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Mortiferus 06.05.2020 14:58

So, heute konnte ich selber eine Kompressionsprüfung durchführen.

Ich hatte erstmal im Freundeskreis gefragt, ob jemand einen Kompressionsprüfer auf Lager hat, dem war aber nicht so, daher habe ich selber ein Set bestellt.

Der Wagen wurde erstmal auf Betriebstemperatur gebracht.
Anschließend habe ich von der Zündbox den Stecker gezogen, somit war die Zündung unterbrochen und von der Benzinpumpe habe ich die Sicherung gezogen.
Danach alle Zündkerzen raus und in entsprechender Reihenfolge auf Seite gelegt.

Nun den Kompressionsmesser in der ersten Zylinder, Gaspedal voll durchgedrückt und orgeln lassen.

Länge rede kurzer Sinn, die Messung deckt sich mit der in der Werkstatt, alle Zylinder um 8 bar rum.

http://www.golf3.de/direktupload/201...1588769798.jpg

Die Tage bin ich dann auch mal eine Runde gefahren, fahren tut er echt super, zieht spielend bis 160km/h durch, irgendeinen gravierenden Leistungsverlust konnte ich jetzt nicht feststellen.

Immerhin habe ich jetzt Gewissheit, weitere Schritte überlege ich mir dann.

MirKesBre 06.05.2020 16:43

Solange das Auto noch einwandfrei läuft und keinen massiven Ölverbrauch hat, würde ich glaube ich einfach damit leben, dass er etwas wenig Kompression hat.

Eventuell gibt man tausende Euro dafür aus, dass der Wagen dann noch genauso läuft, wie jetzt auch, nicht besser und nicht schlechter.

Mortiferus 06.05.2020 18:26

Er verbraucht etwas Öl, aber mittlerweile wird der Wagen in der Saison zwischen 500-2000km bewegt, da hält sich das Öl nachfüllen sehr in Grenzen und Anfang der neuen Saison kommt eh immer ein Ölwechsel.

Ich werde mir Gedanken machen, die Druckverlustprüfung steht ja auch noch im Raum.

herr jaegermeister 10.05.2020 01:38

Wenn ich etwas dazwischenfunken darf, denn ich hab eine halbe Überholung am 1.8er grad erst vor nem Monat hinter mich gebracht (ist vielleicht der falsche Ausdruck, denn es hat schon Spaß gemacht). Bei mir war die Kompression, wenn ich mich recht entsinne, bei 6, 10, 10, 11 bar, irgendwas in dem Bereich. Habe übrigens wahrscheinlich den gleichen Kompressionstester gekauft wie Du, ebay für 14,99 gell? Ich hatte die Druckverluste durch einigermaßen verschlissene Kolbenringe auf allen Kolben, beim ersten sogar einen Kolbenbruch der von einer Lagerbohrung zur nächsten ging, hier nachzulesen.

Im Verlauf wurden folgende Teile getauscht/folgendes Werkzeug gekauft, beim vr6 einfach für entsprechende Teile x 1,5 rechnen, Preise klaro in €:

ZKD Elring: 18,03
VDD Elring: 13,79
G12+ 5L: 12,45
Kühlerreiniger Liqui Moly: 9,50
Satz Kerzen NGK: 17,72
Kopfschrauben: 13,75
Satz Kolbenringe Götze: 55,00
1 Kolben Nüral: 46,67

Kolbenringspanner BGS: 11,95
Lambdasonde Magneti Mirelli (wenn der Krümmer eh draussen ist): 39,90
Krümmerdichtungen: 5,90€ + 8,50
Saugrohrdichtung hinten: 2,95
Keilriemen Wasserpumpe: 4,76
Ölfilter: 6,81
Öl Mannol 10w40: 14,99
Ölwannendichtung: 12,50

Macht in Summe 295,17€ für wohlgemerkt ne ganze Kopfübenrholung plus Ölwechsel, Kühlmittelwechsel, nen neuen Kolben, Ringe, das Werkzeug dazu bla bla bla. Möchte aber erwähnen, dass ich Kleinteile wie Simmeringe und Ventilschaftdichtungen auf Lager liegen habe, allerdings sind das auch Teile die ein paar Cent bis 2,50€ kosten, da brauchen wir nichtmal drüber reden.
Ich würde die Arbeit jedenfalls jederzeit wieder machen. Will erstens nicht wissen was eine Werkstatt für das alles nehmen würde, ich denke mit 1.500€ kommt man da vielleicht hin, wenn nicht mehr. Dabei hat man selbst den Blick auf den sonstigen Zustand, finde jede Werkstatt kann viel erzählen über Hohnspuren und Verschleiss, für den einen ist die Wand perfekt gehohnt, der andere sieht hier eine spiegelglatte Fläche - der eigene Eindruck ist immer wichtiger. Da der Kopf sowieso unten ist, reinigt man auch gleich die Ventile und schleift sie neu ein, ebenso kannst dabei ja auch den Kopf auf Verzug prüfen - das ist übrigens weit unproblematischer als man denkt, ich trau das meiner eigenen Mutter zu, und der muss ich immer "righty tighty, lefty loosey" ansagen.
Wer drauf steht lackiert auch gleich den Kopf, einfach nur weil grad die Möglichkeit dazu perfekt ist, und macht sämtlichen Scheiss wie Krümmerdichtungen etc gleich am ausgebauten Kopf. Du verfluchst dich selbst, wenn du grad vor 3 Monaten den Kopf reingesetzt hast und Dir jetzt wieder in gebückter Haltung die Finger dran brichst. Auch das viel gefürchtete wieder einführen der Kolben ist -sorry- der reinste Witz. Mit 4 Stück war ich inkl. aufziehen der Ringe (Kolbenringzange lag vor) etwa 15 Minuten beschäftigt, habe es allerdings schon ein paar mal gemacht.

Im Fazit denke ich, die Aktion kann in Ruhe an einem Wochenende durchgeführt werden, wenn Kolbenringe, alle Dichtungen obenrum und Flüssigkeiten ersetzt werden, exklusive Lackieren. Dafür kannst Du dir sicher sein, dass in diesem Sommer und wahrscheinlich in vielen weiteren keine bösen Überraschungen mehr auftauchen. Das ist mit die einzige Arbeit am Golf bei dem du gleich nen ganzen Katalog an Sorgenkindern mit abschießen kannst, wer die Faxen sonst dicke hat macht auch gleich das Thermostat/Temperaturfühler/Öldruckschalter/Schaftdichtungen weissdergeierwasnoch mit, man hat ja eh alles mal vor sich. Mehr text als gedacht, sorry :)

Gutes Gelingen! Hab zwar nur nen 4-Zylinder, aber viele Arbeiten sind identisch. Wenn irgendwo ein Fragezeichen ins Haus steht, fällt mir kein Problem ein für das man nicht gemeinsam eine kreative Lösung findet.

sven84 11.05.2020 09:42

Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1860862)
So, heute konnte ich selber eine Kompressionsprüfung durchführen.

Ich hatte erstmal im Freundeskreis gefragt, ob jemand einen Kompressionsprüfer auf Lager hat, dem war aber nicht so, daher habe ich selber ein Set bestellt.

Welches Set hast du gekauft ?

Mfg
Sven

Mortiferus 11.05.2020 10:32

Das set ist von Amazon von der Firma Freetec. Kostet um die 21 Euro

MirKesBre 13.05.2020 12:26

Zitat:

Zitat von MirKesBre (Beitrag 1860866)
Solange das Auto noch einwandfrei läuft und keinen massiven Ölverbrauch hat, würde ich glaube ich einfach damit leben, dass er etwas wenig Kompression hat.

Eventuell gibt man tausende Euro dafür aus, dass der Wagen dann noch genauso läuft, wie jetzt auch, nicht besser und nicht schlechter.

Das Lustige ist, oder je nachdem wie man es sieht, vielleicht auch das Traurige, wenige Minuten nachdem ich dies geschrieben hatte, habe ich Feierabend gemacht und mich in mein Alltags-Auto gesetzt und wollte nach Hause fahren.

Auf den ca. 30 km Heimweg, etwa je die Hälfte Autobahn und Landstraße, hatte ich mit meinem 5er BMW E39 einen Motorschaden. Während der Fahrt lief das Auto urplötzlich nur noch auf fünf der sechs Zylinder, es ruckelte leicht aber gleichmäßig und hatte eben weniger Leistung. Die Motor-Kontroll-Leuchte ging an und im Fehler-Speicher stand "Verbrennungsaussetzer Zylinder 3" o.ä. ...

Das Auto hat(te) erst 255 tkm. Seit 2015 fahre ich es, mein Vater hatte es 2003 fast neu gekauft. Das Auto ist wirklich sehr gepflegt und wurde immer schonend bewegt und ich kann es echt nicht verstehen, dass der schon bei einer so geringen Laufleistung einen Motorschaden hat...

Edit:

Also der Motor läuft noch, macht keine Störgeräusche und qualmt auch nicht, er läuft aber nur noch auf fünf Zylindern und der dritte Zylinder hat keine Kompression mehr.

sven84 28.05.2020 10:47

Hi Chris,

hier könntest du auch kommen:

http://www.golf3.de/treffen-termine/...ml#post1861362

Mfg
Sven

Mortiferus 13.07.2020 12:49

Ich muss nochmal das Thema Batterie ansprechen.

Letztes Jahr hatte ich eine neue Batterie verbaut, welche Anfang dieser Saison, also April einen Zellenschluss hatte.

Diese Batterie wurde kostenlos vom Händler gegen eine neue Batterie ersetzt.

Seit April mit der neuen Batterie stand der Wagen immer wieder zwischen 1-2 Wochen in der Garage, da waren die gefahrenen Strecken so zwischen 50-100km.
Von April bis Anfang Juli gab es keine Auffälligkeiten.

Am 5.7. Bin ich mit dem Auto zum Ba-Wü treffen gefahren, das waren ca. 580km gesamt an dem Tag.

Eine Woche stand der Wagen jetzt in der Garage und die Batterie war heute leer, 0,9V Spannung.

Wie kann das sein?

Einen stillen Verbraucher schließe ich eigentlich aus, denn nach 2 Wochen Standzeit war ja immer alles gut.
Etwas Strom wird eh verbraucht, Radio, Zubehör WFS teilweise Alarmanlage.

Kann die Lichtmaschine defekt sein und die Batterie überladen und zerstören?

Oder wieder eine defekte Batterie, aber zweimal den Zufall, dass diese defekt ist?

Mustang80 13.07.2020 13:33

Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1862639)
Eine Woche stand der Wagen jetzt in der Garage und die Batterie war heute leer, 0,9V Spannung.

Die Batterie ist komplett tot. Wiederbeleben wird wahrscheinlich nicht klappen.

Wie kann das sein?

Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1862639)
Einen stillen Verbraucher schließe ich eigentlich aus, denn nach 2 Wochen Standzeit war ja immer alles gut.
Etwas Strom wird eh verbraucht, Radio, Zubehör WFS teilweise Alarmanlage.

Normalerweise sollte der Ruhestrom bei ~20 mA liegen. Damit eine gesunde geladene Batterie leer zu ziehen, dauert Monate.

Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1862639)
Kann die Lichtmaschine defekt sein und die Batterie überladen und zerstören?

Oder wieder eine defekte Batterie, aber zweimal den Zufall, dass diese defekt ist?

Lima kann die Batterie zerstören, aber bei Diodendefekt auch leerziehen.
Defekte Batterie kann auch sein. Kann man nur vermuten.

Mortiferus 14.07.2020 12:24

Wir haben den Wagen jetzt in die Werkstatt gebracht, mal schauen was bei rum kommt, ich werde berichten.

Die Batterie hatten wir mal ans Ladegerät angeschlossen, 11,3V waren es jetzt, den Wagen haben wir dann überbrückt.

herr jaegermeister 14.07.2020 13:40

Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1862639)
Eine Woche stand der Wagen jetzt in der Garage und die Batterie war heute leer, 0,9V Spannung.

Wie kann das sein?

Einen stillen Verbraucher schließe ich eigentlich aus, denn nach 2 Wochen Standzeit war ja immer alles gut.
Etwas Strom wird eh verbraucht, Radio, Zubehör WFS teilweise Alarmanlage.

Kann die Lichtmaschine defekt sein und die Batterie überladen und zerstören?

Denke du hast hier was vergessen, meinst Du nicht 10,9V?
Tippe das vom Telefon, für unsaubere Recherche und Tippfehler bitte nicht steinigen.
Deine Lima ist ja ein Drehstromgenerator, die Dioden dienen also per se nur dazu einen Gleichrichterschaltkreis aufzustellen, mehr oder weniger sauber (aus dem blauen heraus tippe ich eher auf eine Sägezahnspannung, aber darum gehts hier nicht). Defekte Dioden sollten sich ausserdem messen lassen, denke aber eher nicht, dass das der Fall ist. Bei einer defekten Diodenplatte wärst Du wahrscheinlich auch gar nicht so weit gekommen, das extrem unsaubere Profil der Ladespannung hätt Dir die Batterie auf der Fahrt bestimmt schon leergezogen, wenn der Regler ein Laden überhaupt zugelassen hätte -bezweifle ich aber stark. Die Ladekontrollleuchte wär ausserdem dauernd an gewesen oder hätte geglimmt, das hättest sicher gemerkt. Sogar wenn eine Schleifkohle tot wäre, würde noch mit 13,8V (ca.) gegen im Lastzustand 11,5V an der Batterie (bei abgeklemmter Lima!) eine Sapnnungsdifferenz von ~2V anliegen, das ist nicht die Welt, aber zum einigermaßen Laden während der Fahrt sollte es reichen.

Um Dir jetzt eventuell zu helfen kannst du folgende Liste abarbeiten (macht sogar Spaß):
-Miß die Leerlaufspannung bei voller Batterie und laufendem Motor. 14,2V sollte die Lima hinkriegen, das Spiel kennen wir ja alle, um ne tote Schleifkohle oder nen toten Schleifring auszuschließen.
-Miß die Dioden in beide Richtungen durch, ich kenne den Widerstand in Durchlassrichtung nicht ausm Kopf, gegen die Durchlassrichtung sollten es aber einige Megaohm sein. Defekte Dioden lassen entweder alles durch, oder gar nichts.
-Klemm die Plusklemme ab, stell das Multimeter auf Strommessung im Bereich von 20mA bis 200mA und setz die Messspitzen als Brücke zwischen Pluspol und Fahrzeugelektrik, bei ausgeschalteter Zündung, versteht sich. Ich hoffe Du kommst hier nicht auf irgendwas mit 200, 300mA oder mehr, denn dann weisst Du zwar, dass Du Kriechströme hast, kannst dich aber dran totsuchen :D
Mehr würde mir aktuell nicht einfallen. Rein aus physikalischer Sicht ist es -eigentlich- nicht möglich eine Batterie zu Überladen, selbst wenn eine Spannungsdifferenz zwischen Generator und Batterie immer da ist, ist die Anzahl der zur Verfügung stehenden, freien Ladungsträger nach oben begrenzt, die Batterie hat nunmal nur sehr, sehr grob gesagt "xxxxx" freie Ladungsträger, danach wird einfach kein Strom mehr angenommen. Ist im Prinzip auch bei jedem Ladegerät gleich, lediglich mit der Ladespannung wird bei vollem Akkumulator runtergegangen, alles andere resultiert nur in höherer Temperatur (irgendwo muss die Ladung hin, das geht irgendwann nur noch über Entropie - also Wärme). Der Regler regelt das in der Regel (:D :D), der lässt sich aber auch prüfen.

Aber TL:DR klingt das für mich alles nach einem fiesen Verbraucher, der im Stillen und mit Zeit zu viel Strom nimmt.

Mortiferus 14.07.2020 13:44

Nein, 0,9V waren schon richtig.

Danke für deine Hilfe, der Wagen steht aber schon in der Werkstatt, diese wird mal drüber schauen. :)

herr jaegermeister 14.07.2020 15:05

Alter Vatter wie geht das denn :D :D hab mir mal ne Batterie totgezogen, im Auto gepennt, Standheizung nicht über Zündplus sondern direkt an die Batterie - da lagen nach ner Nacht auch nur noch 6,xxV an... Die Säure hatte den Säuregehalt von Cola oder so :D Aber bei dir? Die Batterieschlorze kannste ja fast schon mit nem Halm trinken :D
Schreit nach ner neuen Challenge ;D

Dr.Gramot 14.07.2020 22:16

Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1862683)
Alter Vatter wie geht das denn :D :D hab mir mal ne Batterie totgezogen, im Auto gepennt, Standheizung nicht über Zündplus sondern direkt an die Batterie - da lagen nach ner Nacht auch nur noch 6,xxV an... Die Säure hatte den Säuregehalt von Cola oder so :D Aber bei dir? Die Batterieschlorze kannste ja fast schon mit nem Halm trinken :D
Schreit nach ner neuen Challenge ;D

Das mit der Batteriespannung geht. Die Batterie hat noch so anderthalb Jahre gelebt. Aber lange Standzeiten waren blöd. w00t

herr jaegermeister 15.07.2020 00:08

Sorry für die Nachlage, ich sehs grad erst richtig:
Zitat:

Zitat von Mortiferus (Beitrag 1862668)
Wir haben den Wagen jetzt in die Werkstatt gebracht, mal schauen was bei rum kommt, ich werde berichten.

Die Batterie hatten wir mal ans Ladegerät angeschlossen, 11,3V waren es jetzt, den Wagen haben wir dann überbrückt.

Dann hast Du ein gutes Ladegerät oder die Akkuspannung ist ihm schlichtweg egal, mein aktuelles Gerät erkennt eine Batterie unter 10,8V als defekt an und verweigert jegliche Ladung.
Das ist deswegen blöd weil, wie Dr.Gramot eben gesagt hat, bei längeren Standzeiten mit niedrigem Säuregehalt an beiden Plattengruppen Bleioxid bildet, normal willst du ja quasi eine Seite mit Bleioxid, also schön vollgefressen mit Elektrönchen und eine Seite im besten Fall aus porösem Bleischwamm, quasi genau das Gegenteil, nämlich ein haufen fehlender Elektronen in den äußeren Schalen jedes Bleiatoms, und somit den starken Hunger nach frischen, leckeren Elektrönchen, um diesen Hunger zu stillen.
Elektronenüberhang hier, Elektronenmangel da, Elektronen wandern von einer zur anderen Seite, Strom "entsteht" (nennen wirs mal einfachhalber so), und zwar im wahrsten Sinne des Wortes, nämlich das Wandern von Ladungsträger von A nach B. Soviel zumindest zur Theorie (der gewitzte Beobachter hat hier bemerkt, dass die Stromrichtung von "Plus" nach "Minus" geht :D, darüber streiten aber die Gelehrten, witzige Sache), in der Praxis heisst das nichts anderes, dass eine längere Standzeit ohne Ladung eine ungewollte Korrosion der Elektroden, also der Bleiplatten, verursacht. Das wäre nicht schlimm, wenns einseitig wäre, aber wenn beide Seiten keinen Platz mehr für noch mehr Elektronen in ihren Bahnen haben, ist Asche mit Strom. Deswegen darf eine kurzzeitige Tiefentladung eigentlich nichts ausmachen... Wenn das Ladegerät denn wieder mitspielt. Ich musste meine Batterie Parallel an ein altes 12V Laptopnetzteil hängen, damit das dumme Ladegerät eine Spannung von 12V erkennt und überhaupt mal mit dem Laden anfängt.

Übrigens, ein anderer Faktor ist die Säuredichte. Das Problem hat aber zwei Komponenten, die eine, nämlich die Säure selbst, lässt sich natürlich manipulieren. Schwefelsäure bildet Sulfatkristalle am Blei und verliert ergo an Konzentration, die Säure kannst du ersetzen (die kostet fast nichts, hab se neulich für 3,29€ den Liter gekauft), die Bleiplatten zu entsulfatieren ist... schwieriger.
Es gibt Ladegeräte die das mit einer erhöhten Ladespannung und gepulst hohen Strömen versuchen. Dabei wird versucht, wie oben in etwa beschrieben, durch die höhere Ladespannung die Bindung zwischen einem Blei- und einem Schwefelatom zu brechen, im Makro und dem Wunschdenken sieht das nachher so aus, dass sich das Bleisulfat in schwarzen Plättchen am Boden der jeweiligen Zelle sammelt. Man kennt es aus halbdurchsichtigen Varta-Batterien, die wurden irgendwann untenrum schwarz.
Das kann man auch erzwingen, ich sag jetzt aber lieber nicht wie, nachher haltet ihr mich noch für irre.



Sorry für den kurzen Exkurs, dachte es könnte vielleicht jemanden interessieren :) Panther hat dazu ein interessantes .pdf verfasst, es steht viel Laienwissen mit drin für die Hausfrau von Nebenan, aber auch ein paar Interessante Dinge zur Entladung und Sulfatierung: Wissenswertes über Bleiakkumulatoren

Dr.Gramot 16.07.2020 00:52

Naja, ich habe die Batterie gemessen - war ähnlich "viel" Spannung drauf - hatte die Tür wohl grob 4 Wochen nicht zu - überbrückt, bisschen gefahren, während der Motor lief ein Discounter Ladegerät angeschlossen und dann laden lassen (mehrere Tage). Wenn der nicht länger, als 2 Wochen stand, kein Problem, ab 4 Wochen war dann definitiv Fremd-starten nötig. Ist mir aber noch so 2-3 mal komplett tiefentladen... Obs einfach Glück war? Möglich. Ausprobieren, wegwerfen geht hinterher immernoch.

Badgolfer 26.07.2020 15:24

Sehr schöner Golf.

sven84 29.07.2020 11:10

Hier Bilder vom Junior seiner Kamera vom Sonntag 05.07.20 BAWÜ RLP Treffen in NW:

http://www.golf3.de/direktupload/201...1596013806.JPG

http://www.golf3.de/direktupload/201...1596013815.JPG

http://www.golf3.de/direktupload/201...1596013822.JPG

http://www.golf3.de/direktupload/201...1596013831.JPG

Sorry Chris für die Verspätung, ich habe dich vor dem Urlaub vergessen :-(

Mfg
Sven

Mortiferus 29.07.2020 21:59

Danke dir und deinem Sohnemann ;)

Aktuell steht der Wagen beim Aufbereiter, wenn ich ihn wieder habe, gibt es paar Bilder


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 11:06 Uhr.

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