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-   -   Welches Öl auf 2 Liter GTI Aggregat? (http://www.golf3.de/showthread.php?t=118325)

G3Variant 17.12.2013 18:09

Welches Öl auf 2 Liter GTI Aggregat?
 
Nabend zusammen.

Vorab entschuldigt wenn es einen ähnlichen Threat bereits gibt, und ich ihn übersehen habe.

wollte fragen welches Öl ich am besten auf einem Golf 3 Gti Motor fahre.

bzw. was fahrt Ihr auf euren Gti's, seit ihr zufrieden oder nicht usw.?

Vielen Dank.

Grüße Fabi.

derk 17.12.2013 18:22

10W40, jedes Jahr ein Ölwechsel und fertig

Grüße

G3Variant 17.12.2013 18:32

Zitat:

Zitat von derk (Beitrag 1660126)
10W40, jedes Jahr ein Ölwechsel und fertig

Grüße

Mir wurde von meiner Clique auch 10W40 empfohlen, viele meinten Castrol.
was fahrt Ihr? (Marke) ;)

Gruß

derk 17.12.2013 18:45

Marke? keine Ahnung :D ich hab 2 20 Liter Kannister in der Werkstatt stehen^^

Bei solchen alten Motoren musste du dir eigentlich keine Sorgen um soetwas machen. Mein Motor muss auch die Extreme aushalten und am Öl wird das wohl net so schnell scheitern :P

Grüße

skywaker 17.12.2013 18:45

ich fahre auch 10w40 noname öl und hab noch nie Probleme gehabt wechsel aber laut vw Intervalle

derk 17.12.2013 18:46

Ich wechsel spätestens 1 mal im Jahr, ist vllt etwas übertrieben, aber mein Motor muss glaub ich auch etwas mehr mitmachen als bei den meisten anderen :D

wolfi71 17.12.2013 18:50

Auf den Motor gebe ich überhaupt kein Öl. Ich fülle das in den Motor.

G3Variant 17.12.2013 18:53

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1660142)
Auf den Motor gebe ich überhaupt kein Öl. Ich fülle das in den Motor.

Danke für dein hilfreiches Kommentar! ;) xD
muss ich nichts zu sagen!

Polofahrer 17.12.2013 18:55

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1660142)
Ich fülle das in den Motor.

Ich in die Ölwanne :-lol-:

G3Variant 17.12.2013 19:04

Zitat:

Zitat von Polofahrer (Beitrag 1660147)
Ich in die Ölwanne :-lol-:

Haha ja ich auch xD.
aber sinnlos dumme Kommentare von Klugscheissern gibt es immer!

Sceals 17.12.2013 19:34

Man muss auch mal Spaß verstehen ;)

Auf meinem GTI ist aktuell 5W40 drauf. Als nächstes kommt allerdings wegen der Leistungssteigerung ein 5W50 oder 10W60. Einfach, um nicht irgendwann krumme Pleuel zu haben, wenn der Motor stark belastet wird.

Mit 0W40, 5W40 oder 10W40 machste nichts verkehrt. Ist dann noch die VW-Norm auf dem Kanister drauf, biste auf der sicheren Seite. Marke ist da relativ egal.

Ing66 17.12.2013 21:54

Zitat:

Zitat von Sceals (Beitrag 1660164)
Man muss auch mal Spaß verstehen ;)
Auf meinem GTI ist aktuell 5W40 drauf. Als nächstes kommt allerdings wegen der Leistungssteigerung ein 5W50 oder 10W60. Einfach, um nicht irgendwann krumme Pleuel zu haben, wenn der Motor stark belastet wird.
Mit 0W40, 5W40 oder 10W40 machste nichts verkehrt. Ist dann noch die VW-Norm auf dem Kanister drauf, biste auf der sicheren Seite. Marke ist da relativ egal.

Mit dem letzten Teil bin ich nicht einverstanden.
Kleine Zusammenfassung aus 5 Jahren in der Tribologie:

ÖL- Qualität:
Diese ist NICHT mit der Viskosität zu verwechseln !
Gemessen wird sie in den API Klassen, steht auf jeder Ölflaschenrückseite:

BENZINER :
SB (Niedrigste Klasse, entspricht dem Stand von 1930)
SC (entspricht dem Stand bis 67)
SD (entspricht dem Stand bis 1971)
SE (entspricht dem Stand bis 1980)
SF (entspricht dem Stand nach 1980)
Je höher der Index nach dem "S" desto hochwertiger !

DIESEL:
CA (Dieselsauger 1940 bis 1950)
CB (Dieselsauger 1950 bis 1960)
CC ( leicht aufgeladenen Diesel ab 1961)
CD (aufgeladener Diesel ab 1955)
Je höher der Index nach dem "C" desto hochwertiger !

VISKOSITÄT:
Die wird in den SAE Klassen gemessen.
Die Zahlenfolgen mit dem "W" in der Mitte sagen etwas über die Viskosität = Zähflüssigkeit bei bestimmten Öltemperaturen aus.

- Die Zahl VOR dem „W“ (z.B. 5W...) sagt etwas darüber aus wie "dünn" das Öl bei ca. 15 Grad Öltemperatur ist.
- Je kleiner die Zahl, desto dünnflüssiger: 20W ist am dicksten, 0 W das dünnste.
- Je dünnflüssiger desto schneller die sog. "Durchölungszeit". die Zeit von der ersten
Umdrehung bis überall Öl im Motor ist.
- Das spielt beim Kaltstartverschleiß eine Rolle, der Verschleiß beim Kaltstart
entspricht etwa 200 km fahren auf der Autobahn.
- Der Unterschied zwischen 0W... und 15 W macht sich allerdings erst unter -5/-10
Grad bemerkbar, deshalb für Sommer- /Saison-/Rennfahrzeuge VÖLLIG uninteressant.

- Die Zahl NACH dem "W" (z.B. ...W40) sagt etwas darüber aus wie "dünn" das Öl bei 100 Grad Öltemperatur ist.
- Auch hier: je kleiner die Zahl, desto dünnflüssiger und je höher desto zähflüssiger.
- ..W60 ist am dicksten, W 30 das dünnste.
- Je dünner, also je kleiner die Zahl hinter dem W, desto schlechter der Öldruck bei hohen Öltemperaturen

FAQ, Häufige Fragen:

-WANN nimmt man 10W60?:
bei hohen Öltemperaturen, z.B. bei getunten Motoren, viel hohen Drehzahlen, bei Rennfahrzeugen, bei viel Autobahn, kein Ölkühler etc...

-WANN nimmt man ein 0W30?:
bei Wintersaisonautos, bei viel Kurzstrecke, bei Neuwagen, bei Autos die NUR Synthetik Öl gefahren sind!! (Reinigungsadditive)


VOLL-SYNTHETIK oder MINERALISCHES ÖL ?
Die Öle mit der Viskosität 15W40 sind fast alle "mineralische" Öle.
Das heißt sie sind ganz normal aus Erdöl und fossilen Brennstoffen hergestellt.
Diese verbrennen nicht rückstandsfrei und führen zu Ölkohleablagerungen im Brennraum und in anderer Form auch teilweise im Ölkreislauf.
Die Öle mit den Viskositäten 10W40 sind sog. "teil-synthetische" Öle,
ein mineralisches Öl mit synthetischen Zusätzen.
Alle Öle mit Viskositäten 5W30, 5W40, 0W30, 10W60, etc. sind "Voll-synthetische" Öle, die wie der Name sagt komplett künstlich hergestellt wurden.

MISCHBARKEIT:
Per Gesetz MÜSSEN alle Öle miteinander mischbar sein.
Nur wird die Mischung eher die Eigenschaften des "schlechteren" Öles haben...

KANN ICH WECHSELN (Synthetisch auf Mineralisch) ?
Grundsätzlich sollte man möglichst bei der Art von Öl bleiben die der Motor "gewöhnt" ist.
Ein Umstieg von vollsynth. auf mineralisch geht jedoch ohne Risiko, nur nicht mehr zurück.

KANN ICH WECHSELN (Mineralisch auf synthetisch) ?
NEIN ! Jedes vollsynth. Öl enthält Reinigungsadditive die Ölschlamm verhindern und Ablagerungen lösen.
Das Lösen der Ablagerungen vom mineralischen Öl kann (muss nicht) Folgen haben:
- Kompression sinkt (Ablagerungen hatten Kolbenringe abgedichtet)
- Kompression sinkt oder geht verloren (Ablagerungen hatten Auslassventile abgedichtet)
- Motor verbrennt mehr ÖL (Kolbenringe undicht)
- Motor verliert ÖL (Ablagerungen hatten Dichtungen abgedichtet)

- WARUM schreiben alle Hersteller mittlerweile z.B. 0/5W30 vor?
weil der Spritverbrauch dadurch sinkt, schnellere Durchölung = weniger Reibung=
weniger Verbrauch
- weil das vollsynth. Öl bei Neuwagen die das von Anfang an fahren MÜSSEN, besser ist
- weil heutzutage kaum hohe Öltemperaturen mehr vorkommen (zu viel Verkehr,
Öl/Wasserwärmetauscher etc.)
- weil sie über die Pflicht, Garantie und bestimmte Markenbindung viel Geld damit verdienen

FAZIT:
- Vollsynthetsiches ÖL ist in der Summe der Eigenschaften besser als Mineralisches Öl, es hat mehr Sicherheitsreserven bei hohen Temperaturen und im Kaltstart
- ABER, meistens "braucht" man vollsynthetisches Öl nicht (siehe oben)
- Wenn man nicht weiß womit der Motor bisher lief, besser mineralisches oder max. teilsynth. Öl verwenden

golf3gt94 17.12.2013 22:09

Zitat:

Zitat von Sceals (Beitrag 1660164)
Auf meinem GTI ist aktuell 5W40 drauf. Als nächstes kommt allerdings wegen der Leistungssteigerung ein 5W50 oder 10W60. Einfach, um nicht irgendwann krumme Pleuel zu haben, wenn der Motor stark belastet wird.

Wer hat dir denn das erzählt? :D Das Öl kann keine krummen Pleuel verhindern!
Öl mit höherer Heißviskosität (50 oder 60) wird i.d.R. in Rennmotoren oder hochbelasteten Straßenmotoren eingesetzt, wo die Öltemperatur extrem hoch werden kann. Damit bei so heißem Öl noch der nötige Druck erzeugt werden kann muss es bei hohen Temperaturen dickflüssiger sein, wie z.B. ein 30er oder 40er Öl.
Ich denke das kannst du dir für deinen Golf, auch mit Tuning, sparen. Ein gutes vollsynthetisches 5W40 sollte da locker reichen.

Sceals 18.12.2013 10:42

Und wer sagt dir, dass bei meinem die Öltemperatur nicht extrem hoch geht? Über 120°C sind da kein Problem ;)
Wird aber nicht oft erreicht, weil man nicht ständig damit am heizen ist. Bei normaler Fahrweise bleibt der bei ~100°C.

Peter[OG] 18.12.2013 12:49

Mobil 1 0W-40.

wolfi71 18.12.2013 13:23

krumme Pleuel gibt es bei Kolbenfressern, manchmal reißen die dann auch ab und der Rest durchschlägt das Kurbelgehäuse nach außen.

Für die normalen Motoren im Golf ist 10W40 oder 15W40 okay, wer viel Kurzstrecke im Winter fährt, der kann auch ein 5W-40 oder so was nehmen. Wichtiger als die Marke ist, dass es die VW-Norm einhält. Man kann eh nie so genau sagen, wer das für Öl in dem Kanister nun wirklich hergestellt hat. Es gibt da einen Nebenmarkt und weitere Ungereimtheiten.

MirKesBre 18.12.2013 14:10

Zuerst einmal Danke für den sehr verständlichen Beitrag von Ing66.

Bei der Frage, welches Öl man fahren soll/muss/kann, scheiden sich immer wieder die Geister, gerade bei alten Autos wie zB dem Golf 3.

Ich fahre seit meinem ersten Golf 3 (mittlerweile habe ich den dritten und noch einen Winterpassat) schon eh und je 10 W 40. Ich achte auf die Normen, nicht auf den Hersteller. Ich hatte auch schon Öl aus einem Resteverkauf in einer Postenbörse gefahren, 10 W 40, 5l für ich glaube 10 oder 12 € der Kanister. Aber nur deswegen, weil das Öl die passenden Normen hatte.

Ich hatte auch schon lang mit dem Gedanken gespielt, bei meinem jetzigen GTI 2E auf 5 W 40 umzusteigen. Das Auto habe ich erst seit Februar und der letzte Ölwechsel wurde noch vom Vorbesitzer gemacht kurz vor Kauf.

Das Auto hat 147 tkm, verbraucht kein Öl (in 9 tkm vielleicht einen halben Liter), habe aber trotzdem etwas Sorge, dass beim Umstieg auf 5 W 40 der Ölverbrauch zunimmt und eben wie auch schon vorher erwähnt Dichtungen zu lecken beginnen. Die Ventildeckeldichtung habe ich vor kurzem erneuert da undicht, der Rest der Dichtungen und Simmerringe wird vermutlich noch die ersten sein.

Deshalb bin ich mir echt nicht sicher mit dem Umstieg von 10 W 40 auf 5 W 40. Obwohl ich 5 W 40 lieber hätte, in großen Gebinden (20 l) bekommt man es recht günstig und es hat eben bessere Schmiereigenschaften beim Kaltstart.

renmas 18.12.2013 14:20

Den Umstieg von 10W40 auf 5W40 kannst du bedenkenlos machen. Da werden nicht gleich sämtliche Dichtungen anfangen undicht zu werden, dazu ist der Unterschied zu gering.

MirKesBre 18.12.2013 14:22

Das denke ich mir auch, nur ich würde dann nicht zu vollsynthetischem Öl mit viel Reinigungszusätzen greifen. Eher teilsynthetisch und im mittleren Preissegment.

renmas 18.12.2013 14:28

Die Viskosität der beiden Öle (5w40 / 10w40) ist bei Betriebstemperatur sowieso gleich! Der Unterschied liegt nur darin, bis zu welcher maximalen Temperatur unter dem Gefrierpunkt das Öl noch pumpbar ist.
Achte auf die Freigabe des Herstellers und auf Markenqualität. Würde zu Addinol greifen.

MirKesBre 18.12.2013 14:47

Das Addinol kam mir auch in den Sinn, da es recht günstig ist, die Herstellerfreigaben erfüllt und zudem auch bei Praktiker im Ausverkauf zu haben war/ist, nur unter anderem Namen.

Alternativ käme mir auch Meguin in den Sinn.

renmas 18.12.2013 14:51

Schau mal ob Addinol das : Addinol SAE 5W/40 Super Light MV 0546 für deinen Motor freigibt.
Das ist mit eins der besten Öle und übers Internet sehr günstig zu beziehen.

Peter[OG] 18.12.2013 15:19

Immer wieder Interessant.

Mittlerweile über 3.000 Seiten rund ums Motoröl:
Welches Motoröl? (Stammtisch rund ums Öl!) : Fahrzeugtechnik

Entscheide selber was du deinem Motor zumuten willst.
Motoröl im Kältetest bei minus 22 Grad Celsius | 1080p HD | Öltest -22 C° - YouTube

Zum Wechsel zwischen diversen Ölen und den damit rumgeisternden Märchen schreibe ich an dieser Stelle nichts, das wird in meinem ersten verlinkten Thread von jemanden erklärt der sich damit auskennt.

Sceals 18.12.2013 19:17

Kurzum zusammengefasst:
Ist dir das zähe kalte Öl im Winter egal, nimm 10W40.
Soll das Öl im Winter schneller an die entscheidenden Stellen kommen, dann 0W40.
Ein Zwischending wäre dann das 5W40.


In meinem Wintergolf hatte ich auch nur ein 10W40. Einzig bemerkbarer Unterschied, zum Ganzjahresgolf davor mit 5W40, war ein etwas längeres klackern der Hydros im tiefen Winter, das vielleicht einen Unterschied von ein bis zwei Sekunden hatte.

G3Variant 18.12.2013 19:34

Der Gti wird sowieso nur diesen Winter gefahren, danach nurnoch Saison.
Ich tendiere daher zum 10W40.

Danke für die echt hilfreichen Antworten!

Grüße

Ing66 19.12.2013 14:56

Das Video mit den Ölviskositäten ist recht anschaulich und das kann ich aus den Prüfstandsversuchen auch bestätigen.
Nur.... gilt das eben für die erwähnte Temperatur von -22 Grad. Wie das bei üblicheren Temperaturen aussieht ist etwas ganz anderes. Soweit ich mich erinnere, machte sich die Durchölungszeit erst bei niedriger als - 5 Grad wirklich langsam bemerkbar. Insofern würde ich das 0W oder 5W Risiko (beides vollsynthetisch) mit den Reinigungsadditiven nur dann eingehen wenn ich wirklich länger in den Temperaturbereich unterwegs bin.
Gerade beim Golf Motor habe ich damals meine eigenen Erfahrungen gemacht, als ich aus Unkenntnis Castrol SLX 0W30 in unseren Golf 2 mit ca. 150000 km eingefüllt habe weil ich es umsonst bekommen habe. Wenn ich nachher zuhause bin stelle ich mal Bilder vorher/nachher ein..
Der Umstieg von 15W40 auf 10W40 teilsynthetisch geht problemlos, schon zig Mal gemacht.

wolfi71 19.12.2013 15:22

Der erste Link ist viel Stammtisch und der zweite teilt, zumindest mir, keine Neuigkeiten mit.

Ing66 19.12.2013 22:31

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Bild 1 zeigt den Golf Zylinderkopf wie er nach > 100000 Km mit mineralischen 15W 40 aussah.

Bild 2 zeigt ihn nach Ölwechsel und ein paar hundert Kilometer mit synthetischem 0W30 Öl. Alle Ablagerungen sind weg. Das Aluminium durch sog. "Reibungsverbesserer" (Friction Modifier) beschichtet. Der Motor war danach an vielen Dichtungen undicht (Ventildeckel, Ölwanne, Simmering) und hatte danach erstmals Ölverbrauch.

Bild 3 ist von einem Prüfstandslauf den ich gemacht habe mit einem durch 100% Glykol auf -40 Grad Celsius runtergekühltem Motor.


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