golf3.de

golf3.de (http://www.golf3.de/forum.php)
-   Werkstatt (http://www.golf3.de/forumdisplay.php?f=20)
-   -   Drei ABS-Fehler zugleich -gelöst- (http://www.golf3.de/showthread.php?t=132243)

G2G3 22.01.2024 17:45

ok das ist ja mal beruhigend..war nur im garagenhof aus ca 15km/h

G2G3 22.01.2024 17:46

war eigentlich auch der meinung wenn es einen (Dauerhaften) fehler gibt dann leuchtet die Lampe..da ja aber bei Zündung der gemacht wird und sie ausgeht..sollte es ja ok sein

Golferrari 25.01.2024 16:32

Ob Du das ABS wirklich gefordert hast?
Das mit dem stärker Bremsen ist gerade bei jüngeren Fahrern so eine Sache.
Eine "Vollbremsung" ist nicht wenn man merkt dass das Auto deutlich langsamer wird, sondern wenn man das Bremspedal mit aller Kraft tritt.
Bei trockener Straße kann man ein ordentliches Auto mit guten Reifen so zusammenbremsen, das der Magen rebelliert. Das halten schätze ich, 95% der Autofahrer für unmöglich, haben es noch nie erlebt und glauben dabei geht etwas kaputt.
Vor allem ängslichere Fahrer/innen treten NIE voll in die Bremse. Oft lassen sie sogar in Notfallsituationen die Bremse los, wenn das ABS arbeitet und das Bremspedal pulsiert.

Das ist inzwischen zu einer verbreiteten Unfallursache geworden, Mercedes (mit den wohl am weitesten von der Technik entfernten Fahrer/innen) hat deshalb einen Bremsassistenten eingeführt, der die unterbrochene Notfallbremsung ohne Zutun des Fahrers fortsetzt. Kann lustige Effekte haben, wenn man so eine Kist mit Stern drann versehentlich sportlich bewegt. So wie bei meiner ersten Probefahrt in einem Audi A3 standig eine mir unbekannte Leucht anging. Hinterher fand ich raus dass offenbar irgendeine Fahrwerksregelung von mir permanent in Panik versetzt wurde. Der Besitzer hatte mir vorgeschwärmit wie sportlich sein neuer Audi wäre und wie toll die Straßenlage- gut, da war ich noch jünger...

Mein Tipp, einfach mal im Stand so auf die Bremse treten, das man merkt wie sich die Rückenlehne verbiegt. DAS ist eine VOLLBREMSUNG.
Dabei muss das ABS ansprechen.
Es geht dabei auch nichts kaputt, bei Glätte oder Regen bleiben auch die Reifen heil wenn man es nur einmal probiert.
Ich persönlich glaube das gelegentliches, starkes Bremsen, ebenso wie ab und an aktiviertes ABS, eher Defekte verhindern, weil Kolben und Ventile bewegt werden. Natürlich nicht täglich, aber bei geeigneten Verhältnissen alle 2-3 Monate möchte ich schon wissen ob alles mit der Bremse OK ist. Ebenso bei fremden, alten und gebrauchten Autos verlasse ich mich nicht auf 100%ige Bremsen, auch wenn noch TÜV auf der Kiste ist. Seit mir einmal bei der Rückfahrt vom TÜV mit neuer Plakette, eine Bremsleitung geplatzt ist, bin ich da etwas misstrauisch.

Meiner Tochter hatte ich, als sie den Führerschein machte, Vollbremsungen aus bis zu 80km/h auf dem Übungsplatz beigebracht, so lange bis sie ohne zu Zögern das ABS am Rubbeln hielt, egal ob gerade aus oder in Kurven.
Als der Fahrlehrer dann von ihr eine Vollbremsung verlangte, flog alles quer durch den Fahrschulwagen :-)

franz-werner 25.01.2024 17:03

Zitat:

Zitat von G2G3 (Beitrag 1883487)
[...] aber jetzt wo es glatt ist und wenn ich da mal "absichtlich" stärker bremsen wollte (um es eben zu testen) hat das ABS nicht blockiert bzw. dieses rattergeräusch...und auch keine Lampe geblinkt während dem Bremsvorgang? [...]

Zuerst: Ne Lampe blinkt da auch nicht.
Dann: Bei Glätte kann es immer sein, dass beim Ankern kein ABS greift.. Warum? Weil alle Räder zeitgleich voll blockieren können, während du aber noch Geschwindigkeit drauf hast. Das kann das Auto aber nicht mehr erkennen, weil das Auto an allen vier Ecken liest: Raddrehzahl = 0..

Such dir für nen ABS Test lieber einen ruhigen geteerten Feldweg und baller da bei 30 bis 50 mal RICHTIG aufs Pedal.


Zitat:

Zitat von Golferrari (Beitrag 1883548)
[...]
Das mit dem stärker Bremsen ist gerade bei jüngeren Fahrern so eine Sache.
[...] Das halten schätze ich, 95% der Autofahrer für unmöglich, haben es noch nie erlebt und glauben dabei geht etwas kaputt.

Eine gute Fahrschule bringt dir die Vollbremsung bei. Eine nicht ordentliche Vollbremsung in der Prüfung kann auch zum durchfallen führen...
Jeder von uns sollte dementsprechend schon eine Vollbremsung erlebt haben.

Insgesamt liest sich der Text aber auch nach "ich bin alt und habe deswegen Ahnung, die Jugend kann das alles gar nicht"

GTFahrer 25.01.2024 20:01

Zitat:

Zitat von G2G3 (Beitrag 1883505)
ok das ist ja mal beruhigend..war nur im garagenhof aus ca 15km/h

Das ABS-System führt zwei Prüfungen durch.
Die erste, ich nenne sie mal "statisch", wird durchgeführt sobald die Zündung eingeschaltet wird. Da werden paar Sachen geprüft, z.B. die Vesorgungsspannung, die Werte im Speicher, Ventilspulen usw.. Es wird auch der Widerstandswert der Drehzahlgeber geprüft.

Es gibt noch eine zweite Prüfung, die "dynamische". Da vergleicht das Steuergerät die gemeldeten Werte der Drehzahlsensoren und prüft diese auf Plausibiltät... könnte z.B. durch nen verrosteten Drehzahlrotor nicht passen. Dieser Check ist erst nach Überschreiten von ca. 20 km/h beendet.

Kann also sein, dass es noch in dem Check war. Solang leuchtet die Lampe nicht (Nur beim 1. "statischen" Check tut sie es), weil es eben prüft, aber nicht defekt ist. Regelt aber auch nicht.

G2G3 26.01.2024 13:32

Zitat:

Zitat von Golferrari (Beitrag 1883548)
Ob Du das ABS wirklich gefordert hast?
Das mit dem stärker Bremsen ist gerade bei jüngeren Fahrern so eine Sache.
Eine "Vollbremsung" ist nicht wenn man merkt dass das Auto deutlich langsamer wird, sondern wenn man das Bremspedal mit aller Kraft tritt.
Bei trockener Straße kann man ein ordentliches Auto mit guten Reifen so zusammenbremsen, das der Magen rebelliert. Das halten schätze ich, 95% der Autofahrer für unmöglich, haben es noch nie erlebt und glauben dabei geht etwas kaputt.
Vor allem ängslichere Fahrer/innen treten NIE voll in die Bremse. Oft lassen sie sogar in Notfallsituationen die Bremse los, wenn das ABS arbeitet und das Bremspedal pulsiert.

Das ist inzwischen zu einer verbreiteten Unfallursache geworden, Mercedes (mit den wohl am weitesten von der Technik entfernten Fahrer/innen) hat deshalb einen Bremsassistenten eingeführt, der die unterbrochene Notfallbremsung ohne Zutun des Fahrers fortsetzt. Kann lustige Effekte haben, wenn man so eine Kist mit Stern drann versehentlich sportlich bewegt. So wie bei meiner ersten Probefahrt in einem Audi A3 standig eine mir unbekannte Leucht anging. Hinterher fand ich raus dass offenbar irgendeine Fahrwerksregelung von mir permanent in Panik versetzt wurde. Der Besitzer hatte mir vorgeschwärmit wie sportlich sein neuer Audi wäre und wie toll die Straßenlage- gut, da war ich noch jünger...

Mein Tipp, einfach mal im Stand so auf die Bremse treten, das man merkt wie sich die Rückenlehne verbiegt. DAS ist eine VOLLBREMSUNG.
Dabei muss das ABS ansprechen.
Es geht dabei auch nichts kaputt, bei Glätte oder Regen bleiben auch die Reifen heil wenn man es nur einmal probiert.
Ich persönlich glaube das gelegentliches, starkes Bremsen, ebenso wie ab und an aktiviertes ABS, eher Defekte verhindern, weil Kolben und Ventile bewegt werden. Natürlich nicht täglich, aber bei geeigneten Verhältnissen alle 2-3 Monate möchte ich schon wissen ob alles mit der Bremse OK ist. Ebenso bei fremden, alten und gebrauchten Autos verlasse ich mich nicht auf 100%ige Bremsen, auch wenn noch TÜV auf der Kiste ist. Seit mir einmal bei der Rückfahrt vom TÜV mit neuer Plakette, eine Bremsleitung geplatzt ist, bin ich da etwas misstrauisch.

Meiner Tochter hatte ich, als sie den Führerschein machte, Vollbremsungen aus bis zu 80km/h auf dem Übungsplatz beigebracht, so lange bis sie ohne zu Zögern das ABS am Rubbeln hielt, egal ob gerade aus oder in Kurven.
Als der Fahrlehrer dann von ihr eine Vollbremsung verlangte, flog alles quer durch den Fahrschulwagen :-)


vielen dank fürs Kompliment:danke: aber ich bin eher wien Gouda..so Mittelalt..(38) und fahre Hauptberuflich 40 Tonner..also fahren kann ich und Bremsen auch glaub mir ;-) lag vermutlich eben an der Glätte..naja ich werds demnächst nochmal testen bei trockener Straße in nem ruhigen Eck

Golferrari 27.01.2024 04:24

Also bei trockener Straße würde ich das nicht unbedingt testen, Deine Reifen mögen das nicht besonders gerne. Einmal kann Dir mit etwas Pech schon eine Bremsplatte verpassen, aber als LKW Fahrer weist Du das ja eh. Eher bei richtig nasser Straße oder noch besser bei Schnee. Da kann man die ABS Funktion ganz wunderbar beobachten. Ein Sandweg ist auch nicht schlecht.
Leuchten sollte eigentlich nichts im Tacho, es kommt aber vor das ein ABS erst bei einem "echten" Einsatz meint einen Fehler zu finden oder auch wirklich findet.

Was die Vollbrems-Unfähigkeit vieler Autofahrer angeht, das wurde in der Fahrschule früher wie heute nur sehr bedingt, zaghaft und oft gar nicht geübt. Schließlich zahlt der Fahrlehrer ja den Verschleiß seines geleasten Fahrschulwagens. Ich hatte eine Fahrlehrer in der Familie...
Bei meiner Führerscheinausbildung wurde in der Theorie noch von der ebenso ominösen wie idiotischen "Stotterbremse" fabuliert. Früher wie heute ist der bestandene Führerschein nur die Lizenz zum Lernen im realen Verkehr. Daran hat sich nichts geändert.
Das jemand der sich im Umfeld des Automobil Sports bewegt, etwas näher an fahrdynamischen Grenzbereichen lebt als Frau Oberstudienrat, sollte eigentlich kein Grund sein jemanden als alten Besserwisser zu beleidigen.


Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 02:09 Uhr.

Powered by vBulletin®