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-   -   HA-Buchsen: Einpresswerkzeug (http://www.golf3.de/showthread.php?t=127355)

GTFahrer 31.01.2017 17:23

HA-Buchsen: Einpresswerkzeug
 
Leider sind meine Achsbuchsen durch und müssen ersetzt werden.

Mal bei ein paar Werkstätten angefragt... 400€ aufwärts, Tendenz eher 500€. Viel Geld für die alte Schüssel. Jetzt habe ich auch diverse How-To's durchgelesen, keine schöne Arbeit.

Die alten Buchsen werde ich schon irgendwie heraushauen, aber nun ist die Frage mit was bekommt man sie wieder hinein. In der hier vorzufindenden Bilderserie wurde irgendwas zusammengebrutzelt, aber ich habe auch Werkezug dafür gefunden: Klick. und ein etwas anderes aussehendes Klick II

Wer hat damit schon Erfahrungen gesammelt?

Ich dachte mir, den Bremsschlauch von der Leitung zu trennen und die Verschraubung der Buchsen zu lösen. Damit könnte man die Achse theoretisch absenken und die Buchsen rausklöppeln. Oder übersehe ich etwas in meiner Überlegung? Einen BKR hat das Fahrzeug nicht - also nicht an der Achse.

Mustang80 31.01.2017 17:54

Als ich die HA Buchsen vorletztes Jahr bei meinem gewechselt habe, wollte ich mir das Werkzeug dafür beim hiesigen VW Händler ausleihen was bestimmt auch geklappt hätte da ich da guter Kunde bin.
Vor Ort gefragt musste der Teilemensch erstmal in der Werkstatt fragen und kam mit der Antwort, dass die das Werkzeug nicht mehr hätten da diese Arbeiten nicht mehr anstehen würden.
Auf die Frage, wie die das dann machen kam als Antwort: Das geben wir dann extern weg und machen nur den Ein- & Ausbau der Achse.

Er hat mir dann eine Werkstatt genannt (freie). Dort angekommen und gefragt was das kosten würde, bekam ich die Antwort. Wenn ich die ausgebaute Achse und die neuen Lager anliefere: 20€
Der gute Herr staunte nicht schlecht aber zufällig hatte ich die ausgebaute Achse und Lager im Kofferraum und dann ging der Rest seinen Weg.

War für mich der ideale Weg.

Die Achse abzusenken und die Lager zu wechseln ist zwar möglich aber ich würde mir den Akt nicht machen nur um die Bremse zu lassen zu können.

Soweit meine Empfehlung ;)

Frank22 31.01.2017 18:12

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1815351)
Jetzt habe ich auch diverse How-To's durchgelesen, keine schöne Arbeit.

naja, gibt schöneres - aber auch schlimmeres

mit dem Werkzeug aus Deinem "klick II " sollte sich das neue Lager gut einziehen lassen. Das alte Lager zu ziehen könnte etwas fricklig werden.

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1815351)
Wer hat damit schon Erfahrungen gesammelt?

mit diesem Werkzeug direkt nicht, sieht aber für den "Gelegenheitsgebrauch" brauchbar aus, ich hatte mir selber was gebastelt

Ich nehm prinzipiell die Achse raus, sind gerade mal 2 Bolzen mehr plus Handbremsseil, erleichtert es aber ungemein die Achse auf 2 Böcken zu haben.

Für die Bremsleitung gibt es auch 2 Möglichkeiten, entweder das Bremspedal treten und festsetzen - einfachste Version, oder Du bastelst Dir 2 Blindstopfen aus alten Bremsleitungen ;)

Je nach Deinen Möglichkeiten - selbst wenn Du das Werkzeug kaufst, bist Du bei ~ 100 € Materialeinsatz und kannst das Werkzeug im Anschluß wieder verkaufen ;)

GTFahrer 31.01.2017 19:12

Danke für die Beiträge und Erfahrungen.

Achse ausbauen und die Lager aus/einpressen lassen wäre eine Möglichkeit. Selbst wenn das 40-50 Euro sind. Würd ich machen, einfachster Weg. Dazu muss ich aber jemanden finden, der das einpressen kann.

@Frank: Hast du die alten Lager herausgeschlagen oder -gepresst? Manch einer bohrt/schleift das Gummi heraus und sägt dann die Buchse auf. Wäre auch eine Möglichkeit, nur eben aufwändiger..

Achse komplett ausbauen: Auf Böcken stehend bestimmt nicht sehr angenehm, aber irgendwie wird auch das machbar sein.

franz-werner 31.01.2017 19:20

Ich persönlich würde - wenn keine Bühne, kein Getriebeheber und auch keine mobile hydraulische Presse vorhanden sind, die Achse lieber in eins raus nehmen - Besonders, wenn der Wagen eine Scheibenbremse hat und man die Sättel quasi "zur Seite" hängen kann.

Die Hinterachsbuchswerkzeuge sind okay. Persönlich würde ich die Lager aber ne Nacht im Eisschrank lassen, die Hinterachse wirklich penibel sauber machen und eine menge Flutschi für den Einbau nehmen. :)

Die alten Lager wirst du vermutlich nur mit viel Gewalt raus bekommen, besonders wenn die Metallrahmen fest gegammelt sind...

Frank22 31.01.2017 19:24

ich "ziehe" zuerst den porösen Gummi aus der Metallhülse, diese hab ich dann aufgesägt um die Spannung aus dem Material zu nehmen, dann braucht es nur nen kleinen schubs und die fallen raus.

Man kann sich das schon auf eine angenehme Arbeitshöhe bringen, auf jeden Fall angenehmer wie halb unterm Auto zu hängen - selbst auf einer Bühne bei abgesenkter Achse stell ich mir das ekelhafter vor ;)

>>>hier mal meine Version ;)<<<

Teletubby 31.01.2017 21:05

Hallo!

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1815351)
Ich dachte mir, den Bremsschlauch von der Leitung zu trennen und die Verschraubung der Buchsen zu lösen. Damit könnte man die Achse theoretisch absenken und die Buchsen rausklöppeln.

Vor vier Jahren sind bei meinem silbernen Golf 3 die Gummilager des Hinterachskörpers ohne kompletten Ausbau der Achse gewechselt worden; die Achse wurde nur im voreren Bereich etwas abgesenkt. Dafür wurden die Bremsschläuche nicht gelöst. Der Betrieb hatte aber die VW-Werkzeuge zum Aus- und Einpressen.

Grüße Teletubby

American-Psycho 31.01.2017 22:58

Also ich habs auch schon mal mit so nem Werkzeug gemacht, Einbau ist damit wirklich gut machbar, aber der Ausbau der alten Lager ist der extrem nervige Part.

Wenn du die Achse transportieren kannst, dann würde ich auch ausbauen und fremdpressen lassen.

GTFahrer 08.02.2017 09:24

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1815380)
Hallo!

Vor vier Jahren sind bei meinem silbernen Golf 3 die Gummilager des Hinterachskörpers ohne kompletten Ausbau der Achse gewechselt worden; die Achse wurde nur im voreren Bereich etwas abgesenkt. Dafür wurden die Bremsschläuche nicht gelöst. Der Betrieb hatte aber die VW-Werkzeuge zum Aus- und Einpressen.

Grüße Teletubby

Ich habe mittlerweile fünf VW-Werkstätten hier angerufen, alle haben die "Handspindel" nicht mehr in der Werkstatt - und wollen daher die Achse ausbauen um die Lager auszutauschen. Ein sechster meldet sich morgen, der meint er hätte das noch irgendwo gesehen...

Wäre halt gut gewesen, dann könnte das ganze vielleicht in ~1,5h erledigt sein + ET ... aber wenn man das Werkzeug nicht hat (oder das Geld nicht verdienen will...).

Wenn nicht, dann mach ich die Geschichte eben selber.

90.MusicForLife 08.02.2017 12:22

ich habe bei mir damals einfach die Achse ausgebaut. Ist kein großes Ding. Die Zwei schrauben der Stoßdämpfer lösen, die zwei Schrauben an den Achslagern, die Beiden Bremsschläuche Und AbS kabel am steuergerät abstecken

Wo kommst du denn her?

NordischeMacht84 08.02.2017 12:52

Also ich hatte das vergnügen auch mal war ne Haiden Schweißarbeit :D aber man bekommt es dennoch hin. wenn man will auch wenn man keine Presse hat!

keo 08.02.2017 13:37

Kann mal jemand eine gute Detailierte Anleitung hier reinstellen?

GTFahrer 08.02.2017 13:38

Sind doch hier schon zwei Anleitungen vorhanden, die sind schnell gefunden und im Netz finden sich diverse weitere.

Welcher Hersteller empfiehlt sich für die Lager? Wollte Lemförder kaufen, Langzeiterfahrungen damit gesammelt?
Umstieg auf PU-Lager sinnvoll oder eher Quatsch?

Heini304 08.02.2017 14:14

Servus habe das selbst vor 2 Wochen erst gemacht eigentlich eine ganz einfache Sache habe 2 Stunden gebraucht.

1. Als erstes habe ich die komplette Hinterachse ausgebaut dabei beachten mass von Radmitte bis Kotflügelkante messen da das maß dann wiedergebraucht wird um die Lagerböcke wieder richtig einzustellen UND Vom bremskraftregler nur die schraube aufmachen wo die feder dran ist ansonsten muss dieser neu eingestellt werden.

2. Als dann die Achse draußen war habe ich um die alten buchsen in den gummi mit einer bohrmaschine mehrere löcher gebohrt und dann mit einem meißel die alte Buchse herausgeschlagen.

3. Nun habe ich mit einem Schleifpapier den lager/Buchsensitz sauber gemacht dann habe ich mir eine Vorrichtung geschweißt wo das lager rein passt Siehe Link ist nicht meine aber genau so habe ich es auch gemacht https://goo.gl/images/XynKCq

4. Die lager und den Lagersitzt gut einfetten und mit Hilfe der Vorrichtung und einer langen schraube/Gewindestab (Festigkeit 12.9) Langsam reindrehen.

5. Hinterachse wieder einbauen und jetzt bevor man die Achse fest macht muss man nun von Radmitte bis Kotflügelkante wieder das maß herstellen was man vor dem ausbau gemessen hat das ist dazu da das die Lagerböcke dann wieder richtig justiert sind.

6. nun wieder alles zusammen schrauben und fest machen WICHTIG!! Die schrauben von Stoßdämpfer und den Hinterachsbuchsen erst richtig fest machen wenn das auto wieder auf eigener Achse steht und beachtet die vorgegebenen Drehmomente

Hoffe ich konnte helfen falls fragen einfach schreiben

Rolw 08.02.2017 14:18

Lemförder ist normalerweise gut.

PU ist deutlich merkbar etwas härter, soll ja auch um in Kurven weniger nachzugeben. Komfort ist also geringer, rumpelt bei Querfugen merkbar.

Haltbarkeit ist bei PU aber eher geringer als Serie.
Serienbuchen drehen sich im Gummi, bei PU ist die Metallhülse innen fest und die PU Buchse fest in der Achse, ist also eher nen Gleitlager.
Je nach Hersteller ist Schmierpaste für diese Stelle dabei.

Nach etwa 4 Jahren und 80.000km ist hinten rechts schon merklich weicher und macht Geräusche.

Dafür ist der Einbau bei PU nen Klacks.

Achse hab ich damals komplett ausgebaut, würd ich wieder so machen.
Natürlich nur die zentrale Schraube entfernt und nicht den Lagerbock an der Karosse, dann muss auch nix eingestellt werden.
Bremse ist für mich kein Akt, bei Scheibe ist das Seil eh simpel auszuhängen.
Bei Trommel ne gute Gelegenheit die mal sauberzumachen, quietscht eh alle paar Jahre.
Bremsflüssigkeit ist dann auch frisch.
Für mich ne Runde Sache.

Das VW die Werkzeuge mangels Golf 3 Kundschaft nicht mehr braucht und verschrottet oder durch die Meister an befreundete freie Werken weitergibt, oder die bei den Schraubern privat landen wundert mich nicht.

Edi95 08.02.2017 19:01

Da bei meinem GTI der BKR wie so oft nicht zerstörungsfrei zu lösen gewesen wäre haben wir die Schraube auf der Fahreseite gelöst und abgeflext. Dann Achse ausgebaut, wie schon beschrieben mit einem Bohrer den Gummi gelöchert und die alte Hüöse ausgeschlagen.
Einpressen hat VW erledigt. Einbau war dann etwas kompliziert, da der Bolzen auf der Fahrerseite vom Radhaus her nur mit viel Gewalt rein ging. Letztendlich hat es aber gut geklappt und war in 3 Stunden erledigt.

dette 08.02.2017 19:30

Hallo, man kann die Schraube auf dieser Seite der Hinterachse recht komfortabel "verkehrt herum" einsetzen.

GTFahrer 04.03.2017 08:06

Lager sind rausgeschlagen, was ein sehr langwieriges Verfahren war. Auch mit eingesägter Buchse, aber es ist geschafft. Mit dem Werkzeug aus Klick II war das neue Lager ruckzuck drin und das ohne großen Kraftaufwand. Ist sehr ordentlich verarbeitet und stabil, das Kugellager minimiert den Kraftaufwand. Versand aus PL dauerte 5 Tage.

Nachher kommt die HA wieder ans Auto. Vorher wird noch die Trommel gesäubert und geschmiert.

Lager habe ich von Lemförder bezogen, das Repkit mit Schrauben/Muttern für knappe 25€. VW will für ein Lager über 50€ :abgelehnt:.
Auf den Lagern lässt sich noch die VW-Teilenummer erkennen, das Logo ist allerdings unkenntlich gemacht. Mal sehen wie lange es halten wird, wer weiß wie lange ich das Ding noch fahren werde. 8mm Überstand hat das Lager, die Schrauben werden erst angezogen, wenn die Kiste wieder auf dem Boden steht.

wolfi71 21.03.2017 07:50

VW hat normal auch Lemförder drin.

Bitte den Bolzen erst anziehen, wenn das Auto aus den Rädern steht. Sonst sind die Lager vorgespannt, was deren Lebensdauer nicht zuträglich ist.

Raven761 21.03.2017 15:23

Zitat:

Zitat von Heini304 (Beitrag 1815862)
Vom bremskraftregler nur die schraube aufmachen wo die feder dran ist ansonsten muss dieser neu eingestellt werden.

Wie hast du die Achse entfernen können, ohne den BKR zu entfernen? Die Achsschraube ist doch hinter dem BKR versteckt.

Edi95 04.04.2017 17:43

Schraube lösen und abflexen. Und von der andere Seite wieder einbauen.
War bei mir die einzige Chance, da der BKR fest mit der Achse verwachsen war.

franz-werner 04.04.2017 19:01

Na dann würde ich mir lieber einen neuen BKR kaufen, statt das ganze falsch zusammen zu bauen...

ASAGOLF3 04.04.2017 19:15

bkr kannste dran lassen, leitungen ab vom bkr, entlüften musste die bremse so und so

hab einmal ohne bühne gemacht da hatte ich nocht keine, achse raus achse in schraubstück rein altes lager ausgeschlafen, neues mit einer gewindestange m12 oder m10 zwei flacheisen min 10mm stark und paar beilagscheiben wieder reingedrückt

und auch schon zwei mal mit bühne und getriebeheber, großen hammer und gib ihm einbau genauso

GTFahrer 04.04.2017 19:18

Müssen neue BKR nicht wieder auf Sollwerte eingestellt werden?

ThomasG3 08.05.2018 22:34

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Hi,

ich schließe mich hier mal an, speziell wegen dem Rausbekommen der Hinterachs-Buchsen.

Die waren nach so 6 Jahren schon wieder defekt (Gummi teils abgelöst) und schwer verrostet.

Die Hinterachse lag inzwischen ausgebaut vor.

Im Gummi-Bereich gibt es ja Stellen mit Durchgang.
Dort mit einem so 8mm Bohrer rein und durch.
Dann: den laufenden Bohrer kippen.

Darauf hin begann der Bohrer sich am Umfang des Gummis wie von alleine durch zu schälen (Bohrmaschine macht dabei eine pendelnde Bewegung).

Ergebnis: Gummi kann entnommen werden.



Nun die äußere Schale raus bekommen:

die Methode die Schale (mehrfach) einzusägen, war mein Geschmack nicht so.

Statt dessen habe ich es einfach mal mit einer normalen Bohrmaschine (1. Gang) und einem Hartmetall Schleifstift mit 6mm Schaft versucht.


Und zwar wie hier zu sehen, in der Mitte im Bild, die Variante "zylindrischer Frässtift mit 6mm Schaft, der vorne abgerundet ist":

https://www.ebay.de/itm/5X-Raspel-Ha...sAAOSw3q5adXX9

Das Durchfräsen der äußeren Hülle dauerte so 15 Minuten.
Dabei ist es ganz schön anstrengend den Frässtift stets dahin zu zwingen, wo der eine Kuhle machen soll.

Nach dem Durchfräsen dann musste seitlich auf den Überstand der Hülle geklopft werden, um die radialen Rost-Anhangskräfte zu überwinden.
Dann ließ sich die Hülle problemlos austreiben.

Aber grausamer Grusel dann:

im Passungsbereich, also wo die Buchse im HinterachsKörper steckt,
zeigen sich Richtung nach hinten, Durchrostungen.

Somit ist der Hinterachskörper Schrott :(

Der sah von außen allerdings eh schon ziemlich stark angerostet aus,
was bei der HU allerdings nicht bemängelt wurde (aber die Buchsen halt).


Grüße von
ThomasG3

*micha* 08.05.2018 23:14

Zitat:

Zitat von Edi95 (Beitrag 1819926)
Schraube lösen und abflexen. Und von der andere Seite wieder einbauen.
War bei mir die einzige Chance, da der BKR fest mit der Achse verwachsen war.

Zitat:

Zitat von franz-werner (Beitrag 1819932)
Na dann würde ich mir lieber einen neuen BKR kaufen, statt das ganze falsch zusammen zu bauen...


Ist zwar schon paar Tage alt der Post aber das hier würde ich gern mal genauer wissen

Welche Rolle spielt es denn wie rum die Schraube drin ist?


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