Hallo Ieatmyroadkill (schwieriger Name),
es ist tatsächlich so, dass die ATF (Automatic Transmission Fluid = "Automatiköl") - Wechselmenge wesentlich geringer ist als bei der werksmäßigen Neubefüllung. Das lässt sich nicht vermeiden und ist überdies völlig o.k..
Die Messung des ATF-Standes ist eine Prozedur für sich, weil sie zur Messung eine ganz bestimmte Temperatur haben muss. Das ist sehr wichtig, weil sie sich bei Erwärmung stark ausdehnt und somit eine Messung bei falscher Temperatur ein verfälschtes Ergebnis liefern würde. Die Arbeit als solche wie auch ein Wechsel sind nicht ganz einfach. Von der Messung der abgelassenen Menge und danach Neubefüllung mit derselben Menge halte ich wenig, weil, wenn der ATF-Stand vorher nicht stimmte, dann stimmt er auch hinterher nicht. Ein in etwa richtiger ATF-Stand ist aber wichtig.
Weiterhin ist es so, dass die Schaltpunkte vom elektronischen Steuergerät bestimmt werden und der Einfluss der ATF hierauf eher gering ist. Wenn die Schaltvorgänge als solche fehlerhaft ablaufen würden (z.B. "Motor dreht zwischendurch hoch"), dann würde sich die ATF als Fehlerquelle wesentlich mehr anbieten als bei dem Problem, das Du schilderst.
Ich würde als erstes den Fehlerspeicher des Automatik-Steuergerätes auslesen (lassen) und das weitere Vorgehen nach diesem Ergebnis richten. Es kann z.B. sein, dass ein Sensor des Automatikgetriebes ausgefallen ist. Dann werden abgespeicherte Ersatzwerte verwendet, die evtl. eine andere Schaltcharakteristik zur Folge haben als die originalen.
Übrigens: Du kannst beruhigt die Batterie abklemmen (auch öfter) und Sicherungen abschießen: Das ist dem Automatik-Steuergerät ziemlich egal.
Freundliche Grüße
Teletubby
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