![]() |
Hm... Bei der Laufleistung sollte es kein Verschleiß an den Kolben sein, es sei denn, er ist irgendwann ohne Öl gelaufen - aber dann hätten eher andere Lager dran geglaubt... Ist das Geräusch denn ständig da und absolut rythmisch? Könntest du vllt. auch ein Video davon machen? Ja, tut mir leid. Ich hatte den Thread hier am Ende komplett vergessen, da ich von der Ausbildung Abschlussprüfung hatte (Der Schaden am Auto kam sehr ungelegen, Prüfungen haben bis Ende Januar angedauert) und zzt. bewerbe ich mich im Raum Hamburg - Morgne Vorstellungsgespräch bei der Lufthansa. Wünscht mir Glück :) Ich werde dann noch die Auswirkungen des Fremdkörpers, Reparatur, Arbeitsschritte und Ergebnisse mit Bildern online stellen. |
Hallo zusammen, leider habe ich es nicht früher geschafft zu Antworten. Wir haben letzte Woche endlich eine. Ölwechsel gemacht (vorher noch eine Schlammspülung) rein. Zusätzlich die Zündkerzen gewechselt und die Hydros kontrolliert (machten alle einen guten Eindruck). Aber dem Klappern (siehe Video) sind wir noch nicht näher gekommen. Was ich weiß ist, dass man es nicht hört, wenn man am Ventilkopfdeckel hört. Unte der Ölwanne war es am besten zu hören. Bei warmen Motor ist es im Leerlauf weg aber unter Last ab 2000 U/min zu hören (bei warmen Motor nur leise)... https://youtu.be/WEpZ5Rw6MYU viele Grüße |
Für Hydrostößel (Halber Motortakt) ist das definitv zu schnell. Und mir ist beim Hören auch aufgefallen, dass ich das Geräusch kenne. Mein alter 1,8 L AAM hatte das selbe. Zu der Zeit hatte er rund 340.000 km runter. https://www.youtube.com/watch?v=QX8C...ature=youtu.be Hier habe ich einfach bei angezogener Handbremse die Kupplung kommen lassen und Gas gegeben. Man kann deutlich hören, wie laut das Ding vorne wird, kling fast wie'n Panzer. Je wärmer der Motor wurde, desto mehr verschwand das Geräusch. Die Ursache dafür habe ich nie gefunden, aber ich kann definitiv sagen: Die Pleuel-Lagerschalen waren es nicht. Deren Zustand war noch in Ordnung. Da das Geräusch auch lastabhängig war, machte es für mich eher den Eindruck, als wäre es Kurbelwelle oder ein Kolben direkt - aber ich hatte keinerlei Leistungsverlust. Ich weiß, dass der Motor oft sehr schlecht gepflegt wurde von den Vorbesitzern, von daher tippe ich mal als Grund für das Geräusch auf verschlissene Kolben (Genauer: Verschlissene Flanken und daher leicht erhöhtes Kippspiel). Aber genau sagen kann ich das nicht. =/ Ist bei deiner Maschine irgendwas bekannt, dass sie mal länger ohne Öl lief oder ähnliches? |
Danke für die Antwort. Leider ist mir nichts in der Art bekannt. Ich weiß nur dass er vor dem letzten Besitzer ein Jahr nur 900km gelaufen ist, aber die Regelintervalle wurden eingehalten (Ölwechsel, etc.). Der Kolbenkipper ist auch in der näheren Auswahl meines Technikers... Wir wollen mal schauen ob wir mit einem Endoskop etwas mehr sehen. |
Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 4) Nur 900 km in einem Jahr? Nunja, das ist sehr wenig, möglicherweise viel Kurzstreckenbetrieb. Aber das sollte den Motor nicht so weit plattmachen - aber vielleicht ist das ja auch schon häufiger vorgekommen. Das Problem beim dauernden Kurzstreckenbetrieb ist nämlich die Ölverdünnung mit Kraftstoff und ggf. mit der Zeit das Verkoken und Festbacken der Kolbenringe - das würde sich aber durch einen Leistungsverlust und verringerte Kompression bemerkbar machen... Wie wäre es denn bei deinem Motor mal mit einem Kompressionstest, sowohl warm als auch kalt? Ich habe grade extra für dich 'ne Stunde lang Bilder sortiert, bis ich diese hier wieder gefunden habe... Ich habe zzt. Frankensteins Motor hier 'rumstehen, ein 2L 115 PS aus 'nem Golf, zusammengesetzt aus verschiedenen einzelteilen, aber Kurbeltrieb und Kolben haben >400.000 km runter. Die Kolben sehen zwar alle ziemlich verschlissen aus, aber dieser eine hier ist am deutlichsten runter. Man kann wunderbar an den flanken (Unten) den Verschleiß sehen, eine Abplattung ist sogar mit bloßem Auge zu erkennen, aber auf 'nem Bild schlecht darstellbar. Und während beim ersten Bild die Flanke ziemlich abgelaufen ist, sind beim zweiten Bild oben am Feuersteg Laufspuren zu sehen - ich schätze mal, dass dieser Kolben ebenfalls schon am "kippen" war und von daher diese beiden Stellen an der Zylinderlaufbahn angelegen haben (Beim Arbeitstakt). Nebenbei klebten die kolbenringe völlig fest. Das Problem ist: Diese Stellen sind mit einem Endoskop nicht einsehbar. Das könntet ihr nur untersuchen, wenn ihr die Kolben ausbaut. Was ihr aber hingegen sehen könnt, sind die Zylinderlaufbahnen. Das dritte Bild zeigt die Laufbuchse von Zylinder 4 eines ADY, nachdem ein Fremdkörper im Zylinder lag (ja, genau der Schaden, um den es hier anfangs ging), der Motor hatte zu der Zeit ca. 235.000 km runter, der Kreuzschliff ist noch deutlich zu erkennen, nur in der Mitte befindet sich eine blanke Stelle - das ist der Kipppunkt des Kolbens. Bei meinem verschlissenen Frankenstein-motor hingegen ist diese Blanke Stelle nicht nur punktuell, sondern eine *durchgängige* Linie von oben nach unten auf der gesamten Länge des Kolbenhubs! Wenn ihr also deinen Motor untersucht, stellt den Kolben auf UT und schaut nach, ob ihr irgendwo solche durchgängigen abgelaufenen Linien findet. Das wäre wirklich ein Hinweis auf übermäßigen Verschleiß und *vielleicht* ein Hinweis auf die Herkunft der Geräusche. Sucht nach den Linien auf Vorder- und rückseite jedes Zylinders... Achso! Und obwohl der abgelaufene Bereich bei einer Laufleistung von >400.000 km eine durchgängige Linie ist, ist selbst dort der Kreuzschliff noch zu erkennen, nur erheblich schwächer, als an anderen Stellen der Laufbuchse. Und nur zum Vergleich: Das 4. Bild zeigt den ausgebauten Kolben Nummer 4 von dem ADY, mit Einschlagschäden am Kolbenboden und Feuersteg. An der Flanke ist hier noch kein Verschleiß zu erkennen - und der Motor läuft auch ruhig. |
| Alle Zeitangaben in WEZ +2. Es ist jetzt 00:39 Uhr. |
Powered by vBulletin®