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-   -   Oeldrucklampe blinkt, Motor stellt ab (http://www.golf3.de/showthread.php?t=94564)

ChristianXD 28.08.2011 09:57

Mach den schlüssel mal auf, hat er da ein kleines plastikteil drin?

Hast du denn nun mal alle Schlüssel ausprobiert?
Also mit jedem Schlüssel gestartet?

Die Wfs gibt eigentlich nicht so oft den Geist auf.
Das liegt meist an anderen Schen.
Was man machen könnte wär mit einem Tester die WFS zu deaktivieren.

LGC

lavaux 28.08.2011 16:04

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1269633)
Mach den schlüssel mal auf, hat er da ein kleines plastikteil drin?

Hast du denn nun mal alle Schlüssel ausprobiert?
Also mit jedem Schlüssel gestartet?

Die Wfs gibt eigentlich nicht so oft den Geist auf.
Das liegt meist an anderen Schen.
Was man machen könnte wär mit einem Tester die WFS zu deaktivieren.

LGC

Ich fahre schon jahrelang mit einem Ersatzschlüssel nur aus Metall.
Habe auch den Originalschlüssel mit dem Gühbirnchen versucht, ohne Erfolg.

Was könnte die WFS denn sperren?
- der Funken ist ja da und es riecht nach Benzin im Auspuff.

Könnte der Zündzeitpunkt so stark verstellt sein, dass der Motor nicht anläuft?
Könnte der Benzindruck ungenügend sein?

Habe heute morgen das braun-gelbe Kabel durchgemessen von Ventilstecker zu MSTG: 0,2 Ohm. Es kommen Impulse vom MSTG zum Ventilstecker: habe 10W Glühlampe und 12V Multimeter (parallel) angeschlossen und Impulse gesehen.

Wilfried

ChristianXD 28.08.2011 16:22

Überprüf mal die Steuerzeiten!

verteilerkappe abnehmen und auch drauf achten das die Kerbe im Verteiler richtig steht wenn die Zwischenwelle auf Markierung steht!

Hast du das schon geprüft?

LGC

lavaux 28.08.2011 16:59

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1269880)
Überprüf mal die Steuerzeiten!

verteilerkappe abnehmen und auch drauf achten das die Kerbe im Verteiler richtig steht wenn die Zwischenwelle auf Markierung steht!

Hast du das schon geprüft?

LGC

Gute Idee!

"wenn die Zwischenwelle auf Markierung steht"
Wo sehe ich die Markierung der Zwischenwelle??

Wilfried

ChristianXD 28.08.2011 17:09

Leider kannst du das Gonzy noch nicht einsehen.

http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1262979252.jpg

Da findest du ne Menge, dazu musst du länger angemeldet sein.

LGC

lavaux 28.08.2011 18:47

Habe soeben die Verteilerkappe demontiert. Die Innenseite sieht gar nicht schön aus, Brandspuren.
Wollte den Verteilerfinger herausziehen, geht aber nicht. Ist der irgendwie angeschraubt oder muss ich einfach stärker nach oben ziehen?

Zwischen dem Kontaktpunkt in der Mitte und dem Aussenteil ist der Widerstand unendlich, statt 1 kOhm. Der Widerstand ist wahrscheinlich verbrannt. Kaufe morgen einen neuen Finger.

Vielleicht ist dann alles in Ordnung.

ChristianXD 28.08.2011 18:54

Verteilerkappe und Finger würde ich dann wechseln!

Den Finger musst du normaler Weise nur gerade abziehen können.
nen ordentlicher Rück und gut.

Passt denn die Markierung auf dem Verteiler zum Finger wenn du die Kurbelwelle und Nockenwelle auf OT hast?

LGC

lavaux 28.08.2011 20:10

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1270039)
Verteilerkappe und Finger würde ich dann wechseln!
Natürlich werde ich auch die Verteilerkappe wechseln!

Den Finger musst du normaler Weise nur gerade abziehen können.
nen ordentlicher Rück und gut.

Passt denn die Markierung auf dem Verteiler zum Finger wenn du die Kurbelwelle und Nockenwelle auf OT hast?

LGC

Die Kurbelwelle auf den OT zu drehen, ist mit einem automatischen Getriebe nicht so einfach. Zuerst werde ich einfach Finger und Kappe wechseln.
Um den Motor auf OT zu bringen, muss ich das halbrunde Blech neben der Oelwanne entfernen, die Zündkerzen entfernen und dann noch die Plastikschale Nr 6 der unteren Zeichnung entfernen. Dann am Zahnkranz drehen.
Einfacher, aber nicht so genau kann ich das am Kolben selber sehen.
Wilfried

ChristianXD 28.08.2011 22:05

Da brauchst du nicht unbedigt bei gehen.

AT Getriebe auf N oder P Setzen.
Auf P läuft die Ölpumpe nicht mit,
dann einfach wie beim Schaltwagen Nockenwelle und KW mit Riemenscheibe auf OT setzen. Denn das sollte auch gleich wie bei MT sein.

LGC

wolfi71 29.08.2011 08:54

zum Drehen des Motors setzt man an der Keilriemenscheibe einen 19er Ringschlüssel an. Dann geht das recht leicht. Besonders einfach, wenn man die Zündkerzen rausnimmt.

lavaux 29.08.2011 16:37

Habe gecheckt dass der Finger auf die Marke zeigt, wenn OT.
Den verbrannten Finger musste ich an Ort zerstören, so stark war er auf der Welle fest. Besonders die Nut.
Neuen Finger und neue Kappe montiert. Voller Hoffnung Schlüssel gedreht: grosse Enttäuschung. Nach langen Versuchen ist jetzt die Batterie fast leer und ich bin daran sie zu laden.

Hatte am Samstag noch die Rückflussleitung des Benzins in die Benzinpumpe demontiert. Wenn die Pumpe hörbar läuft, fliesst viel Benzin zurück. Könnte ja sein das das Druckreduzierventil beim Motor offen bleibt sodass kein Druck entsteht. Habe deshalb mit dem Daumen die Rückleitung etwas unter Druck gebracht bei Startversuchen, aber ohne Erfolg. Aber am Samstag war ja noch der Verteilfinger defekt.

Bin ziemlich demoralisiert! Werde wohl den Wagen in eine Werkstatt abschleppen müssen.

Wilfried

ChristianXD 29.08.2011 18:47

Hatten wir und schonmal über den Kühlwassertemparaturfühler unterhalten?
Hast du Startpilot da? Das wär noch ne Möglichkeit mit Startpilot den noch etwas in die Gänge zu bekommen.

Sonst nun nochmal den Kühlwassertemparatursensor überprüfen.
Oder wir müssen heute Abend nochmal telefonieren, das Wurmt mich echt wie sonstwas, wir Fischen nur im Trüben.....

Wie sehen die Zündkerzen alle aus?
Mach davon mal ein Bild und Lade es mit unserem Uploader den du in der Kopfzeile der Seite findest hoch und kopier den Link den er dann unten Sagt in 800er Format hier rein!

LGC

lavaux 29.08.2011 22:06

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1270750)
Hatten wir und schonmal über den Kühlwassertemparaturfühler unterhalten? Hast du Startpilot da? Das wär noch ne Möglichkeit mit Startpilot den noch etwas in die Gänge zu bekommen.

Sonst nun nochmal den Kühlwassertemparatursensor überprüfen.
Oder wir müssen heute Abend nochmal telefonieren, das Wurmt mich echt wie sonstwas, wir Fischen nur im Trüben.....

Wie sehen die Zündkerzen alle aus?
Mach davon mal ein Bild und Lade es mit unserem Uploader den du in der Kopfzeile der Seite findest hoch und kopier den Link den er dann unten Sagt in 800er Format hier rein!

LGC

Kühlwassertemperaturfühler:
- bisher noch nicht darüber gesprochen.
- wo sitzt er? Ich nehme an, der Widerstand nimmt ab mit steigender Temp. Was sollte er sein bei 20 Grad?
- was könnte er denn dummes machen?

Die Zündkerzen sehen alle vernünftig aus, eher dunkel, so wie wenn der Motor gelaufen wäre. Bestimmt nicht nass. Ist doch verdächtig.

Ich hab Startpilot. Wo soll ich das reinspritzen? Soll ich das schwarze Gummirohr zwischen Luftmengenmesser und Drosselklappe wegnehmen? Eine andere Frage: hast Du schon mal ein defektes Druckreduzierventil gesehen, so dass es keinen genügenden Druck aufbaut zu den Einspritzventilen?

Wurmt mich auch ganz furchtbar. Und wenn ich die Karre zur Werkstatt bringe und die dort mit dem Fehlerlesegerät auch nichts finden, dann suchen die stundenlang und bauen auf Verdacht alles neue teure Teile ein.

Wilfried

lavaux 30.08.2011 09:59

Der Stand von heute morgen:
- Batterie über Nacht wieder voll aufgeladen.
- Weisse Marke gezeichnet auf der Kurbelwellen-Riemenscheibe entsprechend OT Marke auf Verteiler. Stroboskop installiert auf 1.Kerze (Marschrichtung rechts). Hilfsperson Anlasser betätigt: Kerze 1 zündet wenn weisse Marke in richtiger Stellung. Folgerung: die Zündung arbeitet richtig und im richtigen Moment.
- Dicken Gummischlauch am Luftmassenmesser gelöst und nach oben verschoben. Hilfsperson startet Motor während ich Startpilot in den Schlauch einsprühe. Versuch wiederholt mit verschiedenen Gaspedalstellungen. NIX.
- Zündkerze 1 demontiert: ganz nass bis zum Gewinde. Folgerung: es fehlt offenbar nicht am Benzin. Alle Kerzen demontiert. Alle nass. Alle mit Druckluft getrochnet. Zündstecker ab und Motor ohne Kerzen durchdrehen lassen zum Trocknen. Kerzen montiert. Zündstecker drauf.
Anlasser zuerst ohne Gas, dann mit Gas: NIX!

Ich verstehe nicht, weshalb ein Motor mit (offenbar) richtig funktionierender Zündung und (offenbar) funktionierender Einspritzung nicht laufen will?

Im nächsten Kapitel schreibe ich nochmals eine Zusammenfassung, wie es zu der Panne kam.
Wilfried

lavaux 30.08.2011 10:22

Hier die historische Zusammenfassung.

- Bin zum TüV eingeladen. Muss deshalb leichtes Leck an Oelwannendichtung beheben.
- Reinige mit Motorreiniger den Motor um die Oelwanne und auch oben. Nach trocknen, sprühe ich Wachs auf den Motor.
- Weil ich Probleme hatte mit der Lieeferung der neuen Dichtung, bleibt die Oelwanne etwa 5 Tage weg. Etwas Oel läuft nach auf einen Karton.
- Oelwanne mit neuer Dichtung montiert, das alte Oel wieder eingefüllt.
- Motor gestartet und Wagen von den beiden Rampen heruntergefahren. Oelwarnlampe blinkt und Motor stoppt plötzlich nach ca. 30s im Leerlauf, kurz bevor ich neben den Rampen parkieren kann. (Mit einem autom. Getriebe geht das alles ohne Gas zu geben.) Oelwarnlampe blinkt weiter, bis ich Zündung ausschalte.
- Motor startet nicht mehr. Oellampe blinkt nach jedem Startvorgang. Meine (falsche) Folgerung: Oelpumpe ist trockengelaufen!
- Oelwanne und Oelpumpe demontiert. Oelüberdruckventil geprüft und für richtig befunden. Oelpumpe und Wanne wieder montiert, Altes Oel wieder eingefüllt, zusätzlich Oel eingefüllt beim unteren Oeldruckschalter (um Pumpe zu füllen).
- Beide Oeldruckschalter demontiert, geprüft und für gut befunden.
- Anlasser betätigt und Funktion der beiden Oeldruckschalter für gut befunden: der untere (3bar) öffnet nach ein paar Sekunden, der obere (0,3bar) schliesst nach ein paar Sekunden. Motor startet noch immer nicht und Lampe blinkt nach Startversuch.

Fortsetzung folgt in ein paar Stunden

lavaux 30.08.2011 11:38

Fortsetzung:
- Touring Club Patrouilleur (das ist unser ADAC) gerufen. Hat keinen Funken gefunden. Hat alle drei Zündschlüssel (2 Original, eine Nachfertigung) probiert: ohne Erfolg. Hat einen Zündtrafo aus seinem Ersatzteillager angeschlossen: kein Funken. "Kann Ihnen nicht helfen, Werkstatt aufsuchen."
- Mit Hilfe dieses Forums angefangen Fehler einzukreisen: Zündtrafo ersetzt (war offenbar defekt).
- Braun/gelbes Kabel (Masse zur Betätigung der Einspritzventile) ausgemessen zur Digifant PIN2: ok.
- Impuls Masse gegen 12V(rot) gemessen am Stecker: ok. Kerze 1 trocken. (Jedenfalls nicht nass.)
- Rücklauf an der Benzinpumpe getrennt und Rücklaufschlauch in Auffanggefäss. Beim Einschalten der Zündung und während Anlasser fliesst viel Benzin zurück.
- Zündzeitpunkt kontrolliert am Verteiler; Zeitpunkt 0ffenbar ok, aber der 1kOhm Widerstand im Verteilfinger ist defekt (unendlich) und Brandspuren innen an Verteilkappe.
- Finger und Kappe ersetzt. Guter Funken an 10mm Hilfskerze am Kabel 1. Aber Motor startet nicht.
- Weisse Marke gezeichnet auf Kurbelwellen-Riemenantrieb für OT. (OT wenn Finger im Verteiler auf Marke zeigt.) Mit Stroboskop auf Kerze 1: weisse Marke in etwa richtiger Stellung. Motor startet nicht.
- Startpilot eingespritzt in den grossen schwarzen Schlauch welcher zur Drosselklappe führt. Verschiedene Startversuche mit und ohne Gaspedal. Nix.
- Kerzen angesehen: sind alle nass bis auf das Gewinde. Trockengeblasen mit Pressluft, Motor durchdrehen lassen ohne Kerzen zum Trocknen innen. Kerzen montiert. Startversuche: NIX.

Nachträglich erkläre ich mir die Panne so:
- der Zündtrafo wurde durch meine Wäsche feucht und hat dann nach einer halben Minute Laufen durchgeschlagen. Der Verteilfinger war möglicherweise bereits defekt, hat aber mit der noch guten Spule trotzdem "verteilt"
- dabei, oder bei den nachherigen Arbeiten und Versuchen ist noch etwas defekt geworden sodass heute der Motor trotz Zündung und Gemisch nicht startet.

WAS KANN EINEN MOTOR DARAN HINDERN ZU STARTEN, WENN ZUENDUNG UND GEMISCH IN ORDNUNG SIND?
Kann Digifant etwas anderes speichern, das den Motor nicht starten lässt ausser Zündung und Einspritzung???

Wilfried

lavaux 30.08.2011 11:40

Zitat:

Zitat von lavaux (Beitrag 1271023)
Die Zündkerzen sehen alle vernünftig aus, eher dunkel, so wie wenn der Motor gelaufen wäre. Bestimmt nicht nass. Ist doch verdächtig.

Wilfried

Stimmt jetzt nicht mehr: Kerzen ganz nass!
Siehe Bericht oben.
Wilfried

wolfi71 30.08.2011 12:25

Wenn es kein Automatik wäre könnte man den anschleppen versuchen.

Obwohl, wenn man den ranhängt und dann den Motor mit eingelegtem Fahrbereich und überbrückter Sperre startet, dann müsste das Getriebe zuschalten und dann dreht der Motor schneller. Wäre evtl ein verzweifelter Versuch.

lavaux 30.08.2011 14:28

Immer wieder eine kleine Ueberraschung:
Wollte die 4 Zündkabel durchmessen. Verteilerkappe ab und Ohmmeter an den Messingteil im Verteiler und an den Kerzenstecker.
Erstes Ergebnis: alle 4 haben keinen Durchgang. Dann Kabel von der Verteilerkappe getrennt und erneut gemessen: drei Stecker ok mit etwa 5 Ohm, ein Stecker unendlich.
Dann die Kappe genauer angeschaut: das ganze Innere wurde lackiert, auch die Messingpflöckchen. Lack war von den paar hundert Funken zwar etwas angegriffen, aber eben nicht leitend für die Durchgangsprüfung. Ist ja weiter nicht schlimm, es sind ja keine "Kontakte" sondern Funkenstrecken.
Fahre jetzt wieder zum VW Vertreter um neue Kabel zu kaufen.
Wilfried

PS: Ein einziger schlechter ZK-Stecker sollte eigentlich den Start nicht verhindern.

ChristianXD 30.08.2011 17:38

Wie sehen die restlichen Stecker aus?

Grüne ablagerungen?

LGC

lavaux 30.08.2011 22:43

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1271427)
Wie sehen die restlichen Stecker aus?

Grüne ablagerungen?

LGC

Alle Stecker sehen sehr gut aus, trotz der 17 Jahre. Auch die Kabel sehen noch gut aus, sind jedoch etwas härter geworden.
Morgen wechsle ich die 5 Kabel (mit den Steckern) aus.
Vielleicht hilft das. Hatte mal einen Lancia Beta, der ziemlich plötzlich nicht mehr lief. Die Zündenergie verlief sich irgendwie in den Kabeln. (Es waren Kabel mit Kupferseele, nicht mit Graphitpulver.) Neue Kabel und alles war wieder gut.
Wilfried

lavaux 31.08.2011 06:18

Christian,
Ich hab noch immer nicht den Kühlmittel-Thermostat prüfen können. Wo ist er beim E2 Motor?
Es könnte ja sein, dass er offen ist und damit "sehr kalt" meldet, das Kaltstartventil sehr lange einspritzt und der Motor bei der ursprünglichen Panne an zu fettem Gemisch nach einer Minute "erstickte".
Ich sollte nun wwirklich sehen, ob der Thermostat defekt ist oder sein Steckkontakt.
Wo finde ich ihn?
Wilfried

lavaux 31.08.2011 09:56

Zitat:

Zitat von lavaux (Beitrag 1271834)
Christian,
Ich hab noch immer nicht den Kühlmittel-Thermostat prüfen können. Wo ist er beim E2 Motor?
Wilfried

Christian und Wolfi7,
Sorry, das war eine dumme Frage die ich heute morgen gestellt habe!
Bin dem Wasserschlauch vom Kühler zum kalten Motor nachgegangen und habe den für mich etwas ungewöhnlichen Doppelthermostat gemessen.
G2 Kühlmittel-Geber hat 1300 Ohm
G27 Geber für Motortemperatur hat 2700 Ohm
Ist das richtig, dass nicht beide den gleichen Wert haben?
Wilfried

lavaux 31.08.2011 16:26

Habe heute nachmittag die 5 HS Kabel ersetzt durch neue. Hat leider nichts gebracht!
Wilfried

ChristianXD 31.08.2011 17:59

Der Temparatursensor sitzt vorne an am Kühlwasserstutzen am Zylinderkopf.
Hier die Daten!

Kühlmitteltemparatursensor:
Zündung ausschalten, Stecker vom Temparatursensor abklemmen und die Nummerierung der 4 Pins herausfinden. Ein Multimeter zur Hand nehmen und anhand der Kühlwassertemparatur im eingebauten oder anhand der Lufttemparatur im ausgebautem Zustand die Werte ermitteln und vergleichen. Messung von Pin 1 auf Pin 3.

Temparatur: Widerstand:
20°C 2250 - 3000Ohm
30°C 1500 - 2000Ohm
40°C 1000 - 1500Ohm
60°C 550 - 675Ohm
80°C 275 - 375Ohm


Jetzt so bei 16°C wie es gerade bei mir sind müsstest du einen Wert von 3000 - 3200Ohm haben.

LGC

lavaux 31.08.2011 21:43

Ich hab mich auf die Farben der Kabel verlassen:
- zwischen gelb/rot und braun liegt der Widerstand für Kühlmitteltemp.:1300 Ohm
- zwischen braun/weiss und braun/grün liegt Widerstand für Motortemp.: 2700 Ohm
Die Umgebungstemperatur war etwa 22Grad. Motor und Kühlmittel haben doch bei ruhendem Wagen (seit Tagen!) etwa die gleiche Temperatur.
Falls beide Widerstände von der gleichen Bauart sind (was mir logisch scheint), dann zeigt der für Motor richtig, aber der für Kühlflüssigkeit eine Temperatur von etwa 40 Grad an.

Aber das erklärt doch sicher nicht mein Problem.
Wilfried

wolfi71 31.08.2011 23:04

Die Widerstände sind unterschiedlich, das ist normal. Der eine geht zum Instrument und der andere zur Einspritzanlage.

Wie gesagt zwischen 1 und 3 wird gemessen. Hast du ein jetzt helfe ich mir selbst oder so wirds gemacht? Da steht die Messmethode genau drin.

lavaux 01.09.2011 09:01

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1272371)
Die Widerstände sind unterschiedlich, das ist normal. Der eine geht zum Instrument und der andere zur Einspritzanlage.

Wie gesagt zwischen 1 und 3 wird gemessen. Hast du ein jetzt helfe ich mir selbst oder so wirds gemacht? Da steht die Messmethode genau drin.

Habe jetzt nochmals gemessen. Zahlen kann ich nicht sehen auf dem Stecker. ch hab mich deshalb auf das Schema im "Jetzt weiss ich mir zu helfen" bezogen.
PIN 1 braun/weiss zu PIN 3 braun/grün misst 2570 Ohm.

Kann ein Defekt an diesem Widerstand zu Startunmöglichkeit führen? z.B. bei Unterbruch ("es ist sehr kalt") spritzt das Kaltstartventil zu lange ein und der Motor versäuft nach ein paar Sekunden(?). Aber starten sollte er dennoch.

Der Widerstand ist also ok. Soll ich noch die beiden Kabel von PIN1 und PIN3 prüfen? PIN 1 (br/ws) geht laut Schema zum Digifant PIN12, aber wo geht PIN3 hin?

Wilfried

lavaux 01.09.2011 09:53

Könnte der Benzindruck viel zu hoch sein beim Anlassen? Könnte der Druckregler defekt sein, d.h. den Druck nicht reduzieren?
Auf der Zeichnung für 4-fach Einspritzung geht EINE einzige Steuerleitung von (vor) der Drosselklappe zum Druckregler. Diese Leitung bringt im Leerlauf starken Unterdruck zum Druckregler, welcher dadurch den Druck reduzieren soll.
In Wirklichkeit hat diese Leitung eine Abzweigung, welche in den Gehäusedeckel des Luftfilters führt: es wird also ein Mittelwert zwischen den beiden Messpunkten in den Druckregler geführt.
Warum ich das schreibe? Ich wollte mit einer Vakuumpumpe prüfen, ob die Membran im Druckregler ok ist. Dazu müsste ich den Anschluss bei der Drosselklappe lösen (Bride wegnehmen), aber auch den Anschluss in den Gehäusedeckel wegnehmen und verschliessen. Ist der nur eingesteck, d.h. darf ich einfach stark ziehen bis er kommt?
Wilfried

lavaux 01.09.2011 10:10

Zitat:

Zitat von lavaux (Beitrag 1272474)
Auf der Zeichnung für 4-fach Einspritzung geht EINE einzige Steuerleitung von (vor) der Drosselklappe zum Druckregler. Wilfried

Es sollte natürlich heissen (NACH) der Drosselklappe.
Wilfried

ChristianXD 01.09.2011 19:06

Ich glaube du willst die Augenoperation rektal durchführen...

Benzindruckregler geht selten kaputt.
Also fangen wir nochmal an.

Steuerzeiten io
Zündfunke io
Einspritzung io (alle Ventile spritzen ein)
Themparaturwiderstand io...

Was wir noch testen können wäre der Luftmengenmesser.
Der gibt das Lastsignal an das Steuergerät.
Wenn der Sagt du gibst Volllast obwohl die Drosselklappe geschlossen ist, dann ist die Einspritzmenge auch zu fett und der Motor springt nicht an.

Wenn du den Motor startest, "pufft" das aus dem Auspuff, oder aus dem Luftfilter?
Oder orgelt der einfach vor sich hin und es passiert nichts?
Will er überhaupt nicht zünden? Hört es sich zeitweise an als ob er anspringen will?

LGC

lavaux 01.09.2011 23:03

Zitat:

Zitat von ChristianXD (Beitrag 1272743)
Benzindruckregler geht selten kaputt.
Also fangen wir nochmal an.

Steuerzeiten io
Zündfunke io
Einspritzung io (alle Ventile spritzen ein)
Themparaturwiderstand io...

Was wir noch testen können wäre der Luftmengenmesser.
Der gibt das Lastsignal an das Steuergerät.
Wenn der Sagt du gibst Volllast obwohl die Drosselklappe geschlossen ist, dann ist die Einspritzmenge auch zu fett und der Motor springt nicht an.

Wenn du den Motor startest, "pufft" das aus dem Auspuff, oder aus dem Luftfilter?
Oder orgelt der einfach vor sich hin und es passiert nichts?
Will er überhaupt nicht zünden? Hört es sich zeitweise an als ob er anspringen will?

LGC

Christian, hab vielen Dank für Deine Ratschläge.
Ich weiss, ich suche an den unmöglichsten Orten!

Der Motor orgelt einfach vor sich hin und nichts passiert. Noch nie die kleinste Zündung. Nein, es hört sich an wie wenn er kein Benzin oder keine Zündung hätte.
Was schlägst Du vor um den Luftmengenmesser zu prüfen?
Wieviele Spannbügel halten das eckige Filtergehäuse? Ich sehe nur einen, und kann das Gehäuse nicht wegnehmen.
Der Luftmengenmesser sagt "Vollgas" wenn die Klappe geöffnet ist. Könnte sie offen hängen bleiben? Oder ein schlechter Kontakt der auch "offen" sagt?
Wilfried

lavaux 02.09.2011 13:30

Habe den Luftmengenmesser geprüft und für i.O. befunden:
- Stauscheibe kehrt in Ausgangslage zurück
- Poti ist i.O. und wird von Stauscheibe bewegt.
- Widerstände sind in Ordnung.
Habe einen zusätzlichen Widerstand (40 Ohm) gefunden zwischen Abgriff des Poti und PIN2; dieser ist nicht eingezeichnet im Schema.
- Alles nochmals geprüft am Stecker des Digifant (PIN 14, 16, 35, 37).
- Alle Stecker mit Kontaktspray behandelt.
Motor läuft immer noch nicht.

Kerze 1 und 2 demontiert: sie sind TROCKEN! Am Auspuff riecht es nur wenig nach Benzin.
Ich versteh nichts mehr.....

Habe mich für die Werkstatt angemeldet: am Montag morgen wird er abgeschleppt!
Wilfried

wolfi71 02.09.2011 13:49

Ich befürchte, dass es eine klitzekleine Kleinigkeit ist und wir das alles übersehen.

lavaux 02.09.2011 19:06

Zitat:

Zitat von wolfi71 (Beitrag 1273167)
Ich befürchte, dass es eine klitzekleine Kleinigkeit ist und wir das alles übersehen.

Ich bin sicher, Du hast recht.
Falls einer von Euch noch eine gute Idee hat betreffend "klitzekleinen Kleinigkeiten": der Wagen steht noch bis Montag morgen bei mir!
Jedenfalls vielen Dank für Eure Hilfe, Christian und Wolfi7.
Werde Euch benachrichtigen, sobald.........
Wilfried

Teletubby 02.09.2011 21:58

Hallo lavauß

ein Verbrennungsmotor braucht zum Laufen Kompression, ein zündfhähiges Gemisch und ausreichend kräftige Zündfunken zum richtigen Zeitpunkt.

Auch wenn das Gemisch nicht zu 100 Prozent zündfähig ist, sollte der Motor während der Anlassversuche doch den einen oder anderen Ton von sich geben. Deshalb tippe ich eher mehr auf die Zündanlage.

Ist es sicher, dass die Zündkabel auf der Verteilerkappe in der richtigen Anordnung aufgesteckt sind? Die Zündfolge ist 1-3-4-2. Der Zündverteiler dreht sich bei Draufsicht rechtsherum = im Uhrzeigersinn.

Freundliche Grüße
Teletubby

lavaux 03.09.2011 11:15

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1273529)
Hallo lavauß

ein Verbrennungsmotor braucht zum Laufen Kompression, ein zündfhähiges Gemisch und ausreichend kräftige Zündfunken zum richtigen Zeitpunkt.

Auch wenn das Gemisch nicht zu 100 Prozent zündfähig ist, sollte der Motor während der Anlassversuche doch den einen oder anderen Ton von sich geben. Deshalb tippe ich eher mehr auf die Zündanlage.

Ist es sicher, dass die Zündkabel auf der Verteilerkappe in der richtigen Anordnung aufgesteckt sind? Die Zündfolge ist 1-3-4-2. Der Zündverteiler dreht sich bei Draufsicht rechtsherum = im Uhrzeigersinn.

Freundliche Grüße
Teletubby

Hello Teletubby,

Der Motor lief ja seit 17 Jahren einwandfrei und hat dann plötzlich abgestellt. (Nach Wechseln der Oelwannendichtung und Oelpumpen-Untersuchung).
Ich habe die Verteilerkappe, den Verteilerfinger und dann nachher auch die Zündkabel erst ersetzt, nachdem wochenlang den Motor nicht starten wollte.
Ich fand einen unendlichen Widerstand (statt 1 kOhm) im Finger und Brandspuren innen in der Kappe. Diese beiden ersetzt und Kabel wieder aufgesteckt. Bin dabei vorsichtig umgegangen: habe Kabel vor dem Umtausch gekennzeichnet und auch auf der alten Kappe die Positionen numeriert. Nachträglich nochmals kontrolliert: Nr. 1 ist gegen Motor wo die kleine Marke ist am Verteilerrand.
Motor lief immer noch nicht. NNicht eine einzige Zündung. Fand Kabel Nr 2 (Störwiderstand) defekt. Das sollte ja einen Start nicht hindern. Trotzdem alle Kabel gegen neue ausgetauscht. Läuft immer noch nicht.
Habe auch den Zeitpunkt der Zündung Zylinder Nr.1 geprüft (Ist doch der rechte in Fahrrichtung?) War ok.
Ich habe jetzt den Verdacht, dass zwar das Kaltstartventil einspritzt (und den Benzingeruch am Auspuff macht) aber nicht die 4 Düsen. Habe am Stecker den Widerstand der 4 parallelen Ventile gemessen: etwa 3-4 Ohm (habe es nicht aufgeschrieben) und damit ok (?). Habe den Impuls am Kabel "geprüft" mit einem 12V Multimeter und parallel (zur Belastung) eine 10W 12V Glühbirne: beim Starten glüht diese ein wenig und das Multimeter zuckt. Die Benzinpumpe läuft beim Einschalten 1s und während Anlasser dreht. Sie fördert einen rechten Strahl im Rücklauf. (Habe Schlauch an der Pumpe getrennt und in Gefäss dirigiert.) Fluss ist also da, aber ob Druck an den Düsen liegt kann ich nicht messen.
Wilfried

lavaux 03.09.2011 16:44

ChristianXD hat geschrieben: "Benzindruckregler gehen SELTEN kaputt", d.h. es kann doch vorkommen dass sie kaputt gehen.
Was mich nun interessieren würde ist folgendes: wenn einer kaputt geht, was passiert? Baut er keinen Druck mehr auf (so dass der Motor zuwenig Benzin kriegt) oder macht er zuviel Druck? Wie findet man heraus dass er kaputt ist, d-h- gibt es besondere Anzeichen dafür?
Wilfried

ChristianXD 06.09.2011 20:17

Moin!

Was sagte nun die Werkstatt?

lavaux 06.09.2011 20:55

Christian, Wolfi, Teletubby, liebe Helfer,
Der Motor läuft wieder!
Der Mechaniker (mit 35 Jahren Erfahrung) in der Werkstatt hat rasch gefunden, dass die Zündung zu stark nachhinkte. Der Zahnriemen sei zu locker gewesen, und die Zündung war etwa 80 Kurbelwellengrad zu spät. Die Zwischenwelle war um ein paar Zähne gesprungen.
Es ist meine Schuld, dass ich das nicht richtig kontrolliert hatte: Christian hatte Zeichnungen publiziert, wie ich das prüfen sollte. Leider habe ich das nicht so gemacht, weil ich Bedenken hatte die Verschalung zu demontieren. Ich prüfte nur, ob der erste Kolben im OT ist, wenn der Finger auf die Marke im Verteiler zeigt. Und das war (so etwa) der Fall.

Ich stelle mir vor, dass es so zu dieser Panne gekommen ist:
- bei kleiner Drehzahl fiel plötzlich die Zündung aus (Zündspule, Finger, 2. HS Kabel)
- der Motor stoppte sofort und viellleicht drehte sich die Kurbelwelle noch ein wenig rückwärts kurz vor dem OT.
- der Zahnriemen wird dadurch zwischen KW und Nockenwelle gespannt und gestreckt, aber über der Zwischenwelle gelockert: die Zwischenwell springt noch ein paar Zähne.

Nochmals vielen Dank für Eure Hilfe!
Wilfried


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