![]() |
Morgen wird der GTI abgeholt. Ich war heute nochmal bei der Werkstatt und habe mal nach dem Stand der Dinge gefragt. Interessanter Fakt soll sein, dass im VW Teile Programm die Schraube, welche das Magnetventil hält, falsch aufgeführt ist. Es soll eine M6x14mm verbaut werden, aber die Werkstatt sagt, dass das entsprechende Gewinde erst nach 12mm anfängt, die Schraube hält effektiv also nur 2mm! Jetzt wird eine m6x22mm eingesetzt. Meiner Meinung nach wäre hier doch eine Rückrufaktion seitens VW angebracht, ich denke ich bin ja dann nicht der einzige mit einer falschen Schraube... |
Das würde mich aber sehr wundern, wenn das "Serie" wäre..... |
Hallo! Zitat:
Grüße Teletubby |
Zitat:
Wobei ich denke, dass die Werkstatt eher das Problem "angezündet" hat, vieleicht durch zu festes Anzeihen oder wie Teletubby gesagt hat, vieleicht war Öl drin und hat das Drehmoment verfälscht. Ich rate dir nochmals, morgen bei der Abholung mit einen Serviceberater das Auto genaust zu kontrollieren. |
Zitat:
Ich würde behaupten, dass das dann durchaus stimmen kann. Zitat:
Ich schaue mal, was ich morgen nochan Infos bekommen kann, Teilenummern oder so. Zitat:
Ich werde morgen mein bestes geben und alles noch an den Anwalt weiterleiten :) |
Dass die Info im Katalog ist, kann durchaus stimmen. Trotzdem kann ich mir nicht vorstellen, dass das Gewinde erst 12mm NACH beginn der Bohrung anfängt. Was ich mir eher vorstellen kann, wäre, irgendjemand hat die Schraube ausgetauscht und nicht aufgepasst. Original die 6x22 drin, nach "reparatur" 6x14. |
Du musst ja auch bedenken, dass die Schraube ja auch erstmal durch die Öse vom öldruckregelventil geht, bevor sie in die Bohrung kommt. Somit gehen ja schon paar mm vom Gewinde der Schraube drauf. Was das allerdings jetzt für Maße sind, kann ich nicht sagen. |
Da stimmt doch irgentwas nicht, ich glaube das schon jeder Lehrling im ersten Jahr merken würde, das nach eindrehen einer Schraube, niemals nach einer Umdrehung schon alles fest ist. Gehe eher davon aus das die zu fest angezogen wurde, und das Gewinde ist gleich mit rausgefallen. Ausserdem würde VW niemals eine Schraube mit duchgehendem Gewinde vorschreiben, wenn die nur 2mm packen würde. |
Zitat:
Die DIN-Norm für das Eindrehen von Schrauben mit Regelgewinde besagt über die Mindest-Eindrehtiefe: d x 0,8 bei Stahl, d x 1,0 bei verschiedenen anderen Metallen, d x 1,5 bei Leichtmetall. d ist dabei der Außendurchmesser der Schraube im Gewindebereich. Nach meiner Erfahrung hält sich der VW-Konzern so gut wie immer an diese Norm. Eine Schraube mit dem Gewinde M6 muss demnach mindestens 6 mm x 1,5 = 9 mm in ein Leichtmetall-Innengewinde eingedreht werden können. Wenn ich mir das auf Deinem Foto im Beitrag Nr. 70 auf Seite 4 dieses Threads genau ansehe: Die Schraube hat unbestritten das Gewinde M6 und damit im Gewindebereich einen Außendurchmeser von 6,0 mm. Das Loch für diese Schraube im Regelventil hat dann üblicherweise einen Durchmesser von ca. 6,5 mm. Wenn ich mir auf dem Foto die Materialstärke des Ventils im Lochbereich ansehe und sie mit dem anzunehmenden Lochdurchmesser 6,5 mm vergleiche, komme ich auf eine Materialstärke von ca. 3 mm, höchstens 4 mm. Nehmen wir mal großzügig 4 mm an. Das bedeutet, dass vom Gewindeteil der Schraube 4 mm im Loch des Ventils stecken. Sie würde bei einer Schraube mit den Abmessungen laut Teileliste M6x14 also noch 14 mm - 4 mm = 10 mm aus dem Ventil herausstehen. Mit diesen 10 mm Gewindelänge wäre sie dann in das Innengewinde eingedreht. Das wäre 1 mm mehr als die Norm es verlangt. Und es würde wunderbar die Richtigkeit der Auswahl des VW-Konzerns dieser Schraube mit einer Länge von 14 mm bestätigen. Grüße Teletubby |
Wieder was dazugelernt durch Manfred Und wie ist jetzt der Stand mit dem Wagen ? |
Ich habe den Wagen jetzt wieder, er fährt, bremst und macht bisher keine auffälligen Dinge oder Geräusche. Trotzdem darf ich nochmal zur Werkstatt, durch die Reparatur wurde die Vorderachse ausgebaut, anschließend eine Achsvermessung gemacht und jetzt steht das Lenkrad leicht schief. Kann sich der Service Mitarbeiter natürlich nicht erklären, ein und ausgangswerte wären ja identisch. Ich bestehe trotzdem auf Nachbesserung. So der aktuelle Stand der Dinge. |
Zitat:
Das Lenkrad steht später bei Geradeausfahrt so, wie es während der Einstellung gestanden hat und festgeklemmt war. Wenn es während der Einstellung schief gestanden hat, kann man sie ansonsten so sorgfältig machen wie man will: Es wird danach bei Geradeausfahrt genau so schief stehen. Zwei wichtige Punkte muss man dabei aber beachten: 1. Autobesitzer bzw. -fahrer sind nach einer Einstellung wesentlich sensibeler für Ungenauigkeiten, weil sie viel mehr darauf achten. Ein leicht schief stehendes Lenkrad, das man vorher einfach als gegeben hingenommen hat, erscheint einem jetzt als Fehler. Außerdem kommt noch 2. die Straßenneigung hinzu, die es oft nötig macht, dagegen zu lenken. Das um so mehr, je höher die Fahrgeschwindigkeit ist. Bei einem Lenkrad, das bei Geradeausfahrt leicht schief nach links steht, sollte man erstmal sicherstellen, dass das nicht durch die Straßenneigung verursacht ist. Der Zusammenhang mit der Straßenneigung ist mir auch erst klar geworden, als ich es vor vielen Jahren mal ums Verrecken nicht hinbekommen habe, dass das Lenkrad bei Geradeausfahrt immer gerade stand. Erst nach vielen Versuchen ist mir dieser Zusammenhang klar geworden, als ich gemerkt habe: Wenn die Straße mal ausnahmsweise in die andere Richtung geneigt war, stand das Lenkrad bei Geradeausfahrt leicht in die andere Richtung schief. Dazu kommt, dass es Autos gibt, die darauf stärker reagieren und andere weniger stark. |
Danke dir für die Infos! :) Das Lenkrad war vorher definitiv gerade und seit der Auslieferung war das jetzt das erste mal, dass eine Achsvermessung gemacht wurde. Ein schief stehendes Lenkrad bei einem Neuwagen hätte ich damals auch nicht akzeptiert :) |
Zitat:
Zitat:
|
Zitat:
Ich gehe aber davon aus, dass die Einstellungen der Räder untereinander trotzdem genau stimmen. Deshalb lasse ich das mit dem Lenkrad so und werde es nicht reklamieren, weil ich nicht das Risiko eingehen möchte, dass hinterher die Einstellungen der Räder in Bezug auf die Gesamtspur nicht mehr stimmen. Da kann ich besser mit einem ganz leicht schief stehenden Lenkrad leben, auch wenn es nicht besonders schön ist. Aber es ist auch nur ganz wenig. Zitat:
Ein Standardspruch der Leute, die in Werkstätten Fahrwerkseinstellungen machen, lautet "In 20.000 Kilometern wissen wir mehr". Damit soll gesagt sein, dass sich die Frage, ob die Einstellung geglückt ist, erst über den Reifenverschließ herausstellen wird. Das lässt nicht unbedingt auf ein großes Vertrauen in die Qualität der geleisteten eigenen Arbeit schließen. Deshalb stelle ich die Spur der Vorderräder meistens selbst ein. Das ist ohne Spezialwerkzeuge keine einfache und erst recht keine schnelle Angelegenheit. Aber dafür sind die Erfolgsaussichten ungleich höher, und ich brauche mich hinterher nicht darüber zu ärgern, für einwandfreies Geld minderwertige Arbeit bekommen zu habe. |
Wegesagt die meisten wissen garnicht das es eine Kralle gibt. Diese setzt du zwischen Sitz (oder je nach Modell vom Boden) und Lenkrad an. Das Teil hällt das Lenkrad fixiert. Is hat n schweres Teil das auch oftmals einfach im Schrank verstaubt. Schade! |
Ist schon interessant hier zu lesen, das das ausrichten des Lenkrades schon ein Thema ist. Was spricht denn gegen ein umsetzen des Lenkrades in die Mittelstellung? Vielleicht weiss die super VW Werkstatt nicht, das man das Lenkrad abmachen kann! Zitat:
Beim Chris seinem 7er GTI weiss ich nicht was man dazu sagen soll, aber er macht das schon. Ich würde gerade bei der Geschichte mit Sicherheit in dem VW Betrieb anders auftreten. Weiss auch nicht, warum wegen der Reperatur die Vordrerachse ausgebaut werden musste, aber dann beim Spur einstellen lassen die das so? Mal ehrlich, was ist das für eine Werkstatt? Sind die Schrauben auch alle fest? Räder vorgeschrieben angezogen? Ich würde den schnellstens verkaufen, nächstes Problem lässt bestimmt nicht lange auf sich warten. |
HÄ? Du meinst das Lenkrad abnehmen, um einen Zahn versetzen auf der Lenksäule und wieder festmachen? Das geht natürlich, wird das Problem aber zu 99% nicht lösen da die Schiefstellung genau um eben einen Zahn sein muss. Ach ja und die Vorderachse muss ggf raus wen halt wo hin must wo ein super VW Konstukteur eben nie dachte das man da hin muss. Bei manchen modernen Autos muss das Getriebe raus wen an den Anlasser willst. Zum Spass baut das Ding keiner ab. Auch finde ich die Reaktion deutlich zuviel. Natürlich ist der Fall ärgerlich....aber WAS nützt es dir wen du "anders" auftrittst? Die Werkstatt verweist dich der Halle und weiter? KLeiner Tip was ich mal zu einem "spezial Kunden" gesagt hab der es auch immer besser gewust hat und es ihm nicht schnell genug ging: "Hier hast mein Telefon, Chef steht im Telefonbuch. Was soll der den machen? Der schmeist mich fristlos raus, ich pack zusammen und geh Heim. Somit dauert die Reperatur noch länger. Also Diskutieren wir weiter oder soll ich zu Arbeiten anfangen?"... Ich hab ja auch manchmal ein etwas durchgehendes Temperament, aber sich hier künstlich aufzuregen bringt dir nix, dem Auto nix und der Werkstatt auch nix. Man bittet die GF um ne Stellungnahe, anschliessend gibts einen Discount oder wen man wie in diesem Falle HOFFENTLICH nix für löhnen musst ein kleines Präsent oder Rabatt auf das nächste was kommt. Ach ja...warum sollte man das Auto verkaufen? Schlechtes Charma? |
Na Dr Drehzahl rennt doch die ganze Zeit schon zum Anwalt und regt sich fürchterlich auf. Einfach Mal etwas professionell und sachlich bleiben, da kommt man im Leben wesentlich weiter als "ganz anders auftreten". Sicherlich muss man irgendwann etwas deutlicher und direkter bleiben, aber cholerische Ausbrüche helfen keinem. |
Zitat:
Zitat:
Es gibt bei Kraftfahrzeugen einige Dinge, die sind so gut, wie sie einst im Werk gemacht worden sind, später nicht mehr oder nur noch ganz schwierig hinzubekommen. Beispiel: Lackierungen. Die Werkslackierungen gelten als so gut und ausgereift, dass selbst gut ausgeführte spätere Reparaturlackierungen qualitativ meistens nicht an sie herankommen. Fahrwerkseinstellungen gehören auch dazu. Wenn ich das ganz leicht schief stehende Lenkrad jetzt reklamieren würde und wenn die Werkstatt dann eine neue Vorderachseinstellung machen würde, würde ich riskieren, dass das Lenkrad zwar hinterher gerader steht als jetzt, dass aber etwas anderes, das viel wichtiger ist, nicht mehr so gut ist. Da habe ich aber überhaupt kein Interesse dran, weil es mit einiger Wahrscheinlichkeit ein ganz klares Verlustgeschäft wäre. Zitat:
Zitat:
Ich habe mir schon vor langer Zeit mal die Mühe gemacht, die Zähne der Lankradverzahnung des Golf 3 zu zählen: Es sind genau 86. Wenn man das Lenkrad jetzt gegenüber der Lenkwelle um einen Zahn versetzt aufsteckt, ist es um 360° : 86 = 4,19° (= Winkelgrade) gegenüber vorher verdreht. Wenn es vorher bei Geradeausfahrt um 2° nach links verdreht war, steht es nach Umsetzen um einen Zahn nach rechts nach Adam Riese hinterher um 2,19° nach rechts. Wem bitte wäre damit geholfen? Es müsste schon ein immenser und höchst seltener Glücksfall sein, wenn sich ein schief stehendes Lenkrad auf diese Weise korrigieren ließe. Außerdem besteht beim Versuch, eine fehlerhafte Spureinstellung durch Umsetzen des Lenkrades zu korrigieren, immer die Gefahr, dass der maximale Lenkeinschlag zu beiden Seiten hinterher nicht mehr gleich ist. An der Lenkradposition sollte man nur dann etwas ändern, wenn man genau weiß, was man tut und sich über alle möglichen Folgen im Klaren ist. |
Also ich verstehe die Diskussion ehrlich gesagt nicht. Bei Auslieferung 2015 war die Spur richtig eingestellt und das Lenkrad war gerade. Jetzt nach einer Reparatur mit Achsvermessung steht das Lenkrad schief, warum sollte ich das akzeptieren, wenn es mich merklich stört? Vor allem wenn es scheinbar Vorrichtungen gibt, die eben dieses verhindern sollen. Gerade du Teletubby, der so akribisch und genau arbeitet, alles ausführlich beschreibt und dokumentiert, würde das dann hinnehmen? Ich sehe gerne mal über Dinge hinweg, bei meinem alten Golf 3 und auch beim vr6 stand bzw steht das Lenkrad auch leicht schief, aber da ist in der Lenkung auch viel mehr Spiel. Beim GTI nicht, nur ganz minimal, das möchte ich nicht. Termin steht, Freitag wird nachgebessert. Über einen Verkauf habe ich durchaus schon nachgedacht, meine Laune und der Spaß am Auto war sehr getrübt, aber es ist nachwievor ein schönes Auto und fährt sich sehr toll. :) |
Zitat:
Wenn diese Werkseinstellung eh nicht mehr vorhanden ist, weil schon von einer Werkstatt oder sonstwem an den Einstellungen gearbeitet wurde, dann wäre das vielleicht anders. Aus eigener Erfahrung weiß ich aber, dass es ein steiniger und frustiger Weg sein kann, durch Werkstattarbeit eine tadellose Radeinstellung mit bei Geradeausfahrt gerade stehendem Lenkrad zu bekommen. Da kann es sein, dass man drei- oder viermal dort erscheinen oder sogar die Werkstatt wechseln muss. Wenn ich in den sauren Äpfel beiße, eine Spureinstellung der Vorderräder möglichst selbst zu machen, dann sicher nicht aus Geiz. Viel lieber würde ich ca. 75 bis 100 Euro ausgeben und mich hinterher über eine einwandreie Einstellung freuen. Aber vielen Werkstätten traue ich das einfach nicht zu. Was sicher auch damit zu tun hat, dass die Mitarbeiter dort zeitlich unter Druck stehen und deshalb einfach nicht die Ruhe habe, sich so lange mit der Arbeit zu beschäftigen, bis sie wirklich gut ist. |
Bei meinen Golf 7 steht auch das Lenkrad gaaaaaaaanz Minimal nach links bei Geradeausfahrt schief. Das Auto läuft aber tadellos gerade, und kümmert hat mich das am Anfang; für eine Achvermessung müsste ich jedoch trotz Garantie selber zahlen, aber der Servicberater meinte zu mir, dass er an der Werkseinstellung nichts machen würde. Auch wenn ich es machen lassen würde, würde es schnell gemacht werden und somit wieder nicht zu 100%. Wandeln wollte ich meinen Golf anfangs auch. Erstens waren 2 Blenden beschädigt, diese wurden sofort im Rahmen der Gewährleistung ersetzt. Später quietschte die Wastegate-Klappe des Turboladers bei 4000km und der Turbolader wurde ersetzt. Und dann kam das Chaos mit der Türverkleidung (ist die 4. drin). Und zuletzt noch beide Scheinwerfer, die Produktionsfehler aufwiesen. Schwere Probleme, liegenbleiben usw. kam nie vor. Seitdem habe ich keinen Mangel gefunden. Mir ist es eigentlich wichtig, dass Motor&Getriebe und die ganze Elektrik keine Mängel aufweist. Sonst wäre dieses Auto längst weg. |
Zitat:
Die Verzahnung auf der Lenksäule ist doch rundverzahnt!!!!! @Teletubby Vergleich doch bitte einen 25 Jahre alten Golf 3 nicht mit einem High Tec Golf7 Glaube mir, das bei unseren Golf das Lenkrad mit Sicherheit in der Mitte steht. Und hier angeben, dadurch ist der Lenkeinschlag anders (weil 1 Zahn das Lenkrad versetzt wird), wer soooo pingelig ist, der dürfte schonmal nicht mit einem schiefstehenden Lenkrad zufrieden sein. Aber es sollte jeder so handhaben wie er das möchte. |
Zitat:
Natürlich ist das in der Realität alles nicht so einfach und auch nicht so schnell gemacht wie hier geschrieben, aber so sollte es doch funktionieren. |
Zitat:
Aus ganz langjähriger Erfahrung mit solchen Dingen kann ich sagen: Perfektion gibt es bei technischen Dingen nicht. Bei allen Montagen und Einstellungen, auch bei der Produktion im Werk, sind Toleranzen erlaubt. Auch bei der Montage eines Lenkrades, z.B. um plus/minus 1,5 Winkelgrade. Diese Toleranzen sind allein schon deshalb nötig, weil die Taktzeiten am Produktionsband eingehalten werden müssen. Alles das, was innerhalb dieser Toleranzen ist, gilt als "In Ordnung" und stellt für den Kunden keinen Reklamationsgrund dar. Für alle technischen Produkte einschließlich Autos gibt es viel mehr zulässige Abweichung als die Kunden auch nur schemenhaft ahnen. Ich kenne das aus langjähriger beruflicher Tätigkeit im Elektronikbereich, damals speziell mit hochauflösenden Farbmonitoren, die zu dieser Zeit überwiegend in der Industrie eingesetzt waren. Allein im Bereich der sog. Bildgeometrie gab es etliche. Alle Kunden wollten ein verzeichnungsfreies, exakt rechteckiges Bild mit gerade Linien und rechten Winkeln. In der Praxis gab es so etwas nicht. Meine Aufgabe bestand u.a. regelmäßig darin, den Kunden das zu erklären und ihnen nahzubringen, dass ihre speziellen Verzeichnungen kein Fehler sind, sondern "in spec" (= innerhalb der Spezifikation) waren, wie wir das damals ausgedrückt haben. Ein konkretes Beispiel dazu an einem 14 Zoll Monitor: Die Spezifikation besagte, dass die dunkelste Stelle des Bildes noch mindestens 65 der Helligkeit der hellsten haben musste. Diese "Stellen" waren als kreisrunde Flächen in der Größe etwa eines 2 Euro-Stückes festgelegt. Wenn man ein Gerät vor sich hatte, das im Randbereich dieser Spezifikation lag, aber noch innerhalb, dann sah das einfach schlecht aus, vor allem dann, wenn diese dunkelste Stelle nur in einer der vier Bildecken war. Aber für uns als Vertreter des Herstellers war das "in spec" = der Kunde musste damit leben. Zu dieser Zeit habe ich mehr als einen Kunden erlebt, dem der Unterkiefer heruntergeklappt ist, als er erfahren hat, was alles "in spec" ist und womit er leben muss. Deshalb sage ich es hier noch einmal, weil ich es ganz wichtig finde: Wenn man sich im technischen Bereich und hierbei speziell bei Arbeit, Leistungen und Einstellungen Anderer auf ein Streben nach Perfektion einlässt, dann begibt man sich auf einen Weg, der voll ist mit Rückschlägen, Ärger, Frust und Enttäuschungen und der einem selbst letztlich nur schaden kann. Unter anderem deshalb lasse ich an meinem jetzt knapp sechs Wochen alten Polo das Lenkrad so, wie es ist, ohne darunter auch nur irgendwie zu leiden. Das ist einfach so und in Ordnung, und weder der Verwendungszweck noch der Wert des Autos sind dadurch in irgendeiner Weise eingeschränkt. Wenn ich da Perfektion haben wollte, dann würde ich nur gegen Wände rennen. Da investiere ich meine Zeit, Kraft und Kreativität lieber in etwas, was Wohlbefinden und Freude verspricht. |
So, heute wurde der GTI nochmal vermessen und das Lenkrad steht jetzt auch schön gerade. :) |
Geht doch, Klasse. |
Zitat:
|
Vielleicht erinnert sich der ein oder andere noch an meinen Fall letztes Jahr im Januar, als ich mit dem Auto in Österreich liegen geblieben bin. Seit gut einer Woche ist das Thema mit dem hier ansässigen Autohaus endlich komplett durch, denn ich musste noch meinen Nutzungsausfall einklagen, den ich Ende März dann endlich mal überwiesen bekommen habe. Somit hat das Thema endlich seinen Abschluss gefunden. :) Der Wagen fährt seitdem ohne Auffälligkeiten, einzig die Wärmepumpe der Standheizung hatte den Geist aufgegeben. Das hat mich persönlich schon sehr geärgert, nach gerade mal 4 Jahren und dann mal eben über 400€ weg. Ansonsten sind wir bei über 60.000km angelangt und ich fahre nach wie vor sehr gerne mit dem Auto. :) |
Ja kann mich erinnern. Das sind gute Nachrichten, endlich das eingeklagte Geld zu bekommen. Allzeit gute Fahrt! |
Meine Güte, das hat sich ja ewig gezogen. Aber immerhin bist du zu deinem Geld gekommen! |
Immerhin das! Haben die damals eigentlich nen neuen Block verbaut oder wie haben sie das Ganze gelöst? |
Nein, einen neuen Motor gab es nicht, laut Werkstatt wurde motor mäßig alles überprüft und für gut befunden. Es wurde lediglich das Ölwannen - Oberteil getauscht, wo drin sich das defekte Gewinde befand. Zwei Möglichkeiten gibt es jetzt. Der Werkstatt vertrauen, dass alles in Ordnung ist, oder in Vorkasse treten, den Motor beim Spezialisten überprüfen lassen und im Fall der Fälle dann die Kosten und entsprechend Ersatz einklagen. Da kann sich ja jeder ausmalen, wie lange das wiederum dauern kann. Im Moment kann ich nichts negatives sagen, ich sehe keinen Ölverbrauch und hören kann ich so auch nichts auffälliges, aber dann wären wir wieder da, dass ich keiner vom Fach bin. Letztes Jahr hatte ich mich für einen Hyundai I30N Fastback interessiert und gefragt, was ich für den Gti noch bekommen würde. Das Angebot war 11.000€, ich lasse das mal unkommentiert. |
Ah, okay. Ich war mir gar nicht bewusst, wie genau der Motor da aufgebaut ist. Vielleicht sollte ich mir da mal n bisschen Literatur zu beschaffen, jetzt wo ich auch nen EA888 EVO3 an der Backe habe. Ob ich das Geld investieren würde, wüsste ich so auch nicht. Wie will man nachweisen, dass eventuell gefundene Schäden da her stammen... Schwierig. |
Ich könnte mir vorstellen, dass ein entsprechender Spezialist per Gutachten schon Rückschlüsse auf Schäden mangels Öl Schmierung ziehen könnte, soweit ich weiß müsste das Autohaus in den ersten zwei Jahren beweisen, dass es nicht daher rührt, zumal das im Widerspruch zu deren Prüfung stehen würde. Im Endeffekt ist es mir den Zeitaufwand und Stress nicht wert. Die Monate /Jahre werden zeigen, ob es die richtige Entscheidung war. |
Ich drücke dir die Daumen, dass der Wagen jetzt hält.... :) |
Mehr als 2 Jahre ist der letzte Beitrag her. Der Golf hat jetzt 80500km gelaufen und war am Mittwoch für TÜV und Inspektion in der Werkstatt. Für unsere kleine Tochter hatte ich mir noch die Scheibentönung von Solarplexius zugelegt. Die Scheiben sind schon echt dunkel, im Sommer super, bei Dunkelheit echt grenzwertig. Ansonsten gibt es nichts besonderes neues, was auch nicht unbedingt schlecht ist. Alles soweit gut. Es gibt eine Serviceklappe für einen der Kettenspanner, wenn man auf der Beifahrerseite die Radhausschale ausbaut und den dort versteckten Stopfen raus zieht. Anhand der Gewindegänge, die der Spanner aus dem Gehäuse gefahren ist, kann man Rückschlüsse auf die Kettenlängung ziehen. VW gibt vor, bei 7 Gewindegängen bzw "Zähnen" den Kettentrieb zu erneuern, bei einem neuen Motor liegt man bei 1-1,5 Zähnen. Aktuell sind in der am weitesten ausgefahrenen Stellung bei mir 3 Zähne zu sehen, also alles super. :) |
Alles soweit gut? Dann ist ja alles Wunderbar. Würde mich auf ein Wiedersehen freuen... |
Gestern auf dem Rückweg von der Arbeit dann die 100.000Km voll gemacht. Auch seit meinem letzten Beitrag war der Wagen nur zu den regulären Service-Intervallen in der Werkstatt. Letztes Jahr gab es im Frühjahr noch neue Sommerreifen, Winterreifen müssen dieses Jahr auch neu. Das ist auch voll in Ordnung, zusammen wurden ja fast die 100tkm abgespult. Vor paar Wochen habe ich mir beim Lederzentrum ein Set zur Aufarbeitung des Lederlenkrads bestellt und bei Ankunft direkt ausprobiert. Das Lenkrad fühlt sich wieder so gut an, es war eine absolute Befriedigung das Teil zu reinigen, was nach 9 Jahren auch durchaus nötig war. Ansonsten sind mir keine Mängel aufgefallen. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:21 Uhr. |
Powered by vBulletin®