Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 04.04.2020, 22:14 #1
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MarvinJ MarvinJ ist offline
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Standard Große Katastrophe Golf4 Cabrio 2.0 AKR

Hallo zusammen,

mein Golf4 Cabrio von meinem Sohn macht mir ernste Sorgen.

Es fing ganz harmlos an mit ein paar Ölflecken unter dem Ölfilter. Es war klar, dass es am Gummiring zwischen Flansch und Ölkühler liegen muss. Habe also einen neuen Ring und vorsichtshalber gleich einen neuen Ölfilter verbaut. Danach sprang der Motor nicht mehr an. Habe dann festgestellt, dass sich -anscheinend durch das ausgetretene Öl- das Kabel des Kurbelwellensensor komplett aufgelöst hat. Die Isolierung spröde wie Glas, Kurzschluss zwischen den Adern. Habe einen neuen Sensor verbaut, Motor lief wieder. Dafür aber Kühlwasserundichtigkeit am mittleren Flansch der Wasserpumpe. Schlauch wieder ab, Flansch und Schlauch schön gereinigt (war ne Menge Dreck zwischen)) und mit etwas Hylomar eingesetzt. => Kühlwasser wieder rein, im Stand laufen lassen, immer schön nachgefüllt bis nichts mehr nachgesackt ist. Am Ende alles dicht.

ABER: Bei der ersten Probefahrt stiegt die Kühlawassertemperatur auf 110 Grad. Motor sofort ausgemacht. Kühlwasser nachgefüllt, aber zu spät: Sobald der Motor jetzt ein paar Augenblicke im Leerlauf läuft, spuckt er das Kühlwasser im hohen Bogen aus dem Ausgleichsbehälter. Da darf man wohl davon ausgehen, dass es die Zylinderkopfdichtung erwischt hat.

Man Leute, was ist da bloß schief gegangen? Ich weiß nicht, wie viele Male ich schon Kühlwassser getauscht habe, aber dabei die Kopfdichtung töten? Das ist mir noch nie passiert? Habe in den 80er und 90er bei Audi 80, Audi 100, Passat Typ32, BMW E30 selbst Kopfdichtungen gewechselt, aber jetzt bin ich ein alter Sack und kann ich nicht mal mehr Kühlwasser einfüllen. Bin echt gefrustet und werde da auch nicht selbst drangehen. Obwohl es mir wirklich Leid täte, geht er notfalls Bastlerware.

Weiß jemand, mit welchen Kosten ich rechnen muss? Hat jemand einen Tipp, wer sowas im Ruhrgebiet günstig machen kann?

Viele Grüße
Thomas


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Alt 04.04.2020, 22:34 #2
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Was kostet es, wer macht es günstig?

Ruf die Werkstätten an, lass dir Kostenvoranschläge geben. Alles andere hilft dir nix.


Wenn ich dir sage, das macht die Werkstatt für 50€ heißt das nicht, dass die Werkstatt bei dir das auch macht.

Wie du das geschafft hast? Keine Ahnung
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Alt 05.04.2020, 10:16 #3
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Was meinst du genau mit den Kosten? Für ne neue ZKD oder ungefähr für "hier ist der Schlüssel, seht zu dass er läuft"?
Die neue ZKD hab ich grad hinter mir. Vernünftige 3-Lamellen von Elring ~20€ und die Schrauben zwischen 10 und 15 €. Zahnriemen mit weißem Edding auf den Riemenscheiben markiert, Öl/Wasser raus, der Sohnemann darf wärenddessen das Hosenrohr vom Krümmer abschrauben (weils ne scheiss Arbeit ist mitm Wagenheber, aber dann bleiben die Anbauten am Kopf) und ihr nehmt den Kopf mit Anbauten zusammen ab.

Ja, da sind wir beim selbst machen, aber das sind 2, vllt 3 Stunden arbeit in Ruhe und du bist bei gradmal 30 bis 35€. Grad hier kannst Du richtig massiv Geld sparen. Noch was positives: Die Zeit früher mit meinem Vater am Auto hat mich erst dazu gebracht selbst zu schrauben in jungen Jahren, mittlerweile macht er nichts mehr selbst, ich dafür umso mehr. Für mich ist es dadurch zum Hobby geworden und ich bin dadurch nie auf die schiefe Bahn geraten (weil ich dauerpleite war ).

Achso, der 5L Kanister Kühlmittel von Mannol (ebay) tut das gleiche wie die teure Suppe ausm Obi - und kostet nur 12,45. Habs früher immer wiederverwendet. Bei dem Preis denk ich da keine Sekunde mehr drüber nach. Das starke ansteigen der Kühlmitteltemperatur kann locker mit einem blockierten Thermostat zusammenhängen. Du sagst, du hast den Flansch mit Hylomar wieder drangesetzt. Meinst Du den Flansch, von dem der Kühlwasserschlauch abgeht oder die Papierdichtung der WaPu selbst? Falls Kühlwasserschlauch: In dem Flansch sitzt das Thermostat, du wärst nicht der erste, der es aus versehen mit Dichtmittel zuschmiert, das Zeug kriecht halt überall hin, das Thermostat kann nicht mehr öffnen und es verbleibt nur der kleine Kreislauf, somit überhitzt das Kühlwasser. Damit steigt der Druck und es haut dir über den Ausgleichbehälter wieder raus (der Deckel hat nen Druckausgleich, wenn der öffnet, gibts einen Knall. Die blauen Deckel können etwas mehr Druck ab als die schwarzen, aber irgendwann öffnen auch die).

Geändert von herr jaegermeister (05.04.2020 um 10:28 Uhr)
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Alt 05.04.2020, 11:08 #4
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Ich würde erstmal das Thermostat ausbauen, evtl. auch die Wasserpumpe. Dann diesen Hylomarmist entfernen. Normalerweise haben die Motoren eine Metall-ZKD, das wurde mal 94/95 iwann um die Zeit umgestellt auf Metall.

Jedenfalls das mal säubern und ohne Thermostat betreiben. Deckel kommt auf den AGB drauf! Im Tutorial/Anleitungen Bereich habe ich beschrieben wie man die 827er Motoren befüllt und entlüftet. Nichts mit offenem Behälter warmlaufen lassen.

Dann schaust mal weiter, bevor jetzt gleich der Teufel an die Wand gemalt wird.
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Alt 05.04.2020, 12:13 #5
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Hallo,

danke schon mal für die Anregungen.

Zur Klarstellung: Am Thermostat war ich jetzt nicht dran. Das Thermostat hatte ich vor ungefähr einem Jahr mal ausgetauscht, weil der Wagen nicht richtig warm wurde. Hat seitdem funktioniert.

Die Undichtigkeit ist aufgetreten an dem mittleren Flansch der Wasserpumpe, dort wo der dünne Schlauch zum Ölkühler abgeht. Der Flansch selbst und auch der draufzusteckende Schlauch waren verdreckt/verschleimt. Hinzu kommt, dass der Flansch von unten eine "Macke" in der Gussoberfläche zu haben scheint. Sehen kann man die bei eingebauter Pumpe nicht, nur fühlen. Diesen Flansch habe ich leicht mit Hylomar bestrichen und dann den Schlauch aufgeschoben. Jetzt ist es dort dicht.

Um an diesen Schlauch besser ranzukommen, hatte ich versucht, den Halter von Lichtmaschine und Klimakompressor abzubauen. Das ist unmöglich, weil die beiden Schrauben in den Sacklöcher komplett verrostet sind. Habe jetzt großzügig Caramba reingesprüht, glaube aber nicht, dass das helfen wird. Ich weiß, dass es Fälle gibt, wo das Schaufelrad der Wasserpumpe sich von der Achse löst. Ich weiß aber nicht, wie ich das prüfen soll, weil ich an die Pumpe nicht rankomme.

Den Thermostaten werde ich morgen noch mal ausbauen und dann der Entlüftungsanleitung folgen. Letzter Versuch ....


Viele Grüße
Thomas
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Alt 05.04.2020, 18:40 #6
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Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Dafür aber Kühlwasserundichtigkeit am mittleren Flansch der Wasserpumpe.
Ich würde das nicht "Flansch" nennen, sondern "Anschluss". Ein Flansch ist etwas anderes. Ich muss zugeben, dass ich das Ganze deshalb beim ersten Lesen nicht verstanden habe, sondern erst jetzt mit weiteren Beiträgen.


Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Schlauch wieder ab, Flansch und Schlauch schön gereinigt (war ne Menge Dreck zwischen)) und mit etwas Hylomar eingesetzt.
Das hätte ich nicht gemacht. Denn erstens ist nicht sicher, dass sich Hylomar mit dem Gummimaterial des Schlauches verträgt. Und zweitens rutscht ein so eingebauter Schlauch leichter vom Stutzen ab. Kühlmittelschläuche müssen ohne Zugabe irgendwelcher Mittel auf die Stutzen geschogen werden.


Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Sobald der Motor jetzt ein paar Augenblicke im Leerlauf läuft, spuckt er das Kühlwasser im hohen Bogen aus dem Ausgleichsbehälter.
Auch bei kaltem Motor nach ganz kurzer Zeit?

Freundliche Grüße
Teletubby
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Alt 05.04.2020, 19:20 #7
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Hallo zusammen,

ok, Anschluss :-). Es ist übrigens nicht der Schlauch zwischen mittlerem Anschluss und Ölkühler, sondern zwischen mittlerem Anschluss und starrer Kühlwasserleitung (Pos 6 ) im Bild https://volkswagen.7zap.com/de/rdw/g.../1/121-121050/ .

Ja, ok, eigentlich sollte es auch so dicht werden, wurde es aber nicht. Abrutschen kann es ganz bestimmt nicht, weil da eine Wulst ist und die Klemme mörderisch fest ist. Was die Verträglichkeit angeht, keine Ahnung.

Eine andere Merkwürdigkeit: Der Lischmaschinenhalter sollte laut **** die 4a im Bild https://volkswagen.7zap.com/de/rdw/g.../9/903-903035/ sein. Die fraglichen Stiftschrauben sind 17 und 18. Komischerweise sieht der verbaute Halter anders aus, gleicher Spanner zwar, aber insgesamt größer. Die Schrauben 17 und 19 liegen dabei in Sacklöchern. Einmal eingedrungenes Wasser kann nicht mehr abfließen. Kein Wunder, dass die total vergammelt sind. Die wird man ohne Abreißen nicht mehr abbekommen. Die Frage ist, ob man danach die Stiftschrauben 17 und 18 aus dem Motorblock bekommt. Da fehlt mir der Mut...

Morgen der letzte Versuch mit dem Thermostaten... werde berichten

Viele Grüße
Thomas
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Alt 05.04.2020, 19:39 #8
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Hallo Teletubby,

habe gerade noch mal ausprobiert: Im kalten Zustand blubbert nichts (habe ca. 1 Minute laufen lassen). Bei Gasstößen oszilliert sich der Wasserstand im AGB (ohne Blasen, nur der Stand. Daraus schließe ich, dass das Pumpenrad arbeitet.

viele Grüße
Thomas
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Alt 05.04.2020, 20:36 #9
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Die Schrauben gehen in den Motorblock. Warum sollen die abreißen?
Passende Nuss drauf, paar Hammerschläge damit eventueller Rost in den Cewindegängen "gelockert" wird und dann rausdrehen. Ich hatte mit denen noch nie Schwierigkeiten. Eigentlich sind die nur einmal zu verwenden. Hab sie dennoch wieder verwendet. WaPu ist dicht. Jeder nach seiner Einschätzung.
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Alt 05.04.2020, 20:38 #10
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Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Eine andere Merkwürdigkeit: Der Lischmaschinenhalter sollte laut **** die 4a im Bild https://volkswagen.7zap.com/de/rdw/g.../9/903-903035/ sein.

Der Lichtmaschinenhalter auf dem Bild ist für Fahrzeuge mit Dieselmotoren, erkennbar an den waagerecht angeordneten Verschraubungen für den Riemenspanndämpfer. Bei denen für Benzinmotoren stehen sie senkrecht.


Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Die fraglichen Stiftschrauben sind 17 und 18. Komischerweise sieht der verbaute Halter anders aus, gleicher Spanner zwar, aber insgesamt größer. Die Schrauben 17 und 19 liegen dabei in Sacklöchern. Einmal eingedrungenes Wasser kann nicht mehr abfließen. Kein Wunder, dass die total vergammelt sind. Die wird man ohne Abreißen nicht mehr abbekommen.
Erstens glaube ich noch nicht, dass sie beim Versuch, die Muttern zu drehen, abreißen werden. Die Muttern sind Bundmuttern mit der Festigkeitsklasse 10.9, die mit 30 Nm festgezogen wurden. Zudem haben sie eine Riffelung an der Unterseite, deshalb sitzen sie schon recht fest. Mit gutem Werkzeug bekommt man sie im Normalfall gedreht. Mit schlechtem Werkzeug würde ich keinerlei Losdrehversuche machen, weil man damit mehr versaut als gut macht.


Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
Die Frage ist, ob man danach die Stiftschrauben 17 und 18 aus dem Motorblock bekommt.
Ja, denn sie haben außen einen Sechskant, an dem man sie drehen kann.

VW schreibt übrigens vor, dass diese Schrauben erneuert werden müssen, weil es sich um Dehnschrauben handelt. Sei darauf vorbereitet, dass sie zwischen 6 und 7 Euro pro Stück kosten.


Zitat:
Zitat von MarvinJ Beitrag anzeigen
habe gerade noch mal ausprobiert: Im kalten Zustand blubbert nichts (habe ca. 1 Minute laufen lassen).
Dann glaube ich weniger an einen Defekt der Zylinderkopfdichtung. Sondern daran, dass das Blubbern im Behälter einfach daran liegt, dass das Kühlmittel kocht, was für ein Problem im Kühlmittelkreislauf spricht.

Die meisten Motoren AGG haben eine Zylinderkopfdichtung aus Metall. Die bekommt man nicht so einfach kaputt. Darüber hinaus bin ich hier im Forum immer wieder erschrocken, wie schnell und ohne weitere Nachforschungen die Leute Probleme auf eine vermeintlich defekte Zylindekopfdichtung schieben. Deshalb sind schon unzählige Zylinderkopfdichtungen für die Katz` getauscht worden. Genau wie Zündverteilerkappen.





Geändert von Teletubby (05.04.2020 um 21:02 Uhr)
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Alt 05.04.2020, 22:28 #11
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Hallo Teletubby,

danke, dass Du mir soviel Mut machst :-)

Ich werde schon darauf bestehen, dass die Werkstatt vor dem Austausch der ZKD einen CO2-Test (oder ist es CO?) macht.

Ist übrigens kein AGG, sondern noch ein AKR.

Viele Grüsse
Thomas
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Alt 06.04.2020, 01:52 #12
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Zitat:
Zitat von Teletubby Beitrag anzeigen

Die meisten Motoren AGG haben eine Zylinderkopfdichtung aus Metall. Die bekommt man nicht so einfach kaputt. Darüber hinaus bin ich hier im Forum immer wieder erschrocken, wie schnell und ohne weitere Nachforschungen die Leute Probleme auf eine vermeintlich defekte Zylindekopfdichtung schieben. Deshalb sind schon unzählige Zylinderkopfdichtungen für die Katz` getauscht worden. Genau wie Zündverteilerkappen.
Ich fühle mich angesprochen Musste sie aber schließlich tauschen.
Wenn man sich die Dichtung mal anschaut, google o.ä., sieht man wie weit die Löcher für die Bohrungen voneinander entfernt sind. Es muss schon eine Uralte Ranzdichtung sein, dazu noch ein krummer Kopf und, was viel, viel häufiger die Ursache ist: jemand, der die ZKD schonmal getauscht und die Schrauben einfach wiederverwendet hat, auf Gedeih und Verderb angezogen hat oder die alten Dichtungsreste vom Block/Kopf nicht entfernt hat, dass sich zwei Kreisläufe wegen einer ZKD verbinden können, sei es nun Öl/Wasser oder ein Wassereintritt in den Brennraum.
Ich hab persönlich noch nie eine defekte Dichtung gesehen bei der der Brennraum Verbindung zum Wasserkreislauf hatte. Wenn, sitzt die Dichtung nicht richtig auf und sifft, was viele als durchgeschossene ZKD deuten, dabei ist die Dichtung selbst zu 95% heile.
Dafür aber umso öfter schon die übelsten Pfuschaktionen am Thermostat. Die werden falsch herum reingeprügelt, werden mit Silikon eingeklebt (inkl. allem drum herum), sogar schon Thermostatgehäuse die mehr Panzertape denn Kunststoff waren. Das soll jetzt nicht heißen dass Du hier gepfuscht hättest. Zumal die meisten Fehler nicht beabsichtigt sind, deswegen traue ich es dir durchaus zu einmal kurz das Thermostat zu prüfen. Das geht super einfach unter heissem Wasser, hierbei wird das Thermostat in kaltem Zustand an eine Schnur/Draht gebunden und inpi mal Daumen 90° heisses Wasser gehalten (zB in einer Glaskaraffe). Die Feder am Thermostat muss sich sichtbar bewegen, es gibt hier sogar eine Vorgabe wie weit, ich hab sie leider nicht parat.

Noch was zum Entlüften (ich hab das heut schon 6x gemacht, kein Scherz): Man sagt immer so schön, das Kühlsystem im 3er entlüftet sich selbst. Das stimmt nur bedingt.
Wenn Du einfach über den Ausgleichbehälter Kühlwasser einfüllst, läuft es über den dünnen Schlauch unterhalb des AGB direkt zur Pumpe (ich spreche hier von meinem ADZ, bei Dir wird es aber nicht anders sein). Das Wasser steht jetzt auf der einen Seite des Pumpenflügelrades und steigt im Schlauch so weit an, dass es bis zu einem gewissen Grad auch die Wasserkanäle im Block füllt, hier ist aber noch so viel Luft gefangen, dass man nach 1,5 Litern den Eindruck hat, es schwappt gleich aus dem AGB über. Fährt man jetzt los, zieht die Pumpe das stehende Wasser am Flügelrad an und drückt es weiter, es kommt aber nicht weit, da es sich nur am tiefsten Punkt vor und nach der Wasserpumpe sammelt. Dein Ausgleichbehälter läuft leer und die Pumpe muss gegen Luft drücken, das schafft sie nicht. Ergo: Kein Kreislauf, das sich erhitzende Wasser durchläuft den Radiator nicht vollständig oder gar nicht und wird nicht abtransportiert.

Ob das Thermostat korrekt öffnet, kannst Du auch erfühlen. Hierbei muss sich der untere Kühlwasserschlauch erwärmen (gehört zum großen Kreislauf). Bleibt er trotz fast kochendem Kühlwasser kalt, öffnet das Thermostat nicht. Achtung: Wurde das System trockengelegt, reagiert das Thermostat u.U. verzögert, es kann gut sein, dass er erst auf 110° geht und dann schlagartig öffnet, Thermostate neigen zum klemmen, wenn sie in trockenem Zustand zu lang geschlossen standen. Dem kann man auch vorbeugen, wenn man es, und so schließt sich der Kreis ( ) ausbaut, auf die Heizung legt, und per Hand vorsichtig zusammendrückt. Macht es kurz *klack* bevor sich die Feder stauchen lässt, klemmte es ein wenig und hätte das auch im eingebauten Zustand getan.

Man möge mich korrigieren, wenn ich Blödsinn erzähle!
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Alt 06.04.2020, 07:00 #13
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Zitat:
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Ist übrigens kein AGG, sondern noch ein AKR.
Der Motor AKR, eingeführt etwa Mitte 1997, ist der Nachfolgemotor des AGG. Er unterscheidet sich nur in ganz wenigen und nicht so wichtigen Teilen von seinem Vorgänger. Er wurde eingeführt, weil er im Gegensatz zu seinem Vorgänger die Abgasnorm D3 erfüllt.

Zum Neubefüllen des Kühlsystems sagt der VW Reparaturleitfaden: Behälter auffüllen, womit man sich Zeit lassen soll. Dann den Motor im Leerlauf so lange laufen lassen, bis der elektrische Kühlerventilator anspringt. Dann erneut auffüllen.

Durch das Anspringen des Kühlerventilators ist sichergestellt, dass das Kühlmittel jetzt so warm ist, dass das Thermostat geöffnet hat. Dadurch kann man davon ausgehen, dass jetzt auch verwinkelte Stellen des Kühlmittelkreislaufs vollständig befüllt sind.

Trotzdem würde ich bei den ersten Fahrten danach den Kühmittelstand im Auge behalten.

Geändert von Teletubby (06.04.2020 um 07:03 Uhr)
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Alt 06.04.2020, 14:17 #14
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Hallo zusammen,

habe alles wiederzusammengebaut, sorgfältig entlüftet und eine Probefahrt gemacht. Während der Fahrt alles total unaufällig. Temperatur steht auf 90 Grad +/- eine Zeigerbreite. Im Stand läuft die Temperatur über 100 Grad hoch. Bei ca. 105 springt der Lüfter an. Trotzddm bleibt alles dicht, kein Blubbern.

Sohn sagt, 100 Grad oder mehr hätte er vorher noch nie gehabt, höchstens gute 90. Außerdem sagt er, dass er -als Samstag dasKühlwasser herausgesprudelt ist- den AGB nicht zugeschraubt hatte. Wassertemperatur >= 100 Grad ohne Druck würde das Heraussprudeln natürlich erklären.

Geht etwa nur der Lüfter zu spät an? Ich denke, ich versuche noch mal einen neuen Thermoschalter.

Viele Grüße
Thomas
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Alt 06.04.2020, 14:47 #15
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Die neueren Tachos, ich glaube ab so ca. 1994, sind alle "beruhigt", d.h. die zeigen eigentlich so gut wie immer 90°C Wassertemperatur an, auch wenn die tatsächliche Wassertemperatur etwas höher oder niedriger als 90°C ist.

Beim Golf 4 Cab sollte der originale Tacho also auf jeden Fall schon beruhigt sein, sofern da nicht ein anderer verbaut wurde.

Das Heraussprudeln erklärt sich, so wie du es gesagt hast, natürlich durch den nicht geschlossenen Kühlkreislauf.

Warum der aber jetzt bei den nicht allzu heißen Außentemperaturen dennoch zu warm wird, verwundert mich aber auch. So ganz richtig ist das ja auch nicht, zumal wird es dann im Sommer, wenn es mal richtig heiß ist, bestimmt problematisch.

Der Thermoschalter funktioniert ja wenigstens schon mal grundsätzlich, sonst wäre der Lüfter erst gar nicht angesprungen.
Richtig prüfen lässt sich dieser allerdings meiner Meinung nach nur schwer. Man müsste ihn mit dem kleinen Teil, der sonst im Kühler steckt, in heißes Wasser legen und prüfen, ob er bei den passenden Temperaturen schaltet. Da wäre mir die Gefahr, mich zu verbrennen, zu hoch. Ich versuche ja grundsätzlich, sinnloses Teile-Tauschen zu vermeiden, aber ich glaube hier würde ich auch einfach auf Verdacht einen neuen Schalter kaufen. Allerdings unbedingt von einem namhaften Hersteller oder von VW, sofern dieser keine Unsummen kostet.
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Alt 06.04.2020, 14:54 #16
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Hallo Teletubby oder andere Wissende,

aus dem Online-**** werde ich nicht so recht schlau. Der Thermoschalter für den Lüfter sitzt doch im Kühler, in Fahrtrichtung links außen auf halber Höhe, richtig?

Teilenummer 1H0 959 481?

Vielen Dank!

Thomas
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Alt 06.04.2020, 16:17 #17
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Ich kann dir wenigstens schon mal bestätigen, dass er im Kühler sitzt und wenn ich mich richtig erinnere, auf der Fahrerseite (da bin ich mir ziemlich sicher sogar).
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Alt 06.04.2020, 16:28 #18
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Über 105 °C zeigt das Instrument wieder richtig an.
Prüf mal den Deckel oder tausch ihn gleich aus, der kann sowas auch verursachen, v.a. wenn auch der O-Ring darin schief sitzt.

Ansonsten wird der untere Kühlerschlauch warm, wenn die Anzeige gen 100 °C und darüber geht?
Wenn ja, gut. Wenn Nein, schlecht.

Der Thermoschalter sitzt im Kühler richtig. Sind im Alter fast immer defekt, v.a. Stufe I, die ab so 95 °C sich zuschalten sollte.
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Alt 06.04.2020, 16:55 #19
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Hallo,

ja, der untere Schlauch wird heiß, der Kühler auch. Thermostat geht also nicht nur in meinem Kochtopf (siehe 2 Posts davor), sondern auch im Auto :-).

Einen neuen Deckel könnte ich auch probieren. Meinst du, wenn der zuviel Druck zulässt, steigt die Temperatur?

Viele Grüße
Thomas
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Alt 06.04.2020, 18:37 #20
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Ich würde erstmal die Kühlmitteltemperatur aus dem Motorsteuergerät auslesen. Denn der Geber dafür enthält zwei Geberelemente: Eins für die Anzeige im Kombiinstrument und eins für das Motorsteuergerät. Durch das Auslesen kannst Du einfach testen, ob beide Werte in etwa gleich sind.






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