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-   -   Querlenker selber einbauen?! (http://www.golf3.de/showthread.php?t=20557)

franz-werner 05.05.2018 20:56

Grundsätzlich sind beide Versionen denkbar.

Je nachdem, wann der letzte Automatik-Ölwechsel war, würde ich die Ölwannenversion vorziehen.
Das Risiko, dass dir die Schrauben der Querlenker abreißen, ist leider sehr groß.

Viel Erfolg beim Wechsel.

ThomasG3 05.05.2018 21:44

Zitat:

Zitat von franz-werner (Beitrag 1838841)
Grundsätzlich sind beide Versionen denkbar.

Je nachdem, wann der letzte Automatik-Ölwechsel war, würde ich die Ölwannenversion vorziehen.
Das Risiko, dass dir die Schrauben der Querlenker abreißen, ist leider sehr groß.

Viel Erfolg beim Wechsel.

Hi,

in der Ölwanne der Automatik gibt es eine Aussparung, die offenbar im Zusammenhang mit der Querlenker-Schraube steht.

Nur: diese Aussparung reicht offenbar nicht hoch genug.
Also wenn man die linke Querlenker-Schraube raus haben will, müsste der Motor angehoben werden.

Das wäre mir lieber als die Ölwanne abzunehmen, deren Füllstand dann eventuell höher ist(?), als ihre Oberkannte.

Wie gesagt, die Gangbarkeit der Querlenkerschrauben hatte sich glücklicher Weise schon erwiesen.

Grüße von
ThomasG3

franz-werner 05.05.2018 21:48

Bis wohin die genau voll ist, kann ich dir nicht sagen. Es kommt schon gut was raus. Du solltest eine große Wanne drunter haben :)

ThomasG3 05.05.2018 22:01

Habe es mir noch gar nicht so genau angeschaut:

muss nun das vordere und das hintere Motor-Lager gelöst werden,
um den Motor das nötige Stück anheben zu können?

Oder nur das hintere Motorlager?

Grüße von
ThomasG3

Mustang80 05.05.2018 22:29

Ich würde dir empfehlen, das getriebeseitige Lager und das vordere Motorlager zu lösen und dann den Motor entsprechend anzuheben.

Wenn dir die Querlenkerschrauben abreissen, dann die vorderen waagerechten. Ich habe dazu kürzlich ein Bild der beiden Schrauben hochgeladen, bei dem der Korrosionsstatus deutlich wird.

Teletubby 05.05.2018 22:39

Hallo!

Als ich bei meinem Variant mit Automatikgetriebe die vorderen Querlenker saniert habe, habe ich auch vor der Frage gestanden: Ölwanne des Getriebes abbauen oder das Motor-Getriebe-Aggregat anheben? Ich habe mich für die Ölwannenversion entschieden und würde das wieder so machen. Bei abgebauter Ölwanne war auch zum Vor-Anziehen der Schraube per Drehmomentschlüssel genug Platz. Siehe Foto:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1525552591.JPG

Wenn die Ölwanne des Automatikgetriebes und der Getriebeölfilter ausgebaut sind, muss man nur aufpassen, dass man mit Werkzeug zum Drehen der Querlenkerschraube nicht die Magnetventile und die Leiterfolie des Getriebes beschädigt.

Zum Abbau der Ölwanne muss auf jeden Fall vorher die ATF (Automatic Transmission Fluid) abgelassen werden. Das ist nicht übermäßig kompliziert. Ich rate aber dringend, das schon mindestens einen Tag vorher zu machen, weil viel ATF nachtropft. Sonst gibt das eine Sauerei.

Außerdem kann ich nur dazu raten, den Querlenkerschrauben (Größe 18) nur mit einwandfreiem und gutem Werkzeug auf die Pelle zu rücken, weil sie oft sehr fest sitzen. Es kommt vor, dass sie sich nicht lösen lassen, sondern abreißen, weil sie in der Hülse der Buchse und/oder im Gewinde festgerostet sind. Das ist dann nicht so beglückend.

Freundliche Grüße
Teletubby

ThomasG3 05.05.2018 23:08

Hi,

wie noch mal gesagt, die Querlenker-Schrauben sind gangbar.
Neben dem grundlegenden Lösen, habe ich sie versuchsweise auch so 10mm raus (und wieder fest) gedreht bekommen.

Es scheint mir unlogisch, dass wenn die Ölwanne des Automatik-Getriebes schon eine gewisse Aussparung für die Querlenker-Schraube hat,
dass man die Ölwanne abnehmen sollte, statt den Motor um ein paar fehlende Zentimeter anzuheben(?)

Grüße von
ThomasG3

Teletubby 05.05.2018 23:28

Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1838865)
wie noch mal gesagt, die Querlenker-Schrauben sind gangbar.

Da kannst Du Dich sehr glücklich schätzen, weil das oft anders ist. Diesen "anderen Fall" hatte ich bei einem meiner Golf 3 auch schon. Und denke da nicht so gerne dran...


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1838865)
Es scheint mir unlogisch, dass wenn die Ölwanne des Automatik-Getriebes schon eine gewisse Aussparung für die Querlenker-Schraube hat, dass man die Ölwanne abnehmen sollte, statt den Motor um ein paar fehlende Zentimeter anzuheben(?)

Bei meiner Ölwanne des Automatikgetriebes habe ich nichts gesehen, was wie eine Aussparung zum Drehen der vorderen Schraube des linken Querlenkers aussah:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1525554887.JPG

http://www.golf3.de/direktupload/201...1525555896.JPG

Folgende Argumente haben für mich für den Abbau der Ölwanne und gegen das Anheben des Aggregates gesprochen:

1. Die obere Schraube des hinteren linken Aggregatelagers (in Fahrtrichtung gesehen) ist gerade bei Fahrzeugen mit ABS ziemlich dämlich zu erreichen.

2. Es ist wichtig, dass das Aggregat frei von mechanischen Spannungen befestigt ist, weil das sonst zu Vibrationen, Brummgeräuschen und ähnlichem Ungemach führen kann. Weil das Aggregat in diesem Punkt einwandfrei saß, wollte ich das möglichst nicht verändern.

3. "Ein paar Zentimeter anheben"? Ich schätze dass es mindestens acht Zentimeter sind. Da war ich mir nicht sicher, ob es da irgendwelche limitierende Faktoren gibt wie z.B. Auspuff, Leitungen, Antriebswellen, Hitzeschutzbleche, bei denen die Möglichkeit der Beschädigung bestand, was dann hinterher weitere Arbeit gemacht hätte.

4. Es war eine gute Gelegenheit, die ATF-Füllung und den Ölfilter des Automatikgetriebes zu erneuern.

Der Vollständigkeit halber muss ich dazu sagen: Bei den späteren Automatikgetrieben des Golf 3 gibt es keinen Messstab fürm die ATF. Die Herstellung des korrekten ATF-Standes beim Einfüllen erfordert ein Diagnosegerät o.ä., mit dem die ATF-Temperatur aus dem Getriebe-Steuergerät ausgelesen werden muss. Das war für mich aber alles kein Problem.

ThomasG3 08.05.2018 00:00

Hi @ all und

@ Teletubby,

ja, Du hat eine andere Automatik. Ohne so eine Aussparung an der Ölwanne für die vordere Querlenkerschraube.

Die Querlenker habe ich heute erneuert.
Wagen vorne dazu jeweils pro Seite auf so 40cm aufgebockt.
Und dann Methode: der Motor muss hoch.

Das vordere Motorlager hatte eine SW16 Schraube.
Die Schraube des hinteren Motorlagers (unterhalb ca. Bremskraftverstärker) hat SW17.
Für diese Schraube braucht man ein Gelenk vor der Nuss (sowie 1 + 1/2 Verlängerungen). (Kein ABS-Fahrzeug).

Die Ölwanne der hiesigen Automatik ist im vorderen 2/3 durch einen soliden Steinschlag, bzw. Aufsetz-Schutz geschützt.
Da habe ich einen Bock drunter gestellt und den Vorderwagen dann so weit wie nötig abgelassen.
Der Motor musste auf diese Weise so 6cm hoch kommen, um die besagte Schraube rausdrehen zu können (teils mit Knarre und Nuss, teils mit Ringschlüssel).
Ob dabei irgendwas verbogen sein könnte, habe ich noch nicht überprüft.

Alle Querlenkerschrauben hatte ich ja schon vor gelockert und ließen dann auch einwandfrei entfernen.
Die Hinteren sahen im Schaft- und Gewindebereich noch aus wie niegel-nagel-neu!

Grausam war hingegen, die M10 Durchgangsschrauben für die Traggelenke raus zu bekommen.

Die neuen Querlenker rein zu bekommen, war auch ein ziemliches Gewürge.
Die Federbeinschrauben mussten dazu raus.
Was letztlich nur durch Flexen zu bewerkstelligen war.

Bei der Aufnahme (im eigentlichen Achsträger) für die hinteren Querlenkerbuchsen ist mir aufgefallen,
dass dort innen U-förmige Erhebungen an den Durchgangslöchern sind (so 1mm hoch vielleicht).
Und zwar so, dass die Querlenker praktisch nur "von vorne" eingeschoben werden können.

Das geht nur begrenz gradlinig, weil die vorderen Querlenkerbuchsen derweil ja noch nicht in ihren Aufnahmen sitzen können.

Ein paar kleine Hammerschläge waren nötig um die Distanzbuchse der hinteren Querlenkerbuchsen ganz in "das U" eintreiben zu können,
wobei dann auch die vordere Buchse mit ihrer Aufnahme zu fluchten beginnt.

Ist schon ein ziemliches Gefummel, keine Frage.
Als ich das System "mit dem U" entdeckt habe, konnte ich jedoch viel gezielter vorgehen.

Eigentlich wollt ich die vorderen Stoßdämpfer gleich mitmachen,
da viel mir ein, habe ja keinen Schlagschrauber "für oben" ::hammer::

Muss mir morgen einen Griff an eine 21er Nuss schweißen lassen, um durch das Loch mit einer 7mm Inbusnuss gegenhalten zu können. Eine 8er ging jedenfalls nicht rein.

Grüße sendet
ThomasG3

Teletubby 08.05.2018 08:25

Hallo!

Gratulation zur gelungenen Reparatur!

Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Die Ölwanne der hiesigen Automatik ist im vorderen 2/3 durch einen soliden Steinschlag, bzw. Aufsetz-Schutz geschützt.

Dieses Schutzblech unter dem Automatikgetriebe haben im Normalfall alle Golf 3. Auf meinen Fotos ist es schon demontiert.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Die Hinteren sahen im Schaft- und Gewindebereich noch aus wie niegel-nagel-neu!

Das entspricht so der Regel.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Grausam war hingegen, die M10 Durchgangsschrauben für die Traggelenke raus zu bekommen.

Das ist auch normal so. Das Rezept ist: Ölen, schlagen und immer wieder drehen. Diese Schrauben würde ich unter allen Umständen erneuern, und die selbstsichernden Muttern sowieso.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Die neuen Querlenker rein zu bekommen, war auch ein ziemliches Gewürge. Die Federbeinschrauben mussten dazu raus.

Das habe ich schon zweimal gemacht, ohne die Federbeinschrauben zu lösen. Und das bei Autos mit Stabilisatoren, bei denen es noch schwieriger ist als bei welchen ohne.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Bei der Aufnahme (im eigentlichen Achsträger) für die hinteren Querlenkerbuchsen ist mir aufgefallen, dass dort innen U-förmige Erhebungen an den Durchgangslöchern sind (so 1mm hoch vielleicht).
Und zwar so, dass die Querlenker praktisch nur "von vorne" eingeschoben werden können.

Stimmt genau!


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Das geht nur begrenz gradlinig, weil die vorderen Querlenkerbuchsen derweil ja noch nicht in ihren Aufnahmen sitzen können. Ein paar kleine Hammerschläge waren nötig um die Distanzbuchse der hinteren Querlenkerbuchsen ganz in "das U" eintreiben zu können, wobei dann auch die vordere Buchse mit ihrer Aufnahme zu fluchten beginnt.

Das ist noch schwieriger, wenn die Federbeinschrauben nicht gelöst sind, weil der Querlenker dann im äußeren Bereich stark nach unten hängt. Denn diese U-förmige Führung im Aggregateträger gibt es nicht nur unten, sondern auch oben.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
st schon ein ziemliches Gefummel, keine Frage.

Ja, ist es. Wie schon gesagt: Vor allem bei Fahrzeugen mit Stabilisator.


Zitat:

Zitat von ThomasG3 (Beitrag 1839011)
Muss mir morgen einen Griff an eine 21er Nuss schweißen lassen, um durch das Loch mit einer 7mm Inbusnuss gegenhalten zu können.

Zum Lösen der Mutter ist diese Idee gut. Leider funktioniert sie nicht zum Festziehen mit einem Drehmomentschlüssel.

Wie hast Du die vorderen und hinteren Querlenkerschrauben denn festgezogen?

Freundliche Grüße
Teletubby

Markus_89 08.05.2018 08:25

Für die Stoßdämpfer kannst du auch das BGS 8155-12 nehmen, hat bei mir wunderbar geklappt.

https://uploads.tapatalk-cdn.com/201...99e6a9ab7d.jpg

Du solltest nur ordentlich Rostlöser drauf machen.

Teletubby 08.05.2018 08:28

Zitat:

Zitat von Markus_89 (Beitrag 1839024)
Für die Stoßdämpfer kannst du auch das BGS 8155-12 nehmen, hat bei mir wunderbar geklappt.Du solltest nur ordentlich Rostlöser drauf machen.

Danke für diesen Tipp! Das habe ich beim Cabrio nämlich auch noch vor mir, aber noch nie gemacht.

Grüße Teletubby

Ben_RGBG 08.05.2018 08:33

Für die oberen Stoßdämpfer Muttern nehme ich immer den Schlagschrauber.. Festziehen mit Drehmoment ist so halt schwierig. :D

Als ich noch keinen Schlagschrauber hatte, habe ich einen 21er gekröpften Ringschlüssel und einen entsprechenden Inbus genutzt.

Die Nuss ist aber eine feine Sache, die werde ich mir auch anschaffen.

GTFahrer 08.05.2018 09:02

Wer die ausgesägte Nuss nicht hat, der kann sich auch anders behelfen: Mit einer Zündkerzennuss. Sowas liegt in vielen Ratschensortimenten mit drin.

Die haben an der Außenseite einen Sechskant, bei mir SW24.
Also die Nuss aufstecken, den Inbusbit durch die Nuss und mit dem 24er Maul die Schraube via ZK-Nuss festdrehen. (Ich habe dafür noch einen Aufsatz für den DM-Schlüssel, dann klappt das auch recht gut ;))

ThomasG3 08.05.2018 22:54

Hi,

hatte mir heute an eine "normale" 21er Nuss einen Hebel schweißen lassen.

Also so, dann man koaxial dabei eine 7mm Inbusnuss einstecken kann.

Die obere Federbeinmutter war damit nicht zu lösen.

Abhilfe war:

mittels Heizluftföhn, die weiße Schraubensicherung der oberen Mutter zu kochen.

Somit ist konnte die Verschraubung zumindest schon mal anfänglich gelöst/los gebrochen werden.

Grüße von
ThomasG3


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