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TrafiX 09.01.2021 14:11

Zitat:

Zitat von andreas64 (Beitrag 1866403)
jawoll, so ist´s . Zopfbürste gerade und gewinkelt. Hiernach wollte ich schleifen mit Körnung 240 und dann Neuaufbau Unterbodenschutz.

Ist das normal, dass einige Teile der Zopfbürste - also Zopfteile durch die Gegend fliegen?

Gruß
Andreas

So Aufsetze einfach für die Bohrmaschiene kaufen viel weniger gefährlich und man kann je nach Gerät zwischen Links und rechtslauf umschalten und noch einen Griff seitlich mit dran bauen.

onkel-howdy 09.01.2021 14:50

Zitat:

Zitat von andreas64 (Beitrag 1866403)
Ist das normal, dass einige Teile der Zopfbürste - also Zopfteile durch die Gegend fliegen?

Ja normal.

Ich bin von den Bürsten fast weggekommen. Versuchs mal mit nem sog. "Negerkeks". Gibts für die Flex, kost halt ne Mark. Aber geht (finde ich) viel besser und schneller. UND du hast keine Drähte hinterher in den Haare und in der Unterhose hängen ;) Test mal!

G3GL90PS 09.01.2021 14:58

Auch die Negerkekse (CSD-Scheibe) gibts für die Bohrmaschine. Alles bei KSD erhältlich ;) Mit Einsatz Empfehlung usw.
Aber Dreck fliegt auch bei der Bohrmaschine überall hin.

onkel-howdy 09.01.2021 15:15

Jo, es geht um die "Leisttung" und um die spitzen Drähte.

Micki_23 10.01.2021 00:59

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Die von mir verlinkte Bosch Bürste lässt auch keine Drähte umherfliegen das Teil ist wirklich standfest und wie schon angesprochen durch den Rechts- und Linkslauf der Bohrmaschine oder des Akkuschraubers hat man immer eine schön griffige Bürste - funktioniert richtig gut und es ist nicht so gefährlich wie eine Flex. Lässt man die Maschine nicht so schnell laufen, kann man das Blech schön anrauhen.
Auch mit dem Keksaufsatz muss man gut aufpassen sonst ist selbst gesundes Blech schnell weg - ruhig mal am gesunden Probestück testen.
Zum Owaltrol jaja da wird immer viel erzählt im Netz - einfach mal selbst ausprobieren, natürlich läuft es vom glatten Blech ab - und? Daher leicht anrauhen und man hat eine wunderbare Grundierung. Aber viel besser noch es dringt in die Nähte und Falze ein, in die man sonst nicht vordringen könnte. Man erwischt eh nie alles, den Rest regelt Owatrol.
Erst danach kommt dann Brantho oder was auch immer drauf. Viele schwören auch auf Epoxy Grundierung - ja gut wenn man nun Lust auf 2K Lack hat warum nicht.
Auch das Seilfett muss man wohl selbst mal ausprobiert haben. Spritze ich das auf Dreck - zum Beispiel im Radhaus - ist es doch logisch, dass es nicht lange hält - hier sollte auch gut vorgereinigt werden.
Seilfett gibt es nun auch von Petec, das erzeugt eine schön schwarze Oberfläche, wer es gerne etwas einheitlicher mag. Es sieht fast schon aus wie Unterbodenschutz, klebt nach einer Woche nicht so dermaßen stark wie das von LM, aber härtet auch nicht aus wie Unterbodenschutz. Im Anhang ein Foto wie es nach einem ersten Testauftrag aussieht - ich teste das einfach mal und schaue, ob es auch so beständig ist wie das von LM. Was ich aber schon sagen kann, es klebt an den Fingern sogar fast noch ekliger als das von LM xD.

VG Micki

andreas64 23.01.2021 18:30

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Guten Morgen liebe Leute,

die rechte Unterbodenseite ist nun quasi rostfrei. Habe einige Durchrostungen beseitigt. Hat leider wieder etwas länger gedauert, zuerst den falschen Schweller bestellt, dann die Blechstärke vom Bodenblech falsch gemessen und demzufolge auch falsch bestellt........ man, man, man.

1. Foto die Ausgangssituation
Ich wollte zuerst die (wahrscheinlich durch aufsetzen) entstandene Beule rausziehen. Also Ringöse angeprokelt (zweites Foto) und mit einem Hammer versucht das Blech zu überreden in seine ursprüngliche Lage zurückzukehren. Das hat zwar im Prinzip auch funktioniert, sah jedoch bescheuert aus. Also: ausschneiden und neu anfertigen - zumal auch noch eine nette Durchrostung vorhanden war.
Drittes Foto: Bleche angefertigt und fertig eingeschweißt. 4. Foto die Vorderkarre ist ebenso blank.

Geplante weitere Schritte: alle Überlappungen am Unterboden werden in Owatrol ersäuft, dann Karosseriedichtmasse drauf. Hiernach dort wo Rost war: Brunox 2 mal. Schlussendlich 3 Schichten Branth 3 in 1. Der Farbton ist etwas heller, als die Wagenfarbe, weil ich einen Kontrast zu den Achsteilen (die werden mit Branth 3 in1 schwarz beschichtet.)

Gruß
Andreas

Mustang80 24.01.2021 13:11

Da war aber jemand fleißig. Sieht gut, was du so machst und auch die Planungen klingen vernünftig.
So wie dein 3er sehen mittlerweile die meisten aus, an denen bisher nichts passiert ist. Der Unterbodenschutz kaschiert den Rost recht lange. Da hört man eher beim Drücken, dass es knisterst.

g3FreAK 24.01.2021 20:27

Oh man, so eine Arbeit würde ich mir nur an einem super seltenen Sondermodell machen :D Aber das sieht echt nach Profi Arbeit aus.

winner 24.01.2021 20:36

Zitat:

Zitat von g3FreAK (Beitrag 1866689)
Oh man, so eine Arbeit würde ich mir nur an einem super seltenen Sondermodell machen :D Aber das sieht echt nach Profi Arbeit aus.

Die Arbeit steht noch bei meinen an. Ein Europe. Nix besonderes. Aber mir ist er zu wertvoll, der bleibt in der Familie.

andreas64 24.01.2021 20:58

@ g3FreA, das ist ein super seltenes Sondermodell - Spule mal gedanklich 30 Jahre vor...

Ende der 80er, Anfang 90 haben wir fast alle unsere Schallplatten weggegeben/geschmissen. Der Verschleiß behaftete, knacksende Mist mit durchschnittlichem Frequenzgang - kaum einer wollte das Zeug noch. Es gab ja die CD! Heute kaufen die Leute die alten Klamotten wieder wie blöd.
Derer Beispiele gibt es viele.
Wie viele G3 im besten Zustand wird es in 30 Jahren noch geben? Mein G3 wird nach Fertigstellung max. wenige hundert Km/Jahr bekommen, gefahren nur Sonntags und wenn es trocken ist. Er wird bei mir nie wieder Wasser, Frost oder zu viel UV abbekommen.

Ob das eine gute Investition war, werden dann meine Erben feststellen.

Andreas

Micki_23 25.01.2021 09:40

Du machst das genau richtig - weiter so und gute Arbeit.

MirKesBre 25.01.2021 12:26

Echt tolle Arbeit, bin auf weitere Berichte gespannt :)

andreas64 29.01.2021 18:17

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Guten Morgen zusammen,

das hintere Schwellerende war - Achtung Überraschung - auch vergammelt. Also kleine Bleche angefertigt und eingeschweißt. Habe mal einen anderen Schweißprimer verwendet, das alte Zeugs von Förch hat inzwischen die Konsistenz von Honig, wohl zu alt.

Hiernach wollte ich den Außenschweller anschweißen.
Verdammter Mist, ich bekomme dieses Schwellerblech nicht vernünftig geschweißt. Es kommt mir vor, als würde ich einen Keks oder einen Blumentopf schweißen wollen......:angel:
Habe mir heute einen anderen Schweißdraht bestellt, dieser soll speziell für kfz Bleche (verzinkt und/oder mit Beschichtungsresten) sein, evtl. geht es damit besser.

Gruß
Andreas

andreas64 30.01.2021 16:23

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Huhu zusammen,

so, es geht weiter im Text. Radhäuser auf der rechten Seite blank gemacht, alte Dichtmasse entfernt. Überraschender Weise war nur 1 kleine Durchrostung/ Radhaus zu verzeichnen.
Durchrostung beseitigt, Owatrol in die Blechüberlappungen und neue Dichtmasse an die Nähte. Alles mit Korn 120 geschliffen und richtig entfettet.

Und dann: 3 mal Brantho Korux aufgetragen. Die Fotos sind unmittelbar nach dem 3 Spritzvorgang entstanden, der speckige Glanz verschwindet beim trocknen.

Gruß
Andreas

andreas64 30.01.2021 17:19

@Winner, ja das ist ne Arbeit für Leute die Mutter und Vater erschlagen haben......

Aber wenn ich was mache, dann richtig, will ja wissen, was unter dem augenscheinlich intakten Unterbodenschutz ist.
Es ist wie mit Zahnschmerzen, erst nix besonderes, aber wenn du zu lange wartest.... dann hilft nur noch die Wurzelbehandlung, das volle Programm.... Schwester die Lindemann Fräse bitte!

Gruß
Andreas

Ben_RGBG 30.01.2021 22:21

Du bist sehr gründlich. Gefällt mir deine Berichte zu lesen!

andreas64 20.02.2021 18:44

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Guten morgen liebe Leute,

zwischenzeitlich bin ich ein wenig weiter gekommen. Der Unterboden ist fast fertig. Das Entfernen des alten Unterbodenschutzes inkl. der Dichtmasse und des Rostes, war gelinde gesagt eine Arbeit für Bekloppte.
Meine Schultermuskeln haben ob der überbordenden Überkopfarbeit (bin sonst Sesselfurzer) deutlich zugelegt, quasi Bodybuilding unter der Hebebühne. Ich könnt das ja als neues Fitnessprogramm anbieten - für gelangweilte Manager, Banker und andere Verbrecher - 1h Unterbodenschutz entfernen für 9,99€ mit Zertifikat!!!:D

Aber mal im Ernst, das Entfernen des alten UBS war zwar lästig, aber sicher nicht ganz ohne Langzeiteffekt. Es gab unzählige Stellen, wo der Rost bereits aktiv war, ohne dass man das hätte einfach so erkennen können.

Hier nun einige Fotos von meinem Machwerk, ein vorher Foto erspare ich euch, jeder weiß, wie ein G3 Unterboden nach 25 Jahren ausschaut.

Ach ja, zum entfernen hat sich die gerade Zopfbürste auf Trennschleifer als am effektivsten gezeigt. Die gewinkelte Zopfbürste liegt bei mir auf Platz 2, dann der Rest: Schaber, Heißluft, Schraubendreher, fluchen, sonstige rotierende Dinge.

1. Foto: Blech ist blank, die Überlappungen mit Owatrol getränkt, Roststellen sind mit Brunox behandelt, Karrosseriedichtmasse überall.
2.+3. Foto: Brantho Dingsbums in 3 Schichten, in einige Gewinde sind Silikonstöpsel gesteckt, weil ich keine Lust habe, hinterher die Gewinde wieder freizupopeln.

Gruß
Andreas

andreas64 20.02.2021 19:02

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Hallo nochmal,

hier für die, welche es interessiert meine Ergebnisse was das Entrosten und das anschließende Galvanisieren von Schrauben, Muttern und solch Zeug angeht.

Bis Dato hatte ich folgende Vorgehensweise: Entrosten mit Zopfbürste oder Sandstrahlen, bei kleinen/dünnen Gegenständen mit Glasperlen. Anschließend beschichten.

Nun wollte ich die Effizienz steigern und habe mir 60%ige Essigsäure beschafft. Das Zeug im Mischungsverhältnis 1:2 verdünnt, die zu entrostenden Teile rein und warten....

Hier fotografisch festgehalten der Prozess anhand von Schrauben (die von der Hinterachsaufnahme)
1. Schraube vorher
2. Schraube nach 24h Säure
3. Schraube nach dem Verzinken und etwas mit Stahlwolle poliert, die Zinkschicht ist sonst matt-grau.
4. Schraube nach gelb pasivieren und trocknen. Da das ursprünglich für sowas verwendete Chrom6 Zeug inzwischen verboten ist, ist hier ein Nachfolgeprodukt verwendet worden. Das Ergebnis ist nicht so "schön" wie mit Chrom 6.

Mein Fazit: für Kleinteile ist Säure durchaus verwendbar.

Und für größere Teile??? Nächster Beitrag!.

Andreas

andreas64 20.02.2021 19:15

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... Entrosten mit Säure Teil 2

bei Schrauben und Klammern und so Zeug hat die Vorgehensweise halbwegs funktioniert. Nun ein etwas größeres Teil - der Bremssattelhalter.

1. vorher, verrostet schon, aber soooo schlimm fand ich das nicht. Ab in die Säure.
2. Foto: nach 24h in der Säure, fast nichts passiert....
3. Foto: nach 48h einiges an Fläche ist blank, aber etwas mehr Elan hätte ich mir von dem Zeug schon gewünscht, vor allen in den Poren - porentief rein halt.
4. Foto: nach 60h in der Säure war keine wirkliche Verbesserung mehr zu erkennen, gerade in den gewissen Stellen war noch immer die braune Pest! Egal, hatte die Faxen dicke und habe den Restrost mit Sandstrahlen entfernt. Achja, mit einer Lauge aus Waschpulver habe ich die am Metall verbliebenen Säurereste neutralisiert.
5. Foto: Träger mit Brunox für die Endbehandlung vorbereitet.

Die Essigsäure ist wegen Arbeitsverweigerung gefeuert!

Andreas

Gti95 20.02.2021 20:30

Das sieht nach wahnsinnig viel Arbeit aus, aber das Ergebnis ist dafür auch überragend.
Gerne weiter berichten, macht Spaß zu lesen.

Mrqbasic 20.02.2021 23:52

Erstmal WOW...klasse Arbeit die du da machst. Der Golfi wird hinterher bestimmt nicht mehr mit nem "Alptraum" vergleichbar sein.

Sehr gut erläutert wie du vorgehst. Werde davon bestimmt auch noch das ein oder andere mal selbst aufgreifen...hast mir ne menge ideen gemacht :D

Bin auf den weiteren Fortschritt bei dir echt gespannt :)

Cheers:bier:

Micki_23 21.02.2021 00:13

Gute Arbeit!

Zum Entrosten nehme ich bei solchen Teilen Zitronensäure, einen alten Edelstahltopf und eine alte mobile Herdplatte. Ab 60°C wird die alte Säure richtig schön aktiv und es brodelt nur so vor Reaktion. Die Ergebnisse sind erstaunlich. Danach strahle ich das Metall aber nochmals in der Kabine ab und fertig. Es bildet sich oft eine schwarze Oxidschicht, die sich nur sehr schwer entfernen lässt, daher nochmals Sandstrahlen. Mehrfach die Mischung erneuern hilft bei einem guten Ergebnis - das Zitronenzeugs kostet ja nix.

VG Micki

keo 21.02.2021 09:35

Hut ab, ich bin verliebt in deine Unterbodenbilder. Man denkt nicht das das der vermooste Golf war! Von einer Leiche zu einem liebevoll restaurierten Auto! Gefällt mir sehr!

andreas64 21.02.2021 17:01

Gutnaaabend,

Danke für die Rückmeldungen!

Heute habe ich ne Menge Schrauben, Scheiben und so Zeug entrostet, in den Ultraschallreiniger geworfen und anschließend verzinkt. Das lief so gut, dass ich mir gleich noch die Hinterachse vorgenommen habe (wenns schon mal läuft...) ... das war ein Fehler! Karma ist doch ein Arschloch. Die Bremsleitungen sind an sich noch prima, aber eben mit Stahlverschraubungen versehen - so sehen diese auch aus. Wollte also Stahlverschraubungen gegen Messing tauschen. Enden abgeschnitten, Messingverschraubung drauf und gebördelt. Prima!
Beim anpassen habe ich dann aus einer Rundung ein Knick gemacht - Schei**e!
Seit dem versuche ich die Bremsleitungen an/auf der Hinterachse nachzufertigen. Klappt natürlich nicht so richtig.
Habe nun für heute aufgehört und berate mich gerade mit meinem irischen Kumpel Tullamore Dew und Aldi Cola...

@Micki_23: Eventuell ist das ja der kleine, aber feine Unterschied. Meine Säure steht draußen (wegen des strengen Geruches)und ist somit sehr kalt.
Werde es auch mal mit etwas Temperatur versuchen, danke für den Hinweis.

Schönen Abend alle

Andreas

Micki_23 22.02.2021 09:23

Topf mit Deckel dann riecht es nicht! Funktioniert echt gut.

Für Bremsleitungen nimm doch gleich die Cunifer Leitungen, da reicht auch das günstige Vigor Bördelwerkzeug für 4,75er Leitungen völlig aus.

LG Micki

andreas64 03.03.2021 18:47

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 6)
Guten Morgen,

bin wieder etwas weiter gekommen - der Autoteile Berg, welcher sich in der Werkstatt und davor breit macht, wird langsam kleiner.
Natüüürlich musste hier und da noch die eine oder andere Durchrostung beseitigt werden. Selbstverständlich durchrostet es ja nicht einfach so auf einer glatten Fläche, eine Ecke mit 3 überlappenden Blechen muss es schon sein...
Egal! Habe mehr Schweißgas, als der Rost Lust auf seinen Job hat.

Hier einige Fotos vom Stand gestern.


Andreas

Mrqbasic 03.03.2021 19:09

Das hat ja fast was von Neuwagen schon. Top arbeit :)

Ben_RGBG 03.03.2021 19:35

Manche der Bilder könnten wirklich von der Montagelinie in Wolfsburg anno 1996 stammen. :D

MirKesBre 03.03.2021 21:47

Ja, kann meinen beiden Vorrednern nur zustimmen, der Unterboden sieht aus wie von einem Neuwagen, oder ehrlich gesagt, sogar noch besser :)

Alle Achtung vor der Arbeit, wirklich sehr sauber umgesetzt.

vw-debo 03.03.2021 21:53

Wow, du musst bald mal den Threadtitel ändern...
Das hat definitiv was vom zweiten Leben - die meisten hätten da ja geschlachtet und du hauchst ihm diese Frische ein! Daumen hoch, sehr konsequent und hochwertig gearbeitet!

derbenni 03.03.2021 22:05

Du lässt echt nichts anbrennen. Ich bin total begeistert, der Golf wird richtig toll.

VG Benjamin

andreas64 04.03.2021 16:57

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
Hallo liebe Leute,

Danke für die Blumen!
Bis jetzt war es eine reine Fleißarbeit, ohne viele Komplikationen. Naja, die Lager der Hinterachse haben sich ganz ordentlich geweigert, ihren bisherigen Platz zu verlassen....

Aber es geht weiter. Der Unterboden rechts ist i.o., der Unterboden am Heck ist ebenfalls i.o. Bleibt die Fahrerseite ab in etwa Fahrersitz bis inkl. Radhaus. Zuerst natürlich muss der alte Unterbodenschutz runter - also habe ich ein lustiges Zopfbürstenmassaker veranstaltet.
Ihr werdet es niemalsnicht erraten, was zum Vorschein kam: Nein, Rost! Davon erzählen die Fotos.

1. Foto: Da hat schon jemand einen Flicken draufgeklebt. Muss das so hässlich sein?
2.+3. Foto: Nun weiß ich endlich, warum das Auto GOLF heißt - wegen der 18 Löcher!
4. Radhaus vl vorher.
5. Habe zunächst die alten Räder wieder auf die Hinterachse geschraubt (Felge ist geschliffen und mit Branth 1in3 lakiert), weil ich leider (noch) keine Idee bezüglich gut aussehender Felgen habe.

Andreas

96er GT 04.03.2021 20:57

Respekt vor dem Tempo das du vorlegest.

Auf den vorderen Federdom bin ich gespannt, das sieht ja nicht so gut aus...

andreas64 13.03.2021 18:01

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Huhu!

die Arbeiten am Unterboden nähern sich dem Ende. Die Region um das vordere Ende des Schwellers war doch sehr viel zeitaufwendiger als gedacht, zu reparieren. Eigentlich wollte ich heute (13.03.2021) den Unterboden letztmalig beschichten, davon bin ich 3-4 Tage entfernt. Naja togal, ist ja kein Wettbewerb und Qualität geht vor Schnelligkeit.

Hier einige Fotos.

Foto 1 und 2: Rost am linken Schweller. Es waren sowohl der Außenschweller, als auch ein Teil des inneren Bleches und das Blech, welches die Kräfte eines Wagenhebers in die A-Säule leiten soll, vollkommen vergammelt.
Foto 3 und 4: Testschnitt: Alles Fe2O3!
Foto 5: Neuaufbau begonnen
Foto 6: Hurra, ich habe wieder eine gerade Kannte am Schweller (oder wie das Ding heißt)
Foto 7: Schweißpunkte etwas geschliffen und begonnen mit Karrosseriedichtmasse rumzumatschen.
Foto 8: Habe mich entschlossen, alle angeschweißten Gewindebolzen (Grobgewinde) am Unterboden durch neue zu ersetzen. Die alten waren durch den Rost so schmal geworden, dass die Clips für Bremsleitungen/Kraftstoffleitungen nicht mehr so richtig halten wollten.

Grüße
Andreas

Micki_23 14.03.2021 07:37

wow ich sags ja immer es ist (fast) alles schweißbar. Die Bolzen zu erneuern ist eine gute Idee, wobei man auch nicht alle benötigt, aber man weiß ja auch nie ob man nicht an der Motorleistung später noch einmal dreht und dann andere Hitzeschutzbleche angebracht werden sollten.

Gti95 14.03.2021 09:52

Wirklich beeindruckend deine Arbeit.

Gibt es die Haltebolzen einzeln zum anschweißen oder wie werden die erneuert?

Frank22 14.03.2021 11:27

ja, die kann man einzeln erwerben, gibt 2 verschiedene Methoden, Direktzündung -so wie diese hier, oder Hubzündung, zb die Haltebolzen vom Airbagsteuergerät sind via Hubzündung verschweißt.

hier mal die Gerätschaft und die Versuche dazu, da muß man sich einfuchsen ;)

http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1480704474jpeg

http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1480704515jpeg

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Gti95 14.03.2021 11:31

Zitat:

Zitat von Frank22 (Beitrag 1867475)
ja, die kann man einzeln erwerben, gibt 2 verschiedene Methoden, Direktzündung -so wie diese hier, oder Hubzündung, zb die Haltebolzen vom Airbagsteuergerät sind via Hubzündung verschweißt.



hier mal die Gerätschaft und die Versuche dazu, da muß man sich einfuchsen ;)



http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1480704474jpeg



http://www.golf3.de/direktupload/i/8...1480704515jpeg



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Ah, danke für die Aufklärung. 😊👍🏻

andreas64 14.03.2021 11:32

Bolzentausch!
 
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 2)
Moin!

habe normale Schweißbolzen an die Stelle der alten (Grobgewindebolzen)geschweißt. Hatte vorher einige Versuche gemacht, ob normale M6 Senkkopfschrauben auch dafür hergenommen werden können. Das war möglich, sah aber nicht so prima aus. Siehe Fotos.

links im Foto: normale M6x30 Schraube angepunktet. Der Clip steht ca 2mm vom Blech weg, fand ich nicht so klasse
Rechts im Foto: M6x15 Anschweißbolzen aus Wald- und Wiesenstahl ST37, verkupfert. Angschweißt auf 1mm Blech und auf 1,5mm Blech. Beides kein Problem.

In die Clips einfach metrisches Gewinde geschnitten. Funktioniert auch bei den Haltern für Benzinleitung (Achtung: Sackloch!!! Mit Gefühl schneiden und rechtzeitig aufhören.)

Die Klemmscheiben - für Hitzebleche - halten ebenso bombenfest.

Bevor jemand fragt, warum ich nur gepunktet und nicht durchgeschweißt habe, mit den 4 Punkten hält das problemlos und vor allem: ich kann den Zwischenraum Blech-Bolzen vor Rost schützen und anständig mit UBS besprühen.

Geschweißt mit MAG, einem SG2 TI Draht und 80A ABER!! mit Spott Funktion die 80A lagen also nur im Millisekunden Bereich an. Wie viele Millisekunden genau kann ich nicht sagen, meine Schweißkiste hat einen unbeschrifteten Drehregler und keine digitale Anzeige hierfür.

Schönen Sonntach!

Andreas

andreas64 14.03.2021 12:41

Hi,

haben sich die Antworten überschnitten. Die Version von Gti95 ist natürlich "das König unter die Lösungen". Aber, das gezeigte Bolzenschweißgerät dürfte mindestens in der Bundesliga spielen und für den gemeinen Hobbyisten deutlich zu teuer sein. Schade!

Aber, wie ist das eigentlich? Die gezeigte Pistole hat ja offenbar die Aufgabe, den Bolzen in der optimalen Position zu halten, bis der "Abzug" betätigt wird und das Gerät für eine sehr kurze Zeit eine hohe Menge an Strom bereit stellt.
Die am Bolzen befindliche Spitze wird aufgeschmolzen und verbindet Bolzen mit Blech.

Richtig so???

Was ist, wenn man eine solche Pistole nimmt (gibts als Nachbau in der Bucht für 50 Oiro) und über einen Euro Zentralanschluss (20€) an ein MAG Schweißgerät anschließt? Der Taster an der Pistole ist meines Wissens nach nur ein einfacher Mikrotaster, welcher eine Steuerspannung durchschaltet.

Das Gerät auf "Spott" gestellt und man hat für eine sehr kurze Zeit viel Strom.......

Könnte das funktionieren?

Aufbau Bolzenschweißpistole: www.youtube.com/watch?v=hDTNf8y2-lg

Er hat es probiert: www.youtube.com/watch?v=J5uAV9dBAQo (hat leider nur manchmal funktioniert, er hatte aber auch keine Spott Funktion)


Andreas


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