golf3.de

golf3.de (http://www.golf3.de/forum.php)
-   Elektronik (http://www.golf3.de/forumdisplay.php?f=33)
-   -   Totalausfall des Kombiinstruments (http://www.golf3.de/showthread.php?t=122237)

K3N 25.11.2014 17:47

Totalausfall des Kombiinstruments
 
Moin Moin,

weiß nun so langsam keinen Rat mehr, was man noch tun könnte.
Deshalb habe ich mich mal hier angemeldet in der Hoffnung, dass mir vielleicht geholfen werden kann.

Folgendes Problem:

Das Kombiinstrument hat heute morgen seinen Dienst quittiert.
Das äußert sich so, dass Temperaturanzeige, Drehzahlmesser, Geschwindigkeitsanzeige und Tankanzeige während des Fahrens auf NULL stehen. Hinzu kommt noch, das der TRIP-Zähler nicht mitzählt.

Nun das Kuriose. Beim Starten des Autos verhält sich alles normal, d. h. alle Kontrolllampen leuchten, die Tanknadel klettert hoch, und der DMZ funktioniert auch. Soweit so gut!
Nun gebe ich Gas und ab 1000 Umdrehungen ist Feierabend.
Auch das simple Auskuppeln führt zum sofortigen Versagen. Dabei blinkt die Kontrollleuchte für die Kühlflüssigkeit einmal kurz auf.

Beim Fahren wirds noch verrückter.... Beim Einkuppeln und Herunterschalten in den zweiten Gang schlagen die Nadeln wieder normal aus, aber auch nur bei weiterhin getretener Kupplung. Selbiges gilt für das Einlegen des Rückwärtsganges. Da funktioniert alles einwandfrei.

Nach Sicherungen und eventuell wackelnden Kabeln im Motorraum habe ich geguckt und habe nicht finden können.

Wer weiß Rat?


MfG

Ken

franz-werner 25.11.2014 17:57

so etwas hatte ich damals bei dem VR6 von einem bekannten. Dort war ein Massepunkt am motor nicht angeschraubt und sobald der motor sich bewegte, ging das KI aus. War der Motor ausgebaut oder am Kabelbaum irgendwas großes gemacht?

Da hat der besitzer relativ lange hinterhergesucht, bis wir ein mal mit einem Schaltplan die verkabelung kontrolliert haben...

K3N 25.11.2014 18:03

Nichts dergleichen.

Vor knappen 5 Wochen hatte ich mal den gesamten Tacho raus, um eine defekte Birne zu wechseln. Das war's aber auch.

Wie gesagt. Ist halt plötzlich während des Fahrens aufgetreten.

Schreibtisch 25.11.2014 18:24

Klingt für mich nach einen Wackelkontakt. Ich würde den Tachostecker an der ZE und am Tacho selber mal kontrollieren.

K3N 25.11.2014 18:46

Soooooo.. kleines Update.

Vor wenigen Minuten Mal eine Runde um den Block gefahren.
Hab noch ein wenig recherchiert und herausgefunden, dass es der Spannungsregeln sein kann.

Also ab ins Auto sämtliche Stromverbraucher an, die es gibt! (Radio, Licht, Heizung und Lüftung voll auf, Scheibenwischer an, Warnblinker an, Fernlicht an, Innenraumbeleuchtung,die Heckscheibenheizung und eine USB-Adapter fürn den Zigarettenanzünder). Einmal so losgefahren funktionierte alles so wie es soll.
Dann mal rumprobiert und einiges aus und wieder an geschaltet und schon mit dem ausschalten einiger Sachen, gingen die Nadeln wieder in die Nullstellung.

Teletubby 25.11.2014 21:03

Hallo!

Ich würde zur Kontrolle die Bordnetzspannung mit einem Multimeter im Gleichspannungsmessbereich während der Fahrt messen. Sie sollte nicht unter 12,5 und nicht über 14,5 Volt liegen. Dazu kann man sich mit einem passenden Stecker am Zigarettenanzünder anklemmen, der Klemme 30 = Dauerplus führt.

Ich glaube aber eher nicht, dass es daran liegt, weil sich eine erheblich zu hohe Bordnetzspannung auch anders bermekbar macht, zum Beispiel durch eine drastisch verkürzte Lebenszeit von Glühbirnen.

Freundliche Grüße
Teletubby

doko 25.11.2014 21:16

Hallo,

einen defekten Lima-regler hatten wir letztens bei unserem T4 Bus auch.

Plötzlich funktionierte das Kombiinstrument nicht mehr bei laufenden Motor, ohne gingen Temperatur- und Tankanzeige hoch. Erst nach Ausfall beider Scheinwerferbirnen gleichzeitig wurde mal die Ladespannung gemessen. Mehr als 17 Volt. Neuer Regler in die Lima und schon ging alles wieder wie gewohnt.

Gruß Klaus

K3N 26.11.2014 09:14

Ahja. Ich messe nachher mal die Ladespannung.
Wenn es dann zu viel ist, muss halt ein neuer Regler her.

Hab den Tipp auch schon von einem Kollegen bekommen.

Vielen Dank für die Tipps!

K3N 26.11.2014 14:59

Ladespannung ist gemessen.
Bei Motor aus: 12,97V
Bei Motor an: mehr als 16V bei 2000u/min

Also ist der Regler hin..

Zudem hat sich die Batterie nun auch verabschiedet. Hat das wohl nicht verkraftet.
Ist schön gewölbt und an einer Stelle entweicht die Flüssigkeit.

Heute morgen hat's auch noch 'ne Abblendlichtbirne durchgehauen.

Mache mich nun ans Werk und zerlege die LiMa um an den Regler ranzukommen.

Gruß

Ken

Teletubby 26.11.2014 21:52

Zitat:

Zitat von K3N (Beitrag 1732257)
Mache mich nun ans Werk und zerlege die LiMa um an den Regler ranzukommen.

Dafür muss man nicht viel zerlegen. Es reicht, die hintere schwarze Abedkkappe abzubauen, und schon ist der Regler zugänglich. Ich würde dazu aber unter allen Umständen den Minuspol der Batterie abklemmen.

Freundliche Grüße
Teletubby

K3N 26.11.2014 23:01

Ist längst geschehen.

Habe ich dann auch gesehen.

Die Batterie ist eh hinüber... -.-

Der neue Regler und eine neue Batterie sind aber bestellt :)

wolfi71 27.11.2014 09:50

Die Batterie holt man vom Schrottplatz, kostet einen 10 oder bei größeren 20€.

Crs 30.11.2014 11:18

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1732388)
Die Batterie holt man vom Schrottplatz, kostet einen 10 oder bei größeren 20€.

Und woher weisst du dann den inneren Zustand der Batterie? Es wird wohl kaum ein Schrotti mit nem Batterietester im Wert von paar hundert Euro da rum laufen und alle Batterien testen. Zumal er lieber den Pfand kassiert.
Und sag jetzt nicht an der gruene LED.

wolfi71 30.11.2014 11:26

Man nimmt einfach eine Lampe mit und ein Messgerät. So kann man den Ladezustand beurteilen. Ich habe vier Batterien beim Schrott geholt und die in meinem ABU rennt ungefähr 4 Jahre jetzt. Nur eine fiel nach knapp zwei Jahren aus. Die anderen zwei laufen alle klaglos, eine davon ist wirklich im Stress mit Kurzstreckenverkehr in einem Automatikfahrzeug.

Pfand kassiert kein Schrotter. Die geben die Batterien direkt an die Batterieverwerter ab. Bei größeren Batterien lohnt sich das auch für dich. Man kriegt zur Zeit ca 60-70ct/Kg. Aber die Mindestmenge sind oft 200-300kg zum abliefern.

Für dich am Rande: Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, wie Batterien zu beurteilen sind. Unser Schrotter, der strreicht mal kurz mit einem Stück Kabel über die Batterie und sagt dann okay oder nicht.

Crs 30.11.2014 15:47

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1732828)
Man nimmt einfach eine Lampe mit und ein Messgerät. So kann man den Ladezustand beurteilen. Ich habe vier Batterien beim Schrott geholt und die in meinem ABU rennt ungefähr 4 Jahre jetzt. Nur eine fiel nach knapp zwei Jahren aus. Die anderen zwei laufen alle klaglos, eine davon ist wirklich im Stress mit Kurzstreckenverkehr in einem Automatikfahrzeug.

Pfand kassiert kein Schrotter. Die geben die Batterien direkt an die Batterieverwerter ab. Bei größeren Batterien lohnt sich das auch für dich. Man kriegt zur Zeit ca 60-70ct/Kg. Aber die Mindestmenge sind oft 200-300kg zum abliefern.

Für dich am Rande: Ich habe in meiner Ausbildung gelernt, wie Batterien zu beurteilen sind. Unser Schrotter, der strreicht mal kurz mit einem Stück Kabel über die Batterie und sagt dann okay oder nicht.

Oh super, deine Ausbildung war vor gefuehlten 92 Jahren. Wolfi informier dich mal darueber wie man Batterien testet. Und eines versprech ich dir, der Ladezustand sagt ueberhauptnichts ueber den Zustand aus...

Mit ner Lampe und nem Messgeraet... :-lol-:

Schreibtisch 30.11.2014 16:13

Also mit ner Lampe belastet man die Batterie, mit dem Messgerät schaut man dann ob die Spannung die Batterie dabei hält. Ich denke damit kann man schon ganz gut eine Batterie abschätzen.

wolfi71 30.11.2014 17:45

Zitat:

Zitat von Schreibtisch (Beitrag 1732855)
Also mit ner Lampe belastet man die Batterie, mit dem Messgerät schaut man dann ob die Spannung die Batterie dabei hält. Ich denke damit kann man schon ganz gut eine Batterie abschätzen.

Zumal man bei einem halbwegs seriösen Schrotthändler die auch umtauschen kann, wenn die nichts taugt.

@crs: Da es Bleiakkus seit weit über 100 Jahren gibt, ist meine Ausbildung schon in der zweiten Hälfte passiert. Und da mein Arbeitgeber ziemlich viele und große Batterien betreibt und Wert darauf legt, dass die sachgemäß behandelt werden, kann man davon ausgehen, dass die Ausbildung sehr wohl sachgerecht erfolgte. Und meine Tätigkeit im Bereich ist noch weniger lange her wie die Ausbildung.

Crs 30.11.2014 18:00

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1732868)
Zumal man bei einem halbwegs seriösen Schrotthändler die auch umtauschen kann, wenn die nichts taugt.

@crs: Da es Bleiakkus seit weit über 100 Jahren gibt, ist meine Ausbildung schon in der zweiten Hälfte passiert. Und da mein Arbeitgeber ziemlich viele und große Batterien betreibt und Wert darauf legt, dass die sachgemäß behandelt werden, kann man davon ausgehen, dass die Ausbildung sehr wohl sachgerecht erfolgte. Und meine Tätigkeit im Bereich ist noch weniger lange her wie die Ausbildung.

Wenn ich bei der Gesellenpruefung zum Thema Batterie testen denen sagen wuerde, dass macht man mit ner Lampe und nem Multi, dann wuerden die mich fragen was ich die letzten 3,5 Jahre im Unterricht gemacht habe und koennte heim gehen. So prueft man keine Batterie auf seinen inneren Zustand!
Wenn du das so machen willst und dein Arbeitgeber damit zufrieden ist, dann mach das so. Wo arbeitest du nochmal, bei der Telekom?

wolfi71 30.11.2014 19:08

Kannst natürlich den ultimativen Test mit festgelegtem Anlasser machen. Nur tut das dem Anlasser nicht gut. Deswegen vermeide ich den Test. Und klar kann man die Batterie mit 200A belasten und so die Spannung messen. So ist es ja vorgesehen. Mir reicht es aber den Innenwiderstand der Batterie zu sehen. Was die Batterie letztlich bei -20° leistet, das sieht man erst, wenn es so weit ist.

Die Batterien im Geschäft hatten 2x30 Zellen und Kapazitäten ab 450Ah aufwärts. Seit da Elektronik steht sind Kapazitäten ab 1500Ah je Einheit üblich. Die werden aber im Vergleich zu Starterbatterien geringer beansprucht (E10), müssen aber auch 20 Jahre halten.

Teletubby 30.11.2014 20:59

Hallo!

Ich weiß ja nicht, ob meine Meinung hier gefragt ist. Aber ich sage sie einfach mal:

Um den Erhaltungszustand (was etwas Anderes ist als der Ladezustand) beurteilen zu können, muss man die Batterie zur Spannungsmessung belasten, und zwar erheblich. Denn nur dann lässt sich der Innenwiderstand (Die Ersatzschaltung jeder Batterie ist eine Urspannungszelle mit in Reihe geschaltetem Widerstand = dem Innenwiderstand) durch den Spannungsabfall an diesem wirklich beurteilen. Eine Belastung macht meiner Meinung nach bei einer Autobatterie mit 45 ... 70 Ah erst ab einem Strom von etwa 100 Ampere an aufwärts wirklich Sinn. Bei einer geringen Stromentnahme mit z.B. einer Blinkerbirne (21 Watt] ändert sich der Spannungabfall auch bei einer unbrauchbaren (weil z.B. sulfatierten) Batterie kaum, so dass sie bei diesem Test möglicherweise als "In Ordnung" durchgehen würde, was sie in Wirklichkeit aber nicht ist.

Aus diesem Grund haben professionelle Batterietestgeräte, wie sie z.B. Autoelektrikbetriebe haben, einen entsprechenden niederohmigen Belastungwiderstand hoher Belastbarkeit, der in der Praxis nur aus ein paar dicken, im Zick-Zack angeordneten Metallstreifen besteht. Der damit gemachte Batterietest darf nicht zu lange dauern, weil sonst sowohl die Batterie als auch das Testgerät unzulässig heiß werden können.

Freundliche Grüße
Teletubby

Crs 30.11.2014 21:16

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1732880)
Kannst natürlich den ultimativen Test mit festgelegtem Anlasser machen. Nur tut das dem Anlasser nicht gut. Deswegen vermeide ich den Test. Und klar kann man die Batterie mit 200A belasten und so die Spannung messen. So ist es ja vorgesehen. Mir reicht es aber den Innenwiderstand der Batterie zu sehen. Was die Batterie letztlich bei -20° leistet, das sieht man erst, wenn es so weit ist.

Die Batterien im Geschäft hatten 2x30 Zellen und Kapazitäten ab 450Ah aufwärts. Seit da Elektronik steht sind Kapazitäten ab 1500Ah je Einheit üblich. Die werden aber im Vergleich zu Starterbatterien geringer beansprucht (E10), müssen aber auch 20 Jahre halten.

Wolfi, jetzt mal ehrlich, aber kopier doch nicht alles was im KFZ Tech steht. Das hilft dir nicht weiter weil es schon lange ueberholt ist.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1732898)
Hallo!

Ich weiß ja nicht, ob meine Meinung hier gefragt ist. Aber ich sage sie einfach mal:

Um den Erhaltungszustand (was etwas Anderes ist als der Ladezustand) beurteilen zu können, muss man die Batterie zur Spannungsmessung belasten, und zwar erheblich. Denn nur dann lässt sich der Innenwiderstand (Die Ersatzschaltung jeder Batterie ist eine Urspannungszelle mit in Reihe geschaltetem Widerstand = dem Innenwiderstand) durch den Spannungsabfall an diesem wirklich beurteilen. Eine Belastung macht meiner Meinung nach bei einer Autobatterie mit 45 ... 70 Ah erst ab einem Strom von etwa 100 Ampere an aufwärts wirklich Sinn. Bei einer geringen Stromentnahme mit z.B. einer Blinkerbirne (21 Watt] ändert sich der Spannungabfall auch bei einer unbrauchbaren (weil z.B. sulfatierten) Batterie kaum, so dass sie bei diesem Test möglicherweise als "In Ordnung" durchgehen würde, was sie in Wirklichkeit aber nicht ist.

Aus diesem Gund haben professionelle Batterietestgeräte, wie sie z.B. Autoelektrikbetriebe haben, einen entsprechenden niederohmigen Belastungwiderstand hoher Belastbarkeit, der in der Praxis nur aus ein paar dicken, im Zick-Zack angeordneten Metallstreifen besteht. Der damit gemachte Batterietest darf nicht zu lange dauern, weil sonst sowohl die Batterie als auch das Testgerät unzulässig heiß werden können.

Freundliche Grüße
Teletubby

Du darfst deiner Meinung gerne kund tun. Und soweit hast du auch absolut Recht. Der Schwachsin mit einer Lampe eine Batterie testen zu wollen ist wie mit einem Messer zu ner Schiesserei zu kommen...

Aber auch die Testart mit dem Belastungswiderstand ist bereits seit einiger Zeit weit ueberholt, da hierbei die Batterie soweit entladen wird, dass der Kunde der damit in die Werkstatt kam, ersteinmal ohne das Fahrzeug Heim laufen darf, da diese danach erst einmal neu geladen werden muss.

Und bevor wolfi meint er muesse mit mir weiter darueber diskutieren wie man eine Batterie prueft, will ich doch noch einmal ins Gedaechtnis rufen, dass ich KFZ Mechatroniker fachrichtung System und Hochvolttechnik mache. Wir sind auf Elektronik spezialisiert. Was nicht heisst, das wir nur URI oder PUI kennen, wir programmieren auch und bauen unsere eigenen Steuerung.

Aber nur um es jetzt mal zu klaeren, eine Batterie wird auf ihren zustand mit "Neuester Technik" durch ein hochfrequentes Signal, welches durch die Zellen geschickt wird, geprueft. Auf diese weise kann man sogar zu 100% genau messen in welchem Zustand sich die Bleiplatten befinden

noch was @wolfi, wenn du mir immer noch nicht glaubst, kannst du gerne mal nach Karlsruhe kommen, dann nehm ich dich mit ins Labor und zeig dir ein paar Dinge die KFZ Tech und google nicht hergeben.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 20:40 Uhr.

Powered by vBulletin®