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Teletubby 04.08.2017 09:20

Hallo!

Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827236)
Naja, wie lang zum Teufel soll denn die Überholung her sein, dass durch Standzeit das Gummi schon wieder porös geworden ist?!?

Ja, das frage ich mich auch. Im zentralen Ersatzteillager von VW liegen Austauschmotoren und Zylinderköpfe oft zehn Jahre und mehr, bevor sie als neuwertige Teile an Kunden verkauft und eingebaut werden. Außerdem glaube ich, dass der Einfluss von hohen Temperaturen, wie sie im Betrieb entstehen, die Teile schneller altern lässt als ein paar Jahre Lagerzeit.

Freundliche Grüße
Teletubby

Rennrudi 04.08.2017 09:29

Hi,

ich möchte ja nicht den teufel an die Wand malen, aber in Verbindung mit den evtl. porösen Schaftdichtungen, könnten auch noch die alten, verschlissenen Ventilführungen im Kopf sitzen.
Das kommt darauf an, was der im Startpost genannte Motorenbauer unter generalüberholt versteht ;)
Solchen murks hat es alles schon gegeben...

Gruß
Rudi

rdy4g3 04.08.2017 11:45

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Hallo zusammen,

erst mal vielen Dank für die vielen Reaktionen. Mal noch kurz was zur Standzeit: Lieferung war am 10.03.2015 und die erste Öl-Befüllung war am 16.08.2016 inkl. Startversuch. Also sind schon fast 1 1/2 Jahre Standzeit.

Ich werde mir nächste Woche noch zwei weitere Meinungen von Fachwerkstätten einholen. Der gestrige Termin war nicht sehr zielführend, auch weil keine Kompressionsmessung oder Druckverlustmessung durchgeführt wurde.

Hab mir gestern mal eine Zündkerze angeschaut (max. Auflösung im Anhang), heute schau ich mir die restlichen noch an, um zu sehen ob das Problem in jeder Brennkammer herrscht.

http://www.golf3.de/attachment.php?a...1&d=1501840033

Anschließend werde ich versuchen mir mal ein Endoskop zu besorgen, um nach dem Schubbetrieb die Brennkammer zu überprüfen.

Wenn ich die Ventilschäfte und Dichtungen selber wechseln möchte, muss ich dann den Kopf runternehmen?

Gruß rdy

Rennrudi 04.08.2017 13:05

Hi zusammen,

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827252)
Außerdem glaube ich, dass der Einfluss von hohen Temperaturen, wie sie im Betrieb entstehen, die Teile schneller altern lässt als ein paar Jahre Lagerzeit.

Da hast du recht Manfred. An sich sehe ich das auch so.
Normalerweise ist die Zeit nicht lang genug, um Dichtungen altersbedingt zu beschädigen.
Nur, da der Motor ohne Öl gelagert wurde (soll heißen, das Öl auch noch nicht durch den gesamten Motor geflossen war), könnte sich irgendwo Flugrost am Ventilschaft angesetzt haben. Man weiß jetzt ja nicht mit Sicherheit, ob der Motorbauer die Ventilschäfte etc. eingeölt hat, bevor er sie eingebaut hat.
Eine andere Theorie wäre, dass die Ventilschäfte zwar eingeölt wurden, aber da der Motor so lange gestanden hat, dieses wenige Öl an den Schäften runtergelaufen ist, und der Rest der noch verblieben ist, angefangen hat zu verharzen/verkleben. Beim ersten Start dann, klebt der Schaft an der Dichtung, und reißt ein winziges Stückchen vom Kautschuk ab.
Wie gesagt, das sind nur Theorien, aber unmöglich wäre das nicht.



Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827266)
Ich werde mir nächste Woche noch zwei weitere Meinungen von Fachwerkstätten einholen. Der gestrige Termin war nicht sehr zielführend, auch weil keine Kompressionsmessung oder Druckverlustmessung durchgeführt wurde.

Schöne Fachwerkstatt :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827266)
Hab mir gestern mal eine Zündkerze angeschaut (max. Auflösung im Anhang), heute schau ich mir die restlichen noch an, um zu sehen ob das Problem in jeder Brennkammer herrscht.

Sieht aus, als ob das Gemisch etwas zu fett wäre. Wie lange haben die Kerzen gearbeitet?


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827266)
Anschließend werde ich versuchen mir mal ein Endoskop zu besorgen, um nach dem Schubbetrieb die Brennkammer zu überprüfen.

Naja, ob das Gemisch korrekt ist, wird man mit bloßem Auge nicht sehen können.
Oder wonach wolltest du schauen?


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827266)
Wenn ich die Ventilschäfte und Dichtungen selber wechseln möchte, muss ich dann den Kopf runternehmen?

Um die Ventilschaftdichtungen auszutauschen, braucht der Kopf nicht unbedingt runter (brauchst aber passendes Werkzeug dafür).
Sei mir jetzt bitte nicht böse, aber indem du diese Frage gestellt hast, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob ich das dann selber machen würde. Man kann sich den Ventiltrieb auch schnell zerstören.
Es gibt viele gute Anleitungen im web dafür, aber wie gesagt, wenn du dir nicht 100%ig sicher bist, lass es lieber machen. Wenn du allerdings gerne schraubst, kann man nur sagen, irgendwann ist immer das erste mal ;)
Für jemanden der das kennt, ist das (je nach Motor) 1 - 3 Stunden Arbeit.

Was vielleicht noch sein kann, wäre, dass die Ventilsitze verkehrt eingeschliffen wurden. Soll heissen, dass eine oder mehrere Ventile nicht ganz abschliesssen.

rdy4g3 04.08.2017 13:12

Zitat:

Sieht aus, als ob das Gemisch etwas zu fett wäre. Wie lange haben die Kerzen gearbeitet?
1000km aber gute Info, dachte aber die sähe nach Ölverbrennung aus, auch weil sie an der Dichtung sehr feucht bzw. ölig war.

Zitat:

Naja, ob das Gemisch korrekt ist, wird man mit bloßem Auge nicht sehen können.
Oder wonach wolltest du schauen?
Ich möchte sehen ob Öl im Zylinder einläuft bzw. ob Ventile Ölreste oder sogar Öl aufweisen.

Zitat:

Sei mir jetzt bitte nicht böse, aber indem du diese Frage gestellt hast, würde ich mir an deiner Stelle überlegen, ob ich das dann selber machen würde. Man kann sich den Ventiltrieb auch schnell zerstören.
Verstehe dich schon :-) kein Problem. Ich schraub halt gerne und tu mir eigentlich immer viel Ruhe an :-) von daher würde ich/ würden wir es selbst machen wollen. Nur so kann ich dazu lernen :-)

Hätte noch zwei Fragen:
  • Was kann ich alles vom Ventiltrieb wechseln ohne den Zylinderkopf abzunehmen?
  • Und noch ne grundsätzliche Sache, wenn ich den Kopf runternehme, muss der nach so kurzer Laufleistung nochmal geplant werden?
  • Wenn der Ventilsitz falsche eingeschliffen ist, dann würde die Kompression aber auch nicht stimmen oder?

Gruß rdy

Rennrudi 04.08.2017 13:28

Hi rdy,

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
1000km aber gute Info, dachte aber die sähe nach Ölverbrennung aus, auch weil sie an der Dichtung sehr feucht bzw. ölig war.

Schau mal auf der folgenden Seite. Da sind gute Beispiele aufgeführt, wie die Kerzen bei was ungefähr wie aussehen.
https://www.2stroke-tuning.com/moped...uendkerzenbild


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
Ich möchte sehen ob Öl im Zylinder einläuft bzw. ob Ventile Ölreste oder sogar Öl aufweisen.

Ach so, Ok.
Gut, nach dem wie die Abgase aussehen, ist das nicht sehr viel Öl was da verbrannt wird. Ob man das so sehen kann?
Aber ein Blick schadet auf jeden Fall nie :)
Ich wünsche dir auf jeden Fall viel Erfolg bei der Sache.

Rennrudi 04.08.2017 13:46

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
Ich schraub halt gerne und tu mir eigentlich immer viel Ruhe an :-) von daher würde ich/ würden wir es selbst machen wollen. Nur so kann ich dazu lernen :-)

Das ist eine gute Einstellung :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
Was kann ich alles vom Ventiltrieb wechseln ohne den Zylinderkopf abzunehmen?

Alles ausser den Ventilen selbst.


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
Und noch ne grundsätzliche Sache, wenn ich den Kopf runternehme, muss der nach so kurzer Laufleistung nochmal geplant werden?

Nein, auf keinen fall.
Geplant werden muss nur, wenn der Kopf oder der Block stark verzogen sind, oder wenn man tiefe furchen oder ausbrüche auf den Dichtflächen hat.
Wichtig zu beachten ist, dass die ZK Schrauben in richtiger Reihenfolge gelöst werden.
Man darf einzelne Schrauben auch nicht sofort rausdrehen. Erst eine Umdrehung (360°), bei 1 angefangen. Wenn alle durch sind, nochmal eine Umdrehung, wieder bei 1 angefangen. Dann kann man für gewöhnlich die erste Schraube ganz rausdrehen.
Aber das ist jetzt nur ein allgemeiner Tipp, wenn man keine anderen Informationen zur Verfügung hat. Bei manchen Motoren werden die Schrauben anders gelöst, und die haben auch andere Reihenfolgen. Das ist ganz wichtig, ansonsten kann sich der Kopf verziehen.
Dazu kann dir nur einer von den anderen Leuten hier im Forum etwas sagen, da ich mich mit den Golfs nicht so gut auskenne, und bisher auch noch nicht viel Lesestoff dazu zusammengesucht bekommen habe (z.B. was Anzugsdrehmomente betrifft, und eben die anderen wichtigen Daten, die man braucht, um gewisse Arbeiten Fachgerecht ausführen zu können)

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827269)
Wenn der Ventilsitz falsche eingeschliffen ist, dann würde die Kompression aber auch nicht stimmen oder?

Korrekt. Dann wird ein relativ geringer abfall messbar sein.
Je nachdem, wie stark undicht der Ventilsitz ist, kann man das auch sehen und hören (von oben auf den Zylinderkopf geschaut), da der Druck dann aus der Ventilschaftdichtung rauskommt, oder auch in den Ansaugtrackt gedrückt wird (bei den Einlassventilen)

rdy4g3 07.08.2017 13:01

Erst einmal vielen Dank an dich Rennrudi :-)

in der Vergangenheit hatte ich noch ein anderes Problem mit dem Motor. Könnte es hier vielleicht einen Zusammenhang mit weiteren nicht verschlossen Öl-Bohrungen geben? Siehe Link zum alten Thread:

http://www.golf3.de/werkstatt/126713...-raus-vr6.html

Ich habe da irgendwie ein seltsames Gefühl :-lol-:

Gruß rdy

Rennrudi 07.08.2017 21:32

Hi David,

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827475)
Erst einmal vielen Dank an dich Rennrudi :-)

Kein Problem, dafür treffen wir gleichgesinnte uns ja im Forum :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827475)
in der Vergangenheit hatte ich noch ein anderes Problem mit dem Motor. Könnte es hier vielleicht einen Zusammenhang mit weiteren nicht verschlossen Öl-Bohrungen geben?

Du schriebst ja, dass aus dem Loch viel Öl auslief. Also hattest du das wohl schon rechtzeitig gesehen, und hast den Motor wahrscheinlich nicht längere Zeit trocken laufen lassen.
Dann wird das keine Auswirkungen auf andere Motorkomponenten haben.

Wenn noch mehr Blindstopfen fehlen würden, würde auch dort Motoröl auslaufen.
Könnte man kaum übersehen.
Hattest du nach dem Einbau des Blindstopfens und danach rumfahren, nochmals kontrolliert ob das auch Dicht ist?
Würde ich machen. Durch das warmwerden und abkühlen des Motors kann sich das u.U. so weit lockern, das es an der Stelle leicht undicht wird, wenn es nicht sauber eingetrieben wurde.
Bitte nicht falsch verstehen, damit meine ich nicht, dass du/ihr das verkehrt gemacht hättet.
Damit meine ich, dass eine Nachkontrolle bei solchen Sachen einfach besser ist.
Einfach mal draufschauen, ob noch alles trocken ist. Auch auf feine Ölschlieren um die besagte Stelle achten (natürlich sollte man dann einige km gefahren haben).

Was mich wohl bei der Geschichte etwas zum Nachdenken gebracht hat, ist, wie der Motorbauer so einen Pfusch abliefern konnte.
Einen Blindstopfen am Motorblock zu vergessen, ist schon kein Flüchtigkeitsfehler mehr.
Für gewöhnlich kontrolliert man solche Sachen nach einer Generalüberholung gründlich, bevor man einen Motor ausliefert.
Aber gut, scheint ja zum Glück nichts weiter passiert zu sein.
Trage bitte mal die Werte der Kompressionsmessung hier ein, wenn du das machst, bzw. machen lässt :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827475)
Ich habe da irgendwie ein seltsames Gefühl

In den meisten Fällen ist das gut, wenn man auf seine Gefühle hört :)

Gruß

rdy4g3 08.08.2017 12:41

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827504)
Du schriebst ja, dass aus dem Loch viel Öl auslief. Also hattest du das wohl schon rechtzeitig gesehen, und hast den Motor wahrscheinlich nicht längere Zeit trocken laufen lassen.
Dann wird das keine Auswirkungen auf andere Motorkomponenten haben.

Auf keinen Fall, ich habe den nur kurz andrehen lassen, der war niemals gestartet.

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827504)
Wenn noch mehr Blindstopfen fehlen würden, würde auch dort Motoröl auslaufen.
Könnte man kaum übersehen.
Hattest du nach dem Einbau des Blindstopfens und danach rumfahren, nochmals kontrolliert ob das auch Dicht ist?
Würde ich machen. Durch das warmwerden und abkühlen des Motors kann sich das u.U. so weit lockern, das es an der Stelle leicht undicht wird, wenn es nicht sauber eingetrieben wurde.
Bitte nicht falsch verstehen, damit meine ich nicht, dass du/ihr das verkehrt gemacht hättet.
Damit meine ich, dass eine Nachkontrolle bei solchen Sachen einfach besser ist.
Einfach mal draufschauen, ob noch alles trocken ist. Auch auf feine Ölschlieren um die besagte Stelle achten (natürlich sollte man dann einige km gefahren haben).

Ich hab die Sache bzw. die beiden Stopfen mehrmals kontrolliert, die sind absolut dicht. Die Frage, die ich mir nur Stelle, ist ob zur Seite der Steuerkette auch ein Stopfen fehlt? Da die Seite zur Steuerkette zu ist, würde man das ja gar nicht mitbekommen.
Oder ist auf dieser Seite keine Öffnung zum Ölkanal welche gestopft werden muss?

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827504)
Trage bitte mal die Werte der Kompressionsmessung hier ein, wenn du das machst, bzw. machen lässt

Das mache ich auf jeden Fall!
Hast du einen Tipp für ein gutes Messinstrument?

Gruß rdy

Rennrudi 08.08.2017 17:53

Hi David,

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827542)
Auf keinen Fall, ich habe den nur kurz andrehen lassen, der war niemals gestartet.

Dann ist ja alles noch im grünen Bereich.


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827542)
Ich hab die Sache bzw. die beiden Stopfen mehrmals kontrolliert, die sind absolut dicht.

Das ist gut :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827542)
Die Frage, die ich mir nur Stelle, ist ob zur Seite der Steuerkette auch ein Stopfen fehlt? Da die Seite zur Steuerkette zu ist, würde man das ja gar nicht mitbekommen.

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827542)
Oder ist auf dieser Seite keine Öffnung zum Ölkanal welche gestopft werden muss?

Das kann ich dir leider beim besten Willen nicht beantworten, da ich den VR6 nicht kenne.
Das kommt immer auf den jeweiligen Motor an, wie diese Bohrungen ausgeführt sind. Je nachdem, wie der Hersteller einen Motor konzipiert hat, gibt es auch Bohrungen, die durch den gesamten Motor gehen, und so von beiden Seiten abgedichtet werden müssen.
Es gibt aber auch Bohrungen, die nur einseitig abgedichtet werden müssen.
Ich habe das folgende Bild in diesem Forum gefunden, aus folgendem Thread:
http://www.golf3.de/werkstatt/102576...-beim-vr6.html

Das bearbeitete Bild (ich hoffe nur, dass der Niklas (Niklas90), mir nicht böse ist, weil ich sein Foto benutzt habe. Ansonsten lösche ich es wieder, einfach bescheid sagen):
http://www.golf3.de/direktupload/i/t...1502204959.JPG

Schau mal da, wo die grünen Pfeile sind. Es sieht aus, als ob das auch Stopfen sind, aber das kann auch täuschen. Kann ich nicht gut erkennen.
Wenn bei **** nur 2 Stück aufgeführt sind, sollte das eigentlich stimmen (sollte man zumindest von ausgehen können).
Ich habe per Bildersuche bei google, auf die schnelle leider keine Explosionszeichnung vom VR6 finden können.
Wäre schön wenn jemand die hat, und mal nachsieht, wie viele Blindstopfen der Block hat.
**** ist gut, Kontrolle ist besser :)
Es könnte auch sein, dass hinter der Steuerkettenabdeckung im unteren Bereich noch Stopfen sein könnten.

Wenn dort welche sein sollten, und die undicht wären, wird man das wahrscheinlich erst sehen können, wenn der Motor einige Zeit gelaufen ist, und einiges an Öl ausgetreten ist, da der Bereich relativ gut nach aussen hin abgedichtet ist. Bei größeren Mengen wird dann wohl auch die Kupplung durchrutschen.
Aber denken wir jetzt erstmal nicht an das schlimmste :)
Ich würde mich jetzt an deiner Stelle auch erstmal um das andere kümmern. Denn, wenn der jetzige Ölverlust (Ölverbrennung) erstmal beseitigt wurde, kann man auch anhand einer regelmäßigen Kontrolle des Ölstands auch feststellen, ob es irgendwo noch leckt wo man es nicht sehen kann.



Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827542)
Das mache ich auf jeden Fall!
Hast du einen Tipp für ein gutes Messinstrument?

Ja, also wirklich empfehlen kann man z.B. solch ein Gerät:
Kompressionsmesser

Aber für den Hobbybereich (bzw. wenn man es nur sehr selten benutzt) ist das wohl etwas zu teuer.
Ansonsten gibt es eine Menge an Kopressionsmesser bei ebay:
https://www.ebay.de/sch/i.html?_from...esser&_sacat=0

Aber ich persönlich würde solchen Geräten nicht trauen.
Für eine grobe Messung sind die vielleicht nicht schlecht, aber die werden nicht sehr genau sein. Bei den Preisen kann man einfach keine Qualität für so ein Prüfgerät erwarten.

Wenn du sonst so gut wie nie einen Kompr.-Messer brauchst, fahre lieber in eine gute Werkstatt, und lass es eben durchmessen. Würde ich persönlich lieber machen, als 25.-€ für Schrott auszugeben ;)

Teletubby 08.08.2017 21:13

Hallo!

Wichtig für einen Kompressionstest:

+ Motor betriebswarm

+ Alle Zündkerzen herausgedreht

+ Kompressionstester in das Zündkerzengewinde des zu prüfenden Zylinders einschrauben oder im Falle eines Gummikonus von Hilfperson fest und dicht auf die Zündkerzenöffnung drücken lassen

+ Mit ganz durchgetretenem Gaspedal den Anlasser so lange betätigen, bis die Anzeige des Kompressionstesters nicht mehr weiter steigt (= im Normalfall max. 10 Sekunden)

Wichtig beim Ergebnis sind nicht nur die Maximalwerte, sondern auch die Gleichmäßigkeit zwischen den einzelnen Zylindern.

Freundliche Grüße
Teletubby

LocoFlasher 08.08.2017 21:30

Liste der Anhänge anzeigen (Anzahl: 1)
Ne Explosinszeichnung.... kann ich nicht mit dienen, aber wenn aus dem vom Te verlinkten Thread mit den Ölstopfen die Teilenummer stimmt, ist für eine ähnliche Teilenummer ein Stopfen mit der Menge 2 angegeben.

Grüße
LocoFlasher

Rennrudi 08.08.2017 21:55

Hi Manfred und Diego,

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827585)
Wichtig beim Ergebnis sind nicht nur die Maximalwerte, sondern auch die Gleichmäßigkeit zwischen den einzelnen Zylindern.

Eben das zu wissen ist ja auch sehr wichtig. Ich denke, du weißt, worauf ich hinauswill.
Wenn die Zylinder nämlich alle den ziemlich gleichen Wert haben, aber alle gleichmäßig zu wenig Druck machen, dann wird es höchstwahrscheinlich so sein, wie der Patrick (pipi) es bereits schrieb. Dann wird der Motorbauer falsch gehohnt haben. Wenn ganz neue Ventile eingebaut sein sollten, könnten die wohl auch alle undicht sein, wenn Ventile mit dem verkehrten Winkel am Ventilteller eingebaut wurden. Kann ich mir aber auch nicht so ganz vorstellen, da der Motor dann nicht so rund laufen könnte, wie im Video vom David.
Das die ZKD komplett undicht ist, kann ich mir nicht vorstellen, dann würde auch Öl und Wasser nach aussen hin ausströmen, ganz abgesehen von dem Druck. Dann bliebe in dem Fall nur das hohnen übrig.
Aber lassen wir uns mal mit den Messergebnissen überraschen.
Wieviel Bar muss der VR6 nach VW aufweisen?


Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827587)
Ne Explosinszeichnung.... kann ich nicht mit dienen, aber wenn aus dem vom Te verlinkten Thread mit den Ölstopfen die Teilenummer stimmt, ist für eine ähnliche Teilenummer ein Stopfen mit der Menge 2 angegeben.

Danke, das ist doch schon eine gute Sache.
Wenn die von mir markierten Stellen auf dem oberen Bild Stopfen wären, müssten die ja dann auch mit auf der Zeichnung von dir angegeben sein.
War das denn genau dieser Stopfen, der am Motor gefehlt hatte?
Der vorne an der Stirn mit der Nummer 8?

LocoFlasher 08.08.2017 22:16

Kompressionsdruck Vr6 2,8 und 2,9l

neu: 11-13 bar
Verschleißgrenze: 7,5 bar

Angaben entnommen aus: Golf 3 "So wird´s gemacht"

Freut mich, wenn ich helfen kann :D

Grüße
LocoFlasher

Rennrudi 08.08.2017 22:24

Danke Diego,

damit kann man doch schon mal was anfangen :)

rdy4g3 10.08.2017 12:40

Mahlzeit,

erstmal vielen Dank.

Hab mir jetzt erstmal folgenden Kompressionsprüfer bestellt:

BGS Kompressionsprüfer Kompressionstester Motor Kompression Prüfen Testen Messen | eBay

Ich werde die Drück mit einem anderen Barometer, bei dem ich davon ausgehe das er korrekt funktioniert, mal vergleich bevor ich den Kompressionstest durchführe.

Zitat:

Zitat von Teletubby (Beitrag 1827585)
Wichtig für einen Kompressionstest:

Alles klar, so werde ich es machen.

Zitat:

Zitat von LocoFlasher (Beitrag 1827587)
Ne Explosinszeichnung.... kann ich nicht mit dienen, aber wenn aus dem vom Te verlinkten Thread mit den Ölstopfen die Teilenummer stimmt, ist für eine ähnliche Teilenummer ein Stopfen mit der Menge 2 angegeben.

Genau das wurde mir beim Freundlichen auch gesagt. Es gibt nur zwei Stopfen dieser Größe und diese auf dem von dir gezeigten Bild haben wir auch eingesetzt.

Muss dringend mein Teileprogramm wieder zum laufen bekommen :-(

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827590)
Eben das zu wissen ist ja auch sehr wichtig. Ich denke, du weißt, worauf ich hinauswill.
Wenn die Zylinder nämlich alle den ziemlich gleichen Wert haben, aber alle gleichmäßig zu wenig Druck machen, dann wird es höchstwahrscheinlich so sein, wie der Patrick (pipi) es bereits schrieb. Dann wird der Motorbauer falsch gehohnt haben. Wenn ganz neue Ventile eingebaut sein sollten, könnten die wohl auch alle undicht sein, wenn Ventile mit dem verkehrten Winkel am Ventilteller eingebaut wurden. Kann ich mir aber auch nicht so ganz vorstellen, da der Motor dann nicht so rund laufen könnte, wie im Video vom David.
Das die ZKD komplett undicht ist, kann ich mir nicht vorstellen, dann würde auch Öl und Wasser nach aussen hin ausströmen, ganz abgesehen von dem Druck. Dann bliebe in dem Fall nur das hohnen übrig.
Aber lassen wir uns mal mit den Messergebnissen überraschen.
Wieviel Bar muss der VR6 nach VW aufweisen?

Also somit könnten wir einen Fehler an den Ventilen und Kolbenringen ausschließen, wenn der Kompressionsdruck gleichmäßig hoch ist? Richtig?

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827569)
Schau mal da, wo die grünen Pfeile sind. Es sieht aus, als ob das auch Stopfen sind, aber das kann auch täuschen. Kann ich nicht gut erkennen.
Wenn bei **** nur 2 Stück aufgeführt sind, sollte das eigentlich stimmen (sollte man zumindest von ausgehen können).

Die sind Dicht :-)

Gruß rdy

Rennrudi 10.08.2017 21:44

Moinsen David,

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827653)
Ich werde die Drück mit einem anderen Barometer, bei dem ich davon ausgehe das er korrekt funktioniert, mal vergleich bevor ich den Kompressionstest durchführe.

Mit einem Barometer?
Jetzt hast mich aber neugierig gemacht. Wie geht das denn? :)



Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827653)
Genau das wurde mir beim Freundlichen auch gesagt. Es gibt nur zwei Stopfen dieser Größe und diese auf dem von dir gezeigten Bild haben wir auch eingesetzt.

Gut, dann wird die Sache mit den Stopfen wohl soweit OK sein.


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827653)
Also somit könnten wir einen Fehler an den Ventilen und Kolbenringen ausschließen, wenn der Kompressionsdruck gleichmäßig hoch ist? Richtig?

Falsch ;)
Für folgendes Szenario, übertreibe ich mit den Werten mal etwas zum besseren Verständnis:
Alle Zylinder haben ziemlich gleichmäßig 5 Bar.
Ist ja schick, da alle schön gleichmäßig sind.
Eben nicht, da alle Zylinder gleichmäßig wenig Druck aufbauen.
Bei solch einem Fehlerbild ist meistens entweder die Laufbuchse verkehrt gehohnt worden, oder die Kolbenringe an allen Zylindern haben sich (theoretisch) gleichmäßig abgenutzt, was aber so gut wie nie vorkommt (Hier setzt man bei der Messung voraus , dass die ZKD und Ventile Ok sind, und weder die Laufbuchse noch der Zylinderkopf oder gar der Block, einen Riss haben). Wenn alle Zylinder bei deinem Moped 13,5 Bar haben, ist alles bestens ... :D
Wenn der Motor soviel geleistet hat, dass die Kolbenringe verschlissen sind, haben die Zylinder meistens alle unterschiedliche Werte. Das alle Kolbenringe und Laufbuchsen die gleiche abnutzung vorweisen, habe ich persönlich noch nicht erlebt (aber vielleicht kommt das ja auch noch, denn, wie gesagt, ... irgendwann ist immer das erste mal ... ;) ).

Was die Ventile betrifft:
Die werden ja nicht alle undicht sein, sofern die denn überhaupt undicht sind (wir sind ja noch auf der Suche ;) ).
Wenn die alle undicht wären, könnte dein Motor nicht so funktionieren, wie in deinem Video.
Darum werden dann auch unterschiedliche Kompressionswerte auf den Zylindern messbar sein, wenn z.B. bei einem oder 2 Zylindern die Ventilsitze undicht sind.


Warten wir mal auf die Ergebnisse :)


Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827653)
Die sind Dicht :-)

Dann würde ich mir jetzt an deiner Stelle keine Gedanken mehr bezüglich der Stopfen machen.

rdy4g3 11.08.2017 12:23

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827675)
Mit einem Barometer?
Jetzt hast mich aber neugierig gemacht. Wie geht das denn?

ahhhh :o mit einem Manometer xD

Zitat:

Zitat von Rennrudi (Beitrag 1827675)
Falsch
Falsch
Für folgendes Szenario, übertreibe ich mit den Werten mal etwas zum besseren Verständnis:
Alle Zylinder haben ziemlich gleichmäßig 5 Bar.
Ist ja schick, da alle schön gleichmäßig sind.
Eben nicht, da alle Zylinder gleichmäßig wenig Druck aufbauen.
Bei solch einem Fehlerbild ist meistens entweder die Laufbuchse verkehrt gehohnt worden, oder die Kolbenringe an allen Zylindern haben sich (theoretisch) gleichmäßig abgenutzt, was aber so gut wie nie vorkommt (Hier setzt man bei der Messung voraus , dass die ZKD und Ventile Ok sind, und weder die Laufbuchse noch der Zylinderkopf oder gar der Block, einen Riss haben). Wenn alle Zylinder bei deinem Moped 13,5 Bar haben, ist alles bestens ...
Wenn der Motor soviel geleistet hat, dass die Kolbenringe verschlissen sind, haben die Zylinder meistens alle unterschiedliche Werte. Das alle Kolbenringe und Laufbuchsen die gleiche abnutzung vorweisen, habe ich persönlich noch nicht erlebt (aber vielleicht kommt das ja auch noch, denn, wie gesagt, ... irgendwann ist immer das erste mal ... ).

Sorry da habe ich mich etwas unklar ausgedrückt :-) Also wenn alle Zylinder bzw. Brennräume einen gleichmäßigen und hohen Druck aufweisen können wir einen Defekt an den Zylindern/ Kolbenringen ausschließen.

Gruß rdy

Rennrudi 11.08.2017 13:42

Hi,

Zitat:

Zitat von rdy4g3 (Beitrag 1827691)
Also wenn alle Zylinder bzw. Brennräume einen gleichmäßigen und hohen Druck aufweisen können wir einen Defekt an den Zylindern/ Kolbenringen ausschließen.

Ja.
Wahrscheinlich aber, wird das bei dir nicht der Fall sein, da ja eindeutig etwas Öl verbrannt wird. Dann kann mindestens an einem Zylinder die Kompression nicht passen.
Dann liegt der Verdacht nahe, dass es an den Ventilen liegt.
Außer, an dem Zylinder (um jetzt mal eine andere Möglichkeit zu nennen) , der zu wenig Kompression aufweist sind die Kolbenringe undicht, oder diese eine Laufbuchse wurde verkehrt gehohnt.
Aber das kann man dann testen, indem man ein wenig Öl durch das Kerzenloch in den Brennraum schüttet. Dieses Öl fliesst dann zwischen den Kolbenringen und der Laufbuchse ein, und sorgt kurzzeitig dafür, dass die Ringe dicht sind.
Bei der dann folgenden (zweiten) Kompressionsmessung, wird der Wert höher sein, als bei der ersten Messung. Das wäre ein Beweis dafür, dass es an den Kolbenringen oder der Laufbuchse liegt.
Aber, ich würde sagen, eins nach dem anderen :) .
Was noch wichtig ist, und bisher noch nicht genannt wurde:
Zu der guten Anleitung vom Manfred in Post #32 sollte man noch erwähnen nicht zu vergessen, bei der Messung die Zündspule und die Spritzufuhr außer Kraft zu setzen.
Die Zündspule zum einen, damit du nicht aus Versehen einen durch die Socken bekommst, zum anderen damit nicht das STG durch ballert, wenn von den Kerzensteckern ein Überschlag auf Masse erfolgt.
Die Spritzufuhr abklemmen, da ansonsten unverbrannter Sprit den KAT beschädigen kann, und es auch beim Messvorgang sehr unschön werden kann.

Gruß


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