| AgentBRD | 10.03.2010 14:24 | Zitat:
Zitat von Sommer
(Beitrag 823033)
Longlife ist meiner Meinung völlig schrott. Besser ein billiges Öl nehmen und alle 15000km wechseln als nen teures Öl und das 30000km drin lassen. | Zitat:
Zitat von Sommer
(Beitrag 823049)
Das ist halt so, hast du mal Öl abgelassen was 30000km im Motor war, jetzt mal abgesehen vom Diesel, was dann noch viel versiffter is. | Uhuhuhu! Hihihi! - Wo hast du das denn her? Aus "Fix und Foxi"? Ich mache seit bald sieben Jahren keinen Ölwechsel mehr, fahre teures Vollsynthetik und ergänze alle 12 Monate die Additive und wechsel den Filter. Dennoch erfreut sich mein Diesel bester Gesundheit.
Was Schmierstoffe angeht, höre ich besser auf einschlägige Fachliteratur und ausgewiesene Experten, wie bspw. Peter Weismann, den Schmierstoff-Pabst - aber nicht auf den Dorf-Schlauberger. Zitat:
Und bei unseren alten Motoren ist es auch quatsch sehr dünnes Öl zu fahren, dass drückt sich durch die alten Dichtungen wie Wasser und der Öldruck baut sich auch schwieriger auf.
| 5W40 lasse ich mir im Winter gefallen oder für sehr sportlich genutze Fahrzeuge. Aber ansonsten stimme ich mit ein - für die Masse der Fahrzeuge in diesem Board ist das nicht wirklich notwendig. 10W40 ist ein sehr solides Ganzjahresöl.
Von einem 5W30 oder 10W30 rate ich ab. Das ist bei hohen Temperaturen einfach zu dünn. Bei den einfachen Ölpumpen des Golf III und dem zwischenzeitlichen Alter dieser Pumpen - noch dazu der Stand der Technik (nahezu alles aus dem Golf II übernommen, also 80er und frühe 90er Jahre) - mindert sich somit der Volumenstrom des Öles. Das ist kontraproduktiv. Zitat:
Zitat von gtimysticblue
(Beitrag 823675)
Bei mir sind ALLE Dichtugnen neu also kanns eigtl. nirgends rausdrücken;) | Das ist eine irrige Annahme. Wellendichtringe sind zum Beispiel schon konstruktiv bedingt immer undicht. Die Dichtlippen schwimmen - mit voller Absicht - auf einem Ölfilm auf. Die Dichtwirkung beruht auf einer Kapillarkraft.
Ist das Schmiermedium zu dünn, fließt es hindurch - egal wie toll oder neu die Dichtung ist. Wäre das nicht der Fall, würde es den Dichring einfach abradieren. Wer's nicht glaubt, nehme eine drallfrei geschliffene und polierte Welle, versetze sie in Rotation und schiebe - ohne Schmiermittel - einen Dichtring darauf.
Ein Wellendichtring liegt nur dann auf der Welle auf, wenn Dichtung und Welle auf der gleichen Achse liegen und keine Differenz der Rotationsgeschwindigkeit vorliegt. (Für Laien ausgedrückt: "Wenn sich nix bewegt") |