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franz-werner 15.09.2018 20:47

Auch mit einer 46Ah sollte sich der VR6 wohl regen. Mein Diesel ist auch mit ner 42Ah angesprungen, als ich die 72Ah-Batterie, die er normalerweise drin hat, zum Laden raus geholt hab...

Ben_RGBG 15.09.2018 21:39

Danke für eure antworten & erklärungen.

Für mich geht das schon in die Richtung, dass der Wagen mit der Batterie schonmal starten sollte. Speziell wenn die Batterie ja über Nacht geladen wurde.
Also, morgen mal messen was beim starten passiert.

Ich denk aber, ich reklamiere die Batterie und nehme sicherheitshalber trotzdem eine, die eine Nummer größer ist.

Teletubby 15.09.2018 21:44

Hallo Ben,

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844290)
...ich weiß nicht, ob das eine Rolle spielt - aber mit "gemessen" meinte ich, ich habe sie ans Ladegerät angehängt und dieses hat mir eine Spannung von 12,3 Volt angezeigt und begann daraufhin fleißig zu laden.

Das Messen der Spannung während des Ladens sagt erst recht nichts über den Zustand bzw. Ladezustand der Batterie aus, weil die Spannung in dem Moment ansteigt, wenn man das Ladegerät anschließt. Wie stark sie ansteigt, ist vom Ladestrom abhängig.


Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844290)
Die Batterie ist immer noch ein Problem.. Obwohl die frisch geladen war, sprang er nicht an. Ich brauche jetzt eure Hilfe. Erstmal: Es war verbaut eine Batterie mit 55AH und 420A, gekauft hab ich (ausversehen) eine kleinere mit 46 AH und 400A. (...) Ist die Batterie zu klein um den Wagen zu starten?

Nein, ist sie nicht. Wenn Deine neue Batterie auch nur halbwegs geladen und intakt ist, muss sie Deinen Sechszylinder problemlos an´s Laufen kriegen. Natürlich unter der Bedingung, dass am Auto alles in Ordnung ist.


Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844290)
Bitte erstmal eine Erklärung. Was sagen mir die Ampere-Stunden und was die Ampere?

Ampere ist die Stromstärke und Amperestunden der Strom multipliziert mit der Zeit.

Der Stromfluss, ausgedrückt in Ampere, ergibt sich, wenn man einen elektrischen Verbraucher, z.B. eine Scheinwerferbirne, an eine Spannung, also üblicherweise 12 Volt, anlegt. Die Amperezahl ist dabei, einfach gesagt, von der Leistung des Verbrauchers abhängig. Je höher die Leistung, desto höher der Strom. Bei einer Scheinwerferbirne der Leistung 60 Watt ergibt sich ein Stromfluss von 5 Ampere (60 Watt geteilt durch 12 Volt). Bei einem Kühlerventilator mit der Leistung 200 Watt sind es 16,67 Ampere (200 Watt geteilt durch 12 Volt). Der Anlasser hat eine Leistung von ca. 1 PS = ca. 740 Watt. Bei seiner Betätigung fließen rechnerisch ca. 62 Ampere, bei niedrigen Temperaturen und im Einschaltmoment noch einiges mehr. Darum auch die dicken Kabel.

Die Amperestunden sagen, mal ganz einfach ausgedrückt, wieviel Strom in die Batterie hineinpasst. Und zwar folgendermaßen: Bei einer Batteriekapazität von 44 Ah kannst Du rechnerisch 44 Stunden lang ein Ampere entnehmen. Oder auch 1 Stunde lang 44 Ampere. Oder auch 4 Stunden lang 11 Ampere. Oder auch 22 Stunden lang 2 Ampere. Der Strom multipliziert mit der Zeit muss dabei immer 44 (Ah) ergeben. Daraus ergibt sich: Bei einer größeren Batterie (z.B. 60 AH) könnte man 60 Stunden lang 1 Ampere entnehmen gegenüber 44 Stunden bei der 44 Ah-Batterie.

Diese Werte sind allerdings etwas theoretisch. Denn erstens setzen sie voraus, dass die Batterie neuwertig und voll geladen ist. Zweitens gelten sie nur im Temperaturbereich von ca. 15 bis 20 Grad, weil die Batteriekapazität bei niedrigen Temperaturen stark absinken kann. Drittens sind sie gerechnet bis zum Zeitpunkt, an dem die Batterie restlos leer ist. Im letzten Drittel dieser Zeit haben sich die Verhältnisse sich aber schon so weit verändert, dass der Verbraucher nicht mehr zufriedenstellend betrieben werden kann. Wie z.B. eine Taschenlampe, die mit schwachen Batterien nur noch schwach leuchtet.


Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844290)
Wenn ich mal beim starten messe - Multimeter auf die Batterie Pole und schauen was beim starten passiert?

Ja, das würde etwas aussagen, weil die Anlasserbetätigung die Batterie gut fordert und eine richtig gute Belastung ist. Die Batteriespannung, die unbelastet ca. 12,5 Volt beträgt, darf dabei auf ca. 9,5 Volt absinken.

Grüße Manfred

Ben_RGBG 15.09.2018 23:33

Super, Manfred. Danke für diese ausführliche Erklärung und die Auffrischung meiner Kenntnisse aus dem Physik Unterricht. Jetzt wo ich diese Sachen lese, erinnere ich mich auch wieder an vieles. :D

Gut, wir halten mal fest: Die Batterie, auch wenn sie klein ist, sollte den VR6 problemlos starten. Probleme könnte es erst geben, wenn die Umstände ungünstig sind, beispielsweise der Betrieb im Winter mit vielen kurzen Strecken, sehr niedrigen Temperaturen und dem Betrieb vieler Verbraucher. Das ist hier ja nicht der Fall.

Dass am Auto selbst alles in Ordnung ist, unterstelle ich jetzt einfach mal. Nachdem der Motor im Mai eingebaut wurde, konnte ich das Auto problemlos mit der alten Batterie starten. Mehr als einen Start hat die damals nach dem laden auch nicht mehr mitgemacht, weil sie bereits sehr schwach war. Das hat mich nicht überrascht, da sich diese Schwäche bereits letztes Jahr angekündigt hat, als ich das Auto noch gefahren bin. Nach längeren Standzeiten hat der Wagen nur noch "gerade so" gestartet. In den vergangenen Monaten Standzeit ist sie also wohl ganz kaputt gegangen. Am Auto und der Elektrik wurde seitdem ersten Start nichts mehr verändert. Wenn also kein plötzlicher Defekt aufgetreten ist, sollte der Golf immernoch problemlos starten.

Also, morgen wird gemessen. (Um mich zu wiederholen.) Wenn ich hier sehe, dass die Spannung zu weit einbricht, werde ich die Batterie reklamieren.
Ich möchte nur einen Fehler auf meiner Seite ausschließen um nicht eine intakte Batterie zu beanstanden.

Es ist doch immer wieder spannend mit den alten Autos. :D

Matze941 16.09.2018 00:49

Überprüf mal die Masseverbindung zum Motorblock, nicht das da ein schlechter Kontakt ist oder ein Massekabel vergessen wurde.

Umso schlechter die Masse umso weniger Strom kommt am Anlasser an.

Was passiert denn beim Startversuch?
Dreht der Anlasser, aber zu langsam? Klackt nur das Relais? Geht der Tacho aus?

Ben_RGBG 16.09.2018 09:37

Die Masse wurde geprüft. Da alles auseinander war, habe ich die Massepunkte (auch den von Batterie zu Anlasser) abgeschmirgelt und darauf geachtet, dass alle Massepunkte sauber sind. Beim ersten Start nach dem zusammenbau hatte ich tatsächlich Probleme mit schlechter Masse, da war ich nochmal alles durchgegangen.

Fest ist die Verbindung auch.

Ich hab ein Video davon gemacht. Ggf. kann ich das hochladen, ich kanns aber auch beschreiben. Der Magnetschalter am Anlasser klackt deutlich hörbar aber in dem Moment wo er andrehen will, gehen alle Kontrolleuchten aus, die Uhr im Tacho setzt sich zurück und es ist das typische "Batterie leer" bild.

Dr.Gramot 17.09.2018 01:32

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844299)
Obwohl die frisch geladen war, sprang er nicht an. Ich brauche jetzt eure Hilfe. Erstmal: Es war verbaut eine Batterie mit 55AH und 420A, gekauft hab ich (ausversehen) eine kleinere mit 46 AH und 400A.


Das sind die Kaltstartströme (nicht Kurzsschluss, hatte mich im Begriff vertan, meinte aber dieses, die Weiterleitung macht den Link kaputt, daher Zitat).

Zitat:

Der Kaltstartstrom gibt den maximalen Strom an, den der Akkumulator bei −18 °C (0 °F) für eine Dauer von 30 s liefern kann. Dabei weist jede einzelne Zelle noch eine Spannung von 1,2 V auf (nach amerikanischer Norm SAE). Nach dem deutschen Institut für Normung (DIN) sollte die Gesamtspannung einer 12 Volt Batterie nach 30 s noch 9 V bzw. 1,5 V pro Zelle betragen.
https://de.wikipedia.org/wiki/Starterbatterie#Kaltstartstrom,_CCA


https://www.youtube.com/watch?v=Xt775oiffGc kann man auf diese weise auch berechnen / messen.



Wenn wir dein Problem nun theoretisch betrachten, hast du einen 1,8kw Anlasser. Rechnen wir mit 3kw und gehen von einer Spannung von 12V aus, produzieren wir hier also 250A Stromaufnahme. 250A < 400A für 30 Sekunden (bei -18°C laut Norm laut wiki) -> sollte die Batterie schaffen.



Bedenken wir, dass die Spannung bei so hohen Strömen bei Bleikakkus gern mal einbricht, nehmen wir 2,2kw Gesamtleistungsaufnahme an (Anlasser + Zündspule + Benzinpumpe), 9V unter Last, komme ich rechnerisch immernoch auf 245A < 400A.

Gern auch noch mal zum selbst nachrechnen lassen:

Formelrad Elektrotechnik Audio Elektronik E-Technik Rechnen mit elektrischen Groessen Formel Rad Kreis Elektrische Spannung elektrischer Strom Widerstand Impedanz Leistung Energie Formelsammlung Elektrizitaetslehre Physik Formel Rad Grundlagen Spannu

Ben_RGBG 18.09.2018 19:25

Stephan, danke auch für deinen Beitrag zum Thema. :)

Leider weiter gekommen bin ich noch nicht.
Bin heute los um die Batterie zu reklamieren. Umgetauscht, zurück zum Auto, eingebaut - selbe wie vorher. Spannung bricht zusammen beim starten.

Dachte ich "na vielleicht is doch zu klein, tauschte die mal gegen ne nummer größer aus". Also eine mit 60 AH geholt - selbiges Ergebnis. Die Spannung bricht komplett zusammen beim startversuch.

Massepunkt unter der Batterie habe ich kontrolliert, der ist einwandfrei. Ebenso sieht die Masse am Anlasser gut aus und ist auch fest. Auch Pluskabel von LiMa zu Anlasser zu Batterie ist intakt und verschraubt.

Matze941 18.09.2018 19:57

Hmm, der Motor ansich lässt sich aber schon durchdrehen?
Oder kann das sein das der blockiert, weil zb ein Einspritzventil undicht ist und einen Zylinder geflutet hat oder was weiß ich?

Du könntest noch versuchen mit Starterkabeln direkt auf den Anlasser zu gehen
Also Massekabel ans Getriebe und mit dem Pluskabel hinten auf die Schraubklemme vom Anlasser.

Ich weiß nicht wie das beim VR6 aussieht, bei den 8V Motoren kommt man da gut hin und kann sogar das Starterrelais brücken.

Wenn sich dann immer noch nichts tut, und der Motor sich per Hand durchdrehen lässt, wirds wohl der Anlasser sein.

Teletubby 18.09.2018 20:13

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844404)
Spannung bricht zusammen beim starten. (...) Die Spannung bricht komplett zusammen beim startversuch.

Auf wieviel? Und wo genau gemessen?

Ben_RGBG 19.09.2018 07:27

Hallo Matthias,
Ja der Motor springt mit Starthilfe sofort an. Daniel meinte auch, ich sollte mal eine Masse und eine plusbrücke bauen. Das werde ich testen.

Manfred, bei der ersten batterie auf etwa 5 Volt. Mit den beiden gestern gekauften habe ich nicht gemessen, da ich das Multimeter vergessen hatte.

Ich würde Mal noch batterie Masse gegen Anlasser Masse beim starten messen. Wenn da eine Spannung fließt beim starten, kann ich ja von einem korrodierte Massekabel ausgehen, oder?

Ben_RGBG 22.09.2018 13:58

Jaja, kleine Ursache große Wirkung..

Also, Daniel hatte mir ja den TIp mit einer Massebrücke gegeben. Also bin ich gestern nochmal ans Auto um mal zu sehen, dass der mal wieder aus eigener Kraft startet.

Erster Versuch: Überbrückungskabel vom Batteriepol direkt auf den Masssepunkt am Anlasser. Startet nicht.. Hm, jetzt begann ich den Braten zu riechen.
Als Kontrolle mal eben auf die direkt darunter liegende Anlasserbefestigungsschraube das Überbrückungskabel gelegt - siehe da, er startet.

Nun also nochmal eine ausführliche Kontrolle der Masse. Habe den Kabelstrang eben ausgebaut sowie die Schraube die durch Anlasser und Getriebe / Motor geht. Und siehe da: Die Anlagefläche, an der das Massekabel anliegt, war komplett verrostet. Das ist mir ganz offensichtlich durch die Lappen gegangen beim zusammenbauen. Also die Fläche gründlich entrostet, alles eingebaut und siehe da, der Bursche startet munter und aus eigener Kraft. Wunderbar!

Dr.Gramot 24.09.2018 20:14

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844513)
Und siehe da: Die Anlagefläche, an der das Massekabel anliegt, war komplett verrostet. Das ist mir ganz offensichtlich durch die Lappen gegangen beim zusammenbauen.

Damit hast Du dann einen nicht unerheblichen Widerstand gehabt, womit der Kaltstartstrom natürlich erheblich höher ist, als er sein sollte. :)

Ben_RGBG 28.09.2018 21:15

Wieder so ein paar Kleinigkeiten gemacht, leider war nicht soviel Zeit dafür wie gehofft.
Z.b. habe ich an der Bremse vorn die Klammern, die den äußeren Belag halten richtig montiert. Mich hatte zum Glück jemand darauf hingewiesen, dass ich die oben VOR den Sattelträger geklemmt hatte, statt dahinter. Das ist jetzt also korrigiert.
http://www.golf3.de/direktupload/201...1538161869.jpg

Dann hatte ich die Tage mal die Fehlerspeicher gelöscht, aber der Fehler vom ABS Sensor vorne links wollte nicht verschwinden. Mal kurz reingeschaut.. Hm, irgendwie hatte ich bloß einen neuen gekauft und der war rechts drin. Also nochmal einen bestellt. Und da man ja ab und zu herausfinden muss, ob die eigenen Vorbehalte einer Marke gegenüber richtig sind, habe ich einen von Febi Bilstein bestellt. Mal sehen ob der hält.
http://www.golf3.de/direktupload/201...1538161999.jpg

Und den Auspuff habe ich wieder komplettiert mit der Montage des Endschalldämpfers. Finde, die schwarzen Endrohre machen sich besser am Heck als die schmutzig-gold-silbernen.
http://www.golf3.de/direktupload/201...1538162088.jpg

Bin mir nicht ganz sicher ob der noch n stück rein muss..

Dr.Gramot 28.09.2018 23:09

So macht das mit der Bremse auch mehr Sinn.
Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844724)

Bin mir nicht ganz sicher ob der noch n stück rein muss..

ich würde sagen: Ja. Müsste man aber mal von der Seite sehen, darf schließlich nicht überstehen.

Naumstar 28.09.2018 23:30

Hi Ben

Auch wenn ich mittlerweile eine sehr große Abneigung gegen Febi verspüre:

Mit dem ABS Sensor machst du nix falsch.
Selbst die ganz billigen von ATP aus der Bucht verrichten seit Jahren ihren Dienst. Gab da noch nie einen Ausfall in etlich verbauten Fahrzeugen.

Ben_RGBG 29.09.2018 19:04

Stephan, ich mach mal n Foto von der Seite. Gefühlt aber.. ja, der steht doch zu weit raus.

Jens, geht mir genauso mit Febi. Aber hier dachte ich mir, riskiere ich es. Die Sensoren sind ja auch schnell getauscht wenn er schnell kaputt geht. Aber gut zu wissen, dass die gut halten.

franz-werner 29.09.2018 19:08

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844748)
[...] Die Sensoren sind ja auch schnell getauscht[...]


AAAAAAAHAHAHAHA! :'D

Ich hatte bis jetzt kaum einen verdammten ABS Sensor, der nicht ohne Gewalteinwirkung raus wollte... Und die meisten haben ja immer noch ein akutes Risiko von abreißenden Schrauben :x :D

Ben_RGBG 29.09.2018 19:20

Schon, aber alles ist frisch zusammen gebaut. Wenn der Sensor nicht richtig rausgeht, baue ich eben Sattel und Scheibe ab und prügel den durch. Schraube kann nicht mehr abreißen, das hat sich schon getan. ;) Der ist jetzt mit Schraube + Mutter verschraubt.

Dr.Gramot 29.09.2018 22:49

Zitat:

Zitat von Ben_RGBG (Beitrag 1844748)
Gefühlt aber.. ja, der steht doch zu weit raus.

Flexmitri regelt das. Sieht dann auch besser aus, als die Diesel-Optik. :angel:


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