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Für Systeme, die entweder die aktive, die passive Sicherheit, oder gar beide erhöhen, habe ich absolut Verständnis. Wobei einige elektrische Fensterheber und elektrische Spiegel als Komfort bezeichnen, tragen sie auch noch teilweise zur Sicherheit bei (kein Herüberlehnen während der Fahrt mehr, um das Beifahrerfenster zu öffnen, korrekt eingestellte Spiegel aus der tatsächlichen Fahrposition heraus). Über eine Zentralverriegelung lässt sich streiten, aber dass sie ziemlich sinnvoll ist, scheint mir klar. Ich arbeite allerdings als Gelber Engel, und da bekommt man schon manchmal einen Hass auf die Leute, die die Ausstattungsliste sehen und sagen "Oooooh toll, eine elektronische Handbremse, Scheibenwischer die von selbst angehen, und das Licht auch noch - muss ich haben, da ich ja ein so furchtbarer Faulpelz bin!". Zuerst sind sie dann mal eine Stange Geld los, und freuen sich wie ein Honigkuchenpferd über ihren Schnickschnack. Dann steigen sie irgendwann morgens in ihren Eimer ein - und ratet mal, wer dann wieder Pannenhilfe leisten darf, weil die ganze Krätze streikt. Oftmals geht das so weit, dass man auf der Stelle absolut nichts machen kann, und ein Abschleppwagen kommen muss, damit die Herren in der Werkstatt sich damit rumplagen können. Mal ganz ehrlich, macht das echt so einen großen Unterschied, ob ihr einen Handbremshebel neben euch fünf Zentimeter in die Höhe zieht, oder ob ihr an genau der gleichen Stelle für zwei Sekunden einen Knopf drückt, und die Feststellbremse zu betätigen? Ist das nicht übertriebene Gemütlichkeit bzw. Faulheit? Gleich verhält es sich mit der automatisierten Lichtanlage. Fahre ich beispielsweise mit dem Peugeot 207 meiner Freundin in einen Tunnel rein, bin ich oft schon 100-200 Meter im Tunnel drin, bevor bei der Karre die Scheinwerfer angehen. Ist erstens gefährlich und zweitens absolut gesetzeswidrig (Scheinwerfer müssen spätestens ab dem Hinweisschild vor dem Tunnel eingeshaltet werden). Ferner sollte man sich beim Kauf eines so modernen Hobels bewusst sein, dass man den Eimer nie wieder los wird, wenn die ganze Elektronik anfängt zu spinnen, und man sich die vollkommen überteuerte Reparatur nicht leisten kann oder will. Da denke ich zum Beispiel an einige Modelle des Renault Espace, bei denen ich bereits mit dem elektronischen Schnickschnack Pannenhilfe leisten musste, da gar nichts mehr ging. Zitat eines resignierten Kunden: "Ich hatte das jetzt schon mehrmals mit dem Totalausfall - aber die Werkstatt verlangt mehrere Tausender, um die Systeme zu reparieren, und der Gebrauchtwagenhändler gibt mir mit den Problemen mal keine Viertausend Euro mehr..." Und das bei einem Auto, das nicht mal vier Jahre alt war. Prost Mahlzeit. Schlussendlich bin ich am Ende eines Arbeitstages oft froh, wenn ich in meinen alten Zweier steige, die Handbremse mit einem hörbaren Geräusch und Gefühl löse, auf meinen Lichtschalter drücke, den Scheibenwischer manuell betätige, und mir sicher bin, dass die Kiste nochmals viele Zehntausende Kilometer ohne ein dämlich blinkendes Symbol im Armaturenbrett zurücklegt, das mir wieder einen Ausfall eines Schnickschnack-Elektronik-Blödsinns vermelden will, und mir in der Werkstatt wieder ein paar Hunderter aus der Tasche gezogen werden. |
OK, können wir uns darauf einigen dass es moderne sinnvolle und unsinnige Lösungen gibt? Die elektronische Parkbremse würde ich in die Kategorie Blödsinn einsortieren. Außer wenn sie nur verbaut ist um eine Berganfahrhilfe zu realisieren. Dann vielleicht mehr oder weniger notwendig. Ein Kumpel hat z.B. im A6 Avant einen elektrisch öffnenden Kofferraumdeckel. Nette Spielerei, außer im Winter, da haken die Motoren manchmal und man muss dem Deckel helfen, was das ganze ad absurdum führt. Um dein Beispiel mit dem Peugeot aufzugreifen. In der letzten Woche sind mir irgendwie auffällig viele Menschen ohne Licht bei Dunkelheit entgegen gekommen. Für die wäre eine Licht-Automatik durchaus anratenswert. Was ich z.B. überaus sinnfrei finde sind Dinge wie Soft-Close-Automatik für die Türen. Bei meinen Autos, in denen nur ich fahre, fände ich z.B. auch elektrisch verstellbare Sitze irgendwie unsinnig. Noch eine schöne Anekdote: In einer älteren S-Klasse gab es mal einen elektrisch verstellbaren INNENspiegel. Mit ein paar Knopfdrücken konnte man den Spiegel, der genau neben dem Kopf an der Scheibe klebt, elektrisch rumfahren lassen. Natürlich, wie es sich für so Servo-Motoren gehört, arschlangsam. Gibt's heute nicht mehr, ich glaube sie sind selbst drauf gekommen dass das ein klein bisschen übertrieben war. |
Elektrische Sitze find ich z.B. nur sinnvoll wenn sie mit Memory sind. Ganz praktisch wäre das bei mir z.B. wenn meine zu klein geratene Freundin fährt, die verstellt alles, von den Außenspiegeln über Lenkrad bis zu den Sitzen! :D |
Also meine Meinung ist, dass Sicherheitssysteme wie Airbags, ABS und ESP schon sehr viel wert sind. Ich sehs, wenn ich mit méinem Winterfiesta fahre, der kein ABS hat. Bei ner Vollbremsung hat man da im Gegensatz zum Sommergolf mit ABS schon ziemlich verkackt ;) Nächstes Winterauto wird auf jeden Fall mind. wieder ABS und Airbags haben. Für diesen ganzen Schnickschnack, wie ne elektrische Handbremse bin ich allerdings auch nicht. Das sind nur mehr Komponenten, die kaputt gehen und Kosten verursachen. Im Endeffekt sind viele Sachen einfach nur auf die faulen Nutzer ausgelegt. |
Namefaker - schonmal mit nem Auto mit ABS auf eis ne Vollbremsung gemacht? Bringt dir genauso viel wie ohne ABS. :) |
ich schließe mich der meinung meiner vorredner an : el. innenspiegelverstellung ist schon seeehr überflüssig, ebenso die el. lenkradverstellung oder die soft-close-automatic für die türen, die el. sitzverstellung macht in meinen augen auch höchstens sinn, wenn sich mehrere fahrer ein auto teilen, aber dann mit memoryfunktion. wobei man sich dieses hohe extragewicht ( und vor allem das geld ) für so einen haufen e-motoren echt sparen kann ! |
Zitat:
OK, bei 100% Eis hilft kein el. System. Aber auf Schnee, eisiger Fahrbahn o.Ä. bleibt der Karren zumindest in der Spur und fängt nicht an auszubrechen. Ein schönes Video dazu, leider auf ausländisch aber ich denke es wird klar was gemeint ist. Vor allem beim ersten Test sieht man schön wie der Polo trotz trockener Fahrban versetzt: Außerdem, ich hab' mir schon mal wegen einem defektem ABS einen Satz Reifen (225/45 ZR 18 und 265/35 ZR 18) kaputt gebremst (Vollbremsung bei ca. 180 km/h, war nicht lustig) Spätestens da wär ich wirklich dankbar gewesen wenn es funktioniert hätte. Achja, damals blieb das Auto stabil in der Spur, was ich aber eher daraus herleite dass die Hinterachse nicht so stark entlastet wurde, liegt ja schließlich der Motor darauf. Bei einem "normalen" Auto ist das jedoch nicht der Fall. |
der neue passat hat doch auch so viele technik spielerein wie z.B. wenn man mit dem Fuß unter die heckstoßstange fährt geht der kofferraum auf wenn man sachen in der hand hält Die Einparkfunktion die parallel und normal einparken kann fernlicht assistent der das lich umlenkt wenn wer entgegenkommt Kurvenlicht etc. es gibt so viel technik eigentlich muss man bald gar nicht mehr selbst fahren. |
Wenn ich den Satz mal weiterführen darf: "...eigentlich muss man bald gar nicht mehr selbst fahren..." ...sondern nur noch im Notfall eingreifen.Aber so ist nunmal die Entwicklung und da will man ja anscheinend irgendwann mal ankommen. Da muss halt jeder selbst wissen was er möchte. Möglichst schnell und komfortabel von A nach B kommen oder halt... fahren - und Spaß daran haben. Und noch etwas: Wenn man über Sinn und Unsinn diskutiert sollte man den Preis außen vor lassen. Denn ob ich etwas für sinnvoll halte hat grundsätzlich erstmal garnichts damit zu tun ob ich es mir leisten kann oder nicht. |
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Ganz Meine Meinung!!! |
stimme ich coffeeholic auch voll und ganz zu.... |
auch wenn es nicht wirklich eine neue errungenschaft ist, ich finde zusätzlich zur sitzheizung die SITZLÜFTUNG absolut genial ! dieses feature ist nicht nur im sommer echt angenehm ! |
Sitzlüftung? Ich würde noch eine Furz-Abzugs-Anlage drankoppeln, dann ist es perfekt. Sobald man einen brummt, springt der Lüfter an, und zieht die "Abgase" durch das Sitzpolster hinaus ins Freie. So werden die empfindsamen Nasen der Mitfahrer (beziehungsweise des Furzers selbst) geschont. Weil man dann nicht mit der Hand vor der Nase rumwedeln muss, und halb erstickt, kann man sich besser auf den Strassenverkehr konzentrieren - ein echtes Plus für die aktive Sicherheit! Ich hätte echt noch Ingenieur lernen sollen, anstatt gleich ins Berufsleben zu starten... Gute Ideen hätte ich ja - finde ich mal... |
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Wenn ich zu blöde bin, am Berg, ohne das ich 30Meter zurück rolle, anzufahren, sollte ich es gänzlich lassen, am Strassenverkehr teil zu nehmen. Zitat:
die Bremse auch richtig betätigt, ohne ABS kürzer ist. Selbst schon gemacht, selbst schon erlebt. Grundlegende Eigenschaften beim Fahren sollten vorhanden sein, dazu gehört auch das Fahren mit einem passenden Respekt gegenüber dem Fahrzeug, da sich jedes anders fährt. Und verlassen, sollte man sich auch auf das ABS nicht, es nimmt einen auch nicht das Bremsen ab. Stichwort hier: Intervall-Bremsung. Es ist erschreckend, wieviele der teuren, hochmodernen Fahrzeuge dann doch entweder im Graben, oder in der Werkstatt stehen. Zuviele Fahrer verlassen sich darauf, das das Fahrzeug alles alleine macht. @ coolfire: Vom kaputtbremsen der Reifen ab, halte ich es für übertrieben zu sagen, das man ein Auto ohne ABS kaum kontrollieren kann. |
Habe auch grade das Fahrsicherheitstraining gemacht und da lernt man schon viele Sachen. zB: dass man wirklich nicht jeden Scheiß braucht, solange man Bremse/Lenkun (was auch immer) richtig einsetzt. |
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Ich konnte mehrere Situationen feststellen in denen ich ohne ABS wesentlich besser dran gewesen wäre. Also hat alles vor und Nachteile - natürlich würde ich gerade unerfahrenen Fahrern und unsichereren Fahrern ABS und ESP ans Herz legen. Zur Berganfahrhilfe. stupide, aber durchaus praktisch wenn man beispielsweise an einem italienischen Bergpass im Stau steht... nach dem 10. mal anfahren am Berg geht dir das ganz schön auf die Nerven - so muss man nur 1x feste die Bremse betätigen und das Auto hält sich von allein => Super! Automatiklicht finde ich auch sinnvoll, da auch die erfahrensten Fahrer ab und zu das Licht vergessen. Auch sinnvoll finde ich die Warnblink Funktion nach und während einer Vollbremsung - hat einem Kumpel von mir mal die Front und mir das Heck gerettet - bin in einer nebligen Nacht mit moderaten 70 km/h eine schnurgerade Landstraße entlanggefahren - plötzlich taucht ein Stopschild auf und die Warnung war viel zu knapp davor (Bodenverhältnisse waren nicht optimal). Ich habe die Bremsung geschafft, mein Kumpel hinter mir wurde nur durch meine Warnblinkanlage gewarnt und hat es gerade so nicht in meinen Kofferraum geschafft. Ein weiteres Beispiel: Ein bekannter von mir arbeitet als Messebauer und muss daher extrem viel reisen. Er hat sich aus eigener Tasche eine fast neue S-Klasse gekauft (Jahreswagen) und ich bin der Meinung, er hat sie sich nicht nur verdient, sondern zieht tatsächlich einen Vorteil aus dem Auto gegenüber eines (beispielsweise) Golf IV. Seine letzte S-Klasse hat auch ich meine 8 Jahre gehalten, 600.000km und die Elektronik war wie neu - verkauf nur wegen Neuanschaffung! Also - vielleicht sollte man nicht voreingenommen sein, sondern warten was die Zukunft bringt und die Technik nicht schon heute kaputtfluchen! |
Ich bin eher dafür, das ein Fahrsicherheitstrainig Bestandteil der Fahrschule wird, sodass die Neulinge / Schüler auch mal mitbekommen, wie es OHNE die Helferlein ist. Sie müssen lernen zu fahren, nicht ein Fahrzeug mit Spielkram zu bewegen, darin besteht in meinen Augen keine Kunst. Auch mein Fahrschulauto hatte ABS, ASR, ESP. Jedoch habe ich noch das Fahren auf Trabant, Wartburg, Golf1, Lada, Skoda etc gelernt ( in jungen Jahren ).... |
Ich stimme da voll zu, ABS etc. ist für einen gekonnten Fahrer eher ein Hinderniss wie eine Hilfe. Meine Meinung Besser ein / wie ein Kaffeehalter / ABS E-Fensterheber / ESP Breite Reifen / ASR VW / Opel :D |
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Was das Anfahren am Berg angeht, lernt man sowas heute nicht mehr, ich musste es mir auch selber beibringen bzw. habs einmal versucht und es ging, man muss eben nur wissen, wie man sein Fahrzeug zu bedienen hat, daher wäre im Anschluss an die Ausbildung in der Fahrschule ein Fahrsicherheitstraining wirklich sinnvoll und die paar Mehrkosten sind im Vergleich zum restlichen Schein doch nun wirklich ein Witz. |
Was habt ihr alle gegen ESP in einem Fahrschulauto? Ich hab' meinen Führerschein auf einem BMW 118d, natürlich mit ESP gemacht. Aber ich könnte mich nicht einmal an eine Situation erinnern dass ich während der Fahrschule in den Grenzbereich gekommen wäre, so dass das Ding auch geregelt hätte. In der Fahrschule lernt man nicht wie man mit Gefahrsituationen umgeht, sondern nur wie man das Auto bedient, wie man richtig abbiegt usw. Für alles weitere ist ein Fahrsicherheitstraining mehr als sinnvoll. Einzig, wenn man ein solches nun auch noch zum Bestandteil der Fahrausbildung macht, dann kostet der Lappen bald um die 2.000 Euro. |
Zitat:
Solche Situationen in der Fahrschule zu üben wäre auch völliger Schwachsinn, da man mit Kuppeln, schalten, Bremsen, lenken und gasgeben sowieso schon überfordert ist in knappen Situationen. |
Ich habe im Winter den Lappen gemacht und bei mir war auch noch Gefahrenbremsung, wie auch an Steigungen anfahren, Inhalt der Ausbildung. Und im Winter kommt man schon in Situationen, wo das ASR / ESP regelt. Zitat:
Ein Fahrsicherheitstraining kostet nicht die Welt. |
Zitat:
Ein Fahrzeug ohne elektronische Helfer ist für einen Anfänger bei schlechten Bedingungen oder in Grenzsituationen definitiv schwerer zu beherrschen. Ich lerne schließlich auch nicht auf einem wild gewordenen Hengst das reiten! Ein Fahrsicherheitstraining sollte dazu auf jeden Fall (mit dem eigenen Auto!!) Pflicht werden. |
Gefahrenbremsungen, in soweit sie überhaupt noch Bestandteil sind, wären auch für Fahranfänger mal ohne ABS interessant. Die Intervall-Bremsung lernt man dabei nicht, was wichtig wäre, wenn man wirklich mal als erstes Auto, eins ohne ABS nimmt. Dahingegen dreht man sich nun im Kreis, Pro und Contra, aber zumin. sind wir uns bezüglich Fahrsicherheitstraining einig. Das bringt auch was, wenn man dies mit dem Fahrschulauto durchführt. |
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