich das teil für so wenig geld ?
Vom Verwerter deiner Wahl
Zitat:

krieg ich nen 2.0 16V oder nen VR6 motor auch für den preis?
Grundsätzlich gilt: Alles ist wert, was der Kunde dafür zahlen will. 50 bis 100 EUR sind für einen Motor, wie sie derzeit massenhaft abgewrackt werden, durchaus realistisch. 1,4er oder 1,6er gibt's in rauen Mengen zu Schleuderpreisen. Einen 1,8er kann man durch viel Glück günstig bekommen. Diesel- und große Einspritzermotoren sind nicht zum Schnäppchenpreis zu bekommen. Vor allen VR6-Motoren gibt's nicht für 50 EUR - da machen wir uns mal nichts vor. Die Umweltprämie hat die Preise zwar durcheinandergewirbelt, dennoch ist die BRD dadurch nicht das Motoren-Schlaraffenland geworden.

Ein jeder Verwerter will mit dem, was er aus dem Fahrzeug holt Geld verdienen. In erster Linie sind das Schrott und hochwertige Komponenten. Weiter begehrt sind Aggregate wie Drehstromgenerator, Anlasser, Motorsteuergerät, Klimakompressor, Ledersitze. Alles andere ist reines Zubrot: Kabelbäume, Innenausstattung, Batterie, Plastikteile, Schläuche etc.

Da derzeit massenhaft kleine Motoren zu haben sind, gehen viele - obwohl in gutem Zustand - als Schrott in die Wiederverwertung, schließlich muss Platz geschaffen werden. Du musst wissen, dass es heute nicht mehr so einfach ist, einen Schrottplatz zu führen. Vor 20 Jahren reichte noch ein umzäunter Hof, 'ne Kiste Werkzeug und 'ne Altöltonne und schon konnte jeder Troll einen Gewerbeschein beantragen und loslegen: Alte Kisten auseinanderreißen, Teile verkaufen, Rest zm Schrott. Die Branche steht heute unter massivem Druck: Verwerten darfst du immer noch - unter Erfüllung der Umweltauflagen, was ja Sinn macht. Der Verkauf von Autoteilen ist aber schwierig geworden: Als gewerblicher Anbieter musst du eine Gewährleistung von mindestens 12 Monaten übernehmen, deine Verkaufsräume und vor allem dein Lager müssen nach EU-Richtlinien zertifiziert werden (==> teuer!) und dein Betrieb muss sich laufenden Prüfungen und Begehungen unterziehen lassen (==> nochmals teuer). Leistest du dem nicht Folge, macht man dir den Laden dicht und brummt dir Geldstrafe rein (==> teuer).
Jeder Privatmann kann heute sein altes Auto zerpflücken und die Teile bei ebay verkloppen - warum sollte der Kunde zum Schrotti fahren, wenn er auch vom Schreibtisch aus kaufen kann?
Dazu kommt, dass die Schrottpreise in's Bodenlose gefallen sind. Die Tonne Stahlschrott kostete (im Ankauf) im Sommer 2008 noch 300€, inzwischen (Frühjahr 2009) bekommt man nur noch 60€ dafür.

Zitat:

wo is der haken an nem 50 euro motor ?
Aber zurück zum Motor und der Antwort auf die Frage nach dem Haken: Einen Rumpfmotor wirst du für 50 EUR ohne Probleme bekommen, allerdings ohne Anbauaggregate - die werden sicher anderweitig verkauft. Und du musst in Kauf nehmen, dass der Verwerter dir keinen "Motor" verkauft, sondern 300 kg "Schrott" - diese Deklarierung ist aber keine Wertung, sondern dient ausschließlich der Umgehung der Gewährleistung: Schrott ist ja nicht dazu vorgesehen, nochmals eingebaut zu werden. Und solch ein Motor wird per Schnelldemontage gewonnen: Schnippschnapp, Kabel und Schläuche ab, Vorderfront zertrümmert und aufgebrochen und Motor mit dem Schlagschrauber entfernen.
Tipp: Führe ein Vorgespräch mit deinem Schrotti, wähle ein Fahrzeug aus und löse in Vorarbeit die Schläuche und Kabel, sowie die Vorderfront. Schläuche bekommst du sicher geschenkt, den Motor zieht er dir dann für kleines Geld heraus. Oder du packst 200 EUR in die Hand und nimmst den Motor samt Achsträger mit: Das ist schnell ausgebaut und der Schrotti macht schnellen Umsatz - da ist er immer froh drüber. Und du kannst den Motor auf 'nem 750kg-Anhänger gleich mitnehmen.
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War dieser Beitrag hilfreich? Sind deine Fragen beantwortet?
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@platinumnex: Persönliche Bitte: Ich gebe mir viel Mühe bei der Beantwortung von Fragen. Wäre es zuviel verlangt, ein wenig auf die Form zu achten? Ich bin nicht der Rechtschreibe-Pabst, aber schreibt doch *bitte, bitte - mit Sahne und Kirschen oben 'drauf*wenigstens am Satzanfang groß. Ich bin es wirklich leid, Posts mehrfach zu lesen, weil mir wegen der Darstellung der Sinn nicht gegenwärtig wird. Das macht mir dann auch keinen Spaß mehr. Soviel gegenseitige Achtung können wir uns doch entgegen bringen, oder?

platinumnex 25.06.2009 11:53

@ Agent BRD: Erstmal vielen Dank für die sehr umfangreiche Antwort. Bezüglich meines Schreibstils gilt es erstmal folgendes zu sagen: ich sitze in der Schule, in einer Laptopklasse und da gibt es so viel zu schreiben und zu machen, dass ich mir nicht immer die Zeit nehme Korrektur zu lesen bzw. nach deutscher Rechtschreibung groß und klein zu schreiben. Ich wusste bisher auch nicht dass das so stört, da sämtliche Mails etc. die nicht an Lehrer gehen in dieser "alles wird klein und kurz geschrieben" Form verfasst werden. Trotzdem danke für die durchaus berechtigte Kritik. Ich für meinen Teil werd mich in Zukunft bemühen korrekter an die ganze Sache heranzugehen.

aber zurück zum eigentlichen Thema
Zitat:

Und du kannst den Motor auf 'nem 750kg-Anhänger gleich mitnehmen.
Anhängerkupplunge bzw. Anhänger habe ich nicht. Da ich in Österreich wohne und nur ca. 2 mal im Jahr jeweils ne Woche in der BRD bin wird das Projekt "Schrottkauf" wohl erstmal auf Eis gelegt, weil einen Motor auf der Rückbank zu transportieren wird, wenn überhaupt, nur im zerlegten Zustand möglich sein.

AgentBRD 25.06.2009 12:13

Wie wäre es, einen Motor quer auf eine Palette zu zurren? Dann könntest du ihn in Kombi transportieren. Dazu musst du nur das Trockengewicht herstellen, damit dir das Öl nicht herausläuft. In Geislingen gibt's doch den Scherpf in der Neuwiesenstraße. Das ist zwar ein alter Grantler, aber wenn's Geld gibt, dann macht der alles. Mit seiner Art muss man eben auskommen, aber man muss ihn ja nicht heiraten. Der Alte läßt sich durch Märklin-Sachen exzellent gefügig machen - da kommt vielleicht ein guter Tauschhandel zustande.
Der olle Scherpf ist noch so'n Schrotter der alten Schule.

Dr.NOS 25.06.2009 12:42

AgentBRD deine Beiträge erinnern mich irgendwie an den Thomas (falls du den Kennst).
Nur nicht so viel persönlicher Kruscht drin. Das ' ist dein Leiblingszeichen, oder :D.

AgentBRD 25.06.2009 12:49

Zitat:

AgentBRD deine Beiträge erinnern mich irgendwie an den Thomas (falls du den Kennst). Nur nicht so viel persönlicher Kruscht drin. Das ' ist dein Lieblingszeichen, oder .
Ich weiß nicht, ob ich jetzt geschmeichelt sein sollte oder nicht - lässt sich nicht deuten. ;)
Aber wie dem auch sei: Ich bin äußerst kritikfähig, also immer her damit. Ich vertrag' das schon - im Guten wie im Schlechten.
Thomas - sagt mir nichts. Ist das der hiesige Geschichtenerzähler, oder wie jetzt?
Und was meinst du mir "persönlicher Kruscht"? Ehrlich, du hast meine Neugier geweckt, PN würde mich extremst freuen.
Und mein Lieblingssmiley is der hier: http://www.golf3.de/images/imported/2009/06/190.jpg

golf3bass 25.06.2009 13:03

Das Thema lässt sich gut lesen.

Ich hab da mal eine kleine feine Frage am Rande: Ich fahre einen 1.8er mit 90 PS. Ist es möglich (und auch sinnvoll) diesen 1.8er mit einem Turbo zu einem 1.8 T "um zumoscheln"?

Ach ja noch einen Frage: Wo bekomme ich Pläne etc. her, auf denen ich sehen kann wie mein 1.8er aufgebaut ist? Gibt es auch Montag- und Demontagepläne, die die einzelnen Zerlegeschritte zeigen oder beschreiben?

Beste Grüße :)

Amazing 25.06.2009 13:12

Für sowas sind zum Anfang Explosionszeichnungen von VW ( **** ) sehr hilfreich! Leider gehen diese Zeichnungen nicht wirklich ins Detail!

Zum 1.8T: Der User Turbo-Tom hat so einen Umbau schon gemacht! Das verschluckte bei ihm ca. 20t € wenn ich mich recht erinnere! Sinnvoll ist es meines erachtens sicher nicht, da der Kostenfaktor einfach zu hoch ist! Für das Geld kannst du dir gleich n 20V Turbo aus dem Golf 4 einbauen und du hast einen Motor, der mit der Leistung auch gut zurecht kommt!

Ein Bsp dazu ist der User Cult-Golf, er hat seinen 3er auf 1.8T umgebaut mit einem grösseren Lader!

ABER: geht nicht, gibt es nicht ;)! Wenn du willst, kannst du dieses natürlich in Angriff nehmen!

AgentBRD 25.06.2009 13:26

Zitat:

Ich fahre einen 1.8er mit 90 PS. Ist es möglich (und auch sinnvoll) diesen 1.8er mit einem Turbo zu einem 1.8 T "um zumoscheln"?
Die Technik ist beherrschbar, ich halte das für möglich. Allerdings wurde dieser Motor serienmäßig nicht aufgeladen, was auch seine Gründe hat. Der Kompressionsdruck und die Verbrennungstemperatur sind zu gering, als dass sich der Turbo sonderlich auswirken würde. Da wären dann schon Ingenieurleistungen gefragt, die du teuer bezahlen musst. Der Brennraum sollte bearbeitet werden, die Motorsteuerung muss geändert werden und die Einzelabnahme will bezahlt sein. Wenn du nur wenig Ahnung von Verbrennungsmotorentechnik hast und mit Strömungslehre nichts anfangen kannst (was ich nicht unterstellen will), dann wird's ein Sparschwein ohne Wiederkehr.
Sinnvoll ist der Umbau daher nicht. Ich empfehle dann eher den Einbau eines turbogeladenen Aggregats aus den späteren Modellreihen des Golf. Der IVer hatte einen Turboeinspritzer im Programm, das könnte was werden.
Fazit: Möglich Ja, sinnvoll Nein.
Zitat:

Wo bekomme ich Pläne etc. her, auf denen ich sehen kann wie mein 1.8er aufgebaut ist? Gibt es auch Montag- und Demontagepläne, die die einzelnen Zerlegeschritte zeigen oder beschreiben?
****, das Ersatzteileprogramm der VAG zeigt dir Explosionszeichnungen. Für die Recherche unverzichtbar, zum Schrauben lediglich ein Behelf. Aber schau mal für den Anfang auf erwin.volkswagen.de, da findest du alles mögliche und speziell die Reparaturanleitungen, nach denen du fragst. Ist aber kostenpflichtig und funktioniert nur mit dem Internet Explorer.
---------------
Edit: Hut ab, Amazing war schneller.

havana.club 25.06.2009 20:04

Zitat:

Zitat von Amazing
Zum 1.8T: Der User Turbo-Tom hat so einen Umbau schon gemacht! Das verschluckte bei ihm ca. 20t € wenn ich mich recht erinnere!

Ich bin mir ziemlich sicher dass er 20.000€ in sein ganzes Auto gesteckt hat und nicht in den Motor.
Frage mich nur wie er das gemacht hat, da er den Motor wohl jetzt das 4. Jahr fährt und wie ihr sagtet ist der Motor nicht dafür gebaut.

AgentBRD 23.07.2009 03:33

@ havana.club
Na? Was ist aus dem Projekt geworden? Schon ein Motörchen auf die Werkbank gehievt? ;)

wolfi71 23.07.2009 11:33

Übrigens ist in dem "Büchlein" "So wird´s gemacht", Verlag Delius&Klasing, das Zerlegen und der Zusammenbau des Motors exakt beschrieben. Das Buch ist bei ebay oder besser amazon sicherlich zu erwerben. Für manche Modelle ist es neu zur Zeit nicht lieferbar. Neu würde ich es auch nicht bei amazon kaufen, für das gleiche Geld bekommt man es nämlich im Buchhandel.

Wolfgang

Akob22 23.07.2009 12:04

Ein Freund verpflanzt einen Audi TT Motor 1.8T in seinen Polo Bj. 96. War sich sicher dass er das alle hinbekommt...Na ja er bastelt mittlerweile seit 3 Jahren. Er wollte auch alles dran neu machen braucht aber immer mal wieder Spezialwerkzeug. Ohne große Vorkenntnisse würde ich da nicht ran gehen.

AgentBRD 23.07.2009 12:36

Zitat:

Ohne große Vorkenntnisse würde ich da nicht ran gehen.
@ Akob22: Keine Sorge, der Fragesteller hat ja erwähnt, dass er sich einen Motor auf Halde legen will. Es ist nicht so, dass er von jetzt auf gleich einen Austauschmotor verbauen muss.
Es ist auch nicht so, dass er einen Motor einbauen will, der nicht schon serienmäßig für den Golf vorgesehen war.
Erfahrung ist immer gut - keine Frage. Vorkenntnisse sind super - auch ohne Widerspruch. Aber woher nehmen und nicht stehlen? Der Fragesteller ist bestrebt, die Zusammenhänge innerhalb des Motors am praktischen Beispiel zu verstehen. Ein solches Engagement kann man nur gut heißen. Der Fragesteller läßt auch durchscheinen, dass er durchaus begriffen hat, dass Literatur unerläßlich ist.
Wenn man sich stets nur mit großen Vorkenntnissen an Aufgaben heranmachen sollte, dann wäre es in vielen Bereichen schlecht bestellt. Nur um eine Hausnummer zu nennen: Ich zweifle daran, dass Mütter bei ihrer Erstgeburt große Vorkenntnisse aufweisen konnten. ;)
Der Mensch wächst an seinen Aufgaben, nicht an seinen Zweifeln.

havana.club 23.07.2009 13:39

Zitat:

Zitat von AgentBRD
@ havana.club
Na? Was ist aus dem Projekt geworden? Schon ein Motörchen auf die Werkbank gehievt? ;)

Noch nicht ganz, bin im Moment dabei mein alten zu verkaufen und mir eine "neue" Karosserie zu besorgen, wo der Motor aus- bzw. umgebaut wird. Nebenbei wird die Garage für das Projekt umgebaut. Und welcher Motor dann rein kommt entscheide ich noch.

Fürs aus- einbauen des Motors reicht doch ein Motorständer oder braucht man ein Motorkran?

Hab jetzt auch das Buch "Jetzt helfe ich mir selbst", dort ist das alles super beschrieben muss ich sagen.

AgentBRD 23.07.2009 13:45

Kann ich dir so nicht beantworten. Ich weiß nicht, ob wir das selbe unter einem Motorständer verstehen.

Mit Motorständer meinst du diesen Balken, den man auf die Seitenstreben auflegt, ist das so richtig? Der hält den Motor an Position und du kannst ihn damit anheben und ablassen. Die Kräfte werden aber wieder auf den Fahrzeugrahmen abgeleitet. Daher wird dir der Motorständer nicht ausreichen.

Dr.NOS 23.07.2009 14:15

Ich denke er mein sowas hier:


http://www.golf3.de/images/imported/2009/07/368.jpg

das ist eher zum Arbeiten am ausgbauten Motor gedacht.

havana.club 23.07.2009 14:18

Zitat:

Zitat von Dr.NOS
Ich denke er mein sowas hier:


http://www.golf3.de/images/imported/2009/07/368.jpg

das ist eher zum Arbeiten am ausgbauten Motor gedacht.

Richtig, also brauch ich einen Kran?

AgentBRD 23.07.2009 14:25

Ja. Es sei denn, du kannst 250kg am langen Arm halten http://www.golf3.de/images/imported/2009/06/190.jpg
(ist nicht böse gemeint)

Ein Motorkran geht ab 150 EUR los. Aber es lohnt sich, auch mal hier im Forum danach zu fragen. Sicher gibt's hier jemanden, der in deiner Nähe wohnt und so ein Ding für eine Woche nicht braucht. Am besten dafür ein Thema unter "Suche" aufmachen.


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