![]() |
Ich denke wir alle haben schonmal ein Auto mit abgeschaltetem Motor wo runter rollen lassen. Klar geht das. Aber: Ich würde nochmal die Frage stellen: Wie lang macht das lenkgetriebe das mit, wenn das öl nicht mehr zirkuliert? |
Servus! Zur Motivation warum ich das oben geschrieben habe: Meine feste Überzeugung aus meiner Erfahrung ist, dass man ohne intakte Servo nicht nur schwerer, sondern dementsprechend im Mittel auch langsamer lenkt. Auch wenn man es klarerweise schafft, zu lenken. Vielleicht halt zu spät. Ich dachte auch immer, das ist alles chillig, ich schaffs ja das Lenkrad zu drehen. In besagter Kurve hatte ich mich dann leicht im Radius verschätzt und die Kurskorrektur war dann plötzlich äußerst schwierig und knapp. Reaktionen auf unerwartete Gefahrensituationen sind also meiner Meinung nach im Mittel deutlich verlangsamt. Dies entspricht auch dem Verhalten der Hände z.B. beim Anschrauben von Schrauben so wie ich es empfinde: Um so mehr Kraft nötig, um so weniger sofortig die Drehung. Das Servo-Lenkgetriebe mit seiner Übersetzung ist ja niemals für einen Betrieb ohne Servo gemacht worden. Hätte ein Fahrzeug mit "stillgelegter" Servo überhaupt noch Betriebserlaubnis? Lg Stephan |
Hallo! Zitat:
Freundliche Grüße Teletubby Edit: Ich glaube, der TE traut sich schon gar nicht mehr in seinen Thread. Nach seinem Startbeitrag hat er sich bisher nicht wieder blicken lassen. Und wir sind bei Beitrag Nr. 23. |
Das Servolenkgetriebe lenkt sich nicht nur wegen der Übersetzung bedeutend schwerer beim Ausfall der Pumpe, sondern hauptsächlich weil man gegen die Stehende Hydraulikflüssigkeit arbeitet. Wenn man den Vorlauf und den Rücklauf des Lenkgetriebes mit einem Schlauch oder Rohr verbindet, damit ein Druckloser Umlauf des Servoöls entsteht, lenkt es sich fast so wie ein Normales Getriebe. Wird sehr häufig im Motorsport so gemacht, um das direkt Lenkgetriebe zu behalten, und trotzdem auf das Gewicht der Pumpe und Hydraulik zu verzichten. |
Hallo Zusammen, vielen Dank für die vielen technischen Hinweise. Wir haben am Wochenende per Zufall ein supergünstiges Auto gekauft und der Polo geht dann jetzt zum Schrott. Zahlen die Verwerter mittlerweile noch was für die Autos ? Früher gabs mal 100 € |
Hängt vom Zustand ab... Bei nem Unfalltotalschaden übernehmen sie bei Anlieferung die Abmeldekosten oder holen kostenlos ab. Zunmindest hier in Kassel :-) |
Hallo hambri. Mach das nicht. Mein Onkel hatte vor ein paar Jahren einen Ford Mondeo. Da hat die Werkstatt eigenhändig versucht das Servolenkungsöl zu wechseln. Und sind kläglich gescheitert. Die haben stattdessen Bremsfüssigkeit rein gekippt. Darauf hin hat die Servolenkung sich gedacht:" ich bin jetzt 15 Jahre alt, hab kein Bock mehr auf den Mist, ich geh in Rente. Oder gleich ins Grab!" Als sich danach das Auto kaum noch fahren ließ, wurde bei einer anderen Werkstatt die Servolenkung für die letzte Fahrt zum Verwärter stillgelegt, doch die 30 km waren für ihn die schlimmsten. Das Auto hatte kaum noch geradeauslauf, war schwammig, jedes Lenkmanöver in der Stadt endete mit lautem gehupe. Jedes Abbiegen war ein riesiger Kraftaufwand. Die letzten 15 Kilometer absolvierte das Auto dann wieder mit funktionierender Servolenkung. Auf dem Rücken eines Mercedes Atego mit Servolenkung, finanziert vom gelben Engel. Also, lass deine Frau lieber dass eine Jahr mit kaputter Servolenkung fahren als ohne. Oder beerdige die Kiste direkt und schenke ihr ein schönes Golf 3 Cabriolet |
Gut kriegt man solche Autos auch weg, wenn man sie ab 1€ in die Bucht inseriert. War selber überrascht wie viel mein alter Audi noch "wert" war. |
Das mit ebay ist eine gute Idee - Ich werde das direkt mal in Angriff nehmen. Vielen Dank |
@ Naumstar: Die vor Dir angesprochene Lösung mit dem Kurzschließen der Hydraulikleitungen am Lenkgetriebe wäre sicherlich die Beste. So hätte ich es gemacht, wäre das andere Auto nicht "dazwischengekommen" wäre. Vielen Dank für diesen guten praxisbezogenen Ratschlag. Für das Stilllegen der Servopumpe - ohne den Aufwändigen Riemenumbau (andere Lichtmaschine, anderer Halter mit Federspanner und kürzerer Riemen) hatte ich auch noch eine Idee: Die Servopumpe öffnen und die Metall-Lamellen der Pumpe rausnehmen, danach sollte die Pumpe drucklos weiterdrehen. Zum schmieren der drucklosen pumpe könnte man diese wieder mit Öl befüllen und eine Verbindung zwischen Saug- und Druckseite herstellen. |
Zitat:
MfG |
Zitat:
Alternativ befindet sich an der Pumpe ein Regelventil, ist dieses Voll geöffnet befindet sich die Pumpe ebenfalls im Drucklosen Umlauf. |
Hey, das mit dem Regelventil ist ja dann noch einfacher. Da hab ich doch wieder was gelernt. Vielen Dank. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 16:31 Uhr. |
Powered by vBulletin®