Werkstatt Golf kaputt? Fragen und Antworten zum Thema Reparatur

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Alt 19.03.2020, 13:14 #1
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Standard Kompressionsverlust ADZ 1.Zyl.

Hallihallo, hoffe ihr seid alle Gesund!

Ich hab hier grad nen 1.8er aufm Hof stehen, die Fahrerin klagt über ein Poltern, das wie eine Undichte Abgasanlage klingen würde und Leistungsverlust. Weil ich grad eh nicht fahren muss, habe ich ihr meinen 1.8er mit baugleicher Maschine mitgegeben, damit sie mobil bleibt.

Habe bei dem Fahrzeug vor einer Zeit ein neues Flexrohr eingeschweißt, das natürlich erstmal einen Anfangsverdacht erweckt hat, dieses ist aber i.O. . Batterie ist neu und voll geladen, Öl und Filter sind neu, Motor leckt nicht.
Habe anschließend einen Kompressionstest auf Verdacht durchgeführt, Ergebnis:
1: 6 bar
2: 14 bar
3: 14 bar
4: 14 bar

Schon klar dass die Drücke auf Zyl. 2-4 etwas enorm hoch für nen ADZ erscheinen, das liegt aber an meinem Analogen urväterlichen Messgerät mit Rückschlagventil, es geht auch weniger um die Genaugkeit der Messungen, sondern mehr um die Differenzen.

Nun ists so, dass der Motor vor 3 Jahren komplett überholt wurde, neu gekommen sind Ventildeckeldichtung, Schaftdichtungen, KW- und Pleuelschalenlager, sowie alles an Simmeringen und die Kopfdichtung inkl. Schrauben und Ansaug/Abgaskrümmerdichtung. Eben alles was der Magnet nicht anzog, salopp gesagt Die Ventile wurden ebenfalls neu eingeschliffen (!!!). Aufgrund des Verlustes auf nur einem Zylinder macht es nicht den anschein, als sei die Kopfdichtung zwischen Zyl. 1 und 2 durchgeschossen.

Ich würde nun so vorgehen:
-Erstmal alles an Nebenaggregaten abbauen, bis auf den Zahnriemen, um mir einen Überblick zu verschaffen. Die ZKD im Bereich des 1. Zyl. mit Seifenwasser benetzen und einmal orgeln lassen, um einen Durchbruch nach außen auszuschließen.
-Danach Wasser ablassen, Kopf runter (spätestens hier fallen wieder Kosten an) und die Kopfdichtung selbst begutachten.
-Die Auflageflächen des Einlaß- und des Auslaßventils von Zyl. 1 auf Einbrennspuren untersuchen und auf geraden Sitz, evt. nachschleifen.
-Zu guter Letzt den ersten Kolben von der KW trennen, entnehmen und die Kolbenringe auf ein vergrößertes Spiel zwischen der Trennung (die offene Stelle im Ring) prüfen.

Was fiele euch noch ein? Sollte sich bis hier hin keine Ungereimtheit ergeben, stehe ich echt blöd da Mit dem 1.8er kenne ich mich für die Arbeiten gut genug aus, das Werkzeug hierfür ist vorhanden. Selbst Ringspanner und 5-Pasten-Set zum Einschleifen der Ventile, wir haben da früher mal geklotzt statt gekleckert. Vielleicht übersehe ich aber etwas.


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Alt 19.03.2020, 13:37 #2
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Hast du die möglichkeit nen Druckverlusttest zu machen?

Ich denke das wäre jetzt das Beste um den Fehler zu lokalisieren.
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Alt 19.03.2020, 13:40 #3
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Eventuell eine günstige Endoskopkamera bestellen und über das Kerzenloch mal rein schauen
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Alt 19.03.2020, 15:03 #4
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Zitat:
Zitat von aam 90 Beitrag anzeigen
Eventuell eine günstige Endoskopkamera bestellen und über das Kerzenloch mal rein schauen
Danke, die hab ich hier immer rumliegen fürn Laptop, damit kann ich aber halt nur schauen ob die Wände des Brennraums Beschädigungen aufweisen, dies ist nicht der Fall. Die Hohnung ist noch wie am ersten Tag - soweit ich das beurteilen kann, die Kolbenringe liegen leider zu tief um sie per Kamera zu erfassen. Ich vermute das Problem liegt aber eher Kopfseitig.
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Alt 19.03.2020, 15:09 #5
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Zitat:
Zitat von 96er GT Beitrag anzeigen
Hast du die möglichkeit nen Druckverlusttest zu machen?

Ich denke das wäre jetzt das Beste um den Fehler zu lokalisieren.
Ja Danke für den Tip, den habe ich durchgeführt, hab noch nen ganzen Sack alter Kerzen rumliegen gehabt und sogar eine passende von nem anderen Fahrzeug, schon mit Druckluftstecker versehen.
Zylinder 1 verliert Druck, jetzt ist nur die Frage wo. Ich denke, was du meinst ist Ventildeckel runter, schauen wann Auslass/Einlassventile schließen sollten und dann Druck draufgeben - und halt schauen, ob der Druck gehalten wird, richtig?
Danach wäre ich dann so weit dass ich den Kopf abnehmen würde und mir die Auflageflächen der Ventile anschaue. Dann werden auch gleich mal Zahnriemen (hier hängt ein Zettelchen mit dem letzten Service rum, der hat 30tkm runter, aber ich mach ihn lieber mit neu), Kopfdichtung und Schrauben per se fällig, neben dem was halt jetzt wirklich defekt ist.

Versuche die Dame noch von einer neuen Wasserpumpe zu überzeugen. Ich weiß, dass es nicht zwangsläufig nötig ist nach grad mal 30tkm, aber wenn man grad schonmal dabei ist...

Sollte sich meine Vermutung bewahrheiten und die Ventile nicht mehr richtig abdichten (eher das Auslassventil, sonst wär wohl schon längst die Dichtung an der Mono-motronic abgeflogen), habt ihr eine Herstellerempfehlung? Das Netz ist voll mit Herstellern die stark nach Asien klingen und ich möchte lieber was namhaftes verbauen.

Geändert von herr jaegermeister (19.03.2020 um 15:13 Uhr)
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Alt 19.03.2020, 15:15 #6
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Ach was mit grad einfällt, beim Druckverlusttest: Ich weiß nicht wie das in der Regel abläuft, aber ich könnte mir vorstellen, dass man bei geschloßenen Ventilen Kraftstoff auf den Stößelbereich gibt, um aufsteigende Bläschen wahrzunehmen, oder?
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Alt 20.03.2020, 12:37 #7
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Ich bin natürlich kein gelernter KFZler, sondern nur Laie.

Aber die Profis drehen doch den jeweiligen Zylinder, der geprüft werden soll, auf OT, sprich Ein- und Auslass-Ventil(e) geschlossen. Dann wird auf den Zylinder Luftdruck gegeben und nach einer gewissen Zeit geschaut, ob Druck verloren gegangen ist. Falls ja, wird eben geschaut, wo der Druck verloren geht, also über das Kurbelgehäuse (=> Kolbenringe), Einlass oder Auslass. Ggf. sollte man bei starkem Druckverlust doch hören können, wo der Druck entweicht, also durch Zischen in der Ansaugung, im Auspuff, in der Kurbelgehäuse-Entlüftung etc.
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Alt 20.03.2020, 12:44 #8
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Oder mittels Nebelmaschine
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Alt 20.03.2020, 14:36 #9
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Die Wasserpumpe ist beim ADZ wird nicht über den Zahnriemen, sondern über den Keilriemen angetrieben. Wieso diese dann austauschen?
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Alt 20.03.2020, 16:48 #10
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Zumal die Wapu erst 30tkm gelaufwn hat. Wenn die nicht gerade von febi ist, würd ich die drin lassen.


Das mit dem Druckverlusttest wurde hier schon richtig beschrieben.
Man kann dann noch ein Feuerzeug vor Auspuff, Saugrohr etc. halten um evtl. Luftströmung sichtbar zu machen




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Alt 21.03.2020, 18:23 #11
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Von Febi ist sie nicht, dafür von einem unbekannten Hersteller über meinen Teilehändler gekauft vor anno dazumal. Sie fing an an den Dichtungen zu schwitzen, hat aber keine Lagergeräusche von sich gegeben und hat immerhin ein Metallrad. Hatte auch schonmal eine mit Kunstoffrad. Sie bleibt drin und bekommt nur ne neue Dichtung, Dichtpapier hab ich hier zur Genüge.

Naja der Kopf ist eh draussen, konnte den Druckverlust nicht lokalisieren, die Kolbenringe schlossen gut (zumindest unter Zugabe von 1 TL Öl in den ersten Zylinder blieb der Druck unverändert niedrig), blieb nichts anderes als Kopf raus und jetzt schau ich gleich mit etwas Benzin ob die Ventile richtig schließen. Falls nein, versuchen nochmal einzuschleifen (Werkzeug vorhanden) oder evt gleich das entsprechende Ventil tauschen. Mache morgen mal Fotos von der Zylinderwand.

Gibt es ein Sollmaß wie viel die Kolben beim 1.8er kippeln dürfen? Ein bisschen müssen sie ja, schließlich sind die Kolbenringe nicht aus Granit. Hab meine Fühlerlehren grad nicht zur Hand, schätze es aber auf ca. 5/100stel., also 50 mü (handy kann das Zeichen nicht). Der Ringspalt ist laut Buch absolut im Soll, aber ich frag euch hier lieber nochmal.

Geändert von herr jaegermeister (21.03.2020 um 18:41 Uhr)
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Alt 21.03.2020, 18:25 #12
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EDIT: Doppelpost, beim rumlaufen zwischen Wlan und Datennetz verschluckts sich manchmal.

Ich mein den Extraaufwand mit WaPu und ohne weiteres den ganzen Kopf rauszuholen würd ich mir nicht direkt machen, haben beide nur grad wegen dem bevorstehenden Lockdown Zeit im Übermaß, für mich gehts erst am 20.04. wieder weiter. Bevor ich mich dann aber im Juli bei 35°C drunterklemmen muss/darf, mach ich lieber gleich alles was mir komisch vorkommt, wenn ich grad mal dran bin. Ansaug/Abgaskrümmersichtungen kommen gleich auch mit neu, die kostete bei meinem Teilefritzen nur 2,70€, Kopfdichtung ja eh neu, und sonst alles wo man später schlecht drankommt. Hoffe ich kann bald ein paar Bilder hochladen.

Geändert von herr jaegermeister (21.03.2020 um 18:39 Uhr)
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Alt 22.03.2020, 12:21 #13
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So, habe mal ein paar Bilder gemacht und ein Video dazu hochgeladen klick mich hier, wie im Video gesagt, etwas bewegen muss der Kolben sich im Zylinder ja, die Kolbenringe selbst sind nicht auf Presspassung mit der Ringnut im Kolben. Vielleicht habe ich mich auch etwas durch zu eifriges googlen und Videos von anderen verunsichern lassen. Auf den Bildern sind (hoffentlich) noch die Hohnspuren zu erkennen. Nach dem kippeln per Hand findet der Kolben von selbst in seine Ursprungsposition zurück. Lässt sich nur mit etwas Kraftaufwand vor und zurück kippeln. Achso ja, edit: Das kippeln ist in jeglicher Position des Kolbens gleich, heisst bei OT, 1/3, 2/3 und komplett unten. Kriege das geräusch halt nur bei OT und 1/3 noch hin, weiter unten fehlt mir die Kraft in der Hand

"Tackern" oder rasseln tut der Motor kein bisschen - abgesehen vom anfänglichen leichten klackern in den ersten paar Sekunden, bis das Öl an den Hydros angekommen ist natürlich, das kennen wir wahrscheinlich alle, wenn das Fahrzeug ne Woche nicht bewegt wurde. Keine Riefen vorhanden, kein Grat am OT-Punkt. Nur das Kippeln macht mir etwas sorgen, doch wie gesagt: Was haltet ihr davon??

Achtung: Es könnte Vollauflösung kommen, ich will die Bilder nicht runterskalieren.

Hohnung Zylinder 1:



Hohnung Zylinder 4 (als Vergleich):



Am Kopf dann einen Test über 30 min gemacht mit Aceton (da "flüssiger" als Wasser) bei geschlossenen Ventilen, um hier einen fehlerhaften Ventilsitz auszuschließen:

Zylinder 1:



Zylinder 4:



Der Ventilsitz wurde bei ausgebauter Nockenwelle geprüft. Ich werde den Test mit eingebauter Welle wiederholen, lade gleich als EDIT noch ein Video vom Ventilführungsspiel hoch, aber wäre erstmal auf eure Meinung zum vermeintlichen Kolbenkippen gespannt.

Geändert von herr jaegermeister (22.03.2020 um 12:32 Uhr)
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Alt 22.03.2020, 13:07 #14
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Also vom Kippspiel würde ich sagen ist noch im Rahmen. Aber ich hab da auch schon einmal daneben gelegen. Ausbauen und vermessen. Also Kolben und Zylinder. Wenn der Kopf dicht ist, kann dir auch ein Kolben kaputt gegangen sein.
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Alt 22.03.2020, 13:36 #15
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Zitat von aam 90 Beitrag anzeigen
Also vom Kippspiel würde ich sagen ist noch im Rahmen. Aber ich hab da auch schon einmal daneben gelegen. Ausbauen und vermessen. Also Kolben und Zylinder. Wenn der Kopf dicht ist, kann dir auch ein Kolben kaputt gegangen sein.
Meinst Du im Sinne von einem Riss quer durch den Kolben z.B.? Wäre schon vorstelbar, ich putz das Kolbendach mal, ist mir ehrlichgesagt grad zu kalt draussen um jetzt die Ölwanne abzubauen
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Alt 22.03.2020, 13:44 #16
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Nein ich meine Steg gebrochen und dadurch drückt sich die Kompression am 2 Ring und Ölabstreifring vorbei ins Kurbelgehäuse.
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Alt 22.03.2020, 15:50 #17
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"So wirds gemacht", an sich ein nettes Buch, allerdings ein paar haarsträubende Fehler auf Seite 39 entdeckt.

Siehe Bild. Wem fällts auf?

Spoiler: Einlassventil und Auslassventil sind in der Tabelle vertauscht, was mich ausserdem wundert, ist dass alle meine Ventilschäfte um die 7,9x mm herum laufen, laut Tabelle sollten es nur 6,92 sein. Dem Buch traue ich grad eh nicht, aufgrund des Vertauschens s.o.


EDIT: Ist natürlich blödsinn, das Einlassventil ist natürlich größer!
___
Hier mal meine gemessenen Werte der Ventile:

E=Einlass, A=Auslass, Maße nach Tabelle (a - b - c) in mm.

1:A=33,16 - 7,91 - 91,30
E=38,01 - 7,96 - 92,08

2:A=33,34 - 7,94 - 91,26
E=38,00 - 7,96 - 92,06

3:A=33,26 - 7,92 - 91,26
E=38,02 - 7,94 - 91,98

4:A=33,20 - 7,92 - 91,30
E=38,06 - 7,94 - 91,96

Alles also relativ im Soll, der Durchmesser (a) ist ein klein wenig erhöht, das kann ich aber auf festgebackenen Ruß schieben. Was mich wundert ist erstens der Schaftdurchmesser, da dieser im Buch anders angegeben ist, und zweitens die Länge der Ventile!! Laut Literatur 91.85mm für ein Einlass- und 91,15mm für ein Auslassventil, bei mir sinds bis zu 0,23mm drüber! Vor allem hat Einlassventil 1 das längste maß, dieses ist wohlgemerkt aber auch das einzige, dass mal blankgeschfliffen wurde (die Seite zum Brennraum), also wären es nochmal ein paar 0,x mm mehr. Baue gleich die Nockenwelle wieder ein mit Hydros und allem und schaue dann mal, ob das Ventil überhaupt noch schließen kann.

Wie zum Geier längen sich Ventile? Stauchen würde ich verstehen, aber längen?

Habe ausserdem mal ein Video zum Ventilführungsspiel erstellt, sorry dass ich nicht mitten rein quatsche, wollte das "klackern" aufzeichnen. Für mich sind die Führungen der Auslassventile hinüber. Da die Ventile aber noch dicht schließen, schließe ich einen Druckverlust an dieser Stelle aus (es sei denn, mit montierter Welle schließen sie dann nicht mehr), trotzdem werde ich neue Führungen einpressen, wenn der Kopf schonmal demontiert vor mir liegt.
hier das Führungsspielvideo

Geändert von herr jaegermeister (22.03.2020 um 16:38 Uhr)
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Alt 22.03.2020, 15:58 #18
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Längen durch Magerlauf. Beliebter Motorschaden bei den 1200er Boxer von BMW Motorrädern. Meist werden die dann auch an einer Stelle schlanker und zack, liegt der Ventilteller im Brennraum und der Motor ist ein Fall für die Tonne.


Geändert von aam 90 (22.03.2020 um 16:01 Uhr)
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Alt 22.03.2020, 16:33 #19
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Zitat:
Zitat von aam 90 Beitrag anzeigen
Längen durch Magerlauf. Beliebter Motorschaden bei den 1200er Boxer von BMW Motorrädern. Meist werden die dann auch an einer Stelle schlanker und zack, liegt der Ventilteller im Brennraum und der Motor ist ein Fall für die Tonne.

Okay weisst Du was jetzt seltsam ist? Ich habe die im Bild erwähnten 8mm Ventilschäfte (habe meinen vorigen Post editiert und ein Video angefügt) - allerdings auch ein doppeltes Federpaket pro Ventil, mich macht das alles etwas stutzig. Kommt mir vor, als wäre irgendwannmal der Kopf ausgetauscht worden. Zumal das Fahrzeug selbst von Anfang 1996 ist.

Das mit dem Längen ist interessant, wusste ich noch nicht. Danke dafür! Wobei der Bock durch eine komplett fehlende Lambda (war einfach nur ne Schraube, immerhin mit Kupferscheibe zum Abdichten, drin , so vermute ich, eher zu fett gelaufen ist ^^ Hab grad Besuch. Baue den Krempel nachher mal zusammen und melde mich wieder, danke erstmal soweit!
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Alt 22.03.2020, 16:54 #20
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Sicher das es ein ADZ ist und kein ABS?






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