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herr jaegermeister 18.01.2020 01:07

Ich wünschte ich wüsste wie man so viele Quotes erstellt, auf dem einfachen Weg, aber da ichs nicht weiss, antworte ich halt so :D Rechtschreib/Tippfehler immer bitte wegdenken bei meinen Posts, das meiste tippe ich von Unterwegs.

-Den Stabi zu lösen lässt dich zumindest, nachher, leichter das Traggelenk nach unten abziehen, da der Stabi doch recht viel Druck nach oben ausübt, wenn das Fahrzeug einseitig angehoben wird. Ausserdem wirkt die Richtung der Kraft dem Schlagen von Oben per Hammer entgegen. Wie gesagt, es geht hier erstmal nur darum, den Rost bzw die Kontaktkorrosion zwischen Traggelenk und Radnabe, wie auch Teletubby bereits gesagt hat, einmal zu knacken. Sobald sich das auch nur um ein µ bewegt, hat der Rost da verloren.

-Vorm Lenkeinschlag brauchst du keine Angst zu haben. Wenn die Lenkradsperre gelöst ist, und du durch ziehen/drücken der Bremsscheibe lenkst, machst du mechanisch auch nichts anderes, als würdest du am Lenkrad drehen. Ist aber im Endeffekt egal wo gedreht wird, du kannst natürlich auch am Lenkrad einlenken. Es geht nur darum, dass sich der Nachlauf durchs Einlenken ändert (sichtbar an der Stellung des Federbeins beim Lenken) und sich dadurch der Sitz des Traggelenkzapfens im Achszapfen ändert. Du bekommst die neuen Traggelenke zB bei gerade stehenden Rädern wesentlich leichter rein als bei vollem Einschlag.

-Dass man schlecht drankommt stimmt erstmal schon. Meines Erachtens nach sind Schraube und Mutter hier falsch positioniert, ich hab das ganze bei mir genau anders herum eingebaut. Hintergrund ist der: Die Schraube hat SW16, die Mutter SW17. Mit einer 16er Nuss könnte ich zumindest an die Mutter drankommen, mit ner 17er nicht.
Da du die Mutter ja nun schon frei hast, steht nur noch Bremssattelhalter im Weg. Es reicht, wenn du die untere Schraube des Bremssattelhalter entnimmst. Achtung beim Wiedereinbau: Rippschraube mit 125NM.
Kommst du einmal gut an die Schraube dran, gib ruhig volle Power. Egal wenn sie abreißt, bei deinem neuen Set liegt eh eine neue bei (tut es doch, oder?? Die Alte wird sehr stark vergammelt sein). In dem Fall kannst du nämlich alle Manieren sein lassen und der Schraube richtig zeigen wer hier Herr im Hause ist :D
An Teletubbys Bildern kann man übrigens sehr gut erkennen, wie eingegammelt besagter Zapfen ist. Die Einkerbung für die Schraube im Zapfen ist gar nicht mehr sichtbar. Er hat übrigens auch den Stabi gelöst ;)


Zusammenfassend: Wie gesagt. Ich würde, und so mach ichs IMMER, zuallererst die untere Schraube des Bremssattelhalters lösen, um den Schraubenkopf mit ner 16er Nuss erreichen zu können. Der Rest ist Physik und du wunderst dich nachher was da so schwer war ;)

Haetschi 18.01.2020 01:28

Zitat:

Nein, den Stabilisator habe ich noch nicht raus, das kommt als nächstes dran, der ist ja am Querlenker befestigt. Wie kann das dabei helfen diese Klemmschraube rauszubekommen? Bevor ich die nicht schaffe, mache ich das andere nicht, hat ja dann keinen Sinn.
Doch mach doch des Stabi-Graffl raus! Das hält den Querlenker oben, und unterstützt damit die von Dir zu lösende Verbindung!

Zitat:

Leider habe ich beim Ausbau gemerkt, dass beide Manchetten der Spurstangen zerrissen sind. Die muss ich nachbestellen (der Laden um die Ecke will 20 Euro pro Stück).
Ich frage mich, wie ich die losbekomme, da ist auch eine Art Hitzeschutzblech auf der Beifahrerseite, der den Zugang zum Spannriemen erschwert.
Wie Du die genau los- oder draufbekommst hängt vom Lenkgetriebe ab, bei meinem müssen diese über die Hauptöffnung sowie mit dem Loch über die Rohrnippel... Grundsätzlich ist es möglich, die alten Schellen mit einem Saitenschneider zu kappen. Nach Montage der neuen Manschetten das mitgelieferte Schellenmaterial neu montieren. Um das alles zu machen musst Du eigentlich unter den Wagen, also er sollte schon relativ hoch stehen. Ich hab es immer auf einer Hebebühne, oder mit dem Kopf Nähe Katalysator gemacht. Wenn Du das Schellenmaterial nicht montiert bekommst, helfen fette Kabelbinder als Provisorium. Dann auf die Bühne.

Lg

Stephan

Teletubby 18.01.2020 08:17

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1857985)
Wenns dennoch störrisch ist: Schmaler Meißel, den treib ich dann in den Schlitz rein.

Hilfe!!!


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Nein, den Stabilisator habe ich noch nicht raus, das kommt als nächstes dran, der ist ja am Querlenker befestigt. Wie kann das dabei helfen diese Klemmschraube rauszubekommen? Bevor ich die nicht schaffe, mache ich das andere nicht, hat ja dann keinen Sinn.

Richtig so!


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Leider habe ich beim Ausbau gemerkt, dass beide Manchetten der Spurstangen zerrissen sind. (...) Ich frage mich, wie ich die losbekomme, da ist auch eine Art Hitzeschutzblech auf der Beifahrerseite, der den Zugang zum Spannriemen erschwert.

Auf jeden Fall, solange die Querlenker ausgebaut sind.

Die Faltenbälge des Lenkgetriebes müssen unbedingt richtig sitzen und dicht sein. Ansonsten kommt Feuchtigkeit hinein mit der Folge, dass die Zahnstange des Lenkgetriebes rostet. Dadurch kann das Lenkgetriebe irreparabel undicht werden.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Hier redest du wohl schon vom Traggelenk selber. Ich hoffte eigentlich, dass das keinen Ärger mehr macht, wenn die Klemmschraube raus ist! Kann man nicht einfach von oben draufschlagen?

Auf diese Weise habe ich schonmal einen wunderschönen Querlenker im Bereich des Gelenkes so verbogen, dass er danach nur noch auf den Schrott konnte. Du solltest Dich darauf einrichten, dass der Bolzen des Achsgelenkes mindestens genau so schwer herauszubekommen ist wie die Klemmschraube.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Habe dafür extra einen 1500g Hammer gekauft. Aber die Rundung am Schraubenende habe ich schon platt geschlagen. Ganz ehrlich, viel mehr Gewalt geht nicht. Und drehen ist auch schwierig: die Schraube ist kaum zugänglich, eine Ratsche passt da nicht rein, und der Guss ist da etwas verdickt, so dass auch ein Ringschlüssel nicht auf der ganzen Schraube angesetzt werden kann.

Die Schraube kann dabei ruhig beschädigt werden, weil man sie wie die selbstsichernde Mutter eh erneuern sollte. Diese Schraubverbindung ist lebenswichtig! Keine Experimente!

Die Schraube gehört so eingebaut, dass der Schraubenkopf nach vorn und die Mutter nach hinten zeigt. Zum späteren Festdrehen der Mutter musst Du beide Teile eh solide mit Werkzeugen erreichen, weil die Schraube sich sonst wegen der selbstsichernden Eigenschaft der Mutter mitdreht.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Soll ich die Bremszange abschraube, wie bei dir auf den Fotos?

Nicht nur den Bremssattel abbauen, sondern auch die Bremsscheibe und das Spritzschutzblech. Das geht schnell und sorgt für gute Ereichbarkeit aller Teile um das Gelenk herum. Bei per Wagenheber aufgebocktem Auto kann man den Bremssattel gut auf einem umgedrehten normalen Eimer ablegen. Nicht am Schlauch baumeln lassen!


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Hmm, wollte die Schraube eigentlich retten, ich komme hier so schwer an Ersatzteile und muss auch warten.

Auf keinen Fall, siehe oben. Diese Schraube gehört zusammen mit der selbstsichernden Mutter erneuert. Diese Schraubverbindung ist lebenswichtig!


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1857993)
Bei meinem Golf geht keine Reperatur nach Plan, irgendwo taucht immer ein Problem auf, mit dem man nicht gerechnet hat. Ich habe über einen Tag gebraucht... (...) Das mit der Schraube.. ich dachte ich kriege beide Querlenker in 4h gemacht, Pustekuchen!

Das ist bei Arbeiten an älteren Autos völlig normal. Ebenso wie z.B. bei älteren Häusern. Ich mache bei sowas vorher schon lange keine Zeitplanungen mehr.


Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1857994)
Dass man schlecht drankommt stimmt erstmal schon. Meines Erachtens nach sind Schraube und Mutter hier falsch positioniert, ich hab das ganze bei mir genau anders herum eingebaut. Hintergrund ist der: Die Schraube hat SW16, die Mutter SW17. Mit einer 16er Nuss könnte ich zumindest an die Mutter drankommen, mit ner 17er nicht.

Wie schon gesagt: Die Schraube gehört von vorn nach hinten eingesteckt. Weil sich die Norm in den letzten Jahren geändert hat, haben sowohl die Schraube als auch die Mutter heutzutage die Schlüsselweite 16.

Die Schraube gibt es bei VW unter der Teilenummer N 034 778 5 für EUR 3,81, die Mutter unter N 102 861 10 für EUR 0,77. Beide Preise sind UVP´s. Beide Teile erfüllen eine erhöhte Festigkeitsklasse. Keine Baumarkt-Teile nehmen!

Teilenummern wie immer ohne Gewähr!

Freundliche Grüße
Teletubby

stephanix 18.01.2020 09:10

Morgen Ich hab dafür das Werkzeug:
https://www.kstools.com/produkte/kat...mer-satz-6-tlg.

Grüsse

stephanix 18.01.2020 09:17

Sorry hier der Richtige Link : https://www.dittmar-werkzeuge.de/KS-...kaAo7kEALw_wcB

GTFahrer 18.01.2020 09:35

Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1857994)
Ich wünschte ich wüsste wie man so viele Quotes erstellt, auf dem einfachen Weg, aber da ichs nicht weiss, antworte ich halt so :D

Jeweiligen Text markieren und kopieren. Danach eben jedes Mal in die [ QUOTE][ /QUOTE] einfügen ;) Natürlich ohne Leerzeichen nach der Klammer.

Um an die schraube besser ranzukommen, wie schon von anderen gesagt: Bremssattel mit Halter abschrauben. Auf jeden Fall haste dann Platz. Mit gekröpftem Schlüssel und ner einer Rätsche mit Verlängerung kam ich da bisher immer ran. Und man kann gleich die Gleitschienen für den Bremsklötze säubern und neu einschmieren mit Plastilube. Ebenso nach den Manschetten/Gleitbolzen sehen, mache ich auch regelmäßig. Top gleichmäßige Werte bei jeder HU.

Auch das wurde schon gesagt, wenn du sie drehen kannst... dann wirste sie auch rausschlagen können. Und wenn die so derbe am gammeln war, dann erneuern. Wichtig. Im übertragenem Sinne hält diese Schraube das Rad am Lenker fest. Schert die ab, dann hoppelt das Traggelenk raus und dein Rad steht "richtig schräg". Teilenummern wurden dir genannt, siehe Teletubbys Beitrag. Es gibt die Schraube auch von Lemförder und Co., falls VW bei dir in F nicht liefern kann.

Die Hebebühne... die wird sich auch beim Zusammenbau wieder als hilfreich erweisen. Denn im Achsträger wird die Buchse in einem Art Hufeisen geführt. Den Querlenker einzufädeln, wenn man nur ~40 cm Arbeitshöhe hat, erwies sich zumindest bei mir immer als nervige Aufgabe.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1857996)
Hilfe!!!

Ich weiß, das Werkstatthandbuch untersagt es. Dennoch habe ich es schon diverse Male gemacht. Und nichts brach ab, nichts hatte sich duktil verformt. Wie gesagt: Mit Bedacht arbeiten, nicht den größten Meißel reintreiben und auch nicht komplett durchschlagen. Dann passiert da auch nichts, denn auch Guss ist (ein kleines wenig) elastisch. Es muss aber jeder selber wissen was er da tut oder nicht, jeder ist für sein Tun verantwortlich ;).

onkel-howdy 18.01.2020 10:22

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1858000)
Ich weiß, das Werkstatthandbuch untersagt es.

Nur um beim Golf 4 das ganze ausdrücklich zu erlauben, bzw ohne aufweiten des Radlagergehäuses kannst netmal n Stossdämpfer kaufen. Dazu gibts auch extra Aufweit Werkzeuge. Der Guss ist im übrigen der selbe gebleiben. Will sagen: Ich mach es auch net unbedingt, aber zeugt ebenso wie die jenseits jedlicher Norm stehenden VW Drehmomente das die eben auch nicht wissen was sie tun.

GTFahrer 18.01.2020 11:07

Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1858001)
Nur um beim Golf 4 das ganze ausdrücklich zu erlauben, bzw ohne aufweiten des Radlagergehäuses kannst netmal n Stossdämpfer kaufen. Dazu gibts auch extra Aufweit Werkzeuge. Der Guss ist im übrigen der selbe gebleiben. Will sagen: Ich mach es auch net unbedingt, aber zeugt ebenso wie die jenseits jedlicher Norm stehenden VW Drehmomente das die eben auch nicht wissen was sie tun.

Beim Polo 4 (9N) das gleiche, wenn du das nicht weitest bekommst du den Stoßdämpfer nicht heraus. Ob die dem Guss mehr Graphit, vor allem kugelförmigen, zugemischt haben... keine Ahnung. Spreizer im Einsatz: https://www.youtube.com/watch?v=yquBHGqyoj0

Aber hier muss der Threadersteller erstmal die Schraube heraustreiben, dann kommt erst die Hürde Achsgelenk aus dem Schenkel bekommen...

onkel-howdy 18.01.2020 11:43

Zitat:

Zitat von GTFahrer (Beitrag 1858002)
Ob die dem Guss mehr Graphit, vor allem kugelförmigen, zugemischt haben... keine Ahnung.

Nö hamse net. Wir bauen seit Jahrzehnten die Machinen für die Achsteilproduktion als Fertigungslösung ;)

Atakpame 18.01.2020 15:33

Die Schraube ist raus, das WD40 hat zum ersten mal in meinem Leben funktioniert.
Der Bolzen hängt aber trotzdem fest, die 4h sind also rum, eine Schraube ist raus und ansonsten nichts.
In der Mietwerkstatt hier wären das schon mal 80 Euro.

Ich habe die Bremse abgebaut, die Bremszange mit Plastikriemen am Federbein befestigt und alle möglichen Keile zwischen Traggelenk und Querlenker geschlagen, rutscht aber immer wieder ab. Hammerschläge scheinen wenig Sinn zu machen, da das Traggelenk das wegfedert, verdammte Axt!

Aber ich habe jetzt einen Gasbrenner, der auf 1700 Grad geht und ich kann das Blech der Bremsscheibe als Hitzeschutz für die AW-Manchette verwenden.

Mal sehen was morgen so passiert.

Atakpame 18.01.2020 15:36

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1857977)
ch hatte dabei das Glück, schon im ersten Anlauf eine Trenngabel gekauft zu haben, die für die Verhältnisse der Basisachse des Golf 3 genau und optimal passt. Nur auf den Abstand der beiden Zinken der Trenngabel hatte ich geachtet, nachdem ich vorher den Durchmesser des Gelenkbolzens eines alten, aber aufbewahrten Gelenks gemessen hatte.

Hallo Teletubby,
Wo hast du diese Trenngabel gekauft und was hat sie gekostet?

GTFahrer 18.01.2020 15:48

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858004)
Die Schraube ist raus, das WD40 hat zum ersten mal in meinem Leben funktioniert.
Der Bolzen hängt aber trotzdem fest, die 4h sind also rum, eine Schraube ist raus und ansonsten nichts.
In der Mietwerkstatt hier wären das schon mal 80 Euro.

Ich habe die Bremse abgebaut, die Bremszange mit Plastikriemen am Federbein befestigt und alle möglichen Keile zwischen Traggelenk und Querlenker geschlagen, rutscht aber immer wieder ab. Hammerschläge scheinen wenig Sinn zu machen, da das Traggelenk das wegfedert, verdammte Axt!

Aber ich habe jetzt einen Gasbrenner, der auf 1700 Grad geht und ich kann das Blech der Bremsscheibe als Hitzeschutz für die AW-Manchette verwenden.

Mal sehen was morgen so passiert.

Auch wenn ich jetzt paar "Schläge" dafür kassieren werde:

Ein Rohr, Eisenstange etc. nehmen, zur Not eben die Stange vom Wagenheber. Über den Querlenker schieben und am Achsträger abstützen (Holz etc. unterlegen!). Am Auto festhalten und dann mit dem Fuß versuchen das auszudrücken. Hilfreich, wenn die Koppelstange abgeschraubt ist, aber muss nicht.

Natürlich muss die Karre sicher aufgebockt sein, sonst hat man das nächste Problem w00t

Teure Mietwerkstätten bei euch. Ich zahl hier ca. 11 € die Stunde und der Besitzer ist richtig nett, hilft auch wenn man frägt. Der andere nimmt 14 € und ist lakonisch. Schaut einen meist auch grimmig an, daher LMAA ;) Gehe lieber zum anderen, nicht nur wegen des Preises. Ich bin Kunde, ich bringe ihm sein Geld, da erwarte ich auch Freundlichkeit und nicht "Du störst!".

Teletubby 18.01.2020 16:32

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858004)
Der Bolzen hängt aber trotzdem fest, die 4h sind also rum, eine Schraube ist raus und ansonsten nichts.

Diese Zeit für diese Arbeit ist fast normal, wenn man sie zum ersten Mal macht.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858004)
...und alle möglichen Keile zwischen Traggelenk und Querlenker geschlagen, rutscht aber immer wieder ab.

Genau so habe ich damals auch angefangen. Am Ende war der unrettbar verbogene Querlenker.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858004)
Mal sehen was morgen so passiert.

Ich wage die Voraussage, dass Du morgen nach der Arbeit ohne Trenngabel nicht wesentlich weiter als heute sein wirst.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858006)
Hallo Teletubby,
Wo hast du diese Trenngabel gekauft und was hat sie gekostet?

Bei irgend einem Internethändler. Mit den Angaben auf der Verpackung auf angehängtem Foto solltest Du sie eigentlich finden können. Übermäßig teuer war sie nicht, ganz sicher weniger als 20 Euro. Ich meine sogar, weniger als 15 Euro.Die Artikelnummer, die man ganz unten auf der Verpackung nicht erkennen kann, habe ich gerade mit der Zoom-Funktion meines Originalfotos lesbar gemacht: Es ist 1140:
http://www.golf3.de/direktupload/201...1579361414.JPG

stephanix 18.01.2020 19:09

Nabend .. Nimm ne Kette mach sie um den Querlenker ( Ganz vorne am Traggelenk) Nun mit einen 2 Meter Rohr in die Kette und am Unterboden abstützen und den Lenker nach unten unter Spannung setzen und ein paar kleine Schläge oder nen Vibromax (Pressluftmeisel) und der Bolzen gibt auf ...
Gutes gelingen
PS: Hitze ist das ALLERLETZTE Mittel.....
Grüsse Stephanix

Atakpame 19.01.2020 00:02

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858009)
Bei irgend einem Internethändler. Mit den Angaben auf der Verpackung auf angehängtem Foto solltest Du sie eigentlich finden können. Übermäßig teuer war sie nicht, ganz sicher weniger als 20 Euro. Ich meine sogar, weniger als 15 Euro.

Ich bin gerade schockiert vor Glück. Der Laden um die Ecke, der wirklich nichts brauchbares hat, das dafür umso teurer, der Laden, der gerade mal gut ist um Scheibenwasser zu kaufen, der für die Spureinstellung 85 Euro verlangt, der für eine Manchette der Lenkung 20 Euro will, hat genau dieses Teil, für 9,90 Euro.
Man sehe hier:
https://www.norauto.fr/p/arrache-rot...lc_Description
"Gelenkausreißer" nennen die das.

Mit Gabelgröße 20mm, also genau so wie bei Dir. Das ist einfach fantastisch! Wird am Montag besorgt, dann ist das wohl mit einem Klachs erledigt.
Also doch keine Folterketten, Schlagrohre, Kantholz, turbogeladene Vorschlaghammer, Flex oder Flammenwerfer!

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858009)
Ich wage die Voraussage, dass Du morgen nach der Arbeit ohne Trenngabel nicht wesentlich weiter als heute sein wirst.

Oh doch, dann bereite ich die Fahrerseite auch so weit vor. Das Gute ist, dass da der Arbeitsplatz in der Sonne ist.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858009)
Genau so habe ich damals auch angefangen. Am Ende war der unrettbar verbogene Querlenker.

Das wäre nicht so schlimm, ich habe nicht vor den zu behalten, der ist von ATP, während das neue Teil von Monroe ist.
Das ATP Teil hat sieben Jahre und 70.000km gehalten. Das Originalteil zuvor hielt 16 Jahre und 340.000km. Da ist also schon ein kleiner Unterschied in puncto Langlebigkeit...

Atakpame 19.01.2020 00:18

Mein Senf zu Guss
 
Zitat:

Zitat von onkel-howdy (Beitrag 1858003)
Nö hamse net. Wir bauen seit Jahrzehnten die Machinen für die Achsteilproduktion als Fertigungslösung ;)

Eisenguss ist der am günstigsten herzustellende Stahl. Man kann damit komplexe Formen, die mechanisch nicht viel aushalten müssen, einfach gießen. Oder man macht daraus die besten Pfannen und Töpfe, die wiederum teuer sind, weil hier das Guss frei von Schwermetallen sein sollte.

Wenn man ein Material plastisch verformt, entstehen Versetzungen im Kristallgitter, die sich durch das Material fortbewegen, bis sie an den Rand des Materials gelangen. Das geht streng genommen ewig gut.
Bei Guss ist das Problem, dass das Graphit eine andere Kristallstruktur hat und die Versetzungen sehr schlecht ins Graphit übergehen können. Sie stauen sich also an den Korngrenzen an. Das Material wird so immer steifer aber auch immer brüchiger. Wenn es zu viel ist, entlädt sich die Spannung und es entsteht ein Riss.
Das Problem ist, dass man die Versetzungsdichte eigentlich nur per Röntgenanalyse sehen kann. Sprich ein Teil ohne Versetzungen sieht genau so aus wie eines, das kurz vor dem Brechen ist. Man kann also den Guss ewig spannen und Keile reintreiben, ohne dass sich makroskopisch etwas tut. So hat man den Eindruck, dass das alles OK ist, bis es halt mal reißt.

Man könnte das ganze Teil aus einer Alu-Legierung, oder gar aus Carbonfasern machen. Das wäre dann leichter, steifer, stabiler, rostfrei und 20x so teuer.
Schade, dass die Verarbeitung von Carbonfasern so aufwendig ist.

Atakpame 19.01.2020 00:21

Hat von euch jemand zufällig die Teilenummer für die Manchetten der Lenkung?

Teletubby 19.01.2020 10:57

Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858013)
Mit Gabelgröße 20mm, also genau so wie bei Dir. Das ist einfach fantastisch! Wird am Montag besorgt, dann ist das wohl mit einem Klachs erledigt.

Hast Du ein Glück!

Noch drei Tipps für die Arbeit mit dieser Trenngabel:

1. Du solltest, bevor du sie ansetzt, die obere und die untere Fläche des Gabelendes gut einölen. Denn das, was Du dadurch an Reibung sparst, muss Du weninger an Schlagenergie aufbringen.

2. Wenn das Auto ein Antiblockiersystem ABS hat, musst Du aufpassen, dass Du den Drehzahlgeberring an der Radnabe nicht mit der Trenngabel verbiegst. Der Abstand zwischen den beiden Teilen ist nur ganz gering. Deshalb die Trenngabel richtig herum ansetzen (wie auf meinem Foto) und evtl. ein Holz o.ä zwischenlegen.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858013)
Wird am Montag besorgt, dann ist das wohl mit einem Klachs erledigt.

3. Ich kann nur davor warnen, das zu unterschätzen. Auch bei Verwendung der Trenngabel solltest Du darauf vorbereitet sein, dass intensive und kräftige Hammerschläge nötig sein werden. Gefahr für irgendwelche Teile außer für das Achsgelenk sehe ich dabei nicht. Aber das Gelenk wird ja eh erneuert.


Zitat:

Zitat von Atakpame (Beitrag 1858015)
Hat von euch jemand zufällig die Teilenummer für die Manchetten der Lenkung?

Ist das Lenkgetriebe vom Zulieferer TRW oder ZF? Viele Teile einschließlich der Faltenbälge sind bei beiden nicht gleich.

Freundliche Grüße
Teletubby

herr jaegermeister 19.01.2020 13:06

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Ach was! Da pöllert man nur drauf? Ich hab einen Satz davon (übrigens 17€ vom Chinamann, anderes Werkzeug hatte vorrang) und da ist eine Aufnahme für nen Luftmeißel bei uns eine längere Stange, die eher zum Hebeln als zum einschlagen einlädt :D

Und halt noch besagte Verlängerung in 1m Länge. Mag sein, dass eine Gabel auf die Art mal bricht. Bislang aber toi toi toi :)

Atakpame 19.01.2020 15:19

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 5)
Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858017)
Hast Du ein Glück!

Das ist gut, darüber will ich mich nicht beschweren.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858017)
1. Du solltest, bevor du sie ansetzt, die obere und die untere Fläche des Gabelendes gut einölen.

2. Wenn das Auto ein Antiblockiersystem ABS hat, musst Du aufpassen, dass Du den Drehzahlgeberring an der Radnabe nicht mit der Trenngabel verbiegst. Der Abstand zwischen den beiden Teilen ist nur ganz gering. Deshalb die Trenngabel richtig herum ansetzen (wie auf meinem Foto) und evtl. ein Holz o.ä zwischenlegen.

3. Ich kann nur davor warnen, das zu unterschätzen. Auch bei Verwendung der Trenngabel solltest Du darauf vorbereitet sein, dass intensive und kräftige Hammerschläge nötig sein werden. Gefahr für irgendwelche Teile außer für das Achsgelenk sehe ich dabei nicht. Aber das Gelenk wird ja eh erneuert.

Ist notiert, vielen Dank. Nein das Auto hat kein ABS. Einfach wird es nicht, aber ich glaube, das ich jetzt am "längeren Hebel" sitze.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1858017)
Ist das Lenkgetriebe vom Zulieferer TRW oder ZF? Viele Teile einschließlich der Faltenbälge sind bei beiden nicht gleich.

Siehe Fotos im Anhang. Beide Seiten sind an der gleichen Stelle gerissen. Ist das die Teilenummer?

Zitat:

Zitat von herr jaegermeister (Beitrag 1858018)
Ach was! Da pöllert man nur drauf? Ich hab einen Satz davon (übrigens 17€ vom Chinamann, anderes Werkzeug hatte vorrang) und da ist eine Aufnahme für nen Luftmeißel bei uns eine längere Stange, die eher zum Hebeln als zum einschlagen einlädt :D

Und halt noch besagte Verlängerung in 1m Länge. Mag sein, dass eine Gabel auf die Art mal bricht. Bislang aber toi toi toi :)

Ich habe jetzt alles auf beiden Seiten vorbereitet. Auf der Fahrerseite war die Schraube kein Problem, sie hat sich sogar mit der Mutter mitbewegt und ich musste dagegenhalten. Das Stützgelenk habe ich gar nicht erst versucht.

Die Koppelstangen habe ich auch beide ab.


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