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Tapferlein 11.11.2018 14:09

Schwache Bremserei testen?
 
Hallo Leute,

gibt es ein Verfahren oder vielmehr eine einfache Möglichkeit zu überprüfen, ob der Bremskraftverstärker und/oder auch der Hauptbremszylinder schwächeln?
Hab an meinem schon vom Verbesitzer vorne G60-Bremsen verbaut, aber ich finde, dass die zu schwach, wenn man davon ausgeht, dass sie ja eigentlich bissiger sein sollten als die normale 1.8L 90PS - Bremserei aus Bj 93.
Für die letzte Überprüfung wurden die hinteren Trommelbremsen neu gemacht, die G60 sind noch gut, er hat mir aber sogar 2x komplett entlüftet. Trotzdem ist es nicht besser geworden (hab zum direkten Vergleich nen AEX 1.4 Bj 96).
Ich verliere keine Bremsflüssigkeit, ist alles dicht.
Daher jetzt meine Überlegungen, ob etwas den Geist aufgegeben hat, oder eben schon lange am schwächeln ist und irgendwann ganz stirbt...
Für die Überprüfung hats wiedermal gereicht, aber ganz subjektiv ist die ganze Bremserei sehr lau...

Da ich seit 4 Jahren ganzjährig am Bike unterwegs bin, "stört" es mich nur selten, weil er nur in der Garage darauf wartet, dass mit ihm Einkaufen gefahren wird, oder Ähnliches...

Vielen Dank schon mal :)

ManeT4 11.11.2018 14:22

Bevor Du da viel suchst, von welchem Hersteller sind die Bremsbeläge ?
Der Vorbesitzer hatte in meinen Jubi Tomex Beläge verbaut, Bremsleistung unter aller Sau, mit ATE bremst er wie er soll.

Tapferlein 11.11.2018 14:46

Sind ATE drinnen

Frank22 11.11.2018 15:32

mein erster Gedanke beim lesen, Bremsschläuche. nicht das einer "dicke Backen " macht beim Bremsen

in unserem Fuhrpark sind ja auch alle möglichen Bremsanlagen vertreten, von der 288er im Jubi bis zur Vollscheibe, ist natürlich schon eine Umstellung wen man den Jubi gefahren hat, und steigt danach ins 75 PS Cabrio mit der Vollscheibe. Da sucht man schon mal den Anker, obwohl alle Anlagen besten funktionieren.

Tapferlein 11.11.2018 15:44

Das mag ich fast ausschließen... wäre sicher aufgefallen beim Entlüften... denk ich mal

Ich mag nicht die Pferde scheu machen, ist ja auch eine rein subjektive Wahrnehmung und gründet wohl in erster Linie auf der Erwartungshaltung. Aber im Vergleich zum 50 PS-Golf... schlechter. Und das mit der G60-Bremserei. Wie wars dann erst mit der originalen?
Kann einfach nicht sein.

Frank22 11.11.2018 16:03

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846477)
Das mag ich fast ausschließen... wäre sicher aufgefallen beim Entlüften... denk ich mal

denken ist nicht wissen ;) Aber mal ernsthaft - manchmal schleicht sich eine Gewisse Blindheit ein, ich bin am Auto um die Bremse zu entlüften und achte nicht zu 100 % auf andere Details, kann sein - aber passiert nicht immer, gerade wenn ein Schlauch an einer Visuell schlechten Stelle eine Blase wirft, kann das doch mal übersehen werden.

Ein HBZ geht eigentlich im G3 doch eher selten kaputt, zwar nicht unmöglich, aber doch selten


Welcher HBZ ist denn verbaut ? nicht dass der Durchmesser zu klein ist für die G60 Bremse ? Das könnte dann auch die Ursache der gefühlten schlechten Bremsleistung sein

Tapferlein 11.11.2018 17:08

Naja, es sind in den letzten Jahren sowohl die vorderen als auch die Hinteren Bremsschläuche neu gekommen und es hat nie etwas an der Bremsleistung (gefühlt) geändert.
HBZ ist der originale drinnen. Wenn der den Geist aufgibt, müsste es doch aber auch irgendwo siffen, oder?
Hat jemand Daten des G60 zu meinem in punkto Durchmesser usw. parat? Oder kann ich das wo einsehen?

Golferrari 11.11.2018 18:15

Vielleicht solltest Du erst mal definieren was "schlecht" bei Dir ist?

Ist das Pedal zu weich?
sackt das Pedal beim Bremsen durch?
Blockiert er hinten zuerst?
Blockiert er gar nicht?
Musst Du zu stark rein treten? Verglichen wo mit?
Geht das ABS?
Hat er ABS?
Geht die Handbremse?
Wirkt die Handbremse?
Irgendwie kommst Du völlig ahnungslos rüber. Du musst schon mal erklären was nun eigentlich das Problem ist.
Manchmal fehlt auch einfach das Wissen um an der Bremse zu basteln.
OK, ist natürlich nicht besonders wichtig für das Autofahren, aber manchmal hat manch einer ja doch schon mal eine Bremse gebraucht. Selten aber kommt vor.

Tapferlein 11.11.2018 19:18

Zitat:

Zitat von Golferrari (Beitrag 1846491)
Vielleicht solltest Du erst mal definieren was "schlecht" bei Dir ist?

Ist das Pedal zu weich? Nein
sackt das Pedal beim Bremsen durch? Nein
Blockiert er hinten zuerst? Nein
Blockiert er gar nicht? Doch, kommt vor... besonders bei Nässe
Musst Du zu stark rein treten? Verglichen wo mit? auf der Strasse 50 PS-AEX
Geht das ABS? Nein
Hat er ABS? Nein
Geht die Handbremse? Nö, aber funktioniert. Ist neu
Wirkt die Handbremse? Ja, das auch
Irgendwie kommst Du völlig ahnungslos rüber. Du musst schon mal erklären was nun eigentlich das Problem ist. Blond? Was- oder wie soll ich's dir noch erklären?
Manchmal fehlt auch einfach das Wissen um an der Bremse zu basteln. Für mich reichts. Will aber nichts basteln, will nur wissen/Möglichkeiten ausloten
OK, ist natürlich nicht besonders wichtig für das Autofahren, aber manchmal hat manch einer ja doch schon mal eine Bremse gebraucht. Wer lesen kann, ist zwar bekannter Weise klar im Vorteil, aber das Gelesene verstehen ist natürlich nicht besonders wichtig fürs Kommunizieren, aber manchmal hat manch Einer ja auch schon mal Verstand gebraucht.
Selten aber kommt vor. Offensichtlich auch immer seltener, kommt aber auch vor

Sorry, aber da gehts mir durch. Was hast an der eigentlichen Thematik meines Ansinnens nicht verstanden? Sooo "quer" war das ja nun wirklich nicht verfasst, dass man nicht mitkriegen kann, worums geht... außer du hältst dich grad für witzig und willst gar nix verstehen, nur rumsülzen.

Ich wills mal anders sagen:

Auto 50 PS
Auto 90 PS
Auto 160 PS

Alle annähernd das gleiche Gewicht.

50 PS - kleinste Bremse
90 PS - größere Bremse
160 PS - größte Bremse der drei hier

90 PS sollte also ne größere Bremswirkung erzielen können, als 50 PS.
Und 160 PS wiederum ne größere Bremswirkung als 90 PS.

Jetzt hat 90 PS aber die Bremse von 160 PS verpasst bekommen, sollte also bessere Bremswirkung erzielen, als normalerweise als 90 PS.

Tut er aber nicht. Im Vergleich zu 50 PS fühlt sich die Bremswirkung - wenn überhaupt - jetzt gleichwertig an. Ergo sogar schlechter als vorher.

Wesrum???


Klar soweit? Oder willst es vorgetanzt auch noch...

dubsport 11.11.2018 19:28

Hä :confused:verstehe den Ganzen Thread nicht der 1,8l 90 ps hat normaler weise immer eine g60 bremsanlage vorne verbaut oder?Nur die hinterachse wenn es ein Gt Speciale ist hat die bremsanlage wie der Corrado g60.Glauibe Teletubby erklärt uns das .mfg dubsport

Tapferlein 11.11.2018 19:35

Zitat:

Zitat von dubsport (Beitrag 1846499)
Hä :confused:verstehe den Ganzen Thread nicht der 1,8l 90 ps hat normaler weise immer eine g60 bremsanlage vorne verbaut oder?Nur die hinterachse wenn es ein Gt Speciale ist hat die bremsanlage wie der Corrado g60.Glauibe Teletubby erklärt uns das .mfg dubsport

Kann ned sein... der Vorbesitzer hat mir die originalen Bremszangen und -scheiben damals mitgegeben und die waren um einiges kleiner. Sowohl Zangen, als auch Scheiben.

Schreck alte Leut ned so :eek::D

Ben_RGBG 11.11.2018 19:50

So ein quatsch, die G60 Bremse aus dem Golf 2 gab es im Golf 3 überhaupt nicht.
Die G60 war eine 280er Scheibe mit 4 Loch Anbindung.
Im GOlf 3 ist das größte mit 4 Loch Anbindung die 256er Innenbelüftete Scheibe.

Ich denke, das Hauptproblem in dem Thread ist, dass dein Problem ja doch sehr subjektiv ist.. Wenn mechanisch alles ausgeschlossen werden kann, was soll es dann sein?

Tapferlein 11.11.2018 19:59

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1846504)
Wenn mechanisch alles ausgeschlossen werden kann, was soll es dann sein?

Ist HBZ und/oder BKV wirklich auszuschließen? Weiß ich ja eben nicht. Kann mans irgendwie kontrollieren, ob die beiden noch das tun, was sie in vollem Ausmaß tun sollen? Das will ich ja wissen. Weil sonst fällt mir auch nichts ein...

Teletubby 11.11.2018 20:00

Hallo!

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846470)
gibt es ein Verfahren oder vielmehr eine einfache Möglichkeit zu überprüfen, ob der Bremskraftverstärker und/oder auch der Hauptbremszylinder schwächeln?


Zitat:

Zitat von Golferrari (Beitrag 1846491)
Vielleicht solltest Du erst mal definieren was "schlecht" bei Dir ist?

Ist das Pedal zu weich?
sackt das Pedal beim Bremsen durch?
Blockiert er hinten zuerst?
Blockiert er gar nicht?
Musst Du zu stark rein treten? (...)

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846496)
Sorry, aber da gehts mir durch. Was hast an der eigentlichen Thematik meines Ansinnens nicht verstanden?

Ich finde die gestellten Fragen zumindest teilweise durchaus berechtigt, weil mit "dass die zu schwach" bzw. "aber ganz subjektiv ist die ganze Bremserei sehr lau" durchaus unterschiedliche Sachen gemeint sein können, die auch unterschiedliche Ursachen haben.

Die Fragen, so wie ich sie formulieren würde, lauten: 1. Geht es um den Pedalweg = darum, wie weit Du das Pedal treten musst, bevor die Bremseirkung einsetzt oder mehr darum, dass Dir die Bremswirkung bei gegebener Fußkraft zu gering ist = dass Du zu kräftig (nicht zu weit!) treten musst, um die gewünschte Wirkung zu erhalten?

Die Durchmesser des Hauptbremszylinders, der Bremssättel und der Radzylinder spielen bei alledem eine große Rolle, weil davon die Übersetzungsverhältnisse abhängen.

Freundliche Grüße
Teletubby

Tapferlein 11.11.2018 20:13

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1846507)
Die Fragen, so wie ich sie formulieren würde, lauten: 1. Geht es um den Pedalweg = darum, wie weit Du das Pedal treten musst, bevor die Bremseirkung einsetzt oder mehr darum, dass Dir die Bremswirkung bei gegebener Fußkraft zu gering ist = dass Du zu kräftig (nicht zu weit!) treten musst, um die gewünschte Wirkung zu erhalten?

Die Durchmesser des Hauptbremszylinders, der Bremssättel und der Radzylinder spielen bei alledem eine große Rolle, weil davon die Übersetzungsverhältnisse abhängen.

Freundliche Grüße
Teletubby

Ich hab -wie gesagt- zum direkten Vergleich nur die Bremserei im AEX 1.4
Hab nie einen ABS 90PS im Originalzustand gebremst und auch nie einen G60.

Kanns also nur im Vergleich vom AEX zum ABS mit g60 Bremserei "beschreiben".
Und ja... da geht es um die erzielte Bremswirkung mit dem dazugehörigen "Kraftaufwand" am Pedal, der gefühlten Verzögerungsbereitschaft, der Willigkeit zuzupacken,... eben alles zusammen.
der ABS mit G60-Bremse verzögert im direkten Vergleich zum AEX in etwa genauso, wenn nicht sogar unwilliger. Obwohl eine "exponentiell größere" Bremserei verbaut ist.
Das ist das, was ich nicht verstehen kann, deshalb suche ich nach möglichen "Schuldigen". Und da bleibt für mein Verständnis nur noch der HBZ oder der BKV über...

Klar ist alles sehr subjektiv, aber irgendwie fällt mir dabei nur ein Yorkshire Terrier ein, den man Rambo nennt. Rein vom Namen erwartet man eigentlich einen viel größeren WauWau

MirKesBre 11.11.2018 20:16

Man könnte auch auf einen Bremsenprüfstand fahren, in einer Werkstatt oder bei einer Prüforganisation, und da die Bremse bzw. deren Leistung prüfen lassen.

Ansonsten spielt auch das von Teletubby angesprochene Übersetzungsverhältnis eine wichtige Rolle.

Wenn die 280 mm-Scheiben vorne verbaut sind, sollte auch der passende Hauptbremszylinder verbaut sein, dieser war beim Golf 2 und Corrado soviel ich weiß ein 22 mm-HBZ. Ob es da noch Unterschiede zwischen "ABS" und "kein ABS" gab, weiß ich nicht.

Beim Golf 3 ist bei der 280 und 288 mm Bremsanlage soviel ich weiß ein 23,81 mm-HBZ verbaut, außer bei den frühen Golf 3 GTI ohne ABS, da waren es auch 22 mm soviel ich weiß.

WICHTIG bzw. ACHTUNG:

Ich schreibe deshalb soviel ich weiß, weil ich mir nicht mehr zu 100% sicher bin.


Ich hatte bei meinem Golf 3 GTI mit ABS ab Werk von der 280*22 mm auf die 288*25 mm-Anlage umgebaut, das ist allerdings schon ein paar Jahre her.
Damals hatte ich mich auch etwas zu dem Thema eingelesen. Mein Golf hatte einen 23,81 mm-HBZ, wenn ich mich richtig erinnere, also den gleichen, wie sie die Fahrzeuge mit 288*25 mm-Anlage UND ABS ab Werk auch hatten.

Tapferlein 11.11.2018 20:21

Ein größerer bringt aber auf jeden Fall mehr "Druck", oder? Ist zumindest beim Bike so

dubsport 11.11.2018 20:24

Corrado hat serienmäßig immer Abs.mfg

MirKesBre 11.11.2018 20:24

Zur besseren Übersichtlichkeit ein Doppelpost (es sei mir bitte verziehen :P )

Wichtig ist folgendes:

-korrekt entlüftet
-funktionierende, leichtgängige Bremssättel und Radbremszylinder (falls Trommelbremse hinten)
-keine "sich aufblähenden Bremsschläuche"
-Markenteile verbaut (Scheiben und Beläge)
-keine durcheinander gewürfelten Kombinationen!
=>Also z.B. die 280 mm-Anlage vorne und Trommelbremsen hinten, es sei denn, das gab es so auch ab Werk, das glaube ich aber eher nicht. (Wenn, dann höchstens bei den GL-Modellen mit 115 PS?!?)
=>Auch sollte man nicht vorne größere Bremsen verbauen, ohne die passenden Hauptbremszylinder zu verbauen und ohne noch zusätzlich hinten auf Scheiben umzurüsten (falls nicht schon ab Werk vorhanden).

Der HBZ kann ggf. auch so kaputt gehen, ohne dass gleich Bremsflüssigkeit nach außen fließt. Vielleicht ist das die Ursache bei dir.

MirKesBre 11.11.2018 20:28

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846510)
Ein größerer bringt aber auf jeden Fall mehr "Druck", oder? Ist zumindest beim Bike so

Genau, zwecks "Übersetzungsverhältnis".

Wenn der HBZ größer ist, hat er ja auch einen größeren Kolben und eine größere Bohrung, er hat mehr Volumen. Somit "befördert" man bei gleichem Pedalweg mehr Bremsflüssigkeit.

Einfaches Beispiel:

Verbaut man eine größere Bremsanlage, ohne den HBZ passend zu ändern, wird der Pedalweg länger. Das kann man berechnen. Wie sehr man das bemerkt oder ob es sich da um mm oder cm handelt, weiß ich jedoch so aus dem Stegreif nicht.

Tapferlein 11.11.2018 20:30

Zitat:

Zitat von MirKesBre (Beitrag 1846512)
Der HBZ kann ggf. auch so kaputt gehen, ohne dass gleich Bremsflüssigkeit nach außen fließt. Vielleicht ist das die Ursache bei dir.

Und kann ich das irgendwie überprüfen?

MirKesBre 11.11.2018 20:38

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846514)
Und kann ich das irgendwie überprüfen?

Schwer...

Es könnte sein, dass beim Betätigen der Bremse (also somit beim Betätigen des HBZ) nicht alles an Bremsflüssigkeit in Richtung Bremssättel gedrückt wird, sondern aufgrund verschlissenes Dichtringes/Einlaufspuren etc. etwas Druck/Bremsflüssigkeit nach hinten entweicht, also hinter den Kolben.

Ich meine mal, so etwas von einem Kollegen mitbekommen zu haben. Anscheinend stand da wohl auch etwas Bremsflüssigkeit im Bremskraftverstärker.

Aber alles Mutmaßungen...

Der einfachste und schnellste Weg wäre wohl, die Werte auf einem Bremsenprüfstand überprüfen zu lassen. Vielleicht kann das ja eine kleine Werkstatt für etwas Trinkgeld mal schnell machen.


Ach ja, was mir auch gerade einfällt, ich hatte zwei GTI Editions, beide mit Mark04-ABS und 280*22 mm-Bremsanlage ab Werk.

Beim zweiten gingen die Bremsen gefühlt einfach besser. Nichts war nach außen undicht, bei beiden hatte ich ATE-Komponenten verbaut und korrekt entlüftet.

Der erste hatte allerdings deutlich mehr Kilometer gelaufen...

dubsport 11.11.2018 20:46

Soviel wie ich das kenne haben generell die Bremsen aus dem Corrado g60 die meistens einen problem mit Bremshydraulik(Sprich der bremskraftverstärker) .Dies wurde ja beim Golf 3 wieder geändert.Das Alte Bremssystem bei diesen war das 3Kanal system vorne r+vorne l.+hinterachseSoviel wie weiss gab es dieses System nicht im Golf 3 .mfg.

MirKesBre 11.11.2018 21:20

Ja, Corrado hatte Mark 02-ABS. Der G60 hatte zusätzlich noch eine elektrische Pumpe zum Erzeugen des Unterdrucks, da es ja ein G-ladener Motor und kein Saugmotor war.

Golferrari 11.11.2018 22:51

Erst mal muss man mal eine paar Ahnungen durch Fakten zu ersetzen.

Die vordere Bremse muss den Großteil der Leistung erbringen. Rund 75%

Eine größere Bremse bedeutet nicht das die Bremse leichter anspricht, im Gegenteil, sie kann sogar höhere Kräfte erfordern.
Kleiner Hauptbremszylinder benötigen weniger Kraft als große. Dafür steigt beim kleinen der Pedalweg an und es erscheint weicher.

Die größere Bremse kann aber öfter benutzt werden, bevor sie überhitzt, geht aber nicht unbedingt leichter.
Ist dass das Problem?

Man kann das nun noch beliebig komplizieren, Bremsklötze haben auch im Serienbereich unterschiedliche kalt und warm Reibwerte, in etwas geringerem Umfang gilt das auch für das Bremsscheibenmaterial.

Die Frage, ist die Bremse kaputt, sind Komponenten falsch, ist es Serienstreuung des normalen Materials oder Eigenart des Fahrzeuges, kann man im Forum nur seriös beantworten, wenn der Fragende möglichst alle Informationen gibt. Mag der Laie als unnötig empfinden, aber darum ist er eben Laie.
Unerfreulich sind Fragen, wo ein ratloser Laie beschließt das alles heil ist, es aber trotzdem nicht funktioniert, was soll man dann machen? Beileid aussprechen?

ps. es gibt auch noch Hauptbremszylinder für Trommeln hinten. brauche die Trommeln so einen, macht der für nur für scheiben Probleme. stichwwort Bodenventil.

Teletubby 12.11.2018 08:53

Hallo!

Zitat:

Zitat von MirKesBre (Beitrag 1846512)
Der HBZ kann ggf. auch so kaputt gehen, ohne dass gleich Bremsflüssigkeit nach außen fließt. Vielleicht ist das die Ursache bei dir.

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846514)
Und kann ich das irgendwie überprüfen?

Stimmt, das gibt es, und zwar dann, wenn eine der im HBZ befindlichen sogenannten Primärmanschetten undicht ist. Bemerkbar macht es sich dadurch, dass das Bremspedal, wenn man es mit dem Fuß über längere Zeit gedrückt hält, unter der Fußkraft allmählich nachgibt. Mit Bremsflüssigkeitsverlust nach außen ist das nicht verbunden. Das ist aber ausgesprochen selten.


Zitat:

Zitat von MirKesBre (Beitrag 1846513)
Genau, zwecks "Übersetzungsverhältnis".

Wenn der HBZ größer ist, hat er ja auch einen größeren Kolben und eine größere Bohrung, er hat mehr Volumen. Somit "befördert" man bei gleichem Pedalweg mehr Bremsflüssigkeit.

Zitat:

Zitat von Tapferlein (Beitrag 1846510)
Ein größerer bringt aber auf jeden Fall mehr "Druck", oder? Ist zumindest beim Bike so

Vorsicht! Große Vorsicht!

Zitat:

Zitat von Golferrari (Beitrag 1846520)
Kleiner Hauptbremszylinder benötigen weniger Kraft als große. Dafür steigt beim kleinen der Pedalweg an und es erscheint weicher.

Genau! Umgekehrt heißt das aber: Wenn man bei ansonsten gleich bleibender Bremsanlage einen HBZ mit einem größeren Innendurchmesser verbaut, wird der Pedalweg bis zum Ansprechpunkt der Bremse kleiner, aber man muss dann eine höhere Fußkraft aufwenden, um die gleiche Bremswirkung zu bekommen.

Hauptbremszylinder sind keine Bremskraftverstärker, die alles angenehmer machen können. Deshalb fand ich auch am Anfang die Unterscheidung zwischen Pedalweg und Bremswirkung sehr wichtig. Gewünscht ist gewöhnlich ein kurzer Pedalweg mit einer hohen Bremswirkung bei gegebener Fußkraft. Über eine Veränderung des Innendurchmessers des Hauptbremszylinders kann man das Eine verbessern, aber nur unter Inkaufnahme einer Verschlechterung des Anderen. Und umgekehrt.

Bei den Golf 3 Hauptbremszylindern, die ich bisher gesehen habe, stand der Innendurchmesser immer oben in der Nähe des Befestigungsflansches in Form einer "22" (für 22,2 mm) oder "23" (für 23,81 mm) bei Bremsanlagen mit Mark 20 ABS.

Was ist eigentlich für ein Bremskraftverstärker verbaut? 9 oder 10 Zoll?

Freundliche Grüße
Teletubby

wolfi71 12.11.2018 20:22

Also der AEX hat eine bessere Bremse wie der ABS, das ist aber normal., Die Bremsen wurden mit der Einführung der Mark20-ABS mit dem Entfall des Bremskraftbegrenzers hinten deutlich besser.

Das ist aber normal. Man kann es ändern in dem man "einfach" die Bremsanlage umbaut.

Tapferlein 12.11.2018 21:56

Eine solche Erklärung - also ein "das ist normal... AEX gegen ABS" - "hilft" mir weiter. Danke.

Ich meine, es ist ja nicht so, dass sie wirklich schlecht ist. Er bremst ja und kommt auch zum Stehen :D
Und für eine positive Beurteilung bei der Überprüfung reichts ja auch. Also kanns ned schlecht sein.
Es ist aber eben dieses persönliche Empfinden, dass es besser sein müsste bei einem ABS, der fast doppelt so viele PS hat, als bei einem "kleinmotorigen" AEX. Tuts aber nicht. Wenn ich mir jetzt noch dafürhalte, das ja auch eine größere Bremsanlage mitspielt (G60), sollte es doch noch bissiger zur Sache gehen. Tuts aber eben nicht.

Alles sehr subjektiv für exakte Aussagen, ist mir schon klar. Will ja auch niemanden nerven, bis man mir "um Herrgotts Willen" Recht gibt, nur, dass ich Ruhe gebe xD

Aber kann meine Empfindungen in der Sache wirklich niemand nachvollziehen?

Im Grunde hätt ich mein trauriges Pinkerl ja eh allein umhergetragen, wollt ja nur wissen ob man HBZ und BKV irgendwie testen kann, ob die die "volle Leistung" bringen... anscheinend nicht, sonst hätts mir schon wer um die Ohren geknallt, "dass der endlich die Klappe hält" :-lol-:

OK, werd damit leben... und wahrscheinlich irgendwann allein auf Verdacht den HBZ tauschen. Oder so.

Ich mag meine 93er-Krücke einfach und möchte ihm natürlich etwaige Wehwehchen "abtrainieren"...

Aber ich danke Euch für Euer Durchhaltevermögen :meister:

wolfi71 13.11.2018 06:24

Der HBZ ist nicht dein Proiblem. Das liegt vor allem daran, dass die hinteren Bremsen im 93er so gut wie nicht mitbremsen. Die werden abgeregelt, sobald sich das Heck hebt. Evtl hat man da auch etwas falsch eingestellt (tiefer gelegt?) und die regeln zu früh zu. Hintergrund ist, dass das Auto bei einer Bremsung stabil bleiben muss und deswegen darf die spurführende Achse (das ist hinten) ihre Seitenführungskraft nicht verlieren.


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