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Elke 03.06.2013 21:08

Getriebeschaden?
 
Hallo miteinander,

habe folgendes Problem an meinem Golf3 Variant Bj.1997 Km.-Stand 160.000

Mein Schaltknauf (Schalthebel) hat in allen eingelegten Gängen viel "Spiel" und lässt sich hin und herbewegen.

Der erste Gang lässt sich manchmal nicht richtig einlegen andere dagegen gehen"Butterweich"rein.

Vielen Dank im vorraus für Eure Antworten :o)

Eure Elke

.arwn00R 03.06.2013 21:12

Das liegt in den meisten Fällen an einer Kunstoffkugel am Schaltgestänge, die sich mit der Zeit auflöst.

http://data.motor-talk.de/data/galle.../das-44811.JPG

Die weisse Kugel links vom grünen Pfeil.

heeler95 03.06.2013 21:15

schon mal das Getriebeöl gewechselt ? Bei 160.000 ist das gern mal ein Problem für unsauberes Schalten. Hatte selbiges bei mir mit dem 5. wenn die Karre warm gefahren ist. ;) Gang ging kaum rein.

Und wie definierst du viel ? Ich hab auch a bissl, aber wir haben alte Autos und wenn das Getriebe noch das erste ist, kann es gut sein, dass da mal etwas Spiel vorkommt denke ich :)

Teletubby 03.06.2013 21:40

Hallo!

Ich würde als erstes dem Hinweis von .arwn00R (siehe Beitrag 2) nachgehen. Denn Spiel in der Schaltübertragung kann ja schlecht am Getriebeöl liegen.

Freundliche Grüße
Teletubby

heeler95 03.06.2013 21:45

Das schlechte Schalten in einen Gang rein allerdings schon ;)

chris rock 03.06.2013 23:27

Da sind es wohl ehr die Synchronringe vom 5. Gang statt das Öl.
=)
Wobei neues Öl auch etwas Linderung verschaffen kann.

max 03.06.2013 23:30

Zu 99,9 % Prozent ist es die Kugel am Schaltgestäge !

Elke 04.06.2013 00:07

Hallo,

danke für Eure Antworten aber ehrlich gesagt bin ich nun auch nicht schlauer. ;o)

Ok, ich versuche das Problem etwas genauer zu erklären.

also das war so:

vor 4 Wochen wollte ich "Neu-TÜV" machen lassen (abgelaufen) und bin Gnadenlos durchgefallen.

Also ab in die Werkstatt um folgende Mängel beheben zu lassen.

( Bis dahin keinerlei Schaltprobleme oder "Spiel/Hohl-Raum der eingelegten Gänge", spürbar am Schaltknauf/Hebel bis zu 3 cm!! )
schlacker schlacker schlacker! ....ich such mal meinen richtigen Gang.......

-Scheibenwischer hinten verschlissen.
-Türscharnier links vorne, Funktion mangelhaft!!!
-Reifen 1. Achse links und rechts einseitig abgefahren ( Neue wurden montiert )
-Querlenker 1. Achse links Gummilagerung beschädigt.

Also nichts, aber auch gar nichts was mit der Schaltung zu tun hat!!

Nach dem erfreulichen Anruf meiner Werkstatt ( Ihr Auto hat nun NEU-TÜV ) und einigen Euro´s weniger setzte ich mich in mein Auto und merkte sofort das meine Schaltung anders reagierte wie zuvor.
( Haben die wohl die Kupplung nachgestellt, die Sie vor 6 Monaten neu eingebaut haben?? geht das überhaupt noch?? mhhhh, ich bin ja auch kein Mechaniker aber die werden schon wissen was Sie tun!! )

Oder doch nicht?? das Schaltproblem wurde seit dem schlimmer und mein Geldbeutel schmaler und deswegen meine Fragen an Euch!!! :o))))

Was ist mit meinem Auto los??? ;o))) Was hat es den für eine Krankheit???
Kann ich was als Laie selber machen ? um Geld zu sparen??

Liebe Grüssse aus Dußlingen
Eure Elke

.arwn00R 04.06.2013 00:14

Du kannst mal schauen, ob die weisse Kugel an der beschriebenen Stelle noch vorhanden ist.

Teletubby 04.06.2013 08:59

Hallo!

Zitat:

Zitat von Elke (Beitrag 1604337)
"Neu-TÜV" ... Scheibenwischer hinten verschlissen.
-Türscharnier links vorne, Funktion mangelhaft!!!
-Reifen 1. Achse links und rechts einseitig abgefahren ( Neue wurden montiert )
-Querlenker 1. Achse links Gummilagerung beschädigt.

Also nichts, aber auch gar nichts was mit der Schaltung zu tun hat!!

Die Gangschaltung ist auch nicht Gegenstand einer TÜV-Untersuchung, weil sie üblicherweise keinen nennenswerten Einfluss auf die Verkehrssicherheit eines Kraftfahrzeuges hat.


Zitat:

Zitat von chris rock (Beitrag 1604317)
Da sind es wohl ehr die Synchronringe vom 5. Gang statt das Öl.

Dazu fällt mir nur ein einziges Wort ein: Blödsinn!

Erstens gibt es nur einen einzigen Synchronring pro Gang (ohne Rückwärtsgang). Zweitens verschleißt die Synchronisation des fünften Ganges üblicherweise am allerwenigsten von allen Gängen, weil der fünfte Gang mit Abstand am seltensten von allen Gängen geschaltet wird. Wenn eine Synchronisation die Verschleißgrenze erreicht, dann ist es in den allermeisten Fällen zuerst die des zweiten Ganges. Drittens kann die Synchronisation schlecht Einfluss auf das Spiel in der Schaltübertragung haben.

Statt eines solchen Quatsches zu schreiben, sollte man doch besser den Mund halten bzw. die Finger von der Tastatur lassen.

An Stelle von Elke würde ich als erstes die Ursache für das Spiel in der Schaltübertragung klären und beseitigen. Das sollte nicht allzu schwierig sein. Wenn eine Person im Innenraum den Schalthebel bewegt und eine andere die Gestänge vom Motorraum aus beobachtet, lässt sich das meistens schon erkennen.


Übrigens:

Zitat:

Zitat von chris rock (Beitrag 1604317)
statt das Öl.

es heißt nicht "statt das Öl", sondern "statt des Öles" (= Genitiv = zweiter Fall = Wes-Fall).


Freundliche Grüße
Teletubby

wolfi71 04.06.2013 09:25

Hallo Elke,

also die Reifen wurden nur gewechselt und die Vorderachse nicht vermessen? Bei einseitig abgefahren Reifen muss die Vorderachse vermessen und eingestellt werden.

Nach dem Querlenker sollte da, je nach Montageart, auf jeden Fall die Einstellung gemacht worden sein.

Übrigens gibt es für die Schaltung Reparatursätze, die das Spiel begrenzen. Oftmals ist unten am Schalthebel die Lagerung ausgeschlagen. Zum anderen ist vorne an der Übertragung oftmals bei der Montage nicht zu erst der Clip aufgemacht worden und dann erst die Kugel abgeclipst worden, sondern das wurde einfach runter gedrückt. Effekt bei den alten Dingern, das bricht. Kostenpunkt ca 2€, Arbeitszeit ca 5 Minuten für einen Laien. Mitunter bricht das Plastik auch einfach so durch Zufall.

Die Kupplung ist eigentlich, wenn der richtige Zug eingebaut ist, selbstnachstellend.

VW empfiehlt im Wartungsplan den Ölwechsel im Getriebe nach 150.000km bei Schaltproblemen. Das sollte man generell machen.

Elke 04.06.2013 19:56

Hallo miteinander,

wollte Euch mitteilen das mein Schaltproblem behoben bzw. repariert wurde.

Heute morgen war ich in "meiner" Autowerkstatt und es wurde gleich erkannt das die Umlenkwelle keine weiße Kugel mehr hatte. Die hatte sich wohl altersbedingt verabschiedet!
Ersatzteil wurde bestellt, 5 Stunden später ruckzuck eingebaut und ich kann wieder wunderbar schalten! Grosses Lob an meine Werkstatt!

Ein noch grösseres Lob an Euch Mitglieder, die dieses Problem sofort (aus der Ferne) erkannt haben!! Vielen vielen Dank!!

Eure Elke

cosmopol_b 04.06.2013 20:52

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1604386)
Zweitens verschleißt die Synchronisation des fünften Ganges üblicherweise am allerwenigsten von allen Gängen, weil der fünfte Gang mit Abstand am seltensten von allen Gängen geschaltet wird. Wenn eine Synchronisation die Verschleißgrenze erreicht, dann ist es in den allermeisten Fällen zuerst die des zweiten Ganges.

Danke für die Ausführung Manfred. Ich meine aber, der Verschleiß ist bei niedrigen Gängen außer dem ersten Gang vor allem deshalb höher, weil die Differenz der Übersetzung dort am höchsten ist, und die Synchronringe somit einen tendenziell größeren Drehzahlunterschied zwischen Aus- und Eingangswelle durch Reibung ausgleichen müssen. Durch das weit verbreitete Reindrücken der Gänge verschleißen die Synchronringe dort mehr als beispielsweise beim 5. Gang, auch wenn alle Gänge gleichermaßen scheiße geschaltet werden. Dein Argument mit der Anzahl der Schaltvorgänge ist natürlich trotzdem richtig und verstärkt o.g. Effekt.


Gruß,
daniela

Teletubby 04.06.2013 21:26

Hallo Daniela,

Zitat:

Zitat von cosmopol_b (Beitrag 1604652)
Danke für die Ausführung Manfred. Ich meine aber der Verschleiß ist bei niedrigen Gängen außer dem ersten Gang vor allem deshalb höher, weil sich die Differenz der Übersetzung dort am höchsten ist und die Synchronringe somit einen tendenziell größeren Drehzahlunterschied zwischen Aus- und Eingangswelle durch Reibung ausgleichen müssen. Durch das weit verbreitete Reindrücken der Gänge verschleißen die Synchronringe dort mehr als beispielsweise beim 5. Gang, auch wenn alle Gänge gleichermaßen scheiße geschaltet werden. Dein Argument mit der Anzahl der Schaltvorgänge ist natürlich trotzdem richtig und verstärkt o.g. Effekt.


Gruß,
daniela

Du beeindruckst mich mit Deinem Fachwissen und Deiner Fähigkeit, es in Worte zu fassen. Ersteres speziell als Frau. Ich habe nicht die geringsten Einwände zu dem, was Du schreibst. Den Effekt, den Du beschreibst, kann man dadurch verringern, dass man beim Hochschalten nach Herausnehmen des vorigen Ganges bei getretener Kupplung eine kleine Pause macht, bevor man in den nächsten Gang schaltet. Das sorgt dafür, dass die Getiebeeingangswelle schon durch ihre Reibung langsamer wird, was die anschließende Synchronisation erleichtert und beschleunigt.

Eins kommt in den niedrigen Gängen (speziell erster und zweiter) noch hinzu: Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen. Bei jedem dieser Schaltvorgänge muss die Getriebeeingangswelle samt Kupplungscheibe durch die Synchronisation von einer niedrigen auf eine hohe Drehzahl beschleunigt werden. Während dieser gesamten Synchronisationszeit schleift die Synchronisation und verschleißt.

Ich habe mir derartiges Zurückschalten schon vor Jahrzehnten abgewöhnt. Zum Bremsen ist die Bremse da. Ich wechsele lieber Bremsbeläge als Getriebesynchronisationen oder Kupplungen.

Grüße
Manfred

Edit:
Außedem kannst Du einen ganzen Absatz fehlerfrei schreiben! Das ist hier auch nicht die Regel.

Raven761 04.06.2013 21:57

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1604685)
Eins kommt in den niedrigen Gängen (speziell erster und zweiter) noch hinzu: Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen. Bei jedem dieser Schaltvorgänge muss die Getriebeeingangswelle samt Kupplungscheibe durch die Synchronisation von einer niedrigen auf eine hohe Drehzahl beschleunigt werden. Während dieser gesamten Synchronisationszeit schleift die Synchronisation und verschleißt.

Ich bin der Meinung, dass wenn man sich Zeit beim Schaltvorgang lässt die (wie du es beschrieben hast) nur eine geringe Abnutzung stattfindet. Ich mache dies seit Jahren und bremse fast ausschließlich mit dem Motor um die Schubabschaltung sinnvoll zu nutzen. Bisher ist mir kein Verschleiß hörbar aufgefallen und als das Getriebe offen war, waren keine Spuren davon zu entdecken. Die Bremsbacken habe ich daher auch schon seit fast 80tkm drin und sie sind kaum verschlissen. Eine Zeit lang habe ich auch Zwischengas angewendet um die Drehzahl anzupassen, habe es dann wieder gelassen.

Die Meinung von Nordhesse wäre interessant :)

Golfschrauber,1,2,3 04.06.2013 22:41

Gewohnt von den schweren Fahrzeugen in der Firma,fahr ich persönlich bergab auch mit Motorbremsung,aber bevor ich runter schalte,wird annähernd/höher auf die höhere Drehzahl mit doppelkuppeln vorsynchronisiert(beschleunigt).
Wenn man schon mal mit gerissenem Kupplungszug gefahren ist,bekommt man ziemlich schnell ein Gefühl dafür... :D

Was die Synchronringe natürlich auch stresst,sind viele Kurzstreckenfahrten,da das Getriebeöl noch nicht auf Temperatur ist.

cosmopol_b 04.06.2013 22:45

Ich bekomm immer rote Bäckchen bei zuviel Lob, mach das nicht ;) Mein Freund hat drauf bestanden dass ich das Getriebe in seiner Funktion verstehe, damit ich selbst drauf komme wie man richtig schaltet. Fand ich erst nervig und anstrengend, mittlerweile weiß ich das zu schätzen.


Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1604685)
Den Effekt, den Du beschreibst, kann man dadurch verringern, dass man beim Hochschalten nach Herausnehmen des vorigen Ganges bei getretener Kupplung eine kleine Pause macht, bevor man in den nächsten Gang schaltet. Das sorgt dafür, dass die Getiebeeingangswelle schon durch ihre Reibung langsamer wird, was die anschließende Synchronisation erleichtert und beschleunigt.

Genau, weil ja die Anschlussdrehzahl beim Hochschalten stets höher ist. Würde man diese exakt kennen, bräuchte man dabei weder Kupplung noch Synchronringe.
Für den Alltag würde es reichen wenn man ein Gefühl dafür entwickelt, wann der Gang quasi "von selbst" rein will, bei ganz wenig Druck.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1604685)
Es ist weit verbreitet, bei noch rollendem Fahrzeug in einen niedrigen Gang zu schalten, um gleich danach durch Loslassen der Kupplung mit dem Motor zu bremsen.

Urgs! Da ist Bremsen besser, stimmt. Hier im hügeligen Tübingen möchte man oft runterschalten, weil 50m den Berg runter das Gefälle stärker wird, und man die Geschwindigkeit halten möchte. Dann könnte man auch:
1. Kupplung drücken, Gang raus, Kupplung loslassen
2. Gasstoß auf Anschlussdrehzahl des nächstniederen Ganges (bissl mehr)
3. Kupplung drücken, Gang reingleiten lassen und zügig Kupplung kommen lassen
4. Über Schubabschaltung freuen und Geschwindigkeit beibehalten

Korrigier mich bitte falls daran was falsch ist.


Gruß,
daniela

Teletubby 05.06.2013 03:40

Hallo Danielal,

Zitat:

Zitat von cosmopol_b (Beitrag 1604739)
Korrigier mich bitte falls daran was falsch ist.

es gibt von meiner Seite aus nichts zu korrigieren.

Du beschreibst die verschleißarme Methode des Zurückschalten, die Golfschrauber,1,2,3 ja auch schon genannt hat. Das mache ich auch, wenn es nötig ist, in einen niedrigen Gang zu schalten. Und wenn der Gang erstmal eingelegt ist, spricht ja auch nichts dagegen, mit dem Motor zu bremsen.

Die meisten Autofahrer früherer Zeiten beherrschten diese Art des Zurückschaltens mit Zwischenkuppeln und Zwischengas, weil sie bei den frühreren Getrieben ohne Synchronisation unumgänglich war, wenn man geräuscharm schalten wollte. Bei einigen Nutzfahrzeugen ist es auch heute noch nötig oder wenigstens sinnvoll.

Es gibt nur relativ wenige Leute, die sich gut mit Getrieben auskennen. Aufbau, Funktion und Arbeiten an Motoren kennen viele; Getriebe werden dagegen oft als primitiv, langweilig und vor allem minderwichtig angesehen. Das ist überhaupt nicht so. Arbeiten an Getrieben sind oft schwieriger und anspruchsvoller als an Motoren, es sind mehr Spezialwerkzeuge und Kenntnisse nötig, die man nicht an jeder Straßenecke findet. Dabei weiß ich, vovon ich rede, weil ich schon mehrere Getriebe (VW Käfer, VW-Porsche 914) zerlegt und aufgearbeitet habe. Alle liefen sie hinterher wieder gut, dauerhaft und problemlos.

Grüße
Manfred

Europe96 13.06.2013 22:45

Nochmal zurück zum (gelösten) Problem der TE:
Kann es sein, dass es sich bei der ersetzten "weißen Kugel" um diese hier handelt?
Ich habe nämlich ein ähnliches Problem, dass sich der erste Gang nur noch mit Gefühl - und wenn man "mit Anlauf" aus dem zweiten Gang kommt - einlegen lässt.

VW1967 13.06.2013 23:01

was hat die Instandsetzung gekostet(von dem Kugelteil)?


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